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Freilassung Ihres Kollegen und die Destra-i sung der Schuldigen.

Die Politik der Iren.

Vermischtes

Cork entführt. Wie verlautet wird der LaL«xSE®* Aufmerksamkeit leicht von den Md-rmf einer d°n ihm derfatz.en Meldung D°7s?äd!i?Ze Säsä,,ä*k

Paris. 5. Jan. Nach einer Havasmel- dung aus Washington sollen Spanien Deutschland und Rußland, die an der Frage der chinesischen Zölle interessiert sind, wie man zu wissen glaubt, aufgefordert werden, an der internationalen Zollt om- mission teilzunehmen, die gebildet wer­den solle.

Falsche Hundertmarkscheine. UZon den seit etwa einem Jahre zur Ausgabe gelangten Hundertmarkscheinen der Ausgabe mit dem Aufdruck1. November 1920 sind neue Fälschungen im Verkehr aufgetaucht. Diese fall schen Scheine unterscheiden sich von den echten Schernen durch das von dem echten Banknoten- Papier abweichende Papier, durch unklaren und etwas verschwommenen Druck; ferner fehlt bei den Falschstücken das Wasserzeichen und der Saserstreifen. Der Faserstreifen wird durch den Ausdruck von farbigen Strichen nur schlecht vor­getäuscht, während das Wasserzeichen, wenn es nicht völlig fehlt. Abweichungen gegen die echten Scheine aufzuweisen hat. Die falschen Scheine Und bei einiger Aufmerksamkeit leicht von den

Aus Stabt und Land.

Gietzen. den 6. 'Zan. 1922.

r 7 Der Sommerfahrplan für 1922 ® er Dereinbaru g zwischen den eu­

ropäischen E s.-rbahnvercoaltu gen auf der in e - nationalen Fahrplankrnserenz in Bern am l. Zuni wieder in Kraft treten, während der bisherige Fahrplan bis 31. Mai in Kraft bleibt unter Berücksichtigung verschiedener kleinerer Aon- deru-ngen vom 1. April.

* Die Fahrpreisermäßigung für Kriegsbeschädigte, nach der die Kriegsbeschädigten, die nach der Art ihrer Verletzung die Reise sitzend zurücklegen müs­sen, in der 3. Klasse der Personenzüge mit Fahrtausweisen für die 4. Klasse befördert werden, wird jetzt nach einer soeben erlassenen Verfügung dahin erweitert, daß diese Er­mäßigung nicht nur für die Reisen auf Ein­zelfahrkarten gewährt werden wird, sondern auch auf Reisen mit Zeitkarten.

Saturn: Amsterdams Brüstel/LnU Ehristimia Kopenhagen

, Stockholm.. hckfmgforS. Italien.... London ... Aeuhork... Paris .... Schweiz. t. Spanien ... Dien kaltes) 9eutfc&«Oefcr $rcg......

Budapest.... Buenos Aires Bulgarien... Konstantinopel

Gsrichtssaal.

ra. Hohensolms, 5. Jan. Die Gerichts» tage für das Hohensolmscr Land werden im wie folgt abgehalten: Am 23. Januar. 13 Marz, 1. Mai, 19. Zum. 25. September. 30. Ok­tober und 11. Dezember.

London, 5. Jan. (WTB.) Dostern nach, mittag wurde in Dublin der Sonderbe­richterstatter derTimes". als er sich gemeinsam mit anderen Journalisten in einer Kolonialwarenhandlung befand, von drei Männern, die ihn mit Revolvern bedroh­ten, in einem bereitstehenden Kraftwagen nach

e^flelnöeti < ""c. ^m6 ncXne"nin & lit e3v

** Spenden für Bedürftige.Don zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt: Zum Weihnachtsfeste hat eine größere Anzahl hie­siger Firmen in höchst dankenswerter Weise namhafte Spenden in Kleidungsstücken, E>e° brauchsgegenständen und Lebensmitteln zur Verteilung an Arme zur Verfügung gestellt. Es sind neben einigen, die ausdrücklich gebeten haben, nicht genannt zu werden, folgende- Karl Schwab, Delikatessen, W. Herbert, Schuhwarenhaus, L. Süß, Schuhwarenhaus,' W. Benner. Schuhwarenhaus. H. Käß Bachs., Friedrich T e i p e l, Kaufhaus Katz, Bahnhofstraße, Karl Horn, Marktstraße, Meyerhofs u. Goßlar, Jul. Schulze, Ludwig Stern, Bahnhofstraße, Rob. Haas Nachf., L. W. Plank, Neustadt, Franz Bette, Friedrich Levermann, Louis Treff & Co., W. u. G. Sch u ch a r d, Fried­rich Loos, Salomon & Co. Die Gaben ind vor Weihnachten an die Bedürftigsten verteill worden und haben manchem eine Wcchnachtsfreude bereitet, für den das Fest onst keinen Lichtblick bedeutet hatte. Den Spendern gebührt Dank und Anerkennung.

** Stiftungszinsen aus dem Der- machtms der Siegmund Heichelheimschen Ehe­leute gelangen am 27. Februar in Gaben nicht unter 100 Mk. an in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige Personen zur Ver­teilung. Anmeldungen nimmt das Städtische Wohlfahrtsamt bis spätestens 15. Januar ent­gegen.

London, 5. Jan. (WTB.) In einer Kundgebung richtet Devalera dis Auf­forderung an das irische Doll, seiner natur- t Nchen Sehnsucht nach Frieden nach einer so langen Spannung zu widerstehen und erklärt: / Wenn ihr nachzebt, so werden alle Eure Opfer umsonst gebracht sein. Die Presse ist keine ' nationale Presse, sondern verrichtet Feindes­werk; sonst würde die das Voll vor der ihm drohenden Gefahr warnen, anstatt der Sach­lage Vorschub zu leisten. Devalera bittet das irische Doll, sich nicht in eine Ent­scheidung stürzen zu lassen, für welche dte kommenden Generationen chm fluchen wür­den. Man verlangt von Euch Euere Zustim­mung zu einem Vertrage, der die britische Macht in Irland festlegt, und zwar nicht wie früher, durch einen Euch aufge­zwungenen Parlamentsakt, vielmehr verlangt man von Euch, daß Ihr Euch, indem Ihr Euer Ehrenwort abgebt, mit Eueren Händen bmdeü Zum Schlüsse entwickelt Devalera eine von chm vorgeschlagene Lösung.

®ub'in 5. San. (WTB.) Bach einer veröffentlichte Devaleraeinen

- . " 6 S a n t r a g z u m e n g l i s ch-

i r i s ch e n D e r t r a g der sieben Klauseln, der verschiedene Zusätze enthält. Diese Klauseln smd zum großen Teile identisch mit den ent- sprechenden Klauseln des in London unter- ?ef?JetcIL Vertrages. Die Hauptunterschiede bestehen darin, daß der Treueid und jede De- zugnahme auf A l st e r im Text des vorges^lagenen Dertrages ausgelassen sind. Der Vertrag erkennt aber den König als Haupt des Staatenverbandes der britischen Commonwealth, mit dem Irland in den 2In- aelegenhetten von gemeinsamem Interesse zu- sammenwirken werde, an. Der Vertrag gesteht keinem Teil Irlands das Recht zu, von der obersten Autorität des irischen Parlaments ausgenommen zu werden, gewährt aber Rord- u-land Vorrechte und Garantien, die nicht we­niger wesentlich sind als die im Londoner Ab­kommen vorgesehenen. Er billigt der e n a - lisch en Seemacht gewisse Befugnisse in Irland zu, wie sie ähnlich im Londoner Ab- kommen v^gesehen sind. Er enthält schließlich dieselben Bestimmungen betreffend die Be- sch?nkung der irischen Truppenstärke mit der Zusatzbestlmmung, der zufolge es Irland un­tersagt ist, ohne Einwilligung Englands und der anderen Dominions Unterseeboote zu

Aus dem Reiche.

Eine Mmisterkonferenz.

Verl in, 5. Zan. Wie das .Berliner Tage- blau hort, wird im Laufe des Monats Zanuar eine K o n f e r e n z M i n i si e r p r ä s i d e n- ten aller deutschen Länder beim Reichskanzler zusammentteten. Die Konferenz wird sich mit der gesamten innen- und außenpolitischen Lane beschäftigen. u

Bus der Berliner Stadtverwaltung.

.. Ve Hin, 5. Jan. (WTB.) In der Ber­liner Stadtverordnetenversammlung wurde der bisherige Stadtverordnetenvor- her Caspari (Deutsche Volkspartei)als Kandidat der Bürgerlichen Parteien mit 110 üon 217 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Franz Krüger (Sozial­demokrat) erhielt 103 Stimmen. Bei der dar­auf folgenden Wahl des ersten stellvertreten- den Vorstehers ergab sich Deschlußunfähigteit, so daß die Versammlung vom Vorsteher ge­schlossen werden muhte.

Verkauf derOstsrezeitung«.

Dlättermeldungen aus Stettin zufolge ist das Hauptvrgan der Demokratischen Partei in Pommern, die StettinerOstseezei. t u n g mit dem Grundstück und der Druckerei an ein Konsortium der Deutschen Vollspartei verkauft worden.

Aus dem Reichswirtschaftsrat.

Berlin, 5. Zan. (WB.) Der wirt- schafispolrtische Ausschuß les vv läa- FUen Reichswirtschaftsrats nahm cin- liunnug er e.i Gesetzentwurf über die Eri.ebuna der Abgabe bei der Ausfuhr von Waren an. Mit neun gegen acht Stimmen wurde ferner Brbeitgebervertretern eingebrachter -2u)anL'e: ui'g5anti'ag zum Gesetzentwurf ü er die -2Iulie,eiu g von Ausfuhrdevisen angenom- *,'cc Gesetzentwurf Über die unmittelbare Urfaffu -g von Aussatzrderi en für Repai allons- letslungen wurde mit neun gegen acht Stimmen angenommen.

ß Zehört das Rad? Bor etwa

ein Fahrrad in einer hiesigen Wirtschaft untergestellt, ohne daß es bis jetzt abgeholt worden ist. Das Rad ist ohne Fabrik- marke und trägt die Nr. 161648. Es handelt sich um ein gebraustes Fahrrad mit schwarzem An- u? noch brauchbarer Bereifung, Freilauf mit Rücktrittbremse; das linke Pedal hat einen Rennhaken die Lenkstange sehr schlechte braune Grtffe teils mit I.olierkand umwickelt Am La- ternenhalter befindet sich der Halter einer Laterne Am Rahmenbau ist eine Fußpumpe MarkeGeka Moment MigeschnaNt. Sachdienliche Mitteilung nrmmt die Kriminalabteilung entgegen.

* M i t der Bekämpfung der Schnaken durch Ausbrennen der Keller und ähnlicher Gelasse wird in den nächsten Tagen begonnen. Am gründliche Arbeit leisten zu können, ist es notwendig, daß alle Haus­besitzer und sonstigen Verfügungsberechtigten den Zutritt zu ihren Kellern zu diesem Zweck gestatten.

, " 3m Lichtspielhaus in der Bahn­

hof st r a ß e wird augenblicklich der Prunkfilm .Herzogin Satanella" vorge'ührt. Man bekommt neben einer Reihe stimmungsvoller Na­turaufnahmen und gut gestellter Massenszenen eine wirklich spannende Handlung zu sehen. Lucie Dorame spielt in der Titelrolle gleich fesselnd die Herzogin Nella Oelonia, die Geisha Chiu-san die Marquise Frucapld und die schöne Cminah. Der Silm lauft bis einschließlich Sonntag; ein Besuch des Theaters kann empfohlen werden.

Vornotizcn.

3m sozialpolitischen Ausschuß des Reichswirtschastsra e3 wurde bei der Beratai a über das Arbeitszeitgeseh ein von Ar- beitgb.rie.te eirg brachter A.itrag toller fcr- 2vcg\ru g m g ich t bald Gesetz­entwürfe für die in das Gesetz nicht eingeschlos- leren Kat.-Folaen. insbesondere für geire büche Angestellte, v.rlege, mit 15 gegen 15 St.minen angenommen. Bon frn Arb itnehmervertretern tourie erklärt, daß ih ei nach Annahme d.e'es Antrages die writere Mitarbeit nicht möglich er­scheine Ein Qlntrag auf ckleberweisung des Ar- beitgeberantrages an das Plenum wurde von dem Ausschuß abgelehnt, welcher so.ann beschloß zur Kla u.ig frr stritt.gen Fragen eine zweite Be° ratung vorzunehmen.

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tinb Sdfiule.

>< Wieseck, 5. -Zan. Beim heutigen Schul­beginn wiesen alle Schulklassen solche Lücken auf, daß man beschloß, den Unterricht wegen rSri?Pe Zunächst noch bis nächsten Samstag einschließlich auszusetzen. Bon einem Rack- losten der Epidemie ist hier noch nichts zu merken

ta. 03 on öcr unteren Qabn, 5. Jan. Auf Anregung von Kreisfchulmt 3unq hat daS land- ich? S o r t b i l d u na s s ch u k w e s e n an der un­teren Lahn in der Weise eine Umgestaltung er­fahren, daß man benachbarte Dorfgemeinden zu einer Fortbildungsschule vereinigt hat Der -Unter* lahnkreis mit seinen 83 Ortschaften ist jetzt mit zehn solcher Schulzusammenschsüsse restlos ei-f.'.ßt Es handelt sich um dreiklassiae oder zweillassige Schul­systeme. die in Diez, Niederneisen, Hahnstätten Katzenelnbogen. Kördorf. Sinnbofen. Schweig­hausen. Nassau. Holzappel und Balduinstein ihren Sitz haben, und in denen die landwrrtschiftlich be­schäftigte Jugend biL zum 18. Lebensjahre in drei Winterhalbjahren von vier, fünf oder sechs °eBr» fräften unterrichtet wird. Der Llnterricht findet zweimal in der Woche statt und ist durch Kreis­statut geregelt.

_ fhington. 5. Ian. (Durch Funklvruck,) Das Kongreßmitglied Britten brad^e dnen borgen!C-?; tn Sarblng aufgefordert wird, auf . Abrüstungskonferenz die sofortige Zurück- D - u tUtd,9r nn\eraVHtrten:Ert,pCnau4 v ld) La n-b, 5U beantragen. Britten erklärt ba& dadurch iahrllch 1 2 5 M i l l i o n e n D o l- !» slAC oar* .uoerden konnten und Deutschland in die Lage verhetzt wurde, diese Summe zu Re­parationszahlungen zu verwenden.

- , Reinigung der Fußsteige von Schnee und Gis. Das Polizeiamt macht die Eigentümer von an die Straße grenzenden Grund­stücken erneut auf dte ihnen obliegende Pflicht der Reinigung der Fußsteige von Schnee und r£ ullfmerisam. Der frischgesaltene Schnee ist alsbald nach Beend.gung d^s Schace a[I3, und fcenn dieser während der Nacht ftattgejun.en t>at. längstens b.s 8 llhr vormittags von dem Fuß- ste.g zu entfernen, und 'zwar muß der Fußsteig M seiner ganzen Breite bis zur Fahrbahn schuee- frei gemacht werden. Bei forcktauerndem Schnee- falt ist diese Reinigung so olt als nötig zu wieder- pt>Ien. Wenn auf den Fußstngen Glatteis oder infolge aiidauernden Sch^ieefal.s, F oste.nwir u a oder aus sonsttgen Ursachen Schn.e- uno Es- buckel sich geb.loet haben, so daß die Fußsteige schwer zu begehen sind, müssen freie in einer ^>^lte von mindestens einem Meter mit Sand. Kies, Sägemehl oder anderem geeignetem Ma- tcrial ausgiebig bestreut werden. Das Aus- streuen von Achällen, Schlacken oder sonst un­geeignetem Material ist verboten Nach einge­tretenem Tauwetter sind die Fußsteige unter Ber° me.burg von D schad gungrn gründ.ich z i re n - tft du buchten, daß nach den Bor- schrlften für den Verkehr und den Schuh der sta,.ck.schen elektr schen Straße .bahn Schnee und A^./uf das D..H planum oder dicht an das ^iciS nicht abgeworfen werden dürfen. Die Po­lizeibeamten sind angewiesen, den Befolg zu über- touwen und nötigenfalls Strafanzeige zu erheben.

In eine Lawine geraten.

3nnöb ruck. 5. Zan. (WTB.) Im Wat­te? t h a l einem Seitental des unteren Imitate? fino fünf Touristen in eine Lawine ge­raten. oirei konnten sich selbst aus dem Schnee herausarbeiten und einen dritten Kameraden alterbing« nur ate Leiche, bergen. Don Inns- b»uck ist eine Rettungsexprdition abaeqanqen ^UrL? 1 L<D -l, tecrtGl1 schwe r Bergstürze gc- meXbet, die indessen feinen Schad en angerichtet

©ine deutsche Note nn den Wiede rhcrftel.ungsansschnft.

Derlin. 5 Ian. (Wolfs.) Wie wir erfahren, hat die deutsche Kriegslastenkommission am 4. 1. abends der Reparationskommission eine Rote übersandt. Darin wird die Uebermittlung non Material zu den von der Reparationskommis­sion m der Rote vom 2. 12. 21 aufgeworfenen Fra­gen angekündigt. Im übrigen wird die Annahme ausgedrückt, daß mit Rücksicht auf den Zusammen­hang öer in der Note der Reparationskvmmission vom 16. 12. gestellten Fragen mit den den Gegen­stand der Besprechungen des Obersten Rates bil° benben Angelegenheiten die deutsche Regierung auf keinen Widerspruch st"ßen werde, wenn sie sich gegenwärtig weiterer Aeußerungen zu diesen Angelegenheiten enthalte.

wen -ni L Villior > «3 «»er l®1 MDid« #1.3«" «iE! ,920. u Arinchrung Leistung V"

Derli mu»gsbu sprach nicht ßiunö dcri nung der De fegtnn zeig' Mäßigkeit in vatpudkikuin. -Abschläge i zeigte, auch zunelMcn Kausaaträgr die Untern« politischen > laadsmeldui nc5. Der W non Der Iers rheinisch'ives derStillegun 3m allgemci bei schlvanke das Ueberge im Zusaminc! pjsenlurse waren vorzu markt bliebe! sich bei feste!

st Oberseemen. 4. Ian. Hafer Orts- ^)ltll.cher wurde auf seine Meldung nach Bosenherm bet_ Bad Kreuznach verseht. Pfar er ilber 15 Zähre hier zum größten Degen tätig unb erfreute sich i-f^lge seines ireund- lichen Wesens allgemeiner Desie'ttheit; die Ge° memde sieht ihn infolgedessen nur ungern scheiden.

Butzbach. 4. Zan. Die Oberlehrer Matt' Werner, Adolf Eloh, Dr. Friedr. Decker und Hugo Steinhardt wurden zu Stu- Z>ienräten ernannt

. Hcsscn-Nassan.

Hanau, 5. Zan. Als am gestrigen Mor- gen tur^ vor 7 cklhr ein in der Hessenstrahe woh­nender Bijouteriefabrikant sich von seiner Woh­nung zu der Haltestelle der Elellrischen Straßen­bahn in der Frankfurter Landstraße begeben wollte, wurde er. demHanauer Anz." zufolge, von zwei Wegelagerern überfallen* bie versuchten, ihm die mitgeführte Handtasche zu entreißen. Die beiden Kerle hatten sich an einer ihnen für ihre Zwecke besonders günstig erf^eincnben dunklen Stelle ausgestellt. Als der Fabrikant ahnungslos an ihnen vorüberschreiten wollte, wurde ihm eine Hand voll Pfe fer ins Gesicht geworfen, dann mit Fäusten auf ihn ein- geschlagen unb versucht, ihm die Handtasche zu entreißen in der Wertsachen vermutet wurden Der Lieberfallene verlor die Geistesgegenwart aber setzte sich kräftia zur Wehr und rief laut um Hilfe. Als durch Die nicht ungehört rre» bliebenen Hilferufe sich Leute der Lleberfallstelle näherten. ergriffen die Wegelagerer die Flucht Ihren Zweck, dem Fa^ikanten die Handtasche zu Mtrcikcn ernsten fie nicht, wohl ging MS Schloß derselben durch das Hin- und HerzeiTren in krümmer und es fielen ei iige Paketchen aus der Dascha auf die Straße, aber 'vegen der Eile zu der die Burschen durch das Herannahen von Passanten getrieben wurden blieben diese un- k d<let llegeii. Leider sind die Täter im Schutze der Dunkelheit unerkannt entkommen.

Komerenz reinem OöetreL Niemals würden Mi­nisterpräsident Theunis und Außenminister Za s per nach Brülsel zurücklehren mit der amputierten belgischen Priorität; denn das würde ein budgetäres Defizit von mehr als 800 Mil­lionen Goldmark barftellen. Man könne also einen Deutschland zu bewilligenden Ausschub nur annehmen mit der Gewißheit einer möglichen Mobilisierung eines Teiles der deutschen Schuld. Wan müsse Ersah finden für die Zahlungen, auf die das belgische und französische Budget ver­zichten mühten. Das fei nur mit Amerikas Beistand möglich Der Berichterstatter glaubt deshalb folgende Formel aufstellen zu können: Keine Revision der nächsten Zahlungsbestim­mungen ohne Belgien, aber Belgien weigert sich; keine Revision des Reparationssystems ohne Amerika, und Amerika ist abwesend. Einen Aus­weg glaubt das Blatt gefunden zu haben, tvetzn man den Gedanken der absoluten Priorität des Wiederaufbaus der verwüsteten Gebiete wieder aufnehme, wenn also der reine Wiederaufbau mit einem Kostenaufwand von an­nähernd 50 Milliarden vorangestellt und weder Pensionen noch sonstige Zahlungen in Betracht kommen würden, bevor diese Ausgabe beendet sei. Eine derartige Aufforderung würde notwendiger­weise die vollkommene Umgestaltung des augen­blicklich geltenden BerieilungssystemS nach 'sich ziehen. Natürlich wünscht das Blatt in Verbindung damit ein Deutschlandaufzuerlegendes Kon trollsystem. damit sowohl das franzö­sische wie d-s belgische Parlament diese Losung annchmen. Ferner habe dieses Programm aber auch den Vorteil, daß England Deutschland von einem Tell seiner Schuld befreie, und daß Amerika unter diesen Llmständen sich vielleicht bereit er­klären werde. an zukünftigen finanziellen und wirt­schaftlichen Konferenzen teilzunehmen.

Die Washingtoner Konferenz. Ci,-c Wnrcflitng auf Znriickzichuuq brr -truppen a»S Deutschland.

1 len. Denn nur wenige dichter wird es geben, Dte ' >° tiefer ääeberzeugungskraft vortragen, die

' «L l? muerec Beseelung aus ihrem Dichten und : Schaffen vorlesen, wie Paul Keller. (Siehe heutige ' Anzeige.) 11

Von demVorstanddeöDemo- statischen Beamten - Ausschusses wird uns geschrieben: Am Montag. 9. Zanuar spricht im Hotel Großherzog Reichstagsabae- ordneter Schuldt aus Berlin über Be­amtenfragen. Der Redner wird hauptsächlich die Verabschiedung des Ortsklassengesetzes den Stand der Beratung über das Beamten- rätegesetz, die Verhandlungen über die Teue­rungsfrage und die Frage der Entstaatlichung der Eisenbahnen behandeln. (Anzeige folgt.)

Eine Versammlung der selb­st ändigen Schneiderinnen des Kreises Gießen findet am Sonntag, nachmittags 2Vs Ubr imE.fe bahn-H.tel H p.eld' ftßtt.

Der ©Dang. Arbeite rS? rein ver­anstaltet am Sonntag im Markussaal (Kirch- flrafje) feinen ersten diesjährigen Vortrags­abend. bei welcher Gelegenheit Prof. Ko ob einen L i ch t b i l d e r v o r t r a g mit Gsperirnen- ten über die Sternenwelt halten wird. (Siehe Anzeige.) /

Ein Dibelturs wird Loberstr. 14 in Ler <^it vom 8. bis 10. Zanuar überDie Host- nung der Gläubigen nach 1. Petri 1" gehalten. (Siehe Anzeige.) -

Landkreis Gietzen.

Großen-Buseck. 5. Zan. Heinrich etn Kriegsveteran von 1866 und 1870/71, ist im hohen Alter von 80 Zäh­ren gestorben.

Ä ©roßen-ßlnben, 5. Zanuar. Dte Hessische Landes-Wanderbühne gibt am 12. und 13. Zanuar in der hiesigen Turn­halle ein Gastspiel für die Orte Großen-Linden

Klein-Linden, Watz nbDrn*0tein'.erg' Auch die benachbarten preußischen Orte Lühel- Iinöen, Hornsheim und Hochelheim sind dazu eingeladen. Zur Aufführung gelangen am Don- nergtag abend 8 AhrDie Laune des Ver­liebten" undDer zerbrochene Krug", Freitag nachmittag 3 ^IhrRumpelst.lzchen" als Kinder­vorstellung und abends 7 älhrDte Räuber" z_\ Weitershain. 5. Zan. Der Weiß- bindermeister Bachmann vek u.te seine § Df- re i t e nebst Grab- und Grasganen für 40200 Mark.

Aus Hessen»

Urlaub der hess'.schen Beamten.

Der Hessische Beamtenbund hat an das Staatsministerium in Darmstadt den Antrag ge- iür die Länge des Erholungsurlaubs der Beamten das Lobensaller berf lben maß- gebenb fern müsse. Beantragt werden für Beamte big zum 30. Lebensjahr 3 Wochen, bis zam 45 4 Wochen, vom 45. Zahre ab bis zu 6 Wochen und zwar ohne Llnterschied der Gehaltsllasse. '

Tages kalender für Freitag Stadttheater. 7 cklhr:Hedda Gabler". Astoria- Lichtspiele. ab heute bis einschiießlich Sonntag- Ter geheimnisvolle Dolch" und Der letz e Jober.bauS. - Lichtsp elhaus, Bahrhosstraße, b eaJ i c üd) ntag: Herzogin Satanella" undTime is money".

Dichter-Abend: PaulKeller Die Literarische Gesellschaft hat für nächsten Mittwoch einen Dichter nach Gießen eingeladen, dessen Namen nicht nur überall bekannt fein wird, son- bern der auch in unserer Stadt eine große Leser- char sein eigen nennen darf. Der Dichter ist ge­boren 1873 zu Arnsdorf, lebt in Breslau, wo er als Herausgeber der ZeitschriftDie Bergstadt"

Von seinen Werken sind zu nennen:Gold und Myrrhe", eine Erzählung,Waldwinter", ein Heimatroman, ebenso wie sein BuchHeimat". In seinemSohn der Hagar" schuf er einen sozialen -Roman von tief empfundenen Lebensbildern.Die alte Krone" ist hier ebenfalls zu erwähnen. Wo er dem Märchen huldigt oder ein Idyll ausmalt offenbart er sich als Meister, so in feinem Prosa- idhllDas letzte ONärchen". In denFünf Wald­städten" hat der Dichter 10 Novellen, die oft von schlichtem, sonnigem und köstlichem Humor über- sprudeln, vereinigt, ein Buch für Menschen die jung sind, wie der Dichter das Büchlein bezeichnet Zum Schluß sei auch noch von seinen Werken sein Sankt Hubertus"' genannt, dessen Humor in das tiefere Leben greift. Der Dichter gehört zu den feinsten Stimmungspoeten und besten Humoristen oer Gegenwart. So sand er auch bei seiner letzten Vortragsreise, die ihn im Herbst vergangenen Wahres nach der Schweiz, Tirol und Süddeutsch­land führte, überall begeisternde Ausnahme und Verehrung. In München, Augsburg und Tirol war der Zustrom seiner Verehrer und Freunde so uwunu «rvy, daß viele keinen Einlaß mehr finden konn- haben