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Mitglieder dem Dortrage gefolgt. 'Verschiedene

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des Mordes und Wabischewski der Teilnahme am

fänger ausgehändigt. So beantragt weder der

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eine iwch der «mdere Nachforschungen. Der (Mitteilungen , Fragen In bw OJ> Fortfall der Fehlmeldungen bringt deshalb land, sowie über bus* Heimstätten und Sied-

Der Gerichtshof verurteilte

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In einer Streitsaä-e des Arbeiterrates des I. Himmels bachschen Sägewerks in Nidda mit der Betriebsleitung wurde entschieden, datz auch die vor Beginn der Arbeitszeit im Speiseraum vorgekommene Schlägerei unter das Verbot in der Arbeitsordnung fällt.

AachbargrundsiücLen", sowie eine Gratisverlosung von Sannen und gärtnerischen Bedarfsartikeln. Der Borsihende eröffnete gegen 8i/a ^Ihr die Ver­sammlung und begrüßte die Erschienenen, die sich sehr zahlreich eingefunden hatten. Er erteilte alsdann dem Redner zu seinem Vortrag das Wort. Ter Bortragende erörterte u. a. das x^aad- und Fischerei-Recht und die damit zr- scnnmenhäugenden Fragen und kam im Laufe seiner weiteren Ausführungen aus das Pflanzen von Obstbäumen und Sträuchern in der Rähe von Rach^bargrundstücken,u sprechen. Da dies für den .Gartenbesiver von größter Wichtigkeit i[l, schilderte der Redner sehr eingehend die hier-

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Gerichtssaat.

Em Todesurteil.

Berlin, 22. Sehr. (Privattel.) In dem Mordprozeß gegen Pieper und Wadi- f ch e w s k i, die sich vor dem Berliner Schwur­gericht wegen der am 6. Juli v. I. begangenen

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 22. Febr. Stadtverordnetenversammlung

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* AeueGisenbahnwagen 4. Klasse stellt die Reichseisenbahnverwaltung jetzt in man­chen Zügen ein. Die neuen Wagen weichen in ihrer Bauart von den bisherigen wesentlich ab. Obwohl sie länger sind, haben sie nur zwei Achsen. Die Türen befinden sich teils an den Wagenseiten, teils an vorn und hinten ange­brachten Plattformen. Die letzteren sind kleiner als bisher und dürfen von den Reisenden im Gegensatz zu den bisherigen Borschriften auch während der Fahrt bemrht werden. Schiebetüren erleichtern das Ein- und Aussteigen wesentlich. Mit Eintritt des Sommerfahrplans sollen die neuen Wagen namentlich in die beschleunigten Personenzüge eingestellt werden.

"DerVerlustvvngewöhnlichen Paketen wird von der Post nur noch auf Antrag des Empfängers oder des Absen­ders gemeldet. In vielen Fällen ist der Emp­fänger nicht darüber unterrichtet, daß er ein Paket zu erhalten habe, der Absender wieder in dem Glauben, die Sendung sei dem Emp-

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Aus Hessen.

Verordnung über die Wohnungsbauabgabe.

rm. Darmstadt, 21. Febr. Das Gesamt­ministerium gibt soeben die Verordnung über die Wohnung sbauab gäbe bekannt, die in ihrem ersten Abschnitt die Behörden behandelt. Es wird mitgeteilt, daß die Abgabe von der Landes­steuerbehörde verwaltet wird, die in den Land­gemeinden durch das Kreisamt, in den Städten durch den Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister vertreten werden. Es wird ein Landessteuer- ausschuh gebildet, der aus dem vom Ministe­rium des Innern, der Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft zu ernennenden Vorsitzenden, sowie einem weiteren Beamten, sowie aus neun von den Prvvinzialausschüssen der drei Provinzen jeweils für sechs Jahre zu wählenden Mitgliedern besteht. Höchste Instanz ist der Berwaltungsgerichtshof. Die technische Verwaltung liegt dem Finanzministe­rium ob, in grundsätzlichen und allgemeinen Fragen ist die Zustimmung des Ministeriums des Innern notwendig. Der zweite Abschnitt betrifft die Veranlagung, das Deschwerdeverfahren usw. Zum Zwecke der Bestellung ist der Zahlungspflich­tige verbunden, der Steuerbehörde auf Ver­langen über alle die Hohe ihrer Abgabe be­einflussenden Tatsachen innerhalb einer Frist von 14 Tagen Auskunft zu erteilen. Antrag auf Be­freiung ist bis Ende des auf den Schluß des Rech- nungsiahres folgenden vierten Monats bei der Steuerbehörde anzubringen. In dem dritten Ab­schnitt werden die Rechtsmittel mitgeteilt, die sich nach den Deftinnnungen der §§ 22837 usw. der Reichsabgabenordnung richten. Endlich bespricht der vierte Abschnitt die Erhebung, die durch den Gemeinderechner in vier Zielen jeweils bis zum Ende des Kalendervierteljahres erfolgt. Der fünfte und letzte Abschnitt behandelt die Strafen und Echluhbestimmungen.

Gießener Sladttheater.

Schneider OSfbbeL

Komödie von Hans Müller-Schlösser Gießen, 22. Febr. 1922.

Zur Zeit, als die Gewaltherrschaft des Korsen über Deutschland lag, spielt diese Komödie Anläßlich deS Einzugs Rapvleons ht eine rhei­nische Stadt macht in der Kneipe Anton Dibbel, das tapfere Schneiderlein, feinem bedrängten Herzen gegen den empereur Lust. Unb nun er­fährt man weiter, wie er deshalb zu 4 Wochen verdonnert wird, wie er auf Anraten seiner tat und redekräftigen Fvau seinen Gesellen Zimpel dazu bestimmt, für ihn zu brummen, wie er aber in die größte Verlegenheit kommt, weil besagter Zimpel alias Wibbel im Gefängnis stirbt und wie sich schließlich, wieder durch die Geistesgegen­wart feiner Frau, im Augenblick der höchsten Spannung alles zum Guten wendet.

Der Verfasser hat sein Werk mit viel Humor auegeftattet; es gibt so echt komische Szenen darin, daß man gern über die Unmöglichkeiten der Geschehnisse, ja sogar über den reichlich ge­waltsamen Schluß hinwegsieht und einige frohe Stunden hat, womit der Zweck ja schließlich er­reicht ist.

Die Tttelrvlle lag bei Wolf Leu theifer kn den besten Händen. Sein Wibbel war mit ge­winnender Komik gestaltet, und namentlich die Szenen, wo er seinem eigenen Begräbnis bei­wohnt, , gab er zwerchfellerschütternd echt, zu rühmen ist auch feine einwandfreie Beherrschung des Dialektes. Eine gleich gute Leistung bot Else Koop als Wibbels Frau. Beide vermieden es in glücklichster Weise, zu stark aufzutragen, sondern ergänzten sich harmonisch einem gelungenen Paar. Von den übrigen Mitwirkenden gefielen namentlich Oskar Feigel und Karl Volck, der auch in bewährter Weise die Spielleitung führte. Luise Ra m m e l als Bänkelsängerin, sowie die Gesellen Wolfes (Karl Juhnke) undZimpel (Paul M e h n e r t) verdienen ebenfalls Lob. Rudolf Goll hatte keine rechte Rolle- man lachte mehr darüber, weil er auftrat, als über das, was er gab. *

DaS Publikum zeigte sich beifallsfreudig und unterhielt sich sichtlich gutr.

Schlichtungsausschutz bet Provinz Oberhessen.

Sitzung vom 16. Februar 1922.

Die Mitglieder des Vereins Fried­berger Kaufleute sollen vom 1. Februar 1922 an die Gehälter der kaufmännischen An­gestellten in Handel und Industrie in Friedberg in den drei ersten Gehilfenjahren um 20 v H., nach dem dritten Gehilfenjahr um 30 v. H und dic 2llrfwandsentschädigungeit der Lehrlinge und Lehrmädchen um 20 v. H. erhöhen. Die bisherigen Gehalt'ssätze bestanden feit dem 1. Rovember 1921. Der Schiedsspruch stellt die Friedberger den Gießener Angestellten ungefähr gleich.

Der Freien Vereinigung der Spengler- und Installateurmeister Gießens und llmgegenb unb dem Metallarbeiterverband wur­den folgende Gehilfenlöhne vor geschlagen, die von Beginn der laufenden Lohnzahlungsperiode an gezahlt werden sollen: bis 18 Jahren 5.50 Mk.. von 1820 Jahren 7 Mk., von 2022 Jahren 8.50 Mk. und über 22 Jahren 9.25 Mk. Gehilfen, die selbständig arbeiten, sollen zu diesen Sähen eine Zulage von 10 v. H. erhalten. Die Regelung der Entlohnung der Heizungsmvnteure wurde besonderer Vereinbarung Vorbehalten.

Aüf Antrag des Deutschen Metallarbeiter verbandes gab der Schlichtungsausschuß eine Auslegung des Schiedsspruches vom 2 2. Dezember 1921 über Erhöhung der Teue­rungszulagen der Arbeiter und Arbeiterinnen der Gießener und Hirzenhainer Metallinbustrie be­züglich der Zulagen, die nach diesem Schiedsspruch den Arbeitern unter 22 Jahren zu zahlen sind. Hierüber waren zwischen den Parteien Meinungs­verschiedenheiten hervorgetreten.

Dem Einspruch zweier Arbeiter der Me- guin 21.-®. in Butzbach gegen Kündigung konnte nicht stattgegeben werden. Die Entscheidung ist endgültig nach §87 des Betriebsrätegesetzes.

Die einem Schlosser der Kunstgewerb­lichen Werkstätte Arthur Graefe & Co. in Gießen wegen Mangels an Material in­folge der Verkehr shemmung ausgesprochene Kün­digung wurde nach Verhandlung zurückgenommen. nachdem der Antragsteller sich bereit erklärt hatte, auch andere als reine Schlosserarbeit mitzu

ter, Landwirt Ervmm zu Eubach tn das Kuratorrum der Landwirtschaftsschule gewählt.

4 Usingen, 21. Febr. Don dem seit dem 2. Februar vermißten Ortsvvr- steher von Friedrichsthal, fehlt immer noch jegliche Spur. Am Sonntag unternahmen wie­der zahlreiche Einwohner von Friedrichsthal, EranSberg und Pfaffenwiesbach eine Streife durch den Wald nach Köppern zu. Wes Suchen war aber wieder vergeblich. Es be­steht neuerdings die Annahme, daß Oden­weller von Wilderern, denen er auf dem Heimwege begegnet ist, und die von ihm er kannt worden sind, bei Seite geschafft worden ist. Eine Verhaftung, die einen Mann be­traf, der in betrunkenem Zustande diesbe­zügliche Aussagen gemacht haben soll, scheint aber ebenfalls kein positives Ergebnis gezeittgt zu haben.

Aus Stabt unb Lanb.

Gießen, Öen 22 Febr. 1922.

Wettervoraussage

für Donnerstag:

Wolkig, meist trocken, nachts Frost, tags mild, südöstliche Winde.

Das irische Tiefdruckgebiet wandert langsam nordwärts. Das kontinentale Hoch dehnt sich in­folgedessen wieder stärker aus und bedingt Aus- flärung und leichten Frost.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch Stadttheater, 6i/? Ußr:Mascottchen". Astvria- Achtspiele:Ser müde Tod" undEwiger Strom". Lichtspielhaus, Bahnhofftraße: .Hintertreppe".

Aus dem Stadttheater­bureau. Da die Schülervorstellung von Tell" am kommenden Samstag bereits aus­verkauft ist, wurde für den nächstmbglichen Termin, Samstag, 11. März, eine weitere Aufführung des Werkes für Schüler angesetzt.

Der VereinStudentenhilfe" veranstaltet, wie bereits angetünbigt, unter Mit­wirkung der Gießener Frauenvereine morgen abend in den Räumen des Gefellschaftsverein s einen Uni erhaltungsaöend. Der Zweck des Abends .ist Beschaffung von Mitteln für den notleidenden Teil der Studentenschaft. Zugleich sei darauf i hingewiesen, daß am 2. März im Kath. Vereins­haus, ebenfalls zum Besten der Gießener Stuben- ? tenhilfe, ein Theaterabend stattfindet, an dem Mit­glieder der Gießener Waldbühne eine Aufführung r von Hofmannsthals Iugendwerk .Der Tor und der Tod", ferner die Uraufführung des Vorspiels zum König Oidipus von SophoklesLäios" von Walther Amelung veranstalten. (Siehe Anzeige.)

Konzerte. Die am Donnerstag, den 23. und Freitag, den 24. Februar, abends 8 Ahr, im Iohannessaal (Iohanneskirche), Südanlage, auf Veranlassung des Wartburg-Vereins statt- finbenben Konzerte des Mandolinen- und Gui­tarrenvereins (Leitung H. Sonntag-Gießen) zum Besten der Kleinkinderbewahranstalten verspre­chen nach den uns vorgelegten Programmen sehr genußreich zu werden.

Ein Künstlerfest findet am 3. März im Stadttheater statt. Gegeben wird als Festvorstellung die OperetteD i e EzardaSfürstin"; ein Ball im Foyer schließt sich an.

Der Oberhessifche Gefchichts- verein hat durch Anzeige in der Montags- nummer zur vierten Veranstaltung des Winter­halbjahres, die am 4. Februar durch den Eisen- bahn erstreik verhindert worden war, erneut ein» geloben. Geheimer Schulrat Dr. Ed. Otto aus Darmstadt wird nunmehr am Samstag. 25. Fe­bruar, abends 8*/s Uhr pünktlich, im Hörsaal 44 des Dvrlesungsgebäudes der Universität den an» gefiinbigten Vortrag über Wirtschaft und Stadtverwaltung im alten Butzbach halten, gestützt auf neuere Studien, die er als Bearbeiter des entsprechenden Heftes der Fest­schrift zum 700jährigen Jubiläum unserer Rach­barstadt unternommen hat. Im Anschluß an den Vortrag findet die Hauptversamm­lung des Geschichtsvereins statt, deren Tages­ordnung bereits aus der Anzeige bekannt ist. Die Veranstaltung ist öffentlich unb un­entgeltlich zugänglich.

Anfragen wurden teils vom Redner, teils vom Vorsitzenden beantwortet, worauf die Grcttts- Derlosung stattsand.

Landkreis Gietzen.

tb. Beuern, 20. Febr. Im Sommer vorigen Jahres befaßte sich der Gemeinderat mit der Er­richtung eines Ehrenzeichens für bxe Ge­fallenen und bewilligte hierfür eine beträcht­liche Summe. 2lls Platz war ausersehen der Kirchenplatz, und zwar so, baß das Denkmal, in Säulenform gehalten, nad> Plänen des einheimi­schen Bildhauers W. Arnold seinen Platz zwi­schen Kirche unb Schulha^s erhalten sollte. Da­gegen hielten die Kriegerwitwen den Friedhof für geeigneter. Von anderer Seite wird bann noch vorgeschlagen, das Spritzen- und Wiege- Haus, die an der Kirchenmauer stehen, anders­wohin zu bauen mb barm auf den gewonnenen Platz, im Vordergrund der Kirche das Denk- mal aufzustellen. Da es in erster Linie arf eine glückliche Losung der Plahfrage an- kommt, so will man nun erst den sachverständigen Rat des Denkmalspflegers, 'Laurat Walde, hören. 3m Laufe des Jahres wirb bas Denkmal zur Aufstell ing kommen. Der .Gesang­vereinLiederkranz" hatte gestern im Holländer Hof" fein Wintervergnügen. Ge­sangsvorträge unb Theateraufführungen, sowie Tanz sorgten für einen genußreichen Abend.

4 Lang-Göns, 21. Februar. Linser Turnverein, einer der rührigsten länd­lichen Turnvereine im Gau Hessen, trug sich schon lange mit den Gedanken, ein eigenes Henn zu schaffen. Trotz der nicht gerade er­munternden Zeiwerhältnisse ging man mutig ans Werk und erwarb vyn der HeereSabwick- lung eine Baracke für 18 000 Mk. Die Ba­racke wurde zum Aufbau einer Turn­halle verwendet. Der schmucke Bau, der 10 Meter breit und 30 Meter lang ist, starke Grundmauern, gemauertes Fachwerk und ein Ziegeldach hat, ist auch im Innern soweit fertiggestellt, daß im Frühjahr die Einweihung erfolgen kann. Die Gesamtkvsten der Halle werden sich auf rund 100 000 Mk. belaufen.

Kreis Alsfeld.

* 61 o r n b d t f, 20. Febr. Das kleine Söhnchen eines Waldarbeiters geriet über eine Spreng- patr o ne, die der Vater in verschlossener Schub­lade aufbewahrte der Junge hatte sich un­bemerkt den Schlüssel verschafft unb bohrte an der Patrone herum, bis der Schuß losging. Das Kind, das tn die Gießener Klinik geschafft wurde, erlitt schwere Verletzungen an einem Auge unb an einer Hand.

Kreis Büdingen.

)( Ortenberg, 20. Sehr. Der V.H. C. Ortenberg eröffnete fein 4 0. Stiftungö- f e ft am Samstagabend mit einem Unterhaltung^ abend unter vollzähliger Beteiligung der Ver- etnSmitglteber unb zahlreicher Vertreter aus­wärtiger Vereine von Hirzenhain, Gedern, Stock­heim. Butzbach. Friedberg. Wolfersheim. Frank­furt u. a. tn. Der Saal war mit Fahnen unb Sannen grün schon geschmückt, die Banner einiger auswärtiger Vereine grüßten von den Wänden, die Kapelle Ackermann, die den musikalischen Teil des ganzen Festes ht hervorragender Weise bestritt, eröffnete mit einem Marsch und der Ouvertüre zur Oper Strabella. V. Sy E.-Druber Haas begrüßte als Vorsitzender, warf einen kur­zen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, ge­dachte der Gefallenen und Toter, der Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet und hob besonders die Verdienste der Gründer hervor, von denen noch drei leben, zwei wegen Krankheit fernbleiben mußten, einer, V. H. C.-Bruder Lenz sen., aber anwesend fehr tonnte, und endete mit einem wacker aufgenommenenFrisch auf. Am Sonntag­morgen vereinigte ein Frühkvnzert die Feiern­den unb am Rachmittag führte ein schöner Gang nach Bad-Selters zu D. H. C.-Druder K ü h n l e. Am Sonntag beging auch die hiesige Feuer­wehr das Fest ihres 40. Bestehens. Rach­mittags fand ein Probealarm unb im Anschluß daran unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle ein Festzug statt, in dem der verdiente, langjährige Kommandant K. Suhl zusammen mit einem der Gründer. Schlosferrnerster G r o m, im Ehren­wagen gefahren wurde. Am Hause von Herrn Suhl wurde von dem derzeitigen Kommandanten Lenz eine Ansprache gehalten, ebenfalls im Gasthaus zur Post. Abends fand ein sehr gut­besuchter Ball statt.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Arheilgen, 20. Febr. Beim Ran­gieren eines Güterzuges entg leiste ein abgestvßener Wagen. Dies wurde in der Dunkelhett nicht bemerkt, so daß ein zwei­ter Wagen abgeftvßen wurde, der mit solcher Gewalt auf den ersten Wagen lief, daß beide schwer beschädigt auf den Gleisen lagen. Per­sonen kamen glücklicherweise nicht zu Scha­den. Der Personenverkehr wurde durch ilnv leitung aufrecht erhalten.

aufnehmen. Die Wohnungsnot wird dadurch nur wenig gemildert; denn in den Listen des städti­schen Wohnungsamtes stehen bisher noch 18 000 Wohnungsuchende. Die Stabt würde noch mehr bauen, wenn sie die Höhe der vom Staat ge­währten Zuschüsse für 1922 wüßte. Bis jetzt ist es nicht gelungen, von der Regierung irgendwelche sicheren Zahlen unb Unterlagen zu erhalten.

ra. Weilburg, 20. Febr. Zur finan­ziellen Entlastung der landwirtschaft­lichen Schule, die die einzige derartige Anstalt der Provinz ist, wurde seitens des Bezirksverbandes der Beitrag auf 25 000Mk erhöht unter der Voraussetzung, daß auch di übrigen beteiligten Interessenten entsprechend Erhöhungen be,»liehen ~ An Stelle de« ju Worbc schuldig. Der Terichtshos verurteilt- 'uckgetretenen kommtssanschen Landrats Pieper zum Tode und Wabischewski Langgemach wurde Kreistagsabgevrdne- zu lebenslänglichem Zuchthau

lassen.

" Die Findigkeit der Reichs- pvst? Ein Vorlesungsverzeichnis der Landes- ^lniversttät Gießen, adressiertAn das Aniv.-Sekretariat Frankfurt am Main", Postaufgabestempel Gießen, 16. 2. 22, kam als unbestellbar mit folgenden Stem­pelvermerken versehen zurück:Zurück" Straßenangabe fehlt"Empfänger in Frankfurt (Main) nicht ermittelt". Kom­mentar überflüssig!

" Zur Beachtung! Gemäß den Be­schlüssen des Vereins Deutscher Zei­tungsverleger. Kreis Hessen-Rassau and Hessen, sind die Zeitungen gehalten:1. Hin­weise im redaktionellen Tecl des Blat­tes auf Veranstaltungen von Vereinen, ebenso Vorträge und Veranstaltungen aller Art n ir in Verbindung mit einer Anzeige am Tage oder am Vortage des Stattfindens der Veranstaltung aufzanehmen. Diese Hinweise dür­fen keine Angaben über Eintrittsgeld, Karten­verkauf, Beginn usw. enthalten. 2. Einsendun­gen von Behörden zwecks Umgebung des An­zeigenteils abjulebnen. 3. Jede direkte ober ver­steckte Geschaftsreklame im rebaftionellen Teil ab­zulehnen." An diese Beschlüsse, die der Rvt- toge der Zeitungen Rechnung tragen, ist natür­lich auch der .Gießener Anzeiger" ge­bunden.

Anlagenmusik findet Donnerstag mittag um 12 llhr am Liebigdenkmal statt (nur bei günstiger Witterung). Spielfolge: 1. Armee­marsch Rr. 162 (Sedanmarsch) F. Lange: 2. Ouver­türeMeeresstille und glückliche Fahrt" F. Men- delsohn-Dartholdy: 3. Paraphrase über:Es war eine köstliche Zeit"; 4. Liebeslied und Feuerzauber aus dem MusikdramaDie Walküre" R. Wagner; 5. Parademarsch Rr. 1 I. Mollendorf.

"InderGesellschastder Gießener Kunstfreunde sprach Professor Ludwig @ur- tius (Heidelberg) überDie Genesis der Plastik"'. Anknüpfend an die Frage, ob unsere heutige Zeit ihren Ausdruck wesentlich in Werken der Plastik ober nicht vielmehr in der Malerei unb Architektur finde, wurde an Beispielen aus allen Kulturepochen der abendländischen Geschichte (Mo­derne Klassizismus: Hildebrandt Renais­sance: Michelangelo Gotik: Bamberger Skulpturen) der immer wieder sichtbare innere Zu­sammenhang mit den plastischen Problemen der Griechen aufgezeigt (Dortzphorys des Polyklot in der Drvnzenachbildung in Stettin). Die Kulturen mit ausgesprochen plastischer Begabung gehören sämttich dem Mittelmeergebiet unb seinen Aus­strahlungen an, so daß mit der Erkenntnis der plastischen Anfänge der Griechen (Apoll von Tenea) in der Tat für alle diese bereits ein Anfang gegeben ist. Während nun die dem griechischen Archaismus vorangehenden Kulturen, die nur Kleinplasftk entwickelt haben, keinen Anhalt für die Ausbildung dieses Typus geben können, bietet sich als sicheres Vorbild die schreitende ägyptische Statue Diese nun vermochte der Redner in höchst anschaulicher Weise besonders auf Grund neuer Funde des allen Reiches als völlig eingereiht in die ägyptische Vorstellungswelt zu zeigen: sie stellt, fest eingeordnet in den archllek- tonischen Zusammenhang, in dem sie ihrenOrt" hat (die Scheintür im Grabesinnem) den Verstor­benen bar, der so in monumentaler Gestalt unb dauerndem Materialverewigt" werben muß, da­mit die unsterbliche, in besonderem Maße lebendig gedachte Seele, die ihren Leib verloren hat, jeder­zeit in ihm Wohnung nehmen kann. In dieser Schöpfung Hegen die Wurzeln für die gesamte Plastik des eingangs abgegrenzten Gebietes. Der Osten übernahm die auf Passivttät gerichteten Züge (Ostasien), die Griechen formten den Typus von sich gar um in einer Weise, die durch die Annahme naturalistischer Tendenzen nicht erklärt werden konnte. Vielmehr ist es der dem griechischen Wesen innewvhnenbe agonale Zug, der aus der starren die nach außen und in sich selbst bewegte Statue schuf, die dann mit all ihren Problemstel­lungen die gesamte abendländische Monumental- Plastik beherrschte.

* Die Deutsche DvlkSpartei veran­staltete, wie uns geschrieben wird, am Sonntag im Schühenhaus eine sehr gut verlaufene Familien­zusammenkunft. Das Quartett, Frau Landgerichts- rat Schudt, Frau Reallehrer Z i e p r e ch t, die Herren Oberstudiendirektor Baur und cand. iur. Boller hatten die gesangliche Ausgestallung des Rachmittags übernommen, während Frl. cand. chem. Wild durch mehrere Rezitationen ernster und hellerer Art in wirkungsvollster Weise die Ansprache von Frl. Birnbaum borbereUete. Die warmherzigen Ausführungen unserer Land- tagsabgeordnetin bildeten zweifellos den Höhe­punkt der Veranstaltung und fanden in den voll­besetzten Räumen starken Widerhall. Am glei­chen Tage hatte sich die OrtsgruppeRidda zu einem FamillenabeTib in derKrone" bereinigt. In dankenswerter Weise hatten sich Damen und Herren aus Büdingen und Ridda dem bewährten Leiter des Abends, Amtsrichter Muhl, zur Ver­fügung gestellt unb leiteten burch musikalische, ge» Siche und rezitatorische Darbietungen zu der von Reallehrer Kahl (Damrstadt) über, nach deren Schluß spontan das Deutschlandlied erscholl.

* Der Obst- und Gartenbau-Ver­ein Gießen hielt intKaufmännischen Ver­einshaus" eine Mitglieder-Versamrnlung ab. 21 if der Tagesordnung stand ein Vortrag von Land­gerichtsrat Fun l über:Die Rechtslage tn bezug auf Pflanzung von Obst bäumen in die Rähe von

Ermordung des Wächters Steinke in der Tele- rnnfenftation Seehof bei Teltow zu verantworten * i/ütten, sprachen die Geschworenen gestern Pieper

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willigte für den fofortigen Wiederaufbau der durch Eisgang schwerbeschädigten Rotbrucke 240 000 Mk. Bei dieser Gelegenheit teilte der Magistrat mit, daß der Reubau der Brücke unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Lohn- und Materialverhältnisse rund 39 Millionen Mark gegen 21/s Millionen Mark in Friedenszeiten kosten würde. Die Stadt beabsichtigt zur Steue­rung bei Wohnungsnot im Jahre 1922 bic Er­bauung von etwa 2200 neuen Wohnungen unb will dazu eine Anleihe von 160 Millionen Mark

eine große rlnsicherheit des Paketverkehrs und I Mswesen reizt zur Deruntteuung. Der Deutsche 3n= Mitatteder bustrie- und Handelstag hat deshalb sich in einer Eingabe an den Reichspostminister mit dem Antrag gewandt, das alte Verfahren der Fehlmeldung auch ohne Antrag von Ab­sender oder Empfänger wieder eintreten zu