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Streik Schotte«.

A Durkhards, 18. Sept, ©ein 9 5 1. Orgelf oitä er tDeranftaltete ber Organift 93 o n her Au aus Mainz gestern in hiesiger Kirche Au her durch Darbietungen gesanglicher Artführte sich der Künstler durch eine technisch und rnyalt- ssch auf der Höhe stehende Vortragssolge von Orgelstücken e>n. Dom Vortragenden selbst dazu gegebene Erläuterungen weckten in den Hörern das Verständnis für die Orgelmusik der verschie­densten Jahrhunderte.

Kreis Lauterbach.

0 Vom südlichen Vogelsberg, 17. Sept. Di» Hühnerjagd hat bi3 letzt sehr aer nge Ergebnisse gebraht. Das Raubzug hat zu sehr den w<mb geschädigt, ^s sino zuviel Dabenda. Auch die Ha b i ch te und die S p e r- be r haben sich sehr gemehrt. Die teure M u - nition hat die Vermehrung gefördert: der Hager scheut sich, seine Schüsse zu vergeuden. Ebenso lmbcn die Katzen ungewöhnlich zugenommen. Es gibt mehr als eine Gemarkung, wo mehr als 30 wildernde Katzen festgestellt wurden. Da ist eS kein Wunder, wenn die Hasen verschwinden. Die Katze greift selbst erwachsene Hasen an und überwältigt sie. Irrtümlich ist, daß derVussard die Hasen schont. Gr ist zwar ein eifriger Mäuse­säger: wenn ihm aber ein Hase aufstößt, so nimmt er" ihn auch ohne weitere Dedenken mit Auch haben die Füchse irn allgemeinen zugenommen. Sehr zurückgegangen ist dagegen der Bestand der Dachse. Hieran ist offenbar schuld das große Bedürfnis an Dachsfett. Die Zeit ist nicht mehr fern, wenn keine Aenderung der Jagdgesetze ein­tritt, wo der Dachs nur noch der Geschichte an­gehört. Vom Gesichtspuntt des Naturfreundes wäre dies sehr bedauerlich, denn der Dachs bringt mehr Nutzen als Schaden. Sehr schwach haben die Rehböcke im allgemeinen aufgesetzt: die Stangen sind fast durchgängig recht minderwertig. Auch der Bestand der Rehböcke ist sehr zurück­gegangen. Es wird offenbar noch zu sehr ge­wildert. Ebenso hat sich das Hochwild sehr gemindert seit der Aufhebung der Schonzeit. Noch vor einem Hahrzehnt belief sich der Bestand der Hirsche im Vogelsberg auf etwa 200 Stück. Hier­von ist heute kaum der zehnte Teil noch vor­handen. Es gibt Leute, die sich kein Gewissen daraus machen, eine Hirschkuh von ihrem drei­tägigen Kälbchen wegzuknallen.

He^en-VLa^au.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 18. Sept. Der Magistrat beschloß die Erhöhung der bis­herigen Strahenbahnfahrpreise um. rund 50 Prozent. Damit soll ein Fehlbetrag von 117 Mill. Mk. gedeckt werden. Trotzdem bleibt noch ein Fehlbetrag von 76 Million. Mk. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich bereits am Dienstag mit der Vorlage beschäf­tigen. Künftig wird die billigste Fahrt 1 0 M k., die teuerste Cinzelfahrt 18 Mk. kosten. Netzkarten kosten 1850 Mk. Monatskarten kom­men nicht mehr zur Verausgabung und sollen in den Wochenkarten Ersatz finden, die an je­dermann ausgegeben werden. Der neue Tarif soll sofort in Kraft treten. Der Magistrat beantragt bei der Stadtverordnetenversamm­lung die Genehmigung zur Lleberweisung von 1 0 M i l l. M k. an die Gesellschaft für W v h l- fahrtseinrichtungen zur Durchführung von Massenspeisungen.

ra. Dobheim a. d. Bieber, 18. Sept. Am gestrigen Sonntag konnten im rüstigen Alter die Eheleute Konrod Leicht (Ehefrau eine ge­borene Schütz von Vetzberg) ihre goldene Hochzeit feiern. Das Anwesen des verslor­dern Orisgerichtsvorstehers Wilhelm Schlier­bach ist zum Preise von 261 000 Mark in diesen Tagen verkauft worden.

Kirche rrnd Schule.

* Freie Schulst elle. Erledigt ist eine Lehrerstelle für eine evangelische Lehrerin an der Volksschule in Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau. Wohnung für eine solche kann beschafft werden.

)( Büdingen, 18. Sept. Gestern hielt hier der Hessische Landesverband des A l l- gemeinen Evangelisch-protestanti­schen Misfi onsvereins seine 10. Hahres- versammlung ab. Im Mittelpunkt des Fest- gottesdienstes in der Stadtkirche stand eine Pre­digt des Missionars H u n r i f e r aus Tokio (Hapan). Derselbe Herr sprach auch in dem sich anschliehendc'N Kindevgottesdienft. Mittags um 3 älhr sand di-.' öjfentli le Hauptversammlung statt. Der Vorsitzende dcsi Hessischen Landesverbandes, Pfarrer Marx- Darmstadt schilderte die Eigen­art des Allgemeinen Gvangel.-protestantischen Missionsvereins. Dekan Schäfer, der den All­gemeinen Gvangel.-protestantischen Missionsver­ein willkommen hieß und betonte, baß die- dinger Gemeinde selbstverständlich die guten alten Beziehungen zur Basler Mission aufrechterhal­ten und weiierpslegen werde, überreichte eine Ehrengabe der (Gemeinde Büdingen und einiger anderen Dekanat!gemeinden in Höhe von ins­gesamt 3000 Mk. Pfarrer Laut- Aidda über­brachte 450 Mk. als Ehrengabe einzelner Ge­meinden des Dekanats Nidda, erstattete Rechen­schaftsbericht und legte Rechnung ab Dann er­folgte die Vorstandswahl. Leider waren viele Vorstandsmitglieder und Vertrauensmänner we­gen des Bibelsonntags am Erscheinen verhindert. Bei dem MissiLNsabend lauschten andächtige Zu­hörer dem Vortrag des Missionars Hunrike r übet: .Ernste Eindrücke vom japanischen Volke und ihre Aenderungen im Laufe bet Hahre'. Die Kollekte betrug 900 Mk., der Ertrag des Schristenverkaufs 2000 Mk. Reue Ci^e für die Miision eine wahrhaft nationale Aufgabe in heutiger Zeit! geweitet und alte neu erwärmt zu haben, darf sich der Allgemeine Evangel.- p.otestantische Missionsverein wohl rühmen.

4 Schlitz. 16. Sept. Eine Tagung der Philologen des Gaues Nord des Hessischen Philologenvereins fand in der hiesigen höheren Bürgerschule statt. Es waren Oberlehrer aus Alsfeld, Homberg, Lauterbach und Schlitz zahl­reich anwesend Folgende größere Referate wur­den erstattet: Studienrat Dr. Schütz (Lauterbach): Beamtenorganisalion": Studienrat Prof.. Dr. Diehl (Alsfeld): ..Die neuesten Forschungen auf dem Gebiete der Atomlehre": Studienrat Grä­ber (Alsfeld):Die Zukunft der deutschen Sprache". Rach längerer Zeit war hier wieder eine ordentliche Kirchenvisitation, die Dekan Müller vornahm Die von den beiden geistlichen Dorgenommenen Prüfungen der oberen

Schulklassen und der zum Besuch der Christenlehre verpflichteten schulentlassenen Hugend, sowie die Anteilnahme der Gemeinde an den Gottesdiensten und der Visitation gaben vom kirchlichen Ge­meindeleben ein erfreuliches Bild. Bei einer Be­sprechung mit der Gemeindevertretung wurde die Notwendigkeit eines Gemeindesaales begründet. Er soll durch älmbau einer Scheune möglichst bald geschaffen werden.

Landwirtschaft.

Vom oberen Wettertal, 17. Sept. Infolge der anhaltenden nassen Witterung ist die Getreideernte sehr verzögert worden, äleber- all sieht man Mahden Weizen und Hafer noch auf den Feldern liegen. Ebenso war es noch nicht möglich, die Grummet ernte zu bergen. Die Kartoffeln stehen gut, können aber die Nässe nicht mehr lange ertragen. Die Obsternte ist reichlich. Es gibt Aepfel, Dirnen und Z w e t s ch e n zur Genüge. In dieser Woche finden die Versteigerungen der Ge­meinden und des Kreises statt. Eine Neuerung ist, dah alsbald nach der Versteigerung be­zahlt werden muh. Mit dem bisherigen Dorgsystem hat man sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Turnen, Sport und Spiet.

* D i e Einzelfahrervereinigung G i e h e n des Gaues 9 a D. D. R. oeranftalteic am Sonntag ihr Abfahren, und zwar wie all­jährlich ein 20-KiIorneter-Rennen mit Start und Ziel an der Wellersburg. Gleichzeitig wurde die Klubmeisterschaft über 1 Kilome er aus- getragen. Trotzdem die Fahrer unter dem starken Wind zu leiden hatten, wurde die Zeit vom Vor­jahre wesentlich verbessert. Besonders zu er­wähnen ist dir gute Leistung der Altersfahrer Sauer und Wittich. Ergebnis: Hunioren: 1. und Wanderpreis Aug. Becker 28 Min. 21 Sek., 2. Karl Becker, 3. Kipper, 4. Käs, 5. Loth, 6. Befort, 7. Karl Born und 8. Herrn. Hangen. Senioren I: 1. Wittich, 30 Min. 3 Sek., 2. Seibt, 3. Stang. Senioren II: 1. Sauer 29 Min. 22 Sek., 2. Ruckes, Henn, 3. Funke. Die Klubmeisterschaft errang Aug Becker vor dem Altersfahrer Sauer.

* Verein für Bewegungsspiele, Liga, schlägt T. u. Sp. V.-Betzdorf. Liga, 2:0 <0 0). Betzdorf, bekannt durch seinen 4:0°Sieg über den hier nicht unbekannten T. u. Sp.-V. Hagen 1860, komplett, V. f. B. ebenfalls in starker Ausstellung. Ein faires, offenes Spiel, in dem sich Detzboft als die technisch bessere Mannschaft erweist. Nur die vorzügliche Ab­wehrarbeit des (Siebener Torwarts verhindert einen Erfolg der Gäste. Die gute Durchschlags­kraft des V s. B.-Sturms. namentlich des linken Flügels, entscheidet schliehlich das Spiel. Die 2. Mannschaft des Vereins verlor verdient 0.3 gegen V. f. R. Limburg 2., während die Alten Herren ihren Siegeszug fortsehten und F. E. Wetz­lar A. H. 7:2 schlugen.

Vermischtes.

Das Notgeld.

Aachen, 17. Sept. Der Stadt und dem Landkreise Aachen ist vom Reichsminister der Finanzen die Erlaubnis erteilt worden, bis zum Höchstbettage von 300 Millio­nen Mark gemeinschaftliches Not- g e l d auszugeben. Die Scheine dürfen den Be­trag von 500 Mk. nicht übersteigen, ihre'Lauf­zeit ist auf zwei Monate bemessen.

Bielefeld, 17. Sept. Mit Genehmi­gung des Reichsfinanzmtnisteriums gibt der Magistrat unserer Stadt Notgeldbiszum Höch st betrage von 50 Millionen Mark aus. Der Höchstbetrag der einzelnen Scheine ist auf 500 Mk. festgesetzt worden. Das Geld muß nach zwei Monaten wieder ein­gezogen werden.

Kiel, 17. Sept. Mit ministerieller Ge­nehmigung wird unsere Stadtverwaltung NotgeldbiSzumHöchstbetragevon 100 Millionen Mark ausgeben. Die Scheine dürfen den Betrag von 500 Mark nicht übersteigen. Das Geld hat zwei Monate Gültigkeit.

Hamburg, 18 Sept. (WTD.) Heute mittag ftürzte der hintere Teil des Eisen- betonbaueS des Kaufhauses Karstadt in Wandsbek ein und begrub mehrere Arbeiter unter sich. Es handelt sich um, einen Bauteil, der hinter dem alten Warenhausgebäude angebaut war und der nur ein Obergeschoß hat. Bei der Herausnahme der Stützen brach der fertige Bau zusammen. Einige ßeutc konnten sich durch Ab­springen retten. Bisher sind zwei Tote und vier Schwerverletzte geborgen. Zwei Leute werden vermißt.

Berlin, 18. Sept. Nach einer Meldung desDerk. Tageblatts" wurden aus dem Bureau des Fabrikarbeiter Verbandes in Braunschweig 800 0 0 0 M k. Bargeld g e - stöhlen. .Unter Dem Verdacht der Täterschaft wurde der Gewerlschaftsangestellte Rose ver- hastet, der in der Zeit nach der Revolution: Kommandant der roten Voltswehr und führendes Mitglied des Arbeiter- und Soldatenrates war.

Handel.

Berlin. 18. September. Börsen st im- mungsbild. Mit den Worten: Garantie­frage, Geld- und Kreditnot find kurz die Ur­sachen der auch zu Beginn der neuen Woche unvermindert an der Börse herrschenden Ge- schäftöstille und der allseitigen Zurückhaltung zu kennzeichnen. Die ÄuräDeränberungen find unter diesen Verhältnissen nicht allzu erheblich. Die Rückgänge und Erhöhungen hielten sich ungefähr die Wage. Ihr Ausmaß ging nur bei einigen Montan- und Spezialpapieren über 100 Proz. hinaus. Immerhin ist der Kursstand als gut behauptet und im weiteren Verlause als be­festigt zu bezeichnen. Durch etwas lebhaftere Um­sätze hoben sich von der sonst herrschenden Ge­schäftsstille vorübergehend einige Montan- und Schiffahrtswerte ab. Heimische festverzinsliche Werte waren etwas schwächer, ausländische gut behauptet Mexikaner, ungarische Goldrente und türkische Cisenbahnprioritäten tellweise mäßig höher. Aber auch auf diesem Gebiete waren die Umfätjc sehr gering. Die gleiche Ruhe herrschte bei wenig veränderten Kursen am De­visenmärkte.

Frankfurt a. M., 18. Sept. Börsen- ' timmungsbild. Der Dollar wurde im Frühverkehr mit 1475 genannt. Die Preise für ausländische Zahlungsmittel waren bei klei­nem Geschäft anfänglich. Hm Effektenverkehr waren die Umsätze ebenfalls nur klein. Ledig­lich für vereinzelte Spezialpapiere machte sich vorübergehend regere Nachfrage bemerkbar. Montanwerke hatten uneinheitliche Tendenz. Befestigte Kurse zeigten Deutsch-Luxemburg, Aschersleben, während Mannesmann, Rhein­stahl sich abschwächten. Am Markt der chemi­schen Werte überwog feste Stimmung, nur Scheideanstalt setzte 35 Prozent, Holzverkoh­lung 55 Prozent niedriger ein. Elektrizitäts­und Maschinenfabrikaktien lagen uneinheit- lich, Autowerte, Dingaktien fester. Fellen und Guilleamme-Werte 1010 4~ 100 Prvz. Unter den Metallwerken war Hirsch-Kupfer gefrag­ter. Höher setzten Norddeutscher Lloyd und Hapag ein. Schuckert-Aktien behauptet. Am Rentenmarkt sind die Umsätze bescheiden. Tür­kenwerte, sowie Ungarnrenten angeboten. Der Dollar in Frankfurt um 1 Uhr 1500.

Frankfurt a. M.. 19. September 1922.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluh-

Kurs Äuc8 Kurs Kurs

Datum:

5"/»Dtsch.KriegsanI. 4°/aDtfch. Reichsanl. 3°/, Disch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsuls Hamburg-Pakets.. Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank.

15.9. 18.9

77.50 77,50 229, 229,- 500. - 500,-

83,50 83, - 560,- 594 440,- 475, ~ 300,- 300,- 300,- 296, 585,- 595,- 420,- 411,- 334,- 333,- 305, - 307, ~

Rationalbank f. D. .~ " ~

Doch. Gußstahlwerke 2150 - -200,- Bud.-Eisenw.-Akt.. 1142, 1110,- D.-Luxemb. Bergw.. 2175,- 2300,- Gelsenkirch. Bergw.. 2287,50 2300, tzarpener Bergbau. 5050,- 5000,- Oberschl. Eisenb.°B. 940,- 930,- Oberschles. Sttenind. 830,- 849, - Phönir-Bergb.-Akt. 3075, 2925, Dad.Anilin-u. Soda 1505,- 1550, Höchster Farbwerke. 1090, - 1165,- Allg. Etektr.-Ges. . 760,- 740,-

Felten L Guilleaume 910, - 1050, Schuckert-Werke. . . 995, 995, Adlerwerke 519,- 530,- Daimler 456,- 455, 4°» Hess. Staatsanl. 76,25 76,- Electron Griesheim 1100, 1105,- Dtsche. Vereinsbanl 220,- 219.

15. 9. 18. 9.

77,50 77,50 229,- 226,-

508, - 500,-

85,- 83,- 560, 610,- 441,- 474,-» 305,- 307,- 302,- 301,- 600, 590,- 413,- 410,- 338,50 338,- 305,- 305,-

2100*«» 2275, 1150,- 1060,- 2110,- 2300, - 2207,- 2400,- 4959, - 4925,-

935,- 910, 830,- 825,-

2975,- 2925,- 1515,- 1550, - 1175.- 1150,-

745,- 729,- 998, - 1055, - 982,- 1005,- 520, 505,- 439,- 440,-

76,75 75. - 1055,- 1075,-

Derlmer Devisenmarkt.

G»eio Brief Geld Brief

Datum 16. September 18. September 2lmstd -Rotterv 57128,50 57271,50 57428,10 57571,90 Vrüsiel-Antw ' 10661 65 10688,35 10661,65 10688,35 Ehristiania ' ' 24818,90 24881,10 25218,40 25281,60 Kopenhagen . I 31360,75 31439,25 31061,10 31138/ 0 Stockholm. . . . 39051,60 39148,90 39051,10 39148,90 NelsingforS. . . 3196 - 3204 - 3235,95 3244,05 Italien 6317,05 6332,95 6217,20 6232,80 London .... 6546,80 6553,20 6591,75 6608,25 Reuyork 1485,64 1489,36 1490,63 1494,37 Paris 11285,85 11314,15 11260,90 11289,10 Schweiz 27865,10 27934,90 27865,10 27934,90 Spanien .... 22471,85 22528,15 22396,95 22453,05 Deutsch. Oesterr. 2,03 2,07 1,95 1,99

Prag 4744,05 4755,95 4893,85 4906,15 Budapest. . . . 59,92 60,08

Buenos Aire- . 524,32 525,67 529,32 530,67 Bulgarien ... 888,85 891,15

Japan 711,60 713,40 719,10 720,91

Dio de Janeiro 184,76 185,24 184,76 185,24

Züricher Devisenmarkt.

18. 9. 19. 9.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 FI. = 207.- 207.30

Deutschland 100 OHL = 0.35 0.37

Wien 100 Är. an 0.0075 0.0075 Prag 100 Kr. 17.40 17.40

Paris 100 Fr. = *0.45 40.57

London 1 £ = 23.66 24.70

Italien 100 L. = 22.45 22.37

Brüssel 100 Fr. = 38.30 38.30

Budapest 100 jfr. = 0.21 0.21

aieuQort 100 $ - 533.- 536 50

Agram 100 Kr. = 1.80 1.75

Warschau 100 5fr. - 0,08 0,007

Marknotterungerr.

Datum: 1.7.14. 16.9. 18. 9.

Zürich Fr. 125.40 -.35 -.37

Amsterdam Fl. 59.20 -,17 - ,17

Kopenhagen. .... 5fr. 88.80 -,35 -,35

Stockholm Kr. 88.80 -,2k -.27

Wien 5fr. 117.80 5110,

Prag 5fr. 117.80

London Sh. 97.80 0,30 0,29

Deuhork $ 23.80 -.06 0,06

Paris Fr. 125.40 0,88 0,90

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 18. Sept. Im Frühverkehr zeigten die Händler gröbere Zurückhaltung. So­weit man Preise nannte, zeigten dieselben eine behauptete Haltung. Die Geldknappheit beeinflußt die Geschäftslage am Getreidemarkt: auch die Bewegung der ausländischen hemmt den Ver­kehr. Die Preise für Weizen und Roggen haben nur wenig Veränderung erfahren. Ueber die Qualität der neuen Ware hört man vielfach Klagen. Für Hafer besteht Nachfrage bei feste­rem Preise, ebenso findet Gerste, gute Ware, Abnehmer. Mais bat sich nicht viel geändert. Mehl bat regeres Geschäft. Futtermittel, welche gesuchter sind, lagen fester. Weizen alter Ernte 55005800. Weizen neuer Ernte 52005300, Roggen 52005300 Sommergerste für Brauzwecke 5800 6200, Hafer alte Ernte 5800 bis 6400, Mais Mixed 52005400, Weizen­mehl fübb. Spezial 0 93009750, Waggon- bezug ab Mühlenstation Parität Frankfurt a. M., Roggenmehl 62006600. Weizen und Roggcnkleie Biertreber getrocknet 3000 bis 3100, Speiseerb sen 10 00010 5000, Weizen- und Roggens! roh 1800, Bier­treber getrocknet 36003800 Mk. Tendenz be­hauptet. Norddeutsche Kartoffeln bei Heinen Abfchlüssen zu 360370 Mk. per Zentner, frachtfrei Frankfurt a. M. getätigt.

Kartoffelnotierungen.

fpd. Frankfurt a. M., 18. Sept. Es wurden bezahlt für je 50 Kilo Kartoffeln norddeutscher Herkunft ftei Station Frantsurt a. M. Mk. 360370. Wetterauer Kartoffeln wegen der andauernden reg­nerischen Witterungen nicht gehandelt bzw. geerntet.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Sept. (Amtlich.) Marktverlauf: Ruhiger Handel: Schweine hinter­lassen Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Auf getrieben waren 1530 Rinder, darunter 349 Ochfen. 74 Bullen, 1107 Färsen und Kühe. Ferner 252 Kälber, 53 Schafe, 1110 Schweine. An Prei­sen wurden anaelegt per Zentner Lebendgewicht: Ochsen 65009500 Mk., Dullen 65008000 Mk.. Färsen und Kühe 80009200 Mk. für beste Fär­sen, 50008000 Mk. für geringe Färsen und Kühe, Kälber beste Qualitäten 10 00010 500 Mk., mitt­lere Qualitäten 90009800 Mk., geringe Quali­täten 8400- 9800 Mk., Schafe 4000-5600 Mk.. Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 11 000 bis 12 500 Mk., von 80100 Kilo 13 50015 600 Mk.. von 100120 Kilo 15 60016 600 Mk.. von 1250 bis 150 Kilo 15 60016 600 Mk., Fettschweine über 150 Kilo 15 60016 000 Ml., Sauen und Eber 12 00015 000 Mk. Die Preise liegen um oviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händ­lergewinn in sich schließen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Englands Politik gegen Mustapha Kemal. Opposition in England.

London, 18 Sept. (WB.) Die Rote vom Samstag über die Haltung der britischen Regierung im türkisch-griechischen Konflikt erregt größtes Aufsehen.

CB eeklh Dispetchs" zufolge ruft die Transportabttilung des Hande'samtes ihre Be­amten im Zusammenhang mit den Verstär­kungen f ü r die Dardanellen aus ihrem Urlaub zurück. Das Blatt weist auf die ungünstige Ausnahme hin, die der in der Reuter­note erfolgte Appell der britischen Regierung in Frankreich und Italien gesunden.

Daily Mail" schreibt, die Erklärung der britischen Regierung werde auch in England ungünstig beurteilt. Man sei hier der Ansicht, baß die offizielle Erklärung parteiisch undvorsätzlich ta u bestimmt sei, den äußerst verhängnisvollen und kostspieligen Krieg zu fördern. Der provozierende Versuch, Bul­garien gegen die Alliierten zu stellen, werde besonders mißbilligt, wobtt darauf hincie- wiesen wurde, daß Bulgarien offiziell feiner An­sicht dahin Ausdruck gab, neutral bleiben, wenn der griechisch-türkische Krieg auf Europa übergreifen sollte. Daß die Erllärung an die Dominions appelliere, militärischeKon- t i n g e n t e zu einem neuen Krieg nach der Türkei zu entfenben, habe allgemeine Be­stürzung erregt. Es beständen Anzeichen, daß bas Ersuchen ber Regierung in Kanada unb ©übafrila kühl ausgenommen werde. Das Ersuchen an die Griechen, an ber wirksamen Verteibigung ber neutralen Zone teilzunehmen, bebcute, zugunsten Griechenlands ge­gen bie Türkei aufzutreten, ein Schritt, der die ernsteste Wirkung auf die mohammebanifche Bevölkerung Indiens und Aegyptens ha­ben werbe. Es bestehe kein Zweifel, baß bas überragenbe Interesse Großbritanniens unb ber Alliierten an ber Freiheit ber Meer­engen burch Verhandlungen vertreten werben könnte. Wenn das britische Publikum einsehe, baß England in einen neuen unb naben Krieg gestürzt werde, so werbe sich ein übcitoältigcnber Protest gegen die Politik ber Regierung geltend machen.Daily Mail" drückt die Hoffnung aus, baß bie Dominions sich glatt weigern werden, sich in ein neues kata­strophales militärisches älnternehmen verwickeln zu lassen, bas nur dem Zweck bienen solle, Lloyd Georges nicht wieder gut zu machende Fehler zu decken. Wenn Mustapha Kemal Pascha die Mariba-Linie unb Adrianopel fordere, so sei dies in ber ötunbe bes Sieges nicht zu viel.

Die Dismarckhütte stillgelegt.

Bismarckhütte, 18. Sept. (WTB.) Gestern wurde durch einen Anschlag der B e- legschaft der Bismarckhütte bekannt- gegeben, dah infolge der letzten Vorgänge, be­sonders wegen der MMandlung des Direk­tors Kallenborn, und infolge des dauern­den Minderertrages die ganze Beleg­schaft fristlos entlassen sei. Das Be­treten der Dettiebsanlagen werde gerichtlich geahndet.

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