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eine gröbere Hierzu lagen, m Deremigien W 2 000 W pro barg ner Schreinemeisler, Iiu:eL Zu emew ©emembetai heule Mer Zeit bei ban ) weitere Frstslcllun. »esillitivenAn' rin nimmt der @c- lipunti ein, vie der mftimmig die Anstel- jeren fahren erfolg- in 2ah. - ßinem II das in der Hemer- ,nd der Devtrt- werden. Heule be- h das Gelände, etwa Men von 500-to orjugtoeifeanlDldt e noch kein Luid (n

>bt. Bestem abend t in der hiesigen scheS Land am den Dorttag wurde deldsarnmlung Drüder imAuhr- fvrt begonnen.

Fchr. Dei der Mi' ! n g wurden als erste Kartofseln, 58 Ztr. 73 MO Mark in dar. igen, 3. Febr. Für m h!°- Sei»* Kaiwfseln und 2,65 ir. Eine WSstnM- einSOueckborn Ruhrgebiets er- Ztr. Kartoffeln und Hohe S-lWAM ^LichÄ^ MMS sfelb.

, wurden Yte-^ r Drotgettetde ge E Ks »tteru br- AtJU ®* 200 000

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55,64 1604,- 1145,-

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1454,-

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880,95

2365.90

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6165,40

1874,70

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7418.50

10626,50

Antw.'Brllssel . Holland London

PliriS.......

Schweiz Svnnien Italien ^tnabon-Ooorto Dänemark . . .

9<oriveaen . .. . Schweden . . .. HelünasorS. ... Neuyork......

Denlsch-Oesterr. Budnvest Prag Agram

23 s,i 50 7082.25 5960.05 1825,45

6907 70 6832,90

9975-

!Bermifcf)tes.

Berlin. 3. Febr. (WTB.) Der Fürst­bischof donDreslau. Kardinal Bertram, Ächtete nach einer Dlättermeldung an den Erz- Wriester Schtoierck in Beuthen anläßlich des Un- Stücks in der H e i n i h g r u b e ein herzliches

Geld 7100.- 2380.- 6850.- 94 0 - 14900,-

51.75 38125.- 177250,- 1790,- 2015.- 1040,- 1080,- 6750,-

16450,-

unb für das Elektrizität

Brief 7200, 2104- 6950. 9550,- 15100,-

5225 3^375 - 1787.50,-

1810.- 2035,- IOgO 1100- 6850,- 16750,-

Handel.

Walchenseeaaleihe.

Zur beschleunigten Bollenduna ihrer bereits weit vorgeschrrttenen Arbeiten haben die bayeri­schen Großtoasserkraft-Hnternehmungen der Walchenseewerk -2l. -G., ter Mittleren- Isar-A.-G. und der Dayernwerk-A.°G^ dir Her­ausgabe neuer Schuldverschreibungen beschloßen. (Siehe den ausführlichen Prospekt .Walchensee- Anleihe im 9nsrratent^il dieser Aummer.)

Die wirtschaftlich? Bedeutung Lieser eng mit» einander verbundenen Unternehmungen beruht darin, dah sie die Grundlage bilden für die vom bayerischen Staate eingeleitete allgemeine, auf Wasserkraft aufgebaute Energieversorgung. Born Walchrnseewerk" wird in die Gemeinschaft eine Iahreser'zeugung von 160 Millionen Kilowatt­stunden eingebracht, von derMittleren Isar" eine solche von lährlich rund 500 Millionen Kilowutt-

Kirche und Schule.

** Kirchliche Dien st Nachricht. Dem Pfarrer Philipp Bühler zu Dodenhausen II. tourte die evangelische Pfarrstelle zu Bingen- Heim übertragen.

3. Februar Amil. Nolierg. ®elö Bries 2054 % 2065,15 14*62.50 15037,50

7117.75

5989.95

1834,55

6942*30

6867.10

10025,-

2. Februar 8mtL No lern. Geld Brief 1995.- 2005,- 15660.75 15739,25

23 4.10 743125 613460 1865,30

7518,65

7381,50

10573,50

39940*85

55,36 1590,- 1139

37405

Banknoten.

Frankfurt n.M.. 3. Februar. Schweizer Noien..........

FranMsche Noien Dänische Noten...........

S-chivedische Noien.........

Holländische Noten Deuisch-Oesierreich L100 Kronen Aiiierikunische Noten........

Englische Noien...........

Zialieiiische Noien

Belgische 9foten Ungarische No en Tschechoslowakische Noten .. . . Otorwegische Noten Rumänische Noten Spanische Noten

biS 95 000 Mk., kleine Erbsen 70 000 W« 80 006 Mark, Futtererbsen 50 000 bi» 60 000 Mk., Pe­luschken 100 000 bis 135 000 Mk . Ackerbohnen 70 000 bis 75 000 Mk.. Wicken 100 000 bis 125 000 Mark, Lupinen, blau 45 000 bis 60 000 Mk., gelb 65 000 bis 85 000 Mk., Seradella. alt 145 000 bis 175 000 Md. Rapskuchen 41 000 bis 44 000 Mark. Trvckenschniyel 21 000 bis 22 000 Mk. Rauhfutter: Weizen» und Roggenstroh. drahtgeb. 18 000 bis 18 500 Mk., Hasecstroh. drahtaepcedt 18000 bis 18 500 Mk., Stroh, strohseilgebündelt 1Z900 bis 18 200 Mk., Wiesenheu. gut. gefinb und trocken. Dormahd 18 000 bis 18 500 Mk., Rachmahd 17 000 bis 17 500 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt, verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.)

Gießener Konzertverein.

® t e 6 e n, 4. Febr. 1923.

§rau Margarethe Heyne-Franke von der Staatsoper zu Stuttgart (Sopran).

Am Klavier: Prof. Gustav Trautmann.

Das musikalische Genie Hans Pfihners, wel­ches zuerst in demArmen Heinrich" des Drei- rndzwanzigjährigen offenbar wurde und jüng- stens, auher in einigen Kammermusikwerken, in tin;einen Teilen des Palestrina und in der Kan- lateDon deutscher Seele" machtvoll sich kündete, erschütterte, ergriff und erhob mich in einer Reihe feiner kostbarsten Lieder, liebevoll und eindring­lich dargeboten von der jugendlich beschwingten Anmut und der von starken dramatischen Akzen­ten durchsetzten Leidenschaftlichkeit Margarethe Heyne-Frankes aus Stuttgart, wo man dem Schaf­fen des Meisters unter Professor Leonhardts Opernleitung eine besondere Pflege ange^ihen läht und erst kürzlich einen ganzen Zyklus ge­widmet hat. Während der Dramatiker PNZner mit starken Einschränkungen als Wag- rerianer bezeichnet werden kann in Wirklichkeit folgt sein Schöffen tu ch uS nur mu- litalischen C>eetzen und strebt nach einer Aufhe­bung des Gegensatzes zwischen reiner und ange- Dar dter Musik, ist er in seiner Lyrik vollkom­men.Altroma-ntiker", Schumannianer, der den Iruftabilierten Parallelismus zwischen Dichtung >^nd Musik als oberstes Gesetz anerkennt. Der

* Eine ägyptische Hofschönheit vor 4000 Jahren. Amerikanische Archäo­logen, die im Gräbertal bei Luxor ausgraben, forderten kürzlich einen schönen Fund ans Licht, nämlich eine 4000 Jahre alte ägyptische Prin­zessin, augenscheinlich eine der Schönheiten der ersten thebanischen Dynastie um 2150 v. Ehr. Düste und Racken der Mumie sind mit kleinen bläulichen Symbolen und emblematischen Fi­guren ihrer Kaste und ihres Adels tätowiert. Die Aegyptologen schließen aus diesen zarten Inschriften ihres Körpers, daß sich um eine der beliebtesten Hofdamen am Hofe des Pha­rao Menthuhotep handelt. Haar und Zahne sind vollständig erhalten. Leichte Einschnitte um den Hals, die Handgelenke, Finger und Fustknöchel weisen daraus hin, dah die Prin­zessin Armbänder, Halsbänder und Fustringc trug, als man sie insGrab legte. Dieser Schmuck ist aber später gestohlen worden. Ein langes, dünnes Brandzeichen am Unterleib, das augenscheinlich mit einem heisten Eis^n hervorgerufen ist, bringt ärztliche Sachverstän­dige, die den Körper beaugenscheinigten, auf die Vermutung, dah diese Hofschönheit an einer schweren organischen Krankheit gestor­ben ist, die man in jenen fernen Zeiten mit Hilfe großer Hitze zu heilen suchte.

Das wertvoll st e Tier. Der Wal­fisch ist wohl dasjenige Tier, das das meiste Geld bringt. Infolgedessen wird er auch am eifrigsten gejagt, und es ist unter diesen Riesen des Meeres bereits so aufgeräumt, daß unsere Enkel ihn wohl nur noch vom Hörensagen kennen werden Ein einziger Grönlandwalfisch hat in seinem Maul etwa eine Tonne Fischbein, das allein 750010 000 Dollar wert ist. Sodann kann man damit rechnen, dah aus seinem Fett 25 Ton­nen Tran gewonnen werden. Da eine Tonne Wal­fischtran etwa 100 Dollar kostet, so ergibt das die stattliche Summe von 2500 Dollar. Der sog. Pottwal gibt nicht nur riesige Mengen des besten Trans, sondern enthält auch noch Ambra, ein Stoff, der bedeutend mehr wert ist als sein Ge­wicht in Gold.

* Der Oeltvd der Seevögel. In Eng­land ist am 1. Januar ein Gesetz in Kraft ge­treten, das die Schiffe, die ihre Oellanks in Duchten, im Wasser an der Küste oder in Flüssen auspumpen, mit sehr hohen Geldstrafen belegt Die zunehmende Delfeuerung der Schiffe hat nämlich das Wasser derartig verunreinigt daß das Baden an der Insel Man z. B. unmöglich war. Roch schlimmer ist die dadurch hervor­gerufene Schädigung der Fische und der See­vögel. Wie der englische Raturforscher Martin Duncan berichtet, sterben die Seevögel in den Meeren um Großbritannien zu Tausenden da­durch, daß das Det das Gefieder der Vögel ver­klebt und sie dadurch dem Tode ausgeliefert wer­den. An den Küsten werden tote Seevögel aller Art in großer Zahl angeschwemmt, die nur aus diesem Grunde ihr Leben eingebüht werden.

* Sein Stecken. Ein Mann hatte eine sehr böse Frau, die ihn sogar oft schlug. End­lich starb sie zu seinem Tröste; aber als ein guter Ehemann, der er immer gewesen war, wollte er ihr doch ein würdiges Denkmal setzen lassen. Er wandte sich wegen der Inschrift an einen bekannten Schriftsteller seines Wohn­orts, dem das eheliche Schicksal des Mannes nicht unbekannt war, und dieser empfahl ihm die folgende Grabschrift:Hier ruht Frau . . . Dies Denkmal widmet ihr der Hinterbliebene Gatte. Sie war sein Stecken und sein Stab."

Märkte.

Derllner Produttenmartt.

Berlin. 3. Febr. Am Produkten­markt ermattete die Haltung auf die Ermäßi­gung der Devisenkurse. Doch kam es nicht einem umfangreichen Geschäft weil das Angebot zu hohe Preise forderte. Roggen wurde mehr ji niedrigen Preisen gehandelt. Gerste und Haser und ebenso Mais hatten schleppendes Geschäft Mehl wu b? aus zweiter Hand billiger angeboten als die Mühlen verkaufen. Von Kleie zeigte sich vermehrtes Angebot. Die Stimmung für die an­deren Artikel war schwach bei stillem Verkehr. Weizen, märkischen 62 000 bis 61 000 Mk. (schwach), Roggen, märkischen 53 000 bis 54 000 Mark i schwach), Sommergerste, märkische 52 020 bis 53000 Mk. (schwach), Haser, märlischen 43 000 bis 45 000 Mk. (schwach), Mais, La Plata, loco Berlin 61000 bis 62 000 Mk. (still), Weizen­mehl (100 Kilo) 180 000 bis 205 000 Mk. (still), Roggenmchl (100 Kilo) 160 000 bis 170 000 Mk. (still), Wrizenlleie 33 000 bis 34 000 Mk. (matter), Roggenkleir 33 000 bis 34 000 Mk. (matter), Raps 90 000bis 100 0)0Mk. (still), Viktortaerbsen 85 000

Berlin, 3. Febr. Am Devisenmarkt war eine Reigung zu Abgaben bemerfbar, und demgemäß stell en sich die Kurse unter Schwan­kungen bei ruhigem Geschäft etaxrs niedriger. Der Dollar schwankte um 38000. Rach der amt­lichen Rotierung befestigte sich die Hallung etwas.

Frankfurt a. M., 3. Febr. Bis 3. rz einschliLßlich findet die Wertpapierbörse jeweils Montags, Mittwochs und Frei­tags statt. An den übrigen Tagen, außer den vorgenannten, ist jeder Handel in Wertpapieren in den Börsenräumen unterlagt Es werden nur Devisen und Roten notiert

Frankfurt a. M., 3. Febr. Börsen- stimmungsbild Der Effektenmarkt ist heute für den Verkehr geschlossen. Der Markt der aus­ländischen Zahlungsmittel stand im Zeichen großer Geschäftsstille. Der Dollar setzte mit 38 500 ein und wurde bann 38 000 bis 37 500, an der Börse 37 500 genannt Die Umsätze von Bureau $u Bureau waren sehr bescheiden. Es werden meist die gestrigen Schluhkurse genannt. Die Speku­lation zeigte geringe älnternehmungslust Mvn- tara/ticn lag'n unregelmäßig. Maschinen-, Metall­und Autoaktien behauptet. Kassa-Industrieaktien lagen nicht einheitlich.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

musikalische, vr-ec sagen wir besser der melodische Einfall, den Pfitzner mit dem ganzen Tempera­ment seiner kampflustigen Feder gegen Paul Deller verteidigt hat, erfaßt tote bei den Klafst- kern die Grun' stimmung drs Eedich es. Er ist der eigentliche Fun'e b.r G.niali.ät, der innerste Im­puls der schö. f.-rischm Betätig-ng, der, wenn er in enget Harmonie M't dem Gericht steht, ein nicht nut der Form, fanden vor allem dem Inhalt nach schon charakteristisch geborenes L ed erzeugt Wie sehr tie suggestive Gewalt der Lyrik Pftyners gerate auf dem melodischen Einfall beruht, er- füfilt man leicht aus der Wirkung- solcher Debtlre, deren Thematik aus Gründen der Inkonsequenz zwischen Einfall und dichterischer Vorlage auf konstruktivem Wege gewonnen wurde. Sie erli­chen einen formalen Gus höchster Vollendung, aber blühen'«5 ßeE«i pulsiert nicht in ihnen. I t je. och dir geh imnisvolle innere Ha monie -wischen Wort und Ton vorhanf>e-n, dann e g bt sich eine tra-m- haft innige U-mschl ngung mit t« o eie beS Dich­ters; so in manche« der Gesänge rach E chrnroi ff, dem wohl kein Komponist nach Schumann so tief erfühlt hat tote Pfitzner.

Wie berückend und phantastisch wirkt doch immer romantischer Mondschringesang der Lot­ung".Hörst bi nicht die Bäume rauschend Pfitzner malt nicht die Worte EiHendorsfs aus, er illustriert nicht er gleitet im Gegenteil mit einer sorglos und inbetummert er scheuenden Absicht-

4015015 37406»25 37593,75

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M dm die Runzeln!

Fahle, schlaffe, welle, graue Laut toirb be­lebt uub oe<|üngt durch wohltuend« Frottage mit Aor-Leesand-Manbelklele. Regelmäßiger Gebrauch von Aok - Seesanb - Dianbelkleie mackl die Laut schnell und sicher blumcn- »art, rosig und jug nbsrlsch. Aok - S e e- sand- Manbeikleie ist überall zu haben.

DelleidStelegramm uns überwies ihm zur Unter» füftung ber betroffenen FmnUien zwei Millio­nen Mark.

Berlin, 3. Febr. Rach einpr Blättermel- bung aus Halle d rang im Zuge von USIar nach Roroheirn ein Mann über die Tritt­bretter der Wagen in ein Abteil zweiter Klasse, betäubte die dort sitzende Dame mil Flüssigkeit und C aubte ihr einen in Platin gefaßten; Brillanten und 10000 Mk. bares Geld. Der Räuber sprang sodann aus dem fahrenden Zuge und enttarn.

lieblett über die charakteristischsten, zur Ton- malerei geradezu verführenden Windungen des Gedichtes hinweg. Ganz im Gegensatz etwa zu Hugo Wolf, der vielfach in der Einleitung schon das charakteristischr Motiv bringt, das dann weiter und weiter ausgebuut, oft überzmgender die poe­tische Grundstimmung trifft als die Melodie, welche darüber schwebt, süßt Pfitzner das eigent­liche Wesen des Gedichtes, seine Seele nicht durch sekundäre aceessorische MittÄ m Tönen zu fassen, sondern durch die eigenste melodisch: Sprache der Musil. Er ist als Lyriker vollkommen absoluter Musiker und rückt die Stimmung des Gedichtes in eine unendliche Perspektive, die des Illusions­motivs und jeglicher Plastik entraten kann. Wie ist doch die Phantastik des Eichrnborffschen Ge­dichtes in dieser Erfühlung gesteigert, die dann so wunderbare Eingebungen erzeugt wie diese wiegende Gesangs- melovie, die in ihrer Rhythmik an Schwindsche Grisierreigen gemahnen kann. Auf diesem Wege gelangt Pfitzner zu einer Individualisierung des einzelnen LiedeZ und einem so unerhörten, be­glückenden Reichtum der Ausdrucksform, daß sich unter seinen Liedern die gegensätzlichsten Gebilde nebeneinander finden: Sichendorffs traumhafte Phantastik, der dithyrambische Schwung von Goe» ches Mallis), die ergreifende Seelen not von Mürikes ,Verlassenem Mägdelein" neben dem hoffnungslos schwermütigen Lied .An die Mark"

(von Ilse von Stach der Dichterin des Ehrist- elflein) mit seiner eigentümlichen Kontrapunktik, die den Schmerz so erschütternd gestaltet.

Frau Margarethe Heyne-Franke setzte die ganze Wärme und Größe ihrer Persönlichkeit für Pfihners Lieder ein. Ihre außerordentliche Gefangskultur, ihre von tiefem Erleben getragene Art des Vortrags, die zu suggesiver Wiriung sich steigern kann, di? pvah wolle Größe ihres Or­gans, das nur hier und da in der Tiefe feine ®rennen verrät und nur gelegentlich einmal von einer leichten Wolke verdeckt schien, verhalf diesen und bekannten Liebem von Hugo Wolf und Richard Strauß zu gewaltigem Erfolg.

Professor Trautmann am Klavier schuf Wurcher der klanglichen Charakterisierung. Sein warmer, blühender Anschlag, seine unfehlbar sichere, fein abwiegende Rhhthmisierung, vor allem aber seine universale musikalische Potenz gestalteten Gebilde höchster pianistischer Vollen­dung, die mich immer wieder an jene unvergeß­liche Stunde in Leipzig erinnerte, in der Pfitzner selbst als Begleiter seiner Lieder am Flügel saß.

Für den lebhaften begeisterten Beifall dankten die Künsller durch die Zugabe von Dfihners reiz nder Rokokos ene.Sonst" (Eichendorfs), jenem harmlosen musikalischen Scherz des Meisters, den übereifrige Jünger als Geniestück zu verherrlichen, böswillige Äritifer als Erzeugnis einer schwachen Stunde zu branbmarien sich bemüb*en. Dr. Sk R.

stunden. Damit bilden diese beiden Grvßwaster- fraft-ilntemebmungen die Hauptpfeiler für txe Elektrisierung nichtiger bayerischer Bahnstrecken

.Dayernwerk", das die Wasserkraft- ... durch sein 875 Km. langes 100 000

Voll-Reh über das ganze Land verteilen, und auch den Rachbarländern zuführen wird. Da das .Walcheirtoerf und das ^Dayemweri" bereits zu 75 Prozent fertiggestellt sind und noch in biefem Jahre in Betrieb gehen, wird diese allgemeine Landes-Elettrift ätsversorgung bis Ende 1923 be­ginnen. Die Großkraftanlage der »Mittleren Isar", jetzt schon zu 60 Prozent fertig, wird 1924 mit ihrer Stromerzeugung hinzutreten. Heute schon kann der Absatz der erzeugten Energiemengen zu einem entsprechenden Preis als geiichert gelten.

Die neue Anleihe ist vom festen zum glei­tenden Zinsfuß übergegangen, um den Zeich­ner an der Entwicklung des Geldwertes zu be­teiligen. Dies geschieht durch Anlehnung an den Reichsbankdiskont; die Verzinsung erfolgt zum je- welligen Reichsbankdiskontsah abzüglich 2 Pro­zent, jedoch mit höchstens 15 und mindestens 7 Pro­zent. Zur Zeit beträgt die Verzinsung also 10 Prozent.

(In einem Teil der Auslage toiederholt.) Französischer Kohlenraub.

Dortmund 3. Febr. (WTD.) Auf der Zeche Minister Achenbach in Drambauer stie­ßen die Franzosen mit Gewalt das Zechen­tor ein und entluden einen mit Kohlen belaße­nen Eisenbahnwagen, weil ihnen fteiwillig keine Kohlen geliefert wurden. Die Bevölke­rung von Brambauer ist durch dieses Vor­gehen aufs äußerste erregt.

Französische Studienkommissionen für die be­schien Gebiete.

Paris, 3. Febr. (WTD.) Es sind zwei weitere Missionen bestimmt worden, um im Ruhrgebiet Studien aufzunehmen. Der Direk­tor der Eisenbahnen im Ministerium für aus­wärtige Angelegenhftten d u C a st l e hat stch nach Düsseldorf und Essen begeben, um die Frage za studieren, wie man in Gemeinschaft mit General Pahvt Maßnahmen ergreifen könnte, um in dauer-nder Weise die Transportfrage im Rheinland und im Ruhrgebiet zu organisieren uni) progressiv zu entwickeln. Der Genevalinspek- teur für Dinnenschiffahrt Di da l wird sich in den nächsten Tagen in einer Mission ebenfalls nach dem besetzten Gebiet begeben, um die Frage der Wasserwege zu studieren.

Die englisch-französischen Differenzen auf der Lausanner Konferenz.

Paris, 3. Febr. (WTD.) Rach einer »Ma- tin"-Meldung aus London 'hat gestern P o i n - cave im Foreign Office dagegen pro­testiert, daß aus dem Inhalt seiner am Mitt­woch dem englischen Botschafter Lord Grewe überreichten Rote einige Stellen ver­öffentlicht worden sind. Der französische Ge­schäftsträger habe gestern im Foreign Office er- klärt, die französische Regierung lehne jede Ver­antwortung hinsichtlich der Folgen ab, die die be­gangene Indiskretion nach sich ziehen könnte.. Es 'hantelt sich bekanntlich um die Rote, deren Absendung dasJournal des Debats" mitgeteilt hat, in der Poincarö juristisch zu begrünten sucht, Frankreich 'habe trotz des Abkommens der Al­liierten vom Monat September 1914 das Recht, einen Sonderfrieden mit der Türkei ab- zuschliesteir.

Pari«, 3. gebt. (WTD.) Das3ournaT berichtet, die Ankündigungen, die man gestern In Paris über die Entwicklung in Lausanne erfüllten habe, seien günstig. Man habe sogar gestern be­hauptet die Türken seien geneigt, den Schieds­spruch des Völkerbundes in der Mos- f ulf rage anzurufen.

Ei» französisches Gelbbuch über die Washing­toner Verhandlungen.

Paris, 3. Febr. (WTB.) Das Mini­sterium hat ein Gelbbuch herauSgegeben mit allen Dokumenten über die Washing­toner Abrüstungskonferenz.

Rußland und Japan.

London, 2. Febr. (Wolff.) Die£t- meß berichtet aus Tokio über die Be­grüßung, die dort dem Sowjetgesandten in China, Joffe, zuteil wurde, daß der Emp­fang Joffes dem eines Staatsgastes glich. Der Sekretär Joffes erklärte, nach seiner Erho­lungskur werde Joffe an die japanische Re­gierung herantreten, da für die finanzielle Rettung Rußlands eine Vereinbarung mit Japan notwendig sei. Dem englischen Bericht­erstatter zufolge herrscht in Tokio der Ein­druck, dah, während amtlich' nichts unternom­men würde, das Ergebnis des Besuches Joffes ein wirtschaftliches Aebereinkom- men sein werde oder daß wenigstens eine Vereinbarung für eine dritte Konferenz ge­troffen werde, aus dem Bemühen heraus, den Mißerfolg von Dairen und Tschangrschun wie­der gutzumachem

i* Wen Stellen droht eine Lleberschwemmuna Straßen und ter Bahndämme.

)( Ortenberg. 3 Febr. Die letzten Tage stauten viele benachbarte Gemeinten im Zeichen - .^«gd Versteigerung. Die Gemeinte- iagd in Selters kam auf etwa 1000 000 Mk. öle von Dieichenbach auf 3000000 Mk d e Vckarl s b o r n e r auf 1 300 000 MI. einschließlich 3agbfteuer für bic Zagd in Ortenberg a>ur» 5en 502 000 Mk. geboten, die Versteigerung je- -doch vvm Stadtvorstand nicht genehmigt. °

Kreis Friedberg.

Triedberg, 3. Febr. Zur möglichst ausgedeHnten Sicherstel lu ng der dringendsten Gasversorgung hat die Bürgermeisterei einige vorbeugende Sparmaß­nahmen angevrdnet. Die Tercoendung der Gas- bateöfen und ter Gasheizung wurden mit so­fortiger Wirksamkeit verboten. Weitere Sparmaß- nähmen sollen, wenn nötig, noch angeordnet wer­den. Die Verwaltung erwartet von der Einsicht der Bürgerschaft, daß sie den durch die Rot der Zeit veranlaßten Maßnahmen keine Schwie­rigkeiten bereitet.

* Friedberg, 3. Febr. Don den ober- hessischen Ortsgruppen des Hessischen Bauernbundes wurden für die Rubr ° Hilfe weiter gespendet: Bönstadt: 8500 Mk 33 Ztr. Frucht, Okarben: 47 660 Mk.: Ober- Eschbach: 330 Ztr. Kartoffeln: Ettings­hausen: 39,5 Ztr. Kartoffeln. 13,3 Ztr. Frucht' Allendorf (Lahn): 4500 Mk., 30 Ztr. Kar­toffeln, 11 Ztr. Frucht. Rodheim v. d. SS - 286 770 Mk.. 34 Ztr. Kartoffeln, 95 Ztr. Frucht 4 3tr. Mehl. Gesang verein .Eintracht".Rodheim d. b. H.: 20 000 Mk. B ü d e s h e i m: 46 700 Mk 30 Ztr. Frucht, 3 Ztr. Mehl. Erainfeld: 28 750 Mk., 85,85 Ztr. Kartoffeln, 5.35 Ztr. Frucht. Kirschgarten: 21/? Ztr. Frucht. Weckes- heim: 32500 Mk., 109/3 Ztr. Kartoffeln, 10,50 fttr. Frucht. Dorheim: 567 120 Mk.. 1 Waggon Kartoffeln. E f f o 1 d e r b a ch: 56850 Mk., 63 Ztr. Kartoffeln, 13 Ztr. Frucht. Reichelsheim (Wetterau): 63 003 Mk., 25 Ztr. Frucht. Leusel: 170 000 Mk.

Starkenburg und Rheinhessen.

* M a i n z, 3. Febr. Nachdem die Besat- «tngsbehörde das Lustbarkeitsverbot des hessischen Innenministeriums für das be­setzte Rheinhessen für ungültig er­klärt hat, richteten die Stadtverwaltung Mainz und der L a n d e S k o m m i s s a r für das besetzte hessische Gebiet, Dr. A s i n g e r, einen Aufruf an die Bevölkerung mit der Ditte, freiwillig auch ohne polizeiliche Maßnahme auf Tanzlustbarkeiten und Deranst-altungen karuevalistischer Art zu v e r - zichten.

Hessen-Nassau.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 4. Febr. Im Ja­nuar wurden von der Kriminalpolizei 768 Personen verhaftet, darunter 62 steckbrief­lich Gesuchte. Insgesamt wurde die Kriminal­polizei 2815mal in Anspruch genommen, und zwar u.a. wegen Diebstahls 426mal, Einbruchs SOOmal, kleineren Eigentumsvergehens 853- mal, Dettügerei 157mal, Unterschlagung 132- mal, Sittlichkeitsvergehens 84mal, Wuchers 224mal, Schleichhandels 294mal, Nah­rungsmittelfälschung 38mal. Der Mvnctt Ja­nuar brachte 7 Selbstmorde.

fpd. Fronkfurta. M., 4. Febr. Der Volks- Verruf gegen alles, was mit Frankreich und Delgien im Zusammenhang steht, macht auch hier rasche Fortschritte. Infolge ter Demonstrationen gegen das Carlton-Hotel, wo eine französische Kommission seit mehreren Iah- ren wohnte, verwehren jetzt alle hiesigen Gast­häuser französischen und belgischen Staatsangehö­rigen den Zutritt und haben dies durch ent­sprechende große, weithinleuchtente Plakate an den Eingängen kenntlich gemacht. Auch in den Ge­schäftshäusern findet man in zunehmendem Muße entsprechende Hinweise, daß an Franzosen und '' Belgier Waren nicht abgegeben werten. Der Frankfurter Weinhändlerverein beschloß, künftig leine französischen Weine und Spirituosen mehr zu Verläufen. In den Restaurants wird an Franzo­sen und Belgier kein Essen mehr verabfolgt. In- svlgetessen haben die zahlreichen Zivllfranzvsen, Lie sich bisher m Frankfurt auf hielten, die S'adt größtenteils verlassen und sind nach ihrer Heimat zurückgekehrt. Das Carlton-Hotel ist jetzt all­abendlich, um die Wiederholung der Vorgänge Dom letzten Donnerstag zu vermeiden, von starken Polizeistreifen bewacht.

186013,75 186968,25 178552,5) 179447.50

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