Ausgabe 
23.1.1922
 
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*2lierenent^üixbung; außerdem war durch das Rohr der Spritze eine Terlehung im Unterleib entstanden, aus der sich 'Bauch elteirtzündung er­gab. Eine in einem hiesigen Krankenhaus i>or- genommenc Operation tonnte die Frau nicht retten i nach einigen Tagen erfolgte der Tod. Trotz der schweren Folgen ließ das Gericht ent­sprechend dein Antrag der Staatsanwaltschaft nach Möglichkeit Müde walten. Es berücksichtigte, daß der gänzlich unbescholtene Angeklagte anker dem Einfluß seiner ihm an Willenskraft überlegenen Frau gehandelt batte und das) er durchs den Tod der Frau schwer getroffen ist. Dement­sprechend wurde auf die celetzliche Mindeststrate von sechs Monaten Gefängnis erkannt.

GerichtssaaL.

Der Heidelberger Mordprozeß.

Heidelberg. 20. Han. (WB.) 3n der heutigen Verhandlung wurde die Zeugenverneh­mung fortgesetzt. Auf Aittrag des Offizialvertei­digers sollen die Aussagen des überfallenen Ingenieurs Link durch einen Sachverständigen nachgeprüft werden. Der Dorsitzende richtet dir Bitte an die Geschworenen, sich mit Briefen, die ihnen in der Sache Siefert zugehen sollten, an den Gerichtshof zu wenden. Daraus gibt Gen­darmeriewachtmeister Detter an: Er habe bei Frau Kratzmüller festgestellt, daß sie den An­geklagten zwei Tage nach der Ermordung der Bürgermeister früh 6 Hhr geweckt Hal«, obwohl sein Dienst erst nach 11 Uhr begann. Dieser hätte Besorgungen zu machen gehabt. Der Dorschende betont die außerordentliche Bedeutung dieser Be­weiserhebung. angesichts der Tatsache, daß der Angeklagte am gleichen Tage früh am Tatorte gesehen worden fein soll. Dann folgen die Aus­sagen von Zeugen, die mit dem Angellagten zu­sammengetroffen sind und die ihn alle wieder­erkannten. Justizwachtmeister Arnold bestätigt, daß der Angellagte versucht habe, einen Brief aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Der Dries wurde auf- gefunden und 'gelangte zur Ablieferung. Der Adressat ist ein Freund des Angellagten, namens Hecht aus Ziegelhausen. Der Brief wird verlesen. Darin bittet der Angellagte seinen Freund, ihm mehrere Eisensägen zukommen zu lassen. Siefert fleht den Freund an, ihn ja zu retten, denn sonst pabe er -war nicht den Tod, aber doch mindestens lebenslängliches Zuchthaus zu gewärtigen, was noch schlimmer sei. Das Gericht glaube ihm nämlich N'chk, onb er nicht der Mörder der Bürgermeister sei. Darauf wird die Zeugin Wanner vernommen. Wegen Sittlichkeitsgefährdung wird die Oeffent- lickkell gänzlich ausgeschlossen. Dasselbe ist bei der HM d^ ^^utachtung durch Medizinalrat Dr. Kommunistenführer als Einbrecher verurteilt.

M a i n z, 21. Ian. (Wolff.) Die beiden Führer der hiesigen kommunistischen

Schöffengericht.

© iefien, 20. Januar 1922.

Ein Dienstmädchen hat einer hiesigen Fa­milie ein Hemd, zwei Paar Strümpfe und eine Bluse entwendet. 3n Anwendung des neuen Gesetzes vom 21.12.21 wurde die Täterin mit Rücksicht auf ihre Dermögensverhältnisse zu einer in drei Monatsraten zu zahlenden Geldstrafe von 60 Mark verurteilt.

Wegen Auf lauf s von Zwei scheu zum Weiter­verkauf. ohne im Besitz dec hierzu erforderlichen Grvhhandelserlaubnis zu fein, erhielt ein Vieh­händler von Allendorf a. d. Lda. eine Geld­strafe von 100 Mark.

Ein junger Bursche von hier war des Dieb­stahls einer Hhr angeflagt Trotzdem eine Reihe von Verdachtsmomenten für seine Täterschaft sprach, genügten sie doch zu seiner völligen Heber- füljrung nicht. Er muhte deshalb mangels aus­reichenden Beweises sreigesprvchen werden.

Wegen Diebstahls eines Fahrrads wurde ein vielfach vorbestrafter Gelegenheitsarbeiter aus dem Elsaß, der schon häufig im Zuchthaus ge­legen hat, zu 1 Jahr 6 Monaten Zucht­haus verurteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. Ec jjatte einem Bergmann aus Rodheim ein Rad, das dieser an einem Geschäft In der Markt- straste hingestellt hatte, entwendet und war da­mit nach Wetzlar gefahren. Dort wurde er bei dem Versuche, es zu veräuhern. fest genommen.

Ein mehrfach wegLn Diebstahls vorbestrafter Weißbinder aus Beuern hat dort vier Ein­bruchsdiebstähle in einer Wirtschaft be­gangen und dabei auher kleineren Beträgen von 1020 Mark im ersten Falle auch noch 720 Mk.. die der Wirt für eine Zahlung bereitgelegt hatte, gestohlen. Außerdem hat er einem Steinhauer 100 Mark entwendet. Da et trotz feiner Jugend schon rückfälliger Dieb ist, und die geringste Strafe für jeden Einbruchsdiebstahl, in diesem Falle bei Annahme mildernder Hmstände, ein Jahr beträgt, erhielt er eine ©efamtgefäng- nisstrafe von 2 Jahren 6 Monaten.

Eine Frau aus Grohen-Linden, die mit ihrem Wanne in Ehescheidung lebt, hatte gegen diesen Privatklage erhoben, weil er ihr in der Bahn­hofstraße dahier eine Ohrfeige versetzt habe. Die Beweisaufnahme ergab, daß sie ihn zuerst mit den gemeinsten Schimpfworten bedacht und trotz der Drohung, sie werde, wenn sie den Mund nicht halte, draufgeschlagen bekommen, weitergeschimpft hatte. Auch hat sie ihren Mann als er ihr eine Ohrfeige verseht hatte unter weiteren Schimpf- worten auf den Rücken und den Racken geschlagen, weshalb der Mann Widerklage erhoben hatte. 3m Hinblick darauf, dah es sich um einen Streit zwischen Eheleuten handelte, wurden beide zwar für schuldig aber für straffrei erklärt, die gesamten Kosten dagegen der Privat- Klägerin auf er legt, da He ben ganzen Streit veranlaßt hatte.

schen Partei, der Lackierer Klinael- höfer und der Heiner Karl Sticheloer- ger, deren Ehefrauen und der 17jährige Sohn des letzteren, haben anfangs Dezember nachts einen Einbruch in ein hiesiges spani­sches Wein- und Südfrüchtegeschäft verübt, bei dem Wein, Schokolade und Südfrüchte im Werte von 10 000 Mark gestohlen wurden. Die Strafkammer verurteilte Klingelhöfer zu einem Jahre, Stichelberger, Dater, zu neun Mona­ten, den Sohn wegen Mittäterschaft zu sechs Wochen, und die beiden Frauen wegen Bei­hilfe zu vier und sechs Wochen Gefängnis.

München, 21. Ian. (WTD.) Das BolkSgericht in München hat gegen die Detelligten an der Erschießung des Rotgardisten Lacher in Miesbach das Urteil gefällt. Die Angeklagten Ebert, Blech inger und Essig wurden wegen Beihilfe zum Verbrechen des Tot­schlags zu je drei Jahren Gefäng­nis, und der Angeklagte Anzenberger zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis ver­urteilt. Der Angellagte Hauser wurde frei­gesprochen.

Hochschulnachvichten.

Verfassung der Deutschen Studentenschaft.

Heber die Grundlinien der Selbstverwaltung der Deutschen Studentenschaft ist neuerdings etne vorläufige Einigung zustande gekommen; die Be­ratungen sind zwar noch nicht beendigt, doch einig­ten sich die Abordnungen bereits auf die folgen­den Hauptsätze, die einen Kompromiß in Aussicht stellen:

DieDeutsche Studentenschaft" be­steht aus den Studentenschaften der Hochschulen des Deutschen Reiches. Zur Einzel st udenten- s cha s t gehören:

1. die Studierenden deutscher Staatsangehörig­keit;

2. die Studierenden, die bis zum 3nftafttreten des Friedensvertrages die deutsche Staats- angehörigkett besaßen;

3. die Studierenden deutsch - österreichischer Staatsangehörigkeit;

4, die auslanddeutschen Studierenden (Deutsch- Böhmen Deutsch-Balten. Deutsche aus der Dia­spora) ohne Rücksicht auf Rasse und Bekenntnis.

Die Ausgaben der Einzelstudentenschast sind:

1. Erfüllung der hvchschulbürgerlichen Rechte und Pflichten durch Entsendung von Vertretern in die Ausschüsse der Hochschule, in denen nach Anordnung des Ministers oder der Hochschule die Mttarbeit der Studentenschaft vorgesehen ist (3mmatrifulatü>n. Disziplinär- und Ehrenord­nung, Studienwesen, Leibesübungen);

2. wirtschaflliche Fürsorge für die Mitglieder der Studentenschaft.

Bei der Erfüllung dieser Aufgaben ist der Austrag politischer und weltanschaulicher Gegen­sätze ausgeschlossen. Die Ausgaben des © e - samtvervandes (Deutsche Studentenschaft") sind:

1. Erfüllung der Ausgaben der Einzelstuden­tenschaften. die für alle Studentenschaften gemein­sam bearbeitet werden müssen;

2 Vertretung derDeutschen Studentenschaft" gegenüber den ausländischen Studentenschaften.

Kirche und Schule.

Beuern, 20.Jan. 3m hohen Alter von 94 Jahren starb das Kirchenvorstands­mitglied Christoph Keil. Er war der älteste Ein­wohner unseres Dorfes und konnte auf vier Ge­schlechter zurückblicken.

Spielplan -er Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dienstag. 24. Januar: Rigo- letto. Mittwoch. 25.. nachm. SVb Hhr: Spule- zwirnchen. das Sonntagskind; abends 7 Hhr: Madame Butterfly. Donnerstag. 26.: Die Zauber­flöte. Freitag, 27.: Maria Stuart. Samstag. 28.: Cavalleria rufticana. Hierauf: Der Bajazzo. Sonntag. 29.: Oberon. Montag, 30.: Mnbine. Dienstag. 31.: Der Graf von Luxemburg. Mitt­woch. 1. Februar, nachm. 31/2 Hhr. Spulezwirn- eben, das Sonntagskind.

Schauspielhaus: Dienstag, 24. Ian.: Der alle Dürgerkapttän. Mittwoch. 25.: Die lusti­gen Vagabunden. Donnerstag. 26.: Griseldis. Freitag, 27.: Alt-Frankfurt. Samstag, 28.: Him­mel und Hölle. Sonntag, 29.. nachm 3 Hhr: Rctthan der Weise; abends 7 Hhr: Die luftigen Vagabunden. Montag, 30.: Egmont. Dienstag, 31.: Die lustigen Vagabunden. Mittwoch. 1. Febr.: Die Marquise von Arcis.

Vermischtes»

Neues von der Dodenseefischerei.

Hns wird geschrieben: Die nächste Tagung des Deutschen Fischerei-Vereins findet in Friedrichshafen am Bodensee statt. Man trägt damit dem bedeutenden Aufschwung der Dodenseefischerei Rechnung. Die Wasser dieses an der Südgrenze des Deutschen Reiches gelegenen Sees, der einen Umfang von nicht weniger als 259 Kilometer hat und dessen größte Tiefe (zwi­schen 3mmenstaad und Httwyl) 252 Meter be­trägt, sind noch immer ganz rein und unverdorben. Berühmt sind die Blaufelchen, eine dem Bodensee und einigen anderen Alpenfeen eigentümliche Fischsorte, die bisher in keinem norddeutschen Gewässer gezüchtet werden konnte. Blaufelchen bleiben nicht etwa, wieviele aus den zierlichen Ramen folgern, fleht, sondern werden bis zu 90 Ztm. lang und 3 Kg. schwer. Ein bedeutender

Blaufelchenfang wird in der Rühe der durch ScheffelsEkkehard" bekannten 3nfel Reichenau (im Untersee) betrieben. 3n der Badischen Fischereigenossenschaft Konstanz-Staad, der größ­ten im Bodensee, werden bei gutem Spätsommer täglich etwa 4050 Ztr. gefangene Felchen an- geliefert, die in die Großstädte und Kurorte des weiten Umkreises gehen. 3m heißen Sommer 1921 gingen die Felchen in so große Tiefen hinab, dah sie mit den Retzen nicht mehr erreichbar waren. So setzten sie sich selbst eine Schonzeit! Allzulange dauern die Fänge nicht; eine alte Fischerregel vom Bodensee sagt:An Maria Geburt (8. September) zieh'n d' Felchen und d' Fischerknecht furt. Die ersten Versuche mit der künstlichen Aufzucht von Dlaufelchcürogen wurden 188687 im Kgl. Schlohgarten von Friedrichs­hafen in Wtbg. unternommen; jetzt unterhalten alle Randstaaten des Sees solche Brutanstalten; weit über hundert Millionen Felchen-Eier werden alljährlich in ihnen auggebrütet und in den Bodensee eingesetzt.

Auch andere Fische gibt es in riesigen Men­gen im Bodensee; berühmt sind seine mächtigen Welse. Den beiden Lindauer Fischern Josef und Karl Detter gelang es im August 1921, im Boden- fee einen Wels von 120 Pfd. Gewicht zu fangen. Es war der stärkste Wels, der seit langen Jahren im östlichen See gefangen wurde, 7080 Jahre alt und 2 Meter lang! Die übliche Art des Fischens ist auf dem Dodensee die Zuggarn- fifd}erei; es besteht ein 3ntemattonaler Dodensee- Fischereiverband, der den Fischereischutz und die Einsätze an Felchen, Hechten, Zandern, See­forellen usw. genau regelt. Die staatlichen Fische- reiaufseher j e d e s der Aandftaaten dürfen gegen­über jedem Fischer, welches Landes er auch fei, ihren Dienst versehen, mit Ausnahme der sog. Uferfischerei. 3ntereffant ist. daß in Unteruhl­dingen (zwischen Meersburg und Heberlingen am badischen Ufer) am See vor kurzem eine Oelfabrik begründet wurde. Sie wird die bisher von den Fischern als wertlos wieder in den See geworfene Fischeingeweide nach einem besonderen Verfahren entölen und die Rück­stände zu Fischzuchtfutter trocknen. 3m Jahre 1919 wurden int Dodensee insgesamt 319 938 Kg. Fische im Werte von 1 327 297 Mk. gefangen, wo­bei natürlich die vielen unkontrollierbaren Fänge nicht mitgerechnet sind. Wie groß der Fischreich- tum des Sees ist. zeigt deutlich ein 1 Fang, den im Oktober 1919 einige Fischer mit dem großen Zug- garn im Mainauer Fischwassergebiet machten; sie fingen etwa 400 Ztr. Brachsmen. durchweg Fische im Gewicht von 211 Pfund. Der Dadische Fischereiverein hält für seine Bodenseefischer regel­mäßig Dorträge und Kurse ab. er unterhält in Dtoad eine staatliche Fischbrutanstalt (früher in Ueberlingen) zu Versuchs- und Lehrzwecken.

*' Eine versinkende Stadt. Eine Stadt, die langsam versinkt, ist Scranton in Pennsylvanien, der Mittelpunkt eines großen Kohlenbergwerkgebietes, das haupt­sächlich vorzüglichen Anthrazit liefert. Die Stadt, die eine Bevölkerung von 137 000 Seelen hat, stürzt nach amerikanischen Be­richten langsam zusammen. Biele Häuser sind bereits eingestürzt, und eine Anzahl von Men­schen ist unter ihnen begraben worden. Gegen­wärtig sind 300 Häuser bedroht, und die ganze Stadtgegend, in der sich diese Gebäude be­finden, ist wegen der Einsturzgefahr ver­lassen. Die Beunruhigung der Bevölkerung wird durch unterirdisches Dröhnen verstärkt und durch einzelne Erdstöße wie bei einem Erdbeben. Besonders'gelttten hat der Stadt- tell, derMinveka-Dorf" heißt. Dieser Stadt­teil ist von den schwersten Erschütterungen heimgesucht, und man versucht durch fie^r- hafte Arbeit, die wankenden Gebäude zu stützen und dadurch das Unheil aufzuhalten.

Gandel.

4 Prozent. Hessische Staats­anleihe vom 19. Februar 1912, Serie XV. Die neuen Zinsbogen, deren erster Zinsschein am 1. Juli 1922 fällig wird, können gegen Rückgabe der Erneuerungs­scheine kostenfrei in Darmstadt bei dem Hessi­schen Staatsschuldbuchamt, Luisenplatz 2, und bei der Hessischen Landeshypothekenbank, Mo- serstraße 27. an anderen Orten Hessens bei den Bszirkskassen und den mit Dezirkskasse- geschäften betrauten Dienststellen in Empfang genommen werden.

Frankfurt a. M.. 23. Januar. Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief

Datum: 20. Jan. 21. Jan.

Amsterbam-Rotterd. 7202,75 7217,25 7242,75 7257,25 Brüssel-Antwerpen. 1540,95 1354,05 1544,45 1551J5 Christiania..... 3091 90 3098,10 3106,85 3113 15

Kopenhagen 3956,- 3964,- 3 )86,- 3994,- Stockholm 4915,05 4924 95 4d85,- 4995 - Helstngfors 366,60 367*40 361,60 368,40 3talien........ 855,10 856,90 871,60 873,40

London 831,65 833,35 84z,65 844,35 Reuyork 197,05 197,45 199,80 2 0,20 Paris 1618,35162',65 1623,35 1626,65 Schweiz 3845,15 385. ,85 3896,10 3903,90 Spanien 2947,06 2962,95 2977,- 2983, Wien (altes) ....

Deutsch-Oesterr.. . . 5,70 5,82 5,88 5,92

Prag 338,15 338,85 345,15 345,85

Budapest 28,17 28,23 29,27 29,33

Buenos Aires . . . 65,70 65,90 66,40 66,60

Bulgarien 124,60 124,90 124.85 125,15 Konstantinopel ... ,->

117.80 4222,

23. L

Schweizer Franken

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

117.80

88.80

21.1.

2,60

1,38

2,57

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Fr. Fl. Kr. Kr. Kr. Kr.

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . .

6.13

-.50

20.1.

2,60

1,37

2,57

30,12

2,10

Marknotierungrn.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien........

Prag Paris........

London .......

Italien Brüssel.......

Budapest......

Reuyork.......

Agram.......

Warschau......

18..5->

2.65 0.16 8.70 42.10 21.72 22.45 40.40

' 0.725 514.53

1.75

0.17

187.50

2.576

0.15

9.10

41.75

21.69

22.15

39.90

0.75

515. -

1.75

0,15

Fl- = Mk. Kr. = Kr. = Fr. ----- £ = L. = Fr. = Kr. $ = Kr. = Kr. =

Sh. 97.80

Fr. 125.40 6,12 $ 23-80 -,4tf

Züricher Devisenmarkt.

1.1.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

England und die Rede Pomcares.

London, 21. Ian. (WTD.) Der Pariser Derichterstatter desM anchester Guar­dian" schreibt, die Rede Poincares gebe feine Hoffnung auf den Wiederaufbau Europas, soweit Frankreich in Frage komme. Die Bezugnahme auf den Völkerbund bedeute, dah Frankreich Genf gegen Genua ausspielen wolle. Die Rede Poin- carös hätte kaum schlimmer auSfallen können.

Amerikanische Ablehnung der französische« Forderungen.

London, 21. Ian. (WTD) SieWest­minster Gazette" berichtet aas Washington, von maßgebender amerikanischer Scite werde daraif hingewiesen, daß Amerika in ©ercxa oder sonstwo Poincars bei feiner Forderung der Erzwingung des Friedensvertrages nicht unterstützen wolle. Es fei noch nicht ent­schieden, ob die Vereinigten Staaten in ©enaa oder irgendwo anders vertreten sein werden, um von neuem bie für unmöglich angesehe­nen Forderungen cmzahören, welche die französische Delegation in Washington bereits vorgedrachl habe.

Die Besitzrechte m Oberschlesien.

Deuthen, 21.Jan. (WTD.) Rach einet Meldung eines oberschlesifchen Dlattes soll das polnische Ministerium beschlossen haben, die pol­nische Delegation zu ermächtigen, den Eisen- bahnerninOberschlesien mitzuteilen, dah die polnische Regierung nicht beabsichtige, ihr Li­quidationsrecht für bewegliches und unbewegliches Gut auf diese Kategorie auszudehnen. Hierzu ist zu bemerken, dah die deutsche Delegation nach wie vor den Standpunkt vertritt, dah weder der Ver­sailler Friedensvertrag noch die Genfer Entschlie- hung Polen irgend ein Liquidationsrecht in Ober- schlefien gewährt. Als einzige Ausnahme sieht die Genfer Rote die Möglichkeit von inbuftriellcn An­lagen und Bergwerken unter der Voraussetzung vor dah nach Ansicht der gemischten Kommission die Enteignung für die Aufrechterhaltung des Be­triebes unumgänglich notwendig fei.

Zwei neue deutsch-amerikanische Kabel.

London, 21. Ian. (WTB.) Das Reutersch« Bureau meldet aus Reuyork: Das Präsidium der Commercial Cable Co. teilt mit, dah gemäß dem Kontrakt mit der Deutsch-Atlantischen Co. zwei neue Kabel von-Reuhork nach Emden über die Azoren gelegt und gegen Ende Oktober 1923 in Betrieb genommen werden sollen.

Der Zustand des Papstes verschlimmert.

München, 21. Ian. (WTB.) Rach hexte früh 7 Hhr bei der hiesigen päpstlichen ^Ixn- tiatxr eingegangenen Telegrammen ist der Zx- stand des Papstes nicht hoffnungslos. Rach einer weiteren Meldung von 3.40 hexte Rächt hat sich der Zu st and des Papstes verschlim­mert und kann als hoffn xngslos bezeichnet werden. Sie Gedächttiiskrast schwindet, und der Papst spricht nur in gebrochenen Sähen.

Blutige Kämpfe in Marokko.

Paris. 21. Ian. (WTB.) Den Blättern wird aus Oran gemeldet, daß ein großes Gefecht zwischen Spaniern und Riss» K a b h l e n stattgefunden habe, bet dem die Spanier gezwungen worden seien, sich zurück- zuziehen. Auf beiden Seiten hätte es große Verluste gegeben.

Büchertisch.

-- Die Meggendorfer Blätter hal­ten auch im neuen Jahre an ihrem bewährten Grundsatz fest, die komischen Setten des täglichen Lebens in Humoresken, Anekdoten, Witzen und Gedichten festzunageln. Da sie sich, ihrer steten Hebung entsprechend, jeder politischen Stelluna- nähme enthalten, garantiert ihr Inhalt für jede harmlose Fröhlichkeit, ohne dah auch nur ein Leser befürchten mühte, in seinen politischen An­schauungen gekränkt zu werden. Das Abonnement auf die Meggendorfer Blätter kann jederzeit be­gonnen werden. Bestellungen nimmt jede Buch­handlung uni) jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München, Perusastrahe 5.

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