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dBldo l kurz 1. Juli bis 15. Äugust jedes Jahres, jedoch nicht nur in auf die Dauer von je 14 Tagen abgehc

nur

auf die Dauer von je 14 Tagen abgehalten werden. Ausverkäufe, die außerhalb dieser Zeit

schriftliche Frage und nach den Anschauungen der" täglichen Lebens zu beantworten. Wenn

n

beiden nächsten D chler-A oeirde ein Qlbonnomenf

Der

Ansicht Partei und zu

eines mächtigen Teiles der unionistischrn werde zu einer Spaltung der Koalition ihrem Ende führen.

Bolschewistische Angriffe in Karelien.

Feuilleton.

Dinkelsbühl, em deutsches Stadtjuwel.

Aus dem Reiche.

Die Ursachen der Kohleunot.

3ta bie Reich reg erun7 hat der 'amBurrifte Reichstag a geordnete Gutknecht folgende An­frage gerichtet:

"5m Hamburger Hafen werden »ur Zell du ch den Damvfer .CBarm- r englische Ä n b f p n £C of. t, ttr rnn Hamburg Altona ml de Dahn n a d) der 6 d) toe t g s^h en werd.n W.i e.e

längst ve schollene Sagen geht es auch md) lebendig durch diese? al fränki che 3b )I(. Gebern faf) noch in der milden Hecbstsonne dort 6ruf en

in die Wahl gehen würden. Es wird erflärt, die Erzwingung von Neuwahlen gegen die

Oesterreich und Ungarn.

Wien, 4. Ian. (WTB.) Angesichts der angekündigten wirtschaftlichen Ber - handlungenmitAngarn rufen die von Budapester Blättern mitgeteilten Entschädi- gungSansprüche von 3 7 Milliarden österreichischen Kronen für die Abtre­tung des Burgenlandes in der hiesigen Presse äleberraschung und Befremden hervor. Die Blätter weisen darauf hin, daß Ungarn hier, bei nicht die erfolgte Uebergabe OedenburgS in Rechnung stellt und erklären, daß die For­derungen auch sonst durch die tatsächlichen Verhältnisse nicht gerechtfertigt seien. Dazu komme noch, das) Oesterreich gemäß dem Ab­kommen von Venedig wegen der verspäteten Uebergabe des Burgenlandes und der dort angerichteten Schäden sehr erhebliche Gegen­forderungen habe.

Norwegen und die (Gesundung der österreichischen Finanzen.

Christi ania, 5. Ian. (WTB.) Die Regierung beabsichtigt dem Storthing vorzu- schlagen, daß der norwegische Staat ebenso wie England, Frankreich und andere Länder wegen der Wiederaufrichtung der österreichi­schen Finanzen seine Forderungen an Oester­reich über V/2 Millionen norwegische Kronenfür Herinoslieferungen 2 0 I a h r e lang ruhen lassen solle. Es ist nun­mehr bestimmt worden, daß die Norwegische Dank nicht an der Hilfe zur Errichtung einer evtl. Emissionsbank für Oesterreich tcilnehmen wird. Die Bank hätte in diesem Falle einen Kredit von Million Dollar gewähren sol­len. Man ist der Ansicht, daß eine solche Teilnahme während der jetzigen Zeit sich nicht verteidigen lasse, unter anderem auch mit Rück­sicht auf die Dalutaverhältnisse.

Kreisamts Gießen vom 2. Februar 1910 nur in > tätigen. Tas Konzen findet, rme üblich. unt ° rs tls 1C * 5 Uhr in der neuen Universitäts-Aula flau. Ein-

triktskar en fbub bei Ernst Challier oder abends an dec Kasse zu haben.

Schweiz wenig oder noch gar nicht gefahren worden sind.

Sind der Reichsregtorung diese Zustände be­kannt und it de Eiscnb hn e ke r mini er l e eit, dahingehend Abri f.' zu scha fm. daß in erster Li ste deu s.he Eisenbahn vagen zum A transoort der Kohlet au3 den deutschen Ko l nerz ugung.'» gegenden nach den Verbrauchsstästen vermeidet werden und nicht zum Abtransport von eng­lischer Kohle durch ganz Deutschland nach einem anderen Lande."

Besprechungen mit dem Reichskanzler.

D e r I i n, 5. Jan. In der gestrigen Be -- s p r e ch u n g des R e i ch 6 k a n z l e r S mit den Fraktionsführern des Zentrums, der Sozialdemokraten und der Demokraten teilt dieDeutsche Allg. Ztg." mit, daß es sich um eine Aussprache über die Lage gehandelt habe. Die Annahme, daß die Besprechung zum Ziele gehabt habe, ein Kompromiß in der Steuer­frage anzubahnen, treffe nicht zu.

Dampfer sollen in Kürze folgen. Zum Abtrans- :___________ _______ _____ ______ .... ____ ...

Port dieser Kohlen werden reichlich Wagen von der Zeit vom 2. Januar bis 15. Februar und vom der Eisenbahnoerwaltung ge teilt, " " - ~ - - -

zuvor wegen Mangels an Wagen >

Hamburg, sondern i.1 ganz Norddeutschland eine Kohlenknappheit cingctreten i t uno auch jetzt, nach Aufhebung der Sperren, Kohlen immer noch in äußerst geringen Menzen nach Hamburg unö Norddeu schland aus Wagenmangel e an e i. Zum Teil mußten w?gen Kob en mangels b reits erhebliche Sperren für Kraftbezug der Industrie und dem Handwerk auf r egt werden. Niemand begreift es, warum Plötzlich Wagen ausreichend vorhanden sind, um engstschr Kohlen für öie Schweiz durch ganz Den schänd Hindu chzufa'r n, aus einem Wege, aus dem bisher Ko len na h der

stattfinden sollen, sind unter genauer Angabe des Grundes und unter Einreichung eines Ver­zeichnisses der auszurtorkausenden Waren sieben Tage vor der Ankündigung bei der Handels­kammer Gießen anzuzeigen. 3m Zuwiderhand- lungssalle mußten Strafanzeigen erhoben werden.

** Eigener Hausstand im mö­blierten Zimmer. Ein eigener Haus­stand kann auch in möblierten Zimmern ge­führt werden. Diesen Bescheid hat der Reichs­arbeitsminister dem Minister für Dolkswohl- fahrt erteilt. Die Frage, ob jemand einen Hausstand führt, sei in erster Linie eine wirt-

Wenn je in eine Idylle d?r unruhig revolu' ttonäre Geist der Gegenwart üb rrafch *n) hinein« geplatzt ist, so war dies zu D.nk.stchühl in der Neuiahrsnacht der Fall als ein Verb eher eine Bombe in die zur nächtlichen Reuj ihrZ.eier ver­sammelte Menge schleuderte. Unter den alten Städtchen, die noch al3 Wahcz Ichrn ein?r beste en Vergangenheit in unser modernes Haste i und Treiben wie glückliche Inseln sti ler Elniehc yirernragen, ist teure auch als Plelge üiy.ire Rothenburg nicht - ehrwür irer und sümmuna^ voller als das alte St wichen im einsamste r Teil von Franken, das noch heute so da ste >t wie vor M-Oah .en. Dinkelsbu >l i't reich an k n tierischen Schönheiten und ge ch ch.stch m De .w rdigk-ien- aber noch wichtiger als alle Einzelheiten ist der Gesamteindruck, der eine vergangen? Kultur in ihrer ganzen Fülle un) Elnheuli feit offenba t Nirgends kann man bes,er geschieh list en An­schauungsunterricht erhalten un) der Philo oph entdeckt in dec Betrachtung dieses S ädtchens sogar den Grund der N.nurgetohe und den Weg dec Kultur. In einem Buche, dt? in de Zellen- büche ei des Verlages Dürr und We er o für en erschien, hat Dr. R. H. Fcan:4 auf diese ein ig- artipe Bedeutung der Stadt hin eviese i den er sie zum Ausginglp mf feiner fu tu hi osophi° schen Betrachtungen machte.Die fernste: Eii ne- rungen deutsch, r Gs ch e", schce bt ec.sind bi r noch Geben und Wirk ichkeiten da al 3 ernster, romanischer Turm, von de sen bunt.en 0 e vn

eigene Möbel besitzen oder auf Abzahlung entnommen haben.

Bornotizen.

Tageskalender für Donners- t a g. Astoria-Llchtspiele: »Goliath Armstrong" undCharly Chaplin u. Co." sowieDer ge­heimnisvolle Dolch" Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße, bis einschließlich Sonntag:Herzogin ©atanella" undTtme ts money".

Operngastspiel des Hessischen Landestheaters. Die dritte Oper ist für Freitag, den 13. Januar in Aussicht ge­nommen; zur Aufführung kommtDer Bar­bier von Bagdad'^ von Cornelius (im Theatervereinsabonnement A). Den Barbier singt diesmal Herr Schleenbach, den Nureddin Herr von En ej Helm. Die übrige Besetzung ist die gleiche wie bei der Erstaufführung im No­vember. Die Eintrittspreise sind infolge der seit 1. Dezember eingetretenen Eisenbahnfahrpreis­erhöhungen und infolge Mehrforderungen des Landestheaters etwas erhöht.

Dec Gießener Konzertverein, b r die 1. H .1 te feiner D i l eit mit de n He ge Li u> derg-Ave ck> so erfoigrrich abgesch o le t tyi , w.rd im 3a n u a r folgende 4 Konzerte bringen: (Sonn­tag, den 8. Januar: Solistenabend: Walter R e h b e r g aus Ma nch m 'Kl v er) undGe o r g Kulenkampsf-Post aus Bremen (Vl> I n ); Sonntag, den 15. Ianunr: Kammermusit: Dns Wendling -Quartett aus S uttgart; Sonn­tag, den 29. Januar: DasKölnerTrio: Kla­vier: Professor U z i e 11t, Violine: Professor D r am-Eldering, C ello: jedermann.

Diesen drei Konzerten reiht sich ausnahms­weise am einem Werktage am Samstag, dem 21. Ja, u r, abendZ 8 Uhr ein Sonderton- 3crt des bekannten Tenoristen und Wagner- Sängers Heinrich Hensel aus Hamb rg an. Der erste Admd, am 8. Januar, bringt eine Auslese bester Violin-LiteTatur, darunter d'i^ tsteet D l ttanten von dec David-Ausga'-e al er Meister her bekannte Chaconne von Vital» (einem du ch w -rtvolle V vii komposilionen be­kannten K.mpvnisten des 17. I ihryundetts, der 1704 in Salzburg starb), sowie die glänzende Violinsonate von R i cha r d 0 t r a u \ Den gend ichet G gec Kulenkampsf-Post ge t ein vorriigstcl-er Rus voraus. Er wird u a. eine hier noch nicht zur Au-sühcung ccb alte Reger" sche Solosonate 1 Viole'', b e in seinen Der" It ec Konzerten dm G.anzpu ilt b Idete und an dec, wie der erwähnte Kritiker sagt, sich de wahre Größe u d Erlabe h It se'ner 2lu fuffu g kundgab. Walter Rehberg ist in unserem Publikum als Becth v n p e.er b ka nt Ec htt im festen Winter durch die Riesenleistung der u gekürzten Wiedergabe aller B a m s chen Kia- vkrkcnnposlttat^en in den Großstädten Leipzig, München, Dresden u. a. Erstaunen und Bewun­derung erregt. Im bevorstehenden Konzert wird er sich nicht nur im Zusammen!Piel mit Herrn Kuta nkamp f, ramentlich in der Strauß-Donata, sondern auch durch den Vortrag der Beet- hovenschen letzten, im g oen Stil getrie­benen C-Moll-Sonate (op. Ul' und dec Händel-Bariat o en von B ra hm S solisttsch br-

deutschen Landen vor dem tiefer blickenden Auge aufgeschlagen liegt

AuS Ungarns Dohdme.

Im ersten Januarheft des Literarischen Echo (Herausgeber: Dr. Ernst Helborn, Verlag: Deut­sche Verlagsanstalt S'u'stgarl-Berit.,) berichtet der Verfasser des ungarif-^-ea Literalurbrieses Ignaz Peisner von einem bislang in Deutschland unbekannt gebliebenen Dülhlein von Andreas Szabos, das amüsante Bilder aus der Schrift- stellccwelt Ungarns bietet. Ein paar Anekdoten die Peisner mitleilt, verdienen hier wiedergegeben zu werden.

Iökai protegiert. Moriz Iökai, der fruchtbarste und p(a t ifhbol fte ungarische Ro­mancier, hat nie jemandem eine Bitte abgeschla­gen. Einst kam ein ihm ganz unbekanntes Indi­viduum zu ihm und bat ihn um eine Protektion beim Iustizministec Desider Sz l'gyi. Irinl gab ihm folgendes Brieschen an Szil-lgyi:Lieber Freundl Hier schicke ich Dir ich weih nicht wen: er will ich weist nicht waS: mach mit ihm Du weißt schon was. Moriz Iökai."

IöfaisTaufname Auf $en Titeln fei e1 Bücher schrieb Iökai seinen Lausnamen immer Mör (Abkürzung für Moriz), aber von Freun­den wollte er nur Moriz genannt werden. Als ihn einst der Senatspräsident an der tönigl. Kurie und Epigrammdicher Lorenz Töth in einem Briese folgendermaßen ansprach: Lieber Freund Mörl", da begann Iökai sein Antwort­schreiben mit:Lieber Freund Lor!"

Gyulai und Iökai. Der einst ke-ühmte Kritiker (und Dichter) Paul Ghulai riß die Ro­mane Iökais systematisch herunter und ließ kein gutes Haar daran: ansonst waren sie die besten Freunde. Iökai nahm die zuweilen recht galligen Ausfälle Gyulais lächelnd hin und sagte ein­mal zu Gyulai: »Wenn mein Roman so schlecht

Kopenhagen, 4. Ian. (WTB.) __ BerlingSke Lidende" wird aus Helsingfor-.i gedrahtet: Die von den D o l s ch e w i st en in Karelien eingeleitete große Offensive hat die Karelier nach heftigem Kampfe ge­zwungen, Porajaervi wieder aufzugeben und ihre Front bis. nördlich Putsmodahti zuruck- zuzkehen. Nach russischen Meldungen belief sich die Truppenzahl der Karelier auf 500 Mann mit 6 Offizieren, von Leuen vier gefallen sind.

; sprach auf zwei Beikarten (1. Platz) für jeden Abend zum ermäßigten Preise von 6 Mk. gibt und außerdem noch die Mitgliedschaft bis zum 1. April 1923 begründet. Mit diesen auherge- wöhnl.ch weitgehenden Eintcittsve günstigungen hat die Gesellschaft wiederum bewiesen, daß sie möglichst allen Kreisen unserer Bürgerschaft ihre tee.bJtl'en Veranstaltungen zugäng.ih zu madjen bestrebt ist. Diese Durchführ-ung ist aber nur möglich, wenn Len Bestrebungen dec Gesellschaft von allen Seiten das verdiente Interesse ent­gegengebracht toi b. Denn es wäre sehr bedauer­lich, wenn die Gesellschast gezwungen.de, ihre Abende, die so vielen schöne und genußreiche Stunden gebracht haben, einzustellen! Bei un­seren Mitgliedern werden wir in diesen Tagen den Mitgliedsbeitrag, der zu den obengenannten Gintrittsvergünstigun en le echtigt, einziehen lassen. Auf die Persönlichkeit des Dichters, den wir nächsten Mittwoch bei uns begrüßen werden werden wir nochmals ausführlicher zurückkommen.' (Siehe heutige Anzeige.)

lition, die Arbeiterpartei, bereits Vor­bereitungen. Für gestern abend ist eine gemein­same Sitzung des Generalrates der Arbeiter­partei und deS Vollzugsausschusses der Arbeiter­partei zu einer Erörterung dec allgemeinen poli­tischen Lage einberufen worden.

London, 5. Ian (WTB) Der Haupt­organisator der konservativen Partei. Sir Lloyd V o u n g e r spricht stch gegen die Ab hall tung von Okeuwahlen aus. Gr sagte, die Reform des Oberbau es m.Jje ie - Beuna l n vvr- ausgehen. Die Lage des Handels werde sich in­folge der durch die Neuwahlen geschaffenen Lage verschlimmern.

Laut(Spcnlng News" teilt Chamberlain die Ansicht Boungers. Es bestehe aller Grund zu der Annahme, daß, wenn Lloyd George die Ab­haltung von Neuwahlen im nächsten Monat be­schließen sollte, zahlreiche konservative Mitglieder es ablehnen werden, als Koalitionsmitglieder vor die Wähler zu treten und als einfache Konservative

vor ihrem Haus e'ne alte Frau und d ehte toa r- baftig ihr Spinnrad. Und in meine Nächte seien Zwei goldene Lichter hoch vom Stadt urm, wie glühende Augen eines wacht'mbmden Riesen mit SHild und Sturmhaube Die Fenster der S adt- toad;'er ft B's, d e als LJbence Uhr selb t i> e Stunden ans plagen müssen in melobifiem D-ei- nang an uralten Glocken, wie wenn die Zeit selbst mit knöcherner Hand oben winkte: Nun ist wieder ein Tropfen ins Meer der Zeitgeschichte geglillen. Lange Zeit war Dinkel Wühl enSaat für sich, eine jener winzigen Republiken aller Reichsfreiheit, die niemals mehr als 6 03 Ei - wohner zählte und sich doch im Pan,er ihrer grauen Mauern gegen alle Ang iffe und bösen Schicksale unversehrt erhielt. Diese Stadt die die Geschichte des Heiligen römischen Reich s deutscher Nation fast vom Tage seiner Gründung an mitdurchlebt bat. war ein Organismus für sich, der alles Böse und Feind e.ige fernhielt. Aus ihr lieft Fran s dasGesetz be Kultur" ab: .Alles in ihr: Rai Haus, Dom H)soital, Stabt- tore und Mauern, Patrizie h usec und S he.m-n Gärten und Ba tionm, die a.ten Schrä ke und Truhen, die schönen Portale und Trepven dir Prachtvollen Beschläge und Gitter an bei F n> ftern, der ganze köstliche Hausrat, mit dem sie noch erfüllt ist, bai alles ist organ sch nicht aus Prunksucht, durch Theorim. Wi lk glicht i und ! Spekulation ent tanben. sondern ein a h nach dm , jetoeuig'n Dedirfnis des Tages. In e ne - unbe' > vH'elb.stchen Sch ich h t löste nun aUe Probleme bcc Kultur, ohne zu w s^n was'mnn tat einfach tote eine Schnecke, die sich ihr Hnus baut, bloß oaöutcp, c<*i mai natur i unö filtiäert lebte." . So ist Dinkelsbühl eins der kostbar'ten Blä.lec Uno wie . in dem steinernen Buch der Geschichte, das in

Landkreis Giesjen.

* Stangenrod, 4. Jan. Am Sonntag, den 8- Januar 1922. nachmittags 3 Uhr. findet im Gasthaus von Hch Klös ein Vortrag statt über:Zweck und Haltung der Zie- g e n". Referent: Ackerbautechniker D ü x l e r vom Landwirtschaftskarnrner-Ausschuß für Oöerhessen in Gießen.

ist, wozu liest du ihn denn? Schau, ich halte deine Kritiken für sehr gut und lese sie dennoch nicht!"

Der schaumburg-lippesche Orden Graf Julius Andrässys (des Aelteren). Koloman Mikszüih erzählte im Freundeskreis die folgende Anekdote: Graf Julius Andrössy sollte einmal In Wien als Minister deS Aeußeren vom Fürsten zu Schaumburg-Lippe empfangen werden. Er gab daher seinem Husaren den A.ifirag. ihm den schaumburg-lippeschen Drachenorden heraus- zusuchen. Als der Kammerdiener den Orden nicht fand, schickte er ihn in einen benachbarten Laden, damit er den Orden kaufe. Andrüssy legte den Orden an und begab sich zum Fürsten, der ihn sehr gnädig empfing und nach einiger Zeit ein Kästchen öffnete und diesem einen Orden entnahm, den er Andrässy überreichen wollte.Lieber An- drässy der Fürst stockte, denn er sah den Orden schon an der Brust Andrässyslieber An- drössy. ich wollte Ihnen gerade meinen Drachen­orden verleihen ... ich glaubte, Sie hätten ihn noch nicht." Woraus Andrössy nicht minder ver­wirrt erwiderte: «Um Verzeihung, Hoheit, ich hinwieder glaubte, ich hätte ihn schon."

Die Stotterer. Der berühmte ©bau« spieler des Nationalth-aterz Edu ird Uj)äzy" er« wartete in einem Garte lokal Ge e ls -a t Damit sich andere niht an dm Tisch setzten kchrt? er die Stühle um. Trotzdem se ste sich ei i Fremder an den Tisch und rief dm Kellner: I.. ch b . i.. tt« um ein Gl.. as Di.. ier." Ujh -zy wurde zornig und rief dem Kellner nach: A.. u . ch i.. ch " Dec Fremde fuhr ihn wütend an wie er es wage ihn zu perf toten, woraus Ujhi y erwiderte drtz er gleichfalls itottereßariari," sagte d cF em>e. ich kenne Herrn Ujh, y sehr gut: warum ftotte n Sie nicht auf der D ihne ?"Au der^-ne" lachte Ujhüzy,das ist etwas ganz anbered; dort simuliere ich."

noch die ungelmken Infchrif en de- Krenzs. h e hecabsehen, die sich hier dem Kamif verlö te,, dort als Bu-ke'qund 'cn einer von Alle - geschwä ten Stadtmauer, die hier schon stand als sie Friedrich Ba brrcs a re sch nk;n wock e... ei er yolden Schwiegertochter zu Liebe... Ur

rf. Trais-Horloff, 3. Icw. Zum zweiten Male führte am 1. Januar dec tjlcfl ;e Volks- bildu ngsverein »Die versunkene Glocke von Cerhart Ha up mann auf. E ist begrüßenswert, daß der Verein nachdem e schon manche Probe s.-ines Können; abgfegt hat nun es wagen darf, derartige bedeutende Wecke zur Aufführung za bringen, soweit dies im Rahmen ländlicher Verl ält.risse möglich ist Aas li= gemeinen Wunsch gab der Vor i end' vorher eine kurze Erklärung über den tiefen Sinn des Stückes. Es war erstaunlich, zu sehen, welch hohes schauspielerisches Ta ent in manchem Mann aus dem Volke steckt. Dec Glockengießer war so recht der glühende Idealist und Herrenmensch, Magda eine ihn zärtlich liebende Gatt n Rau­tendelein, das besonders in 1. und 5. Ak. sein ganzes Können zeig.e, hat nicht zuletzt durch seine schöne Stimme die Herzen der Zudörer erobert. Auch die Rollen deZ Vriestec?, S ul- meisters, Barbiers waren g ück i h er.ei't. Wa d- schoat, Rickelmaim, W ttichen. K-boid, , Else i ver standen es gut. in 5 Reich dec Geister einzuführen. Die vornehme Aussta ting un ' BeleuH ung, die Wochen-, ja monatelanger Vorbereiluni eäurfte, trugen nicht zuletzt zu einem schönen ©clin ,cn bei. DaS ctg?ne Mus fquartett umrahmte jeden Akt mit entsprechenden Gnben, so wu b: a. 03. ier 5. Akt durch den Pllgerchor aus ^Tannhäuser" eingeleitet.

Kreis Büdingen.

)( Altenstadt, 4. Ian. Der Jung» deutsche Orden ft- b t auch au; dem 5.anbe immer mehr E.ugang So wurde hier eine Schar gegründet, die unter der Leitung des piatt. Tier­arztes Dr. Ohly s eht u d schon so start ist, daß sie zur Bruderschaft erhoben werden tonnte, auch in Eichen hat der Orden schon eine stattliche Mitgliederzahl erreicht, ebenso tu Ober» und Niedermockstadt (Scharmeister Dr. Lenz), in

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 3. Jan. 1922.

** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 22. Dezember 1921 der Kanz- leigehilse Ludwig Appel in Offenbach zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Offenbach mit Wirkung vorn 1. Januar 1922. - Ernannt wurde am 22. Dezember 1921 der Kanzleigehilfe Josef Anton Staub ach in Alsfeld zum Kanzlisten bei dem Amtsanwalt in Alsfeld mit Wirkung vom 1. Januar 1922. Ernannt wurde am 2.. Dez. 1921 der Oberjustizsekretär Jakob Nischwih in Alzey zum Oberlusiizsekretär bei dem Amts­gericht in Pfeddersheim mit Wirkung vom 1. Jan. 1922. Ernannt wurde am 27. Dez. 1921 der Oberjustizsekretär Dg. Schuttermaier in Pfed­dersheim zum Oberjustizsekretär bei dem Amts­gericht Worms mit Wirkung v. 1. Jan. 1922 ab. Ernannt wurden: Am 28. Dezember 1921 der AmtZrich'er fei dem Amtsce icht Gießen Amts­gerichtsrat Friedrich Wachtel zum Oberamts- rich'ec kei dem Amtsgericht Di «gen a. Rh. unter Vorbehalt der Feslletzuzrg des Tages seines Dienstantrit s, dec Amtsrichter bei dem Amts­gericht Hom e g a. Ohm t ?e amtsrich er Theodor Jost zum Oreramtsricher bei de.n Amtsgericht Seligenstadt mit Wirkung vorn 15. Januar 1922 ab dec Amtsrich'.ec bei dem Amtsgericht Osthoien Obrcamtsrichter Jakob Keller zum Amtsge­richtsrat bei dem Amtsgericht Gießen unter Vor­behalt der Festsetzung des Tages seines Dienst­antritts und der Amtsrichter bei dem Amts­gericht Homberg a. Ohm Amtsgerichtsrat Karl G u n b r u m zum Obecamtsrichter bei diesem Amtsgericht mit Wllckung vvm 15. Januar 1922 ab. Hebert ragen wurde am 15. September 1921 dem Schulamtsanwärter Karl Ohl aus Darm­stadt eine Lehre-stelle an der Volksschule zu Buch- schlag. Kreis Offenbach.

r* Ter Ankauf von Gold für das Reich 'urch de Reichsbank und Post erfolgt tu der Woche vom 2. d s 8. Januar 1922 anbei- är.-bert to.e in der Vorwoche zum P-^lse von Mark für eli Zwanzigmarkstück, 36) Mark für eti Zehnmarkstück. F.ir de aus- ländstchen G.l. Minzen werden entsprechende Preise gezahlt.

** Gleichstellung der Reichs- penslvnäremltdenpreußls chen. Die Pensionäre des Reichs werden durch eine No­velle zum Pensionsergänzungsgesetz, die dem­nächst dem Reichstage zugehen wird, den preußischen Pensionären betreffs Teuerungs­und Klnderzufchläge gleichgestellt werden. De^ Entwurf hat Wirkung vom 1. Oktober

* Saison- und Inventurausver- k ä u f e dürfen nach der Bekanntmachung des

-- Literarische Gesellschaft. In die­sen Tagen sind es zwei Iahce her, daß die Lite- carische Gesellschaft gegrünbet wurde aus der tüet,eilig begrünbeten Ansck-auung heraus daß auch unsere Stadt tote andere Städte, solcher rein liie rnrischec Veranstaltungen bedarf, die uns das pe sönliche Ke.ine.ilernen vedeut-.nder Dichter und Denker vermitteln. Es würde zu weit führen all die Namen der Dichter hier aufzuzählen, die'wir im Lause dec kurzen zweijährigen Tätigkeit der Gesellschaft in unserer Stadt als Gäste begrüben konnten. W-eiter-e Dich'er-Abend mit allbekannten □tarnen stehen für die allernächste Zeit bevor: am 11. Januar: Paul Keller, am 5. Februar- Wilhelm von Scholz, wahrend für den nächsten v._n_________ __________ Winter als Gäste Walter von Molo, F.anz Wer-

des täglichen Lebens zu beantworten. Wenn!^/^ Thomas Mann ertoarter toe^-ben. Die auch im allgemeinen das Vorhandensein eines bat zu Dsginn ihr-es neuen 3. Vereins-

Hausstandes mit dem Besitz einer eigenen Lnef tCy h V?n ! r J m1 11911 e b ' Wohnungseinricktung verbunden ,ein wird, 1° b^Mlen. die in Anbeirachi glohillL- fei der Besitz einer solchen doch kein unbe- günstigungen, die sie gewähren, sowohl für die dmgteS Erfordernis für die Führung eines Allgemeinheit, wie für die Mitglieder von be- HausstandeS. Wegen der Wohnungsnot und tauberem Interesse sein wird. Sie gibt für die der hohen Preise der Möbel sind viele Fa- beiden nächsten D chter-A)eirde ein Abonnement mitten gezwungen, möblierte Wohnungen zu $m Preise von 20 Mk. heraus, das außer dem mieten. Wenn sie dort selbständig wirtschaf- <mf eine Karte 1. Platz noch den An­

ten, so können sie bei den Unterstützungen nicht aut 'n*, tn r t, t.i, ux-- anders behandelt werden als Personen, die