Ausstellung von Pässen.
Aus Stabt und Land
Giehen, den 23. Aug. 1922.
ort
Huy. Soweit die Unterlagen bis 10 Uhr vor- nnttag« vorgelegt find, kann die Abholung am U'™ 12 ^folgen, bei späterer Vorlage erst am Vormittag des folgenden Tages.
Der D°VirägäTbTneu7sch". »!° g-st-rn
„Lehen Sie, Güldewin — Sie glauben's viel-- lercht gar nicht — wie hab' ich die Dächte durch gesessen und Rollen studiert und tagsüber hinter deL Vaters Ladentisch Sah und Ai>rin^e
auch die Tante natürlich in aller For ein paar Kritiken bei unb warf bei spät in den Kasten.
~ to?- älnterhaltungszufchüsfe im rberertungsdien st §as h fische Ge- Irtmf tut T11 ft frVMtWe m.. c r - ’ ’ ' U *
kinven, deren Gegenstand der Erlaß des Reichsgesetzes über die Einführung der Altersgrenze für Beamte sein wird. Man r^oman’?U crovtcrn’ ob im Reiche ein ähnliches Mersgrenzegesetz für Beamte des 'Sei- geschaffen werden soll wie in Preußen, Drb-^Ct^l1efer Gelegenheit Richtlinien für ein gleichmäßiges Vorgehen der Länder ge- fchaffen werden könnten.
Protestkundgebungen gegen die Moskauer
Urteile.
9n ns he im, 22 Aug. Am Sonntag dem 20. August fand frier die feierliche Weihe des Heldendenkmals für die gefallenen tnt>J?rein3mitgIieber statt. Um 11/..
Ufrr nachmittags bewegte sich ein großer Zug noch dem Standorte des Denkmals einem wundervoll In einem stillen Tale außerhalb des Dorfes gelegenen Platze. Das Denkmal ist von dem Turnverein selbst erbaut und zwar ars eigens hierzu ausgewählten bzw. gesuchten Rat^r- steinen des hiesigen Gemeindewäldes und hat eme Höhe von 2y» Mir. Es tragt die Inschrift Äcuc um Treue" und die Ramen der 15 im Z^ltkriege gefallenen Turnvereinsmitglieder. — 21n der Feier, welche von dem hiesigen Turn» verein geleitet wurde, nahmen sämtliche hiesigen Vereine die Schuljugend sowie die Gemeinde und viele auswärtige Besucher teil.
Hessen-Nassau.
tn D-rmstad- -rlttHcht
LI1?; P?1 ganzen legten von den Schutz, «^'beamten 105 und von den Beamten Staat!. O r d n u n g s p o l i z e i und G e n- mff r1 C R14 & vorgeschriebenen Prüfungen Der nächste Kursus wird im September d. I. beginnen.
sozialdemokratischen Parteien in Berlin haben gestern Protest- “J?9 eoungen gegen die Moskauer Todes- urteile abgehalten. 3n emer dieser Versammlungen, in der der Abgeordnete Dr. Rosen- r^tTlrCr. Verteidiger der angeklagten Sozialrevolutionäre, über seine Erfahrungen in ulloskau sprach, unterbrachen die im Saale an- Kommunisten die Ausführungen des Redners durch Zwischenrufe und Lärm. Es kam zu erregten Auseinandersetzungen zwi- Hfrcn den Sozialdemokraten beider Richtungen und den Kommunisten, die damit endeten, daß die letzteren auf die Bühne stürmten und Dr. Rosen- teld am Weitersprechen hinderten. Darauf ver- lleh die ^rsammlungsleitung und der größte Deiluehmer den Saal, während die zurückgebliebenen Kommunisten eme eigene Versammlung abhiellen.
«Liebe Frau Kloßberg," sagte Güldewin leise
und zärtlich, und seine Augen wurden groß mrd klar.
Sie strich ihr Kleid glatt, nickte ihm zu und hob die Tafel auf.
Beim Abschied sagte sie noch wie beüäuftg:- „Lassen Sie Ihre Lene doch mal kommenl Dann werden Sie ja am besten beurteilen können, wie sie in den neuen Rahmen paßt!"
Die Ausstellung dieser Ausweise erfolgt ebenso tote diejenige von Pässen für die in den F'?n 9mm.einbcn des Kreises Gießen an» fälligen Personen durch das Kreisamt.
Stelle der seitherigen gelben Personal- ausweise werden in Zukunft weihe Ausweise ausgestellt die jedoch nur zum Verkehr mit dem besetzten rheinischen Gebiet oder nur für den ^irchgangsverkehr zwischen Ostpreußen und dem .Deutschland Gülligleit haben und in ihrer Gu tlgk.itcdauer nicht mehr befristet sind.
nr ^Anträge auf Ausstellung von Pässen ober Ausweisen sind für Gießen auf dem Polizei» amt m der Weidengasse und für die Land- Aegierungsgebäude, Zimmer
? Ä ZDerktags vormittags in der Zeit zwischen ? r2 M vorzubringen. Die Antragsteller müssen persönlich zum Vollzüge der erforderlichen Unter- V.rrften erscheinen. Mitzubringen ist der von der Bürgermeisterei des Wohnorts auf vorgeschriebenem Formular ausgefertigte Pahbe-icht, sowie ein nicht aufgezogenes Lichtbild (Brustbild in SunfDSn?t' n<1AmC neuester Zeit ohne
Hut). Soweit die jlnfprlVTAon
Heinz' Mienen erhellten sich. Das war eine famose Idee von der Kloßberg. Fast zwei 3afrre hatte man sich nicht gesehen.
Kaum zu Hause angelangt, stürzte Heinz sich mit Feuereifer in sein Schreiben, brachte die überzeugendsten Gründe für seine Ditte hervor lud auch die Tante natürlich in aller Form ein. legte ftln hrt/ii’ Ia» f\At ««««X u. <7..
^ssen Sie überhaupt, lieber Güldewin, was ^^bnen noch sagen möchte? An Ihnen klebt .^lBurgerlich^ - das Publikum fühlt das instinktiv — will das nicht haben. Sie sind zu brav — wir sind nun mal andere Menschen!" «,.^'Sle predigen also auch Theatermoral." sagte In seinem Innern gab ein Etwas ihr Recht.
- brauchen darum nicht schlechter zu sein! Rur intensiver! Doppelt gebrannter Geist! unsere Hände gehen alle Leidenschaften. Eine jede hinterläßt ihre Spuren, soll sie wie Brandmale hinterlassen! Wer sich nicht ganz zu losen vermag von der großen Masse der Bürger- Hcfren Gesellschaft, der kann es höchstens zu einem ganz anständigen Handwerker der Kunst Künstler!" nte unb nimmer — ein
$ann bin ich's nicht " sagte Güldewin ganz bestürzt und starrte vor sich nieder.
6r^r verboten ist. Die Ramen aller Felddiebe sollen unnachsichtlich öffentlich bekannt gemacht werden. Ferner beschloß die Gemeinde- Vertretung die Erbauung eines Wohn- drei Familien, um der frier sehr großen Wohnungsnot etwas abzuhelfen. Das Laus soll auf städtischem Gelände im Oo^nniler- Hof errichtet werden.
Kreis Lauterbach.
. J-J; Elchl ih, 22. Aug. Gestern ist mitten " der Ernte der größte Teil der Arbeiter^ ichaft der Gräfl. Görhschen Gutsverwaltung l" Jen ©treif getreten. Es ist ein sog. „ttnlber Streik", der vom Landarbeiterverband ^^billigt wird. Die Gutsverwaltung sucht mit Hilfe der noch Arbeitswilligen und ^Einsatz atter irgendwie aufzutreibenden Kräfte die Ernte emzubringe^ sonst durften dei Eintritt ungünstiger Witterung Tausende von Zentnern Brotgetreide
— C2fm Sonntag starb hier der älteste Einwohner unserer Stadt, der Landwirt Georg Heinrich Heil II., der acht Tage vorher seinen 91. Geburtstag hatte feiern dürfen
Kreis Wetzlar.
Die neuen Lohnforderungen der Bergarbeiter.
Wie der „Vorwärts" meldet, beginnen ?ZL^nnCr8ta9 Berlin die Verhandlungen J“** ^5"^ Lohnforderungen der Dergartei-
Arbeiterorganisationen beabsichtigen eme Erfröhu ng de r Schich tlöhae um 1 ° c~ 0 Bca rk zu fordern. Im Abschluß an dre Lphnverhandlungen sollen Verhandlungen über em Ueberschichtenabkommen erfolgen.
Kirche und Schute.
34. Landesversmnmlung des Hessischen Hauptverems des Evangelischen BurrdeS.
O Laubach, 21. Aug. Zu dieser Tagung ist noch zu bemerken, daß sie sich freihtell von jedem gehässigen Angriff auf die katholische Kirche. So betonte Pfarrer D e r t fr - Mannheim ausdrücklich in der evangelischen Volksversammlung auf dem Ramsberg am 20. August, man müsse »ohne Haß" die Frage der Konfession behandeln und „jeden willkommen heißen, der zur Rettung Deutschlands helfe", und man dürfe nicht vergessen. daß unsere deutschen Landsleute katholischer Konfession Seite an Seite mit uns im Weltkrieg ihr Herzblut für das Vaterland vergossen hätten. In derselben Versammlung auf dem Ramsberg machte Herr Pfarrer Bert-Mainz in seinem Schlußwort noch besonders darauf aufmerksam. daß von Wittenberg bis zu den Ereignissen von 1870/71 in Versailles ein Weg sei und daß eS jetzt gelte, diedeutsche Freiheit und das teure Evangelium zu verteidigen. Ebenso ist noch besonders wichttg, was ^enl Studienrat P f a n n m ü ll e r - Darmstadt von der Rot der deutschen Mitbrüder in Steiermark auf Grund eigener Anschauung mitteilte; diese unterstützt der Evangelische Bund unter großen. Opfern an Geld. Hier gelte es ebenfalls vor
____ X 1 f,a r t e n f) r e i f e beider Eisen- bl i 6Jr Aschen Reichsbahn betragen T Dettkartenpreise.- In der
1’ n ®£’ Bormerkgebühr 50 Mk.; in 1er-21 ^yjcf 250 ^k., Vormerkgebühr 25 Mk.; in der 3. Klasse 150 Mk., Vormerkgebühr 15 Mk.
— Tagcskalender für Mitt, toodfr. Astoria-Lichtspiele: „Flammen der Wüste , unb „Der Graf, die Tänzerin und der Staatsanwalt". — Lichtspielhaus, Bahnhof, straße: „In einem kühlen Grunde". — Pasast- Lichtspiele: „Die Dame und ihr Friseur", und „Hotel zum goldenen Engel".
Wettervoraussage
für Donnerstag:
Meist bedeckt, Regenfälle, Westwind.
starke Depression, die lange Zeit über Aland tag, liegt freute mit ihrem Minimum über der nördlichen Rordsee. Ihr Wirkungsbereich erstreckt sich weit nach Frankreich hinein. Mit einer Besserung des Wetters ist für morgen nicht zu rechnen.
Landkreis Gietzen.
U Lang-Göns, 19. Aug. Der Kriegsveteran von 1870/71 Kaspar Bergt, welcher b^un 2. Hess. Inf .-Regt. Gießen diente, wurde zu Grabe getragen.
Kreis Büdingen.
nd. Ridda. 21. Aug. Um den sich immer mehrenden Feld- und Gartendieb- stählen energisch entgegenzuwirken, hat der hiesige Stadtvvrstand beschlossen, daß das Betreten der Grundstücke von abends 81/» Uhr bis
redet man von lockeren Sitten — finb^fie^ vielleicht in anderen Ständen weniger locker? fcucfrler JDlIt lfrr nicht sein, auch keine Heilige. Aber großzügig auch da. wo ihr sündigt!" herum ^wi^ trommelte ungeduldig auf dem Tisch
jen uno vtouen fiubiert und tagsüber , ,.?Aers Ladentisch Salz und Aering, hab geglaubt, daS ginge so zusammen *7 vis eS mich gepackt hat und ich ganz, wie ich da ging und stand, dem Theater In die Arme gerannt bin! Ganz! Ohne zu feilschen und zu markten! So muß man fein! Sonst glauben einem die Leute nicht waS man ihnen vvrspiell!
anschlag nennen muffe, ausführlicher, wobei, er Gelegenheit fand manches Moment im politischen Geben der jungften Vergangenheit mit scharfer ? du beleuchten. Per onen und Parteien des hessischen Landtages wurden von ihm Oktett» siert und gezeigt, welche Widersprüche und Inkonsequenzen die jetzige Regierungsloalition habe mit in den Kauf nehmen müssen, um ihren Zu» sammenhalt zu wahren. Der Referent würdigte f^^erL^iC ^beit der Ausschüsse, in denen die Hauptarbeit geleistet werde. Hier kämen sich die Vertreter verschiedener Fraktionen auch menschlich naher, und dieser Umstand verhüte es, daß die Debatte in den Plenarsitzungen an persönlichen überschreite. Auch mit den ntchtparlamentarischen Teilnehmern der Land- tagsverfrandl. ..gen machte Prof. Dr. Werner seine Zuhörer bekannt und erkannte die Leistungen der Stenographen und Pressevertreter an. Am Schluß feiner Ausführungen betonte der Redner noch- malS, daß die Aussichten für die deutschnationale Bewegung nach tote vor günstig seien, weil sich diese den Schutz des Deutschtums, den Schutz des Eigentums und der persönlichen Sicherheit zum Ziele gesetzt frabc. Obsrpostinspektor Kohlhase dankte dem Vortragenden im Ramen der Anwesenden oie ihren Beifall lebhaft äußerten. Rach einigen geschäfllichen Bemerkungen wurde dann die Deisammlung geschlossen.
Starke Teuerungszuschlags- ®,* * * * v v oh ung. Mit Wirkung vom 16. August 2- ’k, L^?^E^"6szuschläge m den Gebuht'-n 'UL. Arbeiten der Vermessungsämter von 135 auf 280 Prozent erhöht worden.
, *^,^^lts streitig leiten im Groh- } o l-.. Blan schreibt uns: Der Schlichtunas- ausschuß für Oberhessen hatte den kaufmännischen Angestellten für Juli 35 Prozent ,-r.f das Juni- Lugesprochen. Die Arbeitgel.. Zehnten dies ab. Der Staatslommissar für die wirtschaftliche Demobilmachung hat daraufhin am 21. August auf Antrag der Angestelltenverbände den Schieds- spruch des wchlichtungsausschusses für verbindlich ^klart, nachdem eine persönliche Verhandlung in Darmstadt vorausg:gangen war. Die Rachzahlungen auf das Iuligehalt sind sofort zu teiften.
« .Die im unbesetzten Deutschland wohnenden oeutfcyen Reichsangehörigen bedürfen zur Einreise in das besetzte rheinische Gebiet Cln,e® f^n zuständigen deutschen Behörde ausgestellten Ausweises.
Deutschen Reichsangehörigen steht irn D u r ch- aangsverkehr zwischen Ostpreußen und Deullchland die Benutzung der log. ..geschlossenen" Züge und Zugteile frei, wenn sie Hni Cmem ^lsprechenden Ausweis ausgestattet
tmr deS Vorsitzenden ÖberpvstInspektor Kohl-
6^n^rfa6M4>nUta8«,8CSK.0iI"<{’tIlctK ÄDSif w°siir er
Man beachte diese eindringliche Mahnuna ana^ D^E^^^. allgemeiner Heiterkeit
WE man stch vor beife gn SÄ«
—Voranschlags, den man besser einen Rach-
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
** Das Amtsverkündigungsblatt Tlr. 91 vom 22. August enthält: Gebühren für die Arbeiten der Vermessungsämter. — Einsendung oer Kreisabdeckereivei^eichnisse. — Ausführung des Gesetzes zum Schuhe der Republik. — Unterricht an der Fortbildungsschule. — Ausstellung von Pässen. — Zwangsinnung der Bauunternehmer. — Feldbereinigung Klein-Linden. — Einrichtung und Betrieb deö Ruhviehmarkles. — Klagen über Belästigungen des Publikums. — Schweinervtlauf in Gießen.
Baalsfempel
Avman von Margarete v. Oertzen- F ü n f g e l d.
4 • Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
Tie Kloßberg warf einen Blick zum Himmel.
»Wann wollen Sie denn heiraten?"
»Wenn ich mal keinen Vorschuß mehr brauche.
Sie lachte hell auf.
„Run mein lieber Güldewin, ich wünsch' Ihnen nicht« Schlechtes. Ist sie denn hübsch?"
Er runzelte nachdenkend die Brauen.
„Ein bißchen mager. Es war immer knapp — so em bißchen — bei ihnen."
»Was? Geld Hai sie auch keinS?"
'S0 sollte sie daS wohl herhaben? Aber ne sehr anständige Aussteuer - drei Zimmer und gute Leinwand —“
Können Sie ja am Ende versetzen." meinte bie Ätofrberg nachdenklich. .WaS nehmen Sie für Käse? Schweizer? Roquefort?"
„Ich danke." lehnte Güldewin ab. Der Appetit mar ihm vergangen. Er bereute, seine Angelegensten so ausgeplaudert zu haben, wieder mit echt philisterhafter Offenheit.
Doch die Kloßberg blickte chn herzlich aus ihren nicht mehr jungen, schon etwas dämmrigen Auaen an.
Aushebung von Spielhöllen.
fpd. Fr a n kf u r t a. M., 22. Aug. Der Dvr- Z" iederrad war von jeher der Sammelpunkt einer großen Spielergemeinde In der vergangenen Rächt hob die Kriminalpolizei mit ernem sehr großen Aufgebot von Beamten HL oer Schwarzwaldstraße die Wirtschaft der Witwe Göhring aus. Trotzdem die Spieler sich gegen etwaige polizelliche Aleberrafcfrungen durch ^ L^r?ve Anzahl Aufpasser gesichert hatten, über» toältigte die Polizei diese Leute doch und drang dann von allen Seiten in das Haus ein Hier cretbedte man mchr als 5 0 Spieler, die teils fluchten wollten, teilweise sich aber auch zur Wehr setzten. Doch war die polizeiliche llebermacht zu groß. Erne große Zahl,von Berufsspielern wurde scstgenommen, außerdem beschlagnahmte man be- Geldbeträge. — Ferner wurde in der letzten Rächt in der Mainzer Landstraße in der QBtrtfdXift von Reinhardt eine Spielhölle aug» gehoben, wobei 40 — 50 Spieler festgestellt trurbCT^H a^^ Geldsummen beschlagnahmt
«^tegimentsfetern, , —. -- — -•™1 -»w «umivngeounr 1D Utlt
Veranstaltungen der Kriegervereine. I f au^ 14 Tuge verlängert
Gießen erläßt im ** Schlußprüfung an der Landes- St Amtsverkundlgungsblatt eine Bekannt- polizeischule. Am 15. August gelangte wieder l Gesetzes zum «m -U eb e rg a n g s ku r su s an der Landes-
^^publik. Darin heißt es: ^lr-eifchaile zum Abschluß. Die Schluhprufuna
len AErm Reichspräsiden- i>er sich^Beamte der Schutzpolizei, staatlichen Orb-
"5,, 35 ® r 6 ® f bestimmter Ver- ^^spolizer und Gendarmerie unterzogen zeitigte
m r^n-1 1922 (abgedruckt trotz, der verschiedentlichen Unterbrechungen 5 e
aufaehn^? 1 6^te 923) ist n i ch t der Unterricht durch die erhöhte DereitsLft und
Sim dem Hessischem Ministe- damit verbundene Heranziehung der Polini-
T^ern bis auf weiteres erlassene Der- Schüler zum Außendienst während der letzten 3n° bot von Regimentsfeiern und unteren ' ----- -" - - -
?)n Angehörigen ehemaliger J ' unferc Bekanntmachung vom Q81 ivi Gießener Anzeiger Rr. 149) behält Gültigkeit mit der Maßgabe, daß Der- orÜ^^n0Cn ivnstige Veranstaltungen von Angehörigen ehemaliger Truppentc-lle. die in g e- fchlvsfenen Räumen stattfinden, künftig wieder gestattet find, dagegen Beranstal-
-ch »tc »»r
Eine ernste Mahnung. f,e^ bretjäfitige Be,chssttgung^m^S^atSd!"^st Da in letzter Zeit Klagen über Delästiaunaon SI? oir bzw. Staatsprüfung,
des Publikums durch Fußball- ©<J?la9a- S« werden nur im Falle
ball- und andere Spiele auf b gewährt und soweit diese Ge-
S.tvaße laut geworden sind, sieht sich das P^oli» fertto^ if^^r^i• ?CL" Bedürfnisse gerecht- seiamt veranlaßt, darauf hinzutoeilen bnfi iS1!01 : ’a^ur die Zelt, m welcher ein An- Artikel 292 des Polizeistrafaesetzes terienini» der Eltern oder sonstiger unter-
Geldstrafe bis zu 60 ß vter mit HaTt b^n^hf l^10^.Zugehöriger Unterkunft hat, bis zu vierzehn Sagen tefhxtft tob-b hL ^Q0t die Vergütung höchstens die Hälfte ter auf Straßen oder öffentlichen ^läffmf <3td^ ?? Rechtsanspruch auf die
xd-r anberm ©egtnftänben wkrst, wodurch Men" nichr ^nt-rh<-ltungszu,chüsien besteht
scheu beschädigt oder verunreinigt werten können M? unteren Staatsbeamten,
Sft die mit Strafe bedroht« Handlung^ etne/'mr.-^^,^Ätn^°nst zur Wleguug
X* ’S«
auf bie llebertretung seLst an^ohten “ —
Strafe bel^t. Bei eintretenten Körpeiverlehungen können miherhom x— m_ J7.
v Mus ter Straße begegneten ihm Rottmann unb fKi^lngec. uiü) er grüßte sie nicht ohne einen Anflug stillen Reides.
Ja, die zwei! Dieser Rottmann! Aus jeder Pore sprang ihm die eigene Persönlichkeit, alle Mysterien des Seelenlebens waren ihm zur Offen- tening geworden — und dieser Riedinger! Der Feme, Stille, ter Bücherwurm unb Grübler.
ODenn man daneben das in kleinen Ettelleiten elbstzufrieden plätschernde Heer der viel zu »ielen brachte — der CharlatanS unb Virtuosen d^Wache. der Frösche, bie sich blähten, um dem AWei m Meicher k- vm \
„Keiner kann aus seiner Haut heraus!" „Wer kennt seine §aut?" murmelte die Kloßberg erregt. „Die kann von Ihnen abfallen wie Zunder! Wie eine leere Schale! Ganz plötzlich! Sie müssen sie nur nicht mit Gewalt fest halten!"
Wieviel Mittelmaß läuft herum." sagte Güldewin verzweifelt. „Sie selber — entschuldigen ©ie nur — Sie — laufen doch auch nur so mit! Das Fach, das Sie ausfüllen —"
.»Kann eine andere ebensogut ausfüllen" Nloß die Kloßberg tapfer. „Sie haben recht. Das ist freute Der Ausllang. Aber es war einmal anders. Den Olimen, ten ich damals trug bab' ich mit meiner Berühmtheit in den Sarg gc- letzt. Sie fragen, warum ich mir nicht ten wehmütig schonen Abgang gegönnt habe, anstatt freute die Letzte au fein, wo ich Einst bie Erste war? Danz einfach: Weil ich es nicht ausgehalten hab' ~ v>eU ich mich von ter Kulissenluft nicht trennen fonnte, well diele Lust mir Lebensbedingung ist! Darum, mein lieber Güldewin — well ich eine alte, unverbesserliche Komöbiantin bin, die wie die Katze immer wieder um das Haus ft reift, das mal ihre Heimat war! Immer wieder, ob ihr fte fort schleppt- ihr bie Angsn anAftnftt —
*' Zwangsinnung der Bauunternehmer für den Landkreis Gießen. ' Die Liste der Handwerker, die an der Abstimmung über die Errichtung einer Zwangsinnung ter Bauunternehmer für den Landkreis Gießen tet genommen haben, liegt während zweier Wochen aus ter Registratur des Kreisamtes Gießen in den üblichen Dienststunden zur Einsicht und Er» etwaiger Einsprüche ter Beteiligten offen. Aach Ablauf der Frist eingebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt.
** Heber bie Einrichtung und den Betrieb des Ruhviehmarktes in Gießen enthält das neueste AmtSverkündi- gungsblatt eine längere Polizeiverordnung, auf bic wir die Aufmerksamkeit der Interessenten hiermit hinlenten.
- ^^?ein erst lauf in Gießen. In dem Gehöfte Duddestrahe Rr. 11 ist Schtoelnervtlauf festgestellt worden. Die Sperr- maßregeln sind angeordnet.
.. ** ^luglücksfall. Gestern morgen nach tO^br tourden in der Kreuzung Westanlage- Dahnhofstraße 2 spielende Kinder, ein Mädchen von etwa 10 und ein Knabe von etwa ö Jahren durch ein 2a ft fufrrtoert überfahren. Dem Mädchen ward der rechte Arm
5toel rin d" Rähe wohnende Aer^te leisteten die erste Hllfe und führten das ^ad der chirurgischen Klinik zu. Der am Kopf beschädigte Knabe konnte seinen in ter Bahnhof» JImöc toofrnenten Eltern übergeben werden. Indes ous .Fuhrwerk weiterjagte, waren zunächst nur
l.auges Mädchen und ein hinzukommender Arbeiter um die verunglückten Kinder bemüht und veranlaßten die ärztliche Behandlung.
7' -rntifncM.


