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deshcllb nach Simmern, wo sie sich von emem Dec- tDonöDen böö Geld besorgen wollte. Als bet Verwandte in Simmern vor der Auszahlung des Geldes den Rechtsanwalt des Angcllagten telephonisch anrres. verduftete derUntersuch rngs- richter schleunigst. Am anderen Moren gegen 7 llßr sachte der Gauner in Schwarzerden b;t Gemürrden einen ander m Verwandten des Be­schuldigten auf and zeigte {«><5sem ein Papier, wonach der Verwandte in Sinmrern 22 500 Mt. gezahlt hatte. Gr bat, daß ihm der Rest von 7500 Mark noch aiuSgezahit werde, damit der im Unter- suchungsgefängnis furchtbar Leidende aas der Haft entlassen werden könne. Dem Gauner wurde Glauben geschenkt und er erhielt die geforderte ounrme. Als er verschwunden war, wurden Er­kundigungen ei.gezogen und da stellte sich der Schwindel heraus.

* Das Volk derP r o z e ß han s l". Während in den meisten Ländern jeder Bürger mit den Gerichten mögltchst wenig zu tun haben will und nur dieProzeßhansl" wegen jeder Kleinigkeit vor den Kadi laufen, gibt es ein 9anb, in dem das Prozessieren als das grotzte Vergnügen gilt und man schon die Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung als hohen Genutz empfindet. Dies seltsame Land ist Ceylon, wo die Einwohner erst verhältnismähtg kurze Zeit den Segen einer regelmäßigen Rechtsprechung und moderner Gerichtsbarkeit geniehen. Wie der Rei­sende Sir Verceval Philipps von seinen Fahrten in Ceylon berichtet, begeben sich die Eingeborenen zu Gerichtsverhandlungen, wie man bei uns etwa nrs Theater und Konzert geht.Man versichert mir," schreibt er,daß ein Bauer, wenn er sich ein besonderes Vergnügen bereiten will, Frau, Kinder und den nötigen Proviant auf seinen Ochfenkarren packt und nach der nächsten Stadt fährt, wo eine Polizeistation ist. 3n der Bähe der Polizei schlägt er sein Lager auf und nimmt NUN mit größtem Interesse an jeder Verhandlung teil. Aach einiger Zeit kehrt er befriedigt nach Hause zurück." Ilm einen Prozeß zu haben, scheuen die Leute von Ceylon sogar nicht davor zurück, irgendeine Forderung an einen Rachbar zu fäl» 'chen. Mit einem Wechsel bewaffnet, den er selbst mit der Unterschrift des andern versehen hat, begibt sich der Prvzetzhansl vor Gericht und verlangt Bezahlung. Deckt nun etwa der andere die Fälschung auf? Keineswegs. Damit wurde man ja um das Vergnügen des Prozesses fommen. Außerdem ist ein Dokument immerhin eine wichtige Sache, selbst wenn es falsch ist; man stellt dem also ein anderes gefälschtes Doku­ment entgegen, das eine Quittung darstellt, und mit diesen Fälschungen bewaffnet, gehen nun beide vor Gericht, worauf der in solchen Dingen erfahrene Richter ein salomonisches Urteil fällt.

Büchertisch.

Die neuen Wettkampfbestim­mungen der Deutschen SportbebÖrde für Leichtathletik sind soeben erschienen und von der Geschäftsstelle der D. S. D., München, Marienplah 25, zu beziehen. Die Wettkampf­bestimmungen wurden vollkommen neu und unter Zugrundelegung der internationalen Wettkampf­bestimmungen vom technischen Ausschuß der D. S. D. in Weimar bearbeitet.

ftanbeL.

Berlin, 21. April. Dorfen st immu ngs- b LI b. Die Samstagskrise von Genua hatte be- k. nächtliche Derkaussaufträge der Provinz Der- Ainlaßt, worauf die Kurse erheblich niedriger ein» .setzten, da einzelne spekulative Käufe auf Grund - ber heutigen günstigeren Beurteilung der politi­schen Lage kein genügendes Gegengewicht boten. Moirtanwerte erfuhren besonders umfangreiche Einbußen, meist im Umfange von 50100 Proz. Koln-Reuessener verloren sogar 115 Prvz., nur 3auraßütte stellten sich um 50 Prvz. höher und gaben später über die Hälfte davon wieder her. Auch Kattowitzer waren anfänglich ziemlich be- häuPteL Andere Industriewerte waren weniger erheblich gedrückt, jedoch Deutsche Waffen 128 Prozent niedriger. Bankaktien gaben nur wenige Prozent nach Die Rückgänge in Schiffahrtswerlen waren sehr ungleichmäßig, durchschnittlich 20 Prozent Im späteren Verlauf war das Ge­schäft träge und ohne Erholung bei weiteren meist geringfügigen Abbrö Gelungen. Auch Deutsche Anleihen waren nicht behauvtet 3Voproz. Preutz. Consols verloren in Fortsetzung der Abwärts­bewegung 33/< Prvz Die Devisenkurse unterlagen im Dormittagsgeschäft nicht unerheblichen Schwan­kungen und erstatteten späterhin entschieden. Valutapapiere gaben demgemäß nach. Die an­dauernde Abschwächung der Devisenkurse hinderte die Erholung des Essektenmark'es und trug dazu bei, die Abgabeneigung zu verstärken. Auch für

die nur zu Einheitskursen gehandelten Industrie- werte ergaben sich zum Teil starke Rückgänge.

Frankfurt a. M., 24. April. D ö rsen- stirnmungsbild. Die Stimmung zeigte auch bei Beginn der neuen Geschäftswoche ein stilles Aussehen. Es fehlte ihr infolge der noch unge­klärten politischen Verhältnisse anUn.emehmungs- lust Zu größeren Geschäftsabschlüssen kam es weder am Devisenmarkt noch auf den Effekten­märkten. Der Dollar eröffnete mit 256 und schwankte dann zwischen 259 und 261; später gab er wieder nach auf 261 bis 256. Am Markte der unnotierten Werte war das Geschäft äußerst gering. Angeboten waren unter anderen: Deutsche Petroleum 22252250, Benz 540, Ufa 260, Maris­felder Kure 24500. Das Gebiet der Montanpapiere blieb vernachlässigt. Die Kursverände ungen hiel­ten sich im Rahmen von durchschnittlich 10 bis 50 Prozent Einbußen. In Maschinen- und Metall- werten entwickelten sich nur geringe Abschlüsse. Dir Stimmung hierfür war matt. Elektrizitätspapiere lagen ebenfalls unter stärkeren Kurseinbußen. Im weiteren Verlaufe trat eine wesentliche Verände­rung gegenüber der ersten Börsenstunde nicht ein. Auslandspapiere zeigten eine schwache Tendenz. Auf dem Einheitsmarkte überwogen die Minus­zeichen. Durch die schwankende Haltung der De­visenpreise gestaltete sich das Geschäft äußerst schleppend bei schwacher Tendenz. Privatdiskvnt 4*/2 Prozent.

Frankfurt a M., 25. April. Börsenkurse.

Frankfurt Berlin Schluß- Sch'- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

Datum: 21.4. 24. 4. 21.4. 24.4.

5°/, Dtsch. Kriegsanl. <7,50 77,50 7?,50 77,60

4°/,Dtsch. Reichsanl. 96- 96,75 96 75 96,40

3°/. Dtsch. Aeichsanl. 145,- 143,- 145,- 144,- 4*/0 Preuß. Konsols 91 - 87,- 91,- 88,-

Hamburg-Paketf.. . 461, 422. 418,25 418, Rorddeutscher Lloyd 356, 339, 352,50 326, Comm.u.Privatbank 319,- 314,- 320, - ,

Darmstädter Bank . 319,- 315,- 319,- 314,

Deutsche Bank . . . 625, - 600,- 625,- 6'5,-

Disconto-Gesellschaft 444,- 443,» 449,- 445, -

Dresdner Dank. 344, 336, 340, 330,

Mitteld. Creditbank. 290.- 290,- 295,- 288,- Rationalbank f. D. . 327,- 328,- 328,- 322,-

Boch.Gußstahlwerke 1160,- 1(90,-

Bud.--Eisenw.-Akt. . 960 - 860,- 926,- 840,-

D.-Luxemb. Bergw. 1035, 950, 1030, 960, Gelsenkirch. Bergw.. 1072, 1020, 1 «8, 990, Harpen er Bergbau . 1821 - 1760,- ISiO,- 1750, Oberschl. Eisenb.°B. 1080,- 1040,- 1091,251000,- Oberschles. Eisenind. 873,- 803 - 852,- 795,- Phonir-Bergb.°Akt. 1190,- 1110,- 1165,- 1080,- Bad.Anilin-u. Soda 773,- 740,- 769,1 725,- Höchster Farbwerke. 730,- 6o2,- 700,- 670,- Allg. Elettr.-Ges. . . 720,- 655,- 690,- 642,- Felten L Guilleaume 910,- 8 J0,- 8j5,- 751,- Schuckert-Werke. . . 665,- 645,- 660,- 603, Adlerwerke 530, 483, 523,- 480»- Daimler 500, 460, - 490,56 450» 4°«Hess. Staatsanl. 80,- 84,25 80.- 78,- Electron Griesheim 935,- 800, 005, 775, ~ Dtsche. Vereinsbank 238, 235,50,«

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Drief

Datum: 22. April. 24. April.

Amstd.-Rotterd. 10187.35 10212,75 9762,76 9787,25 Brüssel-Antw. . 2297,10 2302,90 219',25 2202,75 Christiania . . . 6123, >5 5'36,45 4843,45 4856.10 Kopenhagen . . 5717,80 5732,20 5448,15 5461 85 Stockholm.... 692 >, 0 6943,70 6641, iS 6658 35 Helstngfors. . . 496,85 498,15 4-6,35 4->7,65 Italien 1443,15 lt46,85 1394,25 1397,75 London 1178.5Q 1 81,50 1128,55 1 31,45 Rcuyork 266,53 267,21 255,68 256,32 Paris 2491,^5 2498,15 23 7, - 2103, - Schweiz 5^15,95 6229,05 4978,75 4991,75 Spanien 4149,80 4160,20 3j6ü, 3970, -

Deutsch-Oesterr. 3,48 3,52 3,38 3,42

Prag 520,30 521,70 500,35 501,65

Budapest .... 34,85 34,95 34,85 34,95

Buenos Aires . 91,75 95,- ,- -,

Bulgarien . . . 191,75 192,25 7f3.25 193,75

Japan 120, 121,20

Rio de Janeiro 3657,50 3667,50 3470, - 3470,-

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 22. 4. 24.4.

Zürich Fr. 125.40 1,91 - ,-

Amsterdam Fl. 59.20 0,98 1,(8

Kopenhagen Kr. 88.80 1,79 1 88

Stockholm Kr. 88.80 1,47 1,50

Wien Kr. 117.80 3007^-

Prag Kr. 117.80

London Sh. 97.80 1 18 1,12

Reuyork $ 23.80 -.37 0,39

Paris Fr. 125.40 4,- 4.1«

Züricher Devisenmarkt.

24. 4. 25. 4.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 195. - 195.40

Deutschland 100 Mk. 1.975 2.12

Wien 100 to. 0.06 0.06

Prag 100 Kr. 10.05 10.05

Paris 100 Fr. 47.92 47.97

London 1 = 22.73 22.77

Italien 100 L. = 27.92 27.97

Brüssel 100 Fr. = 44,16 44.15

Budapest 100 Kr. 0.66 0.70

Reuyork 100 $ = 514.25 514.25

Agram 100 Kr. 1.95 2.05

Warschau 100 Är. = 0,13 0,13

Märkte.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 24. April. (Amtlich.) Marktverlauf: Bei lebhaftem Hande! wurde aus­verkauft. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufge­trieben waren 686 Rinder, darunter 115 Ochsen, 21 Rinder aus der Tschecho-Slowakei, ferner 25 Dullen, 546 Färsen und Kühe, einschließlich 260 Kälber, 85 Schafe, 1227 Schweine. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebendgewicht: für Ochsen 1600-2000 Mk., Bullen 15002700 Mk., Färsen und Kühe 20003000 Mk. für beste Färsen und bis 2400 für beste Kühe. Kälber beste Qualitäten 26003000 Mk., mittlere Qua­litäten 23002600 Mk., geringe Qualitäten 1600 bis 2200 Mk., Schafe 19002100 Mk., Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 27003000 Mk., von 80100 Kg. 3000-3300 Mk., 100120 Kg. 32003400 Mk., 120150 Kg. 32003400 Mk., Fettschweine über 150 Kg. 32003400 Mk., Sauen und Eber 28003100 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen.

Frankfurter Getreide-Börse.

F r a n k f u r t a. M.» 24. April. Die Getreide­börse zeigte auch heute in Anbetracht der unsiche­ren Haltung der ausländischen Zahlungsmittel ein stilles Geschäft. Die Umsätze hielten sich in allen Artikeln in engen Grenzen. Da es an Käu- sern mangelt und das Angebot verschiedentlich stälcker hervortrat, so stellten sich die Preise gegen die letzten Bestimmungen schwächer. Weizen und Roggen ist schwer unterzubringen, da die Mühlen sich sehr zurückhaltend verhalten. Hafer und Gerste ermäßigten ihren Preisstand. Weizen- und Rog­genmehl liegen still. Hülsenfrüchte geschäftslos. Heu und "Stroh behauptet. Futtermittel vernach­lässigt. Man erwartet wieder im Hinblick der ungünstigen Witterung der letzten Wochen für sämtliche Feld fruchte eine bessere Stimmung.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Poincare über Vas osteuropäische Problem.

Paris, 24. April. (WTB.) Ministerpräsi­dent Poincar 6 hat gestern dem Schlutzbankett beigewohnt, das der nationale Kongreß der fran­zösischen Landwirtschaft in Rency veranstaltete. Aus eine Anfrage des Boi-sitzenden desKongresses, der die Frage stellte, ob die Ruinen von Ver­sailles und Reims nicht besser für eine Konferenz passen wurden als das Kasino von Cannes, ant­wortete Poincare, er höre von weitem die inter­nationalen Propheten, die aufforbem, dem roten Feuer einer brennenden Morgenröte die Augen zuzuwenden, die im Osten Europas aufsteigen werde und die dazu bestimmt sei, in der Welt den persönlichen Besitz aller alten Vorurteile zu beseitigen; aber er bemerkte auch,' daß die Sow­jets selbst geschwankt hätten, dem russischen Dauer den Besitz zu nehmen, auf den er solange gewartet und auf den er jetzt nicht mehr verzichten wollte. Er bemerkte, daß man, um das Land nicht denen zu entreißen, die es besitzen, bereits geschickte An­passungen an den Kommunismus gefunden habe. Wenn er alle diese Umwege und diese Bastard­systeme, diese langfristigen Verträge und diese Erbietungen ins Auge fasse, mit denen sich die Bolschewisten begnügten, frage er sich, ob nicht etwa das Geheimnis des Weltdruckes indirekt und uneingestanden eine Rückkehr bedeute zu beh veralteten Grundsätzen, die es in Frankreich vor 1789 gegeben habe. Das, was man mit dem □tarnen anarchistische Resolution bezeichne, würde damit elendeste Reaktion darstellen.

Hergl über die Genueser Vorgänge.

Braunschweig. 23 April. (WTD.) Rach derBraunschweigischen Landes-eitunz" hielt der Deutschnationale H e r g t in Braunschweig eine Rede, in der er auf Genua zu sprechen kam. Er erklärte, es sei nach seiner Meinung em tak­tischer Fehler gewe,en daß daS Abkommen mit Rußland gerade jetzt bekanntgegeben worden

sei. Er sei der Meinung, das Abkommen hätte ruhig geheimgehalten werden sollen bis nach Genua. Weiter erklärte er, wenn es wegen deS russischen Vertrages mit der Entente zum Kon­flikt komme, werde die deutschnationale V o l k s p a r t e i sich unbedingt hinter die Regie­rung stellen; es handele sich um das Recht Deutschlands, das unter allen Umständen verteidigt werden müsse. Dann sagte er: Sollte Poincare sich an die Dotschafterkonferenz wenden und die Reparationskommission gegen uns mobil zu machen versuchen, kann es nur eins geben, zu sagen:Dis hierher und nicht Weiteri"Lieber gehen wir von Genua nach Hause und bleiben als Deutsche für uns, für uns mit unserem Recht und unserer Ehre." Schließlich forderte Hergt die Reuwahl des Parlaments und des Reichspräsidenten.

Die Teilnahme Morgans als amerikanischer Sachverständiger. Washington, 23. April. Die.^ amertfa» nische Regierung hat keinerlei Einwendung zu machen gegen die Ernennung des Herrn I. Pler- pont Morgan, dem man kürzlich eine Ein­ladung überreicht hatte, als amerikanischer Teilnehmer an der Internationalen Kom­mission der Bankexperten aller Länder teUzu-- nehmen, die die Reparationskommission vvmimmt. Der bekannte amerikanische Bankier wird aber nichts unternehmen ohne die Zustimmung des Kongresses und des Präsidenten Harding Morgan sucht den Ratschlag der beiden In­stanzen nicht, aber in Washington sagt man Ia und Amen zu allem, was er in dieser Hinsicht tun wird, um die Anleihe an Deutschland zu organisieren. WaLD ut chland zu der Ernennung Morgans zu sagen hat, ist hier nicht bekannt, doch wurde bereits der Ver­treter Deutschlands in dieser Finanzkom­mission bekanntgegeben.

Die Internationale Kommission hat nun den Auftrag, über eine Internationale A n leihe für Deutschland zu beraten, um Deutschland zu helfen, daß es feine Reparations­zahlungen leisten kann.

Girre amerikanische Anleihe an Serbien.

Belgrad, 23. April. Serbien hat erfolg­reich am eine Anleihe von 100 000 000 Dol­lar bei amerikanischen Bankiers nachgesacht Diese wurden bewilligt und das Geld soll zur Rekonstruktion der serbischen Eisenbahnen dienen.

Die Anerkennung der mexikanischen Regierung durch Amerika.

Mexiko City, 23. April. Die offizielle Anerkennung der mexikanischen Regierung durch die amerikanische Regierung ist nur noch eine Frage von Tagen, wie der Präsident Mexikos, Obregon, sagte. Obwohl zu­erst eine mächtige Gegenströmung gegen diese Anerkennung sei ens der Veoci ugten Staaten nn mexikanischen Parlament e.istierte, so ist b'e'c jetzt glücklich überwunden worden und eine Ge wndtschaft ist auf dem Wege nach Reuyork, um eine Verständigung zu überreichen. Präsident Harding inti> sein Kabinett haben bereits freundschaftlichen Austausch mit Obregons Regierung stattfinden lassen und sobald die Arrangements mit den ameri­kanischen Bankiers getroffen worden sind, dw die auf dem Wege nach Reuyork befindliche Kom­mission vorzunehmen hat, werden wohl die di­plomatischen Beziehungen zw schen den beiden Ländern wiederaufgenommen wer­den. Beamte des amerikanischen Sta'.e-Depar- tements haben sich zu Gunsten von Obregons Regierung ausgesprochen und, daß et eine ge­sunde und vernünftige Poli ik betreibe, die die Vereinigten Staaten ohne Bedenken anerkennen kann.

Zhklonartige Stürme in Amerika.

Chicago, 23. April. Ein fürchterlicher Sturm mit zyklonartigem Charakter fand in Illi­nois, Indiana und Arkansas statt. Die Flüsse Mississippi und Ohio-River sind über die Ufer getreten, bis jetzt wurden 32 Tote gemeldet. An Verletzten zählt man 320; an Sigenturnschaden zeigen die festen Schälungen, daß über fünfzig Millionen Dollar angerichtet worden sind.

Rew-Orleans, 23. April. Frauen und Kinder wurden letzte Rächt aus der Stadt weg­gebracht, da mast einen Durchbruch des hoch- gehenden Mississippi fürchtet, der einen Durch­bruch der künstlichen Dämme herbeiführen dürfte und von allergrößtem Verhängnis für die Stadt sein wird. Tausende von Hilfsarbeitern wurden in Dienst gestellt, um Rotdämrne aufzurichten, um das Durchbrechen zu verhindern. Tag und Rächt wird an schwachen Punkten gearbeitet, um solche Rotdämrne zu errichten.

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