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WeihnachtSbaum mit nach Haufe nehmen. Die Dahn verbot die Mitnahme ins Abteil. Der Wann gab das Däumchen als Expreßgut auf und mußte dafür 83 Mark Fracht zahlen.

] [ Marburg. 31. Dez. CBergxingcne Nacht brannte ein neben dem städtischen Elektrizitätswerk stehendes kleines Wohnhaus völlig nieder. Die Feuerwehr verhütete -ein älmsichgreifen des Brandes. Die Mel­dung von einem Spreng st offanschlag auf den Brückenkopf bei Caldern beruht auf einer Ortc-verwechslung. Der Unfug wurde in einem Gehöft im benachbarten Dorfe Goßfel- feldcn versucht. Bon dort aus wurde auch die Marburger Polizei benachrichtigt. In Münchhausen wurde in vergangener Nacht einem Landwirt ein dreiZentn erschwe­re 6 Schw< in aus dem Stalle gestohlen und in der Nähe abgeschlachtet.

Turnen, Sport und Spiel.

Trainingslisten 1922. Die ersten Trainingslisten für die tommenbe Rennsaison sind erschienen. Trainer CH. Planner hat 16 Pferde für den Stall des Herrn R. H a n i e l in Arbeit, und zwar neben dem alten Chaputchin die Fünfjährigen Trumpf. Einspruch und Chalzit, die Vierjährigen Träumer, Chrysolith und Prälat sowie acht Drei­jährige. unter diesen Priorin, Turmlied, Paloma und Minnie. Den jüngsten Jahrgang vertrat nur eine, noch namenlose Stute von Priesterwald--Lady- bird. Stalljockeh ist nach dem Abgang von G. Hanek F. Polgar. Der O p e l s ch e Rennstall umfaßt in diesem Jahre 24 Pferde, und zwar drei Fünf­jährige, vier Vierjährige, sieben Dreijährige und zehn Zweijährige. Enver. Dogarwo, Lebenskünst­ler. Rih, Hok Effendi und Favorita dürften auch in diesem Jahre ihre Rennen gewinnen. Die Vier­jährige Damascena v. Fels-Damiette hat noch keine Rennbahn betreten. Unter den Dreijährigen ragen der Sieger im Landgrafen-Rennen und Hoffnungs- Preis, Kairos, ferner Hvgull, Haczar. Fontalyca und Bolaca hervor. Das Gestüt Mydling- Hoven geht mit 18 Pferden in die neue Saison. In der Obbut Trainer A. Schläfkes befinden sich acht Zweijährige, sechs Dreijährige, von denen bis­her Freigeist. Gimpel und Pleite erprobt sind, so­wie die Vierjährigen Parze, Protzer, Feldgrau und Combattant. Als Hockey fungieren E. Huguenin und CD. Winkler.

Zu Mitgliedern der Obersten Rennbehörde wurden für baS Hahr 1922 ge­wählt: Als Vertreter der Rennvereine W. v. Gaza Magdeburg), E Bischoff (Horst-Emscher), Max Klönne lDvrtmund), R. Gebhard (Leipzig) und Freih. v. Herthing (München): als Vertreter der Vollblutzüchter: M. Friedhelm (Därselde) und R. v. Wallenberg (Hllnisch); als Vertreter der Rennstallbesitzer. W. Twdel (Hoppegarten) und 21. Teske (Berlin); als CBer tretet ber Trainer: C. Feller; als Vertreter der Hockeys: A. Bleuler.

Ueber 13 Millionen Mark an Rennpreisen wurden im abgelaufenen Hahre von den Deutschen Trabrennvereinen ausgewotsen. 2Ln 215 Trabrenntagen wurden 1364 Rennen gelaufen, die mit insgesamt 13 510 480 Mk. an Rennpreisen ausgestattet waren. Von dieser Summe enisallen auf die beiden Berliner Bahnen Martendorf und Ruhleben allein 5 622 000 Mk. Danw folgen: 2lltona-Bahrenselb mit 1 890 000 Mar^ München-Daglflng mit 1 582 000 Mk. und Ham^ig-Farmsen mit 1 486 000 Mk. Die Zahl der iin Trabersport vergebenen Ehrenpreise beläuft sich auf 741.

Flugzeug gegen Motorrad. 3n der Nähe von Mailand maßen sich dieser Tage ein Flugzeug mit einem 28-L8-Motor und ein Hndianmotorrad von 9 PS über eine Strecke von 1 Km. mit Hin- und Rückfahrt. Das Flugzeug erzielte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,3 St./Km., während das Motorrad nur auf 126,3 St./Km. kam. Die größte Geschwindigkeit erzielte das Motorrad auf dem Rückwege mit 138,5 6t./ Km.

Vermischtes.

Die Grippe geht zurück.

Berlin, 2. Han. (Priv.-Tel.) Wie die Blätter melden, hat die ZaU der den Kranken­häusern in Berlin überwiesenen Grippekranlen, die in ber vergangenen Woche ständig stieg, ge­stern abgcraxnmcn. Während die Zahl der Trans­porte in den letzten Tagen etwa 200 betrug, ist sie am gestrigen Sonntag auf etwa 130 zurück- gegangen.

Die Silvesternacht in Berlin.

Berlin, 2. Han. (Priv.-Tel.) Die Ber­liner Rettungsstationen haben in der Silvester­nacht in etwa 200 Fällen Personen, die bei Schlä­gereien oder .Unfällen zu Schaden gekommen find, Hilfe geleistet. Einige der Verletzungen waren schwererer Art. Ein Marrn, der am Standbilde derBerolina" ein Riefenfeuetwerr dbbrannle, wurde beim Explodieren der Ladung durchs den Luftdruck mehrere Meter fortgeschleubert. Man fand ihn mit schwerverletztem Gesicht auf.

'DieGruftdesreußischenGrasen- Hauses aufgebeeft. 3n den unterirdischen Räumen der Hohanneskirche zu Gera ist man auf elf Metallsarge gestoßen, die zweifellos die Heber» reste Her Mitglieder des ehemaligen reußischen Grafenhauses enthalten. Die Särge werden vor­aussichtlich in das fürstlich reußische Erbbegräbnis in Schleiz übergeführt werden.

* Weitere Zunahme der Hand­werkslehrlinge. Der nach der Beendigung des Krieges zu beobachtende Rückstrom der schul­entlassenen Hugend und jungen Leute zum Hand­werk hält erfreu kicher-weise an. 3m Halbjahr AprilSeptember 1921 wurden zur Lehrlings­rolle der Handwerkskammer zu Berlin 10 463 Lehrlinge angemeldet und 6293 abgemeldet, so baß das Mehr 4170 Lehrlinge beträgt. 3nsgesamt zählt die Handwerkskammer zu Berlin gegen­wärtig 37 354 Lehrlinge, während der Tiefstand in der Kriegszeit kaum 7000 Lehrlinge betrug. Don 211 Anträgen auf Abkürzung der Lehrzeit wurden 186 genehmigt. -

* Die Einwohnerzahl der Länder Europas. Die Zahl der Einwohner in den Ländern Europas hat jetzt das Statistische Reichs­amt nach der Aufteilung Oberschlesiens festgestellt. Das Deutsche Reich hat dort ein Gebiet verloren, das nach per letzten Volkszählung 980 296 Ein­wohner zählte. Die Bevölkerung des Reiches betrug demnach an jenem Tage, am 8. Oktober 1919 59 857 283. Durch Einwanderung und Ge­burtenüberschuß hat sie sich inzwischen auf rund 62 Millionen vermehrt. Hebert roffen wird Deutschland nur von Rußland, das in Europa 101 Millionen Einwohner zählt. An dritter Stelle folgt Großbritannien, vorläufig mit 3rland. mit 47,3 Millionen, 3talien mit 39,5. Es hat Frank­reich mit nur 39,2 überholt. Zu diesen fünf großen Ländern kommen fünf mittlerer Größe mit 10 bis 30 MillionenPolen 29, Spanien 20, Rumä­nien 15,4, Hugvslawien 14,5 und die Tschecho- Slowakei mit 13,6 Millionen. Alle übrigen Län­der sind zu den kleinen Staaten zu rechnen: Hn° garn 7,48, Belgien 7,62, Riederlant^ 6,84, Deutsch-

Oesterreich 6,13 Portugal 5,96, Schweden 5,81, Griechenland 5,v0. Bulgarien 4,86, Litauen 4,80. die Schweiz 3,89, Finnland 3,33, Dänemark 3LA, Norwegen 2,45, Estland 1,75, Lettland 1,73, die Türkei in Europa 1,25, alle übrigen Länder 1,57 Millionen.

Büchertisch.

Leipziger 3llu st rierteZeitung. 2lus dem besonders reichen aktuellen Teil der neuesten Nummer 4064 sei angeführt: Gin 2luf» satzMoliöre" zur 300. Wiederkehr seines Ge­burtstags am 15. Hanuar von Dr. Hertha Michel, ein fesselnder Hahresrückblick von Dr. Herrn. Diez, ein durch eine Dildertasel geschmückter Beitrag über die Ausstellung der Nürnberger Sezession, die Mode des Mannes sowie für die Winter­frischeModesonderaufnahmen". Natur- und Tierfreunde erhalten eine besondere Freude durch einen Beitrag(Sin Dorado der Vogelwelt" mit Bilder aus dem Heinrich-Lumpe-Park für Na­tur- und Vogelschutz in Rußig. Der Preis der Nummer beträgt 5,50 Mk.

Handel-

Frankfurt a. M., 2. Januar.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Dries

Datum: 30. Dez. 31. Dez.

Amsterdam-Rotterd. 6893,10 6906,90 6743,25 6756,75 Brüssel-Antwerpen. 1423.55 1426 45 1418.55 1421,45 Christiania 3011,95 3018 05 2947,05 2952,95 Kopenhagen 3696 30 3703,70 3661,00 3668,70 Stockholm 4675,30 4681,70 4610,35 461 65 Helsingfvrs 352,60 353,40 342,65 343,35 Italien........ 789,20 790,85 809,15 810,85

London 769,20 785,80 770,20 771,80 Neuyork 186,31 186,69 183,81 184,19 Paris 1490,- 1493,- 1491,- 1494,- Echweiz 3651,30 3658,70 3621,35 3628,65 Spanien 2777,20 2782,80 2767,20 2772,80 Wien (alte«) . . . .

Deutsch-Oefterr.. . . 6,83 6,87 6,83 6,87

Prag......... 274,70 275.30 271,20 271,80

Budapest 30,46 30,54 30,46 30,54 Buenos Aires . . . 62,65 62,85 61,40 61,60 Bulgarien -

Konstantinopel ...,

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 30.12. 31.12.

Zürich Fr. 125.40 2,75 2,62

Amsterdam Fl. 59.20 1,47

Kopenhagen Kr. 88.80 2.75 2,80

Prag Kr. 117 80 37,25

Stockholm Kr. 88.80 2,20 2,20

Wien ;^r. 117.80

London Sh. 97.80 7,80 7 69

Paris Fr. 125.40 6,68 6.75

Neuyork $ 23.80 ,53,55

Züricher Devisenmarkt. 31.12. 2.1.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. 18«.d0 189.- Deutfchland 100 OHt = 2.775 2.775

Wien 100 Kr. 0.19 0.19

Prag 100 Kr. = 7.60 7.25

Pari» 100 Fr. = 41.46 41.60

London 1 £ = 21.53 21.60

Italien 100 L. = 22 70 22.55

Brüssel 100 Fr. -= 39.60 39.30

Budapest 100 Är. = 0.225 0.82

Neuyork 100 $ 512.- 512.-

Agram 100 Kr. 1.90 1.90

Warschau 100 Är. = 0,17 0,17

Märkte.

Mainzer Produktenbörse.

(Marktbericht vom 3 0. Dezemb/er 1921.)

Wie alljährlich, so war auch an diesem letzten Dörsentag im alten Hahr das Geschäft sehr ruhig. Die Preise für alle Artikel waren fest; Abschlüsse kamen aber kaum zustande. Dazu trägt die un­sichere Lage am Devisenmarkt mit bei. Soweit Preise notiert wurden, betragen diese für 100 Kilo: für inl. Weizen 710750, Roggen 620640. Hafer 560640, Futtergerste 700, inl. Weizen­mehl 00 11001200, inl. Weizenmehl Spez. 0 1100, Weizenmehl mit Auslandsmehl gemischt 1175, amerik. Weizenmehl 1375, Roggenmehl 70proz. 800850, Weizenkleie ohne Sack 400 bis 450, Roggenkleie ohne Sack 400450, Mais 725 bis 750. Maisschrot 745765. Deutsche Linsen 14001600, weiße Dohnen 9001100, Viktoria- Erbsen geschält 9501300, Viktoria-Erbsen un­geschält 9001200, Burma-Reis II 11001400, Haferflocken 9301000, Graupen 9001250, Wie- senheu lose 330350, Wiesenheu gepreßt 355 bte 360, Kleeheu lose 430440, Kleeheu gebündelt 430 bis 440, Haferstroh 110145, Roggenstroh 110 bis 130, Kartoffeln 270300.

(In einem Teil der A-cklage roieoetoolL) Mißstimmung der Amerikaner gegenüber bat

Franzosen.

London, 31. Dez. (WTB.) Die»Morning- Post" meldet aus Washington, infolge der Hal­tung Frankreichs mache sich in den Bereinigten Staaten Widerstand gegen die Rati - fizi erung des Vier-Mächte-2lbkommens be­merkbar. Zahlreiche Amerikaner bezweifelten die Zweckmäßigkeit von Hebereinkommen, an denen Frankreich beteiligt sei.

Ein Beschluß in Washington über die HilfSi schiffe.

London, 31. Dez. (WTB.) Nach einer Mel­dung aus Washington wird erklärt, daß der Marineausschuß gestern so gut wie einig darüber geworden sei, baß die Größe der Hilfsschule /ruf höch stens 1 0 000 Tonnen festgesetzt werden soll. Alle Abordnungen hätten diesen Vorschlag angenommen mit Ausnahme der fron- zösischen, die voraussichtlich später ihre Zustim­mung erklären würde. Alle Mächte seien über­eingekommen, das Kaliber der Kanonen für Hilss- schiffe aus 8 Zoll festzusehen.

Einigung über die Flugzeugmutterschiffe.

Washington, 31. Dez. (WTB.) Die 2Bb> rüstungskonferenz hat gestern den britischen Vor­schlag über die Zuwei ung von Flugzeug­mutterschiffe n angenommen. Durch diesen werden Groß-Britannien und die Bereinigten Staaten je 135 000 Tonnen, Hapan 81 000 Tonnen und Frankreich und Italien je 60 000 Tonnen solcher Hilfsschiffe zugewicsen.

Donar Law's Qlnhinft in Cannes.

London, 31. Dez. (WTB.) Der »Times" zufolge wird Sonar La w heute in CaneS erwartet.

Von den ägyptischen Anruhen.

Kairo, 31. Dez. (WTB.) Gestern wurde ein britischer Eisenbahnbcamier durch einen Re­volverschuß getötet. Der Mörder ist entkommen.

Ein neuer Weltrekord bet (Amerikaner in der Flugdauer.

Paris, 31. Dez. (WTB.) Nach einer Mel­dung derChicago Tribüne" aus Mineola (Ber­einigte Staaten) haben die beiden amerikanischen Flieger S t i m | e n und Berdaud einen neuen Weltrekord ausgestellt durch einen ununterbroche­nen Flug von 26 Stunden 19 Minuten Dauer.

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qMCoBINERo "

Behördliche Anzeigen

Bekanntmachung.

betr.: Wahl der Vertrauensmänner und Ersatz­männer zur Angesii-ll «»«Versicherung.

3n der Wahlbekanntm.uy-rng (vergl. Gießener Anzeiger Nr. 265 vom 11. 'Rniw-mber und Ober- hessische Volkszeitung Nr 264 vom 12. November 1921) ist die Wahlzeit festgesetzt auf Sonntag den 8. Hanuar 1922 von 10 bis 12 Hhr vormittags und von 2 bis 5 Hhr nach­mittags.

Ss haben nur die versicherten Angestellten zu wählen (vergl. meine heutige Bekanntmachung, in welcher die Dorschlagslisten veröffentlicht sind).

Zu beachten ist folgendes:

Wah b.-rechtigt sind volljährige Deutsche männlichen und weiblichen Geschlechts, soweit sie nicht nach § 147 Abs. II des A. V. G. vom Wahl­recht ausgeschlossen sind. Der Stinnnberechtigte darf sein Wahlrecht nur in dem Stimmbezirk, in welchem er wohnt, ausüben. Es dürfen alfo nurinGießen wohnende stimmberech­tigte Ange st ellteab stimmen. Die Wäh­ler haben sich über ihre Wahlberechtigung auszu­weisen. Als Ausweis dient die Bersic^rungskarte. in welcher für die vorausgegangenen 12 Monate mindestens ein Monatsbeitrag nachgewiesen sein muß.

Das Wahlrecht kann nur in Person und durch Abgabe eines Stimmzettels ausgeübt werden. Die Siimmzettel dürfen keinen Protest oder Vorbehalt enthalten und nicht unterschrieben sein.

Es kann nur für unveränderte Vorschlagslisten gestimmt werden. Als verändert gelten auch die Listen, in denen die Reihenfolge der Vor- geschlagenen geändert worden ist. Hede Ab­weichung von tzxr Vorschlagsliste macht diese un­gültig Hedoch genügt es, daß der Wähler die Bezeichnung der Liste angibt, für die er sich ent­scheidet (z. B. Vorschlagsliste A).

Danach empfiehlt es sich, die Stimmzettel in dieser vereinfachten Weise herzustellen und da übet ihre äußere Gestalt nichts vorgeschrieben ist, der Gleichmäßigkeit wegen dazu weißes Papier in der Größe von % Bogen (Reichsformat) zu ver­wenden. 26 B

Gießen, den 30. Dezember 1921.

Der Wahlleiter:

Dr Frey, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

betr.: Wahl der Vertrauensmänner und Ersatz­männer (§§ 145 ff. des Dersicherungs- gesetzes für Angestellte).

Für die auf Sonntag, den 8. Hanuar 1922 an­beraumte Wahl der Vertrauensmänner und Ersatzmänner (nach dem Dersicherungs- gesetz für Angestellte §§ 145|f. des B. G. f. A.) sind für den Wahlbezirk Gießen-Stadt die nach­stehend aufgeführten gültigen Vorschlagslisten rechtzeitig eingereicht worden:

I. Für die Vertrauensmänner und Ersatzmänner au6 den Arbeitgebern.

Vorschlagsliste derFreien Arbeitgeberver­einigung", bevollmächtigter Vertreter Geschäfts­führer Hak. Günderoth in Gießen:

1. Hakob Günderoth, Geschäftsführer in Gießen, 2. Richard Andreä, Geschäftsführer in Gießen, 3. Karl Drömer, Geschäftsführer in Gießen, 4. Richard Strvhwig, Geschäftsführer in Gießen, 5. Paul Hornberger, Rechtsanwalt in Gießen, 6. Adam Volz, Vorsitzender der Ortskrankenkasse in Gießen,

7. Dr. Albert Aaron, Rechtsanwalt in Gießen, 8. Levi Sondheim, Kaufmann in Gießen, 9. Franz Diener, Geschäftsführer in Gießen.

II. Für die Vertrauensmänner und Ersatzmänner aus den versicherten Angestellten.

Liste A eingereicht vom Deutschnationalen Handlungsgehilsen-Derband, Ortsgruppe Gießen, bevollmächtigter Vertreter Handlungsgehilfe Emil Reuter in Gießen, Seltersweg 85:

1. Heinrich Friedrich, Buchhalter in Gießen, Keplerstraße 5,

2. Friedrich Hirsch, Buchhalter in Gießen, Mühlstraße 20,

3. Heinrich Wahl, Buchhalter in Gießen, Schillerstraße 9,

4. August Hauck, Buchhalter in Gießen, Wühl­st raße 5,

5. Wilhelm Bonarius, Handlungsgehilfe, Gie­ßen, Bruchstraße 16,

6. Karl Dräbing, Handlungsgehilfe, Gießen, Dammstraße 50,

7. Heinrich Barsch, Handlungsgehilfe, Gießen, Dammstraße 35,

8. Heinrich Decker, Handlungsgehilfe, Gießen, Steinstraße 33,

9. Emil Reuter, Handlungsgehilfe, Gießen, Sel­ters weg 85.

vielmehr in der Reihenfolge des Vorschlag- als gewählt. 27 B

Gießen, den 30. Dezember 1921.

Der Wahlleiter:

Dr. Frey, Beigeordneter.

Bekauurmachung.

3n unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehnskasse, ein­getragene Genossenschaft mit beschränkter Haft­pflicht, zu Watzenborn-Steinberg eingetragen: Balthaser Hirz V. und Balthaser Damasky sind aus dem Vorstand ausgeschieden; an ihre Stelle sind Balthaser Maid und Wilhelm Pfaff ge­treten. Hohannes Hirz IX. ist zum Direktor ge­wählt. 115B

Gießen, den 25. Dezember 1921., Hessisches Amtsgericht.

Betr.: Landzuteilungsverfahren für die Gemein­den Albach und Steinbach.

Bekannrmachung.

Der Plan zur Durchführung des Verfahrens liegt in der Zeit vom 5. bis einschl. 12. Hanuar 1922 auf den Bürgermeistereien Albach und Stein­bach offen.

Plantag zur Erläuterung und Erörterung deS Plans vor dem Landausschuß wird anberaumt auf Freitag, den 13. Hanuar 1922, vorm. 11 Hhr, im Rathause z u Steinbach.

Ich bringe dies zur Kenntnis mit dem Hin­weis darauf, daß von den am Verfahren Be­teiligten Einwendungen gegen den Plan erhoben werden können, unb zwar während der Offen» legungssrist schriftlich bei den Bürgermeistereien Albach und Steinbach sowie im Plan tag selbst mündlich in der Zeit zwischen 12 und 1 Hhr.

Bad Salzhausen, den 31. Dez. 1921.

Der Landamtmann zu Bad Salzhausen.

Drill. 9OB

Liste B eingereicht vom Gewerkschaftsbund der Angestellten, Or.sgruppe Gießen, bevollmächtigter Vertreter Duchhaller Ernst Klotz in Gießen, Krof- dorfer Straße 15:

1. Franz Funk, Buchhalter in Gießen, Wilson- ft raße 10,

2. Ernst Klotz, Buchhalter in Gießen, Krofdorfer Straße 15,

3. Karl Wießner, Steiger in Gießen, Leih- gefterner Weg 42,

4. Lina Drasch, Buchhalterin in Wetzlar, Ste- phanstraße 27.

5. Willi Schuhmacher, Angestellter in Gießen, Cbelstraße 11 a,

6. Heinrich Hanitsch, Angestellter in Gießen, Schiffenberger Weg 64,

7. Anna Krauskopf, Verkäuferin in Gießen, Bruchstraße 11,

8. Franz Höhne, Buchhalter in Gießen, Mühl­straße 29,

9. Eugen Hörg, Filialleiter in Gießen, Goethe- st raße 48.

Liste C eingereicht vom Allgemeinen Freien Angestellten-Dund (Afabund), bevollmächtigter Vertreter Gefchäftssührer E. Frischmann in Gie­ßen, Nord-Anlage 39:

1. Heinrich Stimmer, Werkmeister in Gießen. Nord-Anlage 18,

2. Georg ©rünig, Techniker, Gießen, Bahnhof­straße 66,

3. Robert Wetter, Dureauangestellter, Gießen, Steinstraße 72.

4. Mathilde Zeidter. Verkäuferin, Gießen, Buddestraße 7,

5. Gustav Puppe, Werkmeister, Gießen, Riegel- Pfad 39,

6. Hellwig, Franz, Lagerhalter, Gießen, Stein­st raße 40,

7. Anna Bender, Filialleiterin, Gießen, Liebig- flraße 72,

8. Heinrich Pages, Lagerist, Gießen, Schiffen­berger Weg 64,

9. Heinrich Jsheim, Techniker, Gießen, Schifffen­berger Weg 64.

Die Listen A und B der Angestellten find als verbundene Listen gemäß § 14 der Wahlordnung erklärt worden, so baß sie gegenüber der Vor­schlagsliste C (eingereicht vom Afabund) als eine einzige Vorschlagsliste gelten.

Von den Arbeitgebern ist nur eine Vor­schlagsliste eingereicht worden. Es hat daher bei dieser Gruppe gemäß § 16 der Wahlordnung keine Wahl stattzufinden. Die Vorgeschlagenen gelten

Bekauurmachung.

Der Nachtragsvoranschlag für die tfraeL Religionsgemeinde Gießen für 1921, der II. Nach» tragsvoranschlag für die Landjudenschaft der Pro­vinz Oberhessen für 1921 und der Voranschlag für die tfraeL Religionsgemeinde Gießen für 1922 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Hnterzeichneten offen.

Gießen, 30. Dezember 1921. 890

Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen.

Moritz Strauß.