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8. $cbr.

Datum:

7. Febr.

Lhriftionia

Febr. Bei

a. OK., 7.

Arnold Mendelssohn in Darmstadt.

D.

Marknotierungen.

Züricher SebtfenmariU

Schweizer Franken

Fl. --- 19L-

Ma

Kopfschmerz

703,-

21 WO

ter berichten über ein Eisenbahnun­glück in der Ufraine, bei dem 73 Wa­

gen zertrümmert, 25 Personen t e t und 8 schwer verletzt wurden.

Ausländer Besitz ge-

Fr. Fl. Kr.

7.2.

77,50

87,30 109,50

71,10 403.- 315,- 295,- 303,- 489 - 408,- 326,- 290,-

305,-

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

511,-

79,25

724,-

6,43 376,10

30,46 71,15 134,35

6,47

376,90 3^54 71,35

134,61

100 ICO 100

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haben die m ihren

Renten» im Bett datz der

1045, 624, 562, 666, 980, 624, 653, 500,

Vad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Tlektr.-Ges. . . FeitenL Guilleaume Schuckert-Werke. . . Oldlerwerke......

Daimler.......

4', Hess. StaatSanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbank

Kopenhagen. Stockholm . . Helstngfor- . Italien. . . . London . . . Reuyork . . . Paris .... Schweiz . . . Spanien . . . Wien (alte») Deutsch-Oesterr.

6,78

379,60

3'\d6

72,62

136,35

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Neuvork . .

L. Fr. Xr. $ Kr. Kr.

Risch wir­kend.

ErhlltUch ia Apotheken.

12C

4077,-

8,58

5,88

-.46

9.X

hinter steckt. Durchweg recht wertvolle Häuser bracht.

fpd. Frankfurt

* Verhungert. Die 77jährige empfangerin Stimme! In Plauen wurde tot auf gefunden. Der Arzt stellte fest, Tod durch Verhungern eingetreten ist.

8.2.

2,57

1,34

2 48

26,30

1,93

Amsterdam-Rotterd. 7517,45 7532,55 7417,55 7432,45 Brüssel-Antwerpen. 16 8 35 16JL65 1620,85 1624,15 " ' . 3231,70 32 8,80 3251,70 3258,30

. 4120,65 4129,15 4055,90 4064,10 . 520<75 5'220,25 5184,60 5195 20 . 397,60 398,40 389,60 390,49

2,52

1.33

2,57

26,25

1,93

8*77

5,82 ,49

8.2.

Kirchliche Nachrichten.

Fsrael.Religi)nsgemetnde. Gottes­dienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag. 11. Fetr. 1922. Voradd. 5.30. Morg. 9.00. Adds. 5.45 und 6.25 U&r.

Israel. Reiigi >ns - Gesellschaft. Sabbatfeier, 11. Fedr. 1922. Freitag abd. 5.10. Samstag norm 8.30. Rachm. 3.30. SaddatauSgang 6 25 Wochengottesdienst: morg. 7.00, adds. 5.00 Ahr.

Frankfurt o 1, 9. Februar.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Dries

6,82 3-0,40

31,04 72,22

133,65

losem Zustand in das Krankenhaus.

svd. Limburg, 7. Febr. Der Fahr­rad Händler AilolauS Hohntn Limburg wurde wegen Hinterziehung der Umsatz- >teuer vom Finanzamt in eine Geld st rase von 13 725 M k. genommen.

spd. Niederschelden, 7. Febr. Beim Ueoerschreiten der Gleise auf der Charlotten- Hütte wurde der 60jährige HUfSarbeiter Wagner von einem Rangierzug er­saht. Er kam habet so unglücklich zu Fall, daß ihm der Kops abgefahren wurde.

* Kass e l. 6. Febr. 3n einem Hause in der Altstadt geriet eine Frau mit ihrem Unter­mieter in Str eit. Als der Untermieter au die Frau einschlug, ergriff diese eine Flasche und zertrümmerte sie auf dem Kopfe des Unter­mieters, so daß dieser von der Schutzpolizei mit einer klaffenden Kopswunde ins Kran­kenhaus gebracht werden muhte.

* Wiesbaden. 6. Febr. In der Stadt- verordnetensihung wurde die Erhebun,; einer Wohnungssteuer beschlossen, die ab 1. Oktober 1921 mit 5 Prvz. für den Staat und 5 Proz. für die Gemeinde bis 31. März 1922, von da ab mit 15 Proz. sür die Gemeinde erhoben werden soll

Kurs Kurs KurS

Doch. Guhstahlverke 1062, Bud.-Eifenw.-Alt.. 856, D.-Luxemb. Bergw.. 875, Delfenkirch. Dergw.. 899, Harpener Bergbau. 1525, Oberschl. Eifenb.-D. 950, Oderfchles. Eisenind. 796 Phönix-Dergb.-Akt. 1000,

959,. 895,.

930,.

1595

975, 814,

1090, 625, 575, 690, 995, 650

510, 508,

74, 723, i 220,

Vermischtes.

Eisenbahnunglück in der Ukraine.

Stockholm. 8. Febr. (WTB.) Man meldet aus HelsingfvrS: Die Odessaer Diät-

mc. Frankfurt a. M, 7. Febr. Die bei einem Sattler beschäftigte Verkäuferin Ottilie Eimer eignete sich anfangs kleinere Gegenstände an, stahl dann aber Waren im Gesamt­werte von 15 20 000 Mark, die sie toetter veräußerte oder verschenkte. Aus diesem Grunde hatten sich nun 15 Personen vor der Straf­kammer zu verantworten, von denen sieben frei- gesprochen tourben, während die übrigen acht klei­nere Gefängnisstrafen erhielten und zum Teil be­dingt begnadigt wurden. Die Diebin selbst erhielt acht Monate Gefängnis, ihr Druder Wilhelm Eimer neun Monate wegen Hehlerei und eine andere Verkäuferin Gertrude Nikolai sieben Monate Gefängnis.

ant = Kr. Kr. Fr.

= 43.80 22.24 24.40 41.45 0-75

= 512-- = 1.65

= 0,15

Kr. 117.80

Kr. 88.80

Kr. 117.80

Eh. 97.80

Fr. 125.40 r 2180

192.75

2.70

0.17

9.80

44.50

22.50

25.60

42.-

0.82

514-

1.70

0,16

7.2.

77,50

87,40 109,80

71,25 407,50 297,- 302,- 304, 479.50 411,50 320,- 288,- 3il,50

1050 - 858,- 874,- 895 -

1525 - 993,-

tn den Stellwerken

2.65

0.17

9.70

Prag.....

Budapest. . . DuenvS Aire Dulgatten. . Konstantiuope

954,- 956,- 954,- 956,- 875,10 876,90 866,60 >68,4u 201,79 202,21 ln8,80 199,20

169.-,25 1702,70 1693,30 1696,70 L )4^5S 3951,45 3888,60 3>96,40 3106,85 3113,15 3096,90 3103,10

602,- 554,50 660,- 990,- 620,- 553,- 493,-

8.2. 77,50 87,25 109,-

71,60 411, 3ü0,- 297, 306, 484,- 412,- 324 292 - 313,'-

Wechsel auf Holland. ...... Deutschland .... Wien........

Prag........

PariS........

London .......

Italien.......

Brüssel.......

Budapest......

Neuyork. ...... Agram.......

Warschau......

* Kirchendieb st ah l. 3n der berühmten Basilika des Heiligen Ambrosius in Mailand ist vor längerer Zeit ein Diebstahl verübt worden, der erst kürzlich durch einen Zufall entdeckt tou de. Als die Gruft geöffnet wurde, um die jährlich üDtgefebnebene Reinigung vorzunehrnen, meiste der die Aufsicht führende Kirchenbeamte, dah der Sarkophag des heiligen Ambrosius erbrochen und ein Ring und eine Brosche gestohlen worden waren. Die Tat muh dem äußeren Anscheine nach vor einer Reihe von Monaten geschehen fein. Infolgedessen wird es schwer halten, die Diebe zu ermitteln.

* Richard Strauh' LieblingSlied. Richard Strauß hat in London auf allgemeinen Wunsch auch drei seiner Lieder mit eigenhändiger Pianobegleitung dcsKomponif.e» aufsPrvgramm gesetzt. Eines davon ist das auch in Deutschland fast populärste unter Richard Strauh' Lied­kompositionen, die Vertonung von Dierbaums Text .Traum durch die Dämmerung". Ein eng­lisches Blatt erwähnt bei dieser Gelegenheit, dah der Komponist selbst in Amerika einmal dies Stück als dasjenige bezeichnet habe, das ihm unter seinen Liedern das liebste sei. Er habe es, wie er erzählte, in fünf Minuten geschrieben, und zwar an einem wundervollen Sommerabend, wäh­rend, er seine Frau erwartete, um mit ihr einen Spaziergang zu machen.

KurS 8.2.

77,50

87 50

109,75

71,30 414,60 302,- 312,25 811,- 490,-

421-

324,-

292,- 315,-

1075,-

89a,- 895,- 925,-

1513,-

1010,- 800,-

1040,-

618,- 684,50 695,-

1060,- 680,-

Datum:

5"/. Disch. Krieg Sani. 4*>,Dtfch. ReichSanl. 3*/.Dtfch. Reichsanl. 4e/0 Preuh. KonfolS Hamburg-Paketf.. . Rorddevrtscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gefellschast Dresdner Dan!. . . Mitteid. Ereditbank. Rationalbank s. D..

AuSdesserungSarbeiten stürzte der Dachdecker Otto Elben vom Dache ab. Er kam in fast Hof fnungS»

sofortige Aufnahme von Verhandlungen i?a in der hiesigen Industrie febr nMo aus­wärtige Arbeiter beschäftigt sind, die infolge des .^treito nicht zu ihrer Ardercssielle aiw.angt..i tonnen, werden die Arbeitnehmer von Den Ga­brilen vielfach mit Lastautos in ihren Wohn- orten abgeholt und abends wieder zurückgebrachl Wenn der Streik noch länger anhält, wird die stark beschäftigte Industrie wegen mangeln der Kvhtenzufuhr mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben und zu Detriebseinschrän- tu n g en schreiten müssen.

Hc^cn-Naffau.

' Frankfurt a. M^ 8. Febr. 3mLaufe der letzten beiden Jahre sino in Frankfurt nicht weniger als 300 Häufer und Lie­genschaften mit einem Wen von min- ' bestens 100 Mill. Mk. in den Besitz von Ausländern übergegangen. On erster Linie erwarben Schweizer, dann Holländer, Italiener und schließlich Franzosen die Grund­stücke. 3n welcher Höhe Ausländer Hypo- : :x-fen erwarben, dürfte schwer feftzustellen -ein. Leider haben sich in den meisten Fällen rutsche Rcichsangehörige zu BeriaufSver- mittlern hergegeben, so daß es schwer festzu. stellen ift ob ein Ausländer als Käufer da-

Hochschulnachrichten.

D. A.I. Dorn deutschen Hochschul­wesen in der Tschechoslowakei. Die Ge- sehescingaben auf Verlegung der deutschen Prager UniDcrfität nach Reichen berg und der deutschen Technischen Hochschule nach Auhig bzw. nach Letschen und Teplitz sind nun von den deutsch­bürgerlichen Senatoren beim Parlament eingereicht worden. In der Begründung wird gesagt, dah die Verlegung der deutschen Prager Universität auf rund 500 Millionen Kronen veranschlagt wird. Die bisher gemeinsame Bibliothek der beiden tech­nischen Hochschulen soll so getrennt werden, dah grundsätzlich jeder Hochschule die aus ihrem Kredit beschafften Werke zufallen. Die Verlegung der Technischen Hochschule in deutsches Siedlungsgebiet soll im Interesse einer engeren Fühlungnahme mit dem Arbeiter-, Dauern- und Mittelstand erfolgen. Eine kleine Stadt verbürge auch ein besseres Stu­dium. In ihr liehen sich auch die Studenten leich­ter unterbringen und verpflegen als in der großen Stadt Prag. Die Industrieunternehmungen. Bau­ten- und Handelsunternehmungen in den für die Technischen Hochschulen in Betracht kommenden Städten böten große Hilfsmittel für die Studenten. Ein weiterer Gesehantrag wünscht die Loslösung der seinerzeit von der österreichischen Regierung errichteten drei deutschen Spezialschulen in der Akademie der bildenden Künste in Prag von dieser Akademie und die Neuerrichtung einer Bildhauer­schule als Grundstock einer neuen deutschen Hoch­schule für bildende und angewandte Kunst unter gleichzeitiger Verlegung dieser Hochschule nach Reichenberg, wo sich die S.adt für Bereitstellung der Gebäude erklärt hat. Auch soll eine forstliche Abteilung an der dräschen Hochschule in Prag eingerichtet werden, von der ein Teil sofort nach Reichstädt verlegt werden foll. Ferner soll eine bergbauliche Fakultät an der deutschen Technischen Hochschule in Prag errichtet werden, die vier Lehr­gänge umfassen soll.

(BericMsfaaL

Bestrafte Weinwucherer.

Mainz, 6. Febr. Der W«inspekul<mt Dvtt- fried Hch. Simons aus Köln und der Wein- tommtffionär Franz Josef Schmidt aus Dingen sind der Preistreiberei und des Kettenhandels und der Deihilfe hierzu anigeilagt. Die Sache kam zunächst am Schöffengericht Dingen zur Ver­handlung. Simons wurde wegen Kettenhandels und Preistreiberei zu 10 000 Mk. und'Schmidt z i 2000 Mk. wegen Deihilfe verurteilt. Gegen dieses Urteil hatten die Staatsanwaltschaft und die An­geklagten Berufung eingelegt. Die Berufung der Angeklagten wurde nun von der hiesigen Straf­kammer kostenfMig verworfen, dagegen bei dem Wemkommiffionär Schmidt auf Einziehung von 1955 Ml. übermäßigen Gewinn- er tonnt

ALTEP^ -- WENBREMERE!

Äp Qj/lLODi lSSO MUMM

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt ---- 7.2.

Kirche und Schule.

Zum 100. Geburtstage D. Viktor Habichts.

Arn 5. Februar waren es hundert Jahre her, daß DiktorHabicht der langjährige Super­intendent von Oberhessen und Prälat der hessischen Landeskirche, als Sohn des Iustiz- rmtrnnnnS Christian Habicht zu Engelthal das Licht der Welt erblickte. 3m Jahre 1825 wurde fein Vater als Landrichter nach Laubach verseht, und dort verlebte Habicht seine Knabenzeit. Rack dem am 25. Juni 1834 erfolgten Tode des Vaters liebelte seine Mutter nach Büdingen über, damit ihre Söhne das dortige Gymnasium besuchen konnten. Ostern 1840 bestand Habicht die Reife- Prüfung, bezog dann die Universität Gießen, um Theologie zu studieren, und verließ sie nach bestandener Reifeprüfung im Frühjahr 1843, um das Predigerseminar in Friedoerg auf ein Hahr zu beziehen. Dann nahm er eine Haus' lehrerstclle in Echzell an und bereitete sich gleich­zeitig auf die Definitorialprüfung vor, die er im November 1844 ablegte. Er behielt nun zu­nächst seine Hauslehrerstelle bei. Im Frühjahr 18*15 erhielt er seine erste amtliche Verwendung als Vikar in Echzell, und er blieb hier, bis ihm am 3. Dezember 1851 auf die Präsentation des Grafen Otto von Solms-Laubach die Pfarrstelle zu Lardenbach übertragen wurde. Nach achtjäh­riger segensreicher Wirksamkeit in dieser Ge­meinde wurde er am 21. Januar 1859 auf die erste Pfarrstelle in Grünberg versetzt, wo es ihm im Bunde mit dem zweiten Pfarrer Dr. Emil Steinmetz und dem Mitprediger Georg Pullmann, der später Steinmetzens und dann sein Nach­folger wurde, gelang, die schon seit vielen Jahren Im argen liegenden kirchlichen Verhältnisse zu heben. Bald wurde er auch Dekan des Dekanats Grünberg und bewährte sich als solcher vortrefflich. Arn 16. April 1870 wurde Habicht die Pfarrstelle In Rüsselsheim übertragen, wo es abermals galt, das darniederliegende kirch­liche Leben wieder aufzurichten. Während deS Krieges machte er sich besonders um das in Rüs­selsheim errichtete große Reservelazarett verdient. 3m Jahre 1872 wurde er Dekan des Dekanats Groß-Gcrau, dessen Synode ihn einstimmig zum Abgeordneten in die zur Beratung der neuen Kir- chenverfasfung berufene außerordentliche Lande-- shnvde eAvählte. 3n dieser bewährte er sich durch die große Gefchäftsgewandtheit. die er als deren erster Sekretär an den Tag legte. Am 2. Februar 1875 wurde er als geistliches Mitglied und Rat beim Oberkvnfistorrum und Superintendenten von Obcrhesfen berufen. Als solcher verstand er es namentlich auch bei den Geistlichen und Laien bei strengeren Richtung, die der Kirchenverfassung an­fänglich unfreundlich gegenüberstanden, dahin zu wirken, daß sie sich nunmehr bemühten, Hand in Hand mit den anderen kirchlichen Richtungen und mit bem Kirchenregiment an dem inneren Ausbau der Kirchenv«ckafsung mitzuarbeiten. Nachdem ihn am 16. Mai 1880 die Gießener Theolo­gische F a k u Itä t die Doktorwürde ehrenhalber verliehen hatte, wurde er am 1. Iali 1885 zum Prälaten ernannt Habicht war ein Mann deS praktischen Wirkens. Schriftstellerisch ist er nur

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß»

wenig yervorgerreten. Von einzeln gev ruckt en Pre­digten und Kasualreden, sowie dem 1878 erschie­nenen »Hülfsbuch zum Verständnis der D.bel" ab­gesehen, hat er nur noch in den Jahren 1884,1889 und 1898 die zweite bis vierte Auslage des .Hand­buches für die Evangelische Kirche des Groß- Herzogtums Hessen" herausaegeben. Neben seiner amtlichen Wirksamkeit entfaltete er noch eine rege Vereinstätigkeit, vor allem als Vorsitzender des Hessischen Hauptvereins der Guslav-Adolf-Dtif- lung, des Pfarcwaisenvereins und der Mathilden» stiftung. Am 27. April 1895 war es ihm vergönnt, fein 50. Dienstjubiläum und am 5. Februar 1902 seinen 80. Geburtstag feierlich zu begehen. 3m Herbst 1898 nahm er an der Palästtnafahrt des Kaisers zur Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem teil. Dec am 25. September 1899 er­folgte Tod seiner Gemahlin, mit der er seit 1852 in glücklicher Ehe lebte, ist der einzige Schatten, der auf fein Alter fiel. Sine Erkältung, die er sich auf einer Visitationsreise in Oberhessen zu­gezogen hatte, untergrub seine bis dahin eiserne Gesundheit und führte am 19. Mai 1902 seinen Tod herbei. Mit ihm sank ein Stück hessischer Kirchen- gefchichte in das Grab. 3n der Geschichte der Hessischen Landeskirche wird sein Name stet- mit Ehren genannt werden

Dr. jur. et phil. Karl Esselborn.

Freie Lehrer stellen. Erledigt sind eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle in Kocherbach und eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zuDiernheirn, Kreis Heppen­heim. Erledigt ist eine Lehrerstelle an der katho­lischen Schule zu W al'd - M i ch e l ba ch, Kreis Heppenheim.

' Der Evangelische Kirchenge- sangveretn für Hessen gedenkt auf Einladung des Evangelischen Kirchenvorstan- des zu Alsfeld am Sonntag, 11. Juni, da­selbst sein diesjähriges LandeSkirchengefangS- feft abzuhalten. Es werden eine Reihe von Kttchengefangveretnen aus den Dekanaten Alsfeld, Grünberg und Lauterbach zur Mit­wirkung hierbei berufen werden. Die musi­kalische Leitung deS Festes liegt in der Hand Hand des Kirchenmusikmeisters Professors

(In einem Teil der Auslage wiederholt.)

Der Streik geht zu Ende.

Frankfurt a. M., 8. Febr. (WTB.) Rach dem Frühbericht der Eisenbahndirektion Frankfurt am Main kehrt das Personal tatsächlich zum Dienst zurück. Mit der sofortigen Wieder- ausnahme des Betriebes in vollem Umfange ist jedoch noch nicht zu rechnen. Der harte Frost und Schnee sind an den Bahnanlagen, den zahlreichen Weichen der Dahnböfe nicht spurlos voruber- gegangen. Alle Weichen müssen erst ausgetaut wer­den. AuchdenDetr iebsmittelnhatder Streik übel mitgespielt. Unter diesen Umständen kann die Wiederaufnahme deS Verkehrs nur schleppend vor sich gehen. Es wird kaum möglich sein, vor Ende der Woche den alten regelmäßigen Verkehr wieder in Gang zu bringen.

Der D- 3ug 41 hat heute mit 50 Minuten Verspätung den Hauptbahnhof Frankfurt a. M. nach Berlin verlasfen. Sr verkehrt auch morgen ^F^an^kfurt a. M.. 8. Febr. (WTB) Die Mitglieder des D. G. V. haben In einer Rachtver- sammlung auf Grund der gestrigen Abstimmung über die Fortsetzung des Streikes eine Ent­schließung angenommen, in der sie stch zur f o f o r t i g e n W i e d e r a u f n a h m e der Arbeit in allen Dienststellen bereit erflären unter der Voraussetzung, daß die Eisenbahnderwaltuna du gegen die Beamten, Angestellten und Arbeiter ausgesprochenen Maßregelungen restlos zurückzieht.

Poineare

für weitere Verschiebung der Konferenz.

London, 8.Febr. (WTB) Der diplomatische Berichterstatter der ^W e st m i n st e r G az e t te teilt mit, daß Poincar 6 in seiner Note der bri­tischen Regierung eine Verschieb ung der Konferenz von Genua um 3 Monate vorgeschlagen habe. ,

Handel.

Berlin, 8. Februar. BSrsensttm- m u n g S b i l d. Die bevorstehende Wiederauf­nahme des Eisenbahnverkehrs und die be­gründete Hoffnung, daß auch die Berliner Ausstandsbewegung ihrem Ende zuneigt, gaben 'der Börse einige Anregung; in der Hauptsache fetzten sich die Interessenkäufe in oberschlesischen und westdeutschen Montan­werken fort und die zunehmende Unterneh­mungslust der Spekulation ließ auch den auf den anderen Märkten feit einigen Tagen deut­licher spürbaren Zug nach oben ausgesproche­ner in Erscheinung treten. Das Privatpubli­kum beteiligt sich freilich noch nicht in nennens­wertem Umfang am Geschäft, immerhin aber ist nach den Aussagen der Bankwelt die Nei­gung hierfür bei zur Zeit steigenden Kurfen vorhanden. Am Montanmarkt waren eS Laurahütte und Bismarckhütte (plus je 150 Prvz.), ferner Oberbedarf, Caro, Hohenlohe, Mannesmann, Hösch, Ej jener Steinkohlen, am Elektrvmarkt Berliner Elektrizitätswerke, Fel­ten u. Guilleaume, Sachsenwerk und Sie­mens u. Halske, die Kurssteigerungen bis 80 Proz. und darüber zu verzeichnen hatten. 3m freien Verkehr waren Krügershall und Ronnenberg, am Schiffahrtsmarkt Ver­einigte Elbefchiffahrt (plus 95 Prvz.) und von den Bankaktien Berliner Handelsanteile die führenden Papiere. Andere 3nduftrtewerke er­höhten ihren Kursstand um 3050 Proz. Die höchsten Kurse konnten sich später nicht überall behaupten, doch taten Die leichten Rückschläge an sich der festen Grundsttmmung keinen Ab­bruch. Festverzinsliche Werte waren wenig verändert, ungarische leicht gebessert. Am De­visenmarkt war das Geschäft sehr still bet leicht nachgebenden Kursen.

Frankfurt a. M., 8. gebt. Börsen- stimrnungsbild. Der feste Grundton, der feit einigen Tagen sich bemerkbar machte, halt auch heute an, zumal man mit der Beendigung des Eifenbahnerstteikes rechnen darf. Die Spekulation ging aus ihrer Zurückhaltung heraus und beteiligte sich bei reger Kausneigung. Es fanden neben Mon­tan- auch Elektrizitätsaktien Beachtung; des­gleichen sind wieder verschiedene Industriepapiere, besonders Auto- und Maschinenfabriken, bevor­zugter. Sonst ließ sich zunächst gleichfalls einige Neigung zu einer Erhöhung in chemischen Werten beobachten. Im freien Verkehr bemerkte man regeres Treiben. Es fanden besonders Benz- Motoren lebhaftere-'Kursbewegung, 605600. Sine Aufwärtsbewegung vollzog sich in Chemischer Rhenania, 1005995. Ferner bekundigte sich sirr Kali-Rönnenberg größere Nachfrage, 1310. Im einzelnen wurden folgende Kurse genannt: Deulfche Petroleum 1890, Marisfelder Kuxe 23 250, Raftat- ter Waggons 660, Dahnbedarf 520, Gebr. Fahr 615. Am Moittanmarkte standen Laurahütte, Buderus, Marmeimann tm Mittelpunkte des Interesses. Auch für Harpener. Rheinstahl, OderbeOars be­stand Kauflust. Hirfch-Kupfer 748. Cßltnaer Ma­schinen 905 Zellstoff- und Zuckerfadritamen w rr« den hoher bewertet. Metallbanr stieg auf 933 Ocsterreichifche Kreditanstalt 80. Sch.ffahrtsaktien belebtet und mäßig höher. Kieper still. 524. Daimler 500. Der Einhritsmartt schloß sich der günsiigen Ötmrmu g an S emeis-Glas, Vumin- fafcrir Peter und Schuhfabrik Leanter anziehend Rideck-Montan 1400. Die feste Haltung hielt au) allen Märkten an. und ei betätigten sich die Kurse auf allen Gebieten. Der Schl der Börse war fest. Dollar schwankend, 201197. Privat­diskont 4*/; Prozent.

S^0ei Frank f urr/f/,

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