Ausgabe 
28.1.1922
 
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Gestaltung des Bahnhofsgeländes erörtert und der Vorschlag gemacht worden war,

erörtert und der Vorschlag gemacht worden war, sich mit der Eisenbahnverwaltung zu einigen und

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an seinem Gründungstage (19. Oktober 1919) nut

Hörden Verständnis für die Förderung der ihrer

anvertrauten Gemeinde auch in dieser Hin-1 Ergebnis: doch ba Gießen 7300 Mieter zählt, so der alljährckich zu Wechnachten stattfindenden sicht haben I bleibt noch viel zu tun. Der Deutsche Mieterverein | Verlosung.

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der abgehalten. Die Wvi)nungsi-erhältnisse in Gießen

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Hochschulnachrichten.

Studierendenstreik in Friedberg.

fpd. Friedberg, 27. Jan. Die stu­dierenden der Technischen Lehranstalt hatten in einer Protestverfarnrnlung gegen das Kura» torlum und den neuen Direktor eine Ent- schließung angenommen, in der sie die Stadt- vewrdnetenversamrnlung um eine befristete Antwort bis heute mittag ersuchten. Da dar ^Schreiben unbeantwortet blieb, sind heute

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bei baran erinnert werden, daß schon vor Jahren, im März 1914, anläßlich des damaligen Schei­dens des Oberbürgermeisters Mecum, im (Siebener Anzeiger" in längeren Aus­führungen auch die Frage einer würdigeren

Kirche und Schule.

* Freie Lehrer stellen. Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer zu be­setzende Schulstelle zu Dietesheim, Kreis Offenbach, eine mit einer katholischen Lehrerin und eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Zellhausen, Kr. Offenbach. Dem Lehrer können gegebenen­falls die Funktionen eines Rektors übertragen werden; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Michelnau. Kreis Büdingen, eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Rommel­hausen, Kreis Büdingen.

tt Treis cu d. Lda., 26. Jan, Gestern abend hielt Missionsprediger Walther- Beuern in der hiesigen Kirche einen sehr anregenden Missionsvortrag, der trotz der ungeheizten Kirche sehr gut besucht war Die für die Baseler Mission erhobene Kol­lekte ergab 121,75 Mk. Außerdem wurden noch für 132 Mk. Missionsschriften und -bilder verkauft.

)( Büdingen, 27. 3cm. Die erste der beiden Missionswöchen, die das Dekanat in der vorigen Woche veranstaltete, fand überall in den Gemeinden re.;es Interesse. Frl. W u 111 c, die 7 Jahre als Missionarin in 3.Wien tätig und kurz vor Ausbruch des Weltkrieges zur Erholung nach Hause zurückgekehrt war. fühlte die Ge- meinden in zahlreichen MissionLstunden in Kir­chen, Sälen und Schulen nach ke.n Mllsions e d und erweckte übe. all neue Missionsliebe. Tr.tz der überall noch- herrschenden Grippe waren die Versanunlungen gut besucht. An Mi ckionr gaben gingen ein: Herrnhaag 233 Mk., O r l c ä Hausen 17,60 Mk., Büdingen 163 Mk. und 23,75 Mk. in den Schalen, Düdelsheim 137,70 Mark. Hainchen 90 Mk., Langende rg° heim 140 Mk., Cckartshausen 215 Mk. Ortenberg 286,35 Mk. und ZI Mk. in den Schulen, 521 ß b e r g, 24,55 Mk', llfenb >rn 90 Mk., außerbem touf&e eine Anzahl Missions­schriften verkauft.

)( Ortenberg, 27. Ian. Die kirchliche Statistik weist für das Jahr 1921 folgende Zahlen auf: Es wurden 20 Kinder getauft, 13 Paare getraut, 22 Kinder konfirmiert. 10 Ge> meindeglieder beerdigt, zum heiligen Abendmahl gingen 368 Personen, der Gottesdienst wurde an den 3 Zählsonntagen von 490 Erwachsenen be'ucht an allgemein erhobenen Kirchenkollekten gingen ein 1556 Mk., für Vereine und Anstalten eixrng. christlicher Liebestätigkeit 6303 Ml., für f Duftige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke 11 794 Mark, barunter 6745 Mk. für die Ehrentafel für die Gefallenen, 2341 Mk. für den Kirchengesang- verein, zusammen 19 658 Mk. oder auf den Kopf der Bevölkerung etwa 21.80 Mk.

Wir waren in ©toben, was den ersten r zählt 3 Millionen Mitglieder. Es wurden tm Anblick unseres Stadtbildes anbetrisst, bisher recht Jahre 1921 7 Versammlungen und 18 Sitzungen stiefmütterlich bedacht. Das Gela,«.de entlang ders abgehalten. Die Wvynungs^erhältnisse in (Sieben zur Stadt führenden Dahnhofstrabe war in seiner sind heute noch recht trostlos, 800 Familien haben bisherigen Gestalt nicht dazu angetan, einen überhaupt keine Wohnungen und sind noch bei freundlichen Anblick zu machen. Der ganze Strei- Verwandten untergebracht, und 1470 suchen andere

Aus Stabt unb ßanb.

Gietzen, den 28. Jan. 1922.

Zur Neugestaltung des Bahuhofsplatzes.

SS ist eine unbestreitbare Tatsache, dah für gewöhnlich der erste Eindruck, den man von einer Person oder Sache hat, auch späterhin bestimmend blet&t 3n erhöhtem QHabe gilt das von dem Bilde, das man beim ersten Betreten von einer Stadt gewinnt, die man bisher nicht kannte. Bietet sich dem Besucher er mag nun in persönlicher oder geschäftlicher Angelegenheit «mkommen beim Verlassen deS Bahnhofs­gebäudes ein freundlicher Anblick, so entgeht bei mm ganz unwillkürlich die Vorstellung, dah in der Ortschaft, die er zum ersten Male betritt, ein reges Leben herrscht, bab ihre Bewohner es ge­wohnt sind, für ihre Heimat etwas zu tun und mit der Zeit fortzuschreiten, und bab ihre Be-

gleiche sind für Gießen ungünstig. 1920 fehlten 579 Wohnungen, 1921 731 Wohnungen, und zwar meist Kleinwohnungen von 12 Zimmern. Das Cangfambauen Hoffe die Stadt jährlich wohl 100 000 Mk. Die Verteuerung des Wohnungs­baues steigt gewaltig und wird 1922 das 35 bis Mache der Dorkrie^zeit erreichen. In Deutsch- land wurden in der Vorkriegszeit jährlich 200 000 Wohnungen gebaut, jetzt fehlen aber l'/2 Mib- Wonen Wohnungen. Pvos. Michel berichtet über die Verhandlungen mit den Hausbesitzern feir. die Ctraßenretiigung und Müllab,uhr. Die Hausbesitzer fordern die lÄrzinsung des Kapitals, die G.undsteaer. D^andcassenb.i.rag, Kanalge­bühr, Kaminreinigung, dies erfannte der Mieter­verein an, nicht aber die Absch eibung: in bezug aus die Innenreparaturen erfolgte eine ©inigung. Man setzte schließlich 10 bis 10'/z Prozent fest. 2fter zuletzt zerschlugen sich noch die Verhandlun­gen an einer neuen Forderung des Hausbesitzer- Vereins. In Darmstadt ist eine Einigung bei 10/, bis 11 Prozent erfolgt. In Mainz 11 Pro- Sent. Es ist beabsichtigt, eine Liste sämtlicher Mietwohnungen herzustellen und besonders die gesundheit.ichen Derhällmse der Wohnungen zu vermerken. Der Redner wandte sich gegen den Beschlutz der Stadtverordnetenversammlung, be- tressend «Straßenreinigung, die jetzt die ORicter tragen sollen: er nennt dies unsozial und un­gerecht. Rcallehrer Hebermehl berichtete über Organifationdfragen der M.etervereine Bei der Vorstandswahl wutden die aus^ scheidenden seitherigen M.tg irder üirde g wählt. Aeugewahlt tourben: Pro,. Dr. §unt emul­ier, Bau rat Sullmann, Zugführer Gün­ther, Reserve-Lokomotivführer Reichert und als 2. Vorsitzender Prof. Michel. Die sehr anregenb terlau,ene Versammlung schloß der Vor­st tzenoe mit Taak.swvrten an die Te l .ehmer.

Der Oberhessische Obstbauver- e i n hielt im Felsenkeller eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Die Rotwendigkeit hierzu hatte sich aus verschiedenen bereits in die Tat umgesetzten und noch bevorstehenden Aenderungen im Verein ergeben. Aus den langen, teilweise recht lebhaftei Verhandln gen sei sogeideZ mit­geteilt: Der Zusammenschluß alter hessischen Obst- und Gartenbauvereine in einen einbeit ii;e t Lan­desverband hat sich im laufenden Geschäftsjahr vollzogen. Die seither vom Oberhessischen Obst­bauverein in Friedberg herausgegebene Zeitschrift derRatgeber", die vom Landesverband über­nommen worden war, stellt mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr das Erscheinen ein. 3m Jahre 1838 gegründet, unterrichtete sie ihre Leser über alle Fragen des Obst- und Gartenbaues, muß aber

Volkshochschule. HeberVerdau­ung und Ernährung" spricht Professor Dr. Dürker am Sonntag, 29. Januar, 12. und 26. Februar, jeweils 5 Ahr nachmittags im Physiologischen Institut.

Wettervoraussage

für Sonntag:

Wolkig, leichte Riederschläge, milder, südliche Winde.

Don den an der atlantischen Küste nordwärts ziehenden Depressionen hat sich ein starker Rand- Wirbel nach Süddeutschland abgezweigl. Bei der allgemeinen Lustdruckabnahme ist mit Fortdauer der trüben, milden Witterung zu rechnen.

Landkreis Gießen.

' Lang-Göns, 27. Jan. Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Januar, findet in der hiesigen Turnhalle eine Bezirks-Ge- flugel- und Kaninchenausstellung statt. ES find über 200 Ruinmern^auSgestellt.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 27. Han. Der Stations- führer der hiesigen ©en&armerieftatijn wurde mit Rr. 44 an das öffentliche Fernsprech­netz angeschlossen. Damit wurde ein langjähriger Wunsch der Bevölkerung erfüllt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Mainz, 27. Ian. Aus der Irren­anstalt entwichen. Zwei Mädchen ent­fernten sich heimlich aus der Irrenanstalt und machten, demMainz. Anz." zufolge. Be­suche bei Bekannten und Verwandten, die Gastfreundschaft belohnten sie mit Diebstählen. Die eine der Ausreißerin wurde in Darmstadt ergriffen und in die Anstalt zurückgebracht, nach der anderen wird noch gesucht.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 27. Ian. Die Hauptver­sammlung der H e r d b u ch g e s e l l s cha f t für das Vogelsberger Rind erfreute sich eines guten Besuches. Die Zahl der am 1. Januar 1921 im Herdbuch eingetragenen Tiere betruglCS? S:ück gegen 1326 Stück im Vorjahre. Die Zahl der Mit­glieder 852 gegen 932 im Vorjahre. Mehrauf­nahmen mußten damals wegen der Maul- und Klauenseuche unterbleiben. Daraus erklärt sich sowohl der Rückgang der Mitglieder wie der eingetragenen Tiere. Die Versammlung erklärt sich mit der Beteiligung der drei geforderten Tiere an der Nürnberger Ausstellung einver­standen. vorausgesetzt, dah es gelingt, die unter heutigen Verhältnissen sehr hohen Kosten für die Beschickung auf$ubringen.

Hessen-Nassau.

Eine Verhaftung

zum Raubmord am Zahnarzt Büttner.

fpd. Frankfurt a. M., 27. Ian. In einem Eas4 der Mainzer Landstraße wurde heute mittag ein Mann festgenvmmen, der in dem dringenden Verdacht steht, den Zahn­arzt Büttner am 13. Januar ermordet und beraubt zu haben.

Sie A". Streik

tionszug, & s--v Jachin"

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fen zur linken Hand, auf dem nur der eine alte Schuppen der ehemaligen Kriegskuche steht, sieht im Gegenteil recht verwahrlost aus. Es kann bier=

Aus dem Reiche.

Ei» gemeinsames Manifest der Kommunisten Deutschlands und Frankreichs.

Berlin, 28. Ian. (Priv.-Tel.) Die Rote Fahne" veröffentlicht ein gemein- ameS Manifest der Eommunifti» chen Partei Frankreichs und . Deutschlands an die Männer und Frauen desschaffenden Volles", in dem es heißt: Wiederaufbau und Wirtschaft auf kapitalisti­scher Grundlage oder auf sozialistisch-kommu­nistischer, das ist die große weltgeschichtliche Frage, um die eS jetzt geht. In dem begon­nenen Entscheidungskampfe müssen die Aus­gebeuteten und Enterbten in Frankreich und Deutschland zusammenstehen in brüderlicher Solidarität untereinander, mit dem helden­mütigen Proletariat Sowjetrußlands, mit dem Doll der Arbeit aller Länder. Zum Schluß fordert das gemeinsame Manifest die Männer und Frauen des schaffenden Volkes auf, für eine Reihe von Forderungen zu kämpfen, die im einzelnen aufgeführt werden.

Stau Zieh f.

Berlin, 27. Ian. (WTB.) Die Reichs- kagsabgevrdnete Frau Zietz (ASP.), die gestern im Reichstag einen Ohnmachtsanfall erlitt, ist heute gestorben.

Nachfolger der verstorbenen Abgeordne­ten Frau Zietz tm Reichstag wird nach der Wahlliste der Anabhängigen, Postferretär Wilhelm Hoffmann.

Deutsche Schrist auf Amts- regeln. Vor Jahresfrist erließ die hessische Regierung ein Ausschreiben über die Herstellung von Stempeln und Siegeln, in dem besonders die Vorschrift der deutschen Schrst auffiel. Durch Rudolf Koch (Offenbach) ließ dann die Regierung eine deutsche Umschrift im Staatswappen enttoer- en. Jetzt wird bekannt daß das österreichische Bundesministerium in Darmstadt angefragt hat, welche Erfahrung man in Hessen mit 6er deutschen Schrift bei den Eisenbahnen gemacht hat.

*' Die Gültigkeit der Fahrkar­ten. Zur Einführung der neuen Tarife auf der. deutschen Reichseisenbahnen wird für die Zeit vorn 29. bis 31. Januar die Gültigkeit der Fahrkarten des Fernverkehrs vorüber­gehend beschränkt. Die Reise muß mit den in dieser Zeit gelösten Fahrkarten des Fernver­kehrs am Tage der Lösung angetteten wer­den, wobei noch zugelassen worden ist, daß mit den am 29. und am 30. Januar gelösten Fahrkarten die Reise noch am 31. Januar an­getreten werden kann.

" Zinsen für den einmaligen Fernsprechbeitrag. Das hiesige Tele­graphenamt bittet uns zur Behebung von Zweifeln mitzuteilen, daß die Zinsen für den einmaligen Fernsprechbeittag nur einmal jähr­lich, und zwar in der letzten Hälfte des Mo­nats März gezahlt werden.

ra. Der milde Winter vor 100 Jahren. Wie in alten Aufzeichnungen zu lesen ist, war der Winter 1822 für ganz Eu­ropa besonders mild. Er umfaßte eigentlich nur einen Monat und einige Tage; denn der Schnee, der liegen blieb, fiel am Weihnachts- tag und war bis Februar schon wieder ver- chwunden. Roch idyllischer muß eS vor 20C Jahren gewesen sein. AuS dem Jahre 1622 vermelden die Chroniken:Der Monat Januar war so warm, daß man selbst im Nor­den Deutschlands die Oefen nicht heizte, und daß im Monat Februar alle Bäume in Blüte landen.

Der Mieterve rein hielt gestern abend tm großen Saale des Katholischen Vereinshauses seine Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Postbeamter Weißbäcker, er­stattete den Jahresbericht: Während der Verein

an der Bahnhofstraße einen Rasen- und Schmuckplay zu schassen. Es wäre damals recht wohl möglich gewesen, mit geringen Kosten eine gärtnerische Anlage an dieser G'elle zu schaffen, die der Stadt zur Zierde gereicht hätte. Der Einwand, das Gelände habe immer zur Er­richtung von Rotbauten für etwaige militärische Zwecke bereitgehalten werden müssen, ist nicht stichhaltig, weil man natürlich Darackenbaulen ejenfo gut, vielleicht noch besser, auf geebneten Rasenflächen errichten kann wie aus dem Platze, wie er bis jetzt liegen blieb. Die Anregung blieb leider unbeachtet.

Jetzt ist nun von privater Seite der Plan zur Ausgestallung des Geländes am Bahnhof aufgegriffen worden, allerdings in anderem Sinne. 3n der letzten Stadtverordnetenslhung wurde ein Antrag auf Genehmigung zur Er­richtung ein-er Reihe von Verkaufs- laben an der Bahnhofstraße, Ecke Bahnhofs- platz, genehmigt. Die Eisenbahndirektion hat den Platz, auf dem die ehemalige Kriegsküche steht, und den hieran anschließenden Geländestreifen au diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Heber die geplanten Ladenbauten erfahren wir fol­gendes:

Es ist beabsichtigt, am Bahnhof eine archi- tellonich vollkommene Laden kolonn ade zu erbauen. Die Ötafetmauer, die jetzt den Platz ab» schließt, soll niedergelegt und die Ladenfront um 2'/z Meter zurückverlegt werden, wodurch der Bürgersteig eine wesentliche Verbreiterung erfährt. Die Ausführung der Verkaufsstätten ist in massiver Bauart gedacht. Da sie aber nur für eine beschränkte Zeitdauer errichtet werden sollen, ist die Architektur einfach und schlicht gewählt worden, wird jedoch nach den uns vor­liegenden Plänen in gefälliger und sauberer Aus­führung zur Verschönerung der Bahnhofstraße beitragen.

Wir sind der äleberzeugung, daß der vor­stehend geschilderte ~ Plan eine durchaus be­grüßenswerte Ausgestaltung unseres Stadtbildes verbürgt. Darüber hinaus aber ergeben sich aus ihm auch mancherlei wirtschaftliche Vorteile Bei dem augenblicklichen Mangel an Laden lokalen wird die Errichtung von neuen Verkauf s- ftätien, die zunächst auf 10 Jahre verpachtet werden sollen, manchem hiesigen Geschäftsmann Gelegenheit zur Errichtung eines neuen Unter­nehmens oder auch einer Filiale gegeben. Für den Reisenden und das fällt angesichts der Wichtigkeit unseres Bahnhofes als Verkehrs­knotenpunkt ebenfalls ausschlaggebend ins Ge­wicht - werden die neuen Gäben Gelegenheit bieten, sich für bie Reise mit noch so manchem zu versehen, das er in ber Eile sich zu besorgen vergessen hatte und das er bei ber weiten Ent­fernung der einschlägigen Geschäfte in Gießen bisher anderwärts einkaufen mußte.

Sowohl in städtebaulicher wie wirtschaftlicher Hinsicht ist also der Bauplan, den der hiesige Architekt Schuhmacher angefertigt hat, zu be­grüßen. Zu wünschen ist, daß die Unternehmer nur erstklassige Geschäfte in ihre Kolonnade auf- nehmen, damit das Unternehmen auch äußerlich einen gediegenen, vornehmen Eindruck macht.r.

NUN der stets empfindlicher werdenden Teuerung zum Opfer fallen. Mit dem 1. April übernimmt daher die Hessische Landwirtschaftskammer die Vertretung der Interessen des Landesvereins und sorgt in einer neuen Monatsschrift für Aufklärung in den einschlägigen Obst- und Gartenbausragen. Da außer den Kosten hierfür nvch Beiträge für Provinzial- und Kreisverein zu leisten sind, bleibt den einzelnen Vereinen nichts übrig, als ihre Mitgliederbeittäge entsprechend zu erhöhen.

Das Fest der silbernen Hoch­zeit feiert am Montag das Ehepaar Schuh­macher Karl A r h e l g e r und Frau Lina geb. Stein, Ltndengaffe 14.

«ornoti^en.

Lageskalender für Samstag: Neue Aula, 8 Ahr: Vorttag Liman von San­ders überDeutschland und England in der Türkei.

Lageskalender für Sonntag: Stadttheater, 3 Ahr:Die fünf Frankfurter"; 61/? Ußr:, ,Schlvarzwaldmädel". Neue Aula, 5 Ahr: 7. Konzert des Gießener Konzertver- Vereins. Hotel Einhom, 7V3: Wohltätig- keitskonzert des Wartburgvereins. Phy­siologisches Institut, 5 Uhr: Vortrag der Volkshochschule:Verdauung und Ernäh- rung.

Aus dem Stadttheaterbureau. Bei Lösung von Gutscheinen sind in Zu­kunft 1 Mk., 1.50 Mk. unb 2 Mk. zu entrichten, je nach der Plahkategorie. Da bei Operetten-Vor- ftellungen in der Woche wesentlich^ erhöhte Tages­preise erhoben werden, so ist Eünfttg bei Be­nutzung eines Gutscheines in einer Operetten- Vorstellung ein Zuschlag, je nach der Plahgattung, von 3 Mk., 2 Mk. unb 1 Mk. zu zahlen

Oberhessischer Kun st verein. Die seit 14 Tagen ausgestellten Werke der Sturm-Künstler haben ttotz der vielen Geg­ner dieser Kunst immer noch eine gute Zug­kraft. Diese Ausstellung, die bis zum nächsten Sonntag verbleibt, ist Sonntag, Montag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 1 Ahr ge­öffnet. Die nächste Ausstellung bringt Werke Yes Süddeutschen Illusttatoren-Dun- deS, dem meist bekannte Münchener Künstler angehören, die eine Ausstellung für Gießen in München neu zusammenstellen. Anmel-

Ackerbauminister provisorisch die Leitung deS Ministeriums des Aeußeren übernimmt. Schober nahm die Wiederbetrauung an.

Wien, 27. Jan. (WTB.) Der Natio­nalrat wählte heute mit 80 gegen 72 Stimmen die neue R e g t e r u n g S ch o b e r in der ge­meldeten Zusammensetzung wieder. Mit den Ehristlich-Sozialen stimmten die Dertteter der Deutschen Bauernpartei für die neue Regie­rung. dagegen stimmten die Sozialdemokra­ten und die Grvßdeutschen.

Wien, 27. Ian. (WTB.) Der Bun­desrat beschloß nach Ablehnung des groß­deutschen RückverweisungSanttags mit 21 gegen 2Stimmen, dem Prager Abkom­men zuzustimmen.

Frankreich und Oesterreich.

Paris, 27. Jan. (WTB.) Gelegentlich eines Empfanges des österreichischen Ge­sandten beim Präsidenten der Republik be­tonte M i l l e r a n d, er habe volles Ver­ständnis für die Lage Oesterreichs und die Bemühungen der österreichischen Re­gierung um Ordnung in den inneren Ver­hältnissen. Der Präsident erkannte die Mnauf- schiebbarkeit der Dringlichkeit der Hilfeleistung an, die nicht nur zur Sicherung Mitteleuro­pas, sondern auch im eigenen Interesse Frank­reichs geboten sei. Der Präsident sagte, er warte die Schritte Oesterreichs nicht ab, son­dern beschleunige die Regierungsaktion aus eigenem Anttiebe. Frankreich halte sich die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Frage voll­kommen vor Augen. Wie verlautet, beabsich­tigt Bie ftanzösische Regierung, schnellstens einzugreifen.

Lärmszcnen im tschechischen Landtag.

Prag, 27. Ian. (WB) 3m Tlbgeorb- netenhause fanden heute wüste Larmszenen statt. Anlaß hierzu gab die Konfiskation der in einem kvmmunistischen Organ abgebrudten Rede eines kommunistischen Abgeord­neten, in bei dieser die Soldaten zur Gehor- samsverweigelurg ausfvrde te Tie Kommunisten begannen ein eine halbe Stunde dauerndes P a l t- deckelkonzert, so faß die Redner nicht ver­standen wurden. Schließlich fangen die Kommu­nisten die .Internationale" und verließen den Saal. Die deutschen Sozialdemokra­ten schlossen sich dem Protest an und setzten das Pulldeckelkonzert fort. Es gab einen heftigen Wortwechsel zwischen den Deutschen' und den Tschechen, der sich noch steigere, als sich em übler Geruch bemerkbar machte, nachdem gegen den Präsidenten ei e Stinkbombe geworfen worden war. Die Situation drohte in ei re Schlä­gerei zwischen den Deut chen und den Tschechen auszuarten. Dies wurde aber durch das Ein­greifen zweier deutschen Abgeordneten verhindert Sie Sitzung wurde schließlich auf eine halbe Stunde unterbrochen, im sestzustellen, wer bie Stinkbombe geworfen hatte.

-verwandten untergebracht, und 1470 suchen andere Wohnungen. Die Aussichten im Bauen sind auch trübe. Gegenwärtig sind in der Bleichstraße für 48 Familien Wohnungen im Bau begriffen. Die Stadt baut zu langsam. In Darmstadt und Offenbach wird prozentual mehr gebaut als in Gießen. Der Verein will das Bauen fördern: es hat sich deshalb eine Wohnungsgenossenschaft gebildet. Die Urteile des Mieteinigungsamtes haben mit­unter bie Mieter lebhaft erregt. Jetzt gehören, i ihm 5 Mitglieder des Mielervereins an. Gegen die Freigaoe der gewerblichen Miettäume und Ladengeschä,te hat der Mieterverein Stellung ge­nommen. Die Ladenbesitzer sollten sich deshalb dem Mieterverein anschließen. Wir wollen die Lasten der Hausbesitzer tragen helfen, aber wir wehren uns, die Lasten einseitig zu tragen. Der Kassenbericht zeigte ein günstiges Bild. Die Gesamteinnahmen betrugen 8845 Mk., die Aus­gaben 73'3 Mk., der üleberschuß ergab 1502 Mk. Stadtv. Mann verglich die Wohnungsnot in Gießen mit der in anderen Städten, seine Der-

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Aus Hessen.

Die Landwirischaftskammer,

Darmstadt, 27. Ian (Wolff.) Der Bor» ipenbe der Landwirischaftskammer für Hessen hat in der Angelegenheit der schweizerischen Millionenschuld, wegen der er in der Presse und in Versammlungen angegriffen worden ist, bei der Regierung eine Untersuchung durch einen geeigneten, juristisch erfahrenen höheren Beamten beantragt, um eine definitive Aufklärung des Sachbestandes herbeizusühren.

bungen als Mitglied des Oberhess. Kunstver- eins für 1922 werden noch vom Vorstand ent­gegengenommen, auch liegt eine Liste zirm 16 Mitglied« Ette. ftV, im De-einSj-thr' IM ®in?ci$"inm AE-llungssaale offen. Mit. die Sahl auf 1133 und brate zählt er 1500 e,c des Kunstvereins haben mit ihren An.

slieber, fo dah eine Zunahme von fast 400 Mit-1 gehörigen freien Zutritt zu den wechselnden gliedern zu verzeichnen ist. DaS ist ein günstiges j Ausstellungen und nehmen auch noch tell an

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