Ausgabe 
30.6.1922
 
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Erstes Blatt

172. Zahrgang

Srcitag, 30. Juni 1922

Die Ermittelung der Mörder R^henaus

Hamburg. 29. Juni. (DTB I Die ftaat- geständig und gibt zu.

mit dem Ende beginnen.

liche Prcsscstcllle teilt zur Vorgeschichte der Er­mittelung der Mörder Rathen aus

die Vereinigten

geständig und gibt zu. . __ _ ,

gewußt und bei der JKorbf

gelenkt zu haben. ^cn Kraftwagen

sein, was er ist, aber er hat einen Vor­teil: Er ist da. Er ist ein französisches Gesetz und keine Regierung kann ihn abändern. 2£n dem Lage, an dem wir nicht ui^er Recht suchen würden, in welche gefährlichen Abenteuer tonnten wir dann hinLingezogen werden? Wenn wir anstelle eines Vertrages, den wir für unbefriedigt halten, einen anderen sehen, mühten wir uns mit allen Alliier­ten, ja sogar mit den feindlichen Rationen, Der» ständigen. Allein macht man keinen Vertrag. 2Tber eventuelle Sanktionen könnten die Frage auch nicht vollkommen lösen. Wir haben sofort Geld nötig. Wir sind gezwungen, die Reparationen in Ra. u ra, also die Sachlieferungen, zu entwickeln und die deutschen Arbeiter nutzbar zu ver­wenden. - Poincar6 spricht alsdann von der internationalen Anleihe, die in Wirk­lichkeit eine deutsche Anleihe ist, die auf den aus­wärtigen Märkten realifiert werde. Die jetzige französische Regierung sei Anhänger davon, aber man müsse den richtigen Augenblick wählen. Die Bankiers, gestützt aus ihre Regierungen, hätten von der Reparatiotrskommistivn und von ?zrank- reich verlangt, den Plan einer neuen Anleihe stu­dieren zu können. Tem^rbe Frankreich zugestimmt, aber es hätte die Initiative nicht ergriffen, weil es den Augenblick nicht für günstig gehalten habe. Er fei der Ansicht, bah man Derfrü^t gehandelt habe. Bevor man eine Anleihe ins Auge fasse, mühten die deutschen Finanzen sich gebes­sert haben. Sn diesem Augenblick ständen sie sehr schlecht. Deutschland' aber sei ein fleihiges Land, das sich gewist wieder erheben werde. Aber schon jetzt eine An leihe aufzulegen.

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können das Wort aussprechen, das die Welt er­wartet. Ich bitte Sie darum, bah Sie daS tun.

Ministerpräsident Poincar6 ergreift das Wort und erklärt; Die Konferenz * a .a 9 ist wir eine Vereinigung von Sach­verständigen. Sie trägt einen ausschliehlich tech­nischen Charakter. Von ihr kann fein? Entschel- bung getrofsen werden. 'Das die Reparationen anbelangt, so sind wir an einem Wende­punkt a n g e k o m m e n. Jedenfalls befinden ü ir uns in einer delikaten Lage. Die Regierung üird zu verhindern suchen, dah das eine Sack­gasse ist. Man nmh ins Auge fassen, welche Entscheidungen getroffen wurden und welche Enl- sch.idungen morgen getroffen werden müssen. Im vergangenen Stu;re haben wir uns an den Der- trag gehalten, aus dem wir das Teile betaue» tnüffen. Wir haben im C'uirerständnis mit unseren Alliierten die deutschen Schulden aus 132 Milliarden Coldmark festgesetzt Alsdann hat die Reparationskommission einen Zahlungsplan ausgestellt. Dieser Zäh.ungsplan ist als ein Rri- bchrls angesehen worden. Deutschland hatte ihn angenommen, nachdem man ihm ein -Ultimatum g-slellt hat, aber es hat versucht, ihn unausführbar zu machen. Deutschland hat Lre AusgaLen nicht herabgesetzt und sein Steuersystem nicht geändert. Es hat seine Inflution vermehrt und Sie Repura- tionSkommission hat ihm bis 31. Dezember unter bec ausdrücklichen Reserve der Einrichtung einer Finanzkontrolle ein Moratorium g wührk. Dann sind die Bankiers zusammengetreten. Rach den Demarchen und Angeboten, wie sie die fran­zösische Regierung gemacht hatte, haben sie die Möglichkeit statuiert, die Reparationslrage zu regeln. Sie sind zu einer Konklusion gekommen, die den Wunsch verraten hat. eine neue Re­duktion der deutschen Schuld ins Alge zu fassen. Dem hat die französische Regier.!ng nicht zugestimmt. Die Tr.nfie.rd sind aa6-?:n- andergcgagen. aber nicht ohne die HÄsuung, wieder znsmnme.iz »treten. Jetzt i st der G a - rantieausfch ist am Werk.

Ministerpräsident Pmncartz erklärt, die M r - sere Deutschlands ser nur Fasiade. Die Entwertung der Mark fei weniger groß im Innern Dmitschlands als nitcrralb. Der L:bens- unterhalt in Deutschland sei weniger hock alS anderwärts. 'Die deutsche Industrie habe fuh we­sentlich bereichert, ob?1 der »tzen sei ins 21 :? land gegangen. Die deutschen Exporteure liehe" sich in ausländischen Devisen bezahlen, die sie trotz deS Verlangens L^r Reichs bank nicht m TCart umtaufchten. Sie liehen sie in ausländischen Ban­ken liegen ober sie verwendeten sie zu Käufen. Diese Berechnung des deutschen Kaufmannes und der deutschen Industriellen kontra st iere mti der Lage des Mittelstandes und der Volksmasse. Die Presse hüte sich, die­sen Zustand zu schildern. (Segen i i' Bestim­mungen des Vertrages von Versailles verschlu­dere Deutschland die Pfänder, die cS feinen Gtä i- bigern zugesprochen Hude. Es mache übertriebene Ausgaben, es baue und vermehre seine Han­delsflotte. Das Reich tobe sich an diesem Ploternehmen mit Geld beteiligt. los es den Ai- liierten hätte geben können. Es hab? 18 Mil­liarden in dieses äf/rternehmen gesteckt

Poincure fährt fort. Deutschland kaufe auch seine an England abgelieferten Schiffe wieder zurück und baue neue Schiffe in ungeheurer Menge. Ein Weltlauf der Tonnage habe begonnen. Die deutsche Handelsflotte nehme den dritten Platz in der Welt ein. Deutschland habe seinen Traum der wirtschaftlichen Hegemonie wieder aufgenommen. Auch die Eisenbahn mache übertriebene Aus­gaben. Man gehe sogar so weit, dah man Linien baue, die einen strategischen Cha­rakter hätten und für die Gefahr eines Krieges vom Generalstab vorgesehen gewesen seien. Diese Luxusausgaben könne man nicht dulden, es fef denn, da st Deutschland damit beginne, seine Schul­den zu bezahlen. (Beifall.) Ohne Zweifel befinde sich Deutschland inmitten einer Finanzkrifis, die es übrigens durch fein Handeln selbst hervor­gerufen habe. Aber es habe Kapitalien genug, die es an seine Gläubiger übertragen könne. Die deutsche Industrie habe im Jahre 1921 durchschnittlich 40 Prozent Dividende verteilt. Alle deutschen Industriellen hätten ein Interesse daran, dast die Mark niedrig bleibe. Aber ihr Vermögen werde dadurch nicht herabgesetzt, denn ein großer Teil desselben befinde sich im Auslande in Sicher­heit. Wie könne man abhelfen? Man müsse ge­wisse Steuern für die Ausfuhr schaffen. Die Devisen, die Deutsche im Auslande aufgehäuft haben, mühten zu den Reparationszahlungen ver­wendet werden. Inzwischen müsse eine strenge Kontrolle über bic deutschen F i - nanzen aufgerichtet werden. Die Steuern wur­den augenblicklich in Deutschland schlecht ein» getrieben. Wenn ein deuts cher Minister geneigt scheine, einen Teil der Repara­tionen zu bezahlen, bann lasse ihn eine geheime Organisation ermorden.

Poincare fährt dann fort, die deutsche Re­gierung müsse also Mastnahmen ergreifen, und wenn die Reparationskommifflon eine freiwillige

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mit: Es ergab sich bei der Untersuchung in der Angelegenheit der Hamburger Sprengstoffatten- tatc der begründete Verdacht, dah die Täter einer politischenGeheimorganifation angehörten, die lich über das ganze Reich er­streckte. Die weiteren Rachforschungen verbrei­teten auch Licht über die Vorbereitungen zur Ausführung der Ermordung Rathenaus. Die in bei Angele-en heil der Hamburger Sprengstofs- attentaic Festgenommenen gehörten einer in Gruppen gegliederten Abteilung an, die unter Führung des verhafteten Friedrich Warb ecke, eines früheren Offiziers, standen Unter den be­schlagnahmten Papieren befand sich ein Brief Warneckes an den Kapitänleutnant von K i I (i n g e r. Die Buchstaben 2 MA, Brigade k, die auf einen beschlagnahmten Fahnenwimpel standen, deuteten aus die Brigade Ehrhardt hin und vcrstärkten die Annahme, dast es sich um Angehörige der Organisation C handelte. Tatsächlich war, wie ermittelt wurde, die Ab- lcili'ng Warnecke in die Organisation C. die sich in Provinzial- und Landesverbände ordnete, cingegliedert. Die Organisation oatte ein Spreng- und Mordlomm ando, das die Beseitigung politischer Persönlichleiten auszu- führen hatte. Diesem Kommando gehörten u. a. auch die vom Berliner Polizeipräsidium jetzt genannten Mörder Rathenaus an. Es war b c - absichtigt, etwa zwölf führende jü­dische Persönlichleiten zu beseitigen, dar­unter Theodor Wolff vomBerliner Tage­blatt" und der Hamburger Bankier Mar War­burg. Die Untersuchung ergab, dast f ü r Dienstag abend ein Anschlag auf Warburg, der bei der Gründung des Heber seellubs sprechen sollt-- geplant war. Die Tiit- glie'ccr der Organisation verkehrten niemals schriftlich miteinander. Die Anlünbig-ing der Kuriere erfolgte durch fury Telegramme. Solche wurden bei ^varnrcke beschlagnahm« Als A'> sender eines dieser Telegramme wurde ein Mit alied der .^amburger Organi>ation, das bei ber Ablendung des TekegrammS sich in Berlin be­fand, ermittelt. Ferner wurde «estgeltellt, bah ber in der Hamburger Sprengstoff Angelegenheit scstgenommene Privatdetektiv Riedrig den Auftrag erhielt, das Automobil zu führen, das die Mörder Rathenaus benutzten. Riedrig war zur Besprechung der Einzelheiten der Tat nach Berlin geholt worden. Die Hamburger Polizei konnte die Pension ermitteln, in der seine Unter- redung mit den Tätern stattgefunden hat. Auch konnte sie feststellen, dast das Auto von aus­wärts geholt iverde-i sollte, und dah als Be- tvaffnung der Mörder Pistolen und zwei Ma­schinenpistolen vorgesehen waren. Die Dorhand- lung der Täter mit Riedrig zerschlugen sich, weil er leinen Führerschein besah. Es wurde ferner ermittelt, Last auch das Attentat auf Scheide- manu von den gleichen Kreisen ausgesuhrt war. Der Hamburger Polizeipräsident schickte am Dienstag einen Beamten nach Berlin, der die Berliner Polizeibehörden mit den Hamburger Ermittelungen belannt machte, die im Zusammen­hang mit dem in Berlin vorliegenden Material zur Ermittelung der Persönlichkeiten der Mörder Rathenaus führten.

Der verhaftete Dechow geständig.

Berlin, 29. Juni. (WTB.) Der als Mittäter bei der Ermordung Rathenaus in Frage kommende Ernst Werner L e ch o lv ist bei der Abteilung la des Berliner «Polizei­präsidiums am Mittwoch und Donnerstag nachmittag einem erngeyenden Verhör unter­zogen worden. Er ist im wesentlichen

d« Kriegslasten für die Alliierten verlangen. 51m vie Priorität zu Gunsten des Wiederaufbaues durchzufiihren, müsse Frankreich das Beispiel des Wifgebens seiner Kriegsforderungen auherhalb derer, die es an Deutschland habe, geben. Das dürfe es im eigenen Intereffe, das dasselbe sei wie das europäische Interesse, tun. Die Ver­te i lu n g der Reparationszahlungeih Deutschlands beruhe aus falschen B e rechnungen. England habe in Wirklichkeit keine maritimen Schäden zu ersehen. Die 22 Prozent, die es erhalte, dienten ausschließlich als Pensions­zahlungen Frankreich aber habe seinerzeit 29,c Prozent für Pensionen aufzuwenden, also nur 22 Prozent blieben für den Wiederaufbau.

Der Senator bespricht alsdann die Frage der internationalen Anleihe. Frankreich fei diesem System nicht feindlich gesinnt, das die gesamte Welt interessiere. Die französische Regierung müsse einen Plan annehmen und zur Ausführung schrei­ten. Es müsse aus der Defensive heraus und sich erinnern, dast Krieg wie Frieden die Erfolge denen gebracht hätten, die die Initiative zu ergreifen verstehen.

Francois Albert stellt fest, dast der (Zriedcnsvertrag von Versailles nicht den 'Be­dingungen eines Krieges entspreche, der ohne Bei­spiel sei. Er habe austerordentlich verlängerte und ungeheurere Anstrengungen ersordert und eine Aufzehrung der Kräfte beansprucht, die ohne Bei­spiel in der Geschichte sei. Ehemals habe sich der Sieger auch bezahlt gemacht, aber der Sieger des Krieges habe dies nicht durchführen können. Der Fehler des Friedensvertrages von Versailles sei gewesen, die Reparationscnt- schädigungen könnten in einigen Jahren beglichen werden. Die Lösung dieser Frage sei der Repa­rationskommission für spater übertragen worden iml> daraus erkläre sich auch der Aufschub für den Wiederaufbau Europas. Wenn man verlange, dast man Rußland rette, so heiße das, einen Kranken zur Hilfe eines anderen Kranken zu schicken. Bevor man Ruß­land rette, müsse man sich selbst retten. Um das Reparationsproblem zu lösen, gebe es zwei Methoden. Das töte a t e t e zwischen Frankreich und Deutschland und die Anwendung internationaler Mittel. - Im tocitercn Verlauf seiner Rede sagte Se­nator Albert, das brutale tete a tetc zwischen Frankreich und Deutschland ziehe das Rehmen von Pfändern und die 'Besetzung nach sich. Es verstehe sich von selbst, dast es legitim sei, da es basiere auf den Versicherungen, die C-lemen- ceau gemacht wurden und die nicht gehalten worden seien. Diese Methode der Zwanqsmast- nahnren verstehen sich aber unter derSebi finnig, baß inan bereit sei, alsdann und sofort zu verhandeln, denn in zehn Jahren hätte Deutsch­land zum großen Teil seine Kraft wieder bekom­men.Entweder wir,gehen morgen nach.Ber­lin oder werden niemals Eingehen." Die zweite Methode sei die Politik der internationalen Ver- Handlungen über die französische Forderung. Das setze die Mitarbeit von Europa und der getarnten Welt, namentlich aber von QImerita voraus. Eine internationale Anleihe sei möglich, aber man müsse rasch fein.

Zu Poincare gekehrt, sagte der Senator: Herr Ministerpräsident: Sie formen in dieser Stunde ine Entscheidung hepbeiführen. oic. der Lothrin­ger, formen in dieser 2lngelegenheit viel unter­nehmen. Sie formen Frankreich alles sagen, Sie

der deutschen Schulden ins Auge gefaßt. Das haben wir, so erklärt Poincarg, nicht annehmen können. (Lebhafter Beifall.) Wenn die Bankiers wüßten, dah man nach dieser Richtung stark bleiben must, dann würden sie die Lehre daraus zi'chm. Er glaube nicht, daß die Frage geschlossen sei. Man habe von der ßiquibierxng der interalliierten Schulden gesprochen. Er sei ein Anhänger davon unter der Bedingung, dast die Regelung allgemein sei, unb dah die Franzosen nicht allein die Kosten zu tragen hätten. «Lebhafter Beifall.) Seine Kriegs­schulden werde Frankreich nicht verleugnen, aber es hänge von ihm nicht allein ab, zu einer all­gemeinen Regelung zu schreiten. Die erste Mast- nähme, die ergriffen werden müsse, sei die Or­ganisation der Kontrolle über die deutschen Finanzen. Entziehe sich dem Deutschland, dann gebe es einen Beweis seines schlechten Willens und die Alliierten müstten %u-- sammen oder getrennt die erforderlichen Mast­nahmen ergreifen.

Poincar6 schließt, die Frage, die jetzt gestellt fei, fei für Frankreich eine Frage auf £eben oder Tod. zraickreich wolle leben und wünsche den Ruin von niemanbem. Es könne aber nicht dulden, dah Deutschland sich auf seine Kosten bereichere.' Wenn man die Welt wieder aufrichten wolle, mühten zuerst die Kriegsruinen auf französischem Boden wieder hergestelll werden.

Rachdem Senator Hubert für die intet* parlamentarifche Gruppe der befreiten Gebiete gesprvch-en und erklärt hat, Deutschland müsse Sachlieferungen und Geldzahlungen leisten, wird eine Dertraucnstagesvrdnung ange­nommen

zwar unterzeichnet, aber kritisiert. Frankreich habe noch nichts an Reparat ionszahlungen erhalten. Trotzdem verlangten

Staaten und England Rück^ihlung ihrer Forderungen. Rlan müsse dic Priorität für die verwüsteten Gebiete und die Gemeinsamkeit

Be r l i n. 30. Juni. Wie die Vernehmung des Stube.Blatter über der das Auto der Mörder R Dechow, erte. Mitteilen, leugnete der Vc^"^ ^eu- fangö jede Beteiligung an der 5<tetc an* feine inSchuyhaftbefindli» Mutter ihm gegenüber rc'fe wurde, gelang es ihren Ermastnuisteilt Tränen, aus dem Sohn ein Gest < unü herauszubringen. Irgendwelche Qlngal? 18 die beiden anderen Täter zn machen, nl&cr sich Tcchvw bisher hartnäckig. rfc

Französische Senats- beratungenüber das Wieder- herstelkungsproblem.

P a r i S, 29. Juni. (Wolsf - Der S e n a t ver- handelte heute über die Interpellation, die die Senatoren de Iouvenel ind Fancois Al­bert eingebracht haben über die Bcdingrngei. unter denen die Regierung sowohl tm Haag' tote auch bei den Verhandlungen mit den Alli­ierten bic französische Reparations- politit und die Politik bcs europäischen Aufbaues zu verfolgen gebente. Die Inter­pellation wird begründet von Senator de I o a »cncl, der von dem Gebauten ausgehl bast ein boppelter Mißerfolg, ber der Konferenz von Genua unb ber internationalen Anleihe, zu ver­zeichnen sri, wodurch vielleicht a ich tar ganze Reparativnspivblem zu einem Mißerfolg ver­urteilt werden i'önnte. Im Monat Oktober sei der erste Verfalltag der interallleiten Schul­den. Aus diesem Grunde müsse man nach Lösungen suchen. Gewih wolle man dem verhungernden Ruhland zu Hilfe kommen. Aber es dürfe nicht glauben, daß Li fc Mit eidtgeste eine Anerken­nung seiner Politik bebeute und es ermutige, sie sortzusehen, de Iouvenel beglückwünschte Pom- car6, der sich zur Vertretung Frankreichs im Haag entschlossen habe Man müsse auherhalb Frankreichs die Grundsätze des Rechtes und ber Gerechtigkeit predigen. Ein Voll ohne Programm gleiche einer Religion ohne Apostel. Die Lösung des Reparalionsproblems allein könne zwischen Frankreich und Deutschland die Beziehungen der Sicherheit und des Vertrauens herbeisühren. Qlbeo die finanziellen Bedingungen des Fricdensvertrages von Versailles gestatteten diese Lösung >, ich! und ge­statteten auch nicht, die cii r o b ä i f d) c Ordnung sicherzustellen Pvir.carä habc den Friedens vertrag als Präsident ber Republik

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Berlin, 29. Juni. (Wolff.) Heber bic IciUicttcit bcs verdufteten Techow erfährt B. Z." dvü er ber zweite Sohn bes verst Lenen Berlir.er Magtstiatsrates Techow ist. e bat noch zwei Brüder, von Lenen ber nltest ' Bankbeamte, der jüngste ein 16,ästiger Mittel-, schülcr ist.

lieber bic Irrfahrten Techows erfährt bit 'S. Z.", bah er am Sonntag abend mit dem O'Zug ned) Halle gefahren ist und dort bet Freunden Unterkunft sand Am Montag ibcnb fuhr er von Halle nach Frankf.irl a. d. Oder, wo er von Polucibecunten ausgefpürt w trbe, die erfahren hatten, daß er sich bei feinem Onkel aut einem Rittergut in der Qtälx der Stabt au|- hiell. Das Gut wurde umstellt Techow suchte bei ber Verhaftung Gegenrradr zu leisten, er­gab sich ider bald ber Ucbcrmacht. Er leugnet« die Beteiligung an ber Tat.

Rach einer Meldung derReuen Berliner Leitung hat sich die Berltncr Poklzn in den Bell bcs ganzen VcrschwörnngsPlancS gegen Ratl cnau gesetzt. Einige Verkettungen stehen noch bevor. Das in einer Garage auf- gefimbcnc Rlordauto tortb: von f In em eigent­lichen Besitzer den Mörbern zur Ver,iigung ge­stellt Der Mann, der zwischen dem Besitzer und den Tätern vermittelte, Wirde cbcnfafls ver- haftet.

Die Organisation C.

Berlin, 29. Juni. (WTD.) Die ÖrgcbnifTe der Anterfuchung gegen die Mörder Rather^auL und ihre Hintermänner bezeugen, dah cs sich auch diesmal wieder um Mitglieder der foganannten? Organisation C handelt. Die Reichsregie­rung sah sich infolgedessen im Einvernehmen mit dem Reichspräsidenten in die Rotwendigkcll ver­setzt, im Interesse des heutigen Staates und der wirksamen Fortführung der Untersuchung zu so­fortigen Mahnahmen zu greifen, ohne die geplante gefeh.iche Regelung zum Schutze der Republik abzuwarien. Es wird deswegen der auf Grund des Art. 48 ber Verfassung erlassenen Vcrorbnung bes Reichspräsibenten eine Er­gänzung hinzugefügt, welche alle Teil­nehmer und Rkitwifser solcher Or­ganisationen trifft. Weitere Zusätze stellen unter Strafe Verleumdung und öffentliche Bc- fchimpfung der Opfer von Gewalttaten und dis llnterftühung solcher GeheirnorganisotionLn mit Geldmitteln. Sie ermöglichen feiner das Verbot der Veröffentlichung von periodischen Druckschris- ton, die sich einer zur Zuständigkeit des Staats- gcrichtShosS zum Schuhe der Republik gehörenden Handlung schuldig machen. Der Tert der ergänzen­den Verordnung wird gleichzeitig bekanntgegeben, Die zweite Verordounq zum Schutze

der Repubkilk

vom 29. Juni 1922 lautet:

Aus Grund des Artikels 48 der Verfassung des Deutschen Reiches wird zur Wiederher st el-

Terfchlung Deutschlands scststclle, dann habe jeder Ler Alliierten nach dem Vertrag das Recht, Sanktionen zu nehmen. (Sehr richtig!) Wir werden uns vorher mit unseren Verbündeten in Verbindung setzen, und wir werden versuchen, zu einem außerordentlich wünschenswerten ^leder- cinEcmmcn zu gelangen. Aber wir werden auf keines der Rechte verzichten. Las uns der Friedensvertrag zaerkennt. (Beifall.)

Die Senatoren de Iouvenel unb Albert geben .

ben Vertrag leicht auf. Sie möchten an seine Stelle Idas heiße, mit dem Ende beginnen, eine neue Konvention letzen. Ich kann ihnen auf I Angesichts der schlechten Lage Deutschlands hätten diesem Gebiet nicht folgen. Der Vertrag maql bic Bankiers ben Gedankea Herabsetzung

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