Ausgabe 
2.1.1922
 
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Das Orchester unter Leitung von Kapell-1 des Gemütsverhältnisses zwshen den ffinxelncn tr_/a^ K n u b e l tat gleichfalls vollauf I und der Gesamtheit. Giese ihre lebendige Wir" Schuldigkeit: ein Sonderlob verdient der kung ward gesichert und erhöht durch die Art

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Leider hat die böse Grippe auch bei der Hes i chen La> deswa d rb h e ih en Ei zug ge hatten: konnte der Betrieb vor Weihnachten mit größter Anstrengung noch aufrechterhalten wer­den, so häuften sich in den letzten Tagen die Er­krankungen derart, Latz alle Ausf'chrungen zwi­schen Weihnachten und Aeujahr zum Op;er fallen ntuftten. Tie Vorstellungen b-ginnen wieder am 2. -Januar in Lauterbach in Oberbelsen. Die au g?sal einen Thmterad.nde werden felb lredmd nachgeholt.

$il^ttor Haisinger, d-r Leiter der Hes- itschen Lai ideswan derb ahne, an ihren A beiten teilnahm. Lleberall wo Dorstellu gen in Rhein- hefsen stattfanden, schickte er einführende An­sprachen voraus, die nicht nur die volksbildne­rische Bedeutung des Thea'ers behandelten, sondern vor allem das Menschliche, das Persön­liche in der Arbeit der Bühne zur Geltung brach- ten und alle Einzelnen zu tätiger Teilnahme und doller Bereitschaft des Gemüts aufriefen. Tas ist denn auch in Rheinhessen, wie gesagt, gelungen.- gelungen in einem Made, bah man lagen kann, es sei da nationale Kulturarbeit grotzen Stiles geleistet worden, die innerlich Frie­den bringend, nach auben (man irn!e an ore französische Kulturpropaganda) befestigend wirkt.

Ein^nstitutfürParasitologie. Das erste englische Universitätsinstitut zur Grfor- schung des Lebens der Schmarotzer ist kürzlich in Eambridge eröffnet und der Leitung von Professor G. Sx F. Nuttall unterstellt worden. Es ist mit den

Wachsender deutscher Anteil an der norwegischen Schiffahrt.

C h r i st i a n i a. l. Januar. (WTB.) Das statistische Zentralbureau veröffentlicht eine Statistik über die norwegische Schiff- f a h^t 1920. Der Anteil Deutschlands an der Schiffahrt Norwegens stieg 1919/20 von 6,3 auf 12,4 gegen 4,31 Prozent im Jahre 1913. Der britische Anteil sank von 8,8 auf 6,1 gegen 11,4 Prozent im Jahre 1913. Der amerikanische Anteil an der Schiffahrt Nor­wegens im Jahre 1920 war viermal so groß als 1919. 1913 hatte Amerika keine Norwegen- fahrt.

Deutsch-österreichischer Telegramm- Wechsel.

(Berlin, 31. Dez. (WTB.) Der österreichische Bundespräsident Hai ni sch Hal an den Reichs­präsidenten folgendes Telegramm gesandt: Anläh-

Spaunung zwischen Finnland und Rußland.

London, 31. Dez. LautE'vening Stan­dard" hat die Spannung zwilchen Rußland und Finnland durchs die letzte Note Tschitscherins Uren Höhepunkt erreicht. 3n H ls ngfors betrachte man i ie Lage als autzerordent- l i ch e r n ft._ Man, spreche bereits davon, den Oberbefehl über die f.nnische Armee im Falle eines bolschew.st schen Argrisfes kern betann cn Ge'.eral Mannerhe im zu übertragen. De bolschewist sHe Del gnt on in HeJ.nafors wurde nach Moskau zurüaberufen. Sie leite mit, daß auf Grund der gespannten Verhältnisse zwischen Finnland und Ruhland alle Einkäufe eingestelllt werden. Es waren Unternehmungen im Gange zum Ankauf von Papier und Zellstoff.

ähnlich dem zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei getroffenen, zwischen Iugo- flawien und Oesterreich zum Abschluß bringen.

Nrotze Aussprache im italienischen Senat.

Rom, 31. Dez. 3m Senat gab Handels- miniper Delotti Erläuterungen über das der 'Bar.ca 3ta[iana di ©conto gewährte. Mora- tLriurn. Darauf ging der Senat zur Weiterbera­tung der vorläufigen Dudgetzwölftel über. Der Minister des Aeutzern führte in Erwi­derung auf die Reden mehrerer Senatoren über die letzte Jurarnmentunft zwischen Lloy) George und Briand in London aus, es habe sich nicht um eine Konferenz gehandelt. Um d e Regierung in Rom in Kenntnis zu letzen, schickte Lloyd Ge­orge einen hohen Beamten des englischen Schatz­amtes. Als Folge der Vorbrip echungen wurde fcbie Konferenz in Cannes beschlossen.

. Der Schahmini st er erklär e. die Haupt- Dgrund'ätze der Finanzpo-litck der Reg e ung feen, das Defizit zu bekämpfen und eine Vermehrung des Pap ergeldumlaufes zu verhindern. Mi- nifterbccf be tt Bonomi besp ach die Krise der Banca Italia di ©conto. Er Jagte, es handle sich nicht um eine allgemeine Krise für alle Kreditinstitute, sondern nur um eine Bank, d e infolge übermäßiger Festlegungen in eine ziemlich schwierige Lage geraten sei.

Briand im Scnalsausschuß.

Paris, 1. Jan. (Wolff) Briand erschien vor dem Senatsausschuß für auswärtige An­gelegenheiten und erflärte zur Frage der deut­schen Schuld, auf keinen Fall dürften die von Frankreich zu fordernden Summen in Geld oder die Sachlieferungen hrabgesetzt werden. In Sachen beä Wiederaufbaus Europas sei die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Deutschland besprochen worden, aber nicht unter den Regie- rungen. Auch unter den Finanz-, Handels- und o£ilrte en Unternehmungen der verschiedenen Wnder solle diese gemeinsame Tätigkeit erfolgen. Briand erklärte nach demPetit Parisien" ferner, toenn C^utjchland nicht zahle, würden automatisch die Sanktionen in Kraft treten. Wenn eine Heräb- feßung der deutschen Schuld - die Zahl von 500 -uituionen Goldmark sei in die Debatte geworfen ,T 2luge gefaßt werde, sei formell zwischen ihm und Llvhd George abgemacht worden, daß der Anteil Frankreichs für 1922 keine

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 2. Jan. 1922.

Vornotizen.

Tageslalender für Montag. Astoria-Lichtspiele, ab heute:Goliath Arm­strong. der Herkules der schwarzen- O^erge" und Charley Chaplin". Lichtspielhaus. Bahnhof? st raße, ab heute bis einschließlich Donnerstag" ..Das große Radiumgeheimnis". 3. Teil undDie Geheimnisse der 3. Novemberwoche".

- Aus dem Stadttheaterbureau. Wegen Grippeerkrankungen im Personal muß die Vorstellung vonTur an do t" am Dienstag, den 3. Januar, aussallen. Das Theater bleibt an diesem Abend geschlossen: nur die Kasse ist vor­mittags von 101 Uhr geöffnet

" Amtliche Persvnalnachrich- t e n. Am 28. Dezember 1921 wurde der Schreibgehilfe Emil Müller zu 'Bad-Nau­heim vom 1. Januar 1922 an zum Kanz- lien bei der Dad- und Kurverwaltung Bad- Nauheim ernannt. In den Ruhestand ver­seht wurde am 27. Dezember der Studien­rat an dem Gymnasium zu Bensheim Dr. Bernhard Biel auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staat geleisteten Dienste vom 1. Januar 1922 ab.

2.U. Von der Landes-Universität. Die medizinische Fakultät hat den Pro­fessor Dr. Phil. Arthur L o o ß in Gießen ehren­halber zum Dr. med., die philosophische Fakultät den Verlag ibuchhimdler Theodor Oswald Wei­gel ehrenhalber zum Dr. Phil. Promoviert.

** Beschleunigte Personenzüge mit vierter Klasse. Halbamtlich wird mitgeteilt: Die Reichsbahn, die zum 1. Fe­bruar. um der allgemeinen Preissteigerung zu folgen, die Personentarife um 75 v. H. erhöhen muß. wird zum Ausgleich für diese unver­meidliche Härte beschleunigte Personenzüge mit 4. Klasse einführen, die auf weite Ent­fernungen durchgehen und für die Hauptver- kehrSplätze günstige BerlehrSzeiten aufweisen. Diese Züge werden mit der bei Personenzü­gen üblichen Geschwindigkeit verkehren, aber erheblich weniger Zeit als die heute fahren­den Personenzüge brauchen, da sie nur an den wichtigsten Stationen Aufenthalt nehmen sol­len. Die Einführung der Züge ist mit dem In­krafttreten des neuen Fahrplanes zum 1. Juni 1922 geplant.

" Für jedes Telegramm mit un- genügender Anschrift werden nach der vom 1. Januar 1922 geltenden Aenderung der Telegraphenordnung 4Mk. erhoben, wenn Nachforschungen in Adreßbüchern, Handels­registern, Merkbüchern usw. Ergänzung der Anschrift oder besondere Anweisungen an die Besteller erforderlich sind, um das Telegramm bestellbar zu machen. Eine Telegramman- chrift muß, um hinreichend zu sein nament­lich für die großen Städte, die Straße und die Hausnummer enthalten. Cs wird sich empfehlen, also schon bei der Aufgabe der Telegramme dies zu beachten.

** Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlungen. Ende Dezember waren 3 0 Jahre vergangen, seitdem Herr Adam Ohr in den Dienst des Museums und des Oberhessischen Geschichtsvereins getreten ist: er hat die gesamte Entwicklung der Sammlungen miterlebt von den bescheidenen Anfängen im Alten Rathaus am Marktplatz an bis heute, wo die Räume des Alten und des Neuen Schlosses schien * zu eng werden für die reichen Bestände. Namens des Museums und der Gesellschafter sprach b<r Direktor unter Überreichung einer kleinen Ehren­gabe dem Jubilar den gebührenden Dank aus ür seine bisherigen treuen Dienste, die er dem Museum und dem Vereine hoffentlich noch recht lange widmen wird. Die folgende Uebersicht über den Besuch der Sammlungen In der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1921 zeigt, welcher Wertschätzung das Museum in wachsen­dem Maße bei weitesten Kreisen der Bevölkerung sich erfreut: die Gesamtzahl der Besucher betrug

vorher durch ehren kleinen Aufschlag auf ISfet Krankenkassenbeiträge das nötige Kapital für die Versicherung angesammelt werden. Auch die Be­träge, die später auf Grund des Gesetzes zu zahlen sind, sollen sich in mäßigen Grenzen hallen. Wie das Reichsarbeitsministerium betont, steht das Gesetz keineswegs im Widerspruch zu der Reichsverfassung, da es dort nur heißt, das Reich sei verpflichtet, für den Unterhalt der Arbeitslosen zu sorgen, nicht aber gesagt ist, daß es selbst die Kosten dazu aufbringen müsse.

bllkums daher rührten, daß man den französischen Standpunkt hinsichtlich der U-Boot-Frage in Eng­land nicht genau kenne. 'Diese Ungewißheit sei hauptsächlich darauf zurückzuführen, baft im Jahre 1920 in einer Revue, die unter dem Schuhe der Admiralität herauSgegeben wurde, derRevue maritime", ein Artikel erschien, in dem der Fre­gattenkapitän Castex feine Anschauungen ent­wickelte. die darauf hinauslaufen, daß Frankreich die Politik, die Deutschland in seinem Unterfee» bootfciege verfolgte, billige. Diese Erklärungen er­fordern nach englischer Ansicht Aufllärung. Nur toenn diese Anschauungen nicht die der franzö­sischen Regierung sind, können die Befürchtungen Englands gemildert werden. Castex schreibt in jenem Artikel:

»Dank den U-fBooten besitzen wir ein Instru­ment, um die Seemacht des englischen Weltreiches endgültig zu zerstören." Dabei berief er sich auf die Mstorstät des Ad­mirals Aube, der beauftragt ist, vor den Offizieren der französischen Marine Kurse abzuhallen. Lord Lee erflärte ferner, die einzige Möglichkeit, die An­schauungen derRevue maritime" zu desavouieren, wäre die Annahme der Entschließung Root. Wenn Frankreich dies täte, würde es viel von seinem verlorenen Terrain wiedergewinnen.

Admiral Le Don erklärte daß Äapitän ©after nur seine persönlichen Anschauungen wie­dergegeben habe. DieRevue Maritime" erscheine wohl unter dem Schuhe der Admiralität, aber die Artikel selbst unter der Verantwortlichkeit der Autoren. Die Auffassung des Kapitäns Castcx entsprechenicht der der französtchenMarine.

Aus der Rede Sarrauts wird bekannt, daß er im Namen der französischen Regierung for­mell die Methode verurteilte, deren sich Deutsch­land hn U-Boot-Kriege bediente. Täglich müsse man heftige Kritiken an der Haltung und den Absichten Frankreichs vernehmen. Noch gestern habe ein großes amerikanisches Blatt eine häß­liche Karikatur veröffentlicht, die Frankreich dar­stellt, wie es sich eine preußlsche Pickelhaube auf­setzt. Derartige Angriffe müsse Frankreich er­tragen! Es könne nicht einmal darauf antworten wenn es die Debatte nicht vergiften wolle. Im Bewußtsein seines Rechtes und seiner Loyalität schweige es trotz der Heftigkeit der Angriffe. Wenn sich aber Frankreich auch fernerhin gegen solche Verdächtigungen verteidigen sollte so würde es lieber sehen, wenn die Konferenz beendet würde, die Frankreich so viel Bitterkeit und Enttäuschung gebracht habe. Die französische Regierung habe ihre Gedanken über den U-Boot-Krieg klar aus­gesprochen. und ihr Wort müsse genügen. Sodann wurde die Diskussion über die Resolution Root beendet.

Mitteln gegründet, die das Ehepaar Wolteno für diesen Zweck bestimmte und führt daher nach oen Stiftern den offiziellen NamenInstitut Molleno" Die Anstalt ist in einem dreistöckigen, aus Beto» aufgeführten, rechteckigen Gebäude untergebracht- zu ebener Erde sind vier Untersuchungsräume La­boratorien und Werkstätten für P'wwaravhie und rnllvostopsche Phot-graph e cf gni btet. Im ersten Stock befinden s.ch nben der weiteren Ar- beitdräumen ein Et-frischungsraum. die Bibliothek, das Aquarium und das ch.-mische Laboratorium Der Oberstock beherbergt das Museum, das die vollstand'gste ©ammlu^g von Paras ten der Wett enthält Welche Aufgaben sich die wissenschaftliche Erforschung der Parasiten stellt, ergibt sich aus folgendem Beispiel: Die Insekten sind, wie man weiß, häufig von Bazillen infiziert. Noch vor kur­zem glaubte man, daß sie einfache Infektionsträger seien, daß sie die Rolle der unsauberen Klinge eines Messers spielten und mit ihren Deiß- oder Stechwerkzeugen die gelegentlich aufgenom­menen Krankheitskeime dem Blut deS verletzten Lebewesens zusührten. Heute aber weih man, daß vielfach, ja vielleicht im größten Teil aller Fälle die Protozoen einen bestimmten Abschnitt ihre- Leben« im Körper der Insekten verbringen müssen einen anderen Teil im Körper des Menschen oder eines anderen Lebewesens. Es ist ein seltener Fall, daß die Protozoen im gleichen Zustand wie bei dem Ansekt auch bet den Saugetieren anzutreffen sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die ver­schiedenen Wandlungen, die die Bakterien erleiden, genau festzustellen, wenn anders man die von ihnen übertragenen Krankheiten mit Erfolg behandeln will.

Aus dem Reiche.

NeujcchrSerlaß des ReichSwehrmniisterS.

Berlin, 31. Dez. Der Reichswehrmini­ster wendet sich mit folgendem Erlaß a n d i e deutsche Wehrmacht:

Zum Jahreswechsel spreche ich allen Angehörigen deS Heeres und der Marine meine besten Wünsche und meinen Dank für alle im Dienste für oaS Wohl des Vaterlan­des im abgelaufenen Jahre getane Arbeit und Hingabe aus. Meine vor einem Jahr ausge­sprochenen Wünsche haben sich voll erfüllt. Mit Stolz kann das Vaterland auf die junge Wehrmacht blicken, mit besonderem Dank und hohem Vertrauen angesichts unserer sonst so schweren und traurigen Lage. Wir wollen auch im neuen Jahre unseren Weg in treuester Pflichterfüllung weitergehen.

Dr. Geßller."

Em Neujahrsgruß EscherichS.

München, 31. Dez. Der frühere Lan­deshauptmann der bayerischen Einwohner­wehren, Sicher ich, erließ folgende Kund­gebung:Zum neuen Jahre wünsche ich allen, die sich deutsch nennen und deutsch fühlen, eine von stärkstem nationalen Bewußtsein ge­festigte Einigkeit. Wer irgendwie Wege wan­dert, die zur Absplitterung einzelner Teile führen können, muß sich bewußt sein, daß er die Geschäfte unserer früheren Feinde betreibt. Tief durchdrungen davon, daß wir am Reiche festhalten müssen, daß das Deutsche Reich uns ein heiliger Begriff sein, bleiben amd für viele wieder werden muß. möchte ich für das neue Jahr und für alle Zukunft auch den Wunsch zum Ausdruck brin­gen, daß jede deutsche Regierung in ihrer inne­ren und äußeren Politik stets Wege finden möge, die allen deutschen Volksstämmen ein freudiges Festhalten am Reiche ermöglichen.

gez.: Dr. Escherich."

Plan einer Arbeitslosenversicherung.

Berlin. 31. Dez. (Wolff.) Im Reichs- arbeitdminifterium wird ein Gesetzentwurf aus­gearbeitet, der die Umwandlung der Erwerbs­losenfürsorge in eine Arbeitslosenver­sicherung vorsieht Der Aufwand, den die Versicherung cmSmacht, soll im Wege beä Umlage- verfahrens durch Beiträge der Arbeit­nehmer und Arbeitgeber gedeckt werden Da bis zu dem Inkrafttreten des Gesetzes noch eine Zewisse Zeit verstreichen wird, soll bereits

lich des Jahreswechsels bitte ich Sie, den erneuten Ausdruck der innigen Wünsche für Deutschlands Wohlfahrt entgegenzunehmen. Von Gefühlen der Stammesverwandtschaft geleitet, erhoffe ich und meine Landsleute das Beste für Deutschland Zu­kunft. Hainisch.

Seitens des Reichspräsidenten erging folgen­des Antwor ttelegramm: In herzlicher Erwiderung Ihres freundlichen Gedenkens zum Jahreswechsel möchte ich meinerseits die aufrichtigen besten Glück­wünsche aussprechen. Das deutsche Volk verfolgt mit inniger Anteilnahme die Geschicke der mit ihm durch so enge Bande der Stammesverwandtschaft und langer Freundschaft verknüpften Nachbar­republik. In dem Streben, in zäher Arbeit ihre Staatswesen wieder auf- und auszubauen, werden die beiden schwergeprüften Völler gemeinsam und zuversichtlich den Weg gehen, der ihnen eine bessere Zukunft verbürgt. Ebert.

Oesterreich und die Kleine Entente.

Aus Belgrad wird gemeldet: Mi­nisterpräsident Pa fit sch begibt sich in nächster Zeit nach Wien, um ein Abkommen

Heine Schuldigkeit: _____ ____________

leider nicht auf dem Zettel genannte Geigensolist. Von den Bühnenbildern gefiel namentlich das im 3. Akt, während man im 1. Aufzuge im Zweifel sein kann, ob die Ausstattung in einer Künstler­kneipe am Montmartre wirklich so luxuriös aus- schauen mag.r.

Don der

Hessischen Landeswanderbühne.

Man schreibt unS:

Dor acht Tagen kehrte die Hessische Landes- wanderbchne aus Rheinhessen z rück, um allmählich den Schauplatz ihrer Tätigkeit nach Oberbeffen zu verlegen. Sie machte in­zwischen eine kleine Atempause, die aber nicht nur jum wohlverdienten Aasruhen benutzt wurde, Ion- bem in erster Linie zum Einstadieren neuer Stücke.

Sie bisherige Spielzeit hat sie bis letzt durch N hessische Städte und Dörfer geführt, die seit Ende September im ganzen 164 Vorstellungen er- Schvn diele Zahlen dürften beweisen, daß tüchtig und aus aller Kraft gearbeitet wurde wertvollsten aber ist, was sich der Wieder- durch Zahlen entzieht, der außerordent- llche Erfolg, der der Bühne besonders in Rhein- beffen beschieden war. und sind die Schätze an öreube uno D.-lehrurg, an Ehb nz von Geist und Gemüt, die sie spenden durfte. Die Landes- wanderbuh.re hat sich durchaus bewährt als das toDtuf- «n-Baftan Mr geistigen Turchdrmgung unseres Polkes und zur Belebung

Gretzener Stadtthealer.

Die Tanzgräfm."

Gießen, 2. Jan. 1922.

- , 5)te geftrrge Aufführung mußte leider von Hofrat © t e i n g o e 11 e r mit einer schmerzlichen 8>ec5tn' ®8 wurde mitgeteilt, 6<tB p°^f Doll an der Grippe erkrankt ist. Wir geben gern der Hoffnung Ausdruck, daß der mit Mlcbte Künstler bald wieder her- gestellt tft

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^r Herren Jacobsen und verzweifelte Aehnlichkeit mit derFaschmgsfee" und mit sonst noch etwa einem baLen Dutzend ante.e.r Operetten. Don der Musll, die dem Theaterzettel zufolge von Robert S i o l z sem soll, kann man in verstärktem Maße alelchsalls behaupten, daß sie durchaus aus den 3 g edtenzien zusammengtb aut ist. DieseT a n z g r ä f i n" beweist überzeugend wie die Operette herabgekommen ist und wie fade 2^Kv>erke sind, die jetzt gemeinhin unter rft/ainnrnJC9/!n: abgesehen von einigen rühmlichen Ausnahmen, für die wir doppelt dankbar sein wollen. Wäre gestern nicht so vor­trefflich gespielt worden, hätte man sich gründlich gelangweilt. So gelang es jedoch vor allem dem Trio Kate Otte, Richard Hellborn undHer'.n Falken, der in dankenswertester Weise für Rudolf Goll eingefbrungen war, den Abend zu retten. Käte Otte namentlich zeigte gestern in ge­lungenster Weise, was sie kann. Ih:e Etelka war ein allerliebster Gamin, mit spitzbübischen Humor köstlich gezeichnet. Ilse W i s s e n d o r s und Kurt Richter holten aus ihren Rollen heraus, was rmr irgend möglich war: Karl Volck bemühte sich um den Marquis.

Minderung erfahren könne. Der älnterschied werde durch Ermäßigungen, die die Alliierten auf ihren Anteil nehmen, oder mit ihrem Einverständnis durch eine Verstärkung der Lieferungen in natura gedeckt werden, die Deutschland leiste.! 'ol e. Be­züglich der interalliierten Verhandlungen erklärte Briand, daß die Wechselkurse stabilisiert werden sollten. Was Cannes anbetreffe, so sei ein feft- umrissenes Programm, hervorgegangen aus der genauen Kenntnis der Sachlage, noch nicht aus­gestellt.

Paris, l.Ian. (WTB.) Nach dem ..Echo de Paris" ertlärte Briand im Senatsausschuß weiter, dieSchuld. die durch die Verträge festgesetzt sei, könne weder ausgelöscht, noch in ir­gend einer Form vermindert werden, ohne Einverständnis aller Unterzeichner, besonders aber der Gläubiger und der Länder, die von den Zahlungen Nutzen zu ziehen hätten. In der De­batte gab Ribot seiner Verwunderung Ausdruck, daß die Regierungen die Möglichkeit eines Mora­toriums für Deutschland ins Auge fassen, während die Reparativnskommission noch keine Entscheidung darüber getroffen hat. Unter keinen Umständen dürfe die belgische Priorität in Frage gestellt wer­den. Auf Anfragen sagte Briand, die Repara- tivnssrage solle auf der europäischen Wirtschafts- Konferenz nicht behandelt werden. Ernste Schwie­rigkeiten zwischen England und Frankreich hätten wegen Anawlien nicht bestanden.

Das französische Bndget beschlossen.

Paris. 1. Ian. (WTB.) Kammer und Senat haben in Nachtsiyungen. die bis 11 Uhr vor­mittags dauerten, das Budget für 1 92 2 zur Erledigung gebracht. Hierauf wurde die außer­ordentliche Session durch ein Dekret geschlossen. Die Kammer hält ihre nächste Sitzung am 10. Januar ab.

Ansprachen in Paris.

Paris, 1. Ian. (Wolff.) Bei dem heutigen Neujahrsempfang des diplomatischen Korps durch den Präsidenten der Republll Millerand hielt Nuntius Ceretti als Doyen des diplomatischen Korps eine Ansprache, in der er sagte:Daß das gesamte diplomatische Korps an einem solchen Tage sich um Sie ver­sammelt, ist ein Pfand, ja mehr noch, ein Beweis der Eintracht, die unter allen Nationen der großen menschlichen Familie herrschen muß. Und der Wille, die ernsten Probleme, die im letzten Jahre gelöst und diejenigen, die in seinem Verlaufe an­geschnitten worden sind, zu lösen, bedeutet schon einen großen Fortschritt zum Weltfrie­den, der die Frucht dieser Eintracht sein soll. Möge das neue Jahr dieses Werk der Pazifizie­rung baldigst beendet sehen. Um dies zu voll­bringen, können Sie, Herr Präsident, auf die voll­kommene und loyale Wttarbeit aller Mitglieder des diplomatischen Korps zählen, die stolz auf die hohe Mission sind, die ihnen ihre Regierung anvertraut hat. Sie werden zu gleicher Zeit auch glücklich sein, zum 'Besten der Menschheit an der Friedensaktion in der Welt teilzunehmen."

Millerand erwiderte:Zu Beginn des neuen Jahres ist derselbe Wunsch auf allerLippen, daß es den vollkommenen Weltfrieden bringen, daß es das Upbel wieder gut mache und daß eS selbst die Spüren eines langen und grausamen Krieges befestigen möge. Dieser Wunsch der die Herzen aller Völler b feelt, ihr übereinstimmen­der Wille ist unerläßlich um den Frieden z u verwirklichen. Niemand mehr als der Bot­schafter der Hohen moralischen Macht, deren Ver­treter Euere Exzellenz ist. ist geeignet zum Dol­metscher di ses W liens und dieses Wunsches des diplomatischen Koips. Beiden Wünschen schließ sich die Regierung der RcpW.st Frankreich rück­haltlos an.