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^Kittel vorhanden um rocrier belf enb eingretfen äu Ibnnen. Was den Kleinrentnern am Existenz- Minimum fehle, werde von der Stadt zugezahll, sobald sich die Leute auf den von der Derwal-
der beutfd>»fü£>amerifantfdjen Wirtschaftsbeziehungen schon wieder zurück-- erobert. Die Enawicklung der Hamburg-Süd nach dem Kriege ist ein schönes Zeugnis für deutsche Tattrast und Tüchtigkeit. Sie hat, wie alle anderen Reedereien, ihre Schiffe, soweit sie nicht Opfer des Krieges wurden, an unsere Gegner abliefern müssen. Es ist ihr geglückt, den modernen Dreischrauben-Schnelldampfer Cap Polo- nro als größtes deutsches Schiff verhältnismäßig günstig zurückzuerwerben und in den Südamerika- dienst einzustellen. Die erste Ankunft dieses komfortablen Ozeanriesen in Brasilien und Argentinien bedeutete einen groben Triumph für Deutschland.
Wir haben also allen Grund, dem Wieder- erstarken der deutschen Handelsflotte mit Zuversicht entgegenzusehen. Will Deutschland in der Welt wieder em Faktor friedlicher Wirtschafts- betätjgung werden, so ist die Schaffung einer leistungsfähigen de.itschen Handelsflotte eme Vorbedingung dazu.
em sicheres Zeichen für die Otife und Sparsam keif von
I Ifllwncn trinken /M im» füglicN
Schlichlungsausschus; der Provtn; Oberheßerr.
Sitzung vom 6. 3u!L
3n der Streitigkeit des Fabrikarbeiterver- bandes und des Arbeitgeberverbandes der 3n- Diiftrie tn Oberhrsien wegen Abschlusses eines neuen Tarifvertrages für die Gailschen Ton - Jcrte in Dietzen und die Tonwerke A b e n d st e r n und Hüttenberg wurden den in der Hauptsache Tic Bestimmungen D€X '25rr'I>€rtta9ca Für die Ziegeleien, Xontoaren und Dachziegelfabriken für die Provinz Hef en - Aassau. Freistaat Hessen und Waldeck vom - 19x2 durch Schiedsspruch als Vertrags
vorgcschlagen. 6i? erhielten eine Woche Frist zur Stellungnahme.
Dem Einspruch eines Pflegers der Unr- versitäts-AervenfliniL in Gießen gegen Kündigung wegen Kraickhrit kennte nicht tattgegeben werden, jedoch wurde Sie Unter- .tutzung des Antragstellers und die Sorge für eme geeignete Weiterbeschäftigung in einem anderen staatlichen Betriebe den tn Betracht körn menden Stellen dringend empfrchlrni.
3n der Ernspruchssache eines kaufmännischen Angestellten der Braunkohlengrube I^'^drich m Trais-Horloff wegen fristloser Entlassung wurde gentäf1 § 86 Abs. 2 des Be auf Antrag der Arbeitgeberin baS Verfahren zur Herbeiführung einer gerücht lrchen Entscheidung ausgesetzt
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 8. Juli 1922-
" Ferien des Provinzialausschus- fcÄ. Der Provinzialausschuß hält während der Zelt vom 15. Juli bis 15. September Ferien. 3n Ztefci Zeit kommen nur besonders schleunige Verhandlung. Die Ferien sind ohne Einfluß auf den Lauf der gesetzlichen Pflichten.
Landkreis Gießen.
Aus dem AmtSverkündigungSblatt.
"Das Am ts v erkün d i g u n g s blatt Ar. 78 vom 7. Zuli enthüll Ferien des Prv- vmztalauSschusses. Pflegegell^r in der Anstalt für Schwach- und Blödsinnige „Alicestift" Walzarbellen. Unfälle auf Bahnübergängen. - Anteile^ der Gemeinden an der Umsatzsteuer. Unterstützung von Rentenempfängern. — Statistik des Wein- und Obstertraaes. - Gemeindevieh- toage zu Harbach. — Dienstnachrichten des Kreis- 'Es — Feldbereinigung Klein-Linden, Lumda und Utphe.
Vermischtes.
Schädlinge des Allgemeinwohls.
*AusderPfalz,7. Zuli. Ganze Scharen Saarländer bereifen augenblicklich dre Pfalz taufen hier Kirschen zu jtbent Preise auf und schaffen sie in Lastkraftwagen tn das Saar gebiet Hinüber, wo sie mit Frvr> fc n ausgewogen werden. Dll Behörden haben i'bhalv alle Kräfte .Mr Ergreifung dieser „Menschenfreunde' mobil gemacht und bereits eine ganze Anzahl von ihnen verhaftet. Bei Zweibrücken beschlagnahmte man heute früh ein mit 36 Zentnern Kirschen beladenes Lastauto. Kein Wunder daß unter diesen Verhältnissen auf dem letzten Wachen mark! in Saarbrücken di?. Kirschen 22 Ml. Heidelbeeren 33 Ml., Zohannisbeeren 25 Mi. Stachelbeeren 25 Mk. das Pfund kosteten. 3m Aeunkirchen bezalhlle man für das Pfund Kirschen sogar 24 Mk.
Dle Ehescheidungen in Amerika.
Chicago, 5. Juli. Richter Sabath, der Superior Court, erklärte heute, daß seine Gesundheit durch das Anhören und Beurteilen von6000Schetdungsklagen während der letzten zwei Jahre derartig gefährdet sei, daß er vor einem nervösen Zusammenbruch stände. Er bitte um ein anderes Amt. Als hauptsächlichsten Grund dieses Zu- standes gibt er an, daß die 3 Arten von Schein dungsklag^n, nämlich die'Mmentenfrage, die Zusprechung der Kinder, und der Versuch der Wiederversöhnung, verantwortlich seien für seinen Zustand,
Gerichtssaar,
wb. M a i n z, 7. Zuli Vor dem f r a n z ö - lschen Kriegsgericht hatte sich der aus DreSlau flammen be Georg Karliner wegen angeblicher Spionage und Gefährdung der Sicher- W ter Besahungstruppen zu verantworten. DaS Urteil lautete auf 20 Jahre Gefängnis — Ein Mitangeklagter aus Oppeln erhielt 2 Jahre Gefängnis. Die Verhandlung war nicht öffentlich. Die Angelegenheit wird mit der Gebeirn- organisation Konsul in Verbindung gebracht.
Turnen, Sport und Spiel.
* Seme st er Wettkämpfe der Landes- ^eute. Samstag, nachmittags ilpr: Mullersche Badeanstalt: Schwimmen und Springen. - Morgen, Sonntag, 9. Zull. Uniper- itätS-Sportp^tz: Leichtathletik: vormittags von älhr an: AuSscheidungSkämpfe: nachmittags Uhr: Hauptkämpfe.
Leichffmmge Aufbewahrung von Explosivstoffen.
wb. Frankfurt a. M., 7. Zull 3n einem an einen Feuerwerker in Heddernheim vermieteten Zimmer entstand gestern abend eine hef- tige Explosion, wodurch ein ✓ ziemlich umfangreicher Dachstuhlbrand entstand. Die sich in der Wohnung auf hallende 32iähr. Kätha Frey- ? i fe" und die 5jährige Anneliese, ein Kind ujtcr Schwester, erlitten durch die Explosion so schwere Brandwunden, daß sie sofort in das geschafft werden mußten. Dortselbst ist Fräul. Freyersen bald ihren Verletzungen erlegen, während die 5jährige Anneliese nicht direkt hoffnungslos barnieberliegt. Mit Hilfe der Feuerwehr des Heddemheimer Kupferwerkes und der ,Freiwilligen Feuerwehr konnte der Brand bald lokalisiert werden. Das ünglürf kann nur baburd> entstanden sein, daß eine größere Menge w>n st offen leichtsinnig aufbewahrt
wurde. Man sah eine haushohe Stichflamme aus dem 3immer schießen.
O. M. A i ed c r - B ess i n g en, 7. Zull. Drells seit Zähren sammeln die Herren Pein mit großem Verständnis die in unserer Gemarkung zahlreich vorkommenden Reste aus der sog. jüngeren Steinzeit- Blllc und Hammer verschiedenste, Fornt. vor allem .iber Die recht schwer zu findenden kleinen Geräte aus Feuerstein, wie Mesteichea. Pfeilspitzen u. a. Durch Herrn Geh. Rat S ch o 11 [ e r. den hessi- wen Landesgeologen, wurde das Oberhesfische Museum darauf hingewiesen, und die Herren Pein waren in dankenswerter Weise sogleich «rett, E Gießener Sammlung al.e wichllgeren Fundstucke geschenkweise zu überlassen. Von besonderer Bedeutung sind die f!einen Feuer- «5‘nß-r ü tc, die, soweit befannl, noch in keiner oberhesstschen Gemarkung mit solcher Ausmerksam- « Sefammelt worden sind Die mineralogische ünterfudeung des ganz verschieden artigen Materials, Darunter Rheinkiesei und sogar Obsidian wird manchen wichtigen Schluß aus Herkunft und Handelsbeziehungen gestatten. Den Herren Pein wird auch eine D ro n z e s p j r g l e verdankt, die ™ bem Abraum eines vor Zähren leihe r zerstörten Grabhügels im Waldteil „HeidZippel" lag. So ist nun die Besiedelung unserer Gemar- kung für einen langen, wenigstens 3—4000 Zahre zurückliegenden Zeitraum durch Funde sicher bezeugt. Bei weiterem Suchen Miro noch vieles ich ergeben, was für die Kenntnis jener alten Kulturen von Belang ist.
Kirche und Schule.
' Freie Schul st eilen. Eriedigt ftnb: eine mit einer katholischen Lehremn zu besetzende Schul- stelie zu Mainslingen, Kreis Offenbach, :me mll einer katholischen Lehrerin zu besetzende Schll- stelle zu Hansen. Kreis Offenbach.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 8. Zuli 1922 1 Der Arbeiter Karl Friedrich W. aus Bürgel war wegen Einbruchs in eine Wo hnung amSchiffenbergerWeg harter vom Schöffengericht zu 3 Zähren Zuchthaus verurteilt worden, seine Berufung hiergegen wurde verworfen. Zurückgewiesen wurde auch die Berufung der Margarete B. in Gießen, die wegen Hehlerei 1 Woche Gefängnis erhalten halle.
Das in her Umgegend von Alsfeld well und breit bekannte „Hamstermännchen", der Christian L. aus Frankfurt a. M., der im Laufe der letzten Zähre Lebensmittel in Menge aufge» tauft hatt-e, um sie teuer wieder zu verkaufen, war vom Schöffengericht wegen Schleichhandels und Wuchers zu 4 Qltonaten Gefängnis und 2000 Mk. Geld strafe verurteilt worden. 3n der heutigen Der usungsverhandlung wollte er frei» gesprochen fein: obwohl ihm nachgewiesen wurde, daß er mehrere Zentner Fleisch, Mehl unb Butter von Woche zu Woche aufgeEauft hatte, meinte er naiv, das habe er alles für seine Familie gebraucht. Das Gericht setzte die Urteilsverkündung um eine Woche au«.
Dine unverbesserliche Diebin ist das Dienstmädchen Marie P. aus Rrmpsen. Sie hatte ihrer Dienstherrschaft tn Bad-Rau heim mehrere Kleidungsstücke entwendet unb deshalb, da sie achtmal wegen Eigentumsvergehens vorbestraft ist, 1 Zähr Gefängnis erhalten 3hre Berufung wurde verworfen.
Zurückgewiesen werden pmßte die B e- r u f u n g dsS früheren Schn tzen im 3nf.- RatS. 15 Friedrich D. In Bersrod, der wegen Diebstahls eines Mllitärmantels zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Obwohl er zur heutigen Derhandgung ordnungsmäßig geladen wurde, war er nicht erschienen.
Kreis Büdingen.
Glaubzahl, 1. Zuli. Gestern feierten die bereinigten Schulen von Rabertshaujen. Rod- leim und Steinheim ihr zweites Zugend- est. Unter Borantritt einer Musikkapelle be- toegte sich em stattlicher Festzug durch die drei Dörfer nach dem waldstillen Forsthaus. Auch eme große Zahl Erwachsener hatte sich einge- funden. Der Ansprache des Lehrers Pfeifer- Rabertshausen folgten Schulchöre, Mädchenreigen, Wettlaufen, Sackhüpfen, Eiertragen und Blinder Marsch Iachfeier unter den gewaltigen
Tlufi6aumcn beschloß das vom herrlichsten Wetter begünstigte Fest der Zugend.
Starkenburg und Nheinhefseu.
spd. Biebrich a. Rh., 7. Zuli. Am Erben- Heimer W^ wurde das Auto 3, T. 5428 lver- '"""ich nach Frankfurt gehörend) start beschädigt und herrenlos aufgefunden 3m Wagen be° anöen heb Srutf^uren. Ob ein Unglücks- fall oder ein Verbrechen vorliegt, konnte noch nicht ermittelt werden.
^dd. "211 a in A ■ 7- Zull Ein Hollon der lieh in der Bahnhofswirtschaft feine 13r ief» tauche mit 1 50000 Mark 3nhall liegen. Ms er seinen Verlust entdeckte, war es zu spät Der Schah war weg.
Hessen-Nassau.
Di« Jagd nach dem Dollar.
fpd. Frankfurt a. M., 7. Zuli. Der Do l- Lac erreichte heute an her Börse die unerhörte
Kürzte damit alle Berechnungen in Geschäft und Handel jäh> über den Haufen, ba dieser Stand die allerschlimmsten Befürch- tunaen wett hinter sich läßt und in seinen Auswirkungen noch gar nicht übersehbar ist. Aber Spekulation sich schon an das Werk und berechnet dem armen Derbrouch?r alle« n^ Dollar. 3ndenKaffees schlug die Tasse Kaffee.sofort auf, in den Lebens- mtttelge schäft en verschwanden vielfach die Pretsauszelchnungen unb machten anderen unb höheren Platz. Uebervorteilungen an allen Ecken unb Enden gegen die niemand cinzuschreiten wagt btc E «infaä- als „selbstverständlich" hinnimmt als Schicksalsfügung.
Landwirtschaft.
Die Kartoffelernte im Main- und Rhein, gebiet.
wb. 3m gesamten Ma in-und Rheingebiet stehen die Kartoffeln zur Zeit außerordentlich günstig. Selbst auf leichterem Sandboden stehen die Kartoffelpflanzen außerordentlich Prächtig, und überall haben sie bereits Blüten angesetzt, was als ein sicheres Zeichen dafür angesef^n werden kann, daß auch im Znneren der Erde die Knollenbildung günstig vor sich geht. Die Landwirte rechnen mit einer sehr reichen Frühernte, die in zwei bis drei Wochen ihren Anfang nehmen wird, und die Verbraucher rechnen mll einer bedeutenden Verbilligung dieses Volksnahrungsmittels.
Maul- und Klauenseuche.
Unter der Schafherde her Gemeinde We- nrngö (Kreis Büdingen) ist Die Maul- unb Klauenseuche ausgebrochen. Wenings wurde als Sperrgebiet erklärt. Bindsachsen, Kefenrod. Mer- re ns ritz, Allenrod und Wemings bilden das Beobach tungsgebiet.
Die Maul- und Klauenseuche in der Getneinde Mellnau (Kreis Marburg) ist erloschen Di-> angeorhneten Schutzmaßregeln sind aufgehoben'
* Wetzlar, 7. Zull. Die Bauernschaft des Kreises Wetzlar veranstallet am Mittwoch, 26. Zuli, vormittags 7 Uhr, auf her „Starken Weide" einen Fohlenmarkt. Der Auftrieb ist für lebermarxn offen. Näheres ist aus dem Anzeigenteil unseres gestrigen Blattes ersichtlich
Kreis Alsfeld.
O.M. Alsfeld, 6. Zull. Ein sehr wichtiges, vor einigen Zähren in der Nähe des Hellhofes gefundenes, bisher aber un&etannt gebliebenes Lma,lzbcJ Vorgeschichte ist kürzlich durch Tausch-in den Besitz des O b e r h e s s i s ch e n x r.u!-iUmg ö u Gießen gekommen. Es handelt sich um eine fein aus weißem, rötlich gebändertem Feuerstein gearbeitete Waffe, eine L a n- i e n s p i tz e oder einen Dolch. Gegenstücke dazu md in Deutschland sehr selten, während sie in Spanien reichlich vorkommen. Wahrscheinlich ist die Waffe vor 4000 Zähren von jenen Leuten in unsere Degens mllgebracht worden, Denen auch der schöne, durch zonenförmigeEinritzungen verzierteTopf vom Rodeberg, eines her wertvollsten Stücke im Museum unseres Mtertumsvereins, zuzuschreiben ist.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 9. Zuli, 4. noch Trinitatis.
3n der Stadtkirchc. Bormittaas 8 Uhr zugleich Christenlehre für die Reukonfirnttsrten aus bei Matthäusgemeinde: Pfarrasfistent Becker. Bonn. 91/2: Pfarrer Lühl aus Wetzlar. Bonn. 11: Kinderkirche für die Mariusgemeinde: Pfarrer Decker. Montag, Den 10. Zuli, abends 8 Uhr: Bereinigung Der konfirmierten männlichen Zugend - Dienstag, den 11. Zuli, abends 8 Uhr: Bereinigung der konfirmierten weiblichen Zagend, jedesmal der Matthäusgemeinde.
3n der Zohanneskirche. Bonn 8 Uhr, zualeich Christenlehre für die Reukonfirmierten aus Ser L^Lrsgemeiüde: Pfarrer BechLalSheimer. Borm. 91/2: Pfarraffistent Müller. Bonn. 11: Kinberkirchc für die Zohannesgemeinde: Pfarr- affffteni Müller.
Wieseck, Sonntag. 9. Zuli. Bonn 81/» Christenlehre für die konfirmierte welbl. Zugend'. 91/«: GctteSDienst. Mittwoch, 12- Zuli, abends 8Vs: Zugendvereinigung (männl. Abteilung). - Donnerstag, 13. Zuli, abends 8. Mädchenabend (Gesangsabteilung).
Sonntag, 9. Zuli, vorm Id: Kirchberg. Bonn. 11: Ebristenlehre für die welbl Zugend. — Rachm. Ji/s: Daubringen. Rachm 1i.,. Mainzlar
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 8. Zull, nachm. 5 unb abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Deicht. — Sonntag, den 9. Zuli. 5. Sonntag nach Pfingsten. Bonn. 61/3: Gelegenheit aut hl. Beicht. 7: Hl. Messe. Kommunion der Zünglinge. 8: Austeilung der hl. Kommunion. 9: Hochamt mit Predigt. 11; Hl. Messe mit Predigt Rachm. 21/5: Christenlehre, darauf Andacht mit Segen. 31/4: Züng- lings-Kongregation Llbends 8: Aloisiusanbacht.
Diaspora-'Gottesdienst am 9. Zuli in Grün 0 e 1 g 9'. Uhr.
Katho.l. Gottesdienl. Sonntag, den 9. Zuli. Hungen. 8 Uhr vonn. — Sich, 10 Uhr vorm. und 2 Uhr nachm.
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tung festgesetzten MoöuS einliehen. Die letzt noch verfügbaren Mittel aus dem letzten Halbjahr wolle die Stadt dem Rentnerbunde zur Beschaffung von verbilligten Lebensmitteln und Klei- dungsstücken aui Verfügung jlcllcn Vie Mittel würden soforr zugefichn denn angesichts der rapiden Teuerung sei jeher Zag kostbar. Auch an der Milchverbilligun^saktton ! ?ien die alten Leute beteiligt worden, diese Aktion lönne voraussichtlich noch 2—3 Monate fortgesetzt werden. Was dmm Weller geschehen werde, sei heute noch nicht zu sagen da das Reich unter dem Druck der Entente weitere Mittel hierzu nicht mehr bergeben dürfe. Zu 2. sagt der Beigeordnete, die Verteilung wesentlich verbilligten Holzes an die Kleinrentner sei In Vorbereitung. Die De- zugsliste sei im Einvernehmen mit dem Rentner- bunbe fertiggeftellt worden. Das Holz fei vorhanden. Besondere Mittel hierzu feien nicht not- wcrnbig. Wenn die Stadl in (her Lage sei, irgenb» eme Verbilligung der Bedürfnisse des täglichen Bedarfs Herbeizuführen, so solle das gerne geschehen. Stadt. D K ra u s m ü lle r dankt dem Beigeordneten für seine Mitteilungen und betont, Derrn die Mittel e. schöpft feien, werde man gerne weitere bewilligen, damit noch mehr getan werden könne. Empfehlenswert sei nach wie vor die baldige Schaffung eines Rentnerheimes, denn die Zeit romme dock-, wo ein solches gebaut werden muffe. Bürgermeister Krenzien teilt diese Ansicht, er betont aber auch, daß hiergegen noch das Bedenken bestehe, daß die allen Leute nicht gerne tn ein solches Heim ziehen, weil sie an ihren Wohnurmen und an ihrer ganzen gewohnten Umgebung 5<rngen. Die Verwaltung werde Den Dorschlag aber im Auge behalten. Es wird schließlich noch dem Gedanken Ausdruck gegeben, den alten Leuten eine Preisermäßigung für Gas und elektrisches Licht zu gewähren, ledvch soll hierüber . erst noch beraten werden.
Hierauf wird die öffentliche Sitzung geschlossen. *
Die Stadtverordneten Dr. K r a u s m ü l l e r, D i n n und K r a i 11 n g haben folgende Anträge bei der Stadtverwaltung gestellt:
1- Wir beantragen, Preiserhöhungen für elektrische Energie nicht mehr rückwirkend, son- hem mit dem Tag der öffentlichen Bekanntmachung Eintreten zu lassen.
2. Wir beantragen unter Hinweis auf eine Zuschrift der Hessischen Handwerkskammer im „Gießener Anzeiger" vom 26. Zuni 1922 über Vergebung staatlicher Arbeiten für die Vergebung städtischer Arbeiten 2) von der Stellung einer Sicherheitsleistung durch den Unierueh- mer im allgemeinen abzusehen, in besonderen Füllen höchstens eine solche von 2 Prozent Der Dertragssumme zu fordern: b) zum Ankauf der Baustoffe entsprechende Dorschuhzahlun. gen zu leisten: c) Abschlagszahlungen ün Verlaus des Dausortganas zu gewähren und Prüfung und Anweisung der Schlußrechnungen möglichst zu beschleunigen.
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Ein to eiter er Antrag fordert, für den Monat August Serien der Stadtverprdneten-Ver- fammlung vorzusehen unb bringenbe Angelegen- hellen in dieser Zeit durch eine Ferienkommission, bestehend aus je einem Vertreter der Fraktionen erledigen zu lassen.
Wiederaufbau 1 der deutschen Handelsflotte. F Deutschlands srührre Wellstell mg md fern Wohlstand gründeten sich wesentlich auf die Br- -» beittmg feiner Handelsflotte, die die Well uw spannte. Wagemutiger hanseatischer Untrrneh- nmngsgeist, gründliche Sacht mbe unb reiche Erfahrung bildeten bas festgefügte Findammt, aas «m die stolze deutsche Handelsflotte erwtchs. Sie war nicht geschaffen, Dte Völker zu entzweien, nein: fte schuf die Brücke zu fernen Statuten Ö«3»n hohe Achtung- ffe sich erwarb. Und sö mldete fte m dem Aktivposten Der deutschen einen 6 tolchtigen Fattor.
. Ee ungeheure Schisfsadgang,
Den Deutschland nach hem .'.nerbittlichen Willen imner Gegner erlUden mußte, war emer der größten wirtschaftlichen Schäden, die ums der Kmeg zugefügt fpt Di- Reichsenffchädigung stand "^^ern Verhältnis zu dem Verlust. Die «isAndffche Konkurrenz Hutt- es leicht, sich ms Geschäft zu setzen und r et Weltfrachtmarkt bot letneswsgS eine günstige Konjunktur. Roch heute lieben <zracytenrat^ ue.b P^ssagepreis teilweise veichallnismö.s/ig nicbr.ger .1 in der Vortrlegs- zell Demroch sing, n unsere großen Webereien wort mll hanseatischem Weitblick und )pker-
«rndrn Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte. Was Usher geleistet worden ist, Bewunderung unb aus allen ^hresberichten der Lchiffahrtsgesellschaften entnehmen wir die zuversichtliche Gewißhett einer E«en günstigen Entwicklung. Mit stolzer Freude hort man, zaV gerarv die deutschen Schiffe wegen ihrer unbedingten Zuverlässigkeit, ihrer ^SEßen Ausstott,mg und ihrer fortschrellen- den t«hnischen Hilssmittel sich die alte Beliebt- hell in der Well zurücferobern. Und so sind SEdampfe. in Wahrheit versöhnende gcworkea Freilich steigen btt Be°
Die wachsenden Ausgcchen für Löhne erhöhen die Unkosten br- - tVDP' der ausländischen Kdn-
kurrenz eine Rentc bisität herauszawtrtschaften, er- fordert gcn^e Männer, wie wir fte gottlob tn f rrrSf? . ^teUu.ige.i unserer iÄhisfahrtS- ^esellschaften besteen Ein besonderer Ansporn iwai in dem Bewußtsein, mit der Wiederauf- rtchtung der deutsche. Seeschiffahrt einer her wlch- ttonen Vegenwarteaofg.che^ des bedtfäen Volkes für eine bessere Zutu t a-j erfüllen.
ES geht vo-o -ii- So hat beispielsweise du- Hcmiburg S.dam -..ia ift- Eampnd) tai> Gesellschaft ihren alten Ruhm alS Hcmptträgerin


