Ausgabe 
5.9.1922
 
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Kurs

2,10

,90

5. 9.

Schweizer Franken

Wechsel auf

100 FI.

Hühneraugen LA

und harte Haut JßFeyy

Berliner Devisenmarkt.

Geio Brief Geld Brief

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

-,07

1,07

4425,55 60,08

488,12 750,95 640,80 174,22

1170,- 1028,-

2750 - 1550,- 1120,-

789, - 1150,- 1160,-

620,- 479,-

80,25 1175,-

4968,75 61,47

528,32 848,90 696,10 192,75

4981,25

61,52

529,67 851,10 697,90 193,25

(Stuten Preise als sie Spesen

Bud-Eifenw.-Akt 1390,

D.-Luxemb. Bergtv.. 2250,

1,90 4414,45

59,92 486»87 749,05 639,20 173,78

Holland. . . Deutschland Wien . . . Prag . . . , Paris. . . < London .. Italien . . , Brüssel . . . Budapest. Neuyork. . Agram . . Warschau .

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

117.80

117.80

97.80

23.80

125.40

205.25

0.30 0.0075

17.25

41.20

23.55

23.15

39.50

0.245

525.75

1.375

0,065

2347, - 1350, -

2230, - 2430, - 5150,- 1150

990, 2798,-

1610,-

1160,- 775,-

1125,-

1085, - 640,- 505,-

80,-

1170,-

. . 100

. . 100

. . 100

. . 100

.. 1

. . 100

. . 100

. . 100

. . 100

. . 100

. . 100

Brüssel-Antw. . Christian!« . . .: Kopenhagen .. Stockholm. . . . HelsingforS. . . Italien.....

London .....

Neuyork.....

Paris......

Schweiz..... Spanien. .... Deutsch »Oesterr. Prag......

Budapest.... Buenos Aires . Bulgarien . . , Japan......

Rio de Janeiro

4.9.

-.36 ,17 ,35

-.27

204.95

0.36

0.ÜU75

18.25

40.90

23.49

22.875

38.75

0.225

526.25

1.45 0,065

9 -

liegen um soviel über den Stallpreisen, die nicht unerheblichen Gewichtsverluste und Händlergewinn in sich schliefeen.

Frankfurter Getreidebörse.

langsamem Geschäft erheblichen Äeberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1458 Rinder, darunter 172 Ochsen, 20 Dullen, 1216 Färsen und Kühe. Ferner 212 Kälber, 60 Schafe und 1192 Schweine. An Preisen wur­den angelegt per Zentner Lebendgewicht: Ochsen 5800- 8300 Mk., Dullen 58007200 Mk., Färsen und Rühe 68008000 Mk. für beste Färsen, 40007000 Mk. für geringe Färsen und Kühe, Kälber, beste Qualitäten 80009000 Mk mitt­lere Qualitäten 70007800 Mk., geringe Quali­täten 65007000 Mk., Schafe 47006200 Mk., Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 10 000 bis 12 500 Mk., von 80100 Kilo 13 000 bis 14 000 Mk., von 100120 Kilo 14 00014 800

Sept. Unsere willigten an weder zu den )en Alterchilfe. ie Summe von die Instand, nheims, M der Stadt über. 10000 X und lanlenschwestern

1.9

77.50 215, 425,-

87,- 660 513,- 350,- 355,- 615, 465, 376,- 342,-

2.9. -.40 ,20 -.38 ,31

cd S

Handel.

Die offene Handelsgesellschaft Gebrüder Löb, Lackfabrik in Gießen ist in eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 12 Mill. Mk. umgewandelt worden. Als Direk­toren sind die seitherigen Inhaber, Meier und Ferdinand Löb ernannt, als stellvertretender Di­rektor Edmund Scharlinski. Der Aufsichtsrat be­sieht aus den Herren: Dankdirektor Wild in Frankfurt a. M. als Borsitzender des AufsichtS-

4.9.

77.50 225, 430,-

78,- 690,- 519,- 345,- 340,- 630,- 465, 355,- 335,-

2250*- 1305 - 2200 -

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Aeuhork . . Paris. . . .

Dtsche. Dereinsbant 230.- 226.- Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Marl, von 120150 Kilo 14 00014 800 Mk., Fettschweine über 150 Kilo 14 00014 800 Mk., und Eber von 11 00013 000 Mk. Die

Fr. Sl. Kr. Kr. Kr. Kr. Sh. $ Sr.

Mk. Kr. Kr. Fr. £ L. Fr. Kr. r Kr. Kr.

4.9.

77,50 225,- 435

87,- 687,- 520,- 340,- 340,- 610,- 465,- 375,- 340,-

Datum:

5°/,Dtsch.Krieasanl. 4°/aDtsch. Reichsanl. 3" oDtfch. Reichsanl. 4"/0 Preufe. Konsols Hamburg-Paketf.. Norddeutscher Lloyd Comm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Bank. . . Mitteld. Creditbank. Nationalbank f. D. . Boch. Gußstahlwerke

1.9.

77,50 220,- 430,«

83,- 655,- 510,- 350,- 355,- 640,- 476,- 375,- 345,-

2295* 1300,- 2190, - 2350,- 4800,- 1080,-

980,- 2625,- 1080,- 1100,-

790,- 1100,- 1055, w

514,-

490, - . 84,-

1100,-

Gelsenkirch. Bergw.. 2425, - 2475, Harpener Bergbau. 5109,- 4950,

Züricher Devisenmarkt.

4 9.

Kursveränderungen fest.

Frankfurt a. M., 4. Sept. Börsen- stimmungsbild. Die Umsätze in Devisen waren im vorbörslichen Verkehr bescheiden. Benz lagen 680. Gebr. Fahr 810, Montanpapiere nnefcn behauptete Tendenz auf. Chemische Werte stellten sich vorwiegend fester- besonders Anilin­papiere. Elektrizitätsaktien lagen uneinheitlich. Auto- und Maschinenaktien lagen schwächer. Das Geschäft war späterhin ruhig. Der Dollar wurde gegen 1 Pihr 1500 genannt

Frankfurt a. M.. 5 September 1922.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin

Oberschl. Gifenb.-B. 1080,- Oberschles. Gsenind. 1035 - Phönir-Bergb.-Akt. 2700,- Bad.Anilin-u. Soda 1620, Höchster Farbwerke. 1100, - Allg. Gleltr.-Ges. . . 829, - Selten & Guilleaume 1160, Schuckert-Werke. . . 1160,- Adlerwerke...... 635,-

Daimler....... 488,

4° 0 Hess. Staatsanl. 8j,25 Electron Griesheim 1150,

Fra nkfurt a. M., 4. Sept. Der Beginn der Woche stand noch im Zeichen grober iln- sicherheit bei geringer Geschäftslust. Im Früh- t>erkehr war das Geschäft bescheiden. Man ver­wies auf die Devisenpreise, die, soweit man hören konnte, noch unsicher lauteten. An eine rück­läufige Bewegung glaubt man in maßgebenden Geschäftskreisen nicht. Alte Ernte ist nur wenig am Markt und neue spärlich angeboten. Trotz des guten Besuches wollte eine regere Geschäfts­tätigkeit anfänglich nicht aufkommen. Weizen und Roggen lagen still. In Sommergerste waren gute Qualitäten gesuchter, Hafer zeigte behauptete Tendenz. Mais weniger beachtet. Hülsenfrüchte finden andauernd regere Rachfrage, sind aber nur spärlich am Markt. Weizen- und Roggen­mehl lassen festere Preise erkennen, doch herrscht noch Zurückhaltung. Futtermittel scheinen ge­suchter. doch zeigte sich geringes Angebot. Ge­treide, Hülsenfrüchte und Biertreber ohne Sack. Weizenmehl. Roggenmehl und Kleie mit Sack. Preis je 100 Klgr. Alsbaldige Lieferung. Parität Frankfurt a. M. Weizen, alte (Smtej 6000 bis 6200 Mk., neue Ernte 5200 bis 5800 Mk., Rog­gen 5200 bis 5400 Mk., Sommergerste für Brau- zwecke 5800 bis 6200 Mk., Hafer 6000 bis 6300 Mark, Mais Mixed 5000 bis 5200 Mark, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 9000 bis 9400 Mk. bei Waggonbezug ab Mühlenstation, Roggenmehl 6200 bis 6600 Mk., Weizen- und Roggenlleie 3200 bis 3500 Mk., Heu, südd., gut, gesund, trocken, 1800 Mk., Biertreber, getrocknet 3600 Mk. Tendenz: stetig. Kartoffel­notierung: Wetterauer Kartoffeln 325 bis 330 Mark per 50 Klgr., alles franko Frankfurt a. M.

Schluß- Schlub- Schlich-- Schluß Kurs Kurs Kurs Kurs

Datum: 2. September 4. September

Amstd -Rotterd 51935,-5 >065,- 55930,- 56070,- 211 * 9937.55 9962,45 10761,50 10788,50

22247,15 22302,85 24119,80 24180,20 28764, - 28836,- 30861,35 30936,65 35455,60 35544,40 38152,25 38247,75 2845,40 2853,60 3171,- 3179,- 5892,60 5907,40 6337, - 6383, - 5967,50 5982,50 6516,80 6533,20 1348,31 1351,69 1458,17 1461,83 10436,90 10463,10 11375,75 11404,25 25518,05 25581,95 27685,35 27734,65 20699,05 20750,95 22421,90 22478,10 1,94 1,83 1,87

Kirche und Schule.

Laubach, 6. Sept. Ein sehr wohlgelun­genes I u g e n d f e st fand heute nachmittag auf dem Ramsberg statt. Mm 1 Mhr bewegte sich ein stattlicher Festzug. gebildet von sämt­lichen Schulen unserer Stadt, durch die ©traben. Auf dem Ramsberg hielt Herr Gymnasial- direktor Dr. Henk eine Ansprache, worin er in beredten Worten die Bedeutung der Iu° gendfeste ausführte und betonte, dah es gerade in der jetzigen Zeit nötig sei. das) Alter und Ju­gend zusammen arbeit ten und gerne infam für das Wohl des Vaterlandes wirkten. Die neue Zeit stelle neu« Forderungen. Außerdem fanden mancherlei turnerische .Hebungen und Vor­träge von Gedichten und Liedern statt. Besonders gefielen eine Aufführung von Schülern des Fri­dericianum: ..Die Waldsee" und ein Sing­spiel der Glementarklasse der Stadtschule, sowie die ©.abubjngen des Fridericianum unter I Geltung von Herrn Reallehrer Gerhard. Ein Schüler dankte der Stadt für die gewährte Beihilfe, worauf Herr Bürgermeister ] Böhm antwortete und seine Anerkennung über 1 die Leistungen der Schüler aussprach.

a. Ridda, 4. Sept. Am letzten Mittwoch tagte im GasthausZur Traube" unter dem Vor­sitz von Dekan Wiegel-Bingenheim eine Kon­seren z der Geistlichen des Dekanats Ridda. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Referat von Pfarrer Weidner- Ober-Lais über ,,Der Christ im neuen Staat". An Hand von diesbezüglichen Schriftstellern und der luthe­rischen Erklärung des 4. Gebotes wies der Refe­rent nach, dah der- Gehorsam gegen die Obrig­keit die erste Pflichtleistung für den rechten Christen ist. DaS Gedeihen des Staates hängt im letzten Grunde davon ab, ob und in welchem Grad seine Angehörigen von dieser Gesinnung erfüllt sind, die ihre tiefsten Wurzeln tn dem christlichen Pflicbtbewubtsein hat, welches das Dienen als Grundpflicht empfindet. Die Rettung und der Aufstieg unseres Volkes ist darum in erster Linie durch wahrhafte Christen, durch christliche Persönlichkeiten zu erwarten. Da es im Staat keine Könige mehr gibt, haben die Christen die Aufoabe, königliche Menschen zu werden, die in ihrem Kreis anderen Halt und Führer wer- den. Für christlich denkende Menschen must im neuen Staat die Losung heisten: Keine gewalt­samen Erschütterungen unserer jetzigen Staats- grvn&lagen, kein tatenloses Zusehen, keine Gleich­gültigkeit gegenüber dem neuen Staat, sondern aufbauende Mitarbeit am Staats- und Volks­leben. In dieser Losung sollten alle deutschen Christen völlig einig fein. An den Vortrag schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache, bei der im- allgemeinen die Zustimmung zu den Aus­führungen des Vortragenden zum Ausdruck kam.

»* Freie Schulstelle. Erledigt ist eine Lehrer stelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Wenings, Kreis Büdin­gen. Ausreichende Dienstwohnung ist vorhanden.

Turnen, Sport und Spiel.

Gauturnfahrt des Gaues Hessen (D. T.).

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bei Magdeburg ,

o Rieder-Wöllstadt. 4. Sept.' Als I Abschluß seiner diesjährigen Wetturnen hatte der Gau Hessen für den gestrigen Sonntag seine Mitglieder zur Turnfahrt hierher befchieden und damit eine althergebrachte .Hebung aus der Vorkriegszeit wieder aufleben lassen, äleber 450 Turner hatten gemeldet, um gleichzeitig dem Bruderverein der südlichsten Ecke des toeiten Gaugebietes ihre Glückwünsche zum 30. Stif­tungsfest darzubringen. Doch wagten wegen des schlechten Wetters nur rund 300 Sumer Die Fahrt in die schöne Wetterau. Ein stattlicher Fest- zug mit Spitzenreitern in historischen brachten durchzog nachmittags die reich mit Fahnen und Waldesgrün geschmückten Ortsstrasten. Gauver- treter Arthur Pfeiffer (Wetzlar) überreichte unter anerkennenden Worten den G a u e h r e n - Brief an den 1. Vorsitzenden Wilh. Heß, den Kassenwart August Becker und den Zeugwart Karl Müller. Die Frauen und Jungfrauen hatten.einen silbernen Kranz gestiftet, den Frl. Dina Bernhardt mit poetischer Widmung an die Fahne heftete. Der Verein ernannte eine Anzahl Gründer und verdienter Mitglieder zu Ehrenmitgliedern. Die Gauwerberiege geigte her­vorragende Leistungen an dgn Geräten. Gcm.turn- toort Will (Giefeen) verkündete gegen 6 alhr die Sieger Wir geben nachstehend von jeher Stufe die ersten drei Sieger wieder.

Aktive Turner: 95 Teilnehmer mit 66 Siegern 1 Alb. Richter, Tv. Dad-Rauherm, 84 P 2 Henn. Gabler, Tv. Friedberg und Hans Thöt, Tv. Alsfeld, je 83 P. - ^ugendtur- ner (Oberstufe): 81 Teilnehmer mit 63 Siegern.

tjaren wegen Konkubinats angeklagt, wurden stdoch mangels ausreichenden Beweises frei- gesprochen.

Ein Milchhändler aus Watzenborn- 6te in berg hatte im Frühjahr Land­wirten von Grüningen statt des damals geltenden Stallpreises von 5,50 Mk., der als Höchstpreis festgesetzt war. einen Preis von 6 Mk. geboten und auch bezahlt. Beim Verkauf in Giesten hatte er dagegen den Höchstpreis nicht ^überschritten. Zu seiner Entschuldigung führte er an, er sei infolge der enorm gesteigerten Butter­preise in seiner Heimatgemeinde nur noch ganz itmzureichend mit Milch beliefert worden, so dah seinen ihm in Giesten zugewiesenen Bezirk picht mehr habe mit Milch versorgen können. Im Interesse der Versorgung der kleinen Kinder und zur Verhütung einer völligen Stillegung feines Betriebs habe er sich daher zu dieser Mah- nahme gezwungen gesehen, die übrigens lediglich [einen Verdienst geschmälert habe. Er wurde wegen Preistreiberei zu einer Geldstrafe t>on 300 Mark verurteilt, da seine Handlungs­weise ja die Volksernährung nicht weniger ge­fährdet, als eine Höchstpreisüberschreitung beim Verkauf. Denn sie muh notwendigerweise dazu [ühren, dah fein Beispiel Schule macht und in kurzem auch die übrigen Landwirte zu Mehr- [orDerungen veranlasst.

Ein Arbeiter aus Climbach, der jetzt hier wohnt, ist durch andauernden Mühiggang und Arbeitsscheu mit seiner Familie in eine derartige Rotlage gekommen, dah das Armenamt der ©tobt Giesten ihn in erheblichem Maste unter­stützen muhte. Gr verweigerte die Annahme jeg­licher ihm ungebetenen leichteren Arbeiten und verkaufte sogar die ihm mitgegebenen 31 r - beitsgeratschaften. Er wurde deshalb zu rinerWocheHaft verurteilt. Außerdem wird er nach verbüßter Strafe der Landespolizeibehörde überwiesen, die damit die Befugnis erhält, ihn in das Arbeitshaus zu verbringen.

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n 2. Sept 1922. vorigen Qflpr bei lt in München Lener Filins unb ragsuckinde als tfpielhaufes. geliefert wurden, n jedoch nicht ab« af] nicf)t er. fcm» x des Lichtspiel- wegen Betrugs ir zu der Heber- LatbestandsMrk' i, sprach den An« sondere ein jj?« er die Absicht rigenDemögens« acht sei Dem An- Last gelegt vor- rechtigtcn mehrere em Lichtsp'elhack Verfahren MM orderliche Straf» jar. , wei Strafbefehl ^eichsviehfegchen' [ waren, wurden lerwvrsen. Leiterin von hier

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Zur Eröffnung der 3. Tagung des Völker­bundes.

Genf, 4. Sept. (WTD.) Heute vormittag eröffnete die Völkerbundsversammlung ihre 3. Tagung Dis jetzt haben 3 9 Staaten ihr Erscheinen zugesagt, aber man rechnet damit, dah von 51 Völkerbunds Mitgliedern etwa 42 bis 43 Delegationen nach Genf entsenden. Auher Argentinien, dessen Platz auch in diesem Jahre wieder leer bleiben wird, dürften auch einige südamerikanische Staaten und die meisten mittelameiäkanischen Staaten der Versammlung fembletben, darunter auch Peru und Bolivien. Die Gefahr eines Llbbröckelns der si'idamerikani- schen Staaten hofft man in weitesten Kreisen der Delegationen dadurch zu heben, dah man den Vertreter Chiles, Edwards, zum diesjähri­gen Präsidenten der Versammlung wählt. Als aussichtsreichster Kandidat wird neben Edwards Branting genannt. Die Tagesordnung der Völ­kerbundversammlung, deren Dauer auf etwa drei bis vier Wochen berechnet ist, enthält feine besonderen Sensationen, nachdem nach allgemeiner Auffassung die Frage der Aufnahme Deutsch­lands in diesem Jahre nicht gestellt wird. Auch die Gerüchte, dah Lloyd George persön­lich an der Versammlung teilnehmen werde, fin­den noch keine Bestätiggung. Die erste Sitzung er­öffnete wie üblich der Präsident des Völker- bundSrates. diesmal der brasilianische Vertreter da Gama.

Englisch-französischer Notenwechsel in der Orientfrage.

Paris, 4. Sept. (WTB.) Wie das .Echo de Paris" mitteilt, hat die französische Regierung gestern die englische Note über die Orient- frage beantwortet. Sie teilt dem englischen Kabinett mit, dah sie dem französischen Ober- kommifsar In Konstantinopel und dem franzö­sischen Gesandten tn Griechenland die Anweisung geschickt hat, sich der Einladung, welche an die Regierungen von Angora, Athen und Konstanti­nopel ergehen werde, anzuschliehen.

Ehrenpreisen.

Militär-Fußballspieler

gegen Sportclub Gießen 1900.

Durch mehrfachen, längeren Aufenchalt auf I Truppenübungsplätzen ist es dem 15. I n f a n- I terie-Regiment in diesem Jahr nicht mög­lich, eine größere geplante sportliche Veranstal­tung abzuhalten. Äm jedoch der aus Spielern I aller Bataillone zusammengesetzten R eg t s. - Fuhballmannschaft Gelegenheit zum Spie­len zu geben, lud das Regiment den Sport» ctub (Sieben 1900 zu einem Gesellschafts­spiel für letzten Samstag, 5.30 ilbr nachmittags. I ein. Der Sportclub stellte dem Regiment in dankenswerter Weife für dieses Spiel seine ge­samte Platzanlage zur Verfügung und erschien selbst mit der verstärkten Liga-Ersatzmannschaft auf dem Spielfeld. Unter den Klängen der Ka­pelle d«s 1. Bataillons, die zu diesem militär- sportlichen Fest kommandiert war, und nach De- grühung der Mannschaften durch den Regiments- Kommandeur, Herrn Oberst W ö l l w a r t h, nahm das Spiel seinen Anfang. Nach Anstoß durch den Sportclub entwickelte sich sofort ein äußerst lebhaftes und faires Spiel, in welchem die Mi- litärmannschaft mit 1:0 vis zur Halbzeit die I Führung übernehmen konnte. Nach Halbzeit tgn- ben sich die Spieler des Sportclubs besser zu­sammen und konnten kurz hintereinander den Ball dreimal einsenden, woran wesentlich die falsche Stellung des Tormannes des Regiments Schuld hatte. Ein zugesprochener Elfmeter wurde von dem Mittelstürmer B ö 11 i g e r der Militär­mannschaft gut verwandelt. Ebenso gelang es ihm durch eine geschickte Vorlage kurz vor Schluß den Ball noch einmal einzusenden, so dah mit dem Resultat 3:3 die Spieler den Platz verliehen. Die geschickte Kombination der Regimentsmann- , schäft wurde durch äußerste Anstrengung des [ Gegners und die gute Hintermannschaft des öfte­ren unterbrochen. Herdorgehoben zu werden ver­dienen der Tormann von 1900 und der Mittel­stürmer und der Mittelläufer der Regiments­mannschaft. Letztere rissen durch ihr schönes flaches Zuspielen den Sturm der Mannschaft immer wieder nach vorn.

= Hungen, 4. Sept. Am Sonntag nach­mittag fand auf dem hiesigen Sportplatz ein Gesellschaftsspiel der 1 Mannschaft des Ball-, spielklubs Offenbach und'der 1. Platz­mannschaft statt. Das Spiel nahm einen guten Verlaus. Beide Mannschaften gaben ihr Bestes, die Plahelf war jedoch in Technik und Ausdauer überlegen. Es gelang ihr in der 18. Minute das 1., in der 19. Minute das 2. und in der 28. Minute das 3. Tor für sich zu buchen. Auch die Gäste konnten kurz vor Schluß zum ersten Male einsenden, so daß mit 3:1 für Hungen Halbzeit schloß Nach Wiedereintritt schießt die Plahelf in der 5. Minute das 4. und I in der 8. Minute das 5. Tor. Nun scheiterten alle weiteren Anstrengungen an der beiderseitigen guten Abwehr, bis es den Gästen, merkwürdiger Weise wieder In der letzten Minute, gelingt, den Ball zum 2. Male ins Tor zu schicken, so daß das Spiel mit 5:2 für die Plahelf endete.

Frankfurt a. M., 4. Sept. (Amtlich.) Marktverkauf: Groh- und Kleinvieh bei lang­samem Geschäft ausverkauft. Schweine lassen bei

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1. Aug. Langsdorf, Tv. 1860 Dad-Nauheim, > rate, Rechteanwalt Dr. Leopold Katz in Gießen i 97 P., 2. Emil Geismar, Tv. 1846 Gießen, 91 P., als stellvertretender Vorsthender, Bankier Hirsch 3. Willi Gartenschläger, Miv. Gießen, 86 P in Gießen unb Kaufmann Liebmann Bär in Iugendturner (Unterstufe): 123 Teilnehmer Frankfurt a. M. Die Einzelheiten ergeben sich mit 93 Siegern. 1. Willi Beppler, Tv. £kmg- aus der amtlichen Bekanntmachung in unserem Göns, 96 P., 2. Reinhard Haneck,' Tv. Kirch- gestrigen Blatte.

Göns, 90 P., 3. Hch. Fisch. T.- u. Sp.-D. Butz­

bach, 89 P. Faustballspiele: Die Wer- Berlin. 4. Sept. Börsen st immnngs- tung geschah nach Fehlerzahlung. Angenehm auf- bild. Angesichts der noch immer ungeklärten poli- gefallen ist die ruhige, vornehme Spielart. Tv. tischen Lage, die nach den Rückgängen in den Dor- GießenTv. Großen-Linden 22:62; Mw. Gie- wochen auch die Veranlassung zu einem aber- feen Tv. Holzheim 48:49; Tv. ReiskirchenTv. I maligen Anziehen der Devisenpreise bei at'erbl g3 Lang-Göns 49: 53. Sondervolksturnen. I kleinen Umsätzen war, erfolgten an bei Börse nach 6x100-Meter-Stafette: 1. Turnverein Blankoabgaben unb Verkäufen, bic besonders am Wetzlar 1 Min. 19V-, Sek., 2. Tv. 1860 Dad-Nau- I vorigen Freitag zu bemerken waren, heute starke beim, Brustbreite hinter Wetzlar, 3. Tv. Heuchel- Deckungen und Rückkäufe. Im Mittelpunkte des heim. Schleuderball (11 Teilnehmer). Interesses standen dabei Montan- und Valuta- 1. A. Richter, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 36,30 I paptere, bei denen die Kurssteigerungen bis 100, Meter. 2. H. Gabler, Tgm. Friedberg, 33,14 I für eine ganze Anzahl auch bis 200300 Proz. Meter. 3. F. Brandt. Tv. 1860 Bad-Nauheim, I nnd darüber betrugen. Sonst stellten sich die Gr- 32,42 Meter. 400-Meter-Lauf (9 Teil- I Höhungen für die anderen Aktienwerte bis 90Proz. nehmer). 1. R. Kaiser, Tv. Lang-GönS, 55 Sek., und gingen nur für einige wenige Papiere über 2. P. Otto, Mw. Bad-Nauheim, 56V2 Sek., diesen Satz hinaus. Mäßige aber ganz vereinzelte 3. W. Reuhl, Tgm. Friedberg, 57 Sek. Dis- Rückgänge um 2050 Proz. taten der festen kuswerfen (6 Teilnehmer): 1. H. Gabler, Grundstimmung keinen Abbruch. Das anfangs (eb- Tgm. Friedberg, 27,70 Meter, 2. H. Dender, haste Geschäft ließ später etwas nach, die Kurse Tv. Griedel, 25,95 Meter, 3. A. Richter, Tv. I konnten ihre Aufschläge nicht durchweg bc- 1860 Bad-Nauheim, 25,31 Meter. I haupten. Entsprechend der festen Haltung im

Gießener Radsport. Großverkehr ist auch für die zu Einheitskursen

n; n gehandelten Industriepapiere überwiegend mit

1 r2 mi Vp? an der Kurssteigerungen, allerdings bescheideneren ihn-

188 5 hielt am Sonntag mit bem 3tel fange«, zu rechnen. Von festverzinslichen ^Pa-

Karlsruhe sein V ein sm eist e rs ch a f t s 1)leren v-aren alle Auölandrenten wesentlich im

fahren über ^ Kilometer und W. Kurse in die Höhe gesetzt. So namentlich Lingam

b o und Türken um 2300 Proz., Mexikaner um

des Radsports batten sich am Ziel ^"gesun^n, 5QQ Bemerkenswert waren auch die an- ,^r spannenden (Snbtampfe 8U l>altend starken Kurssteigerungen für sämtliche ®ie Ergebnisse der einzelnen Konkurrenzen sind Renten. Etfenbahnprioritäten, Dank-

De^einsmeisterschaftsfahren(zwei l aktien und heimische Renten lagen bei geringen

Kilometer): 1. Aug. 'Deibel, 2. Fr. Keß ter, 3. Karl Reuning, 4. E. Heß, 5. W. Zinfeer, 6. Gg. Zinfeer.

Wanderpreisfahren (20 Km ): 1.Aug. Deibel 28 Min. 51 Sek., 2. Karl Reuning, 3. Willi Zinfeer, 4. Georg Zinfeer, 5. Erwin Wagner, 6. Rieger, 7. Stürz. 1. Seniorpreis: Otto Kompf.

Dam en lan g s a m f a hre n: Omppc A: 1. Frau Gärtner, 2. Frl. Renner, 3. Frl. Friedrich, 4. Frau Haas. Gruppe B: 1, Frl. Paul, 2. StK Spielmann, 3. Frl. Hefe, 4. Frl. Meininger, 5. Frl. Dörner.

Beim Wanderpreisfahren über 20 Km. wur­den durchweg trotz des ungünstigen Wetters sehr nute Zeiten gefahren. Innerhalb 37 Min. hatten sämtliche gestarteten Fahrer das Ziel passiert. Leider mufeten zwei aussichtsreiche Fahrer. E. Heß und W. Von-Eiff, wegen Kettenschaden bzw. Sturz das Rennen aufgeben.

Bei Konzert, Gesangsvorträgen und Tanz I verlebten die Mitglieder des Vereins mit ihren

Angehörigen noch einige gemütliche Stunden auf der Karlsruhe. Die vom 1. Vorsitzenden des Vereins, Herrn Abam Kircher, borgenommene Vreisverteilung bedachte sämtliche Teilnehmer an den einzelnen Konkurrenzen mit sehr schönen