Hessischer Landtag.
39. Sitzung.
Darmstadt, 16. Dez.
President Adelung eröffnet die Sitzung 950 Uhr Eine kleine Anfrage de- Abg Hoff' mann-Alzey (Ztr.), betr. Auszahlung der Zanuargehalte an Beamte noch vor Weihnachten beantwortet Ministerialdirektor Schäfer dahin, dah die Kassen bereits entsprechende Anweisungen erhalten haben. <3ine Reihe von Im Finanzausschuß einstimmig angenommenen Regierungsvorlagen, darunter die R o t l a g e der Presse betr., wird gemäß Art. 32 der Geschäft-» Ordnung zur Kenntnis des Hauses gebracht.
Sine Regierungsvorlage. Maßnahmen gegen den Ausverkauf betr. (Verbot des Verkauf- bestimmter lebenswichtiger "Daren an Ausländer) wird gemäh Ausschuhantrags einstimmig angenommen Heber tste Dorste.luna d-rs Verbandes süddeutscher Waldbesitzer In Verbindung mit einem Antrag SwrmfelS, Mißstände eines HolzlieferungSvertrageS zwischen Erbach-Fürstenau und einer Berliner Holzfirma betr , beantragt der Au-schuß dahin, die Abstimmung e'.nstweilen au vertagen, bis die Untersuchung der staatlichen .^orstverwaltung abgesckstossen ist. Aba. Fenchel (Bbd.) macht daraus aufmerksam, datz die betr. Berliner Firma angeblich auch mit den Holzlieferungen an die Entente zu tun habe. Die Beschlüsse deS Ausschusses werden angenommen.
Den Antrag der Abgg Schott. Fenchel und Gen., Aufhebung der hessischen Verordnung vom 15. Rvvember 1921, Zwa ngslieferu ng von Milch beantragt der Ausschuh mit Mehrheit akzulehnen, den Antrag Reumann
die Verbilligung von Milch
für die ärmere Bevölkerung betr., anzunehmen.
Abg. Roth (Komm.) fordert Aufrechterhaltung der Zwangswirtschaft für Milch. Eine Der- bllltgung der Milch fei unbedingt notwendig, aber durch Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern die dazu notwendigen Mittel auszubringen, damit könne sie sich einverstanden erklären. — Die Abgg. Luckel (Svz.) und Hat rem er (Zentr.) fordern die Aufrechterhaltung der Milchbewirt- fchaftung in dem bischerigen Umfange. - Abg. v. Helmolt (Bbd): Dem ersten Test des Antrages Reumann stimme er zu. Aber die Kosten müßten von bei Allgemeinheit getragen werden und ihre Deckung durch erhöhte Grund- und Gewerbesteuern l<me er ab. — Abg. Fenchel (Bbd.): Es sei eine ganz unbeweisbare Drchaup- .tunfl. dah die Bauern bei "Aufhebung terZwanqs- bewirtschoftung keine Milch mechr l'.e'erten. Man solle doch die wahren Gründe der Milchnot nicht immer verschweigen: die Abtretung der beiten milcherzeugenden E-ebiete, die Ablieferung de- besten Milchviehs an die En'ente. Die Sünden der Kriegswirtschaft, Abschlachten des Jungviehs, rächten sich jetzt. Richt fortdauernder Z.vrrg, sondern Hebung der Produktion müsse das Ziel sein, dem Regierung. Stadtle'volkerung und La nb- wirtfchaft in gemeinsamer Arbeit zustreaen. (Bravo! rechts.) — Abg Ebner (Komm.) macht die Landwirtschaft für alles verantwortlich. Die Entente mache es nicht schlimmer, als eS Deutschland im Kriege gemacht habe. (Pfui! rechts.) Ob deutscher oder französischer Kapitalist, ob gerade oder krumme Rase, es sei alles dasselbe. Einzelnen Leuten, die sich Milch auf dem Lande tz-vlten. solle man sie belassen. — Abg. Hahn (D. Dp): Die erste Frage fei: "Die gelingt es die Milch?rzeugung zu forbern und zu steigern? Wie mit der Milch so werde es auch im nächsten Jahre mit dem Brot werden. Allmählich müsse aber doch jeder begreifen, dah jede Zwangswirtschaft die Produktion hemme. Wenn man sich darüber beklage, dah Milch verbuttert werde, dann könne man dem sehr einfach abhelfen, indem man den Milchpreis dem Butterpreis anpasse. Früher habe man gerade in Hessen Milch- überHuö gehabt. Dah es heute anders sei, liege allein an den wirtschaftlichen Verhältnissen. Der Landwirtschaft mühten zur Hebung des Viehbestandes ganz außerordentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, z D. warte man noch immer aus die Verteilung der Aeberschüsse der KriegSww schaftsämter. — Präsi'e:t Hebel: Die Milä-not in dem jetzigen Umfange rühre vielfach von dem starken Verbuttern her. Die Städte hätten eine schlechte Preispolitik getrieben. Der Butterpreis hänge nun einmal von den zum groben Teil aus dem Ausland eingeführten Fetten ab und die Ausnutzung dieser Konjunktur könne man schwer jemand verbieten. Zu rächst habe die Regierung auf die Molkereien einzewirlt. dah b e Verbutterung eingeschränkt werde, ferner fei die Konzessioniei-uitg des Milch- und B itterkandels angeordnet worden. — Abg. Steinhäuser (6oa.) regt Ermässigung der Frachten und der Umsatzsteuer für Mrlch an. — Abg Reumann (Svz.) spricht für seinen Antrag. — Abg G la ser (Bbd): Verruwerung und Hamstern feien doch nur oberflächliche Gründe. Die Milchnot rühre vom Rückgang des Viehbestandes her, verstärkt durch die Krafifu.terknappheit und d.e schlech en Futter- emten der testen Jahre. — Abg Wagner (Ztr.) erinnert an die katastrophalen Folgen der Maul- imb Klauenseuche des Jahres 1L2). Die Regie.ung müsse für reichliche Fu terbd.eferung ta^en
Rach weiterer Deoatte. an der sich^die^Abgg. Birnbaum (Dtsch. Vpt.). Fenchel (Bbb),
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die ihrer Rachzahlungspflicht nicht genügt haben, erhalten den Giehener Anzeiger vom 22. dS. Mts. ab nicht mehr zugestellt. Rur die sofortige llebettoetfung deS Mehrbetrages von
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für Dezember sichert den Weiterbezug.
Verlag des (Siebener Anzeigers.
Roth (Komm.) ttnb Ebner (Komm) beteiligen, wird der Antrag Schott u. Gen a b g e lehnt (gegen die Stimmen bet Rechten): dec Antrag Reumann wird in feinem ersten Teil (Milchver- billigung) einstimmig angenommen, in se nem zweiten Teil (Deckung durch Erhöhung der ®tu.ib- und (*ett>etMleucm) gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelepnt.
Die Vorstellung der Witwe Henfelzu Rödgen, bett. Entlassung des H B. Hensel auS dem Gefängnis, wird für erledigt erklärt, da der Hensel bereits am 23. d. MtS. aus Anordnung der Regierung entlassen werden soll. Die Regierungsvorlage. auherordentliche RotsiandSmah- nahmen für die Rentenempfänger der Invaliden- und Angestelltenversicherung betr., wird angenommen, danach vom Lande rund 21/» Millionen zur Verfügung gestellt.
Den abgeänderten Antrag Rink u. Den., die unentgeltliche Schulspeisung minderbemittelter Kinder betr., empfiehlt bei AuSschuh nach erneuter Behandlung der Regierung als Material zu überweisen, da die Schulspeisung in erster Linie Sache bet Gemeinden sei. Das Haus stimmt dem zu.
3fi zweiter Lesung wird die Regierungsvorlage, Entwurf eines Gesetzes über die Erhöhung des Urkunden stempel- betveffenb, wird Artikel 1 biS 5 nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen, ebenso bei Artikel 6 die Ablehnung der Regierungsvorlage unter An
nahme des Anwags Ebner. Aufhebung der Fahrrad st euer btt.essend. Das Gesetz im ganzen wird darauf angenommen.
Inzwischen ist noch eil Antrag Dr. Werner, Schian. Reiber usw eingelaufen, den Umbau bei Konzerthausbuhne in Bad-Rau- h e i m betreffend A s Be ich erstatier weist Abg. Reibet (Dem.) darauf hin, dah durch die Ablehnung der entsprechenden Regierungsvorlage auch die Existenz des Gießener Theaters gefährdet wird. Mehrere Abge)rdnete haben sich zufammengctan und lestgestellt. dah ein weniger weitgehendes Projekt ein Umbau soweit ihn die seJer.oUz il chm D denken e for.ern (d|"emer Vorhang usw ) mit einem Kostenaufwand von rund 16 Millionen ausgeführt werden könne: tiefer Betrag könne durch Verkauf von Altmaterial der Dadeverwaltung restlos gedeckt werden. — Abg. Kaul (Soz.) erklärt namens seiner Fraktion, dah sie nunmehr dem Vorschlag zustimmen könne. — Abz. Dr. Werner (Dntl.) freut sich dah die (Stimmung jetzt für den Vorschlag sei. dah sowohl Dad-Rauheim geholfen werde wie auch ganz Oberhessen durch Erhaltung des (Siebener Theaters. — Abg Birnbaum (D. Dp.) sch'lrstt sich dem an. — Der Antrag wird einstimmig angenommen
Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Engelmann (Soz). dah bei der Abstimmung über die Besayungszulag« ein kleiner Irrtum insofern unterlauien sei. als es die WillenSmeinung des HauseS sei, dah der (Staat nicht von der Be° sahungSzulage von 1919 (wie in der Vorlage stand), sondern von der jeweiligen Befahungs» zulage 20 Proz. den Gemeinde.» ersetzen solle. — Abg. Delp (Soz.): Der Finanzminister habe bei den Beratungen erklärt, dah er diese Beträge nicht auf bringen könne, svttdern bann den Aus- glcichstock angreifen müsse. Damit würden die unbesetzten ©täbte schwer geschädigt. — Abg. Engelmann (Svz.) nennt biefe Rechnungs- weise engherzig. — Abg. Knoll (Zentr ): Die 5tage sei eine hochpolitische, bie im Interesse des besetzten. Ceiietes gelost werden müsse. — Abg. Reiber (Dem ) spricht sich für den An- Antrag Engelmann aus. Auf- schärfste müsse zurückgewiesen werden, dah Abg. Engelmann hier sage, der hessische Staat tue weniger für das besetzte Gebiet als andere. — Abg. Delp (Soz.) stellt fest, dah andere Staaten die 20 Proz. nicht bezahlen. — Abg Engelmann (Svz.): Andere Staaten gäben soviel, dah die Mittel ohne wej- teres gedeckt seien. — Abg. Kaul (Soz ) stellt fest, bah der Abg. Engelmann nicht im Auftrage der Fraktion spreche. — Abg. Werner (Dn.) bedauert diese Debatte, die Stimmung im besetzten Gebiet tre.be dadurch nicht gebessert. — ScUuß der Sitzung 1.45 Uhr.
Handel.
Berlin, 18. Dez Börsen st immungs- bild. Da bie ^Bereinigten Staaten bzw. die amerikanische Großfinanz sich gegen ein Eingreifen in bie verworrenen Berhältnifie Europas nicht mehr so schroff ablehnend wie bisher zu verhalten
scheinen, hat hn Auslande die Besserung des MarkkurseS und in Rückwirkung hiervon in Deutschland der Küdgang der Devisenpreise an gehalten. Die Auszahlung Reuyork erreichte vormittag- mit 5500 seinen tiefsten Stand, wurde aber bei Eröffnung der Börse bereits wieder mit ungefähr 6100 gehandelt. Am Effektenmarkt lagen unter diesen Verhältnissen ziemlich viel Derkaussaus- träge seitens der Spekulation und eines Teiles des Publikums vor, so dah die Kurse auf der ganzen Linie recht empfindliche Rückschläge erfuhren, die aber infolge der Devisenerholung nicht das vielfach befürchtete Mah erreichten. Das Angebot war nicht als dringend zu bezeichnen, doch bestand bei den unsicheren ungeklärten Verhältni sen über die weitere Entwicklung der Lage nur geringe Aus- nahmelust. Die Einbuhen betrugen für die meisten Werte durchschnittlich 500 bis 1500 Proz, für eine ganze Anzahl namentlich am Montanmarkte bis 3000 Proz. und für besonders hoch im Kurse stehende Papiere über 3033 bis 6033 Proz. Als besonders betroffen hiervon werden Harpener, Köln-Rcuessener, Phönix, Akkumulatoren, Oren- stein u. Koppel und Berlin-KarlSruher Industrie genannt Wenn auch die Stimmung ziemlich nervös war, vollzogen sich die Rückaänge doch in aller Ruhe und bae Geschäft erreichte keinen besonders groben Umfang. Die rückläufige Kursbewegung, die auch in den Valutawerten, so in ausländischen Renten und Kolonialpapieren bei Ginbuhen von einigen hundert biS mehreren tausend Prozent und bis 13 000 Prozent bei Mexikanern ihren Ausdruck sand, hielt überwiegend auch im weiteren Verlaufe an. doch fanden vereinzelt auch mähige Erholungen statt.
F r a n f f u rt a. M., 18. Dez. Börsen- stimmungSbild. Der Dollar wurde vormittags mit 5800—5600 gehandelt. Die Effektenbörse stand unter dem Eindruck der schwachen Haltung der ausländischen Zahlungsmittel. Hauptsächlich von seilen der Spekulation lag in den ersten Morgenstunden Angebot vor, dem nur eine unwesentliche Nachfrage gegenüberstand. Die führenden Montanpapiere erlitten starke Rückgänge. Stärker abgeschwächt waren auch Kali-, Auto- und Maschinenaktien. Kurseistbußen wiesen ferner die führenden chemischen und ElektrizitätS- werte auf. Zuckeraktien wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Balutapapiere lagen schwächer. Um 1 Uhr wurde der Dollar 6050 genannt.
Börsenkurse.
ftrnnfhirt a. M. Berlin
Schluß Schluß Schluff Schluß.
Rurs Äurs Rurs I urt
Datum: 15 12. 18.12. lä 12. 18.12-
57«.Dtscb. NeichSanleche 80,50 80 0 80,75 80,75 4'1 o Ternleirben 4^0 — 448,— 430. - 4 0,— H'/.0/» Ternlcidjcrt 2U0.— 250.- 2.8,- 2 0,- 3'7° Dergleichen 1050,- 1 rt)O -UVA - 1G00,- Dlsch.Sunr-8raiii.'Anl. 180,- 100,- 15»,- 120,— 47, Preunische KonfolS 180,— 10»,— 183,— b5,— 4'/° Hessen HO,- 110 - 114.- 114,- 3l/,7n Hessen 11'3,50
3•/« Hessen 07.- 170,- 120,-
4% AodtÜrfett 7600,- 6300,- 7200,- 6275k- 57» Golduiettkcmer 50000.- -,-Ü05»).-75500.- Berltner Hnndelsges. . 1403a- 12000,- 15200,-10800,- GommerA^ n. 'Öriumbt 2350,— 2010,— 2350,— 1851,— Darin». u Nniionalbank 2405.— 2000,— 24'4),- 1950,— Deutsche ^^nuk 5000,- 5000,- 7300,- 5500,- Demsche Bcreinsbank. 1100,— 940,— —,— —,— DiSconio Coiuinaudil . 3250 — 2810. - 8350,— 2660,— Uleinllbanf 13*400,- 1"OK).- —, - -,— Mi'ieldeui. Credilbnnt 2200,- 1875.- 2250,- 1850,- Oeiterr. Eredtianskalt. 1900,— 1395,— 1950,— 1549,—
Bochumer Äuh .... -,—18750,-15500,-
Biiderus 10'100,- 0000,-11 MM,- 855a- (fnro »175,- «250,- 8000,- 5500,-
Teiiifdj’Vnrcmbnrn. . 1M0.—16723,—18000,—1600),— GelseiikirchenerB^rmv19500,—1650!»,—20010,—1000),— Cnryencr Zlcrntmn. . 56500,—53000,—(100)0,— —,— Rrdnueit2lfrt)er»ieben (rm- 8(50,- IjOOO,- 74»0,- lirtliiuevf 4b‘eücreneln 11700,— fMOO,— —.— 80'0,— Vmirnbiitte 13500,— 7500.-11800,- 7003,—
Cberbeb irf 122M - 9000,-13100 - 9100,-
Vliönir Bergbau. . .. 21700,—1550J.—21000,-1500G,- Rhrimtatsi 17000,-14001),-17000,-12500, - fliicbcif '.uionfnn . . . 3600),—3350),—2»,500,—
TeUuS Berabau.... 4650,— LE— -.— —,—
ambmn timer. Pake» 8000,— «<»50,- 7800 - 5200.-
Storddeulscher istoyd. 4500.— 325ft— 4303,— 3010,—
ZeiuentiverkHeidelbers 8500,7- 76»)0,— —,— —,— Plsillvv Hvlziimnn . . 3950,— 3050.— 4830.— 2500,—
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26500.—1800 >,-24300-17000-
14400.-101 0,-14-00.- 9000,- 8L00.- 6'00,— 7.550,— 6100,— 4! 00,-12000,-
6501».- 4900 — 5500,— 48',st— 7150,- 5E-
820ßäoa— 8010,— 5800,—
14450,-11 00,- -.-
Elekrrtttkäts.Ges. 4200,- 5000,- 3750- iirrnmann 5N0,— 4000,— 512-5,— 4000,— Lchnckerl 97 ü- 8025,— 01*0,— 7125,- Siemenö L Halske. . .17200^- —,—170 0,-14900,—
Sldlerwerke «leger. . 3200,- 2.10 - 3350,- 2600,- Dai.nter Motoren. . . . 3003.- 30«.- 395O.-2775,- Heylmenstaek't 4980 — 3903.- —,— —,—
Meanin 600!),- 6000.- 6000- 4m-
Memaaes. Frankfurt. 25003.-19003,- -,- —,- Lchnbsnbrir Her, .... 2590.—2300 — —,— —,— Siebet »03.-2703,- -,- -,- ZellOoff Wnldhos . . . 135 '0.-0203.- 13000,- 9503 - ZiickerinbrOrra iken»ba»12<53.-0100 - —,— —,— ZiilkerfoblirWaa du fei 131 JO,—10000,- ——,—
Märkte.
Berliner Produklemnartt.
Berlin. 18. Dez. P r obu r tenmarTt Dem erneuten schcirsen Rückgang der Devisenpreise ist die Enlwicklung am Produklenmalckl nicht in rechnungsmässigem Umfange gefolgt, da bereits wieder eine Ecchvlung der Devisenpreise elngctreten ist. Außerdem boten neue Käufe bei Reichsgetreidestelle eine gute Stühe, so dah die Rrggenpreise, imchdem sie vormittag» meccklich niedriger gewesen waren, mittag» mit einen kleinen Abschlag gegen ben SamslagSstand auswiesen. 3m Anschlutz hieran vermoch:«»^ sich auch die Weizenprei e veich»ältisismäh1g zu behaupten. Matt war die Stimmung für Gerste und Hafer. Für MaiS erhöhten sich die Forderungen nach stärkerem Preisrückgang wegen der wieder an- ziehenden Devisenpreise. Die übriaen Artikel erführen zumeist mähige Preiseinbuhen.
Frankfurter Getreidemarkt.
* Frankfurt a. M^ 18. Dez. Der Ge^ tteidemarkt unterlag, wie nicht anders zu erwarten war, der Kursbewegung der ausländischen Zahlungsmittel. ES machte sich eine große Zurückhaltung in allen Getrsidearten geltend. Vielfach bemerkte man Angebot und der Rückgang des Dollars druckte vielfach auf die Preise. Weizen und Roggen lagen schwach. Gerste und Hafer schlossen sich der allgemeinen Stimmung an. Mais lagen unter dem Druck de« Dollars. Mehl lustlos. Hülsenfrüchte wenig beachtet, aber schwächer. Futterstoffe sind billiger zu haben. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kilogramm. Weizen Mk. 27 000—28 000, Roggen Mark 27 000—28 000, Hafer, inländischer. Mark 22 000—26 000, Sommergerste Mk. 25 000, MaiS, La Plata und Mixed, Mk. 25 000 bl» 27 000. Weizenmehl südd. Spezial. 0 Mark 42 000—50 000. Bei Waggonbezug ab Mühlenstation. Roggenmehl Mark 37 000 bl« 40 000, Weizen- und Roggenkleie Mk. 13000 bis 13 500, Erbsen für Speisezwecke Mark 44 000-50 000. Tendenz: flau.
Frankfurter Schlachtviehmartt.
Frankfurt a. M., 18. Dez. (Amtlich) Marttverlcms. Kleinvieh bei lebhaftem Geschäft crusverkauft Schweine ebenfalls lebhaft und nahezu ausverkauft. Bei Rindern langsamer Handel; es dürste Ueberflanb verbleiben Im einzelnen ist zu bemerken: Ausgetriebrn waren 1849 Rinder, darunter 351 Ochsen, 32 Bullen und 1436 Färsen und Kühe: ferner 282 Kälber, 162 Schafe und 1019 Schweine An Preisen wurden angelegt pro Zentner Lebendgewicht: Och'en 29 030 viS 47 000 Maik: Bullen 30 030 biS 43 000 Mk.: Färsen und Kühe 38 000 bis 43 000 Mk. für beste Färsen, 20 000 bis 37 000 Mk. für geringe Färsen: Kälber beste Qualitäten 47 030 bis 50 000 Mk., mittlere Qualitäten 42 030 bis 46 000 Mk., geringe Qualitäten 38 000 bis 40 000 Mk.; Schafe 21 COO biS 35 030 Mk.; Schweins unter 80 Kilo Lebendgewicht
40 000 bis 55 000 Mk., von 80 bis 100 Kilo
57 000 bis 62 000 Mk., von 100 bi» 120 Kilo
60 000 bis 65 000 Mk.. von 120 bis 150 Kilo
60 000 bis 65 000 Mk, Fettschwetne über 150 Kilo 65 000 bis 66 000 Mk., Sauen und Eber 40 000 bis 60 000 Mk. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn In sich schließen. Des Weihnachts- und ReujahrS« festes wegen werden die Diehmärtte von Montag, den 25. Dezember auf Mittwoch ben 27. Dezember 1 9 2 2 und von Montag, den 1. Ir- nuar 1923 auf Dienstag, ben 2 Januar 1923 verlegt.
Büchertisch.
.— Gullivers Reisen in unbekannte Lander. Don Jonathan Swift. Reu durchgesehen und herausgegeben von Manfred Kyber. (Union, Deutsche Verlagsgesellfchaft, Stuttgart.) — Diese Reuausgabe des beliebten ZugendöucheZ. das mit den vortrefflichen Granddilleschen Illustr^tionea reich auSgeftattet ist, wird der verständigeren jungen Welt von heute sicherlich ebensoviel Freude bereiten, wie es schon Tausende vorher in hohem Maße erfreut hat. Sine gute Gabe kommt hier noch gerade reckst für den Weihnachtstisch.
— Peter Dörfler: Der ungerechte Heller. Verlag Josef Kofel und Friedrich Pustetz Kempten.) — Alle Vorzüge Dörflerfcher Kunst sind im „Ungerechten Heller" vereint. Die Handlung ist klar aufgebaut, die Gestalten sind voll individuellen Lebens. In geruhiger Fülle flieht die Erzählung dahin, von Episoden von geradezu grandioser Wucht unterbrochen, in denen der Dichter alle Mittel seines gesteigerten und geschulter» Gestaltungsvermögens spielen läht.
— Friedrich Märker. Panshmbo- l i s m u s. Verlag von Albert Langen, München.
Zum Weihnachts-Fest
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