unift inrmttteQxrr vor Inkrafttreten des Ladcu-
stmiergesetzes ununterbrochen mehr als 300 Ar
beitstage in einer zur Unterstützung berechtig
ten Beschäftigung verbracht haben", gesetzt wird:
.älnterstützungL berechtig sind alle Tabaknrbeiter.
welche durch die Tabaksteuer geschädigt werden."
Der 2l u s s ch u h lchlägt vor. zu sagen, 300
Tage vor Inkrafttreten der letzten Tabaksteuererhöhung. Die Regierung erklärt sich bereit, in diesem Sinne in Berlin vorstellig zu werden. — Das Haus ist einverstanden.
Die Abgg. R i n t und Ebner beantragen, die Verordnung, daß von den Arbeitsämtern Arbeiter vom Äinde, die Industriearbeiter sind, bei Arbeitsvermittlung zurückgewiesen werden, zu beseitigen. — Der Ausschuhantrag — Erledigt- erklärung — wird angenommen.
Vizepräsident Svherr kann endlich in den Tumult hineinrufen: Wenn diese Unruhen nicht aufhören, muh ich die Sitzung schliehenl
Die Linke ruft: „Dravo! Schluß!"
Darauf schließt Vizepräsident S o h e r r die Sitzung.
Auch nach Schluh hält die Erregung und Unruhe noch 10 Minuten lang an.
Abg. Müller, vor den jetzt schützend seine Parteigenossen getreten sind, wird andauernd von der Linken bedrängt, bis er den Saal verlassen hat.
Nächste Sitzung Donnerstag 9.30 Uhr.
Vermischtes.
Landwirtschaft und Zwangsmieter.
Die Abgg. Dr. Müller und Gen. beantragen, der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, durch das Ministerium für Arbeit uni> Wirtschaft:
1. die Wohnungsämter anzuweisen, daß bei landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden und zu geschlossenen Hofreiten gehörigen Wohnhäusern die Wohnungsbeschlagnahme unterbleibt, soweit räumliche Trennung der beschlagnahmten Räume von der Hofreite unmöglich ist und besondere Zugänge von der Straße her nicht geschaffen werden können:
2. die Wohnungsämter darauf hinzuweisen, dah nach bürgerlichem Recht gültig bestehende Altenteils- und Auszugswohnrechte von den Wohnungsämtern beachtet werden müssen. Abg. Schott (D. Vpt.) erstattet den Aus- ^hußbericht und verliest längere gutachtliche Aeußerungen des Wohnungsamtes Darmstadt, des Wirtschaftsministeriums usw. Der Ausschuh beantragt mit 7 gegen 3 Stimmen Ablehnung des Antrages Müller. Auch der Dann eingebrachte Zusatzantrag Müller, die Regierung zu ersuchen, sämtlichen Wohnungskommissionen zu empfehlen, bei Beschlagnahmen von Wohnungen dem § 6a der Verordnung zu entsprechen, wurde vom Ausschuß abgelehnt
Abg. Schott persönlich ist für den Antrag Müller, weil dieser nur Fälle betrifft, in denen start in den Wirtschaftsbetrieb eingegriffen wird.
Abg. Dr. Müller (Dbd.) begründet seinen Antrag, der nur vermeiden will, daß durch Zwangseinmietungen eine Behinderung von Landwirten in ihrem Beruf und ihrer Wirtschaft eintritt. Das führt auch zu einer Schädigung der DvllSernährung. (Lachen links.)
Abg. Lücke! (Soz.): Der Antrag müßte gerade in das Gegenteil verwandelt werden. Wenn die Landwirtschaft anständige Löhne zahlen würde, und ihren Arbeitern anständige Wohn räume zur Verfügung stellte, wäre der Arbeitermangel auf dem Lande sofort behoben.
Abg. Obenauer (Dem.) ist ebenfalls gegen den Antrag Müller, der keinen anderen als agitatorischen Zweck habe, zumal das Reichsmietengesetz eine gewisse Abhilfe der Mißstände bringen muß.
Abg. Henzel (Svz.) spricht sich ebenfalls gegen den Antrag aus. Desgleichen der Abg. Lang (Sr^.), während der Abg. Blank (Ztr.) für den Antrag Müller eintritt und die Unterstellungen des Vorredners zurückweist. — Rach weiteren Ausführungen des Abg. Glaser, der für den Antrag eintrttt, führt
Minister Raab aus. keine Regierung Emme angesichts der heutigen Verhältnisse einen Antrag' vye den des Abg. Müller annehmen, und er bitte dringend, den Antrag abzulehnen. Für den ^Standpunkt des Abg. Müller könne man tatsächlich kein Verständnis haben.
F Abg. Ebner (K. P. D.) spricht ebenfalls gegen den Antrag. Dann folgen, wie der Blitz mus heiterem Himmel,
wüste Tmmrltszenen.
Abg. Müller (Dbd.): Die Ausführungen des Ministers Raab überraschen uns gar nicht. Es wäre tatsächlich das erste Mal, daß der Herr Landwirtschaftsminister Verständnis für die Land- wirtschaft gezeigt hätte.
Bei diesen Worten des Redners erhebt sich aus der linken Seite des Hauses ein Sturm der Entrüstung und in seiner Folge Llnruheszenen, tote sie der hessische Landtag noch nicht erlebt hat. Rufe, wie „Gemeinheit", „Llnverschämtheit", „Raus mit dem Kerl", „Schluß". „Der darf heute, nicht mehr weiter reden" und dergleic^n mehr, werden aus dem Tumult hörbar. Eine Allahs sozialdemokratischer Abgeordneter trommelt mit den Fäusten auf den Pulten.
Vergeblich sucht Vizepräsident S o h e r r sich Ruhe und Gehör zu verschaffen.
Abg. Müller ruft: So wahren Sie die Würde dieses Hauses!
Abg. S ch i l d b a ch ruft entgegen: Dessen erstes Wort hier im Hause war, daß er dem Staatspräsidenten vorwarf, er sei ein Schieber. Ausgerechnet der ist berufen, die Würde dieses Hauses zu wahren.
Darauf erneuter Tumult. Eine ganze Anzahl Abgeordneter der Linken stürzt auf Abg. Müller zu mit erhobenen Fäusten. Ein Abgeordneter ruft: So wie Sie hier provozieren, provozieren Sie auch draußen auf dem Lande! Erneute Rufe, tote „Gemeinheit", „älnverschärntheit höchsten Grades". Erneute Tumulte und Trommeln auf den Pulten. Fast die ganze Linke umringt mit drohend erhobenen Fäusten den Abg. Müllen.
Furchtbare Explosionskatastrophen.
Hamburg, 12. Juli. (Wolfs.) Rach einem amtlichen Bericht der Kommandantur in Cuxhaven ist im M i n e n d e p o t in Groden sämtliche Munition (Minen, Wasserbomben, Sprengpatronen und sonstige Munitionsgegenstände) explodiert bzw. abgebrannt. Das Gebäude des Minendepots und einige um- liegene Häuser sind durch Explosionen und Brände vollständig zerstört worden. Zahlreiche Häuser der nächsten Umgebung sind beschädigt. Den „Hamburger Rachrichten" zufolge lagerten im Depot etwa 6 00 Minen, von denen der größte Teil in die Luft geflogen ist. Das Minendepot, welches ein Arm! von mehreren Hektar bedeckte, bildet eine völlige Trümmerstätte. Die Sicherheitsumwallungen sind teilweise durch den Luftdruck abgetragen worden. Die Explosion war so stark, daß sie in Dremervoerde gehört wurde. Dis nach Döse und Rordholz sind die Fensterscheiben eingedrückt worden. In Cuxhaven sind mehrere Straßen besonders stark mitgenommen worden.
Der Sonderberichterstatter des „Hamburger Echo" meldet hierzu noch: Das Depot ist vollst ändig zerstört worden. Die erste große Explosion ist nachmittags 2,28 Ikhr im Schuppen 40 erfolgt. Während der Explosion befand sich der Hamburger Zug in der Rähe des Depots und passierte die Stelle in rasender Fahrt. Sämtliche Fensterscheiben des Zuges sind zertrümmert worden. In Cuxhaven sind fast sämtliche Schaufenster und andere Scheiben zerbrochen. In G r o- d e n sind die Siedlungshäuser zerstört, etwa 100 Dächer abgedeckt, viele Giebel zerschlagen. Im ihnTreife Vvn etwa 5 Kilometern sind 2 Bauernhöfe in Brand geraten. DK verhältnismäßig geringe Zahl der Opfer ist darauf zurückzuführen, dalß Kur Zeit der Explosion sich, niemand im Schuppen befand. Bisher sind ein Toter und vier Vermißte gemeldet. In das Cuxhavener Krankenhaus sind 13 Schwer- und 34 Leichtverletzte ein- geliefert worden. Außerdem sind etwa 100 verletzt, die sich in Privathäusern befinden. In Cuxhaven sind verschiedene Kinder durch Glassplitter und herumfliegende Dachziegel verletzt worden. Unter den sonstigen Verletzten befindet sich auch ein Ententevffizier. Kurz vor der Explosion fand eine Besichtigung durch eine Enten te- kvmmission statt. Der Sachschaden geht in die Millionen. Etwa 20 Häuser müssen neu auf- geoaut werden.
Bv izenbur g a. d. Elbe, 12. Juli. (Wolfs.) Vormittags ereignete sich auf dem Platz der Gesellschaft zur Verwertung von Heeresgut in Zweedorf bei Schwanheide ein furchtbares Explosivnsunglück. Soweit bisher festge- stellt, sind 10 Tote zu beklagen. Eine größere Anzahl Personen sind schwer verletzt worden.
* Sine gefährliche Ecke in Persien. Eines der gefährlichsten Gebiete, die es wohl gegentoärtig auf der Erde gibt, ist die perfifd>e Provinz Luristan, von der bisher wohl nur wenige gehört haben mögen und die zu bereisen nach den neuesten Berichten wohl auch niemanden gelüsten wird. Ein englischer Konsularbeamter C. I. Edmund bringt hn „Geographica! Journal" nähere Mitteilungen über die Zustände in diesem Gebiet. Obwohl die Provinz doch durchaus nicht außerhalb aller Kultur liegt und es sehr viel„wll- dere" Gegenden auf dem Erdball gibt, ist doch kaum ein Reisender in Luristan Gefahren und Un- cinnehmlichkeiten entgangen. Der Grund dafür liegt in dem recht unangenehmen Vollscharatter der Beiwohner, der Gur. „Der Charakter des Gur,“ schreibt Edmonds, „kann mit einem einzigen Wort bezeichnet werden, wenn es erlaubt ist, ein solches Wort auf Menschen anzuwenden. Er ist ein „Schwein", ein unerzogenes Schwein, mit einem hinterlistigen und bösartigen Wesen. Seine Haltung gegen jeden Reisenden, mag es nun ein Fremder oder ein Perser sein — der Gur bezeichnet die Perser als „Iraqis" und fühlt sich mit ihnen nicht verwandt — ist die beliebte des Räubers: „Das Geld oder das Leben." Giris von beiden will er unbedingt haben. Er ist verräterisch, und fein Schwur ist ihm heilig. Er ist habgierig und würde seine Seele für Geld verkaufen. Er ist das, was die Araber „ibn-ul°waqt" nennen, das Kind des Augenblick ohne Gedächtnis und ohne Dorairssicht: er handelt nach der Laune des Augenblickes ohne Rücksicht auf frühere Erfahrungen oder die wahrscheinlichen Folgen seiner Handlung. Es ist dieser Mangel an jeder Logik in seinem Wesen, diese absolute Ungewißheit über das, was der Lur
tun wird, die das Reifen in Gurtfi'vt Jn überaus gefährlich macht. Der Lur kennt nu -,wci Gemütszustände: der eine ist der, daß er „umidvar" ist, d. h. hoffnungsvoll. In diesem Zustand befindet er sich, wenn er Geld zu erlangen hofft, entweder durch das, was er Gastfreundschaft nennt, oder durch irgendwelche Dienste, wie z. B. das Geleiten einer Reisegesellschaft. Der zweite Gemütszustand ist der, daß er „ma'yas" ist, d. h. hoffnungslos. Das ist er, wenn er kein Geld bekommen hat ober nicht so viel, wie er dachte, oder auch wenn er Geld bekommen hat und nun nichts mehr herausschlagen kann. Lind in diesem hoffnungslosen Zustande richten sich nun seine Wünsche von dem Geld auf das Leben, und dann kommt es ihm auf einen Mord mehr ober weniger nicht an." Rach den Angaben des Engländers sind die Verhältnisse gegenwärtig schlimmer denn je. Denn seit die persische Verfassung und mit ihr die Herrschergewalt des Zaren vernichtet wurde und an ihre Stellung der durch den Weltttieg auch hierin gebrachte vage Begriff der „Selbstbestimmung" trat, tut der Lur, was er will: keiner hört auf den andern ober fühlt sich durch irgendeine höhere Gewalt von seinen Untaten zurückgehalten. Das Wort „Mashruth", d. h. Verfassung, hat für den Lur nicht die Bedeutung einer staatlichen Gewalt, sondern ist für ihn gleichbedeutend mit ^Unordnung" und so „macht er selbst Konstitution", indem er die Reisenden ausraubt und tötet.
Handel.
Berlin, 12. Juli. Börsenstimmungsbild. Die vorliegenden ausländischen Zeitungs- stimmen berechtigen zur Hoffnung auf eine entgegenkommende Haltung der Reparationskommis- sion in der Stundungsfrage. Infolgedessen haben die Angstkäufe auf dem Devisenmärkte aufgehört, so daß die bereits gestern zu beobachtende rückläufige Kursbewegung, besonders für den Dollar, der mit 493 einsetzte, mittags bis 445 zurückging, wobei er die anderen Devisenpreise entsprechend mit nach unten zog, anhielt. Das Geschäft bleibt auf diesem Gebiete bei der Undurchsichtigkeit der allgemeinen Verhältnisse unsicher. Es nahm keinen größeren Umfang an, da auch die Industrie nicht mehr so lebhafte Rachfrage bekundet. Am Ef- fektenmartte blieb die Kursbildung unregelmäßig, die Realisationen wurden teilweise fortgesetzt, teilweise fanden auch Rückkäufe statt. Wenn trotzdem der Kursstand weiterhin mäßig abbröckelte, war eine gewisse Widerstandsfähigkeit unverkennbar, die sich auch bei den zu Einheitskurfen gehandelten Industrietoerten zeigte, wo die Kursbildung ähnlich verlief. Im Grvßverkehr standen den Rückgängen bis 50 Prozent Erhöhungen ungefähr in gleichem Ausmaße gegenüber, wobei zunächst erstere überwogen. Stärker rückgängig, teilweise bis 100 Prozent, zeigten sich neben ober-schlesischen Papieren Hoesch Eisen, Westeregeln und Ober- schlesische Kokswerke. Die älmsähe nahmen bei der vorherrschenden Zurückhaltung keinen größeren Umfang an. Don heimischen festverzinslichen Werten waren 4prvz. Reichsanleihe um 10 Prozent im Kurse her ausgesetzt. Don ausländischen erhielt sich das Interesse für türkische Werte, obwohl die Kurse hierfür nicht höher, sondern wie bei Zoll- Obligationen, teilweise niedriger wurden. Ein Feld lebhafter spekulativer Betätigung bildeten ungarische Papiere, bei denen ungarische Goldrente über 70 Prozent anzogen.
Frankfurt a. M, 12. Juli. (Bo rsen- stimmungsbild.) Die schwache Haltung machte an der Börse weitere Fortschritte. Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen unb lediglich einige Spezialpapiere waren vvrübergeheiü» gesuchter. Der Devisenmartt lag recht unsicher. Dollarnoten wurden im Frühverkehr 500 genannt und gingen später auf 487, 477, 462 bis 454 herunter. Im freien Verkehr stellte sich Angebot ein. Es wurden folgende Kurse genannt: Benz 525, Drown Doweri 390, Hansa Lloyd 290, Gebrüder Fahr 640, Deutsche Petroleum 2000 bis 2050, Ufa 210. Montanaktien unterlagen einer neuen Schwankung. Die ersten Rotierungen wiesen meist niedrige Kurse auf. 3prozentige Reichsanleihe verloren 20 Prozent. Der Kassa- Industriemartt unterlag im Verlause starkem Angebot. Die Dörse schloß schwach bei ruhigem Verkehr. Privatdiskont 5 Prozent.
Frankfurt a. Olt. 13. Juli.
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Dries
Saturn: 11. Juli. 12. Juli.
Amstd.-Rotterd. 18876,35 18923,65 20474,35 20525,66 Brüssel-Antw. . 3710 35 3719 65 3488,10 3406,90 Christiania . . . 7940,05 7959,u5 7390,75 740d,25 Kopenhagen . . 10486,85 10513 15 9563, — 9587, — Stockholm. . . . 12534,30 12565 70 11485,60 11514,40 HelsingforS. . . 1088,60 1091,40 996 75 999,25 Italien 2197,25 2202,75 2027 45 2032,55 London 2157,30 2162,70 1977,50 1982,50 Reuyork 482,39 481,61 »46,94 448,06 Paris 3885/0 389-t^O 3640,40 3649,00 Schweiz 9188 50 9211,50 8589,25 8612,75 Spanien 743b,65 7454,35 -, -
Deutsch. Oesterr. 1,95 1,99 1,88 1,92
Prag 1188,50 1191,50 1023,70 1026,30
Budapest.... 3=,20 36,30 84,95 35,05
Buenos Aires . 174,25 1/4,75 159,55 159-,95
Bulgarien ... 316,60 317,40 284F0 285,40
Japan 229,- 230,- 251,50
Rio de Janeiro 6441,- 6459, - 7215,-
Börfenknrse.
Frankfurt Berlin
Schluß- l-älhr- Schluß- Ans-' Kurs Kurs Kurs Kurs
Datum: 11-7. 12.7 11.7. >2.7
5",Dtsch.Kriegsanl. 77.5° -7,50 77,50 77,50
4° „Disch. Reichsanl. 108.50 "6, Ul,- 120,75
3°/°Dtsch. Aeichsanl. "zl° - 19u.~ 202,- zOC,-
47o Preuh. Konsols 80,20 83,- 80,75 80,75
Hamburg-Pakets.. 460,- 440.- 456,- 450,-
Rorddeutscher Lloyd 326, — 334,50 345,— 325, —
Eomm.u.Privatbank 293,— 290,- 291,- 288, -
Darmstädter Bank 290,- 290,- 291,- 289,-
Deutsche Dank 515,- 560,50 504,- 500.-
Disconto-Gesellschaft 400,- 396,- 400,- 397,-
Dresdner Bank 305,- 298,- 306,- 301,-
Mitteld.Creditbank. 252,- 251,- 255,- 252,-
Aationalbank f. D. . -*,— 294.50 292,- 292,-
Boch. Gußstahlwerke 1286, 1240,-
Bud -Gisenw.-Akt. 770,- 100,- 725,- 679,-
D.-Luxemb Bergw. 1205 - 1140,- 1180,- 1100,-
Gelsenkirch.Bergw.. 2210,- 1200,- 1220,- 1180,-
Harpener Bergbau . 2140 - 2080,- 2100,- 2160,-
Oberschl. Eisenb.-B. M),- 925,- 90^ 934,84
Oberschles. Sisenind. 703,- 689 - 690,- 652,-
Phönir-Bergb-Akt. 1340,- 1276, - 1260,- 1230,-
Bad.Anllin-u. Soda 760,- 825,- 803,— 840,-
Höchster Farbwerke. 725, - 720,- 710,- 700,-
Allg. Elektr.-Ges. . . 778,- 765,- 750,- 790,-
Felten & Guilleaume 840, - 895, - 885, - 910, —
Schuckert-Werke. . . 710,- 700,- 715,- 705,-
Adlerwerke 505,- 495,- 500,- 461,-
Daimler 449,- 426,- 430,- 425.-
4°/o Hess. StaatSanl. 79,- 77,- 72L5 71,56
Electron Griesheim 900,— 850,— 850,» —
Dtsche. Vereins bank 200,— 195,- «*,*
Marknoti ertrugen.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14. 11.7. 12.7.
Zürich Fr. 125.40 i,08 1,17
Amsterdam ..... Fl. 59.20 -,54 - ,58
Kopenhagen Kr 88.80 ,99 1,07
Stockholm Kr. 88.80 -.80 -,87
Wien Kr. 117.80 5150,-
Prag Kr. 117.80 8,60 9,90
London Sh. 97.80 Reuyork I 23.80 -.20
Paris Fr. 125.40 2,55 2.75
Züricher Devisenmarkt.
12. 7. 13. 7,
Wechsel auf Schweizer Franken
Holland 100 Fl. = 20L25 202.70 Deutschland 100 Mk. --- 1.035 1.29
Wien 100 Kr. = 0.02 0.02
Prag 100 Kr. — 12.50 11.10
Paris 100 Fr. = 44.50 42.40
London 1 £ — 23.10 22.20
Italien 100 2. = 23.26 23.70
Brüste! . 100 Fr. = 86^0 41.10
Budapest 100 Kr. — 0.40 0.40
Reuyork 100 $ = 522.- 522 -
Agram 100 Kr. — 1.565 1.55
Warschau 100 Kr. = 0,09 0,095
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die Fahndung nach den Mördern Rathenans.
Berlin, 12. Juli. (WTD.) Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Die Fahndung nach den flüchtigen Mördern Rathenaus in Mitteldeutschland hat bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Da fett Hack^usch (Regierungsbezirk Magdeburg) eine sichere Spur von den Tätern fehlt, ist es möglich, daß sie flch noch in der gleichen Gegend verborgen hatten. Mit Rücksicht auf verschiÄ>ene, bei der Polizei eingegangene Meldungenn ist aber auch damit zu rechnen, daß die Mörder auf ihren Fahrrädern bereits ein großes Stück weiter nach Süden geflüchtet sind und sich bereits jetzt in der Linie Magdeburg- Braunschweig-Hannover auf hatten. Alle Rach- richten über die Flüchtlinge sind bis auf weiteres an die Fahndungsstelle der Berliner politischen Polizei in Gardelegen (Landratsamt, Tekephvn- nurngter 64) zu richten.
Abbruch der deutsch-belgischen Derhaudttmgen über den Amt aus ch des deutschen Papiergeldes.
Brüssel. 12. Juli. (WTD.) HavaS berichtet, daß die belgische Regierung die Verhandlungen über den Amtausch der Markbeträge angesichts der Forderungen der deutschen Regierung abgebrochen habe.
Eine Aiederlage der englischen Regierung
London, 12. Juli. (WTD.) Die Regierung erlitt gestern im Ausschuß für die Gesetzentwürfe über die Le hr e r pensio nen eine Riederlage. Ein Antrag des Anterrichts- Ministers Fisher wurde mit 13 gegen 80 Stimmen qbgelefmt
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