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rovinz Oberhessen das Qölrt

schaftSleben.

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Die Teuerungsznhlen in Hessen.

(5460),

26. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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Durch- (5235);

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Aus Ltadt und Land.

Dießen, den 19. September 1922.

Notgeld für Oberhesscn.

ei & übt die N er hibl Seh $d fern tritt geh toäi mel die 6to 2lu gcg- ipil gern vor tzirs von fall bare tigi'

Hauptzoltamt Mainz. In den Ruhestano ver­setzt wurde am 10. Qlugufi 1922 der Rektor an der Volksschule zu Oppenheim QI. Maurer auf sein Rachsuchen unter Anerkennuirg seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Oktober 1922 an.

Oppenheim 7847 (5321). Badingen Zrlxich 7941 (5303), Schotten 7778

Der Mangel an Zahlungsmitteln bedrohte auch in der Provinz Oberhessen das Wtrt-

meh 'N folgi w

** Die Herstellung von Stark- b i e r ist jetzt verboten worden. Es darf nur Elnfachbler, Schankbier und Vollbier her­gestellt werben.

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Prinzess!

a Ich - Earolat'h. geborene Prinzessin'Rcutz ältere fimie, als Gattin heimführen.

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nichts verlangt, als eine Kleinigkeit für viel Sie wiederholen für uns jene kurze Szene Sie wissen doch? . . Diese dramatische Szene ein famoser Titel wär' Ein Drama Im Drama! Also Sie wissen doch ich meine die Sache mit dem Messer. Wir

D e Braut des Kaisers, die Prinzessin Her- mme ist am 17. Dezember 1887 als vierte Tochter deS verstorbenen Fürsten von Reust ältere Linie '' Drcit geboren. Sie heiratete am 7 Januar 1907 den Prinzen Johann Georg von Schönaich- %fihcr .?cr He.rschis, Saabor in Schlesien Ihr Blaun lst am 6. AprU 1920 ge- Kall-? entstammen fünf Kinder. Dem

Ä ,\tor die gjunxcifln von früher bekannt. C trLf*T ^er erst im Frühjahr d. I.. als sie cine Woche in Doorn zu Besuch weilte, näher- gctreten. Der Briefwechsel, der sich im Anschluß diesen Besuch zwischen dem Kaiser und der Prinzessin entwickelte führte zur Verlobung. Die befindet frch zur Zeit bei ihrer Tante, der Arobherzogln Louise von Baden, die zugleich d^r »»Esche Prinzessin ist, auf

Branntwein aus Obst darf nicht mehr hergestellt werden. Die Landeszentral­behörden können aber für Obst, menschlichen Ernährung nicht geeig in anderer Welse nicht verwertet rr

ovit, das zur geeignet ist oder erer Welse nicht verwertet werden kann, die Verarbeitung aus Branntwein zulassen.

" Die Verwendung von inländi­schem o u cf c r zur gewerblichen Hei stellung von Sch kriade, Süßigkeiten, Drannlw.in und brannt- w.'in haltigen Getränken aller Art, insbesondere Likör und Schaumwein, sowie die Lieferung und der Erwerb von inländischem Zucker für diese 3lr>e(fc ist jetzt verboten worden. Der vor In- na;(treten dieser Verordnung gelieferte Zucker darf noch verwendet werden. Äeue Lieferungen durieu auch auf Grund von vor diesem Zeitpunkt abgeschlossenen Verträgen nicht mehr erfolgen.

** D i e Ausstellung der Ge­werbe s ch u l e, die noch bis Donnerstag täg­lich von 1012 und 25 Uhr geöffnet ist, zeigt die Arbeiten der Lehrgänge der ver­schiedenen Abteilungen, so für die Maschinen­bauschule, b!c Bauleitung, die Berufsschule und die Scl)reinerfachschule. Einen besonderen Aeiz erhält die Ausstellung dadurch, das) Ar­beiten der Klassen für schmückende Gewerbe und solche der Schreinerfachschule ausgestellt sind; letztere Arbeiten von einfachen Ge- brauchsmöbeln bis zu LuxuSstucken. Auch in der Maschtnenbauabtellung sind Arbeiten der Lehrwerkstätte, Apparate für das Laborato­rium, zu sehen. Die Ausstellung zeigt, wie mil einfachen Mitteln wirkungsvoll ausgestellt werden kann, und wie in dem Schulbetrieb eüie gründliche Methode Theorie und Praxis verbindet. Der Besuch der Ausstellung ist sehr

"*DieObsterntederStadtGic- tz e n soll am Donnerstag und Freitag dieser Woche versteigert werden. Näheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.

* Die neue Veroronu ng über die öffentliche Drotversorgung, d. h die Einschränkung der Berechtigung zum Bezug von Markenbrot. die wir in unserer Nr. 217 vom 15. September inhaltlich mitteilten, ist jetzt im RetchSanz iger" amtlich veröffentlicht worden. Die Kommunatverbände haben den Auftrag, die Ver­ordnung so durck^uführen, dast der Ausscblust der Nichtbezugsberechtigten vomMar- kenbrotionsum am 16. Oktober wirksam wird Die Kommt,nalverbände können bestimmen, dast die öffentliche Brotversorgung nur auf An­trag eintritt, und dast diejenigen, welch.' sie be­anspruchen, den Nachweis für das Vorlim-m

. . ,ie Provinzialdirektion Ober Hessen hat deshalb bet der Negierung in Darmstadt und dem NeichSftnanzmini- sterium beantragt, dieAuSgabevonNot- geld für die Provinz Ober Hessen in den hauptsächlich fehlenden Geldscheinen von 1 00 M k. und 500 M k. zu genehmigen. Diese Genehmigung ist auf telegraphischem Wege eingetroffen. Mit dem Druck des Not­geldes im Gesamtbeträge von 100 Millionen Mark wird sofort begonnen, so dast rechtzei- tigbiSEndedesMonatSNotgeld- scheine ausgegeben werden können. Sie ha­ben eine Laufzeit von 2 Monaten, also bis Ende November, und werden im Laufe des Monats Dezember bei der Provinziaikassc in Giesten eingelöst.

Die Meldung von der Verlobung des ttüheren deutschen Kaisers wird durch eine den Blättern zugegangene Mitteilung desGene­ralbevollmächtigten des Königlichen Hauses" Wirklichen Geheimen Rats von Berg, be- st ä t i g t. Der Kaiser werde voraussichtlich im November dieses Jahres die verwitwete Prinzessin Hermine von Schön-

Tadellose Haltung, wohllebtges Gesicht mit wrzgeschnittenem englischen Schnurrbart.

Der Herr stellte sich noch einmal tönend vor, und dann, von Hein,) zum Sitzen aufgefordert' nahm er gewichtig Platz.

..©Je also sind Herr Heinz Güldewin! Eg interessiert mich ganz ungemein I Gin glänzen- beS Geschäft führt mich zu Ihnen! Sie sehen ja meine Karte ich mache eS überall eh Sie haben doch ton unserer Firma gehört? Karl HanS Forster-Brand. London, Berlin Pe­tersburg. (BMen T

Heinz bedauerte artig

Oh. bitte, das tut nicht«, da« tut gar nicht«! ©o leimen Sie im« eben jetzt kennen! Hab e« sollte mich recht, recht freuen, wenn aus unse­ren Beziehungen ein ersprießliches Zusammen­wirken eh erblühen pürde."

Heinz lächelte immer artiger.Ob der Bril­lant echt ift?^ dachte er dabei.

Es handelt sich für Sie - um eine Nfsare von ein paar lumpigen hundert Mark Haben wir (Bifolg nun so kann sich der Verdienst schnell bi« in die Tausende erhöhen. Nicht« ist einer solchen Hausse unterworfen, wie unser Geschäft."

Der Herr verwendete kein Auge von Heinz. Dem leichtlebigen Sänger schien Geld nicht be­sonder« zu imponieren - der Mienenwechsel, der bei anderen einzutreten pflegte, wenn Herr Karl Han« Forster-Brand mit dem Gelde zu klim­pern begann, blieb hier au«.

uÖie haben hier eine sehr hohe Gage be­zogen?"

Der Herr aus London-Derlin-PeterSburg- Mien änderte seine Taktik. Abei- Heinz wurde Plötzlich zu Stein und Gi«.

..Dars ich fragen, inwiefern die« von 3n- lercffc für Sie fein kann?"

2wer gctoib dürfen Sie. mein lieber, ver­ehrte! Herr! rief der Noble jovial. Fast hätte er 'bin eine Hand auf« Knie gelegt. Wer selbfi- torständlichl Wir bieten Ihnen nämlich da« Dop- Veite einer MonatSgage. wenn Sie sich bereit er­klärten. unser Unternehmen durch 3bre ob werte Mitarbeiterschast zu unterstützenf"

Nun wäre ich aber wirklich gespannt" faate Heinz mit äustersiern Gleichmut ' 8 C

Der andere ereiferte sich.

Von Ihnen wird nicht« verlangt, als ein^

r , Die Liga zum Schutze der deut­schen Kultur veranstaltete am Sonntag auf bem Staufenberg ein Volksfest, das sich eines sehr guten 'Besuches erfreute. Männerchorgesänge, dar­geboten ton den Gesangvereinen aus o taufen berq ^reis und Mainzlar. Theater- und Märchenspiele' Deklamationen, sowie die Aufführung einiger Ortginal-Dauerntänze boten den Besuchern eine abwechstungsreiche älnteihaltung. Der Ligaredner W e n d e S ermahnte in einer Ansprache die Zu- hörer. treu zusammenzustehen in diesen schweren Zeiten und alle Kräfte anzuspannen zum Wohle oe« Vaterlandes, _______

bilbhen Kunst an öie ,u verkaufen! Mag ich ein Stümper fein, mir ist sie heilig. Und nun, Der» efirtcr perr, hören Sie ohne Empfindlichkeit, wie ich mich zu Ihrem Filmzauber stelle: Ja, ja Sie haben tausendmal recht. Sie werden die Menschheit in ORaffen hinunterschlucken wie ein gefräßiger Hai! Aber unter dieser Menschheit tDtri> eS immer noch einzelne geben, die wie ich ein Grauen empfinden vor dem laut­losen Schattenspiel auf der Leinwand. Vor der gespenstischen Nachäffung de« wirklichen, leben­digen Lebens, vor der wortlosen Gebärde dem allen Verzerrungen der Filmlaane imtcrtoorfc- nen Mienenspiel. Erklären Sie mein Gefühl für veraltet, übertrieben, einseitig über das Ge­fühl lästt sich nicht streiten! Wir haben es nicht es hat und!"

Schade," sagte der Herr Direktor mit spitzen Lippen und verschränkte die Arme.Verzeihung, dast ich gestört habe. Ich dachte, in Ihrer Lage rndessen es wird mir ein leichtes sein, für diese Szene einen Ihrer Herren Kollegen zu ge­winnen."

Bitte!" sagte Heinz Güldewin höflich.

$err Karl Hans Forster-Brand fuhr mtt Llmständlichkcit in seinen überaus kostbaren Pelz.

Darum also keine Feindschaft nicht! Merlen Sie sich meine Adresse! Man kann nie wissen Achtung vor jeder Lieberzeugung!"

Heinz hielt ihm die Flurtür offen Glückliche Reise!"

Tanke verbinolichst."

Der gewaltige Pelz bestieg das wartende Auto ein Reiseauto von ehrsurchtgebietendem Umfang.

Aus Len Tiefen der blauen Polster fragte eine trockene Stimme:Perfekt?"

Den Deubel auch!" klang es grob aus dem Pel^ heraus.Der bat noch nicht gehungert! Warten mir« mal ab. mein Jüngelchen du kriechst ooch noch zu Kreuze!"

Tas Auto glitt in elegantem Dogen um die Bordschwelle unb verschwand

Heinz packte sehr ordentlich seine Sachen in den groben Kabinenkoffer. 5>a steckte noch ein ötüdtein Schulmeister in ihm, bab er für alles pedantisch eine nbeflimmten Platz hatte

Morgen, so Gott will, dampfte er seinem geliebten Berlin entgegen! Er kannte es von der Zeit her. da er bei Meister Emmerich stu­dierte.

Nachts um elf Ankunft am Anhalter Dahn- bof. Gleich am nächsten Morgen wollte er dann los zu den Agenten.

Die Welt stand ihm ja offen! Für die ersten Woche., war er mit Geld versorgt, und bis feiner Kasse Ebbe drohte, hatte er wohl längst ein Engagement. Mitten in der Saison? Einerlei. In Berlin! Es gab ja keine Tenöre mehr!

Merkwürdig, welch' neue Lebenslust ihn nach der Katastrophe beseelte.

ejeniqcn, welche sie be-

... ls für das Vorliegen

der Voraussetzungen hierzu erbringen. Diese Vor­aussetzungen sind in unserem Artikel vom 15 September genannt.

Lily war überwunden. Zuweilen dämmerte ^.enes blasses Bild vor seinem geistigen Auge auf, doch ohne Reue, ohne Sehnsucht.

Ta war eine grobe Oede.

Leise pfeifend legte er die Hand an fein Gepäck.

Verner Tisch! Ein Dutzend kleine SchulLen hatte er noch bezahlt.

So war denn sein Stern hier untergegangen.

Von den Kollegen verabschiedete er sich nicht, auch von Riedinger nicht. Der ©laben hatte er geschrieben.

Doch am Abend, als alle Lichter brannten, unb der Tag schmerzlich unb müde hinter der schwarzen Zetle des WaldeS zur Ruhe ging da unternahm er einen Abschieds.veg durch die Stadt, vorbei an den erleuchteten Läden, über die Pro­menade am Flusse an derToteninsel" rm bläulichen Wasserdunst, der ihn einst mit feinem Fieberhauch geküsst hatte.

Ganz still ging er noch ein letztes Mal über die feuchten Wege: die Rasenplätze boten ihre vom Schnee befreite Grasnarbe dem herben März- wind dar die Veilchen würden wohl bald kommen . . .

Das Theater prangte im vollen Lichterschmuck. Man gabLohengrin". Eine festliche Menge strömte durch die drei weitgeöffneten Portale, dann wurde es brausten leer und dunkel; die groben, hinter Rauchglas brennenden, von Karya- ttden getragenen Lichtbälle warfen einen düsteren Schein über die Terrasse.

Ein Katafalk!

Qlur die im hellsten Licht schwimmende Front de« geisterstol.;en Baus tauchte aus dunkelsten Erdaründen in dunkelste Himmelslieien, zerschnitt die Nacht mit scharfem, wie geschlissenem Glanz.

Heinz stand eng in die halbofsene Tür eines gegenüberliegenden Hauses gedrückt. Seine Auger hingen an dem Bild, und es stieg ihm heist und wallend auS der Brust in den Hals, wie eine Woge von Blut oder Tränen.

Da fiel ihm ein, dast er ja sein Monstrum In der Garderobe vergessen hatte!

Mochte ein anderer damit glücklich werden! Ihm hatte eS nichts mehr geholfen.

Ein verlorener Ton stahl sich zu ihm herüber: Nie sollst du mich befragen" ernst, warnend.

Langsam fiel ihm ein fremdes, salziges Nast über die Wangen.

$cn Hut hielt er in der Hand und lieb den Nachtwind mit feinen Haaren spielen.

®a« Harrs drüben hielt ihn wie mit mag* netifcher Geivalt. Dort der Bühneneingang wie oft batte er In geschäftiger Eile der Flügeltür einen vergnügten Stost gegeben, dast sie zurück- schoellte. andern, ebenfo Geschäftigen, in die Hände oder an die Stirn. Man gehörte je dazu,- man war hier zu Hause!

Heinz war fertig. Nun begann ein neuer Ab- fcbnltt! . . . (Fortsetzung folgt)

** Amtliche Personalnachrichten orxn<1r?nm?Urt?)Cn am l» Juni 1922 der Lehrer hivDmAi?Jr*r lr °1 ßanaen zum Lehrer an 1 AESfchule zu Leeheim, Kreis Grost-Gerau: am 30. 3um 1922 der SchulamtSanwärter Phil ntLn L-brer an der katho-

llkben DolAchule zu Köngernheim, Kr. Oppen-

«m 28. August der Lehrer Wilhelln ®rctm zu ErnSbach-Erbuch der Volksschule zu Böllstein. Kreis Erbach. - Ernannt wurde am 4. Sep- Dchermuly zu Giesten Amtogehilsen am Llntersuchungsamt für In- fektionslrankheiten zu Giesten. - Ernannt wur- mf8' September 1922 Friedrich Binz 2lmtsgehllsen am landwrrt- schafUichen Instttut der LandeSunitorsität Gie-

1 au? Dosten zum Maschinisten am Phvslkallschen und Physikalisch-chemischen In- ftltut der Landesuniversität Giesten, beide mit Wulung vom 1. April 1922 an. - Ernannt tourbc der Hilssamtsdiener Ludwig ®Iod- ^^^auS^Dörnecke^E Zollwachtinelster beim gestalten sie natürlich - noch ein bistchen wirkungsvoller auS - eine unserer Damen über- ®atTOCJ? ~ ich biete Ihnen für diesen cr^cn SUm ... er studierte fein ©cgcnüocr ^rlfam .nur taufend Mark. Haben wir .^ersiehe ich Sie recht, so beabsichtigen Sie. auS dem pernlichen Vorkommnis neulich eine ".Aufnahme zu machen? Lind Ich ich soll mich dazu hergeben

»Danz recht," lächelte Herr Karl HanS Forster-Brand freundlich. .Heutzutage be^t- zutage, mein verehrter, lieber, junger Freund mub man aus allem Kapital schlagen! Aus allem! Zumal - er legte fein Gesicht in tiefe Kon­dolenzfaltenzumal ich mit Bedauern vemom- men h«we dast man diesen Anlast benutzt hat, einem Künstler von so hervorragenden Qualitäten - einfach zu kündigen glauben Sie mir tolr waren alle empört! Dieser Direktor dieser Dtrektor" '

Der Direkwr hatte recht!" sagte Heinz mit funkelnden Augen unb erhob sich

rm "r?lader andere gutmütig. Wollen Sre? Schlagen Sie ein? Gut! Lind wir fetzen sofort den Vertrag auf! Mein Sekretär wartet unten im Auto!"

.. ®rr hielt Heinz die Ha^> hin. Doch Heinz stand b^itspurig da und legte bedeutsam seine beühm Hände auf den Rücken, eine nach der andern. w

»Ich bebau re I

Wie?.'

Hen' Forster-Drand wurde warm.

»Solchein glänzendes Anerbieten schlagen Sie einfach ab, als wär'S ein Pappenstiel? Ich ad)tc und schätze ja Ihren idealen Sinn, vei- *7n ~ was nützen mir die

Ideale, 'Bar Geld lst mir lieber! Lind kommen bk Stunfi!^1 mU ÄUnftl 3n der Wirkung liegt

Das glaub' ich," lachte Heinz. .Na also!" 2kr Herr wühle nicht recht, woran er war. Eingeschlagen?"

tocrtn die ganze Welt ein Kin­topp wäre!

Erlauben Sie mal . .

Heinz setzte sich wieder.

Wir beherrschen beut' die Well," sagte Herr Forster-Brand feierlich.Wie lange wird eS noch dauern, so wird unsere Kunst die einzige em. die noch iinstande ist. d.r§ erschlaffte Nerven­system einer Menschheit aufzupeitschen, die sich aufgeriet,en hat im Kampf um« Geld und im die Ideale. (Xi, auch um die Ideale! Wir werden die Welt überschwemmen, und eine neue Sintflut wird herelnbrechen."

..Ileberfchwemmen Si.-." sprach Heinz Gülde­win eisig. .Setzen Sie Ihren Triumphzag fort! AaS wlch betrifft - so können alle Rodungen Ohres Kanaan mich nicht dazu verführen, mein

Wettervorausfagc für Mittwoch':

Bei auffrischenden südwestlichen Winden haben wir zunehmende Bewölkung und Ne- genfälle zu erwarten. Temperatur'wenig ge­ändert.

Lieber England zeigt sich eine neue De­pression, die mit großer Geschwindigkeit über Skandinavien hinwegzichen wird. Ihre Rand­wirbel werdeil unbeständiges Wetter Hervor­rufen.

LZornotizen.

Tageskale nderfürDien «tag In den Räumen des Kunstvereins 111 und A5 Llhr: Ausstellung des FröbelseminarS. Singsaal der Oberrealschule, 8 Llhr: Vor­trag des Gießener Hausfrauenvereins. MissionarHunziker aus Tokio, seit vlelen Jahren im Dienst des Allgem. Evangcl. Missionsvereins in Japan tätig lind>-als vor­züglicher Kenner von Land und Leuten des fernen Ostens anerkannt, hält heute abend einen Lichtbildervortrag in der Stadtkirche (s 2lnAeigeL- Palast-Lichtspiele: Bis einschl. Donnerstag: Das Mädchen ohne Herz.

Landkreis Giesten.

l_! Annerod, 18. Sept. Nach zweijähriger Pause fand gestern unter der dankenswerten Mll- wil-kung des Posaunenchors von Klein-Linden wieder ein Mlssionssest statt, dessen Besuch durch die Llngunst der Witterung etwas beein­trächtigt war. Psarrer S ch u l t h e i s aus Grosten- Linden sprach im Anschluh von Matth. 5. 1416 über die Entwicklung und die Geisteskoast des Christenglaubens in China und Japan. Missionar Schäfer aus Hausen bei Butzbach schilderte in Anlehnung an Apostelgesch. 9, 1516 die Per­sönlichkeit von Sathu ©unbar Qingli, eines k aftroUen Pioniers des Evan ic'lumS in Indien. Die Kollekte ergab 625 Ml. Missionar Schäfer steht im Dienst der rheinischen Mission und stammt auS hiesiger Gemeinde.

nn. Oberbesstngen. 17. Sept. Bei der heutigen Bürger meist erwähl, tei welcher von beiden Parteien recht rührig gearbeitet wurde, entfielen 103 Stimmen auf den Landwirt und Bei geordneter Heinrich Keil, 99 auf den Landwirt Ferdinand Kühn, 1 auf Frau All- bürger-meister Kühn. 3 Stimmen waren ungültig.

Krcis Friedberg.

chr. Butzbach, 16. Sept. Am heutigen Samstag war der erste Tag der Butzbacher Festwoche, d. h. es fand zum Besten einer Jugendherberge eine Veranstaltung statt, bie sich aus Vokal- unb Instrumentalvorträgen. sowie Rezitationen zufammensetzte. Den Zweck der Veranstaltung setzte in einer Ansprache Herr Wagner- Werdenfels auseinander, indem er die deutsche Wanderlust, den germanischen Wan­dertrieb von den ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag als den Veranlasser der Züge der germanischen Stämme zur Zeit der Döller- wanderung, der Reisen nach dem sonnigen Süden sein lieh, aber auch das Wandern durch unsere heimischen Gaue als den Gründer und Festiger der Heimatliebe pries. Wenn Herr Kon­zertmeister Nickolai in wunderbarer Weise sein Instrument meisterte, so waren bie Kon­zertstücke der hiesigen Dilettantenkapelle unter Leitung des Herrn Reallehrers Schweitzer nicht nur beachtenswerte, sondern geradezu pracht­volle Leistungen. - Die Rezitationen des Herrn Dr. Wämser fianben auf ber Höhe und ent­zückten das zahlreiche Publikum. Die Gesang­vereineEintracht",Harmonie" (Männer- und gemischter Chor), sowieOrpheus" boten in schöner Abwechslung eine Reihe wundervoller Chöre, die Bezug nahmen auf unsere traute deutsche Heimat, besonders wieder auf unseren herrlichen deutschen Wald. So wurde zu schönem Zweck Gediegenes geboten.

taum Der zehnte Dell der in den Griverkschasien organisierten Frauen und Männer unserer Partei angehört. Die Sozialisten und Kommunisten be­deuten noch nicht die ganze Arbelterklafie: das ist eine Selbsttäuschung. Wir müssen neben den Hand­arbeitern auch die Kopfarbeiter gewinnen müssen dabei aber zu neuen, besseren Agita­tion«m ethoden kommen. Wir müssen erst die richtige Sprache finden, mit ber toArt 8U « Masfe der Kopfarbeiter fprechen müffen. lloir follen uns auch hüten vor der Demagogie, denn damit machen wir keine Geschäfte. iln.ere Pa r t e i j o u r n a l l st e n dürfen sich nicht al« Schulmeister fühlen. Wie riesen nach ber Ermorbung Rnthenaus alle nach dem strengen Richter, aber es war eine Ent­gleisung, wenn eine sozlalbemokratische Zellung schrieb.Knüppelt die deutschnationale Mörder­bande nieder!"

Friedrich Bartels, ber Parteikassknnr, be- riebteie dann über Agitation, Organisation und Kasse.

Die Erhöhung der Beiträge sei eine Lebens­frage für die Partei. Der wöchentliche Mindest­beitrag müsse 5 Mk. betragen, aber Parteivor- ftanb unb Aus schütz mühten berechtigt fein, Ihn ber Geldentwertung entsprechend zu erhöhen. Ein ©tunbenlolyn mühte durchschnittlich als Monats- bdtrag gelten. Das auf dem Görlitzer Parteitag lieschlossene Parteiabzeichen werde sich auch nach der Verschmelzung mit der jetzigen LL S P D nicht ändern. Die G e s a m t p a r t e i hat gegen­über dem Vorjahr einen Verlust von rund 47000 Mitgliedern, das sind etwa vier

«Htten. Sie zählt gegenwärtig 1 174 105 Mitglieder.

5cau Wg. Iuchacz ergänzte den Bericht durch eine Darstellung der Entwicklung der so­zialdemokratischen Frauenbewegung.

Verlobung des früheren Kaisers.

Aus dem Reiche.

Sterbende Zeitungen.

nr ?"lin. l9. Sept. Der im Verlag von Auxust Sck)erl erscheinende Rote Tag wird demnächst fein Erscheinen einstellen. Auch dn» seit 50 Jahren in Triberg erscheinende Gch o v o m W a 1 d" und bas sozialdemokra­tischeSchwarzwald-Gcho", sowie dieZeller Kreiszeitung" gehen mit dem 1. Oktober ein.

BaalsfempeL

Vornan von Margarete v. Oertzen- F ü n f g e I b.

6211 (5199)

a^Ier Gemeinden beträgt 7510 (5220) ®lc Durchschnttts-Teuerungszahl für bie 24 Gr- mclnbcn setzt sich auö folgenden Posten zusam- einer fünflöpsigen Familie für ao(469|15)' mchr 309 62 (132.80). Nähr­mittel 66V.28 (341,49), Kartoffeln 667,64 (1175 50) ^Ä\3I5J8,J366J9)' Irisch 551,84 (385:55), Schellfisch 95,73 (60,90), Speck 536.04 (352 24)

1505.84 (630,21). Salzheringe 43,67 (2503)' ro-°rrP«!? ^09,48 (137,83). Zucker 375 91 (19230)' ®icr 100 63 (^.49). Vollmilch 538,78 345.67),

(390-83)- Leuchtstoffe 85.31 (68,53) Wohnung von zwei Zlmmen, unb Küche monatlichem Mietpreis 91,14 (68,46). - Im Mo^ o m fl£r?ie Teuerungswelle erheblich torftärit, bie PreiSsteiger-ung zeigt sich bei allen Lebensmckteln, mit Aufnahme der Kartoffeln

Die Teuerungszahlen in 24 hessischen Ge­meinden, berechnet auf Grund der Preise vom 0?. Juli) betrugen: in Mainz Darmstadt 7340 (5127), Offenbach ormö 2440 (5533), ® ich en 7197 (5105), Neu-Isenburg 7246 (4972). Friedberg 7629 (5234), Lamperißeim 7084 (5505). beim 8445 (5076), Viernheim 8075 (5323); fAEt der 10 größten Gemeinden. BenSheim 7048 (5156), Bingen Alzey 7034 (5658). Rüffelshei:

C034 (5658), Rüsselsheim 7471 (5401) ^pcnbelm 6575 (4841), Dieburg 7402 (4751) Groß-Geräu 8240 (5104), Alsfeld 7905 (5172) ,/5?94],i Cautcrbacb 8373 (5352),