Ausgabe 
8.2.1922
 
Einzelbild herunterladen

Siebener Sladttheater.

Die Tür ins Freie.

Lustspiel von OSkar Blumenthal und Tu st ad Kadelburg.

Gießen. 8. Febr. 1922.

®3Jtou£I>e<^er und herzlich gelacht gestern aLML im Stadttheater. Das Lustspiel der be- Sl?^?lUxment^Is Kadelburg infolge der völlig veränderten Der- fn b'men wir heute leben, nicht mehr

1°^!$ ^^inst ttn Jahre 1908. als es erstgnd.

fSr Ä Zeichen Sttuationskomik. Erfasser ausgestaltet haben, vlel Frische bewahrt, daß es

H noc^ leinen Zweck erfüllt, nämlich bcn, unbeschwett vom Ballast irgendwelcher Pro­bleme, einige Stunden zu vergnügen. So lacht F^1, auch letzt rwch über die tollen Vorgänge, Die ^^uschaft und der daraus ent­stehenden Amtsvernachlässigung des Herrn Bür- aermelsters von Buchenau in dieser ehrsamen hi?bfio3ftoicößr entehelichen. HnhJ^C fln^rR8 Natürlich wieder

zu^ b b C$Ut m8 Treie" in die Ehe

Wie gesagt, man lacht, wozu man dopvelt Grund hat, wenn sich die Darsteller fo warm & oF18. 3^8 legen wie gestern Bei

^r Fülle von Personen, die das Lustspiel aus die Buhne bringt, ist es nicht möglich, Einzelleistungen eingehender zu würdigen. Wir nennen darum ohne abstufen oder hervorheben zu wollen als besonders glangen Georg Heding. den Ruhe­störer undSüröffner, der schließlich zuletzt seiner Malva (Cläre T ür k) ins ach so süße - Ehe. joch folgt. OSkar Fe igel, der sich auch als Spielleiter verdient gemacht hatte, und seine Fanny (Rose Rubner), Rudoi' Goll der wieder Gelegenheit hat. alle Register seines un­verwüstlichen Humors zu ziehen, und Luise 2tam-

weit-

Wld

str die Deranl

das

schluß der Genfer Konferenz vor der Kvnfe> renz in Genua wünschenswert wäre.

land übergesührt werden. Seine Frau hat den Wunsch auSgedrückt. man möge ihren Gatten auf der Insel Süd-Georgien, wo er gestorben sei. be­graben. Der Kapitän Husseh. der den Sarg nach Montevideo geleitet hatte, ist b-au,'tragt worden, die Leiche Shackletons wieder nach Grytoiket zu- rückzusühren. Sv wird der Forscher denn aus dem Friedhof des kleinen Fischerhasens begraben sein, wo er gestorben ist.

Der Kabinettswechscl in Italien.

Rom, 8. Febr. De Rico la hat in letzter Stunde die Bildung des neuen Ministeriums abgelehnt.

Angestellte zu zahle«. Allein bei der LcmveSver- sicherungsanstalt Hessen-Rassau handelt es sich um über 58 000 lausende Renten. Llebrigens sind die Landesve.sicherungsansta'ten durch das Gesth vom 23. Juli 1921, das bekanntlich die Beiträge ganz erheblich heraufgeseht und sehr hohe Dei- tragsklassrn geschaffen hat. aus der bisherigen Rotlage befreit und in den Stand gesetzt, aus den zur Deckung künftiger Rentenzahlungen dienenden Beträgen wieder wie früher erhebliche Summen zur Förderung des Wohnungs­baues darlehnsweise zur Verfügung zu stellen, was bei der derzeitigen Wohnungsnot von weit­reichender sozialer Bedeutung sein wird.

feS

k9jer ho-i? wn l

fcjüt die ».Höchs ZK-K

mel, Fredy D ö r i n g und Karla Keller. Wla- bimir D r a n d e s und Else Koop, Karl V o l ck und Auguste M a r ck s und schließlich eine der gelungensten, sicher aber die überraschendste Lei- Mrng des Abends Paul Mehnert als Rektor Zirbel. Jeder Besucher der folgenden Vorstellungen des Lustspiels kann jedenfalls emiger frohen Stunden versichert sein.r.

*

Die Fortsetzung der Shackleton-Gxpedition.

Rach dem Lode des Kommandeurs Sir Ernest Shackleton hat Frank W t l d das Kommando der englischen SüdpolarerpeLition übernommen Zum vrertenmal macht Wild jetzt die Reise in die antarktischen Regionen. An sämtlichen seit 1901 von England aus unternommenen SuLpolarexpe- cntlonen hat Wild teligenommen, so an der Scott- Expedition 1901 bis 1904; auf Shackletons erster Reise von 1902 bis 1909 machte er die berühmte Schlittenreise mit, die bis nahe an den Pot her-

Dann begleitete er den P!>hsiker Dr. Dou­glas Mawson auf besten Reise (1911 bis 1913) am Südpol; als Führer der Westabteilung, Die triele geographische Aufnahmen von Gedu gen und Erhebunaen des antarktischen Tafellandes machte, lag Witt.» die Berichterstattung über einen wich- ttgenJScll ter wissenschaftlichen Ergebnisse de er Expedition ob. Auf der verunglückten zweiten D^ckleton-Expedition, der (verfilmten)Imperiai 1 rans-Antarctic-txpedition, die 1914 ihre Aus- reife machte, gehörte Frant Wild zusammen mit einem jüngeren Bruder zu jenem Teil Der Expedi­tion, der nach dem Schiffb uch derEndurance" säst vier Monate auf der Elefanteninsel tm We- dell-Meere eingeschloslen war. Damals war ihm die Führung dieser Abteilung anvertraut, die im August 1916 nur infolge ter beispiellosen Energie Shackletons nach mehreren vergeb sichen Versuchen mit Hilfe eines kleinen chilenischen Schisses buch­stäblich, in letzter Stunde gerettet werden konnte o efn?r Meldung der -Times" wird d e Leiche Sir Ernest Shackletvns nicht nach Eng-

auf den Gedanken, den ülrbeltätcm den Prozeß iu machen. Es wurde auch eine ordnungsmäßige Llntersuchung ein geleitet, die die angeschuldigten Rager in allen Formen des Rechts vorgcladen La sie zum Termin nicht erschienen, so b.schsoß n> J ihrer Abwesenhett zu verhandeln, wobei ter Verfasser des obengenannten Buches den Mausen als Offizial-Verteidiger bestellt wurde. Er wies zunächst darauf hin, daß die Mäuse, die M über ein weites Gebiet zerstreut feien, öffent­lich geladen werden müßten, und daß zu diesem ^iveck in jeder Kirche Der verschiedenen Ge­meinden bei der Sonntagspredigt von der Kanzel herab die Ladung verkündet werden müsse. Da aber dieser Einwand auf die Richter keinen Ein­druck machte, so beschäftigte sich Chassanöe mit der juristischen Seite Der Frage und erklärte, daß es gegen alles Recht verstoß«, in Da«ttch und Bogen eine Menge zu verurteilen, in der sich neben Schuldigen auch ülnschuldige befän­den. Das wurde von den Richtern auch aner­kannt und die angeflagten Mäuse Infolgedessen von Schuld und Fehl freigesprochen. Am 7. Fe­bruar 1314 wurde nach durchgesührtem Prozeß­verfahren in Miosy-le-Lemple cm Ochse gehängt, der durch einen Hornstoß einen Menschen getötet hatte, und am 5. September 1379 wurde zr vmfsh in Burgund eine Sau. die überführt war ein Kind in Der Wiege getötet zu haben, öffent­lich mit dem Beil hmgerichtet und Die Kosten der Llrteilsvvllstreckung dem Besitzer des gerich­teten Schweines auferlegt. Endlich wurde tm 2ahre 1474 einem Hahn der Prozeß gemacht aus Grund der Beschuldigung, daß er ein Ei ge­legt habe. Der unglückliche, Der Hexerei ver- Dächtigte Bogel wurde auch hingerichtet Rach der Hinrichtung stellte sich allerdings heraus, daß Der Halm eine Henne war. Rachdem sich seine Unschuld so offenbart hatte, mußte man ihm ein ehrenvolles Begräbnis zugestehen im Bauch seiner Richter.

Telephonische Her-Diagnose. Der im Londoner Rationalhospital für Herzkrank- hellen in Gebrauch befindliche AuSttrltationS- apparat hat in letzter Zeit eine neue Vervollkomm­nung erfahren; er ist jetzt imstande, den Herzschlag des Patienten nicht nur elektrisch wiederzugeben, sondern auch durch das Telephon einem rund zwei Kllometer entfernten Arzt zu übermitteln. Ein den Zustand des Herzens verzeichnendes Diagramm wurde kürzlich durch gewöhnliche Telephondrähte vom Bett des Patienten im Addenbrooke-Kranken- haus In Cambridge nach dem U/, Kilometer ent- len Pathologischen Institut der Universität über­tragen. Das Telephon gibt die Herztöne so scharf und deutlich wieder, daß der abwesende Arzt sich ein genaues Bild von der Position des Herzens und dem Druck des Blutlaufs machen kann. Der neue Apparat, der den RamenPhono-Kardio- graph" trägt, ist In England hergestellt und be­nutzt das von Professor Hughes erfundene Mikrophon.

Au Dem Kapitel der Tier­prozesse bringt ein alles historisches Wen von Darthelemy ChassanHe einige noch unbe- tannie Einzelheiten. Der gelehrte Jurist, der das Buch verfaßt hat. fungierte selbst als Offizial- Verteidiger In einem Prozeß, der im Jahr 1530 gegen Die Mäuse in Autun in Frankreich geführt worden ist. Die Mäuse hatten die Felder so gründlich verwüstet, daß man eine Hungersnot befruchten zu muffen glaubte. Man kam deshalo

** Der Verein für Öter&eunter» stühung Gießen hielt seine 17. Iahresver- sammlung unter dem Vorsitze des langjährigen Vorsitzenden Seidewand im Postkeller ab, die verhältnismäßig gut besucht war. Der Bericht des Vorstandes und Rechners ergab wiederum ein erfreuliches Bild von dem steten Fortschreiten des Vereins. Die Mitgliederzahl betrug 1580 und das Vermögen 32 815 Mk. 3m Jahre 1921 tour- den 26 Sterbefälle entschädigt mit 12 520 Mk. Interessant war an den Ausführungen des Rech­ners. daß unter den 26 Verstorbenen 7 Mit- gründer des Vereins waren. Jeder dieser Mit- gründer hatte bis zu seinem Todestage an Bei­trägen insgesamt wahrend Der 34 Jahre 156 Mk. gezahlt, während den Hinterbliebenen ein Sterbe- Aeld von 500 Mk. ausgezahlt werden konnte. Dieses Beispiel zeigte den Anwesenden, daß der Verein aus äußerst gemeinnütziger und sparsamer Basis aufgebaut ist. Die Reuwahl des Vorstandes

** Zur Abgabe der Einkommen- steuererklärung für die Veranlagung zur Einkommensteuer für das Rechnungsjahr 1921 wird in einer Bekanntmachung des Fi­nanzamtes im heutigen Anzeigenteil aufge­fordert. Die Erklärungen müssen unter Be­nutzung des vorgeschriebenen Vordrucks, der von dem Finanzamt zu beziehen ist, in der Zeit vom 15. Februar bis 15. März einge­reicht werden.

N. Dekanat Gießen. Zur Zell bereift dm Verbandssekretärin der Evangelisch-kirchlichen Frauenvereine in Hessen, Frl. Storck, die evan­gelischen ©emeinben des Dekanats, um Abend für Abend in den Frauenvereinen Vorträge über Die Aufgaben der Sraucnbereine, über die christ­liche Familie, Die Freude in Der christlichen Fa­milie und andere Fragen zu halten. Die Vor­träge sind überall sehr gut besucht. Da die Vor­tragende von ihrer vorjährigen Reise als vor­zügliche Rednerin bekannt ist.

** Ermäßigung der Kirchensteuer. Auf Den Steuerbescheiden, die im vorigen Monat ausgegeben worden sind, wird auch die evan­gelische Kirchensteuer angefordert. Der evan­gelische Gesamckirchenvorstand bittet uns, mitzu- teilen, daß er im Einvernehmen mit dem Ober­konsistorium dafür Sorge getragen hat, daß die berechtigten Wünsche der evangelischen Steuer­zahler auf Ermäßigung der Kirchensteuer Berück­sichtigung finden. Heber die Art, wie das ge- s°ll. wird demnächst eine Erklärung ver­öffentlicht werden.

" Durch die Kriminalpolizei wurden in Gießen und einem Rachbarvrt bei Verkäuferinnen, die sich während ihrer Tätig­keit jn einem hiesigen Geschäft rechtswidrig Sachen angeeignet hatten. Durchsuchungen vorgenommen, wobei für mehrere tausend

Aus Stobt und Lsnd.

Gießen. 'Den 8. Fedr. 1922.

Auf dem Gießener Bahnhof ist auch heute die Lage noch nicht verändert. Die Züge verkehren -Detter nach dem gestern ver- öffenllichlen Rotfahrplan, zu dem auf Der Strecke Gießen Frankfurt noch folgende drei Züge hinzukommen; G i en Do n a m es ab Gießen 4,05 vorm., 9,55 Dorrn, und 3,32 nachm. und zurück von Donames nach Gießen.

**EineBekanntmachungderEisen- bahndirektion Frankfurt sichert jedem, der Personen zur Anzeige bringt, die während des augenblicklichen Eisenbahnerstteiks Bahnanlagen oder Betriebsmittel zerstören oder beschädigen, je nach 'der Schwere des Falles eine Belohnung zwischen 1000 und 10 000 Alark zu.

Die Zuschlagsgebühren für Ex - preßzüge. Die Eisenbahnverwaltung hat neuerdings bestimmt: Exprehzüge (Züge mit be­sonderer Geschwindigkii. und Bequemlichkeit) kön­nen nur mit Fahrkarten, die zu Den Schnellzügen gelten imd gegen Entrichtung eines Preiszuschlags von 1 Mark in Der 1. Klasse und 60 Pf. in Der 2. Klasse für das Kilometer benutzt werden. Für die Benutzung der in den Fahrplänen mitL" bezeichneten Expreßzüge (Luxuszüge) sind neben Den Gebühren für die Exprehzüge noch die in besonderen Tarifen.festgesetzten Preiszuschläge zu entrichten. Die Fahrt in Expreßzügen wird sich danach auf 2,34 Mark in der 1. Klasse und auf 1,74 Mark in der 2. Klasse für jedes zurückgelegte Kllometer stellen. Die Beförderung von Gepäck in Expreßzügen erfährt einen Zuschlag von 100 Prozent gegenüber den übrigen Gepäckfrachten, außerdem wird eine Abfertigungsgebühr von 10 Mark für je 10 Kilogramm Gepäck erhoben. Rach der Tariferhöhung am 1. Februar werden ole vorstehend eingeführten neuen Sähe weiter um 75 Prozent erhöht, und zwar werden die Zu­schläge Dann 1,75 Mark bzw. 1 Mark je Kilo­meter betragen.

Die erste Handlung Pius XI.

Rom. 7. Febr. Fürst Chtgi, Ron- klavemarschall, machte auf Anordnung des Monsignoresekretärs des Konklaves, der Agen­tur Stefant folgende Mitteilung: Seine Heilia- kett Papst Pius XI. Erteilte unbeschadet aller Vorbehalte zugunsten der unverletzbaren Rechte der Kirche uird des Helligen Stuhles, die zu behaupten und zu verteidigen er be­schwor, den ersten Segen vom äußeren Balkon auf dem St.-Peter°Platz in der Absicht, daß dieser Segen nicht allein der Stadt Rom und Ztalien zutell werde, son­dern allen Rationen, und allen Vollem und der ganzen Welt denWunschunddie Botschaft einer allgemeinen Be­freiung überbringe, die alle so heiß er­sehnen.

äleber den Lebensgang des neuen Papstes ist Ach nachzutragen: Geboren 1857 in Desto bei Mailand, studierte er an Der römischen Jesuiten- Universität Gcegottana. Er steht überhaupt Sen Zefuiten nahe, Deren General Ledvchowski er feine diplomatische Beförderung verdankt. Er arbeitete hauptsächlich im Bibliotheksdienst, zuerst 24 Jahre an der Mailänder Ambrosianischen Bibliothek; im 3a$re 1911 wurde er in die vatikanisch? Bibliothek berufen, deren Präfekt er 1914 als Rachfolger P. Ehrles wurde. Er veröffenllichte zahlreiche wissen- 'chaflliche Arbeiten, ging 1918 nach Warschau, zu­nächst als apostolischer Visitator zwecks Organisa­tion Der polnischen Kirche, alsdann als Runtius. Kardinal seit Dem letzten Juni wirkte er als Erz­bischof von Mailand nur wenige Monate.

Rom, 8. Febr. (WTB.) Der Papst be­stätigte Den Kardinal Gaspari als Staats­sekretär, Desgleichen die Prälaten, Die unter Benedikt XV. den päpstlichen Hof blldeten.

Aus dem Reicke.

Au- dem HauptauSschuß des Reichstages.

Berlin, 7. Febr. (WTB.) Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages , stand die Beratung über den Etat des Schatz­ministeriums. Vor Eintritt in die Tagesord- . nung schlug der Vorsitzende die Vertagung ! der Sitzung vor, well ein Tell der Vertreter der einzelnen Parteien nicht anwesend sein 'könne. Dr. Rosenfeld (USP.) beantragte, die durch den Eisenbahnerstrell geschaffene , Lage zu besprechen. Der Ausschuß lehnte den i Antrag ab und beschloß, die Sitzung auf mor­gen zu vertagen.

Putschabfichten Der Kommunisten?

Magdeburg, 7. Febr. (WTB.) Die "Magdeburger Zeitung- meldet aus Halle: Bei der hier vechafteten Räuberbande P l ä t t n e r und Genossen hat man einen Mo- Misatwnsplan für einen neuen mittel« deutschen Putsch in aller Ausführlich- kett Lefunden sowie anderes wichtiges Mate­rial, das auf neue Absichten der Kommu­nisten hindeutet.

Die allgemeine Onvalidenverstcherung.

> r Landesdersicherungs-

?flt Hessen-Aassau wird uns ge- 1 daneben:

'Bei ben Wahlen der Vertrauensmänner zur Angestelltenversicherung ist In Veröffentlichungen den Befürwortern einer gesonderten Angestelltenversicherung die vollkommen unrich- ttge Behauptung verbreitet worden, die all­gemeine Invalidenversicherung stehe dem Zusammenbruch. Diese Behauptung muß als _ leichtfertig erhoben bezeichnet werden. Es JJS! aEchen Zahlen zu ver- der Invalidenversicherung zwei 2tent<m gezahll worden sind. Den^egenüber waren noch nicht 13 003 Renten !-n^^Ä^lder und 11282 Hinterbliebenen­renten) von der Reichsversicberunasnnsi<?st für

Steinberg. 7. Febr. Am vergangenen Sonntag feierte der GesangvereinJu­gendfreund" tm GasthauseZur Krone" fein 3 4. Stiftungsfest in Gestatt eines Konzert- Desang- und Theaterabends. Die gesamte Dsr- anstaltung stand unter der fachmännischen Lei­tung des Dirigenten Georg Harnisch-Stein­berg. Geboten wurden außer Konzertstücken Männerchöre, von denen hervorgehoben seien: WerthsAbend^eier am Meer", PcmlisDes Knalen Heimweh" ..WmgertsDer Freu denlegiv- när undSeemannstreue"; es folg.e der thea­tralische Teil. Hier gelangte an erster Stelle zur Aufführung Webers zum Volksstück mit Gesang in fünf Aufzügen umgearbeitete OperDer Frei­schütz", die als gut gelungen bezeichnet werden kann. Die einzelnen Rollen wurden mit sichtlichem Interesse gegeben. Während dieses erste Stück mehr ernsten, tieferen Charakters war, folgte als zweitesDer rote Faden" (Posse mit Gesang in einem Auszug), das dafür sorgte, daß die Lachmuskeln nicht untätig blieben. Der komisch«, Ginfälle des Dichters des Stückes sowie der selbst- geschaffenen des Vertreters Der Rolle August Holzmever, die beide recht natürlich gespielt wur­den, sind -uviele, als daß man sie aufzählen könnte, jedenfalls waren die Zuhörer mit der Abwick­lung des Programms recht zufrieden. 3n erster Linie ist der gute Verlauf der Leitung des Diri­genten des 'Vereins und dem regen Interesse fast aller aktiven Mitglieder zu verdanken

und AufsichtsrateS ergab Me ettrsttmmige-Mevev» Wahl der seitherigen Funktionäre. Reu wurde in Den Aufsichtsrat Echuhmachermeister Rabenau gewählt. Einstimmig wurde weiter beschlossen, da- Sterbegeld auf 1000 Mk. und Den Beitrag pr^ Sterbefall und MiiglieD auf 1 Ml festzusetzen. Unter Verschiedenes wurde u. a. die Anregung dahin gegeben, daß die Feuerbestattung auch von feiten der Kasse propagiert werde.

3n der Versammlung der Kriegsbeschädigten und -hinterbliebe, nen, über die wir berichteten, wurde zum Bei­sitzer im Vorstande der hiesigen Ortsgruppe Herr Ludwig L i ch (nicht, wie gemeldet. Luh) gewählt.

Bornotizen.

Tages kalender für Mittwoche Stadttheater, 7 llhr:Rathan der Weise". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: heute bis einschl. Sonntag: »Der Fürst Der Berge". f

Verein für das D sulcht um im Ausland. Der Vortrag am Donnerstag über Südtirol (mit Lichtbildern) beginnt um 9 Ahr abends (nicht 8 Ahr).

DieDorlesung vonProf. Traut­mann über Schumann und Brahms beginn! diesen Donnerstag ausnahmsweise punkt 8 Ülhr

Der Obst - und Gartenbau­verein hält am Samstag im Kaufmännischen Vereinshause eine Mitgliederversammlung ab.

Tanzabend von Erika Hor- neise r. -Unter Dem TitelMusikalische Tänze" wird Fräulein EnkaHornefser, die bekannt­lich hier eine rhythmische Tanzschule eröffnet hat. am Montag, dem 20. Februar, abends im hiesigen Stadttheater einen eigenen Tanzabend veranstalten. Zur Darstellung kommen Tänze nach Musikwerlen von Beethoven. Schumann. Eho« bin, Brahms, Grieg und Mascheles. Die Be­gleitung hat Frau Käthe Stern übernommen.

Landkreis Gießen.

i Ettingshausen, 7. Febr. 3n der Gene­ralversammlung Der Aktionäre der Butzbach Licher-Eisenbahn, die gestern imHest. Hof" zu Butzbach unter dem Vorsitz von Medi­zinalrat Dr. Vogt stattfand, gelang es, die Wünsche des oberen Wettertales hinsichtlich Ded Bahnverkehrs LichGrünberg zur Sprache zu bringen. Es ist erfreulich, feststellen zu können, daß die wesenllichsten Wünsche Der Bevölkerung als be­rechtigt anerkannt wurden. So will die General­versammlung ihren Einfluß dahin geltend machen, daß der ausgefallene LlLendzug LichEttings­hausen baldigst wieder eingelegt wird. Der neu auszustellen de Sommerfahrplan soll Dem Interesse der Gemeinden, daß dieser 'Zug bis Grünberg fährt, um am anderen Tage als Arbeiterfrühzug bis Butzbach zu gehen, Rechnung tragen. Durch möglichste Trennung von Güter- und Personen­verkehr soll ein fahrplanmäßiges Fahren der Züge erreicht werden. Hedenfalls soll der neue Fahrplan vor dem Inkrafttreten Den Gemeinden zur Begut­achtung vorgelegt werden. Es ist zu hoffen, daß durch diese Ülnterstühung das erstrebte Ziel erreicht wird zum Ruhen Der Gemeinden und sicher auch nicht zum Schaden der Rentabilität der Bahn. 3n der Generalversammlung waren die Gemeinden Lich, Riederbessingen, Münster und Ettingshausen vertreten.

Mark gefwhlene Sachen, Die aus oem Ge­schäft stammten, vorgefunden wurden, die zum größten Tell dem Geschädigten wieder zu- rückgegeben werden konnten. Eine Anzahl Der- käuferinnen und Hehler wird sich vor Ge­richt verantworten müssen.

Schadensanmeldung der ver­triebenen Elsaß-Lothringer. Man schreibt uns: Es scheint noch nicht genügend be­kannt zu sein, daß Im Auftrage Öp8 Reichsentschä­digungsamtes der Hilfsbund für die Elsaß-Loth­ringer im Reich eine Vorprüfungsstelle für Scha- Dcndänträge Der Vertriebenen Elsaß-Lothringer in Darmstadt eröffnet hat, zu Deren Geschäfts­bereich ganz Hessen gehört, und bei der Anträge auf Den gesetzlich vorgeschriebenen Formularen ein­zureichen sind, die auf Der Dorprüfungsstelle er­hältlich sind. Es sei ausdrücklich Darauf aufmerk­sam gemacht, daß sämtliche Anttäge, die schon bet dem Feststellungsausschuß gemacht sind, neu ein» zureich en sind. Sehr viel Verdrängte wissen dies nicht und meinen, mit ihrem Antrag bei Dem Fest- stellungsausscbuh sei die Sache erledigt. Sie denken nicht daran, daß die Feststellungsausschüsse nur Beihilfen und Vorentschädigungen, zu Denen aller­dings ein begründeter Antrag notwenDig war, ge­währen konnten, während erst jetzt nach Erlaß des Verdrängungsschädengesehes vom 28. Quli 1921, daS ]a erst bestimmt, was entschädigt wird, Die end­gültigen Anträge gestellt werden können. Aus­genommen hiervon sind nur diejenigen, die eine AbfinDungserklärung abgegeben haben. Aber selbst Diese können unter Umständen nach Dem oben er­wähnten Gesetze einen neuen Antrag auf Zuschläge [teilen. Die Vorprüfungsstelle befindet sich in Darmstadt in der Infanterie-Kaserne, Alexander- straße 22, Zimmer 1012. Die Dienststunden sind von 81/3 bis 4V2 älhr.

Die Liga zum Schuhe der deut­schen Kultur veranstaltete gestern abend im Safe Leib einen Vortragsabend. Der Besuch war äußerst stark; selbst in den Gängen und auf dem Vorplatz standen die Zuhörer dicht gedrängt. Der Vorsitzende, Dr. Rennert, gab zu Beginn bekannt, daß Regierungsrat Dr. von Papen infolge des Sisenbahnerstreiks nicht eingetroffen sei, und daß an seiner Stelle Professor S ch l a r b sprechen werde über:DeS deutschen Volkes Schicksalsstunde". Der Dorttag:Die Fremden- legion" werde nachgehalten werden. Professor S ch l a r b behandelte die Schicksalsstunde des deutschen Volles in bezug auf drei Gebiete, DaS politische, wirtschaftliche und sittliche. Gr er­läuterte, wie es der glänzenden englischen Diplo­matie gelungen sei, zuerst Rußland von Konstanti­nopel, dann von Ostasien abzulenken, schließlich auf seine Seite zu bringen und Deutschland mit einer jungen Diplomatie einzukreisen, fo daß Der Weltkrieg Der Gnderfolg war. England hat mehr erreicht als es hoffte, Deutschland und Rußland, feine beiden gefährlichen Wettbewerber, wurden zugleich matt gesetzt. Das Friedensdiktat von Versailles hat Deutschland nicht nur politisch ür absehbare Zeit erledigt, sondern es auch wirtschaftlich schwer geschädigt, nur eine Revision des Friedensverttags könne die deutsche Wirt- chaft retten. Sehr ernste Sorgen müsse man auch auf sittlichem Gebiet haben. Der sittliche Zu­sammenbruch sei schon wiederholt die ülrsache des Untergangs von Völkern gewesen. Der Red­ner geißelt das äleberhandnehmen des Alkohol­genusses und des Zigarettenrauchens der Jugend, die Verbreitung Der Schundliteratur und des Schmutzsilms. Das Verbrechertum sei in er­schreckender Zunahme begriffen und Die Irren­häuser füllten sich Eine gesunde Jugend sei allein die Hoffnung eines Dolles und deshalb gelte es. Den sittlichen Aufbau in Angriff zu nehmen. Der Redner erntete anhaltenden Beifall. Den Schluß bildeten Lichtbilder über den Friedens- vertrag und seine wirtschaftlichen Folgen.

Zur Äögak - sind verpflichtet: J lalle im zeichneten dauernd o den selbst (Deutsche t

2. s-mÄche Reich zu 1 Hinan;

Finanzämle derbe betre üben oder 1 . halb des Fi sen mit L frühere Sie ., . erhalten, ltocit die vorsteh 'EnnF-inanM fotoeit sie im ft dieses Jt IchusHahre «IM lblWn von me, i iogen haben,

'6t^rungu !fl^benSen

-LI

HK61 ""d d

aniX c,9e »hLt? »»

MST« ihrerß6er|

tag

.16eM I fjon*

5«*S

£ j dem

. §anze mH

£ ßarbe' Alter von öchl-eider,^ amtiert bat- T Lehrer H-lstns

Starten

' Darms gen der hiesig (ichrheitsorgü « besonders gern Monaten statt, » reiten. Es Hand derung vo" -t Ieichspost und Schwindeleien, . densälschuns au! ii einzelne M b - Diebstchs M!

-le Mglichleit! aus. Es muhte