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Berlin

1-Uhr- l-Uhr-Schluß-Schlutz»

gezahlt:

Saturn:

1,90

949.

925.

942.

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

117.80

88.80

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Fr.

Fl. Kr. Är. Ar. Ar.

24. L 2.42 l,3ü 2,40

2ldlerwerke Daimler 4% Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbcrnk

Kurs

25.1

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . .

Börsenkurse.

Stantfurt

Sh. 97.80

Fr. 125.40

1 23.80

8.94

5,78

-,47

Kurs

25.1.

77.50

87,50 105,-

71,50

420,- 318,- 297,50 270 -

487,- 40-1,- 324 -

291 - 282-

630,- 620,-

525,-

74,90 748,- 229,-

680,- 650,- 551,-

74,10 770,- 229,60

Harpener Bergbau. 1445, Oberschl. GiseÄ.-B. 805, Oderschles. Eisenind. 715 Phonix-Bergb.-Akt. IOl'O, Bad.Anilin-u. Soda 629, Höchster Farbwerke. 600, Allg. Glektr.-Ges. . . 720,

Kurs 24.1.

77,50 88,-

103,50 72,-

440 - 324,- 292,- 27G,- 490,- 411, 324,60 294,- 282,-

885

855 887 1427'

775' 663, 965, 610, 594 690.'

Datum:

5% Dtsch. Kttegsanl. 4' g Dtsch. Reichsanl. 3°/, Dtsch. Reichsanl. 4"/0 Preuh. Konsols Hamburg-Pakets.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Discvntv-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitleid. Ereditbank. Aationalbank f. D.. Boch. Gußstahlwerke Bud.- Eisenw.- Akt.. D.-Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Bergw..

Marknotierung«.

Für 100 deutsche Mark wurden

Felten & Guilleaume 1005, Schuckert-TDerke. . .

25.1.

2,55

1,35

2,50

25,25 2,-

&55 6,06

-.49

Zdirs 24. I.

77,50 88 40

105,-

72,25 440,50 324 - 299,- 381 - 492,- 415 - 324.- 298,- 285,-

1024, 910,-

.903,- 92$ -

1450,- 794, 700,-

1041,- 640,- 600,- 712,- 970,- 670,- 639,50 537,-

72,- 775,-

von 600 Mark, hilsSweise b Lage Gefäng­nis indent sie ausfüchrte, daß in vorliegendem Falle der Strafzweck auch durch eine Geldstrafe erreicht werden könne.

Weiter wurde gegen einen Mühlenbesitzer von Echzell verhandelt. Dieser war durch eincur Strafbefehl des Amtsgerichtes Ridda in eine Geldstrafe von 1500 Mark genommen worden well ec im April und Mai an drei §ain4 sterer aus Reu-Iseuburg mr ganzen 210 Pfund- Weizenmehl zum Preise van 3,50 Mart das« Pfund verkauft batte. Der Höchstpreis betrug damals 1,25 Qliai! das Pfund' Aus seinen Ein­spruch hin setzte das Schöffengericht die Strafe auf 150 Mark herab. Hiergegen verfolgte die Staatsanwaltschaft 'Berufung. Die Strafkammer hob das Urteil erster Instanz auf und ver­urteilte de.t Angellagden zu einer Geldstrafe von 1500 Mark: zugleich wurde auf Ein­ziehung des übermäßigen Gewinnes in Höhe von-472 Mark erkannt. Die Mindeststrase wurde um deswillen erheblich überschritten, weil festgestellt, worden war, daß in dec Mühle des Angeklagten oft ein sehr reger Hamsterverkehr stattgefunden hat.

Turnen, Sport und Spiel.

DeutscheKampffPiele. DieWinter- tcrmpfspielwcrche in Garmisch-Panenkirchen brachte am Montag die Entscheidung im Olympia- Bobfahren. Don den 22 gestarteten Bobs fdjieben verschiedene durch Stürze aus, so u. a. die beiden Garmifcher Fahrzeuge und der Bob Michel" mit Gras Montgelas-Frankfurt a. M. am Steuer. 3m ersten Lauf fuhren die Bobs ..Sckaftderg" (Moro-Wien) mit 1:41,2,MSC. ] .Endres-München) mit 1:44,Blau-Weih" (Dr. Aull-Aschafsenburg) 1:44,6 und ,Unschuld" .Klemm-Leipzig) mit 1:44,8 die besten Zeiten. Der BobGothataube" (Zacvbs-Derlin). der im ersten Lauf 1:47,6 benötigte, fuhr im zweiten Lauf mit 1:43.4 die schnellste Zeit, unterlag aber im Gesamtergebnis gegen den Bob des Münchener SportclndS i mit Endres-München dm Steuer, der mit 2:29 Sieger wurde.Gothataube" belegte mit 3:31 den zweiten Platz vor6pan" (Dlt. Sehf- arth-Vtuttgart) 3:37,6 und «Elli Kauz" (W. von Hillern-Flirisch, S. C. Risiersee) 3:40. 3m zweiten Sauf traten Klemm-Leipzig. Fritz von Opel, Engelberth-Derlin mit BobDeutschland", Dem dritten Garmischer Bob .Spinne" undMoro- Wien mit BobSchastberg" wegen Sturz aus dem Rennen geschieden. Die beiden Zu nivr - schnellaufen über 1000 und 3000 Meter fielen an den Berliner Grund in lt 55 bzw. 6:12 jedes­mal vor Freytag (M. E. D.). 3m Eishockey- spiel holte sich Die kombinierte Wiener Eishockey­mannschaft zwei Mederlagen. Gegen den S. C. Ehaclortenburg unterlag sie mit 1:2 (0:0) und gegen den Berliner Schlitt'chuhclud 1:5 (0:1). 3m Paar-Kunstlaufen triumphierte das österreichische Meisterpaar Frl. Engelmwrn-Derger >'W. E. D.) über die deutschen Meister Frl. Weise- Dehlisch (S. C. Rifsersee) und Ehepaar Metzner (D. S. E.). Auch im Zuniorkun st laufen fiel der Sieg an Wien. Bestallanffy (W. E. D.) gewann gegen Danzig (M. E. B."). 3m E i s- schiehen holte sich Ditz-Garmisch die Bayerische Meisterschaft für 1922.

Einen StSdlewettkarnpf im Kunst-Turnen wollen die Städte Koblenz, | Marbura Wetzlar und (Sieben in Marburg am 26. Februar veranstalten: Koblenz und Mar­burg stellen je eine, Wetzlar und (Sieben eine zusammengesetzte Mannschaft von 8 Mann in je 2 Hebungen am Deck, Barren, Pferd und einer Kür-Freiübung Zwei Turner aus Kassel und je einer aus Limburg und Frankfurt a. M. bilden das Kampfgericht in diesem Siebenkampf.

Die Amateurbestimmungen im Westdeutschen Spielverband wurden auf der in Duisburg ftattgefanbenen Wahlver­sammlung einer Revision unterzogen. Vereine und Spieler, oie etwaige Verstöße gegen den Derufs- spielerparagraphen dis zum 1. März melden, gehen straffrei aus. Spätere Verstöße sollen um fv strenger geahndet werden. 3m besonderen wurde noch beschlossen, bah bei Reisen den Spielern keinerlei Spesen aesablt werden dürfen, daß Lohn» auSfall infolge Teilnahme an Spielen von den Dereinen nicht ersetzt werden darf und die Spieler ihre Fubballkleidung selbst stellen müssen. Mit diesen Bestimmungen hofft man, den auch in unserem Volkssport eingedrungenen Geist des Ma­terialismus zu treffen.

Deutsche Fußball - Länder- ireffen. DaS Rückspiel im Fubballkampf

Ror dhvllandRorddeu tschland soll am 14. Mai in Groningen stattfinden. Den letzten Kampf in Hamburg gewann Äorddeatsch- land mit 5:1. Die Repräsentativen Süd­schwedens werden das Rückspiel gegen Rorb- deutschlaud im Juni in Hamburg aus­tragen. yür den Fuhballlampf Mittel­deutschlandRorbdeutjchland, der zwischen den beiden Verbänden vereinbart wurde, ist vom Rorddeutschen Fustballverband der 13. August als Termin vorgeschLagen worden. Das Spiel soll in Hannover ausgetragen werden.

Vermischtes.

Die Grippe im 18. Jahrhun­dert. Ein Bild von der Grippeepidemie des 'Jahres 1781, die in vieler Hinsicht an das ^heutige Wüten der Seuche erinnert, findet sich in dem bekanntenGemälde von Paris" von Sebastian Mercier.Fast alle Jahre", heißt es da,nehmen um die Mitte des Rovernber die Erkältungen außerordentlich zu infolge der feuchten und kalten Witterung und der Rebel, hte den Schiveiß unterdrücken. Mele sterben daran. Aber der Pariser, der über alles lacht, nennt diese gefährlichen ErkältungenMa gnppe, la coquette", und der Lacher Ist ouer Tage später von dieserkoketten Grippe" seDst ergriffen und steigt ins Grckb. Die neue Mode, große Mäntel zu tragen, ist vortreff­lich, denn auf diese Weise erhält man einen Schutz gegen die Kalte. Aber die Damen, die Herrn Verlassen des Theaters oder der Ver­gnügungslokale auf ihre Wagen oder Sänften warten müssen, zittern trotzdem unter ihrer leichten Deklerdung und sollten bedenken, daß ihre Mmhänge nicht genügend dicht sind, um sie Dor der Grippe zu schützen."

* Ein neuseeländisches Di «eta. Die Rotten undWeihenTerrassen" von Rotorua waren früher eine der größten Raturschönheiten von Reu- seelcmb. Es waren malerische, in rotem und Wei­bern Gestein sich aufbauenbe Felspartien, die sich innerhalb einer wundervollen Vegetation an den Ufern des Rvtomahana-Sees erhoben. Dieses Wunder der tropischen Statur ist im Jahre 1886 durch einen Ausbruch des Vulkans Taraweca zer­stört toorben, indem die Terrassen, wie einst das sagenhafte Dineta, auf den Grund des Sees nie- berfanieR. Der Vulkan spaltete sich bei jenem furchtbaren Ausbruch in zwei Teile, und am Mor­gen nach der Rächt des Grauens waren die Roten \ und Weist«' Terrassen verschwunden. Man will mm festgestellt haben, bah sie nur von ben Was­sern bes Sees überflutet würden unb bat des­halb beschlossen, pen See abzukeiten unb so die weltberühmten Terrassen wieder ans Licht zu heben.

* 3m größten Gvldbergwerkd er Welt. 3n den Goldbergwerken von Trans­vaal ist jetzt ein Streik auSaebrochen, der die Förderung dieses für die Weltwirtschaft so wichtigen Metalls auf einige Zeit lahmlegt. Aus diesem Anlaß gibt Richard Eurle in einem Londoner Blatte eine anschauliche Schil- derung eines Besuches in diesem größten Goldbergwerk der Welt. Die Gvldlager dehnen sich auf einem Gebiet von Iohannisburg bis nach dem Ort Heidelberg in einer Ent­fernung von etwa 60 Kilometern, und von dem Dach eines hohen Gebäudes in IohanniSburg aus kann man deutlich die riesigen Haufen von weißem Geröll überschauen, die bis zu drei Millionen Tonnen wiegen und ihrer gangen Länge nach mit Gold gesprenkell sind. Da liegen sie bleichend und glitzernd in der Sonne; der feine Staub ihrer Oberfläche wirbell im Winde, und die spärlichen Versuche des Grases, sich hier festzusetzen, werden vereitelt durch das Zhanii, das sich darin befindet. Die Maschinen, die hier arbeiten, lassen un­unterbrochen ihren Lärm ertönen, wenn nicht ein Streik, wie jetzt, plötzlich an die Stelle des regsten Lebens Totesstille setzt. Tag und Dacht fressen sich die Bohrer und Sägen in den Fels ein, und es gibt Stellen in Zv- hannisburg, wo man m den Frühstunden das dumpfe Dröhnen des Bergwerks hört, wenn man noch im Bell liegt. BiSwellen vernimmt

man auch ein donnerndes Stürzen von Felsen, das die Häuser in ihren GrundfestLN erschüt­tert und an ein Erdbeben gemahnt. Die Bergwerke in IohanniSburg selbst sind jetzt schon fast völlig ausgebeutet, und von Jahr zu Jahr dehnt sich der Bergwerksbetrieb weiter nach Osten aus. Die einzelnen Berg- inerte dieses riesigen Unternehmens sind wie kleine Städte für sich. Es gibt große Stollen, in denen 20 000 Menschen beschäftigt sind, und diese unterirdischen Arbeiter nehmen alles, was sie an Ausrüstung und zum Leben brau­chen, mit hinunter. 3n diesen Tiefen entfaltet sich ein Treiben so unruhig und vielgestaltig wie in einer Großstadt. Da sieht man elek­trische Züge dahinsausen, Pumpmaschinen ar­beiten, und ganze Scharen von Menschen gehen eifrig ihren verschiedenen Beschäftigun­gen nach. Änd unterdessen zerstäubt der Fels Än zu Pulver und gibt immer mehr n goldenen Schätzen her, die er so fest umklammert häll. 3n diesen Bergwerken gibt es bestimmte Viertel für die weißen Arbeiter und andere für die Eingeborenen, gibt es ganz modern ausgestattete Küchen und Bäcke­reien, ja sogar Krankenhausanlagen. So ist jede Mine eine Stadt für sich.

Handel.

Frankfurt a. M., 25. Jan. Dörsen- stimmungsbild 3m Zusammenhang mit der Erleichterung des Devisenmarktes war der heutige Börsenverkehr ruhig, unb die Spetulation zeigte geringe Unternehmungslust. Die Schwierigkeiten, Denen bas Zustandekommen eines S euerkornpro- misses begegnete, waren ebensowenig geeignet, einer Belebung Platz zu machen. 3m freien Ver­kehr war bas Geschäft ruhig bei vorwiegend schwä­cherer Tendenz. Deutsche Petroleum 1800 dis 1850, Mansfelder Kuxe 24 500, Benz 605 bis 607. Es notierten ferner: 3nag 820, Rastatter Waggons 710, Ehennsche Rhenania 1000 dis 990. Aus den variablen Märkten zeigte die Tendenz eine ziem- lich widerstand fähige Haltung Die Kursbewe­gung der Montanwette war bescheiden. Schwächer tagen bei Beginn Montan-, chemische und Elek- trizitätSaktien. Rectattullnrr 1200, Kleyer 620 biS 630, Daimler 525. Matte Tenbenz bei Angebot zeigten Mannesmann, Buderus. Phönix sowie Kali^Aitien. Anllirwerte schwächer. Mexikaner schwächer. Der Dollar wurde mit 209 dis 295 ge= i nannt. 3m Gegensatz zu den meisten a oberen Werten wurde 3proz. Deutsche Reichsan^eihe leb­haft gehandelt, 105. Die Stimmung blieb auch weiterhin schwach. Privatdistont 4j/2 Prozent.

Frankfurt a. M^ 26. Januar.

Derliner Devisemnartt.

Geld Dries Geld Dries

Datum: 24. Ian. 25. Jan.

Amsterdam-Rotterd. 7792,20 7807,80 7442,53 7457,45 Brüssel-Antwerpen. 1623.35 1625,65 1598,<3 1601,60 Ehristianta 3326,65 3383,35 3196,80 32 3,20 Kopenhagen. .... 4225,70 4234,3-9 408>,9U 4096,60 Stockholm...... 626 ',70 5280 JO 5104,85 5115.15

Helstngror» 404,65 405,45 381,60 382'40

Italien 324,05 925,96 874,10 875,90

London 891,60 883,40 862,10 863,90

Reuyork z09,79 210,21 202,79 203,21

Paris 1706,25 1711,76 1655,801659,20 Schweiz . 0 4115,85 4124,16 3936,05 3943,96 Spanien....... 3151,80 3158,20 3026,95 3033,05

Wien (alteS) . ...

Deutsch-Oesterr.. .. 5,48 6,52 5,48 5,52

Prag 421,55 422,45 380,60 38',40

Budapest 28,97 29,03 27,87 27,93

Buenos Aire» . . . 72,65 7235 7932 70,72

Bulgarien 126,80 127,90 1 26,85 129,15

Konstantinopel . ..,,

Züricher Sebifenmarft

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 18739 188. Deutschland 100 Mb 2,425 2.626 Wien 100 Är. = 0.16 0.14

Prag 100 Ät. = 10.025 9.70

Paris 100 Fr. = 41.85 42.10

London ....... 1 £ 21.71 21.73

Statten ....... 100 L. = 22.50 22.60

Brüssel 100 Fr. * 40.10 40.30

Budapest 100 Kr. 0.70 0.725

Reuyork 100 $ = 514.- 518.60

Agram ....... 100 Kr. = 1.70 1.70

Warschau 100 Kr. 0,17 0,16

(3n einem Tell der Auflage wiederholt.) Angebliche deutsch-russische Verhandlimgeu.

Paris. 25. Jan. (MTV.) Das .Echo dc Paris" weist bar auf hin, bah zwischen Ver­tretern der deutschen Regierung unb Sowjetdelegierten schon Verhängungen über die Konferenz Genua angeknüpft wor­ben feien. Kratinski wirb der offizielle Wort­führer Moskaus feiTL Es fei leicht zu ergründen, nach welcher Richtung hin diese Derhanblungen feführt würben. Ruhlanb unb Deutsch- a n b seien durch gemeinsame Interessen einander näher gebwacht worden. Beide Länder seien Gegner deS Versailler Friedens­vertrages unb hätten besonders durch die Wiederaufrichtung des polnischen Staates gelit­ten Alle territorialen Abmachungen feien gegen sie oder ohne sie erfolgt, und was Rußland an­betreffe. so müsse die Regierung Lenins die glei­chen Pläne der Kompensation der europäischen Schuld, von der so viele Angelsachsen sprechen, be­günstigen. Auch in der orientalischen Frage hätten die Rachfolger des Zaren das Mitbestim­mungsrecht verlangt. On Deutschland aber werde man nicht zögern, offen gegen die bestehenden Ver­träge Stellung zu nehmen und sich zu bemühen, so diel wie möglich die Sprache Lloyd G e o r g e's zu führen.

Arbeitervertreier fat Genua.

Paris, 25. Zan. (WTV.) Das (Setoert- schaftsblatt Le Peuble" glaubt zu wissen, daß der italienische Ministerpräsident V o n o m i an alle zur Konferenz von Genua etngelabenen Re­gierungen appelliert habe, in die Delegation einen VertreterberArbeiherbewegung ur.6 einen GenosfenschaftsDertreter mitcmsi zunehmen.

Em achtzigjähriger Brandstifter.

Verl in. 25. Zcm. (WTV.) Derßofab anzeiger" meldet aus Halle: 3n Jecha bei Sondershausen legte der 80jährige Landwirt Teichmann Fever an sein Gehöft, um in den Besitz der Verstcherungs- summe zu gelangen. Dem Brand ist die Scheune mit sämtlichen Vorräten und die Stallung zum Opfer gefallen. Der Brandstifter kam in den Flammen um.

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5. nichtrechtsfähig« Personenvereinigrmgen unb Zweckvermögen mit Ausnahme der offenen Handelsgesellschaften, der Kommanditgesell­schaften unb bet sonstigen ErwerhSgesellschaf- ten, bei denen die Gesellschafter als Unter­nehmer (Mitunternehmer) des Betriebs an­zusehen sind.

Die Steuerpflichtigen werden fer­ner darauf hingewiesen, daß sie je­weils nach Ablauf ihres Geschäfts­jahrs (Wirts cha f ts j a hrg) eine Steuer­erklärung abzugeben haben. Wenn Ihnen eine besondere Aufforderung hierzu nicht zugeht, ist die Steuer­erklärung binnen der Frist von drei Monaten nach Ablauf des Tages ab­zugeben, an dem das Zahresergebnis (bet ZahreSabschluh) von ben zustän­digen Organen fest gestellt worbe nist.

Die GrwerbSgesellschaften (Abs. 4 Rr. 1) haben ohne besvndere Aufforderung binnen einem Monat nach Feststellung der Bilanz oder des sonstigen Abschlusses durch die zuständigen Organe

zehn vom Hundertz des Reingewinns als vorläufige Zahlung auf die Körperschaft-- ft c u e r 3 u entrichten. Richt rechtzeitige Ent­richtung hat einen Zuschlag von zwanzig vomHundertder endgültig festgesetzten Steucv zur Folge. 922B

Gießen. Butzbach, Grünberg, Hungen, den 24. Januar 1922.

Die Finanzämter.

Behördliche Anzeigen

Körperschaftssteuer

Aufforderung zur Anmeldung steuerlich wichtiger Dorgange.

Die LörperschaftSsteuerpflichtigen Personen­oereinigungen unb Zweckvermögen, die im Bezirke der Finanzämter Gießen, Butzbach. Grünberg, Hungen den Ort der Leitung oder, wenn der Ort der Leitung im AvSlcmd liegt, ihren Sih einen »rach §71 der Reichsabgabenordnung bestellten Ver­treter oder den größten Teil ihres inländische Vermögens haben, werden daraus hingewiesen baß sie verpflichtet sind, folgenbe für bie ©teuer- Pflicht wichtige Vorgänge jeweils binnen drei Wochen nach ihrem Eintritt dem zustänbigen Finanzamt anzuzeigen:

1. ihre Gründung sowie ben Eintritt von Tat­sachen, die ihre Steuerpflicht ober eine ver­änderte Steuevpflicht zur FcLge haben:

2. den Erwerb der Rechtsfähigkeit, den lieber» gang au£ einer Rechtsform oder Gesellschafts­form tu eine andere sowie die Derschnielzung (Fusion) mit einer anderen Gesellschaft:

3. die Verlegung des Ottes der Leitung ober des Sitzes in das Inland sowie die Der- leguug beider 'm das Ausland;

4. die Beschlußfassung über die Auflösung ober den Eintritt der Auflösung aus anderen (Siünben;

5. bie Beendigung der VermögenSauseinander- setzung (Liquidation) und die Löschung im HandÄS-, Verein-- ober Genossen schafts- regifter.

Die Pflicht zur Anzeige trifft die gesetzlichen Vertreter, Drrstande, Geschäftsführer oder, wo solche bei Personenvereiniaungen nicht vorhanden sind, die Mitglieder ober Beteiligten (§§ 84,86 bar Reichsabgabenorbnung).

Die Unterlassung der Anzeige ist nach §27 deS Körperschaftssteuergesehes unb § 377 der Reichsabgabenordnung mit einer Ordnungsstrafe von 5 bis 500 Mk. bedroht. Sie kann eine Haftung für den Steueranspruch zur Folge haben (§90 der Reichsabgaben Ordnung).

Körperschaftssteuerpflichtig sind:

1. die Erwerbsgescllschaften (Aktiengesellschaf­ten), Kommanditgesellschaften auf Aktien, Kv- lvnialgesellschasten, bergbautreibende rechts­fähige Vereinigungen unb nichtrechtsfähige Berggewerkschnften, Gesellschaften mit be­schränkter Haftung, sonstige- Personenvereini­gungen mit wirtschaftlichem Geschäftsbetriebe deren Zweck bie Erzielung wirtschaftlicher Vor­teile für sich oder ihr-e Mitglieder ist),

2. bie Erwerbs- und Wirtsch-aftsgenvssenschasten Dersicherungsvereine auf Gegrnse tftlleit unt> die politisch m Parteien unb Vereine mit eigenem (Seircrbebetriebe,

3. svnstige juristische Personen bei bürgerlichen Rcpt#, msb iondere eingetragene Vereine, rechtsfähige Z stallen unb Stiftungen,

4. juristische Personen bes öffentlichen Rechtes insbesonbere kirchliche Körperschaften, An­stalten und Stiftungen.

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vollrjchule zu Gießen

(Schulausnahme).

Die Anmeldung der in Gießen wohnenden Kinder, die bis zum l. Mai 1922 dar 6. Lebensjahr zurück- gelegt haben, hat zu erfolgen;

1- Für alle Knabe»: Montag, den 30. Januar, vormittags 9-11 Uhr, m der Stabt,Knaben, schule, Nord-Anlage 8.

2. Für alle Mädchen.: Dienstag, den 31. Iammr, vormittags 9-11 Uhr, in der Stadt-Mädchen­schule, Schikerstraße 8.

Bei der Anmeldung ist der Impfschein unb bet auswärts geborenen Kmdern auch der Geburtsschein vorzulegen.

In besonderen Ausnahmcsällen können zu der, selben Zeit auch solch« geistig und leiblich genügend entwickelt« Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1922 das 6. Lebensjahr vollenden.

Gießen, den 24. Januar 1922. 914g

Der Vorsitzende des Schulvorstandes.

I. V.: Dr. Seid, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt. A wurde am 10. Januar 1922 bezüglich der Firma Groh- hanöelsgesellschaft Strauß & Eo. tn Gießen' ein­getragen: Die Kaufleute Gttauß, Sieg­mund Rosenbaum. Hermann Mayer sind vom 1. Juli 1920 ab, Siegbert Wellerhahn vom 1. Januar 1922 in die Gesellschaft als persönllch haftende Gesellschafter cingctreten. 9108

Gießen, den 24. Januar 1922.

Hessisches Amtsgericht,

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