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toffiNW tr**®TT TWr Wj p^priD aueyeypr»d)en. 6k betrauten die Reden Clen.enLeaut al>3 a l ar­mieren». ;

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Oesterreichs Selbsthilfe.

Dien 24 Roo. (WTV.) Der Rational- rct erteile nach hivacr Debatte m namenllicher Adstimm'mg mu 104 Stimmen der Lhristlich- Sozinkn, der Drotzdeutschen und der Deutschen Bauernpartei gegen 68 Stimmen der Svzialdemo- taten den drei Genfer Protvkallen seine Genehmigung. Der Bundeskanzler stellte im Liuse der Debatte unter Hinweis auf die verschiedenen 2leugerungen ausländischer Staatsmänner die Z u- nähme deS Vertrauens fest, das sich seit Ablchluh der Genfer Vereinbarungen gezeigt habe, und erklärte, dah ihm auf Grund dieses Ver­trauens der Mut wachse, an das grobe Werk der Selbsthilfe. das nach der Erlangung der Auslandshilfe durchgeführt werden müsse, mit allem Ernst heranzutreten. Wir können, fd>loß der Bundeskanzler, den Genfer Vereinbarungen mit gutem Gewissen die höchste parlamentarische Sank­tion geben. Wir leisten damit die Vorbedingungen, die und einen ferneren Anspruch darauf sichern, dah nun auch das Ausland tut, was eS uns ver­sprochen hat. Der Bundeskanzler sprach die feste Hoffnung aus. dah jetzt, nach dein Abschluh der politischen Erörterungen, alle diejenigen, die dazu berufen find, an der Rettung des Vaterlandes mit- ^arbeiten, mit allen Kräften an die Arbeit gehen.

Die Ausführungen des Bundeskanzlers wur­den mit lebhaftem Beifall der Mehrheitsparteien aufgenommen. Das Haus wies sodann einen An­trag der Sozialdemokraten auf Einführung der Bestimmung, dah auf Verlangen eines Viertels der Mitglieder des Hauses dieses sofort und zu jeder Zeit einberufen werden könne, an den Ver- sassungsausschah zur Berichterstattung für mor­gen. Hieraus begann der Rationalrat die zweite Lesung des WiederaufbaugesetzeS.

Aus dem Reiche.

Die Rot der Privatdozenten.

Berlin, 24. Rod. (WTB.) Der Haupt- auSschuh des Canbtaged hat einen Antrag ange­nommen. der R o t der Privatdozenten durch angemessene Llnterhaltungsbeihilsen sowie durch Erteilung von Lehraustragen mit Vergütung in Höhe der Einkommen von Stufe 10 abzuhelfen, einstimmig angenommen.

Aus Stabt und Land.

Sieben, den 25. Rovern der 1922.

Vorschläge zur Einschränkung bed Lirasjeitdal)nbetriebst.

Dem Drucke ber steigenden Wirtschaftsnot Rechnung tragend, beabsichtigt man in den Krei­sen der StabtixrlDa[iung, Den immer unwirtschaft­licher arbeitenden S t ra h e n ba h n b e t r i e b den veränderten Zeit- und Wirtschaftsvrrhält- niffen anzupafsen. Wie jedermann schon feit ge­raumer Zeit beobachten konnte, ist bei der Straßenbahn mit jeder notwendig gewordenen FoHrpreiserhöhung eine Zunahme der Salyrgäfte- flucht ct rigetreten. Die freute in Kraft tretende neue lOOpiojcntige Heraufsetzung der Fahrpreise dürste diese Flucht wohl stärker beim je gestalten.

Aii eine Stillegung des ganzen StraBenlKifrn- bttriebd ist zunächst nicht gedacht. Einstweilen will man. wie wir erfahren, eine Betriebs- eTn schränkung vornehmen. Die vom Bahn­hof durch die Bahnhof st rabe bis zum Marktplatz füfrrenbe Linie soll eingezo - gen werden. Die grüne Linie vom Bahnhof durch den Seltersweg soll weiter im Betrieb bleiben, da sie die verkehrsreichste Geschäfts- st r a b e der Stadt berührt, was von der Bthn- hofstrahe nicht im gleichen Ausmabe gesagt wer­den kann. Der Verehr durch den Selters weg soll auch fernerhin bis zur Marburger Straße durchgefüchrt werden. Die rote Linie soll zwischen dem Marktplatz und dem Schützen Haus im Pendelverkehr fahren. Wer also künftig von der Schützenhausstrecke aus zum Bahnhof fahren will, mub am Mar-ktplcrtz in die grüne Linie umsteigen. 3m Pendel­verkehr MarktplatzSchützen Haus und zurück soll der 7r/2-Miimtenverk<!hr aufeehoben und durch viertelstündigen Verkehr erseht werden.

Reben der Herabminderung der Stromkosten unb der Verringerung der Olufa^nbungen für Wagenunteichall'ung soll Durch diese Betriebs­neuregelung eine Ersparnis des Straßen» bahnhaushalts an Personal erzielt werden.

fr ei werdenden Personen sollen nach Möglich­keit in den übrigen Zweigen der städtischen dter- toaltung Verwendung finden, unb hierburch soll die jetzt noch vielfach notwendige Ueberftun- it> e n a r b e i t städtischer Beamten und Qlnge» siellten aushören. Soweit die aus l^m Strahenbafrnbetrieb gezogenen -Personen bei der ;Stabt nicht unterzubringen sind, soll deren Aus- na'frme in der Privatinbustrie angefhebt werben. 1 Diese Maßnahmen bedingen die Zustimmuig der Stabtverordneten-Versammlung, die sich da­mit wohl in Kürze befassen wird. Zu welchem

Feuilleton.

Eine Komödie von Max Brod.

Man schreibt uns aus Königsberg: Max Drob als Lustspieldichter das ist die neueite Firma! Das von Richard Rosenheim geleitete (Heue Schauspielhaus in Königsberg hat schon zwei Urauf Führungen des Prager Dichters gebrach!, aber beide Male hatte es sich um schwere, mit ethischen Problemen ringenbe Gebankenweike gehandelt. Diesmal aber überreicht der Grübler lächelnd eine heitere, handliche KomödieKIa - rissens halbes Herz", um deren saubere 2lrbeit ihn so mancherpom Fach" beneiden könnte. Es ist ein dichterischer Beitrag zur Psycho­logie ber großen Schauspielerin, wie ihn ähnlich etwa Hermann Bahr imStar" ober in feinem Roman »Die Rahl" geliefert hat. Brods Kla- rissa ist eine schöne, große Tragödin die mit Phädrci und Iphigenie volle Häuser macht und pom Publikum wie Kritik auf Händen getragen wirb. Das Geheimnis, die Erklärung, ja die Vor­aussetzung ih-er Erfolge ist em ziemlich leb ha, ter Wechsel in den Objekten der Liebe. Sie nennt sich selbstwüst", setzt aber hinzu, wüst fein zu müssen well sie sonst nicht Theater spielen könne, was doch alle Welt von ihr verlange. Sie müsse nun einmal aus dem Leben auf die Bühne springen, wie aus eiuem brennenden Haus ins rettenbe Freie. Rur daS Sichfinden, nur die Anfänge der Liebe seien schön, unb deshalb muh die Aermste

yeft|>unrt Die Mnschrcnmmg in Krayr tritt, hängt von ber Entscheidung deS Stabt- Parlaments ab.

Der Weingelfigehalt und die Bezeichnung von Trinkbranntwein und Likören.

Das neue Dranntweinrnonopolgesetz, da« am 1. Oktober ds. Hs., teilweise bereits am 1. Mai, in Kraft getreten ist, enthält wichtige Bestimmun­gen über den Weingeistgehalt und die Bezeichnung von Trinkbranntweineii und Likören. Es dürfen In Zukunft Trinkbranntweine unb LiDre nur noch unter beutlicher Kennzeichnung des Weingeist­gehaltes in den Verkehr gebracht werden. Der Weingeist gehalt muh tu halben oder ganzen Raumteilen unter Aufrundung nach oben auf Den Flaschenschilbern angegeben werben. Er must bei Arrak, Rum, Obstbranntwein sowie Verschnitten derselben unb Steinhäger mindestens 38 Volum­prozent und bei sonstigen Trinkbranntweinen min­destens 35 Volumprozent betragen. Ausnahmen von diesen Stärken sind zugestanden für:

Bier- unb Schokolabenliköre mit einem Mist- destgehalt von 20 Volumprozent Weingeist:

Kaklv-, Tee-, Kaffeeliköre unb schwebischer Punsch mit einem Mindestgehalt von 25 Volum­prozent Weingeist.

Für alle übrigen Liköre einschliehlich Bitter- liköre mit einem Mindestgehalt von 30 Volum­prozent.

Als Liköre gelten nur solche süsten Brannt­weine, die mindestens 20 Prozent Extrakt ent­halten.

Die Vorschriften des WeingesetzeS, nach denen Weinbrand und Wembrandverschnitte mindestens 38 Volumprozent Weinbrand enthalten müssen, bleiben unberührt. Eine Angabe deS Weingeist­gehaltes auf den Flaschen schildern ist daher nicht erforderlich.

Don wesentlicher Bedeutung sind die Dor- schriften über die Bezeichnung ber Trinkbrannt- weine. Je nachdem der Trinkbranntwein in Deutschland oder im Ausland fcrtiggeftellt ist, ist er als »Deutsches" ober ..Ausländisches Erzeugnis" zu bezeichnen. Ausländische Erzeugnisse, die einen Zusatz von Wasser lediglich zu dem Zwecke er­halten haben, um den Weingeist gehalt auf die übliche Trinkstärke herabzusetzen sind als ,,Aus­ländisches Erzeugnis, in Deutschland fertiggestellt" zu bezeichnen. Findet irgendein andever Zusatz statt, so muh die Bezeichnung »Deutsches Erzeug­nis" lauten. Aus den Flaschenschildern sind außer- dem Fertigsteller unb Ort der Fertigstellung in deutscher Sprache anzugeben. Verstöße gegen vor­stehende Bestimmung werden mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.

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* * Vorläufig keine Streckung deS BrvteS mit Kartoffeln. Auf eine Ein­gabe des Ausschusses ber Reichsmüllerei-Der- oänbe hat das Relchsernährunasminister-ium mit- geteilt, dah einstweilen eine erhöhte Ausmahlung des für Markenbrot bestimmten Brotgetreides unb eine Streckung des BroteS mit Kartoffeln ober Äartoffelfabritaten nicht in Aussicht genom­men ist.

Kleingelbverkehr. Bei ber all­gemeinen Geldentwertung besteht die Absicht, zur Vereinfachung des Geschäftsverkehrs alle P s e n- nigbeträge in Wegfall kommen zu lassen. Die Der hiesigen BanKnvereinigung an­gehörigen Banken weisen bn Anzeigenteil hieraus hin unb bitten daS Publikum bei allen Zah­lungen, Lleberweisungeii und Vergütungen auch an Behörden, die aus diese Reuerung ebenfalls hingewiesen werden sollen, die Psennigbeträge für die Folge wegzulassen bzw. nach oben ab­zurunden.

** D i e ElektrizitätSpreise sind nach einer Bekanntmachung in unserer gestrigen Aus­gabe für Beleuchtung auf 90 Mk. für Die Kwst., für Kraft auf 80 Mk. für die Kwst. erhöht worden.

* D i e Trauerseier für unsere Ge­fallenen, die morgen auf dem Friedhof flatt- f hi bet, beginnt pünktlich um 11 >/-> älhr vormittags. 3m Anzeigenteil unseres heutigen Blattes wird noch einmal zu reger Anteilnahme an Der Feier eingelabcn, ein Appell, den wir bringend unter­stützen möchten.

**Unfall, Unfallverhütung unb Unfallentschäbigun g" Lieber bieses Thema spricht Universitätsprofessvr Gries­bach im Laufe ber Wintermonate in einer Reihe von volkstümlichen Vorträgen. An den beiden ersten Vortragsabenden erörterte ber Vortragende den Unterschied zwischen Unfällen und Bnniss- kocmkh.'iten in Handwerk unb Fabrikbetrieb. Da zur Vorbeugung von Unfällen in gewerblichen Betrieben nicht nur eine genaue Bekanntschaft mit diesen, sondern auch einige Kenntnis über den Dau unb bie Verrichtungen des menschlichen Körpers erforbcrlüf) ist, zeigte ber Vortragende am Lebenden diejenigen änderen Körpergegenden, an denen Unfälle am häufigsten einzusetzen Pflegen. Darauf wurden die verschiedenen Arten von Wunden vvi geführt, die durch Einwirkung scharfer Instrumente, stumpfer Gewalt und Der-

tmmer wieder anfangen. Das Unbegreiflichste für den Philistiker ist dabei, dah Klarifsa zugleich eine aufrichtig liebende Ehefrau ist. Sie schenkt denn ihren Anbetern grundsätzlich auch nur die eine Hälfte ihres wertvollen Herzens, während die andere unweigerlich Im festen Besitz des Gatten verbleibt Sie braucht eben drideZ: die Stille der Ehe wie den berauschend unheilvollen Liebe Zsturm. Die Verwicklungen, die sich daraus ergeben, hat Drob mit sicherer unb leichter Hand sehr reizvoll geschildert. So wenig es im allgemeinen stimmen mag, bah die künstlerische Leistung so stark von erotischen Erregungen abhängig ist, so ist dem Dichter der RachweiS in diesem besonderen Fall doch sehr lustig geglückt. Das Publikum ging vortrefflich mit unb bereitete dem Lustspiel bie denkbar freundlichste Aufnahme. Die ebenso an- spi-uchsvolle wie dankbare Hauptrolle, um derent­willen das Stück wohl noch lange leben wirb, wurde von Hedda Berger ausgezeichnet gespielt.

* Dr. G.

DieGesangs-Geheimnisse" der Melba. .Geheimnisse des Gesanges" so nennt die grobe Sängerin Rellie Melba eine Reihe von Aufsätzen, die sie m derDaily Mall" veröffent­licht und in ben»n sie zum Ruhen angehender Sänger und Sängerinnen ihre Theorie urtb Methode de« Gesanges auseinandersetzt. Sie gibt in ihrem ersten Absatz wichtige Ratschläge für jeden, bar sich un Samen auÄbUbcn n>uL Mädchen

TFuerminig auj vte syemt htervorgevvacht toernen. Auch der Wundbehandlung und Wundinfektion, die zu gewissen Unfallkrankheiten führt, wurde gedacht. Uebergehend auf das Knvchensystem er­läuterte der Vortragende am menschlichen Skelett zunächst die Formen der Knochen und deren Q)erbinbung<n untereinander.

Oberhessischer Ku nstverein. Die neue Ausstellung, die morgen. Sonntag, eröffnet wird, bringt, wie alljährlich zu Weihnachten, eine Fülle von Kunstwerken. Oelgemälbe. Aqua­relle, Pastelle, Zeichnungen, graphische Werke, sowie solche der Dildhauerkunst werden ausge­stellt. Auswärtige bekannte Künstler, sowie un­sere einheimischen, die diesmal zahlreich und viel­seitig vertreten sind, bringen mit ihren Arbeiten für jeden etwa-. Bel anhaltend gelinder Witte­rung ist die Ausstellung, die in jeder Woche wechselt, täglich geöffnet.

* Der WohltätigkeitSabend xu Gunsten der vertriebenen Elsaß- Lothringer im Cafö Amend verlief zu vollster Befriedigung der zahlreichen Zuhörer. Opern­sänger Plate- Frankfurt und Herr PauluS- Gieven waren als Mitwirkende gewonnen. Eine Sammlung erbrachte die Summe von 7000 Mark.

** Ein raffinierter Kofferdieb- stahl. Vorgestern nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr wu.de von einem Handwagen auf dem Hofe Bleichst nahe 8 ein Koffer, enthaltend Tänzer- kostüme. ein Paar Lackschaftstiefel mit Knöpfen, zwei Paar schwarze Dallettschuhe. mehrere Paar Strümpfe von verschiedenen Farb-m. einen Bade­mantel unb einige Roten» entiren et Eit bis j tzt unbekannter' junger Mensch hatte die beiden Kna­ben, die den Koffer auf einem Wägelchen fuhren, in da« Haus Dleichstvahe 8 gefchickt, während ber Abwesenheit ber Knaben den Koffer ent­wendet und ihn auf einem Fahrrad mit Gepäck­träger fortgebracht. Der Unbekannte ist anfangs der 20er Zähre, von kleiner Statur, hatte kurz gestutzten, braunen Schnurrbart, trug schwarzen Ueberzieher. Hut und blau- und iveibgestreiflen Schal ''Personen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, bei Kriminalabteilung Mitteilung zu machen.

* Bellachint, der bekannteste Mann auf dem Gebiet der Zauberkunst, ooer sagen wir tref­fender: der KunstGeschwindigkeit 111 keine Hexe­rei", hat gestern abend seine AntrittSvisite in unserer Stabt gemacht. Dah er hier ein für seine Kunst in hohem Maste interessiertes Publikum vvrfanb, konnte man bei dieser Gelegenheit fest- steilen. Bis auf den letzten Platz war der grobe Saal des Katholischm Vereins Hauses gefüllt, und mit größter Spannung verfolgte alles die viel­seitigen Darbietungen diese- Künstler-. Köstliche Stunden der Unterhaltung waren eS, die er fernen Besuchern bot. Mit verblüffender Virtuosi­tät und in geschickter Steigerung wustte er Immer neue Seiten seines Könnens herauszu'ehren und die Verwunderung deS Publikums auf« Höchste KU treiben. Dellachtui will diejenigen. Die zu thm kommen, vor allem unterhalten, sie sollen durch seine Kunst gute Zerstreuung von de« Alltag« Last unb Mühen finben. Man mag zu den Einzelheiten seines Betätigungsfeldes kri­tisch stehen, wie man will, iebenfalls wirb man zugeben müssen, dast man sieh bei Ihm ausgezeich­net amüsiert unb dast man auch bei mehrstündigem Schauen seiner ÄunflfeiUgfeit keinerlei Grinüdung verspürt. Das Publikum, das er schon von 21n- bcglmt an in die beste Laune versetzle, dankte ihm mit Rschl durch Häuslgen ftarten Beifall.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Kath. Vereinshaus, 8 Uhr: Gastspiel Bclla- chliri. Astona-Lichtspiele, heute und mor­gen:Fatty im wilden Westen",Seepiraten", 4. Teil undTelephon 1313. Lichtspiel­haus. Bahnhofstraße, heute und morgen: FridericuS Rex", I. und 2. Teil. Palast- Lichtspiele, heute und morgen:Durch Kerker unb Paläste von San Marco", 3. Teil;Stür­zende Mächte" undDie Rächer".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater. 7 Uhr:Wallensteins Tod".

Vor trog über de n Ahönfegel- f l u g. M<m schreibt un8: Der Verein für Luft- fohrt in (Siesten hat den ftub. Ing Botsch aus Dormstadt zu einem Vorträge über die Rhön­segelflüge e;ngel<iben. Herr Botsch gehört der Donnstäbter ak.^d^mischen Fliegergi-uppe an, die bei dem diesjährigen Wettbewerb in ber Rhön Awei Apparate, barunter einen von neuartiger Konstruktion und b?rDorrogeni>?r Leisttingsfähig- keit, an ben Srart gebracht hat. Die Herren Dotsch und Hack mack had?n sich durch ausge­zeichnete Flüge auf diesen Apparaten ganz be- fond/rs fxinorg^tnn und sind bei der Prcisver- teilun t d rh 7erleibuni 2 unb 3. Präses a'S

die nah der ^a.iauDirin- m e<1> lgreichsten Flie­ger anerkannt worden. An ber Freube und dem Stolz über diele Leistungen unserer jungen hessi­schen Landsleute teilzrmehrn-en, haben auch wir Giestener ölen Grund. Es ist ba5er wohl zu er- warten, dast bet Vortrag be« Herrn Bätsch, der am Donnerstag. 30. Rov., 8»/. Uhr abends, in

sollen nach ihrer Ansicht sich nicht früher dem Ge- sangsstudlum wibmen. als bis sie 17 Jahre alt slnb. Vorher sollen sie Klavierspiel unb Musik­theorie lernen unb sich vor allem eine gute All- gemelnbflbung erwerben. Beim Studieren darf man nichtnach der Laune" sich richten. Regel- mährge beständige Arbeit ist unbedingt notwerrdig Erne große Bedeutung schreibt die MUba ber Anspannung" unbEntspannung" zu:Anspan­nung bedeutet nicht Zusammenziehen der Brauen uno Spannung jedes Muskels. 3m Gegenteil es gibt L.ne Anspannung ohne Entspannung. Wir müssen beim Singen ruhig und gelassen sein und

tvir alle erregenden Gedanken m-fernen, unS EH ln Gleichgewichtslage befinden, dann fchwin^n alle Schwierigkeiten, die früher mritber- windltchfchienen Die Fähigkeit, jeden Teil des Kör- pers nach Belieben zu entspannen, beruht auf der vollkommenen Beherrschung aller Muskeln unb ^>enn wlr diese Beherrschung erlangt ßaben, sinb wir auch imstande, uns ohne Gewalt- sarnkeit anzuspannen, unb nur bann können wir muheloS unb schön singen. Diese Fähigkeit des Ent­spannen« ist mit da« Wichtigste beim Studium deS Singen« tote es auch so wichtig i't für die Er­dal .ung der Gesundheit unb die Lebenstunst über- daupt Es ist eine so einfache Sache, dast eS schwer . begreiflich xu machen, wie diese Entspannung erfolgt. Wan darf sich damit keine Mühe geben, sondern sie must von selbst kommen. ES ist ein« der

der "JTcöen 2tulo der Unwersitär fVttifhiöet, (mit Vorführung v)n Lichtbildern und 5ilm>*<h»ab8ncr. ber Segelflüge), allgemeine« Siperefle finden wirb. Die Universität unb bk Siudenbenfchaft wollen ^Ich mit bxglückwünfchenden Ansprachen an ber Veranstaltung beteiligen, so dast der Aberid sich zu einer Huldigung und ®brung für unsere hessischen Flieger gestalten wird. Möchten sich recht viele an der Feier beteiligen. Hinsichtlich des Eintiltts. der bei den hohen K)sten jeder derartigen Veranstaltung für diejenigen, die der Univeisiiät oder dem Vereine nicht angehören, nicht kostens >S sein kann, verwetse» wir aus den Anzeigenteil. *

Wettervoraussage

für Sonntag:

Wechselnd bewölkt, fället, in höheren Sagen schwache Schireesälle, Winde aa« nördlichen Rich­tungen.

Zwischen dem über Finnland liegenden Tief und dem über der enalischen Westküste liegenden Hoch herrscht eine Luftdi uckdifseren'z von 40 mm. An den skandinavischen Küsten sind starke Stürme gemeldet; es ist daher mit Schneefällen unb stärkerer Lustbewegung zu rechnen.

Landkreis Gießen.

is. Steinbach, 24 Rod ObwM tot vvri- gm OHve z >rBs i g ng d^rWasse rkna p p. beit in unserer Qkmelnbe eine neue Quelle gefaßt und an die Wasserleitung angeschlossen wurde, besteht die Wassernol bi« heute weiter, weil die zum Wasserbetrieb erforderliche und schon im vorigen Jahve bei einer Rürnberget Firma bestellte Pumpe noch nicht geliefert ist. Die Anzahlung auf diese Pumpe muhte öfter be> reits im vorigen Jahve geleistet werden. Hetzt ist die Waffelleitung morgen« unb abends nur je eine >/» Stunde zur Wasserentnahme geöffnet. Dieser Zustand wird hier sehr beklagt. Für bie Minderbemittelten der Stadt Diesten wurden von hesigen Einwohnern 65 Zentner Kartoffeln gespendet Ferner wurden noch durch Schulkinder für Dielefell) etwa 30 Zent­ner gesammelt.

Harbach, 24. Rov. Giae Samm­lung für daS Elisabethen st ist in Darmstadt ergab hier 16 Zentner Kartoffeln und 4 Zentner Gemüse; die Sachen werden mit der Sammlung des Kirchspiels Ettings- Haufen gemeinsam verladen.

* Wirberg, 24. Rov. 3n atlen Orten des Kirchspiel« wird gegenwärtig eine Datu ra- llensammlung für das El i f a be t henst i f t in Daim'ladt Dctanfta tet. DaS E gebnü ist nach den Anmeldungen befriedigend und wird der not- leidenden Anstalt der 3nneren Mission eine gute Hilfe bringen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rrn. D a r m st a d t, 24. Rvv. Die P r p v i n zialtagswahl für die Pipvinz Starfen- bürg, deren Feststellung jetzt eifolat ist. ergab folgendes Resultat: Zentrum 36 013 oImmen mit 7 Sitzen (1919: 9 Sitze). SPD und USP 99 330 Stimmen mit 21 Sitzen (22). KPD 20 847 Stimmen mit 4 Sitzen (), Dntl. und Dbd. 37 599 Stimmen mit 8 Sitzen (7). D.V.P 32 422 Stimmen mit 1 Sitzen (7), Demvkr. 18153 Stimmen mit drei Sitzen (5).

Hessert-Nassarl.

fl>b. Fron ksurta. M 24 Rov. Fn Tür- kl« m ü h l e verhaftete bie Polizei bret Russen, bie seit Monaten zwischen Fvankfurl unb Frankreich hin unb her fuhren unb lediglich vorn Schmuggel lebten 3n Frankfurt kaufte das Trio feine Leibwäsche ein, wickelte sich diese um ben Leib, wenn es die Reise nach Frankreich antrat, unb schmuggelve auf diese Weise die Ware über die Grenze.

fpd. Frankfurt a. M., 24. Rov. Auf Grund gefälschter Ausweispapiere verschaffte sich ein etwa 30jähriger Marm Zutritt zu den verschiedensten Sportvereinen, wo er sich jedesmal einen anderen Ra men zu legte. 3n ben jeweiligen Derelnslokalen plünberte er bann bi unbewachten Augenblicken bie Gar­deroben aus. Endlich wurde er auf frischer Tat ertappt. Der Durschr nennt sich Josef SchnLi­de r, doch scheint auch dieser Rame nicht zu stimmen.

wd. Wiesbaden, 24. Rod. Ein Komitee, bestehend aus einigen Holländern und Amerikanern, hat e« sich zur Llufgabe ge­macht, in den hiesigen Hotels in AuSländerkreisen für dieM ittelstandfürforge Wies­baden" Geldbeträge zu sammeln. 3n kurzer Zeit waren 1 825 0 0 0 Mark beisammen, die zur Deschaffung von Kohlen für Bedürftige Ver­wendung finden dürften. Die Sammlung wird fortgesetzt. <

Heutiger Stand des Dollars

10 Ußr vormittags:

Berlin 7300, Frankfurt <l M. 7300.

giobten Hindernisse beim Singen, toerm jemand sich müht zu fingen, anstatt einfach zu fingen. Wie wenige Leute können den -Unterfiefer wirklich loder halten, wann sie fingen wollen? Richt einer unter hundert, und doch ist das notwendig, um leicht und mühelos zu smgen. Der Sänger soll sich nicht allein mit Vokalmusik beschäftigen: er muh auch in allen anderen Zweigen der Musik erfahren fein und sich in den andeim Künsten umtun gute Bücher lesen und vor allem Bilder an sehen lernen.' Malerei und Musik sind zwei engvevwandte Künste, denn beide beruhen auf Form und Farbe.", Sodann betont bie Melba die Rotwcndigkeit guter Gesundheit für ben echten Sänger Er bars nicht anfällig fein, weil er sonst ewig Erkältungen aus­gesetzt ist, muh sich viel In freier Luft bewegen unb iebqn Tag minbeftend eine Viertelstunde kör- berlkfc Hebungen ausführen. Mit ber körperlichen Gesundheit muh die Gesundheit deS GemütS unb ©eiftcä Hand in Hand gehen. Der Sänger muh elnai ksten Glauben an fein Können haben, ohne deshalb eitel zu werden.Da« Leben einer Sänge­rin, sagt die Melba,ist in vieler Beziehung sehr hart, und wir muffen bereit fein, große Opfer zu bringen, wenn wir Erfolg haben wollen. Viele sind gern bereit, andere Opfer bringen zu (affen, aber b<^ nuht nichts, wir müffen uns selbst opfern unb erst dann werden tojlr empfinden, dah wir durch dies Opfer immer mehr gewinnen und immer ©et* terkvmmen m der Kunst, die man nie auÄlemt*