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Par trtVdinff.

oa. Biedenkopf, 18. April. Laut Ge­schäftsbericht der Hinterländer Vieh- lasse. die ihre Mitglieder in den Kreisen Bie­denkopf, Marburg. Frantenberg. Kirchhain. Metz» lar, Dillkreis und Brilon hat. sind im abgelause- nen Jahre 22? Neuaufnahmen erfolgt. An Ent­schädigungen wurden insgesamt für 1153 Fälle 1 180 64t ,50 Ml. gezahlt, und zwar für 39 Pferde und 14 Fohlen 154 450 Mk.. für 272 Stück Rind­vieh 567 628 Ml., für 653 Schweine 406 065,50 Morl, für 108 Ziegen 31 926,6? Mk. und 67 Schafe 20 778 Ml. Es entfielen hiervon auf die Kreise Biedenkopf 662 671,10 Ml.. Marburg 381 750.40 Marl, Frankenberg 19 840 Mk.. Kirchhain 70 264 Marl, Weylar 29 514 Mk.. Dillkreis 7200 Mk. und Brilon 9408 Ml. Die Versicherungssumme hat das Vorjahr um 20 402 410 Mk. überholt und die Höhe von 46 696 660 Mk. erreicht. Das gesamte Vereinsvermögen ist am Zahresschlufz auf 406 355,38 Mk. angewachsen.

Büchertisch.

Irmela, Eine Geschichte aus alter Zeit von Heinr. Steinhaufen (3- F- Steinkopfs Verlag, Stuttgart). Das 14. Jahrhundert mit seinen, Klosterleben, seinen Auseinandersetzungen mit dem Rittertum und den Städtern wird in dem behaglich anmutenden Buche zu einem milden Leben erweckt, da der Verfasser sich liebevoll und mit romantischem Sinn in die damaligen Zeit- und Geistesströmungen vertieft.

Die Meggendorfer Blätter be­weisen guch im neuen Quartal, dah das Leben auch heute noch viele heitere Seiten hat. wenn man es versteht, sie aufzuspüren und den Lesern zugänglich zu machen. Da sie es streng ver­meiden, durch Einnahme eines einseitig politischen Standpunktes irgendeinen Leser in seinen An­schauungen zu verletzen, und da sie stets darauf bedacht sind, jeden Leser wirklich zu erfreuen und zu erheitern, so sind sie die geeignetste humo­ristische Wochenschrift für jedermann! Bestellüngen nimmt jeDe Buchhandlung und jedes Postamt entgegen, ebenso auch der Verlag in München. Residenzstrabe 10.

Handel.

Berlin, 18. April.Börsen st immungs- bild. Noch den viertägigen GeschäftSantrr- brechungen kam das Geschäft im Effekten» und Devisenveriehr ziemlich schwer in Fluch. Die durch den deutsch-rusAschen Dertragsabschl ich ge­schaffene neue Lage, deren Folgen hinsichtlich der Fortdauer der Konferenz von Genua zur Zeit noch unübersehbar sind, veranlachte die Spe­kulation zur Zurückhaltung. Gleichwohl war die Grundstimmung überwiegend fest, ohne dach es aber ans irgend einem Gebiet zu wesentlichen Umsätzen kam. Kurserhöhungen von 2030 Pr>» zent, am Montanmarkt und bei einigen In­dustriepapieren auch darüber überwogen. Die Tendenz unterlag dann leichten Schwankungen, ohne dach sich aber an dem festen Aussehen etwas änderte. Heimische Anlagrwerte Warrn fest, was auch von den meisten Auslandsrentrn gilt. Ein besonderes spekulatives Interefse zu anziehenden Kursen gab sich für russische Renten und russischen Bankaktien kund. Am Ernheits- markt lagen überwiegend Kausausträge des Pu­blikums. allerdings in mächigem Umfange, vor. Die Devisenpreise erfuhren nach dem schwäch rren Anfang im Verlaufe des Vormittags wesentliche Erhöhungen.

Frankfurt a. HL, 18. April. Börsen- stimmungsdild. Aach der viertägigen Pause vermochte sich die freundlichere Stimmung am Effektenmarkt weiter durchzusetzen. In Börsen« kreisen hatte nun vielfach heute größere Auf­träge erwartet, doch traf diese Annahme nur in bedingtem Matze zu. Das deutsch-russische 2b kommen hinterlietz einen guten Eindruck. In der Devisenbewegung war eine unsichere Haltung zr

behauptet.

gut

Qtanffurt a M. 19. April.

Berlin

595,

76,

950,

78J, 800, 963, 748, 575, 539, 76,

935, 238,

607,- 445, 345 50

302,- 330,-

344, 303.

830,

Bad.Antlin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4° 0 Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Dereinsbank

324.- 1235,- 1020,- 1085,- UoU,_ 1900,- 1218, -

854, - 1350,-

850,- 768, 795,- 950,- 741,- 570,-

545, -

74.50 925,-

1020, - 1105,- 1129 - 1900,-

123 >,-

866.-

1365, -

8c5,- 785,- 795,- 960,- 730,- 585, 543,-

77,-

923,-

238,-

Datum:

5ni Disch. KriegSanl. 4°Dtsch. Reichsanl. 3" ,Dtsch. Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitleid. Ereditbank. Nationalbank f. D. .

319,50 324,- 605,- 448,- 349,- 301,- 334,-

1226,- 1030,- 1090,- 1149,- 1890,- 1199,-

8.0,- 1333,-

845,- 67

791,- 967,-

740, 560.-

532, -

592,- 377* «> 302,-

Dörsenkurse.

Frankfurt

Boch. Gußstahlwerke H$5, Bud.-Eisenw.-Akt.. 1025, D.-Luxemb. Bergw.. 1080, Gelsenkirch. Bergw.. 1135, Harpener Bergbau. 1900, Oberschl. Eisenb.-B. 1210, Obersch les. Eisenind. 810, Phönix-Bergb.- Akt. 1348, - - - - - 880,

verzeichnen. Der Dollar schwankte zwischen 282 und 292. Der Markt der ausländischen Zahlungs­mittel verharrte in schwankender Tendenz. Im freien Verkehr war die Stimmung fest und die Umsätze lebhafter. Gebc. Fahr 735 bis 740. Benz 640 Malisfelder Kure 30 700. Deutsche Petro­leum 22-02^75. ZullUs Sichel 7.5 CH m sche Aktien lagen ruhig, doch vvcwcegeno lest. Eler- trizitätspapiere gingen teilweise höher hervor. Im späteren Verlause blieb daö Geschäft ruhiger. Die Kurse veränderten sich nur wenig, bröckelten eher eiwaS ab. Die 255ife sch.otz im allgemeinen Privatdiskont 41/3 Prozent.

uuft- 1-Ubr-Schtuh. Ans.» Kurg 18.4. 77,50 97,-

liC, 84,. 0 487,-

Kurs

Kurs

Kurs

13. 4.

iS. 4.

13.4.

77,50

77,5)

77,50

96.75

96,50

96 25

140,-

140,-

140,-

83 -

81,^4

83,75

488,-

432 -

482,-

387,-

386,-

37d,75

318-

318, -

319,

323,-

323,-

324,75

Derliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief

Datum: 13. Äpril. 18. April.

Amstd.-Rotterd. 11385,7511414,25 11011,201'038,80 Brüsiel-Anlw. . 2576,75 2 >83,25 2516,^5 2 23,15 Ehristiania . . . 6563, 5577, 544^,15 5 »56,85 Kopenhagen . . 6387, 6403, 6187,25 6z02,75 Stockholm. . . . 7770,25 7789,75 759 ,o0 76Jb, >0

Helstngfvrs. . . 568,25 53:-»,75 549,30 550,70

Italien . . . 1631,^5 1636,05 159«,- 1602, -

London 1325,80 1.329,20 1230,35 1293,65

Aeuyork ^92,62 300, 3 2)1,63 297,37

Paris 2791,50 27 8,30 2726,55 2733,45

Schweiz .... 585 >,15 5869,85 569z,s5 570<,15

Spanien 4076,60 4682,40 4544,10 455 >,70

Deutsch-Oesterr. 3,93 3,97 3,75 3,79

Prag 601,20 602,80 580,25 581,75

Budapest .... 37,65 37,75 36,95 37,05

Buenos Aires . 107,60 107,90 104,10 104,40

Bulgarien . . . 207,45 2.8,05 204,70 205,30

Japan 142,30 142,70 138,36 138,70

Rio de Ianeirv 4094.- 4106,- 3982,50 3992,50 Martuotierungerr.

Für 100 deutsche Mart wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14 15.4. 18 4.

Zürich Fr. 125.40 1,75

Amsterdam Fl. 59.20 -,- 0,89

Kopenhagen Kr. 88.80 1,61 1,66

Stockholm Kr. 88.80 1,75

Wien Kr. 117.80 2657Ü6

Prag Kr. 117 80 17 38

London Sh. 97.80 1,28 1.23

Aeuyork $ 23.80 0,33 -.34

Paris Fr. 12540 3,65 3,80

Züricher Devisenmarkt.

Wechsel auf Schweizer Frank«!

Holland 100 Fl. 19;.- 195. - Deutschland .... 100 Mk. L85 1.745

Wien 100 Kr. 0.06 0.06

Prag 100 Kr. 10.30 10.25

Paris 100 Fr. 48.10 47.55

London ....... 1 £ = 22.73 22*69

Italien ....... 100 L. 28.40 27.80

Brüssel 100 Fr. 44.- 43.75

Budapest ...... 100 Kr. 0.62 0-64

Aeuyork. ...... 100 $ 514.50 514*25

Agram ....... 100 Är. 1*65 1.66

Warschau 100 Är. = 0,14 0,14

Märkte.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. April. (Amtlich.) Marktverkauf. Bei geringer Kauflust schleppender Handel und Uebersland. 3m einzelnen ist zu bemerken: Ausgetrieöen waren 755 Rinder ein» schliehlich 21 aus der Tschecho-Slowakei, dar­unter 144 Ochsen, 36 Dullen, 575 Färsen und Kühe, ferner 242 Kälber, 127 Schafe und 959 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebensgewicht: für Ochsen 14002600 Mark, für Bullen 14052350 Ml., Färsen und Kühe 18502650 Mk. für beste Färsen und bis 2100 Mk. für beste Kühe: Kälber beste Quali­täten 23002900 Mk., mittlere Qualitäten 2200 bis 2500 Mk., geringe Qualitäten 16002000 Mk.; Schafe 10002000 Mk.: Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 25002900 Mk., von 80-100 Kg. 29003100 Mk. von 100123 Kg. 30003200 Mk., von 120150 Kg. 30003200 Mk.,, Fettschweine über 150 Kg. 30003200 Mk., Sauen und Eber 25002800 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreifen, als sie die nicht un- erhsblichrn Gewichisverluste, Spesen und Händler­gewinn in sich schließen. Der nächste Markt findet am Freitag, den 21. April ds. Zs. statt,

Lich, 18. April. Der heutige Schweino markt hatte sehr unter der Ungunst der Witte­rung zu leiden. Es waren 350 Tiere aufgefahren. Das Geschäft ging infolge des anhaltenden Re­gens aber nur langsam. Die Preise bewegten sich für Ferkel zwischen 800 und 1200 Mk. je nach Qualität und Alter. Ein grober Teil der aufgetriebenen Tiere wurde nicht abgesetzt.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Franzosen

und der deutsch-russische Vertrag.

Paris, 18. WAL (WTB.) Havas be­richtet aus Genua, Bartho u-habe eine sehr energische Haltung angenommen. Auf Vor- I schlag Barthous sei beschlossen worden. eiit>r Kommission die P:-ü,ung a-izuvertrauen, ob ' Die deutsch-rusf r'schen Vereinbarun­gen mit den VeipDichtungen, die Drurschland mit Dem Versailler Vertrage übernommen habe, in Einklang zu Bringen seien. Um Die politischen Folgen zu prüfen, ist beschlossen worden, heute vormittag um 11 Uhr unter Den einladenden CänDern eine Konferenz ab>uhalten, zu der aus Anregung Barthous auch die Vertreter Der kleinen Entente zugelasfen werden. Der Chef der französischen Delegation habe erklärt, datz ei- in Zukunft nicht mehr in den offi­ziösen Beratungen an Der Seite Der Russen verhanDeln werde. Darthou habr autzerdem erklärt, datz er neue Instrut- tlonen von Paris erwarte.

Paris, 18. April. (WTB.) Die Havas- a g e n tu r verbreitet von Genua aus eine Be­trachtung über Den deutsch-russischenVer- trag, in der darauf hingewiesen wird, dah man nicht, wie das deutsche Communique es tue, von gutem Glauben sprechen könne, sowie davon, dah

das deutsch-russische Abkommen der Sache des Wiederaufbaues Europas diene. Unverkennbar sei, dah die Unterstützung Deutschlands als erste Folgen haben müsse, datz die Bolschewisten er­mutigt würden, dem Verlangen der anderen Län­der, namentlich aber der alliierten Länder, zu widerstehen Wenn diese Länder fvrtfahren wür­den, die Russen zu trennen, und wenn diese schlieh- lich nachgeben würden, dann würden die Deut­schen allein Vorteile daraus ziehen, ohne ersichtliche Ungelegenheiten zu haben. Wenn aber im Gegenteil die Russen nicht nachgeben würden, dann hätten die Deutschen den Witzen ihrer entgegenkommenden Haltung und könnten Ruhland nach Belieben ausbeuten. Auf alle Mllc aber schaffe das deutsch-russische Abkommen eine neue Interessengruppierung und auch eine neue Ursache zur Trennung. Wenn man also angebe, dah das Abkommen von einem wahrhaft europäischen Geiste eingegeben sei, so sei dies eine Lächerlichkeit. Es handele sich in Wirklichkeit um ein politisches Manöve-c, ^aus dem Deutschland nicht den erhofften Nutzen ziehen werde. Die Vöfter Europas würden bei dieser Gelegenheit noch einmal mehr erkennen, was man von der Loyalität Deutschlands zu erwarten habe

Tine englische Stimme*

London, 18. April. (WTB.) Prost Key­nes drahtet demDaily Expretz", das Gonderabkommen zwischen Deutschland und Rutz- lonD habe Die Konferenz kreise aufgebracht. Dies Beispiel fei für Die Engländer sehr schwer nach­zuahmen. Die gesamte Episode hebe ledoch Nach­druck, ich Die auherordentliche Torheit Der englischen Sch uldenver träge ge­genüber Rutzland hervor.

Zur Verhaftung SemeuoffS.

Washington, 18. April. Ueber die de» reits schon beri^tete Verhaftung d rs Ko­saken-Generals Semenof, kann axiter noch berichtet werden, dah der Senat die Unter­suchung gegen ihn weiter fuhren wird, um feine Deportation zu veranlassen. Zur Zeit sitzt er im Ludlow-Untersuchungsgefängnis, da er ver­suchte, seine Bürgschaft im Stich zu lassen und za fliehen. Die Gesellschaft, Die die Bürgschaft über­nommen hatte, Die Fidelity Trust Co. von Mary­land, weigerte sich, für ihn weiter zu bürgen.

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Vortragende: 3821V

Prof. vr. Brüning, Prof. Dr. Koeppe, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Sommer Dl« Vorträge finden von Aaleng Hai bis End« Juli 1922 alle 14 Tage an einem Wochentag-Nachmittag von 57 Uhr statt Genaueres Programm wird auf Wunsch Ende April versandt

Geheimrat Sommer, Psychiatrische Klinik, Gießen.

Bürger Stehens!

Am 1. Mai beginnt an der Siebener Landesuniversttät das Sommersemester 1922. GS wird im nächsten Semester mit einer erfreulichen Zahl von Besuchern der hiesigen Universität ge­rechnet Leider ist aber das Studentische Wohnungsamt nicht In der Lage, für die vielen schon schriftlich angemeldeten Stu­dierenden auch Wohnungen bereitzustellen, die Wohnungsnot ist gerade augenblicklich erschreckend groß. An alle Siebener Bürger ergeht daher die dringende Ditte, jedes freie Kämmer­lein dem Studentischen Wohnungsamt zur Verfügung zu stellen; Anschrift: DorlesungSgebäude. Zimmer 42. Recht zahlreiche Meldungen werden bis spätestens 25. April von dem Wohnungsamt des Gießener Allgemeinen Studenten­ausschusses dankbar entgegengenommen.

Gießen, den 15. April 1922. 3826D

Der Oberbürgermeister Der Rektor

der Stadt Giehen. der Gießener Landes-Univ, gez. Keller. gez. Roloff.

Der Asta der Gießener Landes-Universität.

gez. Koch.

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