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flegen Baltenperband, zu dem sich etwa 6000 Zu- Lhauer emgesunden patten. Das Spiel wurde in- ftüge der lileberlegenheit der Berliner fast durch­weg in der Hälfte des Gegners geführt. Halb- «eil 4:1. Aach dem Wechsel schonten sich die Ber° ftner aber trotzdem wurde ein fünftes Alal ein- gesandt. Mit 5: 1 blieb der Berband Branden- burgrfcher Dallspielvereine Sieger.

-.Der Kanu-Klub (Stehen, der erst tat Januar ds. Is. ins Leben gerufen wurde, bestritt am Sonntag in Frankfurt die Kreis- oegatta vom Ober-.y^in-Mainkreis des Deut­schen Kanv-Berbandes siegreich in zwei Rennen. So wurde unter starker Konkurrenz die Kreis- meisterschäft 1 922 im Einer-Kajak (Albr. Sievers« errungen und der Sieg im Sen io- ren-Doppellajak (Soetbeer-Sic- vers) mit )3eberlegenheit ebenfalls dem jungen Klub gesichert.

i. Ettingsyaasen, 20. Juni. Unter dem Borsitze des Weihbindermeisters Earl S ch n c i - Her wurde hier ein Turnverein gegründet, dem zahlreiche Mitglieder beitraten.' Der Ge° nreinderat bewilligte in Würdigung des hohen Wertes der turnerischen Sache em jungen Berein 5000 Mk. Etwa 3000 Mk. kamen durch freiwillige «Gaben zusammen, so dah der Berein die nötigsten , Turngeräte anschaffen konnte.

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* Gold aus der Luft. Eine Aeuhorker Gesellschaft ist zu dem Zwecke gegründet worden, um Gold aus der Lust zu gewinnen. So ptzanta- stisch diese Mitteilung auch zunächst klingt, so he° rufct sie doch auf sehr realen Versuchen. Wie der Direktor des neuen Liniernehmens Daker amert- t'anischen Blättern mitteilte, handelt es sich um ein neues Verfahren, durch das die Luft, Rauch und Staub, die bei dem Schmelzen von Gold ent­weichen und die winzige Teilchen des kostbaren Materials enthalten, von diesen Bestandteilen wie­der befreit werden können, so dah nichts von dem Golde verloren geht. 3n allen Fabriken und be­sonders den Münzprägestätten, wo Gold verarbei­tet wird, läßt sich diese Methode anwenden, die nach den bisherigen Versuchen nicht unbedeutende Erträge abwerfen wird. Auf diese Weise wird sich jede Vergeudung von Gold vermeiden lassen, und der Ertrag an Gold wird vermehrt

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- Die deutschen Kolonien unter fremder M a n da t her rschaf t. Von Gou­verneur Dr. Heinrich Schnee. Die Weg- >:<rh7ne der deutschen Kolonien wurde begründet mit dem angeb'.ichen Versagen Deutschlands auf dem Gebiete d-r kolonialen x ivilisation. An Hand eines einwandfreien, größtenteils fremden Quel­len entnommenen Materials bringt der lehte Gou­verneur von Deutsch-Ostafriku den Rachw:is, daß die sogenannten Mandatarmäch.e sowohl in wirt­schaftlicher Hinsicht wie in bezug ans'die Behand­lung der Eingeborenen kläglich Schiffbruch erlitten haben. Größtenteils sind die von den Deut­schen geschaffenen kulturellen und sanitären Ein­richtungen vernichtet. Die Eingeborenen seufzen unter dem Druck der Mandatarmächte und sehnen die deutsche Verwaltung zurück, die zwar streng ober gerecht war. Man muh dem Verfasser für seine Feststellungen danken: gestützt auf sie daN die deutsche Forderung auf Rückgabe unseres ikvlonialen Besitzes nicht verstummen.

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Berlin . 20. Juni. Dörsenstim -

mungsbild. Da die Pariser Dlätterstimmen ein Einlenken Frankreichs erwarten lassen und man auch eine Verständigung bezüglich der inner- pvlitischen Fragen erhoffen zu können glaubt, macht sich am Devisenmarkt eine Abschwächung geltend im Anschluß an die höhere MarkbewerMng im Auslände. Für Industrieaktien blieb die Ge- schäftsunlust bestehen wegen der Besorgnisse hin­sichtlich der Gestaltung der Geldverhältnisse, da die Steuern, die Zwangsanleihe und der Bedarf der Industrie eine weitere Verknappung des Gel­des befürchten lassen. Ramentlich Montanwerte erfuhren erhebliche Verluste. Essener Steinkohlen buhten 138 Hösch 60, Kattowitzer 80, Laurahütte 75 und Mannesmann 70 Prozent ein. Braunkoh­len werte waren besser gehalten. Sonstige Rück­gänge betrugen etwa 15 bis 40 Prozent. Schiff­fahrtsaktien gaben wenig nach. Banken waren widerstandsfähig. Dalutarische Anleihen waren gleichfalls niedriger, insbesondere Türken, Lissa­boner Stadtmsteche und Mexikaner. Dagegen war die Kursbewegung in österreichischen und unga­rischen Werten ungleichmäßig. Ebenso waren deutsche Anleihen teils ein wenig gebessert, teils etwas niedriger. Zprozentige Reichsanleihe gab um 2 Prozent nach. Wahrend des offiziellen Verk^rs zogen die Devisenkurse eine Kleinig­keit an.

Frankfurt a. 1, 20. Sunt Dörsen- stimmungsbild. Am Vormittag lagen ausländische Zahlungsmittel noch ziemlich gut behauptet. Der Dollar wurde mit 326 ge­nannt und gab später auf 321 bis 319 nacfy. Der Effektenmarkt zeigte ein vorwiegend schwächeres Aussehen. Am Montanattienmarkt hielt sich das Geschäft in engen Grenzen. Im freien Verkehr herrschte Mgabeneigung vor. Deutsche Petroleum 1950, Rastatter Wag­gons 530, Venz 450, Inag 380, Hansa Lloyd 235. In Industrieaktien war daö Geschäft we­nig umfangreich. Anilinwerte setzten bei schwä- ckterer Tendenz ein. Elektrizitätspapiere lagen still und teilweise gedrückter. Zuckerfabrik­aktien stellten sich ebenfalls niedriger. Am Einheitsmarkte gaben die Kurse vielfach nach. Schiffahrtsaktien schwächten sich ab. Der Schluß gestaltete sich recht lustlos. Privat­diskont 41/2 Prozent.

5 r an ff urt a. M., 21. 3uni. Marknotierungen.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluss-1-älhr- Schluss- Anf.> Kurs

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D.-Lv < niD. Dergw.. 1005, Gelfe.u:rch. Bergw.. 1025, Harpener Bergbau. 1°15, Obe^chl. Eisenb.°B. ?20, Obersthlef. Eisenind. o0®, Phönix-Bergb.-Akt. 1390,

sollten.

Die ..Time s" berichten, ha1', dte gestrige Unterredung zwische^t Lloyd George und Poincare sehr herzlich verla uf en ser Der Meinungsaustausch'habe äusserst freundschaftlrchen Charakter gehabt und Poincartz sei angenehm überrascht getoefen nicht nur über die Herzlich­keit der Aufnahme, sondern auch über die sehr offene und freundschaftliche Haltung der Dow- ning-Street.

^Daily Chronicle" schreibt, due gc» strige Unterredung zwischen den beiden Premierministern fei ebenso herzlich wie erfolg­reichgewesen. Es sei wahrscheinlich, dass die Erörterung, die im Ialr stattfinden werde, wenn PvincarS wieder nach London komme, von grosserBedeutungsein werde. Etwas Endgültiges über Irgendeine 'F--age fei gestern mcht beschlossen worden.

Vvrthcliffe kehrt krank nach London zurück-

London. 20. Juni. (WTD.) Wie ge­meldet wird, ist Lord Aorthclisfe vom Kontinent nach London zurückgekehrt. Associated Press" zufolge sei ihm angera- ten worden, sich einer Behandlung we­gen Herzschwäche zu unterziehen, die noch durch Ptomainevergiftung verschlim­mert worden Jet

Verantwortlich für den politischen Teil:

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(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die französische und englische Presst über die Londoner Zusammenkunft.

Paris, 20. Iuni. (WTB.) Zur Reise Poin- cares nach London schreibt die demokrattsche Ere Llouvelle", es sei Tatsache, dass man von einer anderen Persönli chkei t als Poincare das Gelingen des Bersuches erhoffen konnte, die franzöfisch-britischen Beziehungen zu entspann en. 21^ unser hartköpfiger Lothringer bleibt bei der Pro­zedur der geschriebenen Roten. Er befurchtet die Verführung der walisisci>ea Sirene, und wenn er sich zu Tafelgesprächen herbeilässt, kann man sicher sein, dah er sich wohl hütet, irgend etwas anderes zu sagen, als was er vor Besprechung be- schlossen hat, zum Ausdruck zu bringen^Welche offene und loyale Ausspra-He können zwei Manner miteinarider haben, von denen der eine sich hinter einer Pyramide von Verträ­gen und Reglements vesJ<m^t und der andere alles verachtet, was geschrie­ben ist. Die Ereignisse der Politik 'hängen viel­mehr von dem Temperament der Männer ab, die die Regierungsgewalt in Händen halten. Lloyd George und Poincare sirck» nicht ge­macht, um sich zu verständigen, sie werden sich niemals verstehen.

London, 20. Juni. (WTD.) Bei der Er­örterung der Ergebnisse Der gestrigen Derckttns zwischen Poincari' und Lloyd George heben die Blätter besonders hervor, bevor öie Ae- pararionskommissivn ihren Deicht über die Fi­nanzlage Deutschlands verfasst und eine weite» Zusammenkunft zwischen den beiden Premier- minislern stattgefunden habe (das ist Ende Iuli), keine Zwangsmassnahmen gegen Deutschland beabsichtig! fir.d.

Westminster Gazette^ zufolge ist da­mit jede unmittelbare Krisis in der Frage der Reparationen verhindert. In einem Leitartikel schreib: das D.'att, es würde ein Fehler sein, wenn man der geftrigen Zusam­menkunft zwischen Lloyd George und eine besondere Bedeutung beimeste. Poincare» Besuch, der, wie baS Blatt betont, auf Poincarös eigene Veranlassung stattgefunden habe, habe mehr gesellschaftliche als politijchk Bedeutung. Eine Politische Ucbereinfttmntuna zwischen Grossbrttannien und Frankreich sei im gegenwärtigen ZeitpUiik! kaum möglich. Die bei­den Länder seien in fast jeder bestehenden. Frage vollkomEN verschiedener Airsicht. Dies sei jedoch kein Grund, weshalb England und Frankreich nicht Freunde bleiben

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