Ausgabe 
13.11.1922
 
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oft" teilt bas Statt mit, Daß nacy den Er­klärungen der Polizeivrgane gegen den ver­antwortlichen Redakteur Zerfaß das Verfah­ren wegen Landesverrats eingeleitet sei, aus Grund einer vor einigen Tagen in der Münchner Post" erschienenen Rotiz über ein Waffenlager beim Grafen P Oppenheim. Die Haussuchung erstreckte sich nicht nur auf e Geschäftsräume der Redaktion und der Verlagsfirma Dirk u. Cie., sondern auch auf das Bureau des Abgeordneten Auer. ES seien dabei Drucksachen beschlagnahmt wor­den, die für die Behörden hergestellt und diesen längst zugestellt waren. Außerdem seien Aktenstücke beschlagnahmt worden, die mit der Tätigkeit AuerS als Abgeordneter zusammen­hängen. Dem Iustizminister seien die Be­schwerden derMünchner Post" der Firma Birk il Cie. und des Abgeordneten Auer zu­geleitet worden.

Aus Stadt und Land.

Dieken, den 13. Rovernber 1922.

Anzeigen-Annahme.

Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Aufnahmetag statt; An­zeigen für die SamstagSnummer müsse« fpä- trstens bis Freitag mittag auf gegeben fein.

Geschäftszeit

von S12Vs und von 2S'/z Uhr.

Die Elsast - Lothringische Woche.

,.Du weiht, ich bin gerne einer der Stillen im Lande; man liest mich wenig und teitni mich wenig' so schreibt Hans Karl Abel, dessen Mianntschaft uns der Dichtecabend der Sl- s s; L. thringischm Wochr am Freitag im großen - saale der Universität vermittelte, im Jahre 19.6 an seinen Freuird Paul ©ctnitttealter. *S)a» mut* irnuerte der Dichter bereits um den Verlust seine* herrlichen Heimes bei Metzernl in den Hea ;avkn Als wahrer Fceuno und Lehrer fein Volles, als Verkünder tie echten Dsuisch- lums vereinigte er zurrst die jungen Burschen fein Gemeinde, die in geifttötenccr ©infamleit ten langen Winter in den lLeiner. Melkerdäus- chrn veb.n den Heuschobern uii> Kuhställen auf halbe- Höbe bes GebirgS zubringen, dann and wann in feiner Wohnung za einem Vortrag, §eig1 c. ihnen die uralten S'-irir und Heimarbeiten c- Vor;ahren und erzählte ihnen die schönen Märchen Ser paradiesischen Heimat And schließ- lid gelang ihm der große Wurf eines Ratur- ibeafc S, einer Perle wahrster Volkskunst und bmlidrier TJatur, in Metzer al. H ute liegt dort alles in Schutt uird Asch?, und Hans Karl Abel mJ.lt im allen deutsch,m Vaterlande, um dort zu fingen und zu sagenwas fein einst war"

Auf Rodemberstimmung aufgebaut war da« Programm, das der Dichter in drei Gruppen: Rächt".Märchen" undHeimat" eingeteilt hatte Tigene 'Siefhingen wechselten mit solchen seines Freimdes vxx> bedeutendsten e sast-lothrin- gischen Dichte rgenof, en, Friedrich Lien­hard aus den er unmittelbar im Werte folgt, ab Auch ein kleines stimmungsvolles Gedicht- chen des Altelsäsfers Christian Schmitt vernahmen wir.

'm gleichi Weise sympathisch, wertvoll, edel und tief toirtlen der Dichter selbst und seine Werte aus die zahlreich erschienene und andachts­voll lauschende Zuhörerschaft ein. Wir sahen bei nicht wenigen Besuchern, elsäsischen Män­nern und F auen, Tränen wehmutsvollen Stolzes in den Augen glänzen. Schwer wäre es, die Q, betonen Stücke miteinander zu vergleichen c8 war alles gut und schien Am besten gefiel wohl neben seinenMärchen" (Die Geister- tannen" undSilberherz") das GedichtDer Dor',biunn?n in der Maiennacht" Und Jubel I itete den Vortrag eigener Geeichte in ober- ('s i>ch?r Mundart. Die von Hans Karl Abel herauSgegeb-nen. alsbald nach Erscheinen r iini fznenBriefe eines elsästischeu Dauern- t '< fr? 'n aus dem Weltkrieg" verdienen, allent- hrit n bekann> zu werden. Als Romanschrift- s e l .r, Dramatiker, Lyriker, Dialekt- und Volks- Lid er ist Abel gleich bedeutend. Mögen seine *TP< c ins Voll gebracht werden, um ihrerseits l i>,utragen die Seele jenes schönen, und heute verlorenen, aber für ewig in Kultur, Sprache und Sitte deutschen Lande- kennen zu lernen.

Dar derFestabend" am Mittwoch der Ausspannung und Unterhaltung gewidmet, so

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Farmer über dcwjenige des Landes.

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Schlllerschen Schluß geboten.

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Friedberg und die Ortenberg. Starken

ticr wie bei anderen

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schast" von Martha Veite Landstrahe" von E. Fries

Äranien taffen, die im Bezirke des genannten Vee» stcherungsamts mindestens 50 Mitglieder l-abrn. Es sind die- folgende: Allgemeine Ortstranken- kafstz des Landkreises Gießen, La. rtz tranken kaffe bet-

ci wachsen könnte. Die Gruppe werde ferner gegen ,ed. Acnderung des Zolltarif- fein, falls nicht die Wechfellurfe durch Besserung der fremden Wäh- rungen von selbst einen Schuhwall gegen fremde landwirtschaftliche Erzeugnisse schüfen. D'tr rabt- iröbten landwirtschaft- .äs Interesse der

Heutiger Stand des DoKars

10 Ahr vormittags.

Berlin 8400, Frankfurt 83008350.

M ist verstandenen wird, besonders dort, wo mit imp> efsionisti«ch^n Mllteln Auseinanderfehungen an gestrebt werden mit äutz'rlich formalen Pro­blemstellungen des ExpreffioniSrnus". Hier dürfte es doch keinen Mittelweg geben, sondern rm Standpunkt de- Künstler« aus nur ein Entweder Oder.

..Expressionistische-" in mehr oder weniger scharfer Ausprägung ist weniger stark vertreten.

lalc Gruppe Der trete die gi lichen Gebiete und stelle Di

,..?üffeii'orfer Rach. ch e t" m<: Mittag ein Streit au^gelrfrv

Landkreises Gießen, Betriebs'.laicken

totrß nach dem Blatte voraussichtlich jeder Gesetz­gebung Widerstand leisten, die xur Erleichte­rung der Lage der ausländischen Schuldner Ame­rikas führen könnte, und jede Initiative auf ge­setzgeberischem Gebiet bekämpfen, auS der den Ver­einigten Staaten außenpolitische Verwicklungen

Firma Rinn & Tioos A. (2>. in Heuchcltz, im, Br- trieb-kranken kaffe für die Main-Weser-Hütte tn Lollar, Betriebs sanken kaffe der Firma Scheid Hauer. & Tic h ing in Mainzlar, Staatliche Betriebs- franlenfiffe stir Hessen in Darmstadt. Ferner neh men an der Wahl teil die Vorstandsmitgliei-er dr- : KnadPfchaftlichen Krankenkcpfen und Grsahkassetz, soweit sie im Bezirke des genannten Versiche rung&amte« mindestens 50 Mitglieder haben! ok ; Ersahkafsen und die austerhalb des erwähnten Be­zirkes sesthaften Kassen außerdem nur, wenn fk ihre Beteiligung an der Wahl binnen einer Woch- beim Kreisamt (Dersicherungsaml, anmelden und I die Zahl ihrer Mitglieder in diesem Bewirt nach weifen. Bei der Anmeldung ist Qtame und Wohn ort dec Wah(berechtigten sVorstandsmitgtieoe».. Geschäftsleiter) anzugäen. Jede Kasse erhält fib jedes aniechnungssähige Mitglied eine Stimme. Der Wahltermin wird noch betgu-azegcbk-n. Dir an der Wahl Beteiligten mögen die Delanntt i machung im neuesten Amtsverkundigilngsblatt!l beachten.

** Volkshochschule. Morgen and über­morgen beginnen einige neue Kurse (ßcfunf j und Besprechung von GoethesWerther", Gym­nastik für Frauen und Männer) Ra Here« dar­über im Anzeigenteil.

** Die Schiller-Morgenfeier Der; W a ldbühne" war gestern in der Stile der Sonntagsmorgens zu einer überraschend eindrucks vollen Gedächtnisfeier geworden. Der Schilta, wie ihn die Deutschen kennen, der Schiller bei Sehnsucht und der Tragik, der sich aus Dem ver neinenben Kampf gegen Gemeinheit, Tyrannei unb Verlogenheit zu reinen, freien Höhen der Menschlichkeit hinan ßringt, hatte einen Verkünder gesunden, s.o jung wie er selbst damals, einen, der in einer Dichterseele den Schlüssel trug zu Schillers innerem Sein. 3n großem Aufriß ge­staltete Hanns Werner Langer ben ganzen Schiller so, nachdem Beethovens Schlustsatz ber 9. Sinfonie mit bemLied an die Freude" die Hörer fern von aller Kleinheit gerückt hatte. Das Halbdunkel des großen Dramas, die drei un­ruhigen Kerzen auf der für einige Szenen vor­bereiteten Bühne, das Spiel von Fiäu ein Belke und Herrn Kraus weckten selbst in dem, der Schiller- und Beethovens Einklang nicht tarnt, jene ernste Anruhe und Sehnsucht, die das Schillersche Ethos begründen. Der Gesang der Frau Müller-Bangert und die gesprochenen Gedichte des Herrn Prosper streuten sich ge­schmackvoll ein, um dem Zusammenschluß des Ganzen in den Szenen Don Carlos II. 79 einen gewissen Abstand zu schaffen. Die Damen Slse Speckhardt, Hanny Kohler mann und Herr H a n S Kling haben darin in Auf­fassung unb Spiel das Feuer idealischer Leidenschaften" au'gebrachi und Damit einen echi

j',r> p würden.

G'.n Ktrrik im Industr

Düsseldorf, fi. Roy

Vers.Hie denen Fnbrllbctrieb'N

Ui- La t gelegt, da er sich mit oc . - tic.it ' rjinhung grlehl und dort Mstteilungen chl I??c, btc ihm als Lmrdesm rr.ll uu&-

♦♦ 20000 Papiermark für ein Zwanzigmark stuck Der Anlauf von Gold für da« Reich durch die Reichsbank und Post er­folgt in der Woche vom 13. bis 19. Rovember unverändert zum Preise von 20 000 Mk. für ein Zwanzigmarkstück, 10 000 Ml. für ein Zehnmark­stück. Für au ländische Goldmünzen werden ent­sprechende Preise gezahlt.

** Dec Ankauf von Reichssilber­münzen für DaS Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt 6iS auf weiteres unverändert zum 450fachen Betrag des Rennwertes.

Sie Wahl der Versicherungs­vertreter als Beisitzer des Kreis- amt« lDersicherungsamts) Gießen soll alsbald stattfinden. Gs sind je sechs Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten zu wählen. Wahlberechttgt find die Vorstandsmllglieder der

Zusammenhängen neuester Kunst erfahren sind, Den großem Reize, den Einflüssen nachzugehen, die Dom Werte Einiger, die im Mittelpunkt

Die Ausstellung bietet Durchschnittlich Gutes. Einzelne Klänge lassen stärker aufhorchen und, seien deshalb im einzelnen erwähnt.

Dora Schulz- Mainz stellt in kraftvoller, großzügiger Technik Die Inrpression eines auf­ziehenden Gewitters heraus (»Hirschhorn a. QL"). Bon seinem Reiz im Stofflichen und der inneren Einstellung nach ist H. S ch e l d - Darmstadt be­sonders in »Arbeit-Paus«" und »3m Sprung". Malerisch von schöner Qualität ist Die »Land-

Aber e- steht gefühlsmäßig stark spürbar hinter dieser Ausstellung. And hier wie bei anderen Gelegenheiten ist es für Beschauer, die in den

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IZe r l in, 11. JIod. lWTB.) Der Bor - f i c - r. : "d c x; BezirksbetriebsraleS 'cv Re icysbay direktion Berlin. 7 ;.guf.- 'T a e . w.i'b am Don.Stig acenb von m i be; positii'^n Polizei in seiner Wvb- uni verhaltet. D Ver a tu tq erfolgte auf

si eßen ober gestanden haben, nach der Peripherie hin laufen, und in bestimmter Formung oder Umformung sogar in das gegnerische Lager hin­überwirken. Vielleicht regt diese, hier nid^t näher auszuführende Andeutung manchen Betrachter zu vergleichendem Verweilen auch dort an, wo sonst vielleicht ablehnend Vorbeigehen würde.

* Die Gießener VortragsVer­einigung hatte gestern ab md einen vortreff­lichen Eingang in den Winter ring ihrer Beran- flaltungen. Hofrat Verend aus Darmstadt sprach im QSerein mit dem jungen Pianisten Her­mann Hüß aus Darmstadt TennysonsEnoch Arden". Es war ein glücklicher Griff nach die" fam alten lieblichen 3dyllendichtcr. der stets die Seelen des Hörers und Lesers gewaltig erschüttert Fast ist es bed Anerträglichen zuviel, toemi Enoch nach errdlicher Heimkehr aus wilder Einsamkeit die Frau rm zweiten Glück an anderen Mannes Seite sieht, umkehrt und schweigt um ihrer Ruhe willen. Aber daß er seine Frau von seinem Tode wissen lassen will und sich mit dieser faßt könnte man sagen Genugtuung in fein weitere. Leben schickt, versöhnt mit der fast unnatürlichen Kraft Gnochs. Zeder Empfindende dankt es sicher dem Dichter, daß er die furchtbare Tragik m die befreiende Idylle von Enochs Sterbebereitschaf ausllingcn ließ. Die herzliche Hingabe des Spre­chers und die künstlerisch hochwertige Begleitung des Pianisten hat den »Enoch QIrben zu vollem Leben erweckt. Den erschütterndsten Eiudruä machten das -trostlose Harren Enochs auf dec Insel und sein unsaßlicher Kampf um Entsagung, als er unter dem Erlenbaum abends das Glück seiner Familie sehen mutzte und sich vor Gott warf, um Kraft flehend, die Finger m die Grd? kralll und doch alles hingibt.f.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Stadttheater, 7Vg Ahr: Konzert- und Bor- ttagSabend. LtchtspielhauS, OSahnhofstr., ab heute:Die Ehe der Fürstin Demidoff" und Lehmanns Geheimnisse". "Palast-Licht­spiele, ab Henle:Die Konfektionspuppe".

Wettervoraussage

für Dienstag:

Dunstig und wolkig, trocken, falt, Rächt- frost.

Der hohe Druck hat sich noch weiter ver­stärkt und wird in den nächsten Tagen die Wit­terung beherrschen.

Landkreis Gießen.

* Wieseck, 13. Rov. Silberne Hoch­zeit feierten gestern Former Christian Wag.- n er unb Frau Margarethe, geb Kreiling

Kreis Alsfeld.

Alsfelb, 11. Rov. Die Orte Brauer- schwend, Hopfgarten, Ober-Sorg. Anter-Sorg, Renzendorf, QZadenrvd und Storndors wurden in den Stromkreis der Aeberland. zentrale eingeschaltet.

Kreis Lauterbach.

* Schlitz, 11. Rov. Pfarrer Listmann von hier, zur Zeit lutherischer Pfarrer in Texas (Roch amerifa) hat für die notleidenden hessischen Anstalten der Inneren Mission o5 8 Dollar gesammelt.

-.ic > i nterä Yen Haftbefehl). De. »B. ]. 'folge hand.'l! is sich um ein: Ql.schuldi­ge i Baer, de - «ich angeblich öe^ 2 an -

a t. s - ul i' g ma-ht habe« fol . Cßacr

Oberhessischer KunstvereLn

Ausstellung br' He s.schrn Arh<rrLsge,nrm- schäft für b'lbrnde .Drnst.

Dietzen, 11. Rov.

DieHessisch Albritsgemeinschaft für btl- benfcc Kunst" itz ein vjufammcnfd),( der ßeffU scheu Künstler verbände und deSStändigen Rates zur Pilegc der Kunst in Hefs^n", hauptsächlich zur Vcraustaltuug und Finanzterung von Aus- llelluixgen. Sie l)at also eine rein wirtschaftliche Zielsetzung und vertritt an unb für sich fein auch noch so weit gefaßtes künstlerisches Programm.

Ihre Ausstellungen werden deshalb natur­gemäß Der gcf-Moffcnzn Stimmung einheitlicher innerer ober äulRrer Haltung des Dargebotenen entbehren, fönnen aber dafür gegebenen Fall-L den grost.n Reiz fitr sich haben, eine Aebersicht vu Meten üb. die B.strebungen der einzelnen l cffj>ch.'n Kunst ^rverbände, und damit über den Stand ter Kunst in unserer engeren Heimat überhaupt.

Dieser glückliche Fall liegt hier nicht vor. Wohl find Werke her verschiedensten Artung und Absicht vertreten D>e größte Anzahl von ihnen aber gehent künstlerischen Einstellungen an, die inan nun einmal unter dem BegriffImpressio­nismus" zusammen faßt, der deshalb der Kürze halber auch hta angewandt sei. Gute malerische Aeberlieserung ist einige Wale ml spüren, die 'hre Bedingtheit in ber innersten Einstellung des Kunstlers hat. Aber auch Anklares und Aeußer- llches gibt sich kund, baS manchmal zu beutlich

Reiz haben bieWinterlandschaften" von H. Z e r n i n - Gberstadt und die Aquarelle von Ä. Hartmann -Darmstadt. Für Freunde beschau­licher Vertiefung in anspruchslose, aber einfach- starke Idhllischkeit sei dieTiroler Landschaft" von H. P a u s e r - Oftenbach genannt Anziehend locken bte Blättchen von Aenni D e tz l e r - Frank­furtOdenwald I und II, und unter den Still­leben, die G. B r e i t to i e f e r - Darmstadt zeigt, Blumenstock und Früchte".

Gunschmann -Darmstadt ist von starker Wirkung. Zu einem Teil ist daran zweifellos der Amsiand schuld, daß er in seiner Art auf dieser Ausstellung allein ist. Aber ebenso zweifellos schwingen besonders in seinemLiebespaar" ein­dringliche Töne von Zartheit und Klarheit, und imSelbstbildnis" ist nicht bloß gewollte Ein­dringlichkeit.

Vor P. T h e s i n g - (Darmstadt) dekvratrven Gemälden steht immer wieder die Frage auf, ob sie bei längerer Bekanntschaft halten, was sie versprechen.

Eigene Wege, oft in- Gruselig-Grvteske geht I. Hamann (Bensheim) (Aeber schwemmt es Dorf,Rachen am Meer",Stimmung"). Eigen­willig und voll erfreulichster handwerklicher Sach­lichkeit sagt G. P f a f f - Darmstadt das Seine, dabei schöpft er sein Motiv bis ins Kleinste aus. Man beachte den Wolkenschatten auf dem Blld Feldkapelle". Er ift eine der sympathischsten Er- f(Meinungen unter unseren jungen Hessen. W.

CEQ29 SpQß cQlühlxoppQp Marke o DFeil<* sparten laut technischen Untersuchung 259% Gaa flr

vot ber schlutzadenv am Samstag tm Lhea° tersaale bes Katholischen Berernshauses, ber auf bem Programm bescheiden alsBunter Abend" angezeigt war, beste künstlerische Ge­nüsse. Drei Duette von Schumarm (Lanbliche- Lied",Da- Glück".Tanzlied") eröffneten bie Darbietungen. Die Sängerinnen, Frl. Else Mangels dorff und Frl. Marie Mül- l e r, trugen rein, klangvoll und mit Gefühl vor und verdienten den Beifall unb bie Blurneu- fpenden Die letztere ber Damen ließ als Solo eine Arie ausFreischütz" folgen und zeigte sich hierbei als vielversprechende Kunstlerm. Die Schwester eines elsässischen Dialektdichters (Karl Knapp) trug in der schmucken elsäfsischenTracht, die stürmisch begrüßl wurde, Alcbertragungen klas­sischer Gedichte vor, denen Erfolg gleichfalls nicht versagt blieb. In einem reizvollen und melo­diösenSingfpielduett Kind und Greis" traten Frl. Liesel Paul und Joses Paulus, den wir am Mittwoch als Lhlopbonkünstler be­wunderten, auf. AnTänzen im Mttivnalkostürn" wurden ein lothringischier und ein elsässischer Volkstanz geboten, ersterer von einem Paare, letzterer von drei Paaren getankt. Richt enden­wollender Jubel durchbrauste das von über tau­send Menschen gefüllte Haus und erwirkte eine Wiederholung der elsässischen Tänze, die, von Tanzlehrer Theodor Bäulke einstudiert, in künstlerischer unb graziöser Weise gezeigt wurden.

War dieser Erfolg kaum zu übertreffen, so a dies dennoch durch die Ausführung des hen DialeltschwankesG Dudell Quetfchel- wasser" von Julius Greber. War sahen ein an dramatischen Effekten und treffender Situa­tionskomik reiches ßuHfpiel eines namhaften, vor kurzem verstorbenen Dichters. Die Schauspieler, Attelsäs'er,Dil ttanten", verdienten, an anderer Stelle ihre Kunst wiederholen zu dürfenI

Vor Beginn deS Tanze- faßte der ehe­malige Rektor der Straßburger Aniversität, der mit zahlreichen hiesigen Kollegen nebst Familien erschienen war. Prof. S. W Mayer, Zweck und Erfolg derCI-Lothringifchen Woche" zusam­men, die den Zusammenhang der elsässischen und lothringischen mit ber allgemeinen brutschen Kul­tur bar getan unb bie IdeeElsaß-Lothrin- gen kulturell geweckt und gestärkt habe. Der Dank für Die hervorragend organisierte und durch- geführte Veranstaltung gebühre in erster Linie 6em Universitätsbibliothetar Dr. List, dem es zu verdan'eu und gelungen sei, daß er ein erst­klassiges Programm zu vermitteln und mit Hilfe treuer und ta! kräftiger Mitarbeiter, insbesondere auch des Herrn Tarnogrocki, restlos durch­zuführen vermochte.

Der durchschnitLkichq Iahr^Sarbeits- verdieuft kand- itnb forstwirtschaftlicher Arbeiter.

Das Oberversicherungsamt Darmstadt hat den durchschnittlichen IahreSarbeitSverdienst lanv- und forstwirtschaftlicher Llrbeiter mit Wirkung vom 1. Januar 1923 ab wie folgt festgesetzt:

Stadt Gießen: Für Versicherte über 21 Jahre, männlich 105000 Mark, weiblich 78 000 Mk., für Versicherte von 1621 Jahre, männlich 87 000 Mk., weiblich 60 000 Mk., für Versicherte unter 16 Jahren, männlich 54000 Mark, weiblich 39 000 Mk.

Alle übrigen Gemeinden des Kreises: Für Versicherte über 21 Jahre, männlich 87 000 Mk., weiblich 63 000 Mk., für Versicherte von 1621 Jahre, männlich 75 000 Mark, weiblich 51000 Mk., für Versicherte unter 16 Jahren, männlich 45 000 Mk., weib­lich 33 000 Mk.

wegung setzte am Freitag abend in dem Man- ''smann-Walzwerk in Rach ein, wo bi.1 Qlr= '-'iierfdaft mit der ZurückZahlu-q Vor- ick.,'sfes ' eßt einverstände.r Wäc. Die ^Bewe­gung breitete sich heute vormittag weiter aus. Die Ausständigen zogen zu verschiedenen .rn» Deren Werken, um Die Belegschaft aus Den Betrieben herauszuholen. On Rath liegen in- folgedessen die Werke der Metallindustrie fast sämtlich still. Auch in anderen Rather Betrie­ben ruht die Arbeit zum großen Teil. Die Gruppen der Ausständigen sind nach Oberbilk und Oberkassel gezogen, wo daraufhin eben­falls in einigen Werken der Eisenindustrie Ar­beitseinstellungen in größerem Umfange er» folgten. Einzelne Werke entließen die ge­samte Belegschaft fristlos. Rach einer spä­teren Meldung kam es in den Mannesmann- Walzwerken in Rath zu Ausschreitungen, wo Streikende in das Kesselhaus des Betriebes eindrangen, um die Arbeitswilligen zur Ein­stellung der Tätigkeit zu veranlassen. Es kam zu Tätlichkeiten, mehrere Personen wurden verletzt. D e Polizei hat veLschiedene Verhaf­tungen vorgenommen.

LebenSmrtte^krawulle in Hannover.

Berlin, 12. Rov. Gestern vormittag fam es In der Markthalle dec Altstadt von. Hannover zu schweren Lebensmittel- k c a w a l l e n. Das Publikum stürmte dir Stände mehrerer Butterhändler, Die 1100 bis 1300 Mark für das Pfund verlangten, und plünderte sie. Es wurden einige Verhaf­tungen vorgenomme.tt

Haussuchung bei DerMünchner Post".

München, 11. Rod. lWvlsf.) Zur Haussuchung bei der ..Münchner

DTB.) In n Rath, ist, wie oie ß^U/iC DO'*»

Aus Lern Reiche.

Verßafttmgen wegen Geheftnbündelri.

? C r (in, 11. atoD. (WLB.) Der ehemalige minflcbrling Flefck> der Mitte Juni nach der r b f Helffericks im Reichstage e» ich' nen war, um einen Blumenstrauß für n lernet abzuge >eN und damals sestgenommen mer rp mar Han., nachdem er wieder auf freien rnft gei.ta war, neuerdings mit rechtsstehenden -rt ' cifen Verbindung zu rrlcmaen versuck'i und ist . .!-t nniri dem b. in v nben Verdacht der Ge- , "i'iu/uiDelci ab.r.naf-j > er haftet worden.

Berlin, 11. Roc iDTB.) Gestern ist , als Freikorps ührer belaimt. gewordene > > U b e ' Vcntnan! Roßbach durch die ilifj < Polizei r rhafte! worden. Wie ber amt» j . - rische Pc .g edienft melbet, soll er im j.' Sta«tts> ritte tu den letzte.,. WochM

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