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uns greift insbesondere den Postminister GieS-1 Kreisausschusses des Kreises Friedberg berts wegen seines Verbotes von 6;reittelegram= 13. Oktober 1921 i. S. Gesuch des Kriegs

vom

von

tote

Mariä Lichtmeß

Land

gegen das

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die den hat

oder Ver­den

men an. Ebenso richtet der Redner schwere Vor­würfe gegen den Reichsjustizmi nister und erklärte zum Schluß, der Etat verschleiere die Tatsache, daß das Reich vor dem Vankrott stehe.

Abg. Fröhlich (K.) gibt seiner Empörung darüber Ausdruck, daß bei kommunistischen Reden kein Regierungsvertreter im Saale sei, und be­klagt sich über die Teilnahmslosigkeit der Abgeord­neten. (Es sind nur 22 Abgeordnete im Saal.) Das Großkapital wolle mit Hilfe der Demokratie die

lertra* hier: gegen

1921.

seht und an Plätze, an denen sie weder noch Leute kennen würden.

verein zählt 263 Mitglieder. Geturnt wurde von den einzelnen Abteilungen in 285 Turn- zerten mit einem Gcs.rmtbe von 3c5D Aus-

Tarmstodt, 29. Han. Das sozialdemo­kratische Offenbacher Abendblatt, bekanntlich dem Staatspräsidenten Ulrich gehörig, wendet sich in einer in besonderer Aufmachung veröffentlich­ten Zuschrift unter der Ueberschrift: Große Gendarmenverschiebungen in Hes­sen dagegen, daß bereits am 1. April eine große Versetzung unter den Gendarmeriebeamten des ganzen Landes vor sich gehen soll, die größ­tenteils unnötig und für das Meine Land außer­ordentlich kostspielig sei. Sehr viele dieser Veomten würden wider ihren Willen der-

ihn noch nicht in den Ruhestand schicken konnte, als Provinzialdirettor nach Oberhessen verletzt worden. Um aber dieses zu ermöglichten, mußte ein Wechsel in sämtlichen Provinzial- direktoren ft eilen des Landes Vorgenvm- men und einer dieser Direktoren, Geheimrat Feh, vorzeitig zur Ruhe verseht werden. Während der auS dem Ministeirum entfernte Herr Matthias jar Deutschen Volts Partei zählt, verschwindet mit Herrn Feh der einzige Demokrat unter den Provinzialdirettvren; das ist die erste Tat jenes .Ministers, der von derDemokratisierung der Verwaltung" spricht. Diese ihr unbehagliche Tat- t sache muß wiederum gerade dieFrankfurter _ Zeitung" m einer Zuschrift aus Oderhessen sest- ? stellen, in der es zugleich, heißt, daß es das - Zentrum verstanden habe, in der hessischen Re- gierungskoalition sich die vorherrschende Stellung zu sichern.

absolute Alleinherrschaft im Staate an sich reihen. Der Redner tritt sodann für das Streikrecht der Eisenbahner ein und wendet sich gegen die Mehr­heitssozialisten, die sich in den Dienst des Groh- kapitals gestellt hätten.

Damit schlieht die Etatdebatte.

Das Haus vertagt sich gegen 6 Uhr abends auf Dienstag, den 7. Februar, nachm. 2 Uhr. Anfragen, kleinere Vorlagen.

§ 21116 dem Vogelsberg. 1. Febr. Des Eises Rinde ist gebrochen, und Büche und Wasserläufe find wieder eisfrei ge­worden; der Schnee ist verschwunden bis zu den Schneedünen, die an den Rainen sich aufgetürmt haben. Die Wintersaat hat sich gut bei dem Froste gehalten, weil eine leichte Schneedecke sie schützte. Eine be­merkenswerte Erscheinung ist Vas Radfahren in diesem Winter. Sobald früher der Winter sich bemerkbar machte, wurde das Fahrrad in Ruhe gesetzt. Jetzt hat weder Schnee noch Eis. noch Kälte die Radfahrer vertrieben. Anregend war dabei der Verkehr durch die Monteure der elektrischen Anlagen.

Kreis Friedberg.

* Friedberg, 1. Febr. Einigung in der Streitfrage der Polytechnischen Anstalt. Die gestern nachrnfttag unter dem Vorsitz des Bürgermeisters zwischen dem Kura­torium des Polytechnikums und dem Vertrauens- ausschuß der Studierenden gepflogenen Verhand­lungen haben zu einer Einigung geführt.

ch. Münzenbexg, 31. Jan. In die­sen Tagen erlebte eine 2lnzahl hiesiger Ein­wohner eine angenehme Ueberraschung. Der frühere Bürgermeister Metzler, der vor etwa 10 Hehren nach Amerika ausgewandert war, ließ durch einen Bevollmächtigten an seine hiesigen Gläubiger die damals hinter- lastenen Schulden zurückzahlen.

4 Dad-Rauheim. 31. Han. Die 62. Generalversammlung des Turnvereins 1860, die vom 1. Vorsitzenden Kau-mann PH. Weiß geleitet wurde, war sehr zahlreich besucht. Im Jahresbericht verbreitete sich der 2. Vor­sitzende, Lehrer Oßwald. eingehend über das turnerische Geben in der Deutschen Turnerschaft, tm Gau Hessen und im Verein., Zur Erledigung ter Geschäfte fanden 26 Verstand fi'.jungen und 5 Mitgliederversammlungen statt. Die A beit des Vorstandes wurde durch v.rschi d.ne Ars chüsst unterstützt. Aus dem T irnbericht dsTurn- warts Hartmann ist zu entnehmen, daß Turner und Zöglinge, Turnerinnen und Schwüler zusammen in 285 Turnzeiten m t 9250 V s chsrn turnten. Der Bericht des Spielwarts Richter verzeichnete 97 Spieltage mit etr.em durchschnitt­lichen Besuch von 27 Spielern, während Fccht- toart Reich wein von 46 Fechtabenden mit zusammen 491 Besuchern und 13 bei austoür- tigen Veranstaltu gen errungenen S egen zu be­richten weiß. Die G e sa ng s a bte i l u n g, die in diesem Jahre ihr 50jähriges Bestehen feiern kann, hat 72 Singstunden gehabt. Die Rechnung des Kassenwarts Franke schloß ab mit 45 840 Mark in Einnahme und 45 81 3 Mart tn Ausgabe. Die Mitgliederzahl ist von 676 auf 719 Vereinsangehorige gestiegen. Für 25jährige treue Mitgliedschaft wurden 7 Mit­glieder durch entsprechende Urkunden geehrt Der Vorstand wurde beträchtlich erweitert, u a dw ch Wahl eines Spielwartes, eines WanderwarteS und einer Turnerin; es gehören ihm nun 12 Mitglieder an. Erster Vorsitzender bleibt PH. Weiß, der nun schon 18 Jahre an der Spitze des Vereins steht. Der ebenfalls der Deutschen Turnerschaft angehörende Männerturn - '

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 2. Febr. 1922.

Dom Eisenbahnerstreik.

Aus Beamtenkreisen wird uns mitgeteilt, daß, in vielen anderen Städten, auch hier das

L. U Von der Landes-Universität. Der ordentliche Professor für Ohren-, Rasen- und Halskvankheiten, Dr. Earl von Eicken, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Berlin angenommen. Der ordentliche Professor für Avchärlogie, Dr. Gerhart R o d e n w a l d t, ist zum Generalsekretär des Archäologischen Insti­tuts des Deutschen Reichs in Berlin gewählt worden. Dem Abteilungsvvrsteher am Land­wirtschaftlichen Institut, Dr. Heinrich Burk wurde die venia legendi für das Fach der Land­wirtschaft erteilt..

** Sitzung des Provinzialaus­schusses der Provinz Oberhessen. Arn Samstag, dem 4. Februar 1922, vormittags 8l/2 Ahr, findet im Sitzungssaal des Regierungs­gebäudes zu Gießen, Landgraf-Phil ipp-Plah Ar. 3, eine' öffentliche Sitzung des Provinzial­ausschusses stall mit folgender Tagesordnung: Gewerbebetrieb des Schreinermeisters Karl Scholl in Homberg a. d. O.; hier: Berufung der Dezirkskasse Homberg gegen das Urteil des Kreis- ausschusses des Kreises Alsfeld vom 27. Sept. 1921. 8Vz Ahr. Reuregelung der Besoldung der Gemeindebeamten in Maibach; hier: a) Be­rufung des Gemeinderechners Maurer in Maibach gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg vom 12. August 1921, b) Beschwerde gegen die Feststellung des Streitwerts in dem-

Zwefte Beratung des Gesetzentwurfes über Entsendung von Detrisbsratsmitgliedern in Aufsich tsral Der sozialpolitische Ausschuß der Regierungsvorlage mit unwesentlichen Aenderungen zugestimmt.

Abg. Lambach (Dtschntl) tritt für die Be­teiligung der Angestellten durch Kleinallien bei den Aktiengesellschaften ein.

Abg. Auf Häuser (USP.) verwirft das System der Kleinaktien, da man hierdurch die Gegensätze zu den Kapitalisten nicht ausgleichen könne. Redner beantragt, den Betriebsräten auch in den Vorständen der Bergwerksgesellschaften eine Vertretung zu verschaffen.

Ministerialdirektor Dr. Ritter betont, die Vorlage solle ein Ausführungsgesetz zum Be-1 triebsrätegesetz fein. Darum könne man in diesem Rahmen nicht die Frage der Kleinaktien regeln Ten Abänderungen an dem Gesetzentwürfe könne die Regierung zusftmmen. Der Antrag Aufhäuter gehe aber weit über den Rahmen des Dctriebs- rätegesehes hinaus.

Tie Anträge Lambach und Aufhätser wer­den abgelehnt, dagegen ein Zentrum-antrag an­genommen, der die Regierungsvorlage in dem Punkte wiederherstellt, daß de Wählbarkeit an eme Mindestens einjährige Beschäftigung tm Be­triebe geknüpft wird.

Auch in dritter Lesung wird die Vorlage in dieser Fassung angenommen.

Die allgemeine Aussprache über den Etat wird sodann fortgesetzt.

** Vorsicht beim Betreten _ . Bahnanlagen. Wie aus einer Rachweisung des Reichsverkehrsministeriums über die auf den Strecken der deutschen Reichseisenbahn vorgekom­menen Unfälle hervorgeht, ist deren Zahl im

Deutscher Reichstag.

165. Sitzung, mittags 1 Uhr.

Berlin, 1. Febr. 1922.

gierung gewünscht hat, so hätte es zumindest eine andere Taktik einschlagen müssen." Daran ändert auch der Artikel des Abg. Ruß (Ztr.) nichts mehr. Auffallend ist freilich, daß die klugen Taktiker des Zentrums in diesem Falle so wenig glücklich operiert haben.

Zentrumszngehöriqkeit und Bcamtcnlaufbahn.

Ein Artikel derKöln. Ztg." macht fol­gende Feststellungen, die wir wiedergeben, well man dabei auf politische Rachspiele und Ent­gegnungen der hessischen Regierungskreise gefaßt fein muß: 1

Rach und nach fallen die Ernennungen von Beamten tn verantwortlichen Stellungen im Reich und in Einzelstaaten, die ganz offenkundig ntr unter dem Gesichtswinkel ihrer Zugehörigkeit z xr Konfession oder zur politischen Partei des Reichs­kanzlers und seiner Kollegen in den Ländern ihre Berufung verdanken, auch solchen Parteien auf die Äerven, die sich mit zur Regierungs­verbindung zählen. Ramentiich in der Demo­kratischen Partei mehren sich derartige Stim­men, und sogar die dem Kabinett Wirth sehr wohlwollend gegenüberstehende »Frankfurter Zei­tung" mußte vor einigen Tagen zugestehen, daß manche auf Außenposten berufene Herren nichs andres als Eignung für ihre neue Tätigkeit aus­zuweifen hätten als ihre Zugehörigkeit zur Partri des Reichskanzlers.

In Hessen scheint jetzt eine ähnliche Ent­wicklung einzufetzen. Vis Mitte vorigen Iahres lag dort die Leitung des Ministeriums des Innern in den Händen des Sozialdemo- äxnten Dr. Fulda, der sich dabei einer derartigen Unparteilichkeit befleißigte, daß Teile seiner eige­nen Partei gegen ihn Sturm liefen und ihn schließlich zu Fall brachten. Ter Staatspräsident Ulrich, der bekanntlich zur selben Partei gehört, übernahm daraus auch noch das Ministerium des Innern, und man sprach damals bereits von einer durch diese Aemtervereinigung in Angriff genommene Vereinfachung der Verwaltung. Die eigentliche Geschäftsführung d-ieses Ministeriums besorgte als Ministerialdirektor das hessische Reichsratsmitglied Matthias; die Amls- geschäste wurden danach wie bisher weitergeführt, und die Ernennungen erfolgten nach sachlichen Gesichtspunkten. Rach den letzten Reuwahlen . aber vertauschte der Zentrumsabgeordnete von Brentano di Tremezzo das Iustizministerium, dem er als Rechtsanwalt ohnedies nahestand, mit dem Ministerium des Innern. Staatsrat Mat­thias wurde alsbald in Urlaub geschickt, damit wie es in eingeweihten Kreisen heißt Herr v. Brentano für die gewünschten Reubesehungen in der Verwaltung freiere Hand bekomme. Mat­thias ist denn auch- alsbald durch einen dem Zentrum angehörigen oder nahe­stehenden Beamten erseht und. da man

13. Oktober 1921 i. S. Gesuch des Kriegsbeschä digten Otto Merkel zu Ossenheim um UeE gung der Gemeinberechnerstelle daselbst; Beschwerde des Gemeinderechners Allbach den Gemeinderatsbeschluh vom 18. April 10 Uhr.

literarischen Kreise an. Vereinigt ist die Viel» seitigkell seines^ Schaffens darin: Er ist wahr­scheinlich der stärkste und schöpferischste Gestalter unserer deutschen Sprache, in der wir alles, was deutsch ist -auf der Erde, durch die Zell der Rot zusammenhalten müssen. (Siehe heutige Anzeige.)

Landkreis Gießen.

x Wieseck, 31. Jan. 14 im Jahre 1872 geborene Männer unserer Gemeinde ver­sammelten sich am Sonntag im Lokal ihres Altersgenossen Georg Keller und beschlossen, die während des Krieges eingeschlafene schöne Sitte der Fünfzigerfeier wieder zu neuem Leben zu erwecken. Sie soll voraussicht­lich im Juli stattfinden. Gewählt wurde der Vorstand aus Karl Seibert (Vorsitzender), Gustav Römer (Rechner), Karl Lang (Schrift­führer) und ein Monatsbeitrag beschlossene Dersamqzlungen sollen abwechselnd stallfinden bei den Altersgenossen Georg'K°eff le r und Wilhelm Will; unsere Kirchenbücher weisen im Jahre 1872 außer 3 Totgeborenen 91 Lebendgeborene auf, davon ein Zwlllingspaar: 46 Knaben und 45 Mädchen. Hiervon leben hier noch 26 Männer und 24 Frauen; hierzu dürften noch einige Israeliten und Zuge-- zogene kommen. Hoffenllich verschont der Tdd, der in diesem Monat mit 14 Opfern eine Ernte gehalten, wie sell Menschengedenken nicht, die Reche unserer Fünfziger. Im Jahre 1872 waren es im Januar 4 Todesfälle.

Kreis Schotten.

e Schotten, 1. Febr. In einer außerorbent* lichen Hauptversammlung des Vereins Lehrer heim Vogelsberg", die in Frank­furt a. M. unter Leitung des zweiten Vorsitzenden, Rektor Konrad Spieß, ftattfanb, wurde die Auf­lösung des Vereins beschlossen. Zu ßiqut- datoren wurden ernannt: Der erste Vorsitzende, Lehrer Ludwig Dern (Offenbach a. M). der Rechner Fr. Held (Mainz), der Obmann des Hess. Landes-Lehrervereins, Rektor I. Bach (Mainz), der Rechner dieses Vereins, Lehrer L R. Wilh. Heck (Zwingenberg) und Lehrer H. H o f- mann (Mainz). Außerdem wurde Dern (Offen­bach) zwecks weiterer Vertretung des Lehrerheims­gedankens in den Vorstand des Hess. Landes- Lehrervereins gewählt; bis zu seiner Wieder­genesung wird er durch Lehrer Gg. Dern (Reu- Isenburg) vertreten. Alle Schuldscheine werden durch Held (Mainz) zurückbezahlt.

lg. Gedern, 31. Ian. Am Sonntag ver­anstaltete die Gesellschaft der Musik­freunde ihr 1. Konzert, wozu man tn Kammer­sänger Ernst Rieder aus Frankfurt a. M. einen namhaften Künstler gewonnen hatte. Ausgestattet mit einem herrlichen Daßbariton von feiten em Wohlklang, sang er Lieder aus den beiden Zyklen Schwanengesang" von Franz Schub«ll undDich­terliebe" von Robert Schumann. Ganz besonderen Erfolg erzielle der Künstler mit den aus innerstem Erleben heraus vollendet totebergegebenen Lvewe- chen BalladenSpiritv santo",Odins Meeres­ritt",Edward" u. a. Die Klavierbegleitung wurde mit bestem Gelingen von Frau Lorsch- Morgenstern aus Frankfurt a. W. ausge- ührt.

selben Urteil 9 Uhr. Die Festsetzung der Be­soldung des Polizeidieners Petry in Gambach; hier: Berufung der Gemeinde Gambach gegen

Heute haben wir Mariä Lichtmeß Mariä Reinigung. Dieser Tag hat schiedenartige Bedeutung, hauptsächlich bei ___

Landleuten.Lichtmeß feucht und naß, gibt vielen Wein ins Faß", sagt der deutsche Weinbauer, und die friesischen und englischen Dauern denken ähn­lich. Der 2. Februar soll nämlich nicht trocken und sonnig, sondern trübe und feucht sein. Denn einer schönen Lichtmeß und einem schönen Vorfrühling pflegt gewöhnlich ein recht schlimmerRachfrüh- ling" (mit dem Eintreffen der Eismänner im Mai) zu folgen. Die englischen Dauern stellen sich gern eine Strohpuppe alsLichtmeßfrau" her, die sie am Morgen des 2. Februar aufs Feld bringen. 3ft abends am Lichtmeß tage die Strvhschleppe von Frau Lichtmeß troden o weh, dann gibt's eine schlechte Ernte! Glänzen aber Regenperlen als Ge­schmeide ftn Strohkleid, so ist das Beste zu hoffen. Ter evangelischen Kirche gilt Mariä Reinigung als Feier der Darstellung Christi im Tempel Die Bezeichnung Lichtmeß ist auf Lichtermesse zurück- zuführen, was sich wieder auf das feierliche Weihen derjenigen Kerzen bezieht, die das Iahr über in der Kirche Verwendung finben. Schon Martin Luther spricht davon; nach feiner Ueber- lieferung hat der Papst Sergius tm Iahre 687 das Lichtmeßfest eingesetzt. Mancherlei Bräuche sind aus der Bedeutung dieses Tages heraus ent­standen. So werden am Lichtmeß tage die sogenann­tenWetterkerzen" geweiht, die man anzündet, wenn Blitz oder Hagel Haas und Feld bedrohen. Unter Segenstoünsch-en tropft der Eifelbauer das Wachs solcher geweihter Kerzen auf den Pflug der Westerwälder Dauer auf die Mütze. In Baden lassen sich Kranke an dem Weihkerzenlichte das Haar anbrennen: verbrennt es rasch, so ist Aussicht auf Genesung. Im Elsaß bringt das Licht dem Kranken ruhige Stunden.

ausgegeben hatte, tm Werte von etwa 20000 Mark gestohlen. Sin antiker Löffel trug die Jahreszahl 1500. QJor Ankauf wird gewarnt.

** Treue Dienste. Gestern waren 25 Iahre vergangen, fett Frau Christine Reim geb. Loh aus Burgsolms tn Diensten bei Rentner Daniel Heil stehl

Wettervoraussage

für Freitag:

Dunstig, wolkig, leichte Rieberschläge, südwest­liche unb westliche Winde.

Aon dem atlantischen Ozean naht ein neuer stärkerer Tiesbruckwirbel, der für unser Gebiet Zu­nahme der Bewölkung und Riederschläge bringen wird.

Bornotizen.

Tageskalen der für Do nners- tag. Stadttheater, 7 Uhr: Gastspiel des Peh- Kainer-Balletts. Postkeller, 8 Uhr: Haupt­versammlung der Deutschnationalen Volkspartei. Aftorta-Lichtspiele, ab heute bis einschließlich Sonntag: .Der große Chef", 2. Tell:Die Ca- mcra vbscura" undDie Macht des Blutes", 1. Tell:Der Tod in Venedig".

Aus dem Stadttheaterbureau. Auf die Vorstellung vonTuranbot am Sonntagabend fei ganz besonders hingewiesen. Die Aufführung des Werkes darf als Sehens- würdigkett bezeichnet werden; denn die Darstel­lung sowohl wie die prächttge Ausstattung der 7 Bilder hat allgemeine Anerkennung gefunden. Es wurde von auswärtigen Besuchern geäußert, >ah ähnliches sogar in der Großstadt selten zu ehen sei

Der Oberhessische Geschichts­verein hat durch Anzeige in der gestrigen Rümmer zu seiner vierten Veranstaltung des Wintersemesters auf Samstag, 4. Februar, abends 8V2 Uhr pünktlich, in den Hörsaal 44 des Dorlefungsgebäudes der Universität eingeladen. Geheimer Schulrat Dr. Ed. Otto aus Darm- tadt wird über Wirtschaft und Stadt­verwaltung im alten Butzbach sprechen. Zwar hat letzten Endes das 660. Iabiläamsfest unserer Rachbarstadl das bereits dem ßommer- ausfluge des Vereins sein Ziel vorgeschrieben hatte, zur Wahl dieses Dortragsthemas ver­anlaßt; vor allem jedoch ist der Wunsch maß­gebend gewesen, mit einem der anziehendsten Abschnitte der Kulturgeschichte unserer Provinz bekannt zu machen. Unb das kann besonders reiz­voll an dem Beispiele Butzbachs geschehen, das als Marktort der Wetterau, an wichtiger Straße gelegen, allzeit eine Stätte regen Ge­werbefleißes, Sih einer geistlichen Ordensnieder- lassung unb schließlich als kleine Residenz auf eine ansehnliche Vergangenheit stolz fein darf. Der Vortrag ist öffentlich und unentgeltlich zugänglich.

Literarische Gesellschaft. Die Werke des Dichters Wilhelm von Scholz, den die Gesellschaft zu dem nächsten Dichter-Abend ein­geladen hat, rücken mehr und mehr in den Mittel­

streikende Personal hauptsächlich unter den Lo­komotivführern zu suchen ist. Alle sonstigen Zig-, Betriebs- unb Verkehrs bedienstete traten pünkt­lich zum Tienst erschienen. Der Verkehr ruht letzt vollständig. Es wird versuche werden, in den späten Rach Mittagsstunden einige Milch- unb Arbeiterzüge durch Beamte in Betrieb ji fetzen. Wenn möglich, sollen heute folgende Zuge verkehren:

GießenBurg- unb Rieb-Gemüir­den ab Gießen 5 Uhr 45, an Gießen 9 Uhr 16; GießenHungen ab Gießen 5 Uhr 30, an Gießen 7 Uhr 52; GießenLondorf an Gießen 2 Uhr 37, ab Gießen 5 Uhr 10; Gieße n Wetzlar ab Gießen 3 Uhr 48, an 5 Uhr 24; G i e- hen Friedberg ab Gießen 3 Uhr 48, an 5 Uhr 24. Eine Gewähr dafür, daß die Züge wirllich fahren und gegebenenfalls, ob sie auch morgen noch verkehren, kann jedoch nicht gegeben werden. Die Verwaltung ist weiterhin bestrebl den Zugverkehr zur Beförderung der Milch und Versorgung der lebenswichttgen Betriebe aufrecht­zuerhalten.

Wir welchen versuchen, die heutige Rümmer besGießener Anzeigers" unseren auswärtigen Beziehern, soweit dies möglich ist, durch Boten oder die etwa fahrenden Züge zuzustellen.

Verhältnis zu den Leistungen des Betriebs und den Zahlen der Vorkriegszeit trotz einer geringen Besserung in letzter Zeit immer noch sehr hoch. In dem Zeitraum vom 1. April bis 31. August des Iahres 1921 sind 188 Reisende durch eigenes Verschulden, zumeist durch Auf- und Abspringen auf oder von in Bewegung befindlichen Zügen, verunglückt, davon 55 Personen tödlich. Die Ahl der überfahrenen Fuhrwerke an Wegübergängen ist sogar um 74 in den fünf Monaten des Iahres 1920 auf 92 des Iahres 1921 gestiegen. Diese Ziffern geben zu denken unb mahnen zur Vor- sicht und ernsten Sorgfalt beim Betreten aller Bahnsteige, Bahnübergänge und dergleichen.

** Errichtung eines Erinnerungs­zeichens für die Gefallenen. Don zu­ständiger Stelle wird mitgeteilt: 2Iuf Anregung einer großen Zahl hiesiger Vereine und Vereini­gungen fand kürzlich unter dem Vorsitze von Ober­bürgermeister Keller eine Besprechung statt, zu der sich außer den Vertretern der Vereini­gungen Mitglieder der Stadtverwaltung, der städtischen Daudeputatwn und des städtischen Kunst beirates eingefunden hatten. Rach eingehen­der Aussprache kam .die Versammlung zu dem Ergebnis, daß die Errichtung eines Erinnerungs­zeichens für die gefallenen Gießener alsbald tn die Wege zu [eiten fei, fotoie daß das Erinne- rungsmal nicht mit dem Ehrensriedhvf verbunden werden solle. Darüber, ob das Gedenkzeichen innerhalb oder außerhalb der Stadt zu errichten sei, gingen die Meinungen auseinander. Mit der Vorbereitung der Angelegenheit wurde ein engerer Ausschuß betraut, bestehend aus den Herren Bür­germeister Krenzien, Universitätsprvfessvr Dr. Rauch Daurat Kuhlmann, Stadtbaurat Braubach, Direktor D ü n n i n g s unb 3 Ver­tretern der Vereinigungen Die beabsichtigte Er­richtung eines Ehrenzeichens für die gefallenen Gießener wird sicher in allen Kreisen der Be­völkerung lebhaftes Interesse wachrufen. Die Stadtverwaltung und der engere Ausschuß coerben Anregungen tn biefer Angelegenheit gern ent­gegennehmen. Wir Haben tmGießener Anzeiger" mehrfach unb in verschiedener Hin­sicht Anregungen für die Ausgestaltung von wür­digen Erinnerungszeichen gegeben.

** Diebstahl In einem in der Rähe ge­legenen Schloß wurden vom 28. auf 29. Januar l Is. mehrere Dutzend silberne Löffel unb Gabeln, mit einem Wappen versehen, Teekannen mit Sah- nentopf tn Rillenmuster, 2 silberne Messerbänke, 1 kleines silbernes Schiff, 2 kleine silberne Fi­guren unb verschiedene geschliffene und geschnitzte Steine durch einen Mann, welcher sich als Diener

Punkt des allgemeinsten Interesses. Der lyrische Dichter, der Schöpfer unseres vielleicht rhythmisch lebendigsten Verses (Der Spiegel") fand zuerst seine Gemeinde. Dann eroberte der dramatische Dichter desIuden von Konstanz" vor allem, derVertauschten Seelen", desHerztounbers" Bühne unb Publikum. Der Erzähler Scholz (Die Beichte",Fähnrich von Vraunau",Die Unwirk­lichen") fanb ebenso bie begeistertsten Leser wie ben Schi (derer deutschen Landes, der mit seinen Wanderungen (Reise und Einkehr",Städte unb Schlösser") vorbildlich geworden ist. Unb ber klare, [ebenbige, scharfe Geist, der aus seinen BüchernGedanken zum Drama",Der Dichter", zerren mit einem «sef.rmkpe utt ton 3c 5 Terttsche Mystiker" spricht, regte überall die | übenden. Preise wurden insgesamt 85

2ll>g. Dr. Geher (Komm. Ardeitsgemeinsh ) erklärt, ter Etat sei ber beste Beweis für das

EWC v V gegen

Finanzverwaltung. Das Schicksal des Steuer^! baß Urteil bes Kreisausfchuffes des e-roifpa kinbromifje^ ilt n^ ungute unb toir finb [ängü Friebberg vom 5. September 1921. 9 Uhr. österreichischen Zustanden gelangt Statt ben Die Festsetzung der Besoldung des Polizeidieners D-Irh tu Betaftal, legt man ten bjeUen Tiaffen Berg zu Wohnbach: hier: -Berufung gigen das ttueter neue Steuern aif. Der Xebner toirff Urteil des ÄreisauöfchufseS des Kreifes Medberg Kegen chres Derhall-nS vom 30. September 1921. 9 Mr. - Berufung wi ErfenSahnerslreik reaktionäre Deftrebungen vor der Gemeinde Offenheim gegen ba« Anteil des