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Samstag, 16. September922

172. Jahrgang

Erstes Blatt

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhesten

Brad ewb Verlag: vrShl'schr Univ.Guch- und Lteindrudere! R. Lange. Schrisileitung, Seschäslrftslle und Druckerei: squlftrahe 7.

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Heutiger Stand des Dollars

10 Uhr vormittags:

Berlin 1460, Frankfurt a. M. 1450.

treffend ausgedrückt hat, ein Ende zu bereiten.

Volksschichten das Bild der Wirklichkeit ver­dunkelt, zur physischen'Wehrlosigkeit auch die moralische gesellt. Don diesengroßen Nebel­schwaden", die über Europa und Deutschland lagerten, hat der Reichskanzler nicht ge­sprochen. Er meinte nur, daß die Rebelschwa­den über der wirtschaftlichen Einsicht der Geg­ner in der letzten Zeit etwas gelichtet worden seien. Wie Faust scheint er über den Grund­text nachzusinnen, aber das rechte Verhältnis von Wort, Sinn, Kraft und Tat hat seine Er- füllungSpolttik bis auf den heutigen Tag noch nicht gefunden.

Anter den ständig drückender werdenden Lasten und Röten, bei den sich überstürzenden Anforderungen, die an das deutsche Volk ge­stellt werden, genügen bloße W o r te der Ve­rsonnenheit nicht. Die Preise für die.Lebens­

endlich auch das Zeichen gibt, derVivisek­tion Europas", wie sich der Reichskanzler

ten, doch könne er natürlich nicht eine unbeftunmte Zeit warten. Außerdem verlangte Kemal Pascha die Abschaffung der Kapitulationen, die Auslieferung der griechischen Flotte und die Be­zahlung von Reparationen durch die Griechen. Was die Friedenskonferenz anbetresse, so würde er nur dann in der Lage sein, persönlich an ihr teilzunehmen, wenn sie auf türkischem Boden stattfände, da ihm sonst die Rational­versammlung in Angora die Erlaubnis zur Teil­nahme nicht erteilen würde.

Kemal erklärte außerdem, die Türken mußten immer Kalifen in Konstantinopel haben. Sie seien jedoch der Ansicht, daß der augenblickliche Sul­tan Mehmed VI., mit den Feinden der Türkei intrigiere Die Rationalversammlung würde ihn

durch die Feuersbrunst 60 000 Armenier und Grie­chen obdachlos geworden sein. Mehr als 100C Personen seien in den Flammen umgekommen. Der Schaden belaufe sich aus 60 Millionen Dollar.

Paris, 15. Sept. (WTB.) Rach einer Ha- vasmeldung aus Smyrna brennt die Stadt seit 12 Stunden. Das europäische Viertel mit seinen schönen Handelshäusern und großen Speichern und mit allen schönen am Quai stehenden Häusern und den meisten fran­zösischen Riederlassungen ist ein Raub der Flam­men geworden. Französische Kriegsschiffe haben mehr als 3000 Flüchtlinge ausgenommen.

Rach einem Londoner Telegramm derVoss Ztg." werden dort Einzelheiten über die Kata­strophe von Smyrna bekannt. DaS Feuer soll von den Türken mit Absicht angelegt wor­den sein, um die Spuren begangener Verbrechen aus der Welt zu schaffen. Alle Zöglinge der amerikanischen Mädchenschule sollen von den Türken verschleppt worden sein. Das

Wochenrückblick.

Wir haben wieder einmal eine Reichs- | kanzlerrede vernommen, aber es mangelte ihr jene außen- und innenpolitische Sammel- krast, die ein Volk gerne zuweilen spürt, damit es fühlt, daß es in der Tat eine Führung besitzt. Die Reden des Reichspräsidenten Ebert pflegen besser und tiefer in das Volks­gewissen einzudringen. Herr Dr. Wirth deu­tete auf seine fast zweijährige Kanzlerschaft und klagte, daß er wiederholt bei Vertretern von Handel und Industrie verschlossen? Türen gefunden habe. Darüber hinaus fehlt ihm, trotz seines wiederholten rednerischen Eintretens für die arbeitenden Klassen, eine eigentliche Volkstümlichkeit und Veliebtheit. Seine zwei­jährige Kanzlerschaft war zu reich an Bitter- leiten, zu wenig gesegnet von Erträgnissen eines guten Einvernehmens. Den Beschluß seiner eigenen Partei, eine neue große Ar- | beitsgemeinschaft des eigenen Volkes zu be­gründen, hat Dr. Wirth abgelehnt. Sein Ruf: Der Feind steht rechts", ist noch nicht ganz vergessen. Und nun erklärt er selbst:Mit poli­tischen Krisen lösen wir in Deutschland weder ein innen-, noch ein außenpolitisches Pro­blem".

Indessen, es hat sich bei den weitesten Schichten unseres Volkes in diesen schlimmen Tagen der Spannung gar nicht um die Person des Kabinettschefs gehandelt; die allgemeine Sorge drehte sich um die direkten Röte des Tages. Freilich, auch da wird ein aufrichtiges Wort zur Besonnenheit auf williges Ver­ständnis stoßen. Daß der Reichskanzler seine Rede im ganzen auf eine Selbstverteidigung einstellte, tat ihrer Wirkung einigen Abbruch. Man kann nicht sagen, daß sie befreiend in den Herzen gewirkt hätte. Doch wollen wir es dankbar begrüßen, daß, eingeschachtelt in min­der einleuchtende Darlegungen, Sätze ge­sprochen wurden, die es wohl verdienen, daß das Ausland sie als Appell an die Besonnen­heit würdigt und beherzigt. Dr. Wirth forderte eine neue allgemeine Friedenskonferenz aller derer, die am Kriege teilgenommen hätten, um den bisherigen Frieden zu prüfen und in Pa­ragraphen zusammenzufassen, die erst einem wirklichen Frieden gleichkämen. Das Abbild der Zeit, Pas er in diesen Zusammenhängen der Welt Dvrhielt, hatte mehr ängstlich refe­rierenden, denn durchschlagend polemisieren­den Charakter. Er freut sich über die kleinen Fortschritte und bangt doch zugleich selbst vor dem WortZu spät!", vor den Ruinen, die der Rest fremder und eigner Weisheit sein könnten. So würde ein Bismarck niemals ge­

Die Krisis in der Meparations- f tage.

London, 15. Sept. (WTB.) DieDaily Mail" meldet aus Paris, im Augenblick könne noch nicht gesagt werden, welche Stellung die britischen Vertreter in der Reparationsfrage ein- nehmen werden. Bradburh würde vielleicht der Auffassung zustimmen, daß technisch genom­men, Verzug bestehe, daß der Verzug jedoch nicht vorsätzlich sei Er werde vielleicht Vorschläge un­terbreiten, die zu neuen Erörterungen zwischen Brüssel und Berlin führen würden. Die ßaqe könne als kritischer angesehen werden, als sie je seit der Londoner Konferenz war. Mit Rücksicht auf diese Tatsache sei es wahrscheinlich, daß Bradbury zum Wochenende nach London komme,, um die endgültige Ansicht der britischen Regie- rüng einzuholen, bevor die kritische Sitzung flott-

amerikanische Konsulat fei bis auf die Grundmauern niete gebrannt. Tausende 1 o t Men­schen seien ums Leben gekommen. Der griechische Bischof soll zuerst gefoltert und dann ermordet worden sein. Der Schaden wird auf 13 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Man versichert, daß englische und auch andere europäische Staats­angehörige getötet wurden.

Adrianopel.

Paris, 16. Sept. (WTB.) Rach einer Meldung desMatin" aus London wird aus Adrianopel berichtet, daß die Arbeiter mit Unterstützung eines Teiles der Bevölke­rung die griechischen Zivilbehörden vertrieben haben.

Eine Siegesfeier in Konstantinopel.

Paris. 15. Sept. (WB.) Rach einer Mel­dung derInformation" aus Konstantinopel hat in der Hagia Sofia eine große türkische Siegesfeier flattgcfunhm. Dach der F ier- lichkeit habe der Thronfolger das Wort ergriffen und die große Kundgebung gefeiert die unter lebhaften RufenEs lebe Frankreich zu Ende gegangen fei.

Das Ergebnis des britischen Kabinettsrats.

Gegenwirkung wider die so vielfach angeratene

.... . _ Revision des Versailler Vertrages,

sprachen haben. Der schassenden Gewalt desWollen wir nun revidieren?!", so hören wir

eisernen Kanzlers wäre solches laissez faire spöttische Worte Poincares an Lloyd George, ein fremder Begriff in der Politik gewesen. der sich in den letzten Tagen merkwürdig still

Vielfach hat man bei dem erfolgreichen verhalten hat. Der ganze nahe und ferne

Freiheitskrieg der Türken Vergleiche mit dem Orient könnte in Aufruhr kommen, wenn die deutschen Volksschicksäl angestellt. Wir hätten Forderungen Kemal Paschas, die heute In den zweifellos keine Offensive mitBlut und Zeitungen bekannt gegeben werden, etwa mit Eisen" fuhren können und müssen uns hüten, der Waffe durchgeführt werden sollten. Die in die Methode der Gewalt zu viel Vertrauen Vulgaren haben nicht Übel Lust, wieder an die zu setzen. Jedoch müssen wir die stolze Zähig- Seite der türkischen Bundesgenossen zu treten, feit der türkischen Freiheitshelden bewundern, Rumänien und Südslawien halten ihreifeitS die mit gewiß armseligen Mitteln der Sieger- zusamrpen.

diktatur und Erniedrigung ihres Volkes harte Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß Jahre der Entbehrung hindurch Trotz boten, die türkischen Freiheitshelden die Grenzen Bis ihnen eine bessere Macht der Verhältnisse, ihres Könnens kennen und zu hvchfliegenden die sie selbst kämpfend allmählich herbeiführ- Plänen entsagen werden. Die Kundgebungen ten, die Abschüttelung des Zwangsfriedens aus Angora tragen dem großen Inselreich ge- von Sevres gestattete. In unserem deutschen genüber einen vorsichtigen, ja versöhnlichen Volke war die verderbliche Saat der inneren Ton. Freilich, da ist Mesopotamien, das im Zwietracht bin unüberwindliches Hindernis Feuer der aufgeschürten Leidenschaften steht jedes Widerstandes gegen die äußeren Be- und in Gefahr ist, der englischen Herrschaft drücket. Das Werk von Weimar, auf das der wieder zu entgleiten. Es gibt also Gründe ge- Reichskanzler verwies, indem er es alsu n- nug, nach Kompromihwegen zu suchen und aus erhörten Ausdruck des Willens! bem brennenden Smyrna, das wie ein Symbol zum Leben für das deutsche Volk" t)e6 zerschlagenen Welthandels aus der Tiefe bezeichnete, war doch in erster Linie nur die feiner rühm- und sagenbekränzten Vergan- notwendige Wiederaufräumung mit dem ord- genheit zum Himmel schreit, keine Funken nungSlosen Zustand, in den wir durch die Ro- überfliegen zu lassen auf die mit Zündstoff ge- vembertage gekommen waren. Gegen das ladene Welt, 4lns bleibt die bescheidene Hoff- Ausland, die Demütigungen der Versailler nung, daß das Friedensfiasko der Entente Friedensparagraphen hat sich keinunerhörter Ausdruck des Willens zum Leben" wirksam geltend gemacht. Der Glaube an Pazifismus, Völkerdemokratie, hat bei weiten deutschen

Das steuerfreie Einkommen in Frankreich.

Paris. 15. Sept. (WTB.) Wie der ..Petit Parisien" mitteilt, hat der gestrige Ministerrat beschlossen, daß das steuerfreie Einkom­men von 6000 aus 8000 Franken erhöht wer­den soll.

Der Vormarsch der TürKen.

London, 15. Sept. (Wolfs.) Dem ..Daily Telegraph" zufolge bewegt sich ein großer ~etl des türkischen Heeres, das in Smyrna eingetrofsen war, jetzt in nördlicher Richtung auf Ismid zu. Bisher ist jedoch keinerlei Aktion, die sich gegen die Meerengen gerichtet gälte, unternommen worden.

Paris, 15. Sept. (Wolsf.) Wie derPetit Parisien" mitteilt, ist man in Paris davon über­zeugt, daß die T ü rkei durchaus nicht die Abfuhr habe, an den Meerengen und in Konstantinopel Ereignisse hervorzurufen. die eine ernste Lage schassen könnten. Auch die alarmierenden Rach- richten die aus Athen kommen und von einem Teil der englischen Presse wiedergegeben werden, werden in Paris für übertrieben angesehen.

Erklärungen Kemal Paschas.

London. 15. Sept. (WTB.) Mustapha Kemal Pascha hat in einer Unterredung mit dem Sonderberichterstatter derDaily Mail in Smyrna erklärt:

älnsere Forderungen bleiben nach unseren letzten Siegen dieselben wie zuvor. Wir ver­loren Kleinasien, Thrazien bis zum M a r i h a f l u h u n d K o n st a n t i n o p e b Wir sind bereit, jede S cherheit für eine freie Durch- fahrt durch die Dardanellen zu geben, die wir uns verpflichten, nicht zu befestigen. Cs ist sedoch nur billig, daß die Mächte uns erlauben, daß wir Verteidigungswerke an den Ufern des Mar- marameeres schaffen, die Konstantinopel gegen einen Handstreich schützen. - Kemal fuhr fort: Die Türken müssen ihre Hauptstadt wieder haben. Im Falle einer Weigerung der alliierten Machte würde er gezwungen fein, mit feinem Heere auf Konstantinopel loszumarschie- r e n, was eine Angelegenheit von nur wenigen Tagen wäre. Er würde es natürlich vorziehen, Konstantinopel auf friedlichem Wege zu erhol-

London, 16. Sept. (WTB.) Reuter er­fährt als Ergebnis der gestrigen Kabinetts- sitzung habe sich eine vollständige Plebereinftim- mung zwischen der britischen und fran­zösischen Regierung herausgestellt, die Reutralität der ganzen entmilitari­sierten Zone aufrechtzuerhalten. Man kam überein, an Mustapha Kemal Pascha eine ge­meinsame Erklärung der britischen, französischen und italienischen Regierung zu erlassen. Wie Reuter weiter meldet, wurden Vorbereitungen getioffen, um Verstärkungen in die neu­trale Zone zu entsenden, um die alliierten Far­ben im Falle eines drohenden Angriffes zu schützen. Äe britische Flotte soll angewiesen wer­den, nicht zu gestatten, daß Truppen übersetzen. Die' rumänische und die serbische Regierung be­trachteten die mögliche Rückkehr der Türken nach Thrazien mit großer Sorge Die Ansicht des britischen Kabinetts sei die, daß zur Erörterung

Haltung über st eigen allmählich die Lurch den Dvllarkurs gewiesene Höhe. Das sind Krisenstimmungen, die verderblicher wirken können als jede andere. Wir wollen hoffen, daß die Reisen der Staatssekretäre Bergmann und Schröder nach Paris, die Fahrt des Reichsbankpräsidenten Havenstein nach Lon­don das Anheil fernzuhalten vermögen, das uns angedroht ist durch die belgische Rote in der Reparationsfrage. Die deutsche Regierung hatte bei den Berliner Verhandlungen eine längere Lauffrist für die Schatzwechsel ver­langt, mit denen wir Belgiens Reparations­bedürfnis vorläufig befriedigen sollten. Bel­gien hält sich an den Wortlaut des Entscheids der Reparationskommission. Es heißt nun, in dieser hohen Kommission herrsche jetzt doch ein etwas milderer Geist der Mäßigung, als ihn Herr Poincare wieder vorzutreiben sucht. Man erwäge ein Kompromiß, die Laufzeit der erwähnten Schatzwechsel auf 12 Monate zu verlängern und die Goldgarantie fallen zu lassen. Roch sind aber die Würfel darüber nicht gefallen, und die Lage bleibt ernst. Teils ist der französische Ministerpräsident durch all­zu laute Ankündigungen an sein Programm der strengen Durchführung des Versailler Ver­trages gebunden, teils scheint ihm die neueste Entwicklung der Weltpvlitik, die auch in einer Abbröckelung des Frank-Kurses ihren Aus­druck findet, Schranken zu ziehen. Auch der j Sachlieferungsvertrag zwischen Stinnes und Lubersac hat neue Momente in die französische Regierungspolitik hineingebracht. DerIn- transigeant" glaubt, so lesen wir in derKöln. Ztg.", eineungeheure Schwenkung in Paris" feststellen zu können und stellt für Ro- vember 1922 einenWaffenstillstand nach vier Friedensjahren" in Aussicht. Man sieht in diesen Dingen nicht völlig klar, solange man nicht im einzelnen das neue englisch-französi­sche Verhältnis kennt, wie es sich durch die Er­eignisse im Orient entwickelt hat.

In E n g l a n d ist die Aufregung über die Riederlage der Griechen, das drohende Vor­rücken der Türken, groß. Täglich zweimal ver­sichern die Amtsblätter, daß der Türkei die Wiederbesetzung Konstantinopels und der Meerengen nimmermehr gestattet werden könne. Frankreich streut seinen Einspruch wider die Amwerfung des Friedensvertra­ges von Sövres viel gelassener aus. Es hört ja auch die Hochrufe der türkischen Sieges­feiern auf Frankreich und freut sich zweifellos über das Eisen im Orient, das so schön glüht, das nunmehr neu geschmiedet werden kann zur

finde. AuchDaily Chrvnicle" gibt zu. daß die durch das Vorgehen der belgischen Regierung entstandene Lage als e r n st angesehen werde. Verschiedene Mitglieder der Reparationskommis- fion erwarteten eine ablehnende Antwort der deutschen Regierung auf die belgische Forderung. Wenn die deutsche Regierung eine solche Ant­wort erteile, würde die belgische Regierung der Reparativnslvmmission das Scheitern des Ab­kommens vom 31. August mitteilen und die Kom­mission auffordern, vorsätzlich den Verzug Deutsch­lands zu erklären. In diesem Falle fei es fast sicher, daß der Antrag mit der ausschlaggeben­den Stimme Dubois', der sicher mit Bel­gien stimmen würde, angenommen werde. Dann würde die gesamte Frage an die alliierten Regie- .......----- v .

rungen verwiesen werden. Die Lage würde bai/tr aller Wahrscheinlichkeit nach durch einen anderen bann noch offen bleiben. Es würde alsdann aber ersetzen. Kemal drückte das Vertrauen aus. day die Möglichkeit eines isolierten Vor- die englische Ration bereit sein wurde gehens von feiten der französischen und belgi- die Handels- und Freunoschaftsbezieyungen mit schm Regierung beste'hen. Der britische Stand- der Türkei wieder aufzunehmen. Er glaube dar- puntt sei derselbe wie zuvor. Man sei der Ansicht, an, daß die britischen Staatsmänner ihre Hal daß ein kaufmännischer Vorschlag wie das deut- tung jetzt, wo sie vollkommen über die ^atfaaien schr Angebot betr. die Ausdehnung der unterrichtet seien, entsprechend ändern wurden. Garantieperiode der Schahwechsel hätte An g o ra, 15. Sept. (WTB.) Die A atolißre angenommen werden können. Wenn die ganze Rachrichten-Agentur veröffentlicht folgende ($ aqc an die ReparationsLommission zurückver- formatiert: Die türkische Ration ist bereit, wiesen werden sollte, würde die Frage der Auf- einem Waffenstillstand un er f olgen öen Hebung des einstimmigen He&ereinfommenS vom «Bedingungen zuzustimmen: 1. Der Femd 31 August erwogen werden. Wenn die Kom- | muß das ganze von ihm besetzte Gebiet raumen Mission von neuem das Problem behcmdeln müsse, und alle Waffen, Munition und Rahcungsmiticl werde sie wahrscheinlich eine oder zwei Wochen ausliefern. 2. Der Feind muß bereits jetzt die brauchen, bevor ein Beschluß gefaßt werde. In uneingeschränkte türkische Souveränität über die bi "fern Falke würde Bradbury nach. London gehen, Provinzen Kleinasiens und Thraziens anerkennen um mit der britischen Regierung zu beraten. und auf alle Ansprüche auf diese Gebiete ver-

Ti- Roiso d--

teilet & ÄS

voraussichtttch am Montag ^er Diens^g von ^rfammlung der Türkei alle Personen au'-zu- Conbon ^uvudiebren Erst nach seiner Ruckkeh. - bie während der Invasion Graufamleiien erfolgt die deutsche Antwort an Belgien. begangen haben.

Verschiebungen im französischen " @ine ^enerdbtunft in Smyrna.

. Paris. 15. Sept. (Wolff.) Rach einer Mel-

Paris 15. Sept. (WB.) DieIournee- düng derChicago Tribüne" aus S m y r n a sollen Industrielle" schreibt, der Besuch Loucheurs* ~ :

bei Poincare fei sehr bemerkenswert. Seit einiger | Zeit gehe das Gerücht um, daß Minister Reibe! der Rachfokger Alavetites in Straßburg sein werde. Aus diese Weise würde das Ministerium für die befreiten Gebiete vakant. Daher kommt die besondere Wichtigkeit, die man der Zusammen­kunft des Ministerpräsidenten mit dem früheren Reparationsminister des Kabinetts Briand bei­messe. Weitere Verschiebungen iner- halb des Ministeriums dürften folgen. Wenn die Kombinationen, von denen man spricht, sich verwirklichen, werde die öffentliche Meinung darin zweifellos ei-he Revanche für die Politik von Chequers, Wiesbaden und selbst von Cannes sehen. Desgleichen werde man auch eine An­kündigung darin sehen, daß die Reparations- kommission von neuem in Ungnade fallen wird. (Indessen hätten sich die Ideen Loucheurs durch Anpassungsfähigt il ausge eichnet. Vor eini­gen Tagen habe der frühere 2Ninister wiederholt erklärt, daß eines Tages die Energie nützlich sein werde unter der Bedingung, daß sie nicht falsch verschwendet werde. Es bleibe nur die Frage, ob er nichr höher hinauswolle, als nur fein altes Portefeuille wiederzuerhalten, und ob er es nicht vorzöge, zu warten.