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der Lage eine Konferenz in kürzester Frist abgehalten werden solle, zu der Rumänien und Serbien hinzuzuziehen seien.

Eine deutsche Note an Polen.

Berlin, 16. Sept. Der deutsche Gesandte in Warschau, Rauscher, bat dem polnischen Außenminister eine Rote überreicht, in der die von der polnischen Regierung an den Völler- bundsrat gerichtete scharfe Rote über die Lage der polnischen Minderheiten in Deutschland a l s eine ul n f r e u n d l i ch k ei t gegenüber Deutschland bezeichnet wird.

Die Memoiren Wilhelms II.

Paris, 16. Sept. (WTB.) Wie die Blät­ter mitteilen, wird die Agence Radio einen Aus­zug aus den Memoiren des früheren deutschen Kaisers veröffentlichen, den dann die Blätter übernehmen werden.

Aus dem Reiche.

Die Preise für Druckpapier.

Berlin, 15. Sept. (WTB.) Rach lang­wierigen Berhandlungen im Reichswirt­schaftsministerium hat die Zeitungs­druckpapierindustrie den September­preis für 100 Kilogramm Druckpapier von 8400 Mark auf 6850 Mk., und bei Formatpapier auf 6900 Mk. herabgesetzt, nachdem die Zellstoffindustrie den Preis für den zur Her­stellung von Zeitungsdruckpapier erforder­lichen Zellstoff von 8840 auf 6750 Mark für 100 Kilogramm ermäßigt hatte. Ferner haben die Druckpapierverbänoe von den ver­schärften Zahlungsbedingungen, nach denen die Hälfte der Monatslieferung bis zum 5., der Rest bei Eingang der Rech­nung zu begleichen war, Ab stand genom­men und sich zur Einräumung eines Zahlungs­zieles von zwei Wochen bereit erklärt. Zu der Meldung über die Ermäßigung des Druck­papierpreises teilt der Verein deutscher Zei­tungsverleger mit, daß der Septemberpreis sich um mehr als 415 000 Mark für einen Dop­pelwaggon höher stellt, als der Augustpreis, und nunmehr das 340fache des Frie­denspreises beträgt.

Einfuhrsperre für entbehrlich« Artikel.

Berlin, 15. Sept. (WTB.) Durch eine tn den nächsten Tagen zur Veröffentlichung gelangende Bekanntmachung des Reichsmini­sters für Ernährung und Landwirt­schaft wird mit Rücksicht auf die ungünstige Wirtschaftslage des Inlandes außer Den be­reits in der Bekanntmachung vom 29. August 1922 aufgeführten Erzeugnissen Die Einfuhr noch für eine Reihe weiterer entbehrlicher Le­bens- und Genußmittel gesperrt. Es han­delt sich dabei um die nachgenannten, nach den Rummern des statistischen Warenverzeichnis­ses ausgestellten Positionen: Datteln, getrock- . net (53), Austern (119a), Seeschildkröten (121), Seekrebse, Seemuscheln, Schnecken, Schildkrö­ten, auch Frvschkeulen, in anderer Weise als durch bloßes Abkochen oder Einsalzen zube- i reitet (124), Zuckerwerk und sonstige Zucker- y waren (202a), Früchte, mit Branntwein zu- * bereitet oder in Branntwein eingelegt (215), v sowie feine Tafeläpfel, Tafelbirnen und Edel­obst im Sinne der Bekanntmachung Der Reichsstelle für Gemüse unD Obst vom 31. Zull 1918 § 1 Abs. 2 Deutscher Reichsanzeiger Rr. 182 aus 47a unD b.

Kundgebungen gegen die Teuerung.

Berlin, 16. Sept. Die beiden sozia­listischen Parteien und die Berliner Gewerkschaften hatten20VoIkLversamm- lungen einberufen, um gegen die Teuerung und den Wucher zu protestieren.Die . Versammlungen verliefen, abgesehen von eini­gen kommunistischen Störungsversuchen, ruhig. Rur in Moabit wurde die Versammlung von Kommunisten gesprengt. Mehrere Versamm­lungsteilnehmer wurden schwer mißhandelt, so oaß die Schutzpolizei eingreifen mußte.

Die Lohnverhandlungen im Dankgewerbe.

Wie der Allgemeine Verband Der Bank­angestellten mitteilt, haben die Verhandlun­gen mit dem Reichsverband der Bankleitun­gen zu dem Ergebnis geführt, daß Der drei­fache Betrag des Juni-Gehalts als vorläufiger September gehalt so­fort zur Auszahlung gelangt. Die Aeberstundensätze für August werden um80Prozenterhöht.

ANS dem besetzten Gebiet

Urteil des französischen Kriegsgerichts.

wd. Mainz, 15. Sept. Bor dem Kriegs­gericht des Generalstabs der französischen Rhein- arrnee Hatten sich heute unter Ausschluß Der Öffentlichkeit in neunstündiger Sitzung 8 Per­sonen des besetzten Gebietes tnegen militär­ischer Spionage zum Rachtell der Entente­mächte zu verantworten. Die Angeklagten waren: 1. Der Redakteur Richard Hecht in Frankfurt a. M 2. dessen Sohn, der 19jährige Gymnasiast Wilh. Hecht in Frankfurt a. M 3. der Beige­ordnete Dr. Erich L e s ch k e in Kreuznach, 4. der Bürgermeistereisekretär Albert Bohner in Kirn (Rahe), 5. der Optiker Otto Mohr in Trier, 6. der Kaufmann Jakob K i r s ch t in Wittlich (Mosel), 7. der Kaufmann Wilh. Hähnlein in Mainz, 8. der Redakteur Otto Etz in Wies­baden. Rach dem Tenor der Anllageschrift waren die Genannten beschuldigt, in der Zett von Aprll 1921 bis Ouni 1922 im besetzten Gebiet im Ein­verständnis mit einer fremden Macht sich zu un­erlaubten Zwecken Dokumente unD Rachrichten über die französischen Desatzungstruppen sowie militärische Befehle der Desahungskommandos verschafst und dieselben an Agenten des deutschen Spionagedienstes im unbesetzten^ Gebiet mltgeteUt zu haben. Gegen den Angollaqten Hecht sen wurde in contumaciam verhandelt. Das öffentlich verkündete Urteil lautete: Hecht sen. (in contu­maciam) 20 Zähre Gefängnis, Hecht jr. 5 Jahre Gefängnis, Leschke 4 Jahre Gefängnis, Bohner 2, Möhr 4. Kirscht 4, Hühnlein 2 und Eh 3 Jahre Gefängnis. Sämtliche Angellagten waren ge° ständig.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 16. Sept. 1922.

Fühlung halten! Ansammenstehen!

Die vielfachen Verwicklungen und Reu- gefialtungen unseres öffentlichen Lebens mit ihren weitreichenden Auswirkungen nach den verschie­densten Richtungen hin machen es für jeden Zeit­genossen notwendig, daß er sich ständig über Den Gang aller öffentlichen Geschehnisse unterrichtet Gestaltend oder nutznießend ist jedermann sei er Politiker, Industrieller, Dauer, Gewerbe­treibender oder schlichter Arbeiter an dem großen Räderwerk unserer Wirtschaftsmaschine und an der kulturellen Entwicklung des gesamten Volkes beteiligt. Die Fühlung verlieren mit dem politischen, wirtschaftlichen oder kul­turellen Geschehen heißt für jeden einzelnen schwere Rachteile am eigenen Wohle erleiden. Darüber muß sich jeder deutsche Staats­bürger klar werden, zumal in der heutigen Zeit, da Dinge zur Entscheidung stehen, die das Leben unseres Volles in schwerster Weise beeinflussen, Dinge, bei denen es auch um das Schicksal des einzelnen geht.

In außenpolitischer Hinsicht werden die nächsten Wochen und Monate die weittragendsten Entscheidungen bringen. Wer den politischen Teil der Zeitungen regelmäßig liest, ist sich darüber völlig llar und weiß, was wir Deutsche zu ge­wärtigen haben. Das Leben im Inlande bleibt von dem Drucke von außen nicht unberührt, es wird vielmehr in all seinen vielfachen Ver­zweigungen in empfindlichster Weise für jeden einzelnen von uns beeinflußt werden. Ein har­ter und schwerer Winter steht uns bevor, der manches Ringen mit sich bringen wird. Diesen Schwierigkeiten gegenüber heißt es, Fühlung halten, zusammen stehen, damit es in gemeinsamer Anstrengung gelingt, in' bestmög­lichster Weise jeden von uns Deutschen über den Derg Der Schwierigkeiten und des Leides hinüber zu bringen. * Ganz Deutschland sollte in diesen Zeiten Der bittersten gemeinsamen Rot ein Voll von Drüdern fein, keiner darf mit kaltem Herzen Dem Ringen des andern zusehen, einer muß dem ander n helfen!

Zum Fühlunghalten des Einzelnen mit dem Welt- und Reichsgeschehen, das doch auch für ihn von einschneidender Dedeutung ist, gehört aber ein Verbindungsglied, das sich a'.S Diener des Gemeinwohls sühtt. Wer ist dieses Glled, das diese selbstlose Ausgabe er= füllt, daS bestrebt ist, nach Maßgabe seiner besten Möglichkeiten jedem deutschen Leidens- genossen zu Helsen? Es ist die Zeitung. Wie in jenen besseren Zetten vor dem Kriege steht auch heute noch Die gute deutsche Presse treu zu ihren Lesern, im Dienste für Voll unD Vaterland. Aber wie jeder Einzelne im liehen deutschen Vaterland« heute schwerer als früher um seine Existenz ringen mutz, so hat jetzt auch die Zeitung, Die unermüdliche Dienerin ihrer Leser gemeinde, einen außerordentlich schwe­ren Kampf um ihr Dasein au führen. Ihr Rin­gen hat in weiten Kreisen Der Bevölkerung eine verständnisvolle Beurteilung gesunden, und man hat nicht gezögert, der Zeitung trotz der Schwere des eigenen Lebenskampfes Die Treue zu halten. Das kann man namentlich von Der Leserschaft in Den Städten sagen, in ebenso großem Ausmaß aber vielfach nicht von den langjährigen Freunden draußen auf dem Lande. Wenn man es auch verstehen kann, dah der vielgeplagte Landmann in Der drängenden Erntezeit wenig oder gar keine Zeit zum Zeitunglesen hat und mancher infolge» dessen auf den Bezug seines Blattes für einige Zett verzichtet, so mutz man doch sagen, dah dieses zeitweilige Aussehen des Zusammenftehcns mit Jeiner Zeitung auch vom Standpunkte des Lanhmannes aus völlig verkehrt ist. Ihm geht in dieser rettungslosen Zeit manche sehr wertvolle Informatton über die verschiedensten Gebiete seines Interesses verloren, er bützt da so manche wirtschaftlich ausnuhbare Chance ein, die ihm ein täglicher Blick m die Zeitung bietet Und auch vom Standpunkte der Zeitung aus ist der vorüber­gehende Verzicht des Landmannes auf den Zei­tungsbezug als bedauerlich zu bezeichnen, Denn ihr fehlt Dann in diesen Wochen manches wertvolle Glied, das ihr sehr wesentliche Förderung und Hilfe im Kampfe für das öffentliche Wohl bieten konnte.

Aber auch hier ist es nie zu spät. Die Herbst- und Winterszett sollte und müßte überall auch Den LanDmann wieDer in Die Reihen Der Zeitungsbezieher zurückführen, ihn stärker als in den Sommermonaten an Dem Fühlunghalten mit den öffentlichen Vorgängen teilnehrnen lassen. Auch um fein ureigenes Interesse, auch um das Wohl und Wehe des mit der deutschen Scholle aufs innigste verwachsenen Landmannes geht der große Daseinskampf, den das deutsche Voll in Den nächsten Monaten zu führen hat. Jetzt müssen sich Stabt unD Land fester Denn je zusammenscharen, sich enger sammeln um ehren gemeinsamen Mittelpunkt, Der ihnen allen Helfer und Berater und Verteidiger ihrer Lebensinteressen sein will. Dieser Mittelpunkt ist die Z e i t u n g! S i e gilt es jetzt eifriger Denn je zuvor zu unterstützen zur wirksamen Vertretung Der gesamten Deutschen Interessen in dem schweren Ringen gegen die ge­meinsamen Feinde und Hasser des deutschen Volkes, s i e gilt es stark zu machen zur Fehde gegen Ungerechtigkeit unD Schädlichkeit, w o diese auch zutage treten, f i e gilt es durch lückenlosen Bezug und eifriges Lesen fähig zu machen zum wetteren hingebenden Dienst am Wohl Der Gesamtheit. Ein Kulturvolk Des zwan­zigsten Jahrhunderts, das feine Presse auf gibt, gibt sich damit selbst auf, es wird ein Opfer der andern, landfremden Elemente. Das deutsche Volk aber kann und Darf sich nicht aufgeben! Es muß in allen seinen Gliedern fest zusammen- stehen, Land und Stadt müssen sich um ihren täglichen Wortführer, die Zeitung, zu­sammenscharen mit dem festen Wttlen, wie in jenen guten Tagen so auch in diesen trüben Zeiten gemeinsam durchzuhalten, einer Dem an Dern z u Helsen nach Der Parole: Fühlung halten! Zusammenstehen!

Die Wahlen am 19. November.

Die Offenlegung der Wähler­list en zu den am 19. November in Ober­hessen stattfindenden Wahlen hat von Frei­tag, 6. Oktober, ab zu erfolgen. Für den Provinzialtag sind 35 Vertreter, für den Kreistag des Kreises Gießen 30 Vertteter zu wählen. Die Zahl der zur Stadt­verordnetenversammlung bzw. zum Ge­meinderat zu wählenden Vertreter ist von den Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen alsbald bekanntzugeben.

* Derufsjubi läum. Ingenieur Adolf Hanfult aus Wiefeck blickte gestern auf eine 25jährige Tätigkeit bei Der Firma H. Schaffstaedt G. m. b. H. Gießen zurück. Das Personal Der Firma vereinigte sich morgens um 10 Uhr zu. einer kleinen Feier im technischen Bureau, wobei Dem Jubilar Geschenke Des Vorstandes, seiner Kollegen unD Mitarbeiter überreicht wurden.

** Sein 25jähriges Dienstjubi - läum begeht heute Der Schlosser Ldw. Größer in Der Eisenbahn-Rebenwertstatt Gießen.

** Das Fest Der silberneu Hochzeit begehen am kommenDenMontag Rangiermeister a.D. KonraD Schomber und Ehefrau, Johanna geb. Becker.

** Ursprungszeugnisse für Vieh. Das Kreisamt weist darauf hin, daß Ur­sprungszeugnisse für Vieh nur ausgestellt wer­den dürfen, wenn das betreffende Tier aus dem Orte stammt oder sich in den letzten zwei Monaten dauernd darin befunden hat. Ins­besondere ist es gesetzlich unzulässig, Händlern Ursprungszeugnisse über eingefü^rteS Vieh auszustellen. Für diese Fälle sind amtstier­ärztliche Gesvndheitsscheine nötig.

** Eine hessische Deamtenkranken- k a s s e ist von Der hessischen Regierung mit Wir­kung vom 1. September an ins Geben gerufen worden. Als Mitglieder können auf genommen werden: im Dienste des hessischen Staates, hessi- fd^er Gemeinden, anderer hessischer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, sowie int Dienste des Reiches stehende Personen, deren Dienstort in Hessen liegt, ferner im Ruhestand bcßindliche Personen der vorgenannten Art und Hinterbliebene von Beamten. Der Sih der Kassen­verwaltung ist tn Darmstadt.

** Ober hessischer Kun st verein. Sonn­tag Den 24. D. Mts. wirk), wie bereits erwähnt, eine umfassenDe Ausstellung Der Wiesbadener Gesellschaft für Grabmalkunst, Die nun bald zwei Jahrzehnte am Wiederaufbau unserer Friedhofs­kunst arbeitet, hier eröffnet. Der verdienstvolle Be­gründer und Leiter der Gesellschaft, Pros. Dr. W. von Grolmann, ein geborener Gießener, wird über die Ziele dieses gemeinühigen Unternehmens demnächst eingehender berichten. Die Ausstellung besteht aus Photographien bereits ausgeführter Arbeiten und Originalentwürfen in malerischer Perspektivdarstellung erster deutscher Bildhauer und Architekten. Das Ausstellungsmaterial ist bisher nur in großen Städten gezeigt worden. Daß wir es jetzt hier sehen können, verdanken wir Dem Um­stande, dah es Prof, von Grolmann auf kurze Zeit für seine Vaterstadt bereitwilligst zur Verfügung stellte. Aber auch unser einheimischer Künstlcr Bild­hauer K ö d d i n g wird mit einigen Arbeiten der Grabmalkunst bertreten fein. Die Räume des Kunstvereins sind vom Samstag bis einschließlich Mittwoch dem Fröbel-Seminar zur Ausstellung von Schülerinnen-Arbeiten überlassen.

Hürnotizen.

Tageskalender für Samstag. In Den Räumen Des Kunstvereins, heute unD morgen, 111 Uhr und 35 Uhr: Ausstellung Des Fröbelseminars. Astvria-Lichtspiele, heute und morgen:Der Kindesraub im Zirkus Buf­falo" unDAnna Dvlehn filmt tn Dumsdorf". Lichtspielhaus, DavuDviuraße, heute unD morgen: Lebenshunger" unDEntlarvung".

Tageskalender für Sonntag. Turnhalle am Oswaldsgarten, 41/» Uhr: Konzert des Gernhardtfchen Zither- unD Mandolinen­chors. Philosophenwald, 31/? Uhr: Sommerfest des Krieaervereins Gießen.

Die ©eutf d) nationale (Hefs.) Volkspartei hält vom 22. bis 24. September in Dad-Rauheim ihren 4. Landesparteitag ab. Räheres über den geplanten Verlauf her Tagung ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen.

Die Deutsche Demokratische Partei hätt am 23. und 24. September in Gießen ihren Diesjährigen Lande sparte i- ta g ab. Räheres ist aus Dem heutigen Anzeigen­teil zu ersehen.

Gießener Hausfrauenverein. Frau Kautz aus Karlsruhe wirD am Montag, Dem 18. September, und Dienstag, dem 19. Sep­tember, abends 8 Uhr, im Singsaal Der Ober real» schule über hauswirtschaftliche Angelegenheiten sprechen. Ihre Vorträge beruhen auf praktischer Erfahrung unD toerDen Der geplagten Hausfrau nützliche Hinweise geben. Auch in den Hausfrauen­vereinen unserer Rachbarstädte hat Frau Kautz bereits über die in Der heutigen Anzeige näher angegebenen Fragen referiert.

Der Dauersche Gesangverein gibt am Sonntag, 1. Oktober, nachmittags 472 Uhr, in her Reuen Aula her Universität ein Volkslieher-Konzert. Herr Robert K o t h e unh Frl. Lies Engelharht aus München sinh zur Mitwirkung getoonnen. Bei he werben Lieber zur Laute aum Vortrag bringen. Daß Robert KotHe einer her Debeutenhsten auf biefem Gebiete Ist, Ist wohl vielen Sangesfreun- ben schon bekannt; aber auch Lies Engelharht erfreut sich schon eines ausgezeichneten Rufs. Zu Dem Samstag, 30. September, abends 8 Uhr, flattfinbenben Konzert haben nur hie Mitglieder des Vereins Zutritt.

Eine Ausstellung her Gewerbe­schule findet von morgen ab bis einschließlich Donnerstag statt. (Siehe Anzeige.)

Auf die Hundeschau, die morgen von 8'/< Uhr ab auf derSchönen Aussicht" stattfindet, sei nochmals hingewlesen. Anmeldungen werden noch vor der Ausstellung entgegengenommen.

FÄrdiezweiteHälste

des

Monats September stellt sich der Bezugspreis des Gießener Anzeigers nur auf

Mark 37.50 nebst Mark 2.50 sürTrägerlohn. Bestellungen nehmen unsere Tägerinnen, unsere Iweigstelleninhaber und die Geschäftsstelle, Schulstraße 7, entgegen.

Verlag des Gießener Anzeigers.

Landkreis Gießen.

k. Allendorf a. h. Lda, 14. Sept. In unserer Gemeinde macht sich schon seit langem ein bedenklicher Wassermangel gellend. Augenblicklich ist man dabei, diesem Uebelstande abzuhelfen. Cs wird eine neue Quelle, ge­faßt, Die von dem Wünschelrutengänger Oberst­leutnant Heinemann gefunden wurd-

Starkenburg und Rheinhessen.

, fpd. Darmstadt, 15. Sept. Die Ursachen des Brandes sind bisher noch nicht ermittelt. Das Feuer brach in dem sogenannten Drogenbau aus und breitete sich, durch die reichen Vorräte gespeist, mit überraschender Schnelligkeit über Da8 Gebäude aus. Da die hiesige Wehr das riesige Flammenmeer nich t allein bekämpfen konnte, wur­den die Feuerwehren von Offenbach. Mainz und Frankfurt alarmiert. Mit etwa 60 Schlauchlinien gelang es Dann, nach etwa vier Stunden das Feuer cinzuDämmen. Von Den kostbaren Vorräten formten große Mengen ge­rettet werden, besonders Opium- und Kokablätter. Der Betrieb erleidet naturgemäß erhebliche Unter­brechungen. Der Sachschaden wirb auf viele Millionen Mark geschäht. Gin Feuerwehr­mann wurde durch eine umstürzende Leiter ver­letzt. Die auswärtigen Feuerwehren konnten in den frühen Rachmittagsstunden wieder nach Hause zurückkehren.

Hessen-Nassaw.-

fpd. Frankfurt a. M., 15. Sept. Rach einer Polizelverorbnung dürfen bis auf weiteres die Dien st männer die 50fachen Gebühren fordern.

Turnen, Sport und SpieL

Homburger F u ß b a l l v e r e i n (siBdeutsche Liga)G iehener S. C. 1900 (westdeutsche Gauliga). Am morgigen Sonntag Hot der Gießener Club den Homburger Verein auf seiner Plahanlage a. d. Hardt zu Gast. Die Süd­deutschen verfügen über eine achtbare Spielstärke. Dies zeigt am besten das Resultat des Vor­spiels, das der Club 1900, allerbings mit stark geschwächter Mannschaft 2:5 verlor. Das Spiel am Sonntag wird bas Stärkeverhältnis aus- gleichen. da die Gießener tn starker Aufstellung antreten werden. (Räheres siehe Anzeige.)

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Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 98 vom 15. September enti alt: Dürger- meiflerversammlung. Wahlen der Stadtver­ordneten usw. Ausführung von Kochsalz­analysen. Tagegelder und Reisekosten her Orts- vorstanbspersonen. Fvrtbilbungsschule. Ver­mißt. Cinkommensteueranteile. Beamten her Erfassungsabteilungen. Ursprungszeugnisse. Sprechtage her amtlichen Kriegsfürsorgestelle. Dienst nachrichten. Felbbereinigung Grüningen unb Stangenroh.

Vermachtes.

Hamburg, 15. Sept, (WTB.) Zum Unter­gang derHammonia" erklärte nach dem Be­richt her Hamburg-Amerika-Linie Kapitän Höfer, her mit seinen Offizieren unh einem Teil der Mannschaften in Hamburg eingetroffen ist, daß bas Schiff vor seiner Reise in Hamburg gedockt, vollständig überholt unb ordnungsgemäß ausgestattet worben sei. Ab Vigo habe schweres Wetter geherrscht. Das Unglück sei auf bas Voll­laufen des Laderaums 3 zurückzuführen, aus dem das Wasser trotz der besonders leistungsfähigen Pumpenanlagen nicht habe entfernt werden kön­nen. Die Vermutung her Zeitungen, dah das Unglück durch Undichttgkeit der Luvkohlenpforten verursacht worden sei. sei unzutreffend, da auf diesem Wege keine Wassermengen in bas Schiff eingebrungen seien. Möglicherweise sei bas Schiss auf einen treibenden Gegenstand auf- geschlagen. Dafür spreche, daß am Abend des 8. September ein besonders heftiger Stoß bas Schiff erschüttert habe. Sobald erkannt worden sei, daß das eingedrungene Wasser Gefahr bringen könnte, dampfte das Schiff nach Vigo zurück und erbat drahtlos Hilfe. Beim Eintreffen der ersten Schiffe sei mit dem Ausboten her Passagiere begonnen worben. Entgegen her bestimmten Weisung her Schisfsleitung seien einzelne Passa­giere vorschnell in bie Boote gesprungen und hätten brei zum Kentern gebracht, wobei ver­mutlich mehrere Personen ben Tob gefunden hätten. Im übrigen seien die Passagiere ttotz des schweren Sturmes unb hoher See in geord­neter Weise ausgeschisft worden. Rachbem bie Passagiere das Schiff verlassen hätten, wollte her englische DampferSolbier Prince" das hava­rierte Schiff nach Vigo schleppen, was sich aber als unmöglich erwiesen habe. Die noch an Bord zurückgebliebenen Mannschaften seien von dem englischen DampferWinfand Castle" geborgen worben. Wenige Minuten, nachdem her Kapitän als letzter bad Schiff verlassen habe, fei bie Hammvnia" gesunken. Die bei dem unsichtigen Wetter unb dem herrschenden schweren Sturm besvnbers schwierige Hilfeleistung her englischen Dampfer tonne Nicht hoch genug anerkannt werben.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sorntag, Den 17. Sept., 14. n. Trinitatis.

In bet Stadtkirche. Vorm. 8 Uhr, zugl. Christerlehie f. b. Reukvnflrmierten a.. d. Mat- thäusgem.: Pfr. Mahr. 9^: Pfr. Decker. Beichte u. Feier b. hl. Abendmahls f. Matthäus- u. Markusgem. lll/4: Kinderkirche f. d. Markus- gern.: Pfr. Becker. Iugendvereinigung d. Mat- thäusgem.: Heben Montag, abds. 8 Uhr: männl. Abtlg.: jeden Dienstag, abds. 8 Uhr: weibl. Abllg. Montag, den 18. Sept., abds. 8 Uhr: Bereinigung b. konf. weibl. Jugend d. Markus­gem. Donnerstag, bem 21. Sept., abds. 8 Uhr: Zusammenkunft b. Frauenvereins b. Markusgem.

In der Iohanneskirche. Dorm. 8 Uhr, zugl. Christenl. f. b. Reukonfirm. a. b. Lukas- gem.: Pfr. Dechtolsheimer. 9Vz: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Iohannesgem.: Pfr. Aus- felh. Abds. V28V2IO: Bereinigung h. kons. männl. Jugend d. Iohannesgem. int Johannes' saal.

Wiefeck. Sonntag, ben 17. Sept. Bibel« sonntag. Vorm. 9^: Gottesdienst. IO3/»: Iugend- gottesbienst. Dbbs. 73/4; Bibelseier. Opfer f. D. Lanbesbibelfonds. Mittwoch, Den 20. Sept., abbs. 8: Mädchenabenb. (Sonntag, Den 24. Sept.: Schluß b. Christenlehre f. beide Ab­teilungen u. erste Abendmahlsfeier.)

Sonntag, den 17. Sept., vorm. 10: Kirch­berg. Feier zum 400jähr. Gedächtnis d. Ent­stehung b. deutschen Lutherbibel. Kollekte f. d. LandeSbibelsonos. 11 Uhr: Christenlehre f. h. weibl. Jugend. Rachm IVs- Lollar. Kollekte. Abds. 8: Saubringen. Kollekte. Abds. 8: Mainzlar. Kollekte.. >

Katholische Gemeinde.

Samstag, ben 16. Sept., nachm. 5 u. abbd. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Deichte. Sonntag, den 17. Sept. 15. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. 61/s- Gelegenh. z. hl. Deichte. 7: Hl. Messe. Kom­munion her Jungfrauen u. Des Hausangestellten- Vereins. 8: Austeilung her hl. Kommunion.

(Berfli bild. Ser untcr Lustlos1 axil trotz dei günstigere 2u jleparationssi hierbei mag Geldknappheit sich das letzt« bic mattere sehen, da für geboten nur hchvere Mvn Lheinstahl, K len unter D 6er Spekulativ ßapiere, Vie «M litten uehr Wider lhinensabrikei Ke Haltung i Mg, und l «ändert Da ber Devisen Derte gaben icher. Deutsi wesentlichen 1

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