Ausgabe 
8.2.1922
 
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Kr. 55 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Mittwoch, 8. Februar (922

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geftaltung erfährt.

Landwirtschaft so wenig wie möglich belastet wird, ntem die Deckung durch besondere Mahnahmen

(Nachdruck verboten.)

23. Fortsetzung.

Zahr 1921 die der Landwirt-

nicht nicht

mehr mehr mehr

Beitrag bzw.

Beitrag bzw.

Beitrag, bzw.

Beitrag bzw.

54 Prozent Umlage, !5 Prozent Umlage.

1b Prozent Umlage,

Die Blüchernichten.

Boman von HannSvonZobeltih.

brültts. geht heim und legt tall de« blauen Dürgerrocks sofort die Feldmar- chaltunifvrm an. Lo zeigt er sich Unter den Lmden seinen Berlinern, die sich schon nach feinem Palais drängen. Kaum sehen sie den Wien, den ^^en Kriegshelden, der so stramm daherschreitet, als Hatte ihn nie eine Krankheit geschüttelt, so langt die Menge auch an zu schreien und zu brüllen, zu jubeln dazu:Hurra Vater Blücher: Hetzt geht s wieder vorwärts!"

Tenn sie alle glaubten an ihn, vertrauten chm. Wo Baler Blücher war. ging's vorwärts. ?as fühlte, wulste das ganze Boll! Und dasselbe Boll, das so viel und so Schweres durchgemacht m den langen Jahren von Anno 1806 bis 1814, DMn Tage von Zena bis zu den letzten Sieges- iagen um Paris, das jetzt woch litt unter der nachwirkenden Not der Kriegszeiton, das füllte auch, was Bater Blücher meinte, wenn er cmsries:Ist das größte Glück, das Preußen be- Legnen tonnte! Nun fängt der Krieg wieder an,

Der Verkehr mit dem in engsten Ge- schästSbeziehungen zu unserem Bezirk stehen- den Saargebiet war besonderen Erschwe­rungen durch die Vorschriften der Saarregie- rung unterworfen. 3m Einvernehmen mit der Handelskammer in Saarbrücken hat die Kam- mer die Firmen auch in dieser Beziehung beraten und ist für eine Vereinfachung des Verfahrens und für die Berücksichtigung von zahlreichen Einzelwünschen eingetreten.

Die Wasser st raßenpläne, namenh lieft der eines Rhei nM a i nD onau. Kanals, beschäftigten die Kammer lebhaft. An dem Zustandekommen des letzteren Pro­jekts waren Mitglieder der Kammer wesent­lich beteiligt. Ferner richtete sich ihre Tätig- leit auf den Ausbau der städtischen Ha­fen- und Lagerhäuser und die Rege­lung der Gebühren. Hier wurde mit der städti­schen Verwaltung im großen und ganzen ein Einvernehmen erzielt.

teitfcerigen Umlagen auskvmmen ledermann verständlich.

Es müssen deshalb für das

nicht behaupten können, daß die Beiträge zur Landwirtschaftskammer hohe seien. Dah ein deiner Lei! der Verbandsangehörigen mit größerem Lteuerkapital höhere Beiträge zahlt, ist felbstver- stündlich. aber das entspricht ja der geforderten Progression nach oben. Aber auch die Beiträge iiefer Verband sangehörigen zur Landwirtschafts- tammer bleiben im Vergleich zu anderen ßciftun- qcn, die sie zu erfüllen haben, immer noch gering.

Nun besteht die Absicht, die leider entstandene

chebliche Dalutaschuld der Landwirtschafts- 'ammev so zu tilgen, dah damit die hessische

erfolgt.

2lber wenn, da wir ja heute nicht auf lange -Zeit voraus unsere Geschicke allein bestimmen tonnen, dies nicht in dem Ausmaß möglich wäre. Die erwartet, und die Deckung durch Erhebung non Umlagen stattfinden müßte, dann durfte die- immerhin bei der Art der in Aussicht ge­nommenen Darlehnsaufnahme ohne erhebliche Be­lastung der Mehrheit der hessischen Landwirtschaft erfolgen.

Sollte die gesamte Schuld von rund 38 Mil­lionen Mark ausschließlich durch Umlagen gedeckt roerben, die aber nicht gleichmäßig nach der 3ahl der Verbandsangehörigen. sondern nach dem öteuertoert des Grund und Bodens einschließlich d«S Betriebskapitals ausgeschlagen werden, und vürde man die Abtragung nach einem vorgesehe-

Ts ist mit ihm schlecht gegangen in den letzten Sagen. Tie Lore, die ihn ein paar Male aussuchen incHie, ist immer wieder abgewies zn worden: ^ucchlauät wären krank. Und der alte Diener, der das Mädel von Kindesbeinen an kannte, hat betrübt hinzugefügt:Kein Piep Kanaster haben Durchlaucht geraucht!"

Run aber weiß er's. Gneisenau, fein Ge- treuefter, ist früh am Morgen zum 9. März an fein Bett getreten, hat ihm miigeteilt, was der Te° veschenreiter aus Wien gebracht.

Führt der Blücher aus den Kissen, fährt in d« Kleider, geht schnurstracks zum englischen Ge° tanbten. Ter muß erst geweckt ttxtrten. Zum AnNeiden läßt ihm der Marschall keine Zett, er dringt in das Schlafzimmer, schnaubt:§at Snglanö eine Flotte im Mtttelmeer?"(Sine 5totte? Jawohl, ich denke doch," meint die (Sj- Eenz und reibt sich den Schlafrest aus den Rugv). »Ich will Ihnen sagen, was ich denk'! .lamlich wir müssen Gott straf miri von serne anfangen, und daran seid ihr Engelländer 'chUldl'

Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 1921.

Aus dem Jahresbericht der Handelskammer Mainz.

Die schweren Sorgen, mit denen die deut­sche Wirtschaft in das Jahr 1921 eintrat, sind im Laufe desselben nicht geringer geworden, sondern haben sich vermehrt und verschärft. Vor allem ist die Zerrüttung unseres Geld­wesens und unserer Staatsfinanzen weiter fortgeschritten und mit einer fortgesetz­ten Entwertung der Mark Hand in Hand gegangen. 3n «ersterer Hinsicht sei dar­auf verwiesen, daß der Notenumlauf von 68.8 Milliarden Mark am 31. Dezember 1920 auf 113,6 Milliarden Mark am 31. Dezember 1921, d. h. um weit mehr als in den beiden vorangegangenen Jahren zusammengenom­men. zugenommen hat. Die schwebende Schuld des Reiches stieg im gleichen Zeit­raum von 169,6 Milliarden Mark auf 246.9 Milliarden Mark. Für Hie Geldentwertung im Znlande sind .die von dem reichsstatisti­schen Amt veröffentlichten Indexziffern der wichtigsten Waren des Großhandels von we­nigstens vergleichsweiser Bedeutung. Sie fielen zwar in der ersten Hälfte des Jahres von 1439 auf 1308, stiegen dann aber von Monat zu Monat immer rascher, und zwar auf 2460 im Oktober. um im November auf 3416 hinaufzuschnellen, worauf bis Ende des Jahres ein mäßiger Rückgang, jedoch nicht bei den Kleinhandelspreisen, einttat. Die Wert­verminderung der Mark im Auslande zeigt sich darin, daß der Dollar von 75 Mk. zu Be­ginn des Jahres auf (etwa 190 Mk. Ende Dezember stieg und isogar im November bis auf 310 Mk. getrieben wurde.

Die Ursachen der Zerrüttung liegen zu­nächst in der Ausführung des Friedensdiktats

3n der wirtschaftlichen Gesetz­gebung ist man im Berichtsjahre in ein

nen Plan auf eine längere Reihe von Zähren verteilen, dann hätten für die Abtragung der Schuld. einschließlich dec Verzinsung duich^chnitt- lich jährlich zu zahlen, berechnet nach der Ver­teilung für 1919, die in ihren Grundlagen heute noch gilt:

54 o/o aller Verbandsangehörigen:

im Zahre 1921 ..... 17,00 Mk.

im Zahre 1922 bis 1926 . . 12.50 Mk.

vorn 1927 ab ... . 6,90 Mk.

Weitere 31 Prozent der Verbandsangehörigen

Die Steuergesetzgebung deS Reichs, des Freistaates Hessen und der Stadt Mainz gaben reichen Stoff zu Anträgen. Da­bei hat sich die Kammer auf den Stand­punkt gestellt, daß in der Heutigen Zeit einer schweren finanziellen Notlage die Steuern an sich nicht bekämpft werden dürfen, sie hat sich vielmehr nur von dem Gesichtspunkte leiten lassen, daß die Produktion, der Hantel und Verkehr von den Steuern nicht erdrückt und nicht einseitige Ueberlastungen einzelner Zweige des Erwerbslebens herbeigeführt wer­den dürfen. Von diesem Standpunkt aus hat sie gegen die zu starken Eingriffe in die Der- Mögenssubstanz durch die Reichssteuergesetz, gebung und die sogenannte Erfassung der Sachwette Stellung genommen. Andererseits hat sie einen Ausbau der Vermögenssteuern befürwottet. Gegen die neuerdings im Reichs- steuerausschuß in die Erscheinung getretene ungerechte Bevorzugung der Genossenschaften

inzwischen hat der Herr Feldmarschall alle Hände voll zu tun gehabt; war aber öaruber kerngesund geworden und so puppenlustig baß die Frau Fürstin und selbst Doktor Bieseke, der Leibarzt, der schon seinen Liebling, den e,ottor Hünswanger, die junge Kapazität von der Pe- piniere zur Konsultation hat hinzuziehen wollen, des Staunens und der Freude volt getreten sind. Empfing tagein, tagaus Meldungen, Ravpotts, Besuche, mufterte Truppen, konferierte mit Gnci- senau und andern, zeigte sich dem jauchzenden Volke und tränt abends in mäßigen Zügen seinen Pontac und rauchte seinen Piepkanaster dazu.

An die Nichten zu denken, die Giesernädels. hat ec keine Zeit gehabt. Nur den Zungen, den Kadetten hat er sich einmal kommen lassen, hat ihn von oben dis unten scharf angesehen und ent­schieden, daß der Kutt mit ms Feld solle, über­nahm auch seine Equipierung und ließ ihn bet I fern 6 lllanen-Regirneitt als Zunler emftellen. , 3n den Mansarden bei den Gieses schlug | darüber die Begeisterung doppelt hohe Flammen,

und die Armee wird alle in Wien verbrochenen Tummhetten wieder gutmachen!"

War ein kerniges Volt geworden, das Preußenvolk, gestählt im Leid! Hart und lerntg wie Vater Blücher selber . . .

Also hat der Feldrnarschall gedacht:Na­türlich übernehm' ich das Oberkommando wieder, gleich, geh' zur Armee und schlag den Napoleon über den Schädel, daß es flutscht, llnd krieg ich ihn in Persona, so lass' ich ihnlsüsilieren. Sjut hundertfach den Tod um uns verdient, und wär nur gerecht und billig I

Ist aber alles nicht so schnell gegangen, wie der schlichte Kttegsmann es sich gedacht. Es sind da Stimmen gewesen, denen ist der Blücher za alt gewesen; andere, die wußten, er war krank, manche meinten, daß er närrisch wär', und wieder andere hielten ihn überhaupt für keinen re^ en Feld Herrn mit seinem ewigen Vorwärts! Vor­wärts! So wurde hin- und Herberaten, bts am Ende der König Fttedttch Wilhelm III. doch das rechte und sell»swerständliche befahl: Blücher und kein anderer soll Bas Preußenheer führen^und sein Generalstab-chrs wird wiederum der Gnet- scnau sein So daß Doktor uitd Apotheker wie­derum zum Besten arten und taten sollten und konnten.

mhrlich zahlten: nicht

Die Umlagen zur Landwirtschaftskammer.

Man schreibt uns:

Die an die Schweizer Schuldangelegenheit der Landwittschastslammer angeschlossenen Zei- ungserörterungen brachten auch vielfach Mit­teilungen über die hohen (Steuern, richtiger Um­lagen, zur Landwirtschaftskammer. Cs dürfte des­halb im allgemeinen Interesse- gelegen fein ein­mal eine Uebersicht darüber zu geben, in welchem Umfange die hessischen Landwirte seither Um» lügcn zur Landwtrttchastskammer ihre Berufs- )ertretung - gezahlt haben. Wenn es auch nahe so soll doch heute nicht auf viele Aeuye- nagen gegen die Landwirtschaftskammer. bie mit cm Steuerzettel bzw. den Umlagen in Verbin­dung stehen, eingegangen werden, nur soviel sei agi. vast diejenigen, welche erllären, sie hätten oon der Landwirtschaftskammer bis jeßt weiter ichts tote den Steuersettel gesehen, sich damit selbst ba3 schiech teste Zeugnis eines rückständigen 2anbtoirt3 ausstellen.

Nach, einer von der La ndwirksc>)af tskammer auf Grund der Hebregister für 1919 durck^esühr- icn Zählung, deren steuerliche Grundlagen in Ser Hauptsache auch jetzt noch Geltung haben, ;gab sich, daß von den zur Landwirtschasts- fammer 'Beitrag zahlenden Verbandsangehörigen

von Versailles, das durch die Beschlüsse der - Alliierten von Paris, London und Spaa, so- , wie durch die Entscheidungen über die Zu­gehörigkeit ehemals deutscher Gebiete, ins­besondere Oberschlesiens, verschärft wurde. Zu den allgemeinen Lasten des FriedenSdik- tats kommen noch diejenigen des besetzten Ge­bietes, zu dem auch unser Bezirk gehört. Hier ist es vornehmlich die immer steigende 'Be­satzung, die das Land bedrückt, die das Woh­nen vielfach unerträglich macht und daS Ge­schäftsleben einschnürt. 3m Berichtsjahre tra­ten dieSanktionen" hinzu, b. h. die wirt­schaftlichen Zwangsmaßnahmen, die die En­tente durch die Errichtung einer besonderen' Zollinie und Einführung einer eigenen Ein- und Ausfuhrkontrolle über das besetzte Ge­biet wegen der Weigerung der Regierung, das Londoner Ultimatum zu unterzeichnen, verhängte. Die schärfsten Proteste der wirt­schaftlichen Körperschaften und des bei dieser Gelegenheit gebildeten Wirtschaftsausschusses für das besetzte Gebiet konnten zunächst an der Sachlage nichts ändern, hatten aber doch das Gute, daß die Aufmerksamkeit der gesamten Oefsenilichkeil auf die Zustände des besetzten Gebietes in erhöhtem Maße gelenkt wurde. Erst im Spätjahre wurden die Zwangsmaß­nahmen zum Tell aufgehoben und die Rhein- zvlltnie befeittgt. Die Sin- und AuSfuhrkon- irvlle dagegen blieb zunächst bestehen.

Das WittschaftSleben des Deutschen Reiches und des besetzten Rheinlandes im besonderen kann nicht eher wieder gesunden, bis die bestehenden Lasten auf ein erträg­liches Maß herabgesetzt werden und das Frie­densdiktat von DersaUles eine gründliche Um»

Man darf sich über die herrschende wirt­schaftliche Notlage Deutschlands durch schein- bare äußere Zeichen deS Wohlstan­des nicht täuschen lassen. Die Aussichten für den Außenhandel sind nichts weniger als günstig, da die deutschen Znlandspreise sich immer mehr den Preisen des Auslandes an- nähern und alle auswärtigen Staaten sich gegen das Ausland und insbesondere gegen Deutschland abzuschließen suchen. Auch trägt das Geschäftsverfahren der Außenhandels­stellen nicht zur Belebung der Ausfuhr bei. Eine nachdrückliche Förderung unserer Aus- fuhrtättgkeit ist eine Lebensnotwendigkeit für uns und muß mit allen Kräften als Ziel ver­folgt werden. Die innere Verfassung unserer Wirtschaft ist ungesund, daS liegt auch daran, daß nicht produkttv. d. h. wittschaftlich genug gearbeitet wird. Als Bei­spiel sei angefühtt, daß im Ruhrgebiet zwar 100 000 Bergarbeiter mehr wie in der Vor­kriegszeit beschäftigt werden, daß aber nur 80 Proz. der damaligen Produktion erreicht werden. A,n stättsten tritt diese Unwittschaft- keit bei den ReichSbettteben, der Eisenbahn und Postverwaltung, zutage. Die Ausgaben eilen den Einnahmen weit voraus. Die Verwaltungen suchen durch immer neue Ta­riferhöhungen das Gleichgewicht in ihrer Betriebsrechnung herzustellen; bisher vergeb­lich. Die zu erwartenden Fehlbettäge ver­schlingen einen großen Teil der neuen Steuern. Jede neue Tariferhöhung zieht außerdem neue Lohnforderungen nach sich. Wenn auch der Personenverkehr an Pünktlichkeit zugenommen hat. so entspttcht der Gütervettehr keineswegs den Anforderungen, die man billigerweise an ihn stellen kann. Es wird sehr über die Wagen- gestellung und. Verzögerungen in der Be­förderung der Güter geklagt.

einen Husaren, mächtig und breit dyjf ig. Man sähs ihm an: muf;te ein MordSterl sein.

Den Mordskerl kannte sie. An ihn hat fte gedockt bei Tag und bei Nacht.

Einen Moment ist sie stille geftanb n, ganz st<rrr Dann hat sie sich mit,einer 'chneUen Be­wegung der blonden Haare aus i c Stirn ge­strichen, stürmt vorwätts, fliegt Lern Mord ckerl an den Hals, küßt ilyn rechts und lircte auf die Wan­gen und gleich auf den Mund ober, we.l s viel­leicht nicht ganz ttchtig traf, auf den Schnauzbatt.

'Es hat einen Halt gegeben. Die Ad ntanten hinter dem Feldmarsch-all lachen, das Vo k jvhtt, der Fürst von Wahlstatt schlägt sich auf den rech­ten Oberschenkel: .Bause! Baule!" Aber der Bause küßt das Mädel zurück, schnnt den Obern- kommandierenden und sein Gefolge und das Bolt nicht zu sehen und zu hören.

Donnerwetter! Nu ist's aber <e ug! ruft der Blücher endlich.Bist bu toll geworden. Core?1

-Da läßt sie ihren Mordskerl los, springt den Alten an, küßt ihn auch ab: -Onlel Blücher, Onkel Blücher den will ich haben. Den tollt ich heiraten. Du mußt mir helfen. "

o7la, na . . . was sagt denn der Herr von Dause dazu?" _ _ .

Es stimmt!" sagt der Herr von Bause. Durchlaucht zu Befehl!"

Also " meint der Feldmarschall, und es gibt eine "kleine Pause. Denn ihm sch.etzt die Ettn- nerung durch den Sinn an eine verlorene Schlacht, fo er ernst, es ist noch gar nicht lange her, mit der Giesin ausgefochten tat. War zuletzt eine arge Rettaite. Wer mochte sich einer zweiten aus- seyen?

Aker das Mädel ist wie verrückt, hängt schon wieder an der Schulter des Husaren, and der hat wie schützend seinen Arm um sie gelegt.' llnd bem Alten geht zum zweiten durch den Si-m: Tas ist ja ein öffentlicher Skandal, and wer weiß, ob die Lore den nicht mit Absicht herber­geführt."

Tu Kröf" sagt er.

Wenn ich ihn doch so lieb hab'!"

Wir haben uns doch so lieb!" erklärte der Husar und lacht and macht Trohauzen.

(Fortteyung folgt.)

würden durchschnittlich zahlen:

im Zahre 1921 ..... 44 Mt.

im Zahre 1922 bis 1926 . . 32.50 Mt. vom 1927 ab ... . 17,90 Mk.

Es ist aber selbstveistärdlich, daß, wenn die Abtragung auf eine lange Reihe von Zähren ver­teilt wird, der auszubrmgende Zinsbe:rag aich ein größerer ist. Ze länger also die «Schuld bleibt, desto mehr mutz im Verhältnis bezahlt werden. Ze rascher es deshalb möglich ist, einerlei aas welchem Wege, die Abtragung zu bewirken, im so verhälttrismäßig geringer werden die Lasten für unsere hessischen Landwirte, also geringer wie oben angegeben, fein. Daß eine Abtragung mit Hilfe der Umlagen, wenn auch nur vor­läufig, zweckmäßig ist, geht aus vorstehendem her­vor Darlehen, tewnders la g ri ige, zu etn .m verhältnirmähig niederen Znrsjuß können aber nur bei ausreichender Sicher hetts lei st >ng g g:n- über dem Geldgeber erreicht werden Deshalb ist das unbeschränkte llnllagerecht der Landw:tt- schastskammer für diesen Zweck, und nur für kneten ist es gefolgert und gewährt, eine notwendige Maßnahme und eine solche im Interesse d^r h.'-- sischen Landwittschaft und des hsssr chen Staates, sofern letzterer sich> nicht bereit erklärt, die ent­standene Schuld zu übernehmen. Zedensalls aber zeigen die oben st eher, den Zahlen, daß bi? Um­lagen für die Tätigten der Landwittschaftekamme jölche sind, welche unsere Landwirtschaft trotz der sonstigen Anforderungen zugenrrtet werden können.

die nur ein wenig gedämpft wurden durch die 1 seltsamen Nachrichten der Frau Mutter aus Wien. Denn von der kam ein Brief, aus dem sie alle nicht recht klug wurden. Es ist darin die Rede gewesen von dem großen Hnglüd, von der Brand­munde der Luise, von einer lieben, sanften Gräfin, und wie Gott im Himmel alles doch' so wunder­sam gefügt, und aus dem Unglück ein Glück ge­worden und Ttod; ein größeres werden föraite. Eine große Briefschreiberin war Mama Diese gewißlich nie gewesen: in dieser Epistel aber ging alles quer durcheinander, und als das Wunder­lichste wollte es den Töchtern dünken, daß der Brief fo weich gestimmt war. Am meisten aber zerbrachen sie sich bie K'B e über einen kleinen Zettel von Luisens Hardch:-ist. Da stand mit etwas zitterigen Buchstaben: »Nun braucht die Hebe Frau Mutter sich nicht mehr zu jorgen, daß in ihre Töchter hineingemanscht wird." Weiter nichts, llnd konnte doch so viel bedeuten.

Am wenigsten Anteil hat an all dem die Lore genommen. Sie ist wie verwandelt gewesen: trotzig und grob wie ein Klotz: scharf wie ein neues Reibeisen, dann wieder ungestüm zärtlich. Hat nachts in ihre Kissen geheult, ist frühmorgens auf die Straße gelaufen und kaum zu den Mahl- - erten wiedergekommen. Einmal hat ihr die Zu- lie als die Netteste im Haute einen ernsten Straf­sermon hatten wollen, ist aber damit an dte Un- , echte gekommen. Denn das Kind hat das Stups- näschen hoch ausgeworfen, hat gelacht, daß es dröhnte und gemeint:Was verstehst du von meinen Seetengu-alen?" ..Seelengualen" hat sie wahrhaftig gesagt, und das hat eigentlich aus dem Dupperrmündchen sehr komisch geklungen.

Zn Wirllichkeit hat die Lore dem Onkel Blücher auf gelauert. An den ist fceilich tn diesen Tagen schwer heran-ukommen gewesen, denn wenn er sich zeigte, war er immer in großem Gefolge und zudem von jubelndem, jauchzendem Volk um­ringt. Wie eine Mauer stand das um ihn and schsb sich mit ihm von Haus zu Haus und von Straße zu Straße.

Endlich einmal ist's ihr doch gegluckt. Wie fr>nn Beharrlichkeit immer zum Ziel fuhrt

Da hat sie den Feldmarschall aus fernem Valais kommen sehen, in den frühen Vormittags­stunden Ein Paar Adjutanten find hmter ihm geschritten. Aber neben ihm, auf der lullen Seite, ging ein Hrksarenvffizier, zu groß eigentlich für I

etwas ruhigeres Fahrwasser gekommen. Die zuerst so heftig geforderte Sozialisierung ist unter dem Druck der Tatsachen zurückgestellt worden, wenn sie auch noch aus dem Pro­gramm politischer Parteien und gewerkschaft. licher Organisationen unverändert fortbesteht und keineswegs als erledigt angesehen werden kann. Die Zwangswirtschaft ist mehr und mehr abgebaut worden. Trotzdem sind itvch zu viele Reste von ihr vorlmnden, so insbesondere auf dem Gebiete der Kohlen­versorgung und des Wohnungswesens. Gerade hier aber sind so große Mißstände entstanden, daß nicht dringend genug der Ab^au ge­füttert werden kann.

Die Tätigkeit der Handelskam­mer Mainz war im abgelaufenen Jahr entsprechend der Vielseitigkeit der ihr ge­stellten Aufgabetr sehr lebhaft. Zm Vorder­grund der Tätigkeit der Kammer standen n<r turgemäß die Fragen, die mit ten sogenannten ..Sanktionen" zusammenhingen. Der Ver^ kehr zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland war durch diese Zwan tSmafinah- men den größten Erschwerungen, Belastungen und Weitläuftgleiten ausgesetzt, die erlassenen Bestimmungen enterten sich oft so rasch, daß die Kaufleute ihnen nicht zu folgen vermoch­ten, Beschlagnahmen und Bestrafungen droh­ten für Xletertr2tunken. Die Kammer hat das Aeußerste getan, um durch Veröffentlichungen und Belehrungen die Firmen aufzuklären. an- , derQrseits aber auch gegen die Maßnahmen im Einvernehmen mit den übrigen Handels- ' kammern und Körperschaften Protest zu er- > heben und wenigstens äuf -ihre Beschränkung hinzuwirken.

iüc bie Förterungsmaßncchmen

'chaftskammer und deren Verwaltung notigen Um­legen erhöht werten, aber diese Erhöhung ergibt, daß bie obengenannten 54 Prozent der Verbands» ungehörigen Im Zahre 1921 nicht mehr wie rund i8 Mark zahlen.

Vergleicht man damit z. B. die Beiträge, ivelche die Angehörigen anderer, und zwar freier Berufsorganisationen zahlen, wie ein Buch- i'rodergetjilte im Zahre 430 Mark, ein Mit­glied des Metallarbeiterverbantes 546 Marl, eine Handlungsgehilsin 244 Mark, ein Land­arbeiter mehr wie 200 Mark, fo wird man wohl

11 Prozent nicht mehr wie 11 Umlage.

Daß mit dem Eintritt und ter Fortentwick­lung der Geldentwertung, ter allgemeinen Teue­rung. die Landwirtschaftskammer zur Aufrecht- c.Haltung ihres Betriebes und zur Durchführung

Förderungsmaßnahmen nicht mehr mit den - - - - - konnte, ist für