Ausgabe 
26.6.1922
 
Einzelbild herunterladen

(3n einem Tell der Auflage wiederholt.)

Reichsminister Dr. Rathenau erschossen!

(Berlin, 24. Juni. (WTD.) Nach amt­licher Mitteilung an den Reichstag ist Reichs­minister Dr. Rathenau heute vormittag auf der Straße, kurz nachdem er seine Villa in Grünewald verlassen hatte, erschos­sen worden.

Die Ermordung WilsouS.

London, 24. Juni. (WTD.) Marschall Wilson wird in dec Paulstathedrale beigesetzt werden, wo zahlreiche Mitglieder des englischen Adels ruhen, die sich -um ihr Land verdient gs- macht haben.

Landwirtschaftllche Konflikte in Japan.

Paris, 24. Juni. (WTD.) Rach einer Havasme'lbung aus Osaka stnd land­wirtschaftliche Konflikte im Südwesten Japans zwischen den Grundbesitzern und den Pächtern ausgebrvchen, die sich jetzt infolge einer anhaltenden Trockenheit vergröbert Haden. Es hat seit mehreren Monaten fast nicht geregnet, und die Pächter geben in verschiedenen Dezir- len bereits die Reiskultur auf.

würtige Verhältnisse. Hierbei kam der Wohnsitz des Reichskommissars für die besetzten Gebiete zur Sprache, der jetzt in Mainz Wohnung hat, aber zweckmäßiger in Koblenz, dem Sitz der Alliierten Kommission, sitzen würde. Infolge Wöhnungsmangel kann aber dieser Anregung leine Folge gegeben werden. Die Kapitel 19, Ministerium des Innern, und 20 finden Annahme. 3m Kapitel 23. Provinzial- und Kreisämter, wird bcf .1 Tfcn. die Reimte israre iemncch't du.ch den gewählten Drei-Ausschuß behandeln zu lassen. Bei Kapitel 24, Landgendarmerie. entsteht über die weitere Fortfüh.ung der Einzelstationen eine Aussprache. Die Regierung erklärt, daß mit Rück­sicht auf die großen Kosten dieses System all- mählig auägebaut werden soll. Zu Kapitel 25, Polizei, wird eine Reorganisation und insbe- ^ndere gewünscht, daß die Schupo ebenso, wie In Darmstadt, auch in Offenbach und Gießen mehr als bisher zur sinterstützung der blauen Polizei herangezogen werde. Auch die Schul- vorfü'hrung der Kinder soll nach, einer Zusage der Regierung lyär als bisher durch die Polizei ermöglicht werden. Eine längere Auseinander­setzung entspinnt sich dann bei Kapitel 12 a, Staaäverlag. Don der Regierung wird auf Grund von Zählenausstellungen nach^ewiesen, daß eine Hnterbilanz vorhanden ist, die durch Er­sparnisse im Verlag gemindert werden solle. Von anderer Seite wird dagegen gefordert, daß in der Redaktion gespart und überhaupt derTon der Darmstädter Zeitung ein anderer werden müste. Die Regierung sagt dies zu. Das Kapitel wird dann gegen die Stimmen der D. Vp. und des Bauernbundes genehmigt. Dann finden noch die Kapitel 26, Arbeitshaus Dieburg, 27, LandcÄvaisenanstall und 28 Erziehungs- und Des- serungsanstalten Erledigung. Hier wird der Zu­schuß von 60 000 Mk. auf 150 000 Mk. erhöht. Aächste Sitzung Dienstag.

* * *

Aus dem Gesetzgebnngsausfchutz.

Der Gesetzgebungs - Ausschuß drs ßoni>tag5 setzte heute nachmittag zunächst den auf der Tagesordnung stehenden Antrag des Abg. Dr. Osann über den Erlaß des Staatspräsidenten wegen des Ausfalles des Hnterrichtesam 1.Mai ab, dec Gegen­stand soll im Penum verhandelt werden. Des­gleichen der Antrag des Abg. Kindt hierzu. Die Regierungsvorlage zur Ried erschlag ung der Strafsache gegen den Lehrer Klingler in 'JKör» seiden wegen Delcidigung des Rektors und des Kreisschulinspektors wird gegen eine Stimme an­genommen. Die Regier'ungsovrlage betu Abän­derung des Derggesetzes soll noch einmal mit der Bergbehörde b:"sprochen werden. Sie Vor­stellung der Arbeitsgemeinschaft der Dezrrks- verbände des Hess. Handwerks und Gewerbes, bett, die Reugestaltung des gewe blichen Fort­bildungsschulwesens wird gutgchei^en. Verschie­dene Vorstellungen betr. die Umwandlung von Strafen usw. werden für erledigt erklärt. Zu der Vorstellung des Verwaltungsassistenten R. 3. in Mainz wird einer Bewährungsfrist zugestimmt. Die Vorstellung der hessischen Berufsbürgermeister zur Verwaltungsreform bzw. Wahl d urch die Ge- meinderäte wird nach der Regierungsantwort für erledigt erklärt. Die Vorstellung betr. die Fidei­kommisse wird abgesetzt.

Den« Eingänge.

Dem Landtag sind eine Anzahl vvn Vor­lagen, Anfragen usw. zugegangen, darunter Vorlagen über die Regelung der Stadtschul­ämter in Darmstadt, Offenbach, Mainz, Worms und Gießen, über die Ermächtigung zur Regelung der Gehälter der hessischen 'Beamten nach den Reich idschäissen, zur Regelung der Hnkosten der Oberförster, zur Erweiterung des Physikalischen Institutes in Darmstadt. Eine weitere Vorlage bringt die Desoldungsordnung für die Beamten der staatlichen Ortspolizei, die mit Gruppe III Amtsgehilfen beginnt ulrb mit Gruppe XI Pvlizeidirektoren endet. Durch eine andere Regierungsvorlage werden für die Er­bauung des evang. Pfarrhauses in Kleestadt i. O. ein Teilbetrag von 300 000 Mk. gefordert. Zur Erbauung von Mietwohnungen für 'Beamte wer­den in einer anderen Vorlage 22 540 000 Mk. an= gefordert, die im Budget eingestellt werden sollen. Als Beihilfe für einen Staatsbeamten zur Til­gung einer Frankenschuld beantragt die Regie­rung die Bewilligung eines zinsfreien Darlehns. Eine weitere Regierungsvorlage fordert für den Ausbau des Alten Palais in Darmstadt, in welchem jetzt schon 152 Bureauräume, davon 80 für das Ganbegfinanjamt, u.tergeb acht sind, zur Herstellung weiterer Bureauräume die Summe von 2 668 400 Mk. Der Abg. Dr. S ch i a n bean­tragt zu Kap. 58, Landesuniversität, eine Reihe von Aenderungen in Gehaltsfragen und anderen Ausgaben. Die Abgg. Knoll. Herbert u. Gen. beantragen Streichung einer Ministerialratsstelle im Kap. 66, Landesernährungsamt.

Die 700-Iahrseier der Stabt Alsfeld.

Alsfeld, 25. Juni.

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung, man nennt etwa 25 000 BZucher, fand hier der Hauptfestakt der 700-Jahrf^ier statt. Bachdem am Samstag bereits um 11 Hhr vormittags m der neuen Stadtschale die Gewerbe-Ausstel­lung eröffnet worden war and abends im »Deutschen Kaiser" die Feier des 25jährigen Bestehens des Geschichts - unb Blter»

tumsvereins stattgefunden battet fand heute, Sonntag vormittag, zuerst ein Festgottesdienst in der Walpurgisllrche am 91/2 Hhr statt mit darauffolgendem Ködert auf dem Markt inb LudwigZplah nebst baranschlietze.chem F stzug der historischen Gruppen, gegen 2 Hhr na ,mtLag3.

Die Stadt hatte reichen Fahnerschnruck an­gelegt. Fast alte Gebäude der Stadt waren mit den hessischen Lardesfarben und mit den alten Reichsfarben geschmückt und die öffentllchen Gebäude zeigten die Farben der Republik. Unter den erschienenen Gästen 5ef<yib sich auch die ehe­malige großherzogliche Farnllie, die im Auto ge­kommen war und am Gottesdienst sowie auch an dem Vorbeizug teil nahm. Bei der Eröffnung der sehr gut zusammen gestellter Gewerbeschau, die bis Juli barem soll, hatte Herr Saab vom Ministe ium eine Eröff.vungsrede ge' asten. Herr G.w.rb sstulvorstand I. Schindler war der Vorsitzende des Gesamtausschasses und kann man Wohl sagen, daß mit bi 5er Gewerbe-Aus­stellung etwa; sehr grtes geschaffen worden ist. Es sind 14 Räumlichkeiten verwendet worden und alle sind aufs Beste hergerichtet inb zeigen ganz Vorzügliches. Besonders he.'vorzuheben ist Saal 10, in dem ein von der Firma Hermann Duecking Söhne ausgestellter, durch Herrn Webmeister Schaarmann betribener Web- stuhl die interessante Krnst des Webens zeigt.

Bei der ebenfalls am Samstags den 24. ab­gehaltenen Feier imDeutschen Käufer" sprachen Herr Kommerzienrat G. An speck II. in der Vegrühungs ede, fernerhin Herr Archivrat Dr. Herrmann Darmstadt. Als Festredner fungierte Herr Prof. Dr. Decker Offenbach, über das ThemaBedeutung der Ortsgeschjchtlichen Ver­eine". Es wurde ihm großer Beifall gezollt. Ein interessantes Musikstück wurde aufgeführt, das von dem aus dem Jahre 16871733 stam­menden Alsfelder Komponisten Reumann her- rührte undSizilliano" benannt wurde. Eben­falls sehr beifällig auf genommen wurde die Kom­position des gegenwärtigen Alsfelder Kompo­nisten, Herrn K a r l D 0 11 e r, der auch die Musik zu dem Festspiel3m Sturm des Großen Krieges" geschrieben hat. Letzteres spielt zur Zeit des 30jäHrigen Krieges und handelt von der Bedrückung der Stadt Lurch den Herzog von Braunschweig, die Ausführung nimmt zwei Abende in Anspruch und findet Montag, den 26. und Dienstag, den 27. Juni, abends um 7 Hhr, statt. Wer solche historischen Stücke liebt, sollte nicht versäumen, diesen Austuhungen beizuwohnen, denn er wird nur Gutes zu sehen bekommen.

Sin besonderes Jubilaumsgeld wurde durch Herrn Maler Ludwig Martin entworfen, das nur in Alsfeld zu erhalten ist. Samstag fand auch noch die ©mennung von Ehrenmit­gliedern des Historischen Vereins flott Mit gro­ßem Beifall wurde auch die Rede des Herrn Dr. Gunkel, Gießen, aufgenommen, der für den Altertumsverein sprach. Die Aufführung des Schwertertanzes füllte den sehr gelungenen Sams­tagabend ebenfalls aus. Eine große Airzahl von Telegrammen aus fast allen Tellen der Well waren eingetroffen, darunter auch eines des Deut­schen Gesandten in Rom, FreiHrrrn von Reurath, einem geborenen Alsfelder. Ein besonderer Woh­nungsnachweis mußte alle die ankommenden Frem­den unterbringen.

Die Predigt und der Kirchen besuch am Sonn­tag waren vorzüglich Auf dem Marktplätze war ein Podium errichtet worden, auf dem sich dann gegen 1/s2 Uhr nachnittags die Vertreter der Stadt und des Staates einfanden und den gegen 3 IDyr eintreffenben Festzug begrüßten.

Der F e st z u g selbst war von Herrn Maler Ludwig Martin zusammengestellt worden und zeigte ein außerordentlich gutes Stück künstlerischer Arbeit. Die Spitze wurde durch Reiter in Hervlds- tracht gebildet, dann kamen Die jungen Schwert­tänzer, die später dann auch noch eine mll großem Beifall aufgenommene Vorführung auf dem Marktplatz gaben, nun folgten Landsknechte in ihren bunten Uniformen, barm Spielleute, bann farbenprächtige Wagen mit Schwälrner Dauern unbBäuerinnen, mittelalterliche Szenen, ganze Spinnstuben, bie Zünfte,Bäder, Schlachter unb Hanbwerker barst ellenb, ben Alsfelber Festungs­turm mit Storchennest nebst einer Parodie auf die Wohnungsnot. Zwei gute Musikkapellen beglei­teten den Festzug, der ganz außerordentliches für das Auge der Besucher bot Bei den Begrüßungs- anfbradjen kam zuerst Herr Bürgermeister Dr. V ö l s i n g von Alsfeld, Der in wohl- gelungener Rede die Feier des Tages beleuchtete und allen Gästen den Willkommensgruh bot; feine Worte sanden großen Beifall. Es sprachen noch für die Regierung, Herr v. Brentano, Minister des Innern, Herr Provinzialdirektvr Mathias, Kreisdirellor Dr. Stammler: sie schlossen mll Glückwünschen auf Alsfeld und sein weiteres Ge­deihen. Von auswärtigen Gästen sprachen ferner­hin noch, Herr Bürgermeister K r e n z i e n von Gießen, der in markigen Worten bie Glückwünsche seiner Stabt überbrachte und großen Beifall fand, beS weiteren noch die Herren Bürgermeister Dr. Kaiser (Bad-Bauheim), Studienrat Prof. Dr. Dreher (Friedberg) unb Dr. Riepoth (Schlitz), ber im Rainen bet» Vereinigung ber Ober­hessischen Landgemeinden die Ansprachen abschloß. Allgemeiner Beifall und ein auf die grvßherzog» liche Farnllie, die in dem Museum der Feier bei­wohnte, ausgebrachtes Impromptu Hoch schlossen die Festzugveranstaltung.

Leider verursachte ein bann plötzlich aufgetre­tener Regen eine Unterbrechung in ber weiteren Fortsetzung ber Feier auf bem Linbenplah, wo sich die Sbabtverwallung unb Herr Bürger­meister Dr. Volsing hinbegeben hatten und wo ein großes Konzert stattfand, Doch kann man allgemein

sagen, daß der Tag ein gelungenc: war unb auf alle Zeiten im Gedächtnis ber Besucher hasten bleiben wirb.

Man kann die Stadtverwaltung nur beglück­wünschen unb ben Arrangeuren tiefen Dank aus­sprechen für bie große Fülle bes Gebotenen. Der Besuch bes Städtchens kann jedem sehr empfohlen werden, bas Museum bietet ganz Bedeutendes an Altertümern: ferner ist die alte Walpurgis- kirche schr sehenswert. Der Restaurationäbetrieb war soweit ein guter, doch mußten auswärtige Gäste oft sehr lange warten, bevor sie etwas bekommen konnten, die Stadt hatte wohl nicht mit einer solch starken Besucherzahl gerechnet. Der Eisenbahnpräsident der Direllion Frankfurt a, M, Herr Dr. Stapf, war ebenfalls er­schienen, per Extrawagen, und hiell im Barnen der Direktion eine sehr ermutigende Rede, in ber er das treue Zusammenarbeiten der Eisenbahn- L-ertoaltung mit der Stadt Alsfeld versprach.

Am Abend fanden dann noch weitere Feiern in den verschiedenen Restaurants statt. Die Ver­einigung ehemaliger Realschüler von Alsfeld benutzte diesen denkwürdigen Tag, um das 50jährige Bestehen ihrer Anstalt im Deutschen Kaiser" mit einem großen Kommers zu feiern, bei dem es an guten Trinksprüchen unb starker Beteiligung nicht fehlte.

Heber die Ausführungen des Festspieles3m Sturm des großen Krieges" werden wir noch später berichten.

Vermischtes.

tob. Trier, 24. Juni. Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich eine 17köpfige Diebs- und Hehlerbande, meist Burschen von 20 Jahren, wegen umfangreicher Dahndiebstähle zu verantworten. Die Burschen gaben sich nicht mit Kleinigkeiten ab und stahlen aus Gier unb nicht Bot, zentnerweise Lebensmittel, Wäsche, Wein usw. Die Höchststrafe betrug 3l/2 Jahre Ge- ängnis. bie niedrigste 7 Monate. Die der Heh­lerei bezichtigten Personen erhielten Geldstrafen bis zu 10 000 Mark.

Büchertisch.

Fröhlicher Jammer. Ein Vortrags- Brevier von Bleranber Mvszkowski. Verlag Dr. Tysler & Eo., Berlin. Eine Fülle von heiteren Beiträgen ist in diesem Buche zusammengetragen, bie eine Springflut von Hohn und Satire über den Jammer der Wett vergießen.

Leichtathletisches Wintert rai- ning von D r. Otto Bäuerle. Deutsche Sporibehörde für Leichtathlet^. Die Fülle von Hebungen, ihre Anordnung und knappe Zwcck- erflärung, sowie die Anweisungen Aur Auswahl, tragen jedem Geschmack unb Wunsch Rechnung. Die einzelnen Hebungen find durch 110 Bilder ülufttiert

Franz Peter KürtenBeu- deutsche Volkslieder". Darmstädter Werk- kunst-Derlag. Des Dichters 'Weisen führen uns zum verschütteten Edelgut deutscher Dichtung, zum deutschen Volkslied.

DiehistorischeRheinpolitik ber Franzosen. Von Hermann Oncken. Ver­lag Friebrich Anbreas Perthes A.-G. Stuttgart» Gotha. Der angesehene Historiker ber Heidel- berger Hniversität, bekannt auch als Heraus­geber ber Allgemeinen Staaten geschichte, ver­folgt in biefer hochaktuellen Schrift durch Aus- zeigung ber immer gleichen Ziele bei wechselnben Argumenten unb Vorwänden die durchgehenden Linien ber französischen Eroberungspolitik von Lubwig XIV. an über bie große Revolution, Ba- poleon I. unb III. hinweg bis in bie Gegenwart. Der Verfasser gibt eine jedem Gebildeten ver­ständliche Analyse ber jüngsten Methoden der Rheinpolttik und enthüllt ihre inneren Wider­sprüche unb Hnwahrhetten, vor allem aber ihre letzten Ziele.

Tiroler Verkehrs- unb Hotel­buch 19 2 2. Zum ersten Male feit Ausbruch des Weltkrieges ist das bekannte Tiroler Ver­kehrs- und Hotelbuch wieder erschienen. Es gibt dem Reisenden Auskunft über alles Wissenswerte in Reise-, Daß- und Zollangelegenheiten, wie auch über Den Aufenthalt in den vielen alt­bekannten Tiroler Sommerfrisch- und Verkehrs- orten. Es ist zu beziehen vom Tiroler Landes­verkehrsamte in Innsbruck, Landhaus, Maria» Theresienstraße 43, und durch alle größeren Reise- bureaus des 3n- und Auslandes gegen Einsen­dung von 2 Bit

Walter von Molo, 3m Zwielicht ber Zeit. Bilder aus unseren Tagen. Ver­lag von Albert Langen in München. Dieser Band steht als ein ebenbmftige8 Seiten stück neben Molos berühmter historischer BoixHenfarmmlung 3m Schritt der Jahrhunderte". Er bringt in strenger Auswahl die besten modernen Beteilen unb Skizzen, die Molo in sechzehn dichterischen Schaffensjahren geschrieben hat. Blan beutet Form und Art bieferBilder aus unseren Tagen" wohl am treffendsten an, wenn man sie epische Graphik nennt. Scharfes Hmr t en Des Wesent­lichen, Weglosen alles Hebers lüsigen, stärkste 3n- tenfität bei größter Knappheit zeichnen diese flehten Meisterwerke aus.

Amalthea - Damen - Brevier. Kleinodien ber Liebe. Wien, Amalthea- Verlag Der Amalthea-Verlag bringt mit diesen Bändchen eine Auswahl der reizendsten Liebeslieder aller Zeiten unb Völler. Die lyrische

Reihe wird von feinen Essahbändchen unter­brochen. Aus die buchtechnische Ausstattung wurde besonderer OSert gelegt Es liegen uns vor: Bd. I: Max Pirker,Das deutsche Liebes­lied in Barock und Rokoko" und Bd. II: Silvia Alving,Die Liebe". Ein Essay. Titelzeichnung von Oskar Larsen.

Hpton Sinclair'Der Liebe Pilgerfahrt". Verlag Gustav Kiepenheuer, Potsdam. Den Kontrast zwischen Ideal und Wirklichkeit in feiner schärfsten Auswirkung offen­bart hier der bekannte amerikanische Autor in dem Zusammenleben zweier Menschen. Erfüllt von den höchsten Idealen glaubten diese sich über die Gesetze ber Batur hin aussetzen zu können, bis sie erkennen müssen, baß die Bestimmung des Menschen nicht allein auf das Geistige gerichtet ist. Das Buch ist in einer Schilderung der wirt- Ichaftlichen Bot. von der geistig yschstehende Menschen zerrieben zu werden drohen, eine schwere Anllage gegen die sozialen Zu stände der heutigen Zeit. So berechtigt diese Kritik an sich auch ist, die vorgeschlagenen B3ege zur Besserung müßten von einer Menschheit beschritten werden, bie frei von Schwächen und Fehlern ist.

Dedekind ber Spätere". Von Victor von Kohlenegg. Verlag Hllstein, Ber­lin. Der neue Roman Kohlen egg spielt in ber Wett, bie er mit so feiner, ironischer Klugheit schildert, in ber guten Berliner Gesellschaft ber Jahre vor bem Krieg. Eine inhaltsreiche, breit angelegte Familiengeschichte erzählte er, ohne ner­vöse Hast, aber auch nicht ohne erregende Span­nungsreize, in wählerischem gepflegtem Stil. Der Titel gibt dem Werk bie Figur eines verwöhn­ten Patriziersohns, ber nicht sehr lebenstüchtig ist und zu schwach, bie auf ihn einbringenden Äon» flilte zu bewältigen.

Handes.

Frankfurt a. BZ., 26. Juni.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Gelb Brief

Datum- 23. Juni. 24. Juni.

Bmßö -Botterb 12734,0512765,95 13083,6013116,40 Brüssel-Antw. . 2684,10 2690,90 2766,50 2778,50 Lbristiania 6463,15 6476,85 5622,95 6637,05

Kopenhagen' * 1 7091,10 7108,90 7270,90 7289,10 Stockholm. . . 8469,40 8490,60 8724,05 8745,95

Helsingfors. . 730,05 731,95 752,05 754,95

Italien 1585,- 1587,- 1602,15 1607,05

London 146j,65 1464,35 1508,iü 1511,90

Beuborf 331,08 331,92 344,56 345,44

Paris* . 2828 95 2836,05 2411,35 2918,65

Schweiz * . . . . 6284,60 6300,40 6516,80 6533,20

Spanien. .... 5148,55 5161,15 5343,30 6356,/0

Deutsch-Öesterr. 2,03 2,07 1,88 1,92

Prag 632,70 634,30 654,15 655,85

Budapest ' . . . 34,05 34,15 34,25 34,35

Buenos Aires . 118^15 lli,65 122,82 123,17

Bulgarien . . . 221,95 222,55 231,20 221,80

Japan 1,8.50 159,50 167,- 103,50

Rio de Janeiro 4494,- 4506,- 4719,- <730,-

Markvotteruuge«.

Für 100 beutsche Mark würben gezahtt: Datum: 1.7.14. 23.6. 24.6

Zürich Fr. 125.40 1,48 1,6k

Amsterdam Fl. 59.20 -,79 -,77

Kopenhagen Kr. 88.80 1,45 1,40

Stockholm Kr. 88.80 1,20

Wien Kr. 117.80 5345,-

Prag Kr. 117.80 15,82

London Sh. 97.80 1,46 L50

Beuyork $ 23.80 -,30 -,28

Paris Fr. 125.40 3^3 3,49

Züricher Devisenmarkt.

24. 6. 26. 6.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 202.80 202.25

Deutschland 100 Bll - 1<58 1.45

Wien 100 Kr. 0.03 0.03

Prag 100 Kr. -- 16.10 10.-

Paris 100 Fr. --- 44.90 44.45

London ..... 1 23.26 23.45

Italien 100 ß. -- 24.95 24.45

Brüssel 100 Fr. 42.70 42.45

Budapest 100 Kr. = 0.535 0^3

Beuyork 100 $ 628.- 529.Su

Agram ....... 100 Kr. = 1«71 1.70

Warschau 100 Kr. - 0,117 0,117

MWWWMM

Ist es nicht beschämend und niederdrückend zugleich, wenn man seine eigenen Vorsätze aus Btangcl an Energie nicht achtet? Hnb doch ist dies meist nur ein Zeichen schwacher Berven!

Der Bervöse ist verdrießlich, wankelmütig, ungerecht gegen sich und andere. Gerade die ihm naheftehen, haben am meisten darunter zu leiden. Das Familienleben wird getrübt. Im Beruf kommt er nicht vorwärts, well ihm das Vertrauen zu sich selbst fehlt sowie Ausdauer unb fester Wille. Des­wegen ist ber Bervose stets im Bachteil. Wo ber Energische zielbewußt, klar unb ruhig handelt zu seinem Vorteil, da schwankt ber Bervöse hin und her oder überellt sich hastig zu eigenem Bachteil. Die schlechten Folgen ärgern unb entmutigen ihn. Hm so mehr beneidet er seinen energischen Mit­bewerber.

Aber niemand sollte es fotoeit kommen lassen, bis seine Sehnsucht nach Energie in Beib sich ver­wandelt.

Jeder kann sich die Berven kräftigen unb seine Energie wirksam artregen. Wie Salz unb Gewürz den 2st>petit anregen, so Kola Dultz die Energie. Das Blut strömt danach schneller unb leichter durch die Adern unb versorgt das Gehirn besser. Da­durch allein schon fühlt man sich verjüngt und gekräftigt. Aber bie Berben werden durch Kola besonders angeregt

Kola Dultz wirkt auch so außervrdenllich schnell, schon nach wenigen Minuten verspüren Sie ein Gefichl des Wohlbehagens, der Stärkung, ja der neuerwachten Energie. Hochtouristen unb For- schungsreisenbe haben es verwenbet zur Heber­te inbung großer Strapazen ober um sich neuen einzuftößen, wenn sie vor Ermübung zusam­menzubrechen glaubten.

Berühmte Aerzte vieler Länder verwenden es für sich selbst unb geben es ihren Patienten. In vielen wissenschafllichen Arbeiten ist Kola Dultz empfohlen worden.

Kola Dultz bringt Lebensmut und Schaffens­kraft sowie das Gefühl ber Jugenb mit feiner Tatkraft unb Energie, bie Erfolg und Glück verbürgen.

Behmen Sie Kola Dultz eine Zeitlang. Ihre Berven werden frischer, Mißmut unb Mattigkeit verlieren sich. Ihr Selbstbeteußtsein erstarkt unb Energie erfüllt Sie.

Tausende kaufen Kola Dultz täglich, auch Sie können es fast aus jeder Apotheke beziehen. Doch ehe fic einen Pfennig ausgeben, sollen Sie sich auf meine Kosten von der Wahrhett des hier Ge­sagten überzeugen Deshalb möchte ich Ihiren gern vorher ein genügendes Quantum zu einem aus­reichenden Versuch ganz umsonst übersenden. Ein

so gutes und harmloses Mittel braucht keine Prü­fung zu scheuen Sie erhalten umgehend eine kleine Schachtel Kola Dultz umsonst und portofrei.

Senden Sie gleich den Gratis-Bezugsschein ein! Schicken Sie ihn an mich als Drucksache im offenem Kuvert. Auf ber Rückseite bes Kuverts schreiben Sie recht beutlich und geftau Ihre Adresse. Dazu genügen 50 Pfennig als Porto Eine Postkarte dagegen kostet 1.25 Mark.

Gratis-Bezugsschein: An E. Schwarz, priv. Apotheke Berlin A 564, Friedrichstraße 19. Senden Sie mir gratis unb franko ein genügendes Quan­tum Kola Dultz zum Versuch nebst bem auf« klärenden Büchlein.

Kola Dultz ist in allen Apotheken zu haben, insbesondere in Gießen in ben Bieberlagen: Hnb versitäts-Apotheke, Engel-Apotheke am Markt.