i Srtert worden Tel, und führte au», baß es an« ' flcfidjtä der Haltung der Mächte zwecklos sei, die Einschränkung der Rüstungen zu versuchen, ; wenn nicht zuvor festgestellt worden sei, daß Frankreich seine Haltung geändert habe. Er hoffe und erwarte, daß Frankreich und Italien, die allein von den Teilnehmern an der Washing- \ Toner Konferenz es unterlassen hätten, das Av- kommen zu ratifizieren, dies baldigst tun würden. »Lodge schlug vor, dah die Vereinigten Staaten * mehr leichte Kreuzer, Flugzeug-Mutterschilfe und Flugzeuge bauen sollten, und fügte hinzu, die Frage der auswärtigen Schulden sollte von der 'Erörterung auf den Konferenzen ausgeschlossen und von den Vereinigten Staaten allein geregelt werden. Die Vereinigten Staaten wünschten mit den Schuldnernationen ehrlich und gerecht zu verfahren, aber er selbst würde es nicht für richtig halten, wenn die Schuldfrage von ankeren Mächten geregelt würde. Looge äußerte weiter, die Vorschläge Vorahs würden dazu führen, dah die Vereinigten Staaten sich an der Reparationsdebatte beteiligen müßten, obwohl sie doch ßar feine Reparationen bean- । sp-rnchten. Aus der Washingtoner Konferenz Habs England erfreulicherweise die Abschaffung der U-Boote vorgeschlagen, die Mächte hätten sich aber widersetzt.
D o r a h, der sich an der Debatte beteiligte, wiederholte seine Voraussage, daß es binnen einem Hahr einen neuen Krieg geben werde.
London, 28. Dez. (WTD.) Die „Times" meldet aus Washington, aus der Presse ergebe sich, daß die öffentliche Meinung Amerikas zum großen TeU hinter den Vorschlägen von B o r a h stehe.
Paris, 29. Dez. (WTD.) Wie Havas aus Washington berichtet, hat Präsident Harbin g gestern einen Brief an den SenatorL o dge gerichtet, um ihn zu erfud>en, die Resolution Dorah über die neue Abrüstungskonferenz zurückzuweisen Der Präsident sagt in dem Brief, der Senator könne seine Ansichten über die internationalen Verhandln ige.i kundgeben. Wenn man setzt nach der Resolution Borah handele, so könnte dies einen salschen Eindruck bei den europäischen Mächten Hervorrufen Die Regierung der Vereinigten Staaten bemühe sich Europa, zu Hilfe zu kommen, dessen Lage sie seit einigen Monaten erneut prüfe. Der Präsident beendet seinen Brief, indem er verlangt, der Kongreß möge i h m freie Hand lassen hinsichtlich der Regelung der interalliierten Schulden. Der Friedensvertrag mit Deutschland sei unter dem Vorbehalt ratifiziert worden, daß die Vereinigten Staaten nicht ohne Einwilligung des Kongresses in der Reparations- kommission vertreten seien. Der Kongreß habe aber seine Zustimmung nicht dazu gegeben. Aach anläßlich der Konsolidierung der al.i erten Schulden habe der Kongreß die Bestimmungen über die Zinsen und die äußersten Zahlungstermine beschränkt. Wenn der Kongreß wirklich die Zinsen erleichtern wolle, dann müsse die Regierung über die europäische Lage verhandeln. Die erste praktische Maßnahme werde fein, daß der Kongreß der Regierung freie Hand gebe, damit es ihr gestattet sei. nützliche Verhandlungen einzuleiten.
Die Besprechung des Reichskanzlers mit den Spitzenorgani-1 sationen der Gewerkschaften.
D e p l i n, 28. Dez. (WTD.) Die von den Spitzenorganisationen oer Gewerkschaften angeregte Besprechung fand heute nachmtttag beim Reichskanzler statt. (Sin-
\ leitenäFtetonte der Reichskanzler, daß es die Regierung als ihre Pflicht betrachte, mit allen
| Parteien und Klassen an der Losung der schwebenden Fragen zusammenzuarbeiten und es der Mangel an Zeit bisher nicht zu einer De- sprechung mit den Gewerkschaften kommen ließ.
i Die Spitzengewerkschasten hatten ihre Wünsche vorher schriftlich unterbreitet. Sie betrafen u a. I zunächst den zu erwartenden neuen Drotpreis
) und die Frage, wie dessen Erhöhung der werktätigen Bevölkerung erträglich gemacht werden -könne. Der Reichsernährungsminister erklärte dazu, daß bereits Vorbereitungen auf dem Gebiete des Lohn- und Gehaltswesens ge- t troffen seien und sofort nach Feststellung des ! Ausgabepreises der Reichsgetreidestelle neuerliche Fühlung mit den beteiligten Ressorts im 'Reich und in den Ländern und mit den wirtschaftlichen Organisationen genommen tre.be. Bei (der Aussprache über das Reichsein- kommensteuergesetz wurde von den Gewerk-
■" schaftsvertretern aus die starke Belastung der Lohn- und Gehaltsempfänger und auf die Hn- billigkeit hingewiesen, die sich als Folge der
■ Geldentwertung aus der verspäteten Steuer-
1 zahlung anderer ergebe. Der Reichskanzler verwies auf den dem Reichsrat zur Abstellung
■ dieser Mißstände vorliegenden Gesetzentwurf und die Bemühungen der Reichsregierung zu scharler Erfassung und schneller Erhebung der Steuern hin. Zur Frage der Wohnungsfürsorge wurde darauf hingewiesen, daß eine sehr toelent- \ > lich gesteigerte Wohnungsbau-Abgabe Der .unten
,r sein müsse mit weitgehender Einwirkung auf die i Preise aller Baustoffe, insbesondere auf die Preise für Holz, und daß eine weitere Voraus-
' fttzung die Beibehaltung ter jetzigen Wohnungs- gesetzgebu rg sei. Die Erörterung hierüber wird mit
[ den zuständigen Ressorts fortgesührt werden. Des u weiteren wurde über die Preisgestaltung und die ’ Möglichkeit der Verhinderung der übermäßigen Verteuerung derWaren gcspvo-H-m. Die hierüber und zu den anderen erörtertem Fragen gegebenen Anregungen sollen von den zuständigen Ressorts verfolgt werten. Im toei-
i, teren Verlause der allgemeinen Aussprache über innenwirtschaftliche Maßnahmen erklärte der Reichskanzler, daß nach dem Willen der Regierung zur Tragung ter unabwendbaren Lasten alle Kreise unseres Volkes nach Maßgabe ihres Könnens heranzuziehen seien.
—
Die Nahrungsnot der deutschen Kinder.
D e r l i n, 28. Dez. (WTD.) Mit Rücksicht tiaf die zunehmende RahrungSnotdeut- scher Kinder beginnt in Amerika im Januar ein neuer großer Werbefeldzug für
7 das Hilfswerk in Deutschland. Zur Weite rführung der Kinderspeisung im Winter 1922/23 stellte das Central Committee fot the relief of diatrans in German and Austria in Aeuhork aus den gesammelten Mlttellr vor
Zahlen beweisen.
lieber die ständig steigende Rotderdeut- scheu Presse ist schon manche aufNärende Darlegung zur Kenntnis der Leserschaft and ter Regielungen gebracht worden. Vielfach hat diese Aufklärungsarbeit bei den Lesern eine verständnisvolle Beurteilung der schweren Wirtschaftslage der Zeitungen ausgelöst. Erfreulicherweise ist aus dieser Erkenntnis die folgerichtige Tat ter treuen Beibehaltung des gewohnten Blattes trotz zunehmender eigener Sorgen entstanden. Auch die Regierungen haben manch gutes Wort für die Rot ter Zeitungen gesunden, nur sind sie bedauerlicherweise noch nicht au einer wirksamen Linderung ter Rot der Presse geschritten.
Inzwischen wächst die Wirtschaftsnvt der Zeitungen lawinenartig in immer rasende r e m T e in p o an. Man hat sich ja in Deutschland In puncto Preisgestaltung an mancherlei Entwicklungen gewöhnt, die man noch vor einigen
Wochen oder Monaten für unmöglich gehalten hatte. Was aber jetzt in ter ungeheuerlichen Kostenhöhe der Zeitungsherstellung zur unerfreulichsten Tatsache geworden ist, geht über alle trüben Vorahnungen, die man in Zeitungssach- kreisen in den letzten Wochen empfunden hat, weit hinaus.
Einen lehrreichen Einblick in die Steigerung der Preise für die Betriebs- Rotwendigkeiten der Zeitung und einen Vergleich dieser Kosten zu dem Dagegen weit zurückgebliebenen Bezugspreise unseres Blattes ermöglicht die nachstehende Uetersicht. Sie zeigt, welche Warenmenge bzw. welche Arbeitsleistung man 1914 für 1 Mark taufen konnte (Spalte 1 und 2), welche star7 angewachstnen G ldapfer später nötig waren, um dasselbe Warenquantum bzw. dieselbe Arbeitsleistung wie in 1914 zu kaufen, geht aus ten weiteren Spalten hervor.
Früher:
15.Rov.
1921
15. Juli 1922
15.S<rpt.
1922
15. Ott.
1922
15.Rov.
1922
l.Dez. 1922
Mk.
Mk.
Mk.
Mk.
Mt.
Mk.
Mk.
1.-
5 Kilo Papier .........
18.50
100.-
342.50
500.—
1173.-
2025.-
1.—
2‘, Kilo Farbe.........
16.-
46.20
209.—
253-
528.—
748 —
1.—
3 Kilo Puhül . ........
24.-
36.-
285.—
360.-
1050.—
1050.—
1.-
17, Kilo Schmieröl. .......
30.-
60.-
273.-
310.—
813.-
1080.—
1.—
2 Kilo Blei..........
36.-
100.-
330.-
600.—
1950.-
1950.—
1.—
7% Kilo Schriften........
10.—
23.—
72.-
87.20
310.—
372.—
1.—
11 Matern...........
16.-
65-
161,30
212.50
477.—
1163.-
1.—
3/s Kilo Walzenmasse .......
30.-
54 —
230.—
240.—
960 —
1440.—
1 —
Meter ONafchinen-Aufzüge....
37.-
100.—
1000.-
1000.-
2400 —
3000.—
1.—
5 Kilo Packpapier ........
25-
160.—
550.—
570.—
1300.—
1900.—
1 —
8 cbm Gas..........
12-
34 —
73.60
160.—
280-
856.—
1.—
6 KWSi. Strom (GroßabnehmerpreiS) .
10 20
30.-
66 —
207.—
483.60
840.—
1.—
Zentner Koks für Heizung....
23-
94.-
366-
408.—
1095.—
1065.—
1.—
Post-, Fernfprech» und Telegraphen- Gebühren nach neuester Mitteilung .
15.—
30.-
30.—
60-
120.—
120.—
—.75
BezugSptelS des Gießener Anzeigers
5.50
25.—
80.—
110.-
200 —
200.—
1 1 8Z
Aus diesen Gegenüberstellungen ist deutlich genug ersichtlich, wie sich die Preisgestaltung immer mehr urd in ständig steiler werdender Kurve zuungunsten des Zeitungsverlages verschoben hat. Dabei enthält diese Aufstellung noch nicht einmal alles, was zu den Detriebsnotwendigkciten der Zeitung in vollem Ausmaße gehört. Z. B. sind nicht angegeben: die Auswendungen, die für die Re » DaCtion zu machen sind (Se) älter der Redakteure und Ersatz der Untoten, die in Aus- üLu rg des Berufes der Schriftleiter entstehen, Mitarbeiterhonorare, die hohen Kosten für Romane und den übrigen Feuilleton stoss, Handels» nachrichten, Beschaffung von Büchern, Schriften usw. usw.), die Besoldungen des kaufmännischen, des technischen und des Hilfs- peZonals, die Eisenbahnfahrkosten für ten Erpreß-Deförderungsdienst der Zeitungen, die Anzeigen st euer, die Versicherungsbeiträge für die Angestellten aller Grade, alles Dinge, die Rotwendigkeiten bar- stellen, da sie das Zellungsunic mÄ/men aus sachlicher Unerläßlichkeit bzw. kraft gesetzlicher
Verpflichtung belasten. Alle diese Dinge drücken den Herstellungspreis der Zeitung natürlich in weiterem Ausmaße in die Höhe. Reuerdings sind auch die obengenannten Preise vom 1. Dezember überall noch bedeutend überschritten vielfach sogar verdoppelt worden.
Die starke Aufwärtsentwicklung! ter Selbstkostenpreise zwang zur Erhöhung der De^rgsp.eise. Auch ter „G ie ß e ne r A n zei He v" konnte entsprechend ten gediegenen Eigenkosten jeweils nur zu einem höheren Abonnementspreise <f gegeb n werden. Dabei ist aber, wie die obige Übersicht zeigt, der Bezugspreis unseres Blattes immer r.ue ganz mäßig heraufgeseht Worten, fein Anwachsen ist weit hinter dem Steigerungstempv der Selbstkosten zurückgeblieben. O'm Vergleich zu ten Kosten ter anderen Bedürfnisse des täglichen Lebens ist der „(Siebener Anzeiger" n o ch überaus billig, wenn man sich bei der Betrachtung seines Bezugspreises nur mal vor Augen hält, in welch dreiseitiger Weise er den Interessen ter Allgemeinheit und den verschiedenartigsten An- forterungen des Einzelnen ein Förderer und Dera ter ist.
kurzem dem deutschen Zentralausschuß für AuSlandh'.lfe erneut 100 OOO Dollar zur Verfügung, so oaß der Gesamtbetrag der amerikanischen Spenden für die Kinderspeisung im Winter sich auf 350 000 Dollar beläuft.
Im RachttagSetat des Re'chsministeriumS für Eri ahrung und Landw r.schaft, der die Zustimmung der gesetzgebenden Körperschaften gefunden hat, sind insgesamt 1 Milliarde 750 Millionen Mark zum gleichen Zwecke eingestellt. Mit Hilfe dieser Mittel wird es möglich sein, in verschiedenen Teilen Deutschlands bis zum 31. März 1923 tägl ch durchschnittlich 475 000 Klein- und Schulkindern, Jugendlichen sowie hoffenden und stillenden Müttern nahrhafte Mahlzeiten zu verabreichen und dadurch der drohenden Unterernährung unserer Heranwachsenden Jugend entgegenzuwirken.
Die Gegensätze in Lausanne.
Lausanne, 28. Dez. (Wolff.) Die gestern von ten Alliierten einte uferte S tzung des zw-i- ten Ausschusses über die Kapitulationenfrage fand heute vormittag statt, führte ater zu keinem Ergebnis. Diel bemerkt wurde das E.n- greifen des amerikanischen Vertreters, Der hervorhob, daß die vertragsmäßigen Verpfttch- tungen ter Türkei nicht einseitig und nicht ohne eine Einigung mit ten Alliierten gelöst werden könnten, und daß ter Schutz ter Ausländer und auch ter Amerikaner diesen nicht entzogen werten dürfe. In seinem Schlußwort stellte Garroni nochmals die Gegensätze zwischen ten Lllliierten und der Türker fest.
Aus dem Reiche.
GehaltSbewegung tat Staatsbeamten und Arbeiter.
Berlin, 29. Dez. Die Verve.er der Spitzen- vrganisativnen der Beamten, Qlnce'teUten und Arbeiter des Reiches, der Länder und Gemeinden haben gestern, wir die Blätter berichten, be- schlossen, die Reichsregierung um unverzügliche Reuregelung der Dezemberbezüge zu ersuchen In ter Eingabe wird auf die Erregung hingewie'en, die durch die Weigerung ter Regierung, die Dezemtertezüge zu revidieren, entftanten sei. Falls die Regierung ITjre Haltung nicht aufgebe, lehrten die Gewerkschaften die Verantwortung für die Folgen ab.
Aus Stabt und Land.
Gießen, ten 29. Dezember 1922.
Erweiterte Fürsorge.
Außer dem in den ZuständigkritSgrund- sätzen der Kriegsbeschädigten- und Krieger- hinterbliebenenfürsorge vom 6./10. Dezember 1919 genannten Personenkreis steht soziale Fürsorge nunmehr u. a. auch Altrentnern (Altrentnergesetz), ehem. Angehörigen Der neuen Wehrmacht (Wehrmachtversorgungsgesetz) und ihren Hinterbliebene n zu, wenn ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Dienstbeschahigung oder dem auf
eine Dienstbeschädigung zurückzufuhrenden Verlust des Ernährers und der zu behebenden Aotlage anzunehmen ist.
Die Durchführung der Fürsorge liegt den Amtsstellen bei sozialen Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbiiebenenfursorge ob.
♦
< Ausgrabung der in G ießen Der» storbenensranzösischen Sold'ate n.Zur Zeit werden die in (Sieben verstorbenen französischen Soldaten ausgearaben, um nach Frankreich üte fuhrt zu werden. Zu diesem Zwecke sind etwa 600 eichene Särge mit Zinkeinlage au3 F ankreich herteigeschafft worden. Die ileterfüßrung der Verblichenen erfolgt auf tem Dahnwege. Die nicht erkannten Heeresangehörigen werten auf einem französischen Rationalfriedhof in Saarburg bestattet.
** Sie neuen Fernsprechgebühren. Zu diesem Artikel in Der Mittwoch-Ausgabe unseres Blattes teilt uns das Telegraphenamt Gießen mit, daß vom 1. Januar ab ein Ferngespräch bis zu drei Minuten Dauer von Gießen nach Frankfurt a. M. nicht, wie von uns angegeben 210 Mark, sondern nur 15 0 Mark kostet. Frankfurt a. M. liege, nach der Laxquadrat- karte gemessen, noch innerhalb der 50-5ckm.-Zone. Wir hatten unsere Berechnung an Haid ter Gisen- baßnentfemung angestellt, die bekanntlich mehr als 50 Kilometer teträgt. lieber die niedrige Berechnung der Post Verwaltung werten die Fernsprechteilnehmer sicherlich nicht erzürnt sein.
"DerMargarinepreis. Rachtem oor- gestern die Margarinepreise nochmals um 17 Mk. für das Pfund ermäßigt worden waren, erhöhten die Fabrike i gestern ihre Forderungen um 54 Mt. für das Pfund.
' Die Gebühren für Wiegungen auf den städtischen Lastwagen sollen ab 1. Januar erhöht werten. Rahe es wird in den nächsten Tagen amtlich befannt£.e]ebcn.
Za Oberpost sch. offner i. R. Christ. Pfaff ein Mitkämpfer aus Dcu'.schlands gro^r Zeit, lAirte an den Feiertagen zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene erreichte ein Alter Don 80 Jahren. Er hatte an den Feldzügen 1866 und 1870/?! tcilgenommen.
*• Ober hessischerKun st verein. Am dritten Weihnachtsfeiertag fand die alljährlich wieder kehrende Verlosung von Anrechtschei ren auf Kunslwerke unter den Mitglietern statt, für bie tei Ausschuß im Hinblrck auf die günstige Entwicklung des Vereins (die Mitgliederzahl beträgt Ende 1922 — 630) 30 000 Mark zur Verfügung gestellt hatte, die eingeteilt wurden in 1 Gewinn zu 5000 Mark, 1 Gewinn zu 3000 Mark, 3 Gewinne ä 2000 Mar k, 5 Gewinne 3 1000 Mark und 22 Gewinne ä 500 Mark. Von den Gewinnen fiel Rr. 1 auf Mitglied Rr. 363, Provinzialrat Wolf, Rr. 2 auf 506, Beigeordneter Dr. Selb, Rr. 3 auf 71, Universitäts-Pros. Dr. Hirt, Rr. 4 auf 119, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Olt, Rr. 5 auf 110, Baurat R. Pfaff, Rr. 6 auf 97, Prof. Dr. Markert, Rr. 7 auf 619, Oberpostsekretär Heinr. Sahm, Rr. 8 auf 251, Ingenieur M. Schäfer, Rr. 9 auf 428, Bruno Büttner Witwe, Rr. 10 auf 221, Univ.-Prof. Dr. Kalbfleisch Rr. 11 auf 236 Kaufmann M Hochstätter Witwe, Rr. 12 auf 462. Der grat Dr. Groebler, Rr. 13 auf 310, älniv.-Pros. Dr. Brüggemann, Rr. 14 auf 409, Dr. med. W- Lang, Rr. 15 auf 118, Kaufmann Fritz Rowack WÜwe, Rr. 16 auf 9, Stadt
Gießen, Rr. 17 auf 239, Ingenieur OSkar Du!» mann, Rr. 18 auf 183, Frau Luise Ziegenhain. Rr. 19 auf 488, Maler Mueller-Leutert, Rr. 20 auf 241, Kaufmann Hermann Heß, Rr. 21 auf 185, fJSiof. Zöpperitz Witwe, Rr. 22 auf 202, Dr. med. Wehl, Rr. 23 auf 397, Prof. Dr. Franz Soetbeer, Rr. 24 auf 490. Frau Dr. Wendml, Butzbach Rr. 25 auf 111, Geh. Hofrat Dr. Raumann Witwe, Rr. 26 auf 34, Geh. Kommerzienrat L. Emmelias. Rr. 27 auf 426, Rudolf Löwenstein, Rr. 28 auf 567, Studienrat Dr. Georg Faber, Rr. 29 auf 342, Kaufmann I. H. Sondheim, Rr. 30 auf 605, Kaufmann Karl Röhr jr., Rr. 31 auf 162, Reg.- CBaurat Fr. Müller, Rr. 32 auf 317, Betriebsleiter Karl Henning.
/* Der Turnverein Gießen vpn 1 84 6 veranstaltete am 1. Weihnachtsfeiertage in feiner Turnhalle ein wohlge'ungenes Weihnachts- fest. Das schöne Programm, besonders das turnerische, fand ten wohlverdienten Beifall der überaus zah-lreich erschienenen OHitglieDer und Ihrer Angehörigen. Die Freiübungen und Tanz- auffü'ßvungen der Schülerinnen, sowie die Stad-- übungen der Samenabteilung axueii vorzüglich zusammengestellt und wurden elegant auggefü'brt. Die aktiven Turner zeigieu ihr Können aist hoch- gestellten Darren, währe id die Zöglinge neuartige Freiübungen in geschmackvoller Zusammenstellung und sauberer Ausführung brachten. BesonLers zu erwähnen ist noch die Botenaymnastik ter aller- Ncinsten, aber schon rocht fünfen Tumtünsller. Ein WcihnachtsspiLl und ein humoristischer Einakter waren die weiteren, gut gegebenen Hauptpunkte tes Programms. Rechte Wekh-nachtsstim- mung verband alle FestteilnLhmer und gestaltete die Veranstaltung zu einer in allen Teilen wohlgelungenen Feier.
**DerDereinderGießenerMusik- lehrer und -lehrerinnen teilt im heutigen Anzeigenteil mit, daß das Mindest- Honorar für die zweite Hälfte tes Quartals auf 2000 Mark festgesetzt werten mußie, um ter fortgeschrittenen Geldentwertung und Erfchwe- ru.ig ter Lebenshaltung einigermaßen Rechnung zu tragen.
Bornotizcn.
— Tageskalender für Freitag. Stadttheater. 7 Uhr: „Sie Hamburger Filiale". — Astoria-Lichtspiele, ab heute: „Sas Geheimnis ter Guillotine", 1. Teil, und „Feuerturm von Lafayette". — Lichtspielhaus, Dahnhosstraße: „Schweres Dlut" und „Er steigt nach". — Palast- Lichtspiel, ab heute: ..Lebensglut" und „Sie Seat- schen Kampfspiele 1922“.
— Sie Deutschen K'a mpf spiele 1922 werden von heute ao in ten Palast-Licht- s pielen im Film gezeigt.
K..Ltervo raussage
für Samstag:
Westliche Winde, Regenschauer, Temperaturen nicht geändert.
Die Deprestion im Rorten hat einen sehr st ar» fern Ausläufer entwickelt, ter verbreitete Rieder- schlage hervorrief. Die Wetterlage erscheint noch immer veränderlich.
Kreis Lauterbach.
* Lauterbach 28. Dez. In ter jüngsten Stadtvorstandssitzung wurde ter neue Pachtvertrag über die Verpachtung des Blll- st e i n b r u ch e s an die feithevvge Pächterin (Mitteldeutsche Hartstein-Industne) genehmigt. Das finanzielle Ergebnis tes neuen Vertrages, welches dem jeweiligen Dollarstand angepaßt ist, beläuft sich bei tem derzeitigen Dollarstand auf eine jährliche Pachtsumme von runb sieben OTtilL Mark. Fällt der Dollarstand auf unter 5000. so find neue Preisfestsetzungen Vorbehalten. Außerdem hat die Firma in erster Linie vor auswärtigen Arbeitern etwa arieilslos wertende Lauterbacher Arbeiter zu beschäftigen. Der neue Vertrag läuft bis zum Jahre 1927.
Kreis Friedberg.
* Dad-Rauheim, 27. Dez. Dis zum 21. Dezember betrug der Gesamtbesuch 40 596 Personen.
Kreis Wetzlar.
ra. Krofdorf. 27. Dez. Die Ge» richtStage in Krofdorf werden im Geschäftsjahr 1923 abgehalten am 15. Januar. 19. Februar, 26. März, 30. April, 28. Mal. 2. Juli, 17. September, 22. Oktober und 17. Dezember.
Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M., 28. Dez. Dor einigen Wochen wurde h'.er ter mehrfache Kinobesitzer Wilhelm Schallopp, Ridda- straße 71. wegen umfangreicher Fälschungen vcn Eintrittskarten und Verwendung falscher Stcuerstempel verhaftet. Die seitdem geführte umfangreiche Untersuchung hat die Verfehlungen des Schallopp in vollem Umfange aufgedsckt. Gegen S. war schon vor Jahren ein Versahen wegen Steuerhinterziehung anhängig gemacht worden, das aber ergebnislos verlief, da einer ter Zeugen feine Aussagen widerrief. Die Der- grtügunggfkuerabteilung hat aber jetzt nach langen Beobachtungen uno an ter Hand besonders präparierter Eintrittskarten und eilens dazu an- gefertigter Steuerstempel fest gestellt, daß Schallopp neben den ech e ' Karten noch zahllose andere, selbst gedruckte und mit „eigenem“ Steuer» stempel versehene Eintrittskarten für feine Lichtspielhäuser verwendet hat. S. wurde in dem Augenblick verhaftet, als er auf längere Zeit verreisen wollte: gleichzeitig verhaftete man auch dir mit ihm unter einer Decke steckende Geschäftsführerin Paula Heller. Schallopp bat jetzt ein umfassendes Geständnis abgelegt und zugegeben, daß er die Karten selbst gedruckt und mit falschen Stempeln selbst „ve. steuert" hat. Der Schaden, ten die Stadt durch diese Fälschungen erleidet, ist außerordentlich groß und ziffernmäßig gar nicht mehr feskzustellen. Schallopp ist Besitzer ter Rational-Llchtsplele in ter Hc-mzollernstraßs, der Skala-Lichtspiele in ter Schäftrgasse und eines Verleihinstlduts in ter Kaiserstraße 43.
fpd. Bad Homburg v. d.H.. 28. Dez. Drei Personen einer hiesigen Familie tourten dieser Tage In ihren Betten vergiftet aufgefunten Wiederbelebungsversuche hatten nut bei tem Vater und einem Kinde Erfolg. Ei» Kind starb nach kurzer Zeit. Die Urfache bet Vergiftung konnte mit Sicherheit noch nicht auf» geklärt werten.
Heutiger Stand des Dollars
10 Uhr vormittags:
Berlin 7545, Sraatfuct a. M. 7475—7525.
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Die aufgeiv grlhüft daz 'R; hing geregelt \ licftn Tätlglei los manchs Cch
XII.
. Das Gesetz tnemden mit behörde einen' für große 3nfta Selehten Züschs an toirlschl-lich hach billigem E Su(ferftat:ir:g o Mu sind du '.chlagzu dem -mer Abgaft y, & ?■ * Dohnunnsbaue von dieser' Wvtyi AeuN Metalle Vebr
XIII. l , Für die 6 5?^ & bl N'^l-t, eine an k flatten; »c. xgder^nni SJiS


