Ausgabe 
8.2.1922
 
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Den fünften fiaffee

trinkt man dort, roo Pfeiffer dt Dillera fidffee »Cffenz zu Bohnen oder fllafz, hinzugetan roird; das* ocredclt den Gefcbmack ganz übe trafd) end oJjilft lehr erfreulich sparen!

Ortginaldofen u.5ilberpakete zu haben in den Gdcijäften*

hat sie mit aller Entschiedenheit Einspruch erhoben.

Sehr lebhaft beschäftigten sich Gesetz­gebung und Verwaltung int Berichtsjahre mit den Maßnahmen gegen Wucher und Preistreiberei. Hier ergab sich als wich­tigste Aufgabe der Kammer, die Gerichte und Preisprüfungsstellen über das Wesen der Preisbildung aufzuklären und zu verhüten, daß in dem berechtigten Bestreben der Be­kämpfung der Ausbeutung und des Schieber- tums nicht die reellen kaufmännischen Ge­schäfte Not litten. Es kann gesagt werden, das) die maßgebenden Stellen des Kammerbezirks mtt Verständnis der Kammer entgegenkamen, und daß dank dem Zusammenarbeiten aller Beteiligten, einschließlich der Konsumentenver-- treter, der hiesige Bezirk von Ausschreitungen einigermaßen verschont blieb. Einen beson­deren Uebelstand der neueren Entwicklung bil­den der Strahenhandel und das Wan­dergewerbe. Gegen diesen hat die Kammer einschneidende Maßnahmen gefordert, deren Ausführung auch tm Gange ist.

Manches Gute konnte für Handel und Industrie des Bezirks erreicht werden, manche Wünsche blieben infolge der Schwierigkeit der Lage Zunächst unerfüllt. Jedenfalls war nie­mals die Tätigkeit einer Handelskammer wich­tiger und verantwortungsvoller wie in den heutigen schweren Zeiten, insbesondere im be­setzten rheinischen Gebiet.

Ans dem ArntsverkündigungsbLatt.

Das Amtsverkündigungsdlatt Ar. 17 Dom 7. Februar enthält: Armen Unter­stützung. Ausschlag der einmaligen Umlage ur Deckung der nachträglich zu leistenden Ent- chüdigungen für Viehverluste. Schlutzprüfung der Aspiranten und AsPiraMrnnen des Schul­amts im Frühjahr 1922. Fortbildungsschule. Dienstnachrichten. Feldberetnigung Londorf. Reinigung der Fußsteige von Schnee and Ens.

In Ulrichstein (Kreis Schotten) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. In der Gemeinde Wisselsheim (Kreis Friedberg) ist die Maul- und Klauenseuche er- loschen.

Dermnschtes.

^Lod einer über Hundertjähri gen. In Cunvw (Kreis Nando w) verstarb die älteste Einwohnerin des Kreises, die Witwe Hahns geb. Schäfer, vier Monate vör Vollendung ihres 10 3. Lebensjahres.

Internationaler Aerzteton- gretz. Für das nächste Jahr ist die Veranstal­tung eines internationalen Aerztekongresses in Slockhobn geplant; es sollen nur persönliche Ein­ladungen versandt werden, und man beabsichtigt, 500 vis 1000 Aerzte einzuladen. In Kreisen des dänischen Aerztevereins bringt man dem Plan gleichfalls großes Interesse entgegen. Ein Mit­glied des Vereinsvorslandcs, Dr. Mogens Fenger, erklärt in derNationaltidende", es fei kein Geheimnis, daß man in den Vervandsländern die Fühlung mit der deutschen ärztlichen Wissen­schaft start vermisse.

Handel.

Berlin,?. Febr. Börsen st immungs- bild. Infolge der Hoffnung auf voraussichtliche baldige Beilegung sowohl des Eisenbahner- als auch des Berliner Streiks verkehrte die Börse in

fester Haltung bei Kurssteigerungen für bevorzugte Papiere von durchschnittlich vis 30 Prozent, für einzelne auch 5070, Laurahütte 100 Prvz. Äali- unb Petroleumaktien hatten lebhafteres Geschäft. Deutsche Petroleum 1812. Sonst ist das Geschäft wiederum still. Renten behauptet, Devisen still

Frankfurt a. M., 7. Febr. Börsen- stimmungsbild. Dezeichne-B für die an der Börse herrschende Gelchäftsstille ist es, daß immer nur wenig Gebiete regeren Verkehr zeigen und Spezialvopiere bevorzugt bl'.-den. Gebr. Fahr ftärter beachtet, 600605. Chemische Nhenama 975 Zunge Ufa 210, Benz 575, Inag 825, Deutsche Petroleum 1850. Die Haltung am Montanmartte war nicht ganz einheitlich. Stärker gefragt waren Oderbedarf, 950. Ebenso Laurahutte hoher, für welche größere Auslandskäufe Vorlagen, 1500. Harpener und Phönix hatten ebenfalls regeren Verkehr Fest tagen Autowerte. Unter den vari­ablen Notierungen tarnen bei freundlicherer Stim- mung auch Zuckerfabrikaktien zur Beachtung. Kali Westeregeln anziehend, 2500. Im weiteren Ver­lause machte die mäßige Aufwärtsvewogung in chemischen Aktien Fortschritte. Befestigt waren ElLktrizitätspaPiere. Aus dem Ein Heils markt blieb das Geschäft ruhiger bei fester Stimmung. Ge­sucht waren 3prvzentige Neichsanleihe, 109,50. Vallttapaviere wenig beachtet und schwächer, Dol­lar 202-203. Die Börse schloß etwas lebhafter bei festerer Tendenz. Privatdiskont 4lA Prozent

Frankfurt a. M., 8. Februar. Dörsenkursr.

Frankfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr° Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

Datum: 6.2. 7.2. 6.2. 7.2.

5°/ Dtsch. KriegSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4ßoDtfch. Reichsanl. 87,30 8i 40 87,40

3°/° Disch. Reichsanl. 109, 109,50 109,50 109,80 4°/0 Preuh. Kvnsols 71,10 74.25 71,25

Camburg-Pakets.. . 400, 403. 407, 407,50 Norddeutscher Lloyd 290, 315, 302, 297, Comm.u.Privatbank, 295,- 301, 302, Darmstädter Bank ., 303, 300, 304, Deutsche Bank ..., 489, 476, 479,50 Disconto-Gesellfchast, 408,- 410, 411,50

Dresdner Bank. . ., 326,- 320.- 320, -

Mitteld. Sreditbank. -,- 290,- 287,- 288, -

Nationalbank f. D. ., 305,- 306, 311,50

Boch. Gußstahlwerke 1062, 955, 1050,-

Bud.- Eisenw.-Att..' 837,- 856,- 850,- 858,-

D.-Luxemb. Bergw.. 850 875, 855, 874,

Gelsenkirch. Dergw.. 880, 699, 885,- 895,

Harpener Bergbau. 1490 - 1525 - 1495,- 1525,-

Oberschl. Eisenb.-B. 895,- 950,- 920,- 993,-

Ooerschles. Eisenind. 740,- 796 - 765,

Phönir-Bergb..Akt. 995,- 1000^- 991,- 1045,-

Bad.Anilin-u. Soda 598,- 602,- 605,- 624,-

Höchster Farbwerke. 550 - 554,50 554,- 562,-

Allg. Elektr.-Ges. . . 649,- 650,- 655,- 666,-

Felten L Guilleaume - 9*0, 985,- 980,

Schuckeri-Werke. . . 616,- 630,- 612,50 624,

Adlerwerke.. ---- 555,- 559,- 545,- 553,-

Daimler....... 480, 493,- 494,- 500,-

4°/o Heff. Staatsanl. -,- 73.75 -,-

Electron Griesheim 686,- 703,- 700,- -

Dtsche. Dereinsbank 219,50

Markvotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 6.2. 7.2.

Zürich Fr. 125.40 2,50 2,52

Amsterdam Fl. 59.20 1,32 1,33

Kopenhagen Är. 88.80 2,45 2,87

Prag Är. 117.80 25,62 26,25

Stockholm Är. 88.80 1,93 1,93

Wien Är. 117-80 3847,-

London Sh. 97.80 8,81 8,77

Paris Fr. 125.40 5,88 6,82

Neuyork $ 23.80 -,49 -.49

Züricher Devisenmarkt.

6.2.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 190.25 190.-

Deutschland 100 Qllt = 2.52 2.»5

Wien 100 Kr- = 0.17 0.17

Prag 100 Är. 9.65 9.29o

ParüZ 100 5r. = 48.- 42.80

London \ 22.13 22.05

Italien 100 2. = 24.- 2.5.35

Brüste! 100 Fr. 41.40 40.90

Budapest 100 Är. = 0.77 0*775

Neuyork 100 5 = Lil.- 510.-

Agram 100 Är. = 1-65 1.70

Warschau ...... 100 fit. = 0,16 0,15

Märkte.

Mainzer Produktenbörse.

Mainz, 3. Febr. Die heutige Börse ver­lies in sehr fester Stimmung. Durch das knappe Angebot fast aller Waren stieg die Nachfrage. Besonders gesucht waren Futtermittel. In Le­bensmitteln war das Geschäft bei normalem Be­darf fest. Es notierten per 100 Kilo: Weizen 860900, Roggen 685725, Hafer 650700, Gerste 775815, Futtergerste 150800. inl. Weizenmehl 00 13001400, inl. Weizenmehl Spez. 0 12751325. Weizenmehl mit Auslands- mehl gemischt 13501375, amerik. Weizenmehl 1500, Roggenmehl 70 Proz. 10001050, Weizen- kleie ohne Sack 480510, Roggenkleie ohne Sack 480520, Mais 780850, Mais schrot 800860, Futtermehl 600 ital. Luzerne 60007000, Pro­vene. Luzerne 60007000, ital. Rotklee 6400, inl Rotklee 36006500, deutsche Linsen 1500 bis 1800, weide Dohnen 1050110, Vittonr- Erbfen gesck, 12001400, Viktoria-Erbsen unge­schält 10001200, Durma-ReiL II. 14001600, Haferflocken 10001100, Graupen 13001400, Wiesenheu lose 340420, Wiesenheu gepreßt 430, Kleeheu 460480. Hafer st roh 136145, Roggen- strvh 120140 Mark.

Büchertisch.

auf die große Bedeutung eines vorherigen Einvernehmens von Grvh-Brttannie.n, Ita­lien und Frantreich über die in Genua zu be­folgende Politik hin.

Die Sanierung Der Dank von China.

Paris. 7. Febr. (WTD.) Der Senats- ausschuß für Finanzen, der gestern die Sa­nierung der Bant von China verhan­delte, hat auch den Wunsch geäußert, in dieser Frage den Ministerpräsidenten Poincar 6 zu hören Eine Entschließung über den Gesetzentwurf hat der Ausschuß bis jetzt noch nicht getroffen.

Die Fimdierrmg der alliierten Schulden.

London, 7. Febr. (WTB.) Reuter meldet aus Washington, es verlaute, daß die Ver­handlungen über die Fundierung der alliierten Schulden an die Vereinigten Staaten sehr bald eingeleitet werden sollen. Zuerst würden die Schulden der großen, dann die der kleinen Rationen behandelt werden.

Paris, 7. Febr. (WTB.) Rach einer Mel­dung aus Washington erklärt man tm Schatzamt, die Verhandlungen über die Konsolidierung der alliierten Schulden würden sehr bald beginnen.

Das nordirische Kabinett und die Grenzfrage.

London, 7. Febr. (WTD.) Das Kabinett von Rordirland hat an Lloyd George ein Schreiben gerichtet, in dem es erklärt, daß es mit keiner Abänderung der Grenzen Rordirlands, wie sie im Gesetz von 1920 festgelegt wurden, un­verstanden sei, es sei denn bei gegenseitige: Zw stimmung. Das Kabinett gründet sein Recht aut die Einnahme dieser Haltung auf Grund der Er­klärungen Lloyd Georges gegenüber de Valero im Laufe der Verhandlungen im Jahre 1920.

Dor Neuwahlen in Ungarn.

Budapest, 7. Febr. (WTB.) Minister» Präsident Dethlen erklärte in einer Sitzung, daß die Regierung entschlossen sei. die Man­datsdauer der Nationalversamm­lung, die am 16. Februar abläuft, nicht zv

Wandervogelgeschichten. Verlag Eugen Salzer, Heilbronn. Das Büchlein enthält Beiträge von Hermann Hesse, Emil Strauß, Ro­bert Walser, Norbert Jacques, Alfons Paquet und Wilhelm Schäfer.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Eine StreikenLfchließmrg in Mannheim.

Mannheim, 7. Febr. (WTB.) Auf gestern nachmittag 4 Uhr hatte die Eisen dahner - streikleitung eine öffentliche Ver­sammlung in den Nibelungensaal einher rfen, zu der auch die Arbeiterschaft der Ind istrie ein* geladen war. Dabei wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen: Die heutige von über 3000 Personen besuchte Protestversamm­lung fordert: 1. Daß der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund den Aufruf, der sich gegen die im Streit befindlichen Eisenbahner richtet, sofort zurückzieht, 2. daß der Allgemeine Deutsche Ge­werkschaftsbund sofort seinen ganzen Druck ge­gen die Regierung und nicht gegen die Streikenden richtet, und 3. daß endlich mit der Durchführung der 10 Punkte angefangen wird, da-, mit nicht alle Steuerlasten von der arbeitenden

verlängern.

Der Wiener städtische Kredit.

Wien, 7. Febr. (Korr. Bureau.) Gegenüber privaten Meldungen, daß der städtische Kre­dit auf nur 100 Millionen Kronen beschränkt sei. wird von maßgebender Seite mitgeteilt, daß sich der Kredit auf eine Gesamthöhe von 500 Millionen erstreckt, und daß hiervon, sowie die Vereinbarungen zwischen den beiden Regie­rungen die Zustimmung des städtischen Parlamen­tes erhalten haben, ein Vorschuß von 100 Millio­nen flüssig gemacht wird. Dabei ist zu bemerken, daß es sich nicht um einen gebunbenen, sondern um einen freien Kredit handelt, so daß eine Er­leichterung der valutarischen Lage Oesterreichs mit Sicherheit zu erwarten ist.

Die Elektrisierung der Gotthard-Dahn vollendet.

Bern, 7. Febr. (WTB.) Die Elektri­sierung der Gotthard-Bahn ist durch die Beendigung der letzten Strecke LuganoChass» vollendet.

Bevölkerung getragen werden müssen.

Frankreich wünscht vorheriges Einvernehmen für Genua.

London, 7. Sehr. (WTB ) DerTimes" zu­folge ist die gestern vom Dotschasterrat de Mon­ti l l e dem Foreign Office überreichte Note be­treffend die Teilnahme Frankreichs an der Konferenz von Genua von beträcht­licher Länge. Eine Abschrift davon sei zweifel­los nach Rom gesandt worden. Die französische Regierung weise in der Note, wie man annehme,

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Bei Eröffnung der Heil- und Pflegeanstall zu Gießen wurden von den verschiedensten Seiten alte Bücher und Zeitschriften zur Unterhaltung der Kranken in großer Anzahl zur Verfügung gestellt. Diese Spenden bereiteten große Freude, und viele Kranke saßen tage» und stundenlang über ihren Büchern und Heften, die sie wie einen Schatz hüteten, besonders wenn die kalte und nasse Jahreszeit einen längeren Aufenthalt im Freien unmöglich machte. 3m Lauf der Jahre ist der damals gesammelte Unterhaltungsstoff verbraucht und Geldmittel zu Neubeschaffungen sind nicht vor­handen. Deshalb wenden wir uns an die Freunde der Kranken und Unglücklichen mit der inständigen Bitte, uns wieder mit Unterhaltungsmaterial für die Kranken zu versehen. In jeder Familie finden sich wohl einige nicht mehr benötigte Bücher und Zeit­schriften, besonders illustrierte, Märchenbücher und Erzählungen für Kinder, mit denen man den armen Kranken noch große Freude bereiten kann.

Auf geschehene Mitteilung werden die Sachen im Haus abgeholt. Mitteilungen nehmen entgegen die Direktion der Heil- und Pflegeanstalt und der Ver­trauensmann des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Hessen, für Gießen Herr Rektor Dal. Muller, Stadtmädchenschule. 1307

spendet Bücher und Zeitschriften.

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