Kurs
Brief
8,72
Sh. 97.80
11.7,
Schweizer Franken
100 UL = 202. 5
. 100 Kr.
schwer für bte Käufer, gröbere Mchlusse^zu XnlMuecfoTm bewerkstelligen, da nur für den dringendsten De- > k .«h ■■
nndere mürrisch. „3d) bin hier, um nachher das
1: 36: 2. Fix (Hasso-Russovia) 1: 36,3; 3. Thiel nndere mürrisch. „3d) bin hier, um nachher (Teutonia) 1:41. — 100 Meter-Rücken für An-1 Licht auszulöschen und die Tür zuzuschlleßen.
23.80
125.40
-.19
2,40
100
100
100
100
100
8.7.
-.99
I
Sr.
-,19
2,62
Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .
8050,05
2,24 1141,45
40,66 18/,50 33u,*5 246,50 7009,«
10. 7. -.97 -.48 -L0 -.73
Färsen Färsen Kälber Kälber Kälber
viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewicht5Verluste, Spesen und Hand- lergewinne in sich schließen.
8220,30
1156^5
39,30
190,76
329,45
252,50
7735,-
Brussel-Antw. . Christtania . .. Kopenhagen . . Stockholm. . . . HelsingfocS. .. Italien London Reuyork Paris Schweiz Spanien Deutsch-Oesterr. Prag Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . . Japan Rio de Janeiro
555, 395, 287, 289, 530, 394, 305, 255, 290.
810,- 890,- 940,- 81-",- 600,- 518,-
78,75 950,- 195, —
9C
,75
1153,55
39,20
190,25
328,55
251,50
7215,-
7.7
77,50
110, 220,-
81,50 53),- 375,— 287,- 290,50 525,- 401,- 304,- 255,- 291,50
1365, 84),-
1271,- 1350,- 2299, — 1100,-
835,- 1490,-
860,- 799,75 880,- 830,- 805,- 570,- 520,-
73,10 925,»
1440, 879, 799, 850, 929, 800, 555,. 510,.
80, 935, 204
Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank.
— 100 Meter-Brust für Dorgeschrittene. 1. Laun
*"' (Hasso-Russovia) 1:36,3; 3. Thi
Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Clektr.-Ges. . . Fellen & Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adierwerke. . . . . . Daimler ...... 4° o Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank
und von 1800—3203 Mk. für beste Kühe, beste Qualitäten von 2500—3000 ML, mittlere Qualitäten von 30.0—3403 ML, geringe Qualitätet von 2400—2903 ML, von 1500—2000 Mk., Schweine unter 80
1.05
0.02
10.10
40.20
23.2»
224G
38.89
0.40
523.-
1.575
0,10
10. 7 77,50
110, 220, -
80,50 520.- 390,- 292,-
300,- 530,- 404,- 317,-
252, — 2L4 50
1395,- 829,-
1305,- 1350,-
2250,-
Wechsel auf
Holland
Deutschland . . . .
Wien
Prag
Paris.
London
Italien.......
Brüste!.......
Budapest
Reuyork.......
Agram.......
Warschau
5 ran ff urt a. M, 10. GulL Die Getreidepreise unterlagen auch heute den Kursschwankungen der ausländischen Zahlungsmittel. CS halt
522 24 41-4,85 99 2,56 8029,95
2,20
1138,55
40,54
187, ~ 32 .55 245,60 6j91, -
jO. 7.
77,50 110,25 249,25
80,75 5i0,- 380,- 291,* 294,- 500,- 404,- 309,- 255,- 295,-
1394,- 855,-
1360,- 1315,- 2300,-
989,- 771,-
1450,- 880,- 789,- 851,- 930,- 786,- 579,- 564 -
72,5c 910,-
ioo am. =
100 Kr. —
100 Kr. =
100 Fr. =
1 £ =
1.7.14.
125.40
59.20
88.80
88.80
117.80
117.80
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld
Schluß» Schluß- Schluß- Schluß- Kurs ÄurS Kurs Kurs
203.
1.-
0.02
12.- 41.40
23.21
23.30
39.30
0.375
522.75 1.55
0.095
L. == Fr. -- Kr. = r = Kr. —
bis 3900 ML, Dullen von 2800=3500 Mk., für und Kühe von 3200—3700 Mk. für beste
Schafe
Kilogramm Lebendg wicht von 6030—6 03 ML. Schweine von 80 -103 K l gramm 2cbe dgcw.cht von 6300—7000 ML, Schweine von 100—120 Kilogramm Lebendgewicht von 6800—7100 ML, Schweine von 120—150 Kilogramm Lebendgewicht von 6800—7000 ML, Fettschwci w> über 150 Kilogramm von 6300—7000 <£Rt„ Sauen and Eber von 6300—6700 ML Die Preise liegen um fr
Marknotiernnge«.
Für 100 deutsche Marl wurden gezahlt:
Martti
Frankfurter Getreidebörse.
*Gießener Sportsleuteals Pokalsieger. Am Sonntag feierte der Turn- und Sportverein Schweinsberg fein Stiftung^fest, mit dem Potatiplele in der 01-, D- und C-Klaste verbunden waren. In der D-Klasfe dieser Spiele wirkte auch der Sportklub „Vorwärts" Gießen mit, der nach dem Stege über drei Vereine den Pokal der Klasse D als wertvollen Siegespreis mit nach Hause nehmen konnte.
2332,96 23*7,1)5 235.,95 ------ 627,83 529,17
623,06
4125,15 4U<85 41'25,15
9937,45 10087-3$ 10112,65 ------- " 81 9,i0
Landwirtschaft.
bs. AuSdermittlerenWetterau, 9. 3uIL Trotz der Feuchtigkeit der letzten Wochen herrscht immer noch Futtermangel, da der Klee fast überall auSgewintert ist. Sehr zu statten kommt der Regen Den Wiesen, wo jetzt daS Grummetgras gut vorstößt. Auch Dickwurz und Kartoffeln stehen prächtig. Letztere lassen eine Rekordernte erwarten. Sogar auf leichtem Boden und auf Dergäckern haben sich kräftige Stauden gebildet.
bs. A l f a J 9. Ziili. Bei der hier stattgehabten Fohlenauktion wurden gewaltige Preise erzielt. Saugfvhlen belgischen Schlags wurden mit 30—40 000 Mk. bezahlt. SS hatten sich über 100 Käufer eingefunden.
Pitouum-lMtel A
"Das jceine Ujodständige 3iühn&ceL
_ ÄA TAjjWSdtOrm, Udowerk. N^hkrim i W V „
(In einem Teil der Auflage wiederholL) Englische Stimmen über den Sturz der Mark.
London, 10. 3uIL (WTD.) L l o hd George hatte gestern eine längere ilnterrebung mit Chamberlain, in der die durch den Zu- ammenbruch der deutschen Mark geschaffene Lage besprochen wurde. Diese Frage wird den Blättern zufolge auch das Kabinett am Dienstag be- chäftigen. T
„Daily Chrvnicle" schreibt in einem Leitartikel über die Politik in der Reparationsfrage, trotz der gemachten Erfahrungen und trotz des Rates der Finanzleute habe Frankreich die Bedingungen des Finanzkomitees verworfen und dadurch eine internationale Anleihe zu Fall gebracht. Auch das englische Industrieschuhgesetz bilde ein Hindernis für die deutsche Einfuhr und die deutsche Zahlungsfähigkeit. Unter solchen ihn» ständen müsse die deutsche Mark ihren Aiedergang fortsetzen.
Der „Ob fern er“ sagt: Der Zusammenbruch der Mark ist so plötzlich erfolgt, daß die Banken es vielleicht ablehnen werden, sich überhaupt mit dem deutschen Zahlungsmittel zu befassen. Die Entwertung der deutschen Mark ist allerdingsnichtDeutschland, sondern seinenGläubigernzuzuschreiben. Das Reparationsproblem darf nicht lange unerledigt bleiben.
Gerards Optimismus hinsichtlich der tzEutwick- luug in Deutschland.
Paris, 10. 3ult (WTD.) Rach einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Reuyork hat der frühere deutsche Dotschafter in Berlin, Gerard, der vorgestern aus Europa in Reuyork angenommen ist, erklärt, er sei in Bezug auf den Ausgang der Krise in Deutschland im wesentlichen sehr optimistisch gestimmt. Rach seiner Ansicht hätten die Deutschen von den russischen Erfahrungen profitiert. Er nehme an, daß ein Zusammenbruch nicht erfolgen werde, gebe jedoch zu, daß die Verhältnisse in Deutschland äußerst schlecht seien. Gerard glaubt sagen §u können, daß die Regierung, die gegebenenfalls m Deutschland die Oberhand gewinnen könne, in der Hauptsache nach dem Mu st er der Vereinigten Staaten gebildet fein werde.
Siu SchiffahrtSstreik in Duisburg.
Duisburg, 10. Juli. (WTD) Das bei den Duisburger holländischen Reedereien beschäftigte Schiffahrtspersonal hat durch den holländischen Transpvrtarbeiterverband Fvrde- rungen eingereicht. die dahin gehen, daß die im vorigen Jahre erfolgte lOprozentige Lohnherabsetzung zurückgezogen wird und die Dewasfnungs- frage sowie die soziale Frage im Sinne des § 616 des Deutschen bürgerlichen Gesetzbuches geregelt werden. Die Verhandlungen führten bisher zu keinem Ergebnis. Die holländische Organisation wird daher in den nächsten Tagen den Streik er» Hären. Tritt dieser Streik ein, dann wird das bei den deutschen Firmen beschäftigte Personal ohne weiteres gezwungen fein, in den Solidaritätsstreik einzutreten. Die holländische Schifffahrt beherrscht zu vier Fünfteln den Verkehr zwischen Amsterdam und den Ruhrorten. Der Streik werde das deutsche Wirtschaftsleben gewaltig schädigen.
Der Verband hessischer DegimentSdereiue hat im Namen von 28 000 ehemaligen Solda tenbeimReichsratBeschwerde eingelegt gegen die Ausführungsbestimmungen des Freistaates Hessen zum Ausnahmegesetz, wodurch in Hessen die Regimentsfeiern oder andere Versammlungen ehemaliger Re- qimentsangehöriger verboten sind, weil hierdurch das Gesetz gänzlich einseitig zur Anwendung komme. Der Verband habe niemals Politik getrieben, niemals sei ein Verstoß vor- gekomnten, der die Anwendung des Gesetzes rechtfertigen liehe; ein großer Teil ehrbarer Staatsbürger werde zu Bürgern II. Klasse gestempelt.
Büchertisch.
— Gürtelkämpfer von Anselma Heine. Verlag Ullstein, Berlin. — Das Werk Anselma Heines gibt Psychologie des künstlerischen Schaffens, dem es bis in feinste Erregungen folgt, und ist zugleich ein Frauenroman, der Roman einer Liebenden. Eine Bildhauerin hat die Figuren eines Tonreliefs gearbeitet, auf die sich der Titel „Gürtel- käinpser" beziehL die Gestalten eines Mannes und eines Weibes. S e sind mit dem Gürtel zusammen- geschmiedet wie Verurteilte des Mittelatters; ihre Kratt aufs äußerste spannend, stemmen sie sich gegeneinander. Sie bedeuten den Kamvf von Seele und Sinnlichkeit. Heber persönliches Erleben ist dieser Antagonismus zum Problem der Kunst überhaupt gesteigert.
fänger: 1. ThieI (Teutonia) 1: 43,4; 2. Enhlinl 1:54; 3. Ehmann 2:11. Für Vorgeschrittene.' 1. E ck 1:31,1; 2. Rothmann 1: 36; 3. 2a u n 1:40,2. — ICO Meter - Seite für Anfänger: 1. Rothmann (Teutonia) 1:40,3; 2. Thiel (Teutonia) 1:45; 3. Arnold (Frankonia). Für Vorg.schrittene: 1. ©örnemann 1:24,1; 2. Guth i e r (Germania) 1:37,1; 3. Körbel (Germania) 1:37,1. — 50 Meter-Brust für Studentinnen: 1. Aubel 55,4; 2. Schöbel 57,3: 3. Werner 61. — 100 Meter-Hand-über-Hand für Anfänger: 1 Külb (Hassia) 1:34; 2 Dach (Frankonia) 1:37,2; 3. W ü st (Frankonia). Für Dorgefchrtttene: 1. Eck 1:25; 2. F i x (Hasso-Raf- sovia) 1:27; 3. Althoff (Chattia) 1:28. — Springen (5 Sprunge) für Anfänger: 1. Dorten b ach 21 Punkte. Für Vorgeschrittene: 1. E ck 36% Punkte; 2. Thiel 34% Putte. — 4 mal 50 Meter-Lagenstaffel (W anderst reis der Hni= berfität): Sieger Ducf chen s chaf t Germania 2:59 vor Teutonia 3:3,3. — 3 mal 50 Meter beliebige Staffel: Sieger Burschenschaft Germania 2: 5,2 vor Teutonia 2:17,2 und Frankonia 2:19,2. *
Wallenstein, Sieger im Großen Preis von ‘ Berlin.
Aus der Grünewald-Rennbahn in Berlin wurde am Sonntag der Große Preis von Berlin (300 000 Mark, 2400 Meter) bei sehr ungünstigem Wetter und überaus starkem Besuch entschieden. Sieger blieb Freiherr von Oppenheims „Wallenstein", Zweiter wurde A. und C. von Weinbergs „Aventin", Drttter Lewins „König Midas". Sieben Pferde liefen. Tot. 14; 10, 13, 18, 22:10.
jSie Meisterschaften des Heeres und der Marine,
i
um die im Deutschen Stadion im Grünewald gerungen wurde, erbrachten sehr gute Resultate. So wurden im 5000-Meter--Laufen, 5mal 100- Meter-Chargenstaffel, im Diskuswerfen, 800- Meter-Gruppenhindernislaufen und 100-Weter- Schwimmen neue Militärrekorde ausgestellt. Die Ergebnisse: Schießen mit Gewehr: 1. Feldwebel Diedermann (5. I.-R. 9. Komp.); Schießen mit Armeepistole: 1. Feldto. Drattke (8. I.-R. 10. KP.); Turnerischer Zehnkampf: 1. Gefr. Strauch (Stab I. R. 18), 160 P. 400-Meter-Laufen: 1. ilnteroff. Ehlers (I. R. 18, 1. Kp.), 53,1 SeL; 4mal 100-Meter-Staffel: 1. I.-A. 19, 1. Komp., 46,5 Sek., Kugelstoßen: 1. Schütze Wild (I. R. 20. 9. Komp.), 11,80 Meter; 50 0-Meter-Lau'en: 1. ©er Hör en am (I.-R. 9, 2. KP.), 16:21,2 (Mil. Rekord); 30-Kilometer- Gepäckmarsch: 1. Ge r. Kipping (I. R. 11), 3:45; 40; 5mal 100-Meter-Chargenstaffel: 1. I. Rill, 15. I. R., 58.2 Sek. (Mil. Rekord); Stabhochsprung: 1. Oberfeldw. Schneider (I.-R. 21,6. Kptz, 3,20 Meter; Diskuswerfen: 1. Uffj. Äöthel, I.-R. 19, 1. KP., 36,71 Meter (Mil. Rekord); Tauziehen: 1. R. R. 1, 3. Komp.; Wettsprung: OberIL von ©raffen (ArL-R. 11, 6. Batt.), 6,45 Meter; 8'0- Meler-Gruppenhindernisauf en: 1. I.-R. 19 l.Kp., 2:58,2; im Vorlauf hatte die gleiche Mannschaft mit 2:58,1 einen neuen Mil. Rrtord aufgeftellt — 100-Meter-S chwimmen bei.: 1. Obermasch. Matt (Schiffsdio. l) 1:11 (Mil. ReL); 200-Mcter- Brustschw.: 1. Li. Klatt (3. Batt. Act.-Rat. 2), 3:31; 100-Meter-Rücken: 1. 2t Riesch (1. Komp. I.-R. 19), 1:23,6.; 4mal 100-Meter-Slasfel- schwimmen: 1. 5. Komp. I.-R. 16, 5:58; 1000 Meter freier Stil: 1. ®efr. Schramm (5. Komp. I.-R. 16), 18:37,6.
Frankfurt a. M., 10. Juli. Börsen- stimmungsbild. Der Wochenansang brachte eine unregelmäßige Tendenz. Man bemerkte verschiedentlich Abgabencigung von Setten der Spekulation, was auf Gewcnnsicherung zurückzuführen ist. Der Devisenmarkt brachte feine Anregung. Der Dollar wurde in den ersten Morgenstunden 535 — 555 — 530 genannt. Er nahm bei Beginn der Börse eine rückläufige Bewegung ein und schwankte zwischen 520 und 515. Auslandsrenten schwächten sich ab. Am Markte der unnotierten Werte war das Geschäft ruhiger als in den Vortagen. Benz 450—440 Hansa Lloyd 390—395, Deutsche Petroleum 2250, Entreprises 4425, Inag 370. Weniger fest lagen Mvntanvapiere. Oberbedarf büßten bei erster Rotiz 80, Phönix und Harpener zirka 50 Prozent ein. Sehr große Umsätze fanden in drei- prozentiger Reichsanleihe statt wobei wiederum Auslandskäufe eine sehr große Rolle spielten. Anilinwerte lagen schwacher; Elektrizitätswerke durchschnittlich 10—50 Prozent niedriger. Auto- werte formten sich behaupten. Das Geschäft in Zuckerfabrikaktien war sehr rege. 3m toeiteren Verlaufe hielten sich die Verkaufs- und Kaufaufträge die Wagfchale. Das Geschäft blieb rege, die Tendenz aber unregelmäßig. Privatdiskont 5Prvz.
Frankfurt a. M. 10. Juli.
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Dernrischles.
tob. Trier, 9. Iult Erschossen hat hier, laut der „Landeszeitung", ein Hausbesitzer feinen steter, mit dem er auf der Straße ,n Wortwechsel geraten war, der in Tätlichketten ausartete. Der Schuß ging in den Unterleib. Der Schwerverletzte wurde sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo er noch am gleichen Tage starb. Der Täter wurde in Haft genommen.
* Löffel als Liebeszeichen. Bis ins 18. Jahrhundert hinein nannte man „löffeln“, was wir heute etwa „puffieren“ nennen, und die „Löffelei“ war eine Liebelei, der leicht eine gewiße Rarrheit anhaftete. So war der Löffel also eng mit der Liebe verbunden, und in England ist dies noch heute der Fall, wo der Ausdruck „spooning“ noch die Bedeutung bat wie unser altes „löffeln“. In England hat sich auch, wie Ruskin Buttersield berichtet, der Liebes-Löffel als ein volkstümliches Liebeszeichen erhallen. Während in unserer Volkskunde der Löffel nur noch als Zeichen der hausfraulischen Würde und des Küchenregiments eine Rolle spielt wird und wurde in England auf dem Lande ein Löffel von dem jungen Manne dem Mädchen seiner Wahl überreicht, um ihr auf die Weise zwar nicht „durch die Blume“, aber dafür „durch den Löffel“ feine Reigung zu betraten. Die Liebeslöffel, die nicht zu praktischen Zwecken verwendet werden, sondern als süßes Andenken eine ehrenvolle Aufstellung erfahren, sind ein eigenartiges Erzeugnis der Dauem- kunst, denn sie haben einen reichen Schmuck und besondere Formen. Solche Liebeslöffel sind immer aus Holz und zwischen 6 und 18 Zoll lang. Der breite flache Sttel enthält eine reiche Ornamentik und zwar meist von Symbolen, die mit der besonderen Eigenschaft des Löffels zusammenhängen; es sind also Herzen darauf abgebildet, Schlüffel und Schlüssellöcher. Der Schlüffel und das Schlüffelloch symbolisieren die gegenseitige Liebe und Harmonie wie ja schon die ältesten Liebeslieder von dem Schlüffe' zum Herzen zeigen. Der Löffel selbst ist nie einfach, sondern es zweigen sich von dem Stiel zwei und noch mehr Löffel ab; man findet bis zu 6 Löffel an einem Stiel, und manche haben Löffel ebenso am Griff wie am Ende. Die Liebeslöffel sind Meisterwerke bäuerischer Schnitzkunst; sie sind fein poliert und z. T. bunt verziert und verraten eine handwerkliche Geschicklichkeit, die auf lange Heberlieferung dieser Schnitzkunst von Geschlecht zu Geschlecht schließen laßen.
* Verkannt. „Sie scheinen sich zu langweilen. lieber Freund,“ sagte der Dorttagende zu einem Manne, der beständig und hörbar gähnte. „Sie paßen ja garnicht auf?“ „Ich bin nicht Ihr Freund und ich bin nicht hier, um auszupaßen,“ sagte der
darf zur Zett höhere Preise bewilligt werden. Rachfrage bestand in Weizen, für Roggen trat Zurückhaltung hervor. Ruhiger lag auch Mais, die Preise hierfür sind fest. Hafer und Gerste fanden gute Aufnahme. Für Weizenmehl scheint der Beäirs groß zu fein. Die Verkäufer hallen an ihrem hohen Preisstand fest. Futtermittel bleiben gesucht. Kleesaaten finden weitere Be° achtung. Reis liegt sehr fest. Infolge der günstigeren Wttterung werden die Ernteaussichten wesentlich besser beurteilt Getreide, Hülsen- rüchte und Biertreber ohne <5ad„ Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack Preis je 100 Kg., alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Weizen 2500—2550, Roggen 2050 bi:: 2 ICO, Gerst: für D auztoecke 2350—2450, Hafer 2200—2z5v', Mais Laplata 2100-2125, Mixed 2075—2100, Weizenmehl südd. Spezial Rr. 0 bei Waggonbezug ab Mühlenstation 3250—3450, Roggenmehl 2350—2450, Weizen- und Roggenkleie 1300—1350, Biertreber 1300 Mk. Tendenz: est, bei kleinem Geschäft
* Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. I-rli. (Amtlich.) Marktverlauf: Ruhiger Handel. D.i Schweinen verblieb größerer IKb’rjtanb. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1421 Rinder, Darunter 216 Ochsen, 78 Bullen, 1127 Färsen und Kühe, ferner 450 Kälber, 137 Schafe und 1381 Schweine. An Preisen wurden angelegt für den Zentner Lebendgewicht: Ochsen von 2500
Züricher Devisenmarkt.
1C. 7.
Turnen, Sport und Spiel.
Wettkampfe der Universität Gießen.
Unter großer 'Beteiligung fanden am Sonnabend, den 8 Juli, die Leistungsprüfungen und Schwimm wettkämpfe der üntoerf ität statt Die für Sonntag angesetzten Hauptkämpfe mußten wegen Regenwetters verschoben werden. Die Bedingungen für die Leistungsprüfungen waren: 100 Meter-Laufen in 14,6 Sek., 100 Meter- Schwimmen in 3 Minuten, Hochsprung 1,25 Meter oder Weitsprung 4,50 Meter, Speerwerfen rechte und linke Hund zusammengerechnet 35 Meter oder Diskuswerfen entsprechend 30 Meter, Kugelstoßen rechte Hand 71/4 Kilogramnr linke Hand 5 Kilogramm zusammen 13 Meter. Jeder Teilnehmer hat also fünf Bedingungen zu erfüllen. Da die Prü» fungen noch nicht abgeschlossen sind, wird später über sie berichtet werden.
Die Schwimmkämpfe nahmen in Gegenwart des Rektors und zahlreicher Zuschauer einen glatten Verlaus. Cs wurde in zwei Klassen (Anfänger und Vorgeschrittene) getoerteL Die Beteiligung war namentlich in den Wettkämpfen für Anfänger sehr groß; die Leistungmr waren überall besser als im Vorjahre, wobei besonders das Wasserballspiel erwähnt werden muh. 'Beteiligung und ßeiftungen lassen erkennen, daß die körperlichen Hebungen an der Universität an Breite (Erfassung der großen Masse) und Tiefe (Verbesserung der ßeifrungen) ständig zunehmen.
Ergebnisse: 10C Meter-Drust für Anfänger: 1 Enhlinl: 48,4; 2 Derendorf (Hasso- Rhenania) 1:59,3; 3. Elser (Frankonia) 2:3,1.
Kirche und Schule.
* Der Hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes beschloß, seine diesjährige Haupwersammlung im August in Laubach abzuhalten. Bereits 1914 sollte sie dort stattfinden, mußte jedoch wegen des Kriegsausbruchs ausfallen. Die Versammlung soll zu einer würdigen Feier ausgestaltet werden, zu der auch zahlreiche auswärtige Gäste erwartet werden. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Es darf erwartet werden, daß sich diese Tagung würdig chren Vorgängerinnen anschlie- hen wird.
* Freie Lehrer st eilen. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Alten-Duseck, Kreis Gießen (eine Dienstwohnung ist nicht vorhanden); eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Brauns- Hardt, zuständiges KreiSschulamt Groß- Gerau.
• * Organistengehalte. Man schreibt un«: Das Erweiterte Oberkonsistortum hat beschlossen, den Gemeinden auf Grund eines Beschlusses' des LandeSki iche^ttages als Mindestsätze für einmaligen Gottesdienst 1500 Mk., für zweimaligen Gottesdienst 2000 Mk. zu empfehlen. Der Hessische Organistenverein hatte als Mindestsatz 6ei einmaligem Gottesdienst 2000 Mk., bei zweimaligem Gottesdienst 3000 Mk. vorgeschlagen. Beide Festsetzungen sind eigentllch durch die aufs neue emtretenben Verschi,eoungen im Geldwert schon wieder überholt, und es steht zu erwarten, daß die Kirchenvorstände die Vorschläge — wie sie gedacht sind — als Mindestsätze ansehen und tn Berücksichtigung der ZeitveLhältnisse über diese Sätze hinausgehen werden.
* * Kirchliche Dien st nachrichten. Dem zwellen Pfarrer Otto Colin zu Beerfelden wurde die erste evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrer Richard Z i tz m a n n zu Dalheim, zurzeit Pfarrverwalter in Hahnheim die evangelische Pfarrstelle zit Hahn- • heim, und dem Pfarrverwalter HanS von d e r A u zu Reichelsheim i. O. die zweite -evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen.
• • Kirchliche Wahlen. In den 1 nächsten Lagen werden in fast allen evange- F lischeu Gemeinden Hessens die Wählerlisten für die Wahlen zur Kirchen- '' gemeindevertretung offen liegen. Da bie Gemeindevertretungen nach der neuen Kir- chenverfassung alle weiteren Wahlen vorzunehmen haben, ist ihre Wahl diesmal von besonderer Bedeutung.
Gießener Strafkammer.
vom 7. Juli:
Der IohcrnneS St. aus Deckenbach hatte einen Strafbefehl über 60 Mk. vom Am.sge itzt Hrm- berg erhalten weil er am 2. Rovember 1921 eine große Last dürres S:cmgemvisholz enttrenbet hätte. Auf feinen Einspruch hin erhöhte das Schöffengericht die Strafe auf 80 Mk. Die Strafkammer bestätigte dieses Ur;eil.
Der La -btoict Johannes D. von Dortslweil hotte vom Amisgericht Vilbel einen Straft»-, s. hl über 50 Mk. und der Maruer Franz $L von Vilbel einen solchen von 100 ML erhalten, w-.il erstgenannter als (Bauf>err, zwcitgenannter als ‘Bai» Handwerker bei der Errichtung eines Wohngebäudes mit der Arsf h.rng der M.^reraibei- Len begonnen hatten, ehe die Dau genehmig' rng bttju erteilt worden war. Das Schöffengericht stellte das Vers rh en to'gcn et-g-ix teuer Verjährung ein. Die Strafkammer sprach die An- gefiogten frei, weil sie in einem gewissen Rot- ftomd gehandelt hatten.
Hationalbanf f. D. . .
Boch. Gußstahlwerke *420 Bud.- Eifenw.- Akt..
D.-Luxemb. Bergw..
Gelsenkirch. Bergw.. 2“40, Harpener Bergbau. 2350,
Oberschl. Eisenb.-V. W8-),- 970,
Oberschles. Eifenind. 840,- --0, Phönik-Bergb.-Akt. tb00, ~ ~ ' 870,
.... Fr. .... Fl. . . . . Kr. . . . . Kr. >. . . Kr. . . . . Kr.
Datum: *• *•
5"/.Dtsch.Kriegsanl. JJ-60 4°/,Dtsch. Reichsanl. 3°/°Dtsch. Reichsanl. - 4°/0 Preuh. Konsols
Datum: 8. Juli. 1). Juli.
en?ntterb 20574 25 20625 76 20474,3521525,65 1 3925 05 3934'95 3925.05 3934,95
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