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14. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Ihr wurde sehr unbehaglich zumute.
„Ich komme wegen Herrn Güldewin," brachte mit bedeckter Stimme hervor.
Der Direktor wartete mit der Resignation
— Aus dem Dtadttheaterbureau. Es sei darauf hingewiesen, daß die heutige Aufführung von „Heimat" die letzte Aufführung in der Sommerspielzeit ist und das) die Vorstellung im Winter nicht wiederholt werden kann, da ein Teil der darin beschäftigten Mitglieder mit Schluß der Sommerspielzeit ausscheidet.
— Die Frauengruppe der Demokratischen Partei hält morgen nachmittag auf der „Schönen Aussicht" eine
Die Tante erlitt einen Anfall von Herzklopfen. Sie hatte sich das Bureau, den Herrn Direktor ganz anders vorgestellt, etwa so wie einen Schaubühnenbesiher von der Frühjahrsmesse.
mit nach, da! «t die erste Ml en ist. < i® letzten Gru liah seine Ä
Der Schneezauber war fort. Es war ein häßliches Schmelzen.
Heinz sprang auf die nächste Straßenbahn und fuhr ins Hotel.
(Fortsetzung folgt)
„Sonderbar," dachte er, „i./.l CL?«, 2leone Walldorf stimmt etwas nicht. Sonderbar. Sie soll doch froh sein mit ihrem kleinen, unbedeutenden Talentchcn. daß sie das Schafsgesicht hat
&i€ Weiherede, die in dem Gedanken gipfelte, die Todesgemeinschaft der Gefallenen solle eine rechte soziale Lebensgemeinschaft unter uns stiften. Darin liege allein dec Aufbau der Zukunft. Mit Gebet und Gesang schloß die erhebende Feier.
gr. Röthges, 4. Sept. Ain vergangenen Sonntag wurde das auf dem hiesigen Friedhof errichtete E h r e n d e n k m a l für die im Weltkriege 1914/18 gefallenen Krieger unserer Gemeinde eingeweiht.
tt. Treis a. Lda., 3. Sept. Wie schon vor einiger Zeit berichtet wurde, haben die Quellen unserer Wasserleitung bedeutend an Ergiebigkeit nachgelassen, so daß der Gemeinderat Schritte getan hat, der Leitung weitere Quellen zuzuführen. Es sind verschiedene Projekte ausgearbeitet worden, die aber sehr hohe Kosten verursachen. In einer öffentlichen Dürgerversammlung ergab sich heute nachmittag die einmütige Ansicht, daß der geplanten Erweiterung möglichst rasch nahe getreten werden müsse, um der zunehmenden Wassernot ein baldiges Ende zu machen.
Kreis Büdingen.
)( Ortenberg, 4. Sept. Am nächsten Donnerstag, 7. September, findet in Rohla am Harz ßie Trauung der Prinzessin Mathilde zu Stolberg - Rohla - Orten- berg mit dem Freiherrn Dietz von Thün- g e n statt. Der Kirchengesangverein Ortenberg brachte am vorigen Mittwoch abend seinem scheidenden Mitglied im Schlohhof ein Abschiedsständchen dar und ernannte die Prinzessin zum Ehrenmitglied des Vereins. Das junge Paar wird seinen Wohnsitz im Schloß Thüngen in. Bayern nehmen.
Kreis Schotten.
Wetterfeld, 5. Sept. Es herrscht eben hier ein sehr fühlbarer Mangel an Backsteinen und Ziegeln, da die Ziegeleien in ihren Lieferungen öfter versagen, und infolge Vernachlässigung der Gebäude im Weltkrieg aber viel gebaut werden muh. Deshalb haben hier und in anderen Orten der plmgegend verschiedene Landwirte auf ihren Aeckern eigene Feldziegeleien eingerichtet und bekommen auf diese Weise einen billigen Baustoff.
Heffcn-Naffau.
ra. Biedenkopf, 4. Sept. llnsere Stadtverordneten bewilligten an Hilfsbedürftige, die weder zu den Kleinrentnern, noch aber zu den Altershilfe- empfängern gehören, die schöne Summe von 16 300 Mk. — Desgleichen für die I n st a n d - setzung deS Schwesternheims, das nunmehr in die Verwaltung der Stadt übergegangen ist, den Betrag von 10 000 Mk., und an Gehältern für die beiden Krankenschwestern 20 000 Mk.
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a. Aidd< Ogte im GM Wy von Dekan Mferenz der k, ikidda. 3m 2 P Netti 'bot Hüber „Der Di { pon diesbezügi - Pichen Erklär,
Der Direktor strich sich langsam mit der Rech- über das glattrasierte Kinn.
„Guten Morgen —"
„Guten Morgen, Herr Direktor."
Heinz riß im Vorzimmer Hut und Mantel sich und stürmte davon.
Schöffengericht.
G i e h e n, den 2. Sept. 1922.
Ein Kaufmann bestellte im vorigen Hahr bet einer Film-Verleihanstalt in München die mietweise Lieferung verschiedener Films und bezeichnete sich in der Deotragsurkunde als Eigentümer eines Lichtspielhauses. Als später die bestellten Films geliefert wurden, wurden sie von dem Angellagten jedoch nicht ab- genommen mit dem Bemerken, daß nicht er, son- ern seine Ehefrau Eigentümerin des Lichtspieltheaters sei. Er wurde deshalb wegen Betrugs angeüagt. Das Gericht kam zwar zu der pleber- zeugung, dah objektiv die Tatbestandsmerck- male des Betrugs gegeben seien, sprach den Angellagten aber frei, weil insbesondere ein ausreichender Beweis dafür, dah er die Absicht gehabt habe, sich einen rechtswidrigen Vermögens- vortell zu veftchaffen, nicht erbracht sei. Dem Angellagten war noch weiter zur Last gelegt, vorsätzlich ohneEinwllligung des Berechtigten mehrere Films unberechtigterweise in einem Lichtspielhause laufen gelassen zu haben. Das Verfahren mußte eingestellt werden, da der erforderliche Strafantrag zu spät gestellt worden war.
Die Einsprüche eines Viehhändlers aus Allendorf a. d. Lda. gegen zwei Strafbefehle, die wegen Vergehen gegen das Reichsviehseuchen- geseh gegen ihn erlassen worden waren, wurden infolge seines Nichterscheinens verworfen.
Ein Arbeiter und eine Arbeiterin von hier
eines Verzweifelten.
„Ich bin nämlich die Tante seiner Braut," fuhr Frau Algeier fort, als von seiner Seiten nichts erfolgte. „Hab ich mochte mich mal bei Ihnen nach ihm erkundigen. Nach seiner Lebensführung und nach feinen Aussichten — es ist doch schließlich keine Kleinigkeit — ein solider Mensch ist er ja — aber halt so am Theater — und da dachte ich, Sie wüßten doch am besten Bescheid, und Sie wären vielleicht so freundlich —“
„Dedaure," sprach der Direktor gedehnt mit spitzen Lippen. „Es kann nicht zu den Aufgaben der Direktion gehören, über die am Theater engagierten Mitglieder Auskunft zu erteilen — sei es, an wen es auch sei."
Frau Algeier. wurde feuerrot, dann kreideweiß.
Noch nie in ihrem Leben hatte sie eine solche Abfertigung erlitten. Wut und Scham kochten in ihr zum äleberlaufen.
Der elegant ausgcstattete Raum, der hochnäsige Herr — das war ja ärger als beim Krcisschulinspektor 1
„Dann entschuldigen Sie nur!" sagte sie giftig, 'machte ein Kompliment nach dem Schreibtisch hin und segelte hinaus. Im Vorzimmer suchte sie ihren Regenschirm mit der braunen Krücke unter fünf, sechs anderen mit eleganten Knöpfen und kostbaren Seidenstoffen hervor, fühlte sich von einem Dutzend lachenden Augen in all ihrer ihr» geschicklichkeit beobachtet, rannte durch eine schmale Tür in den Dühnenraum, kam verstört, gedeh- mütigt und blutübergossen zurück.
Ein sehr komischer kleiner Kerl, der aussah wie ein Affe, sagte höflich: „Ditte, gnädige Frau, hier ist der Ausgang," und die ganze Korona kicherte.
Auf der Straße angelangt, setzte Frau Algeier zunächst mal ihren schiefgerutschten Hut recht, blies die Backen auf und fächelte sich trotz der Kälte mit dem Taschentuch Kühlung zu. Dann sah sie sich noch einmal das Theater an. Eine Art Haß gegen das stolze Haus stieg in ihr
Baalsfempel
Roman von Margarete v. Oerhen F ü n f g e l d.
Höhung der Abgabe kommt. Die bisher gi gen Abgabensätze werden noch angewandt: 1. wenn der Antrag auf Erteilung der AuSfuhr- bewilligung vor dem 3. Sept. 1922 an eine zur Erteilung der Ausfuhrbewilligung zuständige Stelle abgesandt worden ist; 2. wenn die Ware
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Aus Stabt und Land.
Dietzen, den 5. Sept. 1922.
Einheitliches Wahlgesetz ffir Gemeindewahlcn und Gemeindeverbandswahlen.
Das von der Regierung und dem Landtag beschlossene einheitliche Wahlgesetz wird in den nächsten Tagen im Regierungsblatt erscheinen. Zu demselben hat das Ministerium des Innern eine Ausführungsanweisung erlassen, die im Regierungsblatt gleichzeitig veröffentlicht wird.
Die Vorschriften über das Wahlverfahren zu den Stadtverordneten-. Gemeinderats- und Gemeindeverbandswahlen (Kreis- und Provinzialtagswahlen) sind in diesem Wahlgesetz zusammen- gefaßt. Der llmstand, daß bisher besonoere gesetzliche Vorschriften für jede der genannten Wahlen galten, erschwerte ungemein die llebersicht und die Handhabung. Die seitherigen Vorschriften waren dabei noch in einzelnen Punkten in Fassung, Inhalt und Form verschieden, so dah sie in der Praxis nicht ganz leicht auseinanderzuhalten waren. Das neue Gesetz hat die in 170 Artikeln in der Kreis- und Provinzialordnung, der Städteordnung und der Landgemeindeordnung zerstreuten Vorschriften nunmehr in 68 Artikeln zusammengefaßt. Dabei hat es die sämtlichen Vorschriften in ein System gebracht, in welchem die verschiedenen Abschnitte des Verfahrens deutlich auseinandergehalten sind. Zu jedem Abschnitt find die allgemeinen Grundsätze jeweils vorangestellt. Dabei wurden einige wesentliche Neuerungen vcrgenommen. Die wichtigste ist die, daß die sämt.. /en Gemeindevertreterwahlen (Stadtverordneten- und Gemeinderatswahlen) mit denjenigen dec Vertreterwahlen zu den Gemeinde- verbänden (Kreistags- und Provinzialtagswahlen) an einem und demselben Tage und in einem Wahlgange stattfinden. Diese Vereinigung bedeutet für die Gemeinden, Kreise und Provinzen eine sehr beträchtllche Vereinfachung, sowie eine große Ersparnis an Zeit, Arbeit und Kosten. Auch für die Parteien und die Wähler machen sich diese Vorteile geltend. Der im Regiermngs- cntwurf enthaltene Vorschlag auf Zulassung der sogenannten freien Listen (bei denen llmnumerie- rungen dec Namen auf den Wahlvorschlägen und Streichungen von Namen gestattet sein sollten) fand nicht die Billigung des Landtags. Das Gesetz schreibt aber die gebundenen Listen vor.
Das Verfahren bei Einwendungen ist vereinfacht, auch sonst ist durch Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung und durch Beseitigung von llnllarheiten seitheriger Bestimmungen dahin gestrebt worden, daß zeitraubende Verhandlungen eingeschränkt und möglichst vermieden werden.
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Da huschte ein kleines Geschöpf ins Zimmer, grün yom Kopf bis zu den Füßen: Hut, Kleid. Strümpfe und alles — gepudert hinter dem grünen Schleier und doch so jung, so kinderjung.
„Walldvrfchen, was ist's nun wieder?" sagte der Direktor in verändertem Ton gutmütig. „Wo drückt Sie der Heine Schuh T
„Ich möchte mal die Maria Stuart spielen." Er lachte laut auf. „Walldorfchen, Sie sind wohl verrückt!"
Die Kleine schlug böse den Schleier zurück.
„Ich hab' die Naiven sattl Wenn man es so ost spielen muß, geht dec letzte Rest verloren! Ich bin nicht naiv! llnd will's nicht sein!"
„So? Seit wann?"
Die Kleine verzog das Mündchen.
„Ich will ernst werden!"
„Ach — ach so - -
Er betrachtete sie fast mitleidig. „Kleinchen, machen Sie keinen llnsinn! Wenn Sie so 'rein- kommen, sehen Sie, mit dem schafigen Engels- gesicht, dieser unbeschreiblichen Sanftmut, diesen Taubenaugen, da seufzt das Parkett vor Wonne. Sie sind einfach rührend. Ja, weih Gott, wie Sie das machen. Ihre Himmelsunschuld macht den tollsten Leutnant fromm. Aber — verzeihen Sie — so was als Maria Stuart — Kleine, die Galerie würde quieken! llnd ich auch! Wer hat Ihnen den Blödsinn in den Kopf gesetzt?"
Die Walldorf schlug die Augen nieder.
„Ich sollte mick an eine größere Aufgabe heranwagen. Ach, oder wenn es die Julia wäre! Nur einmal! ein einziges Mal! Eine wirklich tragische Rolle —"
„Kleine." saate der Direktor ernst, „daraus kann nichts werden. Um Himmels willen, nur nicht tragisch! Ihnen steht es verwünscht schlecht! Ein Heiner, grüngoldener, blitzender Käfer wie Sie einer sind wird nie und nimmer zum Adler! Halten Sie Ihr Stückchen Sonne fest! Lassen Sie sich das von niemand verekeln!"
Die Kleine zog den Schleier wieder über das Gesicht.
„Dann also auf Wiedersehen. Herr Direktor -"
der junge Mensch, der zur Reife erwacht, besonders schwer unter den Einwirkungen des Alkohols. Der in der Entwicklung stehende Körper, das empfindliche erregbare Nervensystem, der ungefestigte Geist und Wille bietet einem solchen Gift, das die körperliche Entwicklung hemmt, und das Seelenleben durch Ausschaltung der wichtigsten Gegengewichte gegen ungezügeltes Triebleben gefährdet, besonders geringen Widerstand.
Hier bleibt der Schule in Aufklärung und Belehrung eine bedeutungsvolle Aufgabe Vorbehalten, und es ist zu begrüßen, daß in Hessen , zur Zeit eine wertvolle Aufklärungsarbeit in den höheren Lehranstalten über die Gefahren des Alkvholismus ihren Anfang genommen hat. Es finden nämlich an allen höheren Schicken Hessens auf Veranlassung des Hessischen Gau- verbandeS gegen den Alkvholismus besondere Vorträge statt, die von dem als Vorkämpfer für alkoholfreie Jugenderziehung und glänzendem Redner bekannten Schriftsteller, Herrn Franziskus H ä h n e l aus Hoheneichen ' bei Hamburg, abgehalten werden. Er hat bereits an zahlreichen Lehranstalten gesprochen und überall wird hervorgehoben, daß der fesselnde und überzeugende, von vielen Anschauungsmitteln und auch Experimenten unterstützte Vortrag seinen Zweck nicht verfehlt hat. Das Hessische Landesamt für das Bildungswesen hat in einer besonderen Verfügung die Genehmigung zu diesen Vorträgen, die in den Schulen an Stelle einer Unterrichtsstunde, in Gießen im Laufe dieser Woche stattfinden, erteckt und die Vorträge warm empfohlen.
So ist zu hoffen, dah durch gemeinsame Zusammenarbeit von Schule, Jugendbewegung und Alkoholgegner die Vorbedingungen für eine durchgreifende Abkehr von Alkoholmißbrauch 1 und Alvkoholunsitten geschaffen werden. — rt.
auf. llnd dieser Haß wurde so stark, dah sie es blindlings verwünsckte, am liebsten die Faust dagegen geschüttelt hätte.
Gleich Darauf erschien Heinz Güldewin im Bureau. Ec las den Probezettel, scherzte mit ein paar Kollegen und hörte eine Weile ihre lustig plätschernde llntechaltung mit an.
„Du, eben war eine hier — das war 'ne Nummer! Jeder Zoll Theatermutter! Ich glaube, sie hat mich für den Assen Konsul gehalten —"
Der Sekretär steckte den Kopf durch die Tür des Vorzimmers.
„Herr Güldewin! Dec Herr Direktor läßt Sir auf 'ne Minute bitten!"
Heinz warf Mantel und Hut hin und verschwand hinter der gepolsterten Tür.
Auf den ersten Blick sah er, daß seinem Direktor etwas quer gegangen war. Sein Gesicht sah so Hein aus, lauter Nerven.
„Hören Sie mal, mein Lieber — Sie müssen Ihre Damen besser erziehen — Sie wissen natürlich nichts davon — aber ich halte es doch für meine Pflicht, es Ihnen einfach zu sagen — um Sie in Zubinft vor solchen Heinen eh — Taktlosigkeiten zu schützen — soben war eine ältere Dame hier bei mir, um Auskunft über Sie einzuholen. Das ist eine Verkennung der Aufgaben einer Direktion —"
Heinz erblaßte bis in die Lippen.
„Das ist mir sehr peinlich, Herr Direktor. Ich hatte, so wahr ich hier stehe, keine Ahnung —"
„Natürlich nicht!" sagte der Direktor fteund- licher. llnd mit einem gütigen Versuch zu scherzen: „Die unvorschriftsmähige Rose neulich — die war Wohl ein Geschenk Ihrer Braut?" Er drohte lachend mit dem Finger.
„O nein, Herr Direktor," platzte Heinz ehrlich heraus.
In derselben Sekunde war sein ganzes Ge» sicht eine Blutwelle.
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Alkoholfrage und Schule.
' Ein erfolgreicher Kampf gegen die Gefahren des Alkvholismus, der in den letzten Jahren eine erschreckende Zunahme erfahren hat, ist nicht zu führen, wenn nicht die Heranwachsende Jugend vor dem Genuß geistiger Getränke bewahrt und frühzeitig aufgeklärt und belehrt wird. Leidet doch'gerade
Ec entfarm sich Der lustigen Streiche, die am Anfang der Saison von ihr erzählt wurden. Wie sie in einem Konfektionsgeschäft auf den Ladentisch gesprungen war, um auszuprobieren, wie ein Backfischlleid aus Weißen Spitzen sich beim Strampeln mit den Deinen ausnehmen würde. Wie sie durch ihre Kouplets und ihr Lachen alles mitrifj. was nur in ihre Nähe kam. Wie sie beim Weihcachtsmärchen als Schneewitichen plötzlich dem kleinsten Zwerg von ihrem Bettchen aus die Zunge herausstreckte — ja, damals hatte sie einen gepufferten Strafzettel erhalten.
Der Direktor lächelte noch jetzt Darüber.
Aber dann war sie plötzlich ernst getoorDcn. ©ie saß nicht mehr im Cafe bis nachts um zwei. Sie Puderte sich nicht mehr so auffallend, llnd sie sprang auch nicht mehr auf die Ladentische.
Dagegen hatte er sie einmal in Begleitung eines jungen Mannes getroffen, dec auffallend gescheit aussah, sehr vornehm, aber fast häßlich.
Er hatte es nicht begreifen können. ilnD dann wieder vergessen.
Diese kleine Aeone! Daß so viele Männer das Gansige lieben! llnd gerade die Klugen! —
Es Hopste.
Der Direktor wurde ungeduldig. Ausgerechnet zwei Minuten vor zwölf. Er hatte gute Lust, Schluß zu machen. Aber man war schon ein- getreten und der Direktor konnte sofort erkennen, daß er es mit einer Persönlichkeit zu tun hatte' die nicht „vom Dau" war.
Er hielt sie für die Mutter einer Chordame und fühlte ein leises Zerren An seinen Nerven.
Gut und solide angezogen war sie ja, aber fürchterlich spießig.
Er bot ihr keinen Stuhl an, und seine ganze Person war ein stummes, nur knapp höfliches, ungeduldiges Fragezeichen.
„Frau Algeier, Lehrerswitwe," stellte die Dame sich vor.
Diese Formel wirkte sonst Wunder in den Heinen Städten rechts und links vom Rhein. Hier versagte sie gänzlich, und Der Herr, dessen ganzes Wesen Frau Algeier an einen halbtoten Fisch erinnerte, flüsterte nur kaum hörbar: „Ditte!"
vor dem 18. August 1922 nachweislich mit fester Preisvereinbarung in handelsüblicher Weise iund mit handelsüblichen Lieferfristen in das Ausland verkauft worden ist, und außerdem bis zum 15. Oktober 1922 ein Antrag auf Ausfuhrbewilligung oder ein Gesuch, den bisherigen Tarif anzuwenden, an die zur Erteilung der Ausfuhrbewilligung zuständige Stelle abgesandt ist. — Bei Ausfuhrgeschäften nach außereuropäischen Ländern genügt es, wenn das vom Käufer innerhalb angemessener Frist angenommene bindende Verkaufsangebot vor dem 18. August 1922, und der Antrag auf Ausfuhrbewilligung oder das Gesuch auf Beibehaltung des alten Abgabensatzes vor dem 30. November 1922 abgesandt worden ist.
** 2i en tnerf ürf or ge. In Der Stadtverordnetenversammlung ist ein dringlicher Antrag eingebracht worden, der Einrichtung eines verbilligten Essens und von Wärm ft üben unverzüglich näherzutreten, um der grenzenlosen Not der Kleinrentner in den nächsten Wochen und Monaten einigermaßen zu steuern.
** Fahrraddiebstahl. Gestern vormittag gegen 111/, llhr wurde ein vor dem Hause Iohannesstrahe 15 auf gestelltes Fahrrad, Marke „Hähnlein", im Werte von etwa 15 000 Mark gestohlen. Vor Ankauf wird getoamt.
Bornotizen.
— Tages kalender für Dienstag: Stadttheatec, 7 llhr: „Heimat". — Palast-Lichtspiele, ab heute: „Va banque", „Charlie Chaplin als Auswanderer" und „Dressur deutscher Schäferhunde".
Zunft ab. (Siehe Anzeige.)
Landkreis Giesjen.
obb. Obbornhofen, 4. Sept Gestern nachmittag fand unter zahlreicher Beteilig mg dec Einwohners chaft Die feierliche Weihe Dev Ehrenmale für die im W e l t k c i e q gefallenen Gliebe c d e r Gemeinde statt. Unter Glockenläuten und Posaunen Hängen bewegte sich ein großer Zug nach dem schön gelegenen Kirchlein. An Dem alten Chor lehnt der 3 Meter hohe Gedenkstein aus Muschelkalk. Nach einem Entwurf von Herrn Geheirnerat W a l b e ist Der Stahlhelm als Sinnbild des Weltkrieges aus Dem Stein herausgehauen. Darunter die Inschrift: „Helden, gefallen im Kampf Deutschlands um Ehre und (Sein, nie wird ihr Name veicklingen, heilig soll er uns sein. 1914—18." Eine sehr schöne geschnitzte Holz täfel in der Kirche, Die von einem Ge- meinbeglieb gestiftet wurde, trägt die 26 Namen Der Gefallenen und Vermißten. Wie ein verwundeter Löwe trauert die Heimat um ihre besten Söhne. Das will der Künstler mit Dem Schnihwerk am Kopf Der Tafel sagen. In diesem Zeichen ernsten Gedenkens stand auch die ganze Feier. Sie wurde eingeleitet durch einen Choral, den Der Gambacher Posaunenchoc blies. Darauf folgten Lieder des Männecchors, der Schulkinder und Vorträge von Gedichten, bis Landwirt- Karl Reitz im Namen des Ausschusses Die Enthüllung des Denkmals vollzog und dasselbe mit einer herzlichen Gedächtnisrede der Kirche übergab. Die Lieber nähme vollzog für denKirchen- vocstand Bürgermeister Philippi. Dieser legte für die Gemeinde, Rentner Z u l a u s für Den Turnverein und Landwirt Müller für Den Gesangverein Kränze nieder, ebenso die Am>ehö- rigen der Gefallenen. Eine Salve grüßte Dann zu den einsamen Heldengräbem in der Ferne hinüber. Die Feier setzte sich hierauf in der Kirche fort Unter Posaunenklännen fang man das Lutherlied. Darnach hielt Sefan Engel
*' Amtliche Personalnachrichten. Am 12. August 1922 wurde der Lithograph Rudolf Strobel aus Metz vom 1. April d. Is. ab zum Zeichner bei dem bautechnischen Dienst der Ministerialabteilung für Bauwesen ernannt. — Ernannt wurde am 26. August der Friedrick Becker aus Schadeck mit Wirkung vorn 1. April 1922 an zum Operationsgehilfen bei der Universitäts-Augenklinik in Gießen. — Ernannt wurde am 26. August Der Wilhelm Strauch aus Limburg mit Wirkung vom 1 Avril 1922 an zum Kanzleiassistenten bei Der Universitäts-Augenklinik in Gießen. — Am 31. August 1922 wurDen die Vermessungspraktikanten Anton Dottenhocn zu Offenbach und Franz Joseph Vogt zu Nieder-Ingelheim vom 1. 2lpril 1922 ab zu Obervecmessungssekretären ernannt. — Am 31. August 1922 wurden Oie Vec- mcssungspraktckanten Karl Heldmann aus Darmstadt und Philipp Heinrich Wenzel aus Dreieichenhain vom 1. April 1922 ab zu außerplanmäßigen Ministerialoberrevisoren bei Dem Ministerium der Finanzen, und Der Vermessungs- Praktikant Franz FrieDrich Zörb aus Gernsheim vom 1 April 1922 ab zum Obervermessungssekretär ernannt. — Am 31. August 1922 wurden Der provisorische Steiger Herrn. Kindler vom 1. April )922 ab zum Steiger bei Den staatlichen Dcaunkohlengruben Der Bergwerks- Direktion Friedberg, Der provisorische Steiger Hermann Kramer vom 1. Mai 1922 ab zum Steiger bei Den staatlichen Gruben der Derg- werksdirekiion Friedberg und Der Auflehm- Friedrich Fajsauer vom 1. April 1922 ab Sum Oberaußeher bei dem Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung ernannt.
** Erhöhung der Ausfuhrabgabe. Laut Bekanntmachung des Re'chswirt- schaftsministers vom 30. August (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 194) sind die bisher gültigen Ausfuhrabgabensätze vom 3. September ab um 60 v. H. erhöht worden. Bei einer großen Anzahl von Waren tritt jedoch nur eine Erhöhung um 30 v. H. ein, während auf eine weitere Menge Waren überhaupt keine Er-
Das neue Wahlgesetz gibt Vorschriften über Die Dauer Der seitherigen Mandate für Fälle, in Denen die Neuwahlen in einer oder den anderen Gemeinden infolge von Einwendungen oder aus anderen zwingenden Gründen nach Ablauf Der gesetzlichen Dreijährigen Wahlzeit noch nicht vollzogen sind, sowie für Fälle, in Denen aus ähnlichen Gründen schon bei den ersten Wahlen ein späterer Antritt des Mandats stattfand.
Die dem neuen Wahlgesetz beigegebene Ausführungsanweisung des Ministeriums des Innern enthält neue Bestimmungen erläuternder Act und weist auf den Zusammenhang Der einzelnen Vorschriften untereinander hin. Dabei muhte Die Wahlanleitung vom 2. Mai 1919, soweit Die «früheren Bestimmungen in Das neue Gesetz übergegangen sind, zur Vermeidung erheblicher Druckkosten beibehalten werden. Die Ausführungs-
_ anweisung gründet sich demgemäß tellweise auf * Die alte Wahlanleitung unD Die derselben bei» , gegebenen Formularmuster und nimmt an Den geeigneten Stellen entsprechenden Bezug.
Da die Wahlen noch in diesem Jahr stattfinden müssen, ist es erforderlich, nunmehr mit größter Beschleunigung in Die Wahlvorbereitungen einzutreten.


