fasfung toirD daher abgesehen. Üe5cr bic Bildung ,>er Fimlnzgerichte und die Zusammensetzung der öteuerausschnsse und die Erfahrungen damit wird die Handelskammer Frankfurt eine Denkschrift ausarbriten.
HO-chschulnachrichtsn.
Zur Lage in der Lcutschsn StAdenlenfchaft.
Vorn Deutschen Hochschulring wird uns mitgetrilt:
Bei der ;n<‘ einiger Zeit herrschenden Striie in der )jL<c 120 000 2rutsche Studierende ums.'s enden - u' -,en S:ui>enteuschaft toi ö von gewissen Seit- :i in der breiten Oefsentlichkeit die Ansicht verdreite!, als ob eine ileine völkisch- ladikale Gruppe in der Deuischen Studerrtenschuft i...e err ■ " in:en und vörki'.chrn Forderun-- <:c’i vc'rjcchte u.-.d damit den Frieden störe, wäh- : j i 12 r rot e .'Uehrdeit sich mit einer rem u sch -f lich'ki i d ursa e c (oh c bte Hochschulen ■ den deutschen oprachgcdillen-außerhalb der ^-.eichchgrewge ,) u-d demokratisch aufgezogenen Or- ach: r degnüge. Das) in Wnllichkeit die Dinre l bery liegen und der heutige Vorstand de-: Deu-schr?. Studentenschaft keineswegs dir ‘‘7. ■.-(*• vertritt, erhellt sich aus sol- gerrder D2tsach-r:
Die Gd| dem Boden deL Deutschen Ho ch- i ch .i l r i n >r ■ ; steten d e übergroße Mehrheit der Deutschen Ätudentenschast hat in einer von. den hervor rGZenbstcn Vertretern und Führern aller völtische:^ srudentisct)en Gruppen inb Verbünde bc- uchlen Tesprechr.na (am oonnmg, den 7. Mar in Spandau) e t n ft i m m i g folgende Grundfor- - erungen zu den schlveber.ben Veisalrngsfragen in der Deutschen Studentenschaft feügee.ll: „Es wird festgestcllt: 1. Daß die grotzdeu'sche Ein- eil der Studentenschaft. gewahrt werden soll: ?. Lai: bei der Zugehörigkeit in Deutsch-Oester- । eich und Sudetendeutschland allein deutsche 016» Srunurcg und Mutier spräche massgebend ist:
3. Last für die Cinzelflud-nitenschajt des Deiches nrindesteaS die deutsche Staatszug-. Hörigkeit, sowie für Dicht eichsd.ntsche deutsche Abstammung ind Muttersp- ache notwendig ist: 4. Last bei den aus- -andsdeu schen Studentm.schasten deutsche Staats- -m.gehvrige nichtdeutscher Abstammung ind Muttersprache nicht ausgenommen werden bi\i i= chen: 5. daß die Deutsche Studentenschaft sich usmnmenfetzt aus den Deutschen Studentenschaj- icn; die deutsche Studentenschaft ist föderalistisch:
das) all: auslandsdeutschen Studierenden deut- ntzer Abstammung und Muttersprache in Deichs- ^Deutschland MitgiiDer der einzelnen roichsdeut- ichen Stab-enten schäften werden: 7. das) die Deutsche Studentenschaft sich das Ziel fetzen must, an den Ausgaben der Deutschen Hochschule gegenüber ihrem Volle mitzuarbeiten: 8. da st der Ernzel- studentenschaft es überlassen bleiben must, im Sinne dieses Leitsatzes ihr Aufgabengebiet selbst zu bestimmen: 9. daß die 'Vertretertagung nach Honnef keinesfalls beschickt werden bars, da der- selben jede Rechtsgrundlage fehlt: 10. Last ein neuer a. o. Studententag für den 17. bis 19. Juni racb Spandau (Hohannesstrft) beantragt werden soll." — Die Beschlüsse ändern sich keineswegs, auch nachdem der Vorstand der Deutschen Studentenschaft die Homvefer Tagung für den 17. Mai . absagt und einen „a. o. Studenten tag" nach Honnef für den 27. und 28. Mai ein beruf t; auch diese Tagung entbehrt jedes rechtlichen Charakters. Insbesondere find auch dieses Mal dte Deutschen . Studentenschssten Deutsch-Oesteme-ichS und des * Sudetenlandes nicht zu diesem sogenannten .De ü» »schen Studenten tag" eingeladen. Daher find 'die
oben angeführten Forderungen automatisch a if \ diese 2. Tagung anzuwenden.
Die theologische.Fakultät in Frankfurt.
fpd. Frankfurt a. M., 14. Mai. Der Minister für Kunst und Volksbildung hat mit Anfang dieses Semesters dem Senior Prof. D. Bornemann einen Lehrauftrag für neutestamentliche Theologie und dem Studienrat Dr. Richter einen solchen für Religionspädagogik an der Universität erteilt. Mit Prof. D. Foerster, der schon seit mehreren Jahren der Dvf^nr für christliche Reli- givnögeschichte lvar, ist die evangelisch-theologische Fakultät nunmehr durch drei Dozenten vertreten und damit für sie der Grundstock gelegt.
Zulassung zum Hochschulstudium.
Rach einer Meldung der „Bvssischen Zeitung^ aus Karlsruhe teilte im badischen Landtage Staatspräsident und Anterrichtsminister Dr. Hummel mit, daß die Hoch sch ul- k o n f e r e n z, die am 6. Mai in Bensheim versammelt war, die Rvttvendigkeit anerkannt habe, den Personen, die durch besondere Verhältnisse verhindert waren.auf ganz geregeltem Wege zur Hochschule zu gelangen, den Zugang zu einem bestimmten Hochschulstudium zu eröffnen, wenn sie auf Grund besonderer Anlagen und ausgezeichneter Leistungen die Gewähr dafür bieten, daß sie durch akademisches Studium zu höheren geistigen Leistungen gelangen werden. Für die Beurteilung der Persönlichkeitswerle "sollen besondere Leistungen im Beruf in erster Linie entscheidend sein. Vor einer besonderen Kommission sei eine Prüfung abzulegen, in der auf die Fachrichtung, der der Prüfling zustrebt, weitgehend Rücksicht genommen werden soll.
LQndrmrtschasL«
Landwirtschaftliche Protestversannulung.
rm. Darmstadt, 14. Mai. 3n einer von mehreren Tausend Landwirten besuchten Versammlung, die von Landtagsabg. Dr. Deh- tinger geleitet wurde, wurde in lebhafter Weise gegen die vorgesehene Getreideumlage Protest erhoben. (38 sprachen zunächst als Vertreter der Freien Bauernschaft in Rheinhessen Dr. Möbus, für den Hessischen Bauernverein (Sitz Lorsch» Rechtsanwalt 'Dr. ® c i f) n e i, als Vertreter Lberhessens Bürgermeister Schröder- Glbenrod, für den Hessischen Bauernbund Abg. Dr. Mülle r, ferner Bürgermeister Hauck- Schaafheim. In der sich anschlicßciden Aussprache folgten noch Sammel - Bischofsheim, 3 a t o b i- Äönigflättcn, der Revisionist Scheine r-Dalm- fiaht u. a. Alle Redner ernteten sebhaften Beifall. Folgende Entschließung wurde einstimmig angenommen: „Die Landwirte der Provinz StarLcnburg lehnen jede Form der Zwangs- bewirtschastung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, besonders auch des Getreides ab. Die Zivangs-
wirtschaft verteuert die Preise, wirkt produkllons- Hemmelid und ist nicht geeignet, die Ernährung des deutschen Volles sicherzustellen. Das Hilfswerk der deutschen Landwirtschaft würde untergraben werden. Die unsachliche und ungerechte ilmlage des letzten Zahreo, die völlig verfehlte Preispolitik haben in der hessischen Landwirtschaft eine solche Erbitterung Hervorgernfen, bah die landwirtschaftlichen Organifaitonen nicht mehr in der Lage sind, die Landwirte zu einer erneuten zwangsweisen Ablieferung zu bewegen. Zeder Versuch einer neuen Wiedereinführung wird scheitern. Wir fordern unbedingte Einlösung des int vorigen Fahre seitens der Regtet ung gegebenen Versprechens auf Einführung der gänzlichen freien Wirtschaft." — Ebenso wurde eine weitere Entschlief;ung angenommen, durch die so lange die Anbauslächenerhebung verweigert wird, vis die Getreideumlage zu Fall gekommen ist.
Gießener Strafkammer.
G i c ö c n, 9. Mar 1922.
Der Arbeiter Wilhelm F. von Gießen war im Dovember 1921 auf seinen Wunsch von seiner Arbeitgeberin, einem Daugeschäst m Plettenberg, enllcissen worden. Im Dezember begab er sich dann auf das hiesige Arbeitsamt und beanspruchte die Arbeitslosenunterstützung Es wurde ihm erklärt, er habe auf diese nur Anspruch falls er wegen Betriebseinstellung oder BetriebSein- schräntung entlassen worden sei. Er veranlatzte daher feinen Schwager Heinrich X, auf den Entlassungsschein wahrheitswidrig den Zusatz „wegen Betriebseinstellung -entlassen" zu schreiben, und seinen Vater, Ludwig F., den verfälschten Schein dem Arbeitsamt vorzulegen. Wegen schwerer Urkunden sälschung erhielten die beiden F. je 3 Wochen, QL 2 Wochen Gesängnis.
Dec Landwirt K. von Schlierbach hatte bei dem Landratsamt Kassel Ende 1919 eine Bescheinigung erwirkt, auf Grund deren er berechtigt war, bei den in Fulda stattfrndenden Bersteigerungen von Militärpferden ein solches zu erwerben. Diesen Schein übermittelte er seinem Schwager Richard K. von Bergheim, der damals in Fulda Soldat war. K. steigerte auch ein Pferd für 1900 Mk., überlieferte es aber nicht feinem Schwager, sondern übergab es — wie schon vorher verabredet — an den Landwirt Heinrich QL II. von Bergheim ab, der ihn für seine Bemühungen entsprechend vergütete. Ms QL nach längerer Zeit von dieser Schiebung erfuhr, erstattete er Anzeige. 'Das Schöffengericht Ortenberg sprach K. und QL frei, da es in ihrem Tun eine strafbare Handlung nicht erblickte. Oluf die 'Berufung der Staatsanwallschaft hob die Strafkammer das Urteil auf und verurteilte K. wegen Unterschlagung und Untreue zu 1000 Mark und Ql. wegen Hehlerei zu 3000 Mack Geldstrafe.
Reichsgerichtsbricf.
rz. Leipzig, 11. Mai. Wegen Vergehens im Amte ist am 12. Oktober v. H. vom Landgericht Frankfurt a. OK. der Eisen- bahnsekretär Valentin I m m e l zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Er war beim Bahnhof in Gießen angestellt und hatte dort Personal- und Desolbungssachen zu bearbeiten. Während seiner Tätigkeit hat er aus seinen eigenen Akten einen Anonymen Brief entfernt, der dort als numeriertes Blatt mit eingeheftet war. Damit das Fehlen dieses Briefes nicht bemerkt wurde, hat der Qlngetlagte die laufenden Qlununern in der Reihenfolge dec Qfften ausradiert und entsprechend geändert. Gegen das Urteil hatte dec Angeklagte Revision eingelegt, die er persönlich vor bem Reichsgericht vertrat. Er machte geltend, dast ihm seine eigenen Akten nicht amtlich zugänglich gewesen seien und dast deshalb ein Amtsvergehen nicht Vorlieben könne. Ferner habe er diesen anonymen Brief nicht als Urkunde angesehen. Das Reichsgericht verwarf das Rechtsmittel als unbegrünbÄ, da ein Amtsvergehen unbedenklich festgestellt worden sei und ein anonymer Brief sehr wohl als Urfiuibe gelten könne
Vermischtes,
Das Ultimatum einer Räuberbande.
Beuthen, 13. Mai. (WTB.) Laut der „Ostdeutschen Morgenpost" beschlossen die Kaufleute von Antonicnhütte in einer Versammlung, dem von der Räuberbande an die Kaufmannschaft gestellten bis Sonntag befristeten Ultimatum stattzugeben. Es wurde der Vorschlag gemacht, daß jeder Kaufmann 800—1000 Mk. opfern solle, um Ruhe vor der Bande zu haben. Insgesamt wird mit einer Summe von 35 000 Mk. gerechnet.
♦
' Washington, 12. Mai. Das Alko - holverbot in den Vereinigten (Staaten. Der republikanische Abgeordnete von Massachusetts. George H. Tinkham. ertlärtc heute vor dem Qlbgeordnetenhause, dast die Prohibitionisten die Gesetze überträten, dast besonders die Anti-Saloon-Liga sich einer ganz korrupten Praxis bediene und dast der Staat die Organisation gerichllich untersuchen lassen solle. Das Prchibitionsgesetz hat sich in den Vereinigten Staaten als eine sehr schädliche Mastnahme gezeigt. ES wird mehr unerlaubter und schädlicher Alwhol heimlich verkonsumiert, als allgemein bekannt ist. Dicht allem fielet dem Staate diese Prohibivnsdurchführung gegen den Alkoholge- occruch ungeheuere Summen, sondern es sind inzwischen Die gerichtlichen Fälle derartig .angewachsen, dast Uebertceter des Gesetzes mitunter zwei Jahre warten müssen, bevor sie überhaupt eine gerichtliche Entscheidung bekommen können. Ein seh:: eigenartiges Urteil fällte vor einigen Tagen ein Richter in der Stadt Omaha, Debraska, dort wurde ein Einwohner namens Roy QNahoney erwischt, dm- sich zu Hause 3,200 selbstgebrautes Bier gemacht Hatto. Er musste nun eine 'Badewanne herbeiholen und sämtliche Bierflaschen darin hinein ausleeren. Qiad)bem das geschehen war, muhte er den Abfluststopfen herausziehen und muhte zuseyeri. wie das selbstgedraille Bier langsam den Abslustkanal r-inunterfloh. Ein Pollzeikapitän sland dabei und sah zu, bah dem Gesetz Genüge getan wurde. — Die Fälle iyn Erblindung und sonstigen Krankheiten in 6en Bereinigten Staaten haben erscb.cckenb ^genommen, ireil nämlich der grösste Zeil des Alkohols, der heimlich, verkauft wird, Brennspiritus enthält und nur sehr schlecht von der Denaturierung gereinigt ist. Die Prohibitionsfrage wird zwei
felsohne eir.c £c’ Hauptfragen fein, aus Grund ber die nächste Präsidentenwahl entschieden werden wird, wenn in der Zwischenzeit feine Abhilfe geschissen worden ist: bis jetzt hat sich die Alkohol- prohibition in den Vereinigten Staaten nicht bewähr i.
; D i e Jagd nach dem weihen Rhinozeros. Roosevelt hat einmal als die drei „besten Dinge in der Welt" ein glückliches Heim, eine gesunde Familie und - die Erlegung eines weihen Rhinozerosses bezeichnet. Wird auch nur der leidenschaftliche Häger diese merkwürdige Dreiheit anerkennen, so ist doch zweifellos das sog. weihe Rhinozeros eine dec seltensten Jagdbeuten, die heutzutage den Söhnen Qlimrods auf Erden beschieden sind. Das iveisto. oder stumpfnasige Rhinozeros ist das seltenste unter allen großen afrikanischen Dickhäutern. Häger, die ihr ganzes Leben in Afrika verbracht haben, sind gestorben, ohne es je gesehen zu halMi, und die Hagd auf dies Tier ist daher das Höchste, was sich dem Grohwlldjäger des fchwarzen Erdteiles darbietet. Die Bezeichnung „weißes Rhinozeros" kann Wohl nur in dem Sinne eines „Weißen Raben" geprägt worden sein, um diese Seltenheit anzuzeigen, denn dieses Dashorn ist in der Farbe seinem schwarzen Bruder sehr ähnlich, uni) seine ei.nzige Besonderheit besteht in einer viereckigen, -stumpfen Oberlippe, die zu der frühen Lippe des schwarzen Ryinozerofses im Gegensatz stehst Qlußerdeni ist es sehr viel größer und erreicht häufig eine Höhe von mehr als 6 Fuß bis zur Schuller. 'Das au s regende Qlbentener einer Hagd auf das weiße Rhinozeros am Blauen Qlil erzählt Murrat T. (Smith in einem englischen ‘Statt Er hatte bereits mehrere Lage gejagt und nichts anderes gefunden als seine Spur. An einem furchtbar heißen Februartagc war er feit dem Morgengrauen auf der Suche nach dem seltenen Wlld. Q^ich 8 ober 7 Stunden vergeblichen Mühens kehrte ec in ber Richtung nach feinem Lager zurück. „Meine Boys und ich marfchierten im Gänsemarsch durch ein mit dichtem Buschwerk bedecktes Gelände und waren bei der furchtbaren Hitze ganz ermüdet," berichtet er. „Plötzlich fühlle ich den Arm meines Gewehrträgers an meiner Schulter und hörte ein heiseres Flüstern: „Farn" (Rhinozeros). Im Schatten eines großen DaumeS sah ich in ungewissen Umrissen eine ungeheure schwarze Masse in einer Entfernung von etwa 100 Metern. Das Tier hatte uns noch nicht gewittert und nicht gesehen — ein Qlashorn kann wenigstens 20 Meter weit sehen — und stand bewegungslos da: nur das kurze Schweinefchwänz- chen wackelte gelegentlich hin und her. Ich wollte erst schießen, wenn ich so nahe wie möglich heran war. Ich hatte darauf gebaut, daß der Wind mir günstig war: aber eine leichte Veränderung der Windrichtung mußte bnd Rhinozeros aufmerksam gemacht haben, denn es hob plötzlich den Kopf und war in einer Sekunde aufgesprungen und trottete durch bic* Bäume fort. Hetzt ober nie! Dach sorgfältigem^ Zielen feuerte ich, aber die Kugel traf nur bie Schulter und war nicht tödlich. Immerhin veranlaßte sie das Tier, die Richtung zu ändern, fo daß es nun in einem schwerfälligen Galopp mir seine Breitseite zukehrte. Mn neues Zielen, und meine Flinte sprach wieder. Die große Dickelkugel tat diesmal ihr Werk und drang durch die SZungen. Das Dashorn stürzte nach einer Seite, raffte sich auf, schleppte sich noch 30 oder 40 Meter und brach bann in einer Staubwolke zusammen. Ms wir es maßen, fanben wir, bah es von den Füßen bis zur Schuller 6 Fuß 3 Zoll groß war und das vordere Horn 42 Zoll lang — ein stolzer Hagdpreis!"
SomDssc
Frankfurt a. M., 15. Mai.
13. Mai.
12. Mai.
Datum:
2403-
2397,-
Brüssel-Qlntw.
Sr. 125.40
15.5,,
Schweizer Franken
100 Kr.
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5572.-
Ehristiania. . . Kopenhagen . . Stockholm. . . . Helsingfors. . . Italien London Deuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro
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Derllner Devisenmarkt.
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Warschau
Züricher Devisenmarkt.
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137,-
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3980,-
3970,-
3880,-
BücherLisch.
-Edith Gräfin Saldurg. „RenateGode- leith". Roman vom QLHein. Verlag Dr. D. Langenscheidt, Berlin W15. — Der Qioman behandelt das Schicksal einer jungen, verwitweten Frau. Zwei Tod- feinde, ein ehemaliger deutscher und ein französischer Offizier, werben, kämpfen um sie, und das Ringen um sie gilt zugleich dem frijcyen Sohn, dem jungen deutschen Blut, das der eine dem Vaterlande erhalten und sichern, der andere für Frankreich gewinnen und erziehen will. Die ganze Qiot des besetzten Rhein- landes rollt sich zugleich in diesem seelischen Drama vor uns auf ; stoch durch die Gegenwart bricht hell die Sonne deutsche'- Hoffnung.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine Anleihe der RLpLtationskomMissiou für Deutschland?
Paris, 13. Mai. Die Reparations- I d m m i f f i o n — gleichbedeutend mit den Mli- ievten und anderen Ländern, die bereit sind, sich daran zu beteiligen - wird Deutschland eine 21 n - leihe von fünf Billionen Mark bewilligen, so soll nämlich hier beschlossen worden fein. Der deutsckx Finanzminister Hermes wird in Paris am Donnerstag cintrcffcn. Es ist abge- macht, daß ein Termin von zehn Hahr en für die Anleihe vorgesehen ist. Der amerikanische Delegierte, Mr. Roland W. Boyden, hat dem Plan zugestimmt. Obwohl die Kammer völlig hinter Poincare steht und auf einer wetteren Besetzung Deutschlands am 31. Mai besteht, so ist doch anzunehmen, daß die am 14. QHai in Frankreich stattfindenden Kantonalwahlen einen scharfen Zug nach links zeigen werden, wodurch diese Absicht zu Schanden werben bürftc.
Die Bolschewisten gegen den Versailler Vertrag.
Paris. 13. Mai. (WB.) Die »Ere Dou* velle" veröffentlicht eia in Moskau nritgeteiltti amtliches ©ommnntque so genb^n Wortlauts: Die von ber französischen Presse verbrei- teten Qlachrichten, denen zufolge Tschitscherii> in einer Unterredung mit Benefch zugegeder hätte, daß es den Sowjets möglich wäre, ber Versailler Vertrag anzaerkennen. fei unbegründet Der Vertrag von VersaMes, ber für bie Wieder- Versöhnung ber Völler ein Hindernis ist, form vor Sowjetrußlanb niemals santtioniert werden. Alle Qlachrichten, die bas Gegenteil behaupten, sind von Qlnfang dis zu Ende erfunden.
Lloyd Georges Rückkehr nach London.
London, 13. Qliai. (WTB.) Der polllische Berichterstatter des „Daily C h r o n i c l e“ mel • bet, in ministeriellen Kreisen erwarte man, daß Lloyb George Ende der nächsten Woche nach London zurückkehre.
Englisch-r Angriffe gegen Lloyd George.
London. 13. QHai. (WTB.) Sir Robert Eecil erklärte in einer Rede, niemand trau? ber augenblicklichen Regierung. Sie sei verhäng - nisvoll. and wenn bic Lage gerettet werden solle, so müsse ein Regierungswechsel stattsin- den. Wenn morgen mitgeteUt würde, bah Ll)hd George zurückgetreten sei und der König nach Lord Grey gesandt Hube, so würde die gesamte zivilisierte Welt aufahnen.
Chamberlains Optimismus.
London, 13. QKaL (WTB.» Chamber - la in erflärtc in einer Rede in London, er sehr bic Qlussichten sür die Konferenz von Genua augenblicklich sehr hoffnungsvolr an. Morgan gegen die französisch-rn Ginnrarfch- absichten.
Beilin, 12. Mai. Die „QZoss. Ztg." mclbm aus P-ans, daß in offiziellen amecikanischen Krei - fen Dachrichten aus Deuyork eingelaufen feien nach denen die größten Danken Qieuyorks und Chicagos sich an Morgan gewandt haben, cv möge von Frankreich und Belgien die Verpflichtung verlangen, nicht in Deutschland einzurücken, trenn eine Anleihe in den Vereinigten (Staaten möglich gemacht wird. QBeiter sei Morgan aufgefordert worben, zu verlangen, baß ein großer 2 eil ber Besä Yungs truppen vom Rhein zurückgezogen werbe, um Deutschland zu gestatten, die Wiedergutmachungstösten leichter- aufzubringen. Morgan wird am 20. Mai in Lon bon eintrefsen, wo er zwei bis brei Tage bleiben wirb, ehe er nach Paris geht.
Der englische Standpunkt.
London. 19. Mai. lWTD.) Student m politic meldet dem „Daily Chronicre" aus Genua, wenn alles gut gehe, fo könne die Konferenz in 2 Wochen zu Ende sein. Die russische Antwort sei ein aufrichtiges Dokument, bas nicht unbeantwortet bleiben könne. Und wenn der britische Vorschlc^ angc nommen werde, so werde die Antwort eine Gestalt annnehmen, die eine endgültige Regelung fast zur Sicherheit haben müsse. Die Ausnahme durch die Konferenz werde es Len Franzosen ermöglichen. aus der unangenehmen Ecke herauszugelangen, in die PorncacH die fran zösifche Diplomatie gedrückt habe Die Preisgabe der Versuche, eine gemeinsame QLegelung zustande zu bringen, würde nur zu separaten Bestrebungen führen, die besonders für Frankreich gefährlich seien. Es sei'daher zu erwarten, Laß Barthou den britischen Vorschlag an- nehme.
Arbeiternnruhen in Chicago.
Chicago. 12. QUai. Richter Landis gab kürzlich durch einen Richterspruch bekannt, bah Voreingenommenheit gegen Streikbrecher eine ver brecherische Tat sei unb verhängte bemgemäß eine Entscheidung gegen Leute, die ber amerifam scheu Arbeiter-Änion angehvrten. 'Ohm fanb gestern hier eine große Demonstration gegen Landis statt, bei ber zwei Polizisten getötet wurden. Man verhaftete den Arbeiterführer Tim Murphy unb zweihun bert andere Arbeiterführer, well sie die Demonstration angestiftet hätten. Es wurden Belohnungen von insgesanrt 43 000 Dollar aus gesetzt für die Ergreifung der Attentäter. (Richter Landis ist ein in den Qkreintgtcn Staaten sehi bekannter Deu t f chcn f r e s ser und hat sich einmal zu dem Worte bekannt, daß jeder Deutsche ein Verbrecher sei und der einzige gute Deutsche ein toter Deutsche sei. Die Red.)
Tagung der fübdeutschsn Handslskavunern.
Mannheim, 12. Mai. (Wolff.) Unter dem Vorsitz des Handelskanunerpräsidenten ßcnc l Mannheim fand hier eine 'Versammlung süd deutscher Handelskammern statt, in bei die Handelskammern von Frankfurt a. OIL, Wies hoben, Gießen, Friedberg, Darmstadt, Karlsruhe, Heilbronn, Stuttgart, Ludwigshafen usw vertreten waren. Zur Beratung stand das Reichs- rahmengeseh betreffend die Industrie und bi Hanbelskammcrn. Ferner berichtete Präsident Lenel über die Errichtung paritätischer H a n d e l s La m m c r n. Schsießlich ward? ein• stimmig eine Entschlich ang a?,genonimcn. die b;-' Behebung der außerordentlich großen Verkehr s n o i verlangt. Besonders wird gegen jebc Abschwächung der für SüddeutschlLnd vom Reichs- vertehrsministerium zugefich-erten Slaffeltoriß' Einspruch erhoben. Sic Handelskammer fff bc auitiagt worden, eine Denkschrift über bic । Bilbung der Fin an z g e r i ch t e und die Zu- I sammensi-hung ber Steuerausschüssc a rszuarbeiten


