Ausgabe 
2.1.1922
 
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tunb 10 500 Personen, davon entfielen auf die eintrittsfreien Sonntage 5500, auf die übrigen Sonntage (einschließlich der Mitglieder des Ober- hessischen Geschichtsvereins) 2300 und auf Einzel- besuch an Wochentagen 250; für 42 Schulklassen und 17 Gruppen von Vereinen und Kongrehteil­nehmern mit zusammen etwa 2300 Personen wurden insgesamt 65 Führungen veranstaltet; zu Studienzwecken mit besonderen Zielen nahmen etwa 60 Personen (ausschließlich der Teilnehmer an der Pfingsttagung des Südwestdeutschen und des Nordwestdeutschen Verbandes für römisch­germanische Altertumsforschung) das Museum, insbesondere die vor- und frühgeschichtliche Ab­teilung, in Anspruch; außerdem konnten vielfach» wissenschaftliche Anfragen und Wünsch? brieflich erledigt werden; Zeichenilassen verschiedener Lehr­anstalten, insbesondere der Gewerbe- und der Aliceschul«, benutzten die Bestände der Samm­lungen regelmäßig zu ihren Hebungen. Hebet die seit dem letzten Berichte zahlreich e.ingegan- genen Geschenke und über verschiedene finanzielle Zuwendungen, die im Laufe des Jahres für die Ausgrabungen gemacht wurden, soll demnächst Mitteilung erfolgen. Soweit es die Witterung irgend gestattet, wird wenigstens das Altertums­museum im Alten Schloß auch während der Wintermonate an den Sonntagen von 11 bis 1 Hhr dem öffentlichen Besuch zugänglich gemacht. Führungen können jedoch erst wieder mit Eintritt der wärmeren Jahreszeit stattfinden.

Kreis Lauterbach.

rr. Schlitz, 31. Dez. Der Deutsch-Ameri­kaner Wilhelm Gerecht in Baltimore, ein gebürtiger Schützer, übermittelte u. a. zur Weih­nachtsbescherung jedem Kind in der Klein­linderschule je 25 Mark und jedem Pftündnee im Gräflichen Hospital je 50 Mark. Dir Nachbar- gemeinde H u tz d o r f hat jetzt auch an Stelle der seinerzeit abgelieferten Kirchenglocke eine neue erhalten, die am Äeujahrstag in feierlichem

Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben wird. Nunmehr sind wieder sämtliche Schliherländer Gemeinden im Besitze völliger Geläute. Nur die Gemeinde Frau-Rombach, die bis zur Ablieferung einer Glocke deren drei besessen hatte, will sich vorläufig mit den beiden noch vorhandenen be­gnügen.

Kreis Schotten.

A Eichelsachsen, 31. Dez. Ein hier geborener Deutsch-Amerikaner ist nach 31jähriger Abwesenheit zu Besuch in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Er war 1890 als Wagnergeselle crusgewandert und hat es in Ohio zu großem Wohlstand gebracht.

Q a u b a (f>, 31. Dez. Der Zweigverein des VogelsbergerHöhenklubs hält auch in diesem Winter Monatsversammlungen ab, in denen wissenschaftliche Vorträge, vornehmlich aus dem Gebiete der Heimatgeschichte, gehalten wer­den. Diese Versammlungen finden regelmäßig am ersten Freitag des Monats im besonderen Klub­lokal im Solmser Hof statt.

Kreis Friedberg.

S. Da d-Nau he im. 31. Dez. Herr Bich. Ma t t ie feiert mcrg<n sein 30jähriges 3 a= bi lau m als Dah h ss>estaurateur am h'es'gen Bahnhof. Der Verband der Eiienbahnwirte Deutschlands ehrte aus bi'.fern Anlaß den Jubilar durchs Stiftung einer Ehrenurkunde.

z? Butzbach, 31. Dez. Der Ausklang des Stadtjubiläums. Als wir im Juli d. Js. in einer größeren Artikelfolge über das 600jährige Jubiläum ter allen hessischen Stadt und die damit verbundenen größeren Veran­staltungen ausführlich berichteten, haben wir auch auf die Vortragsreihe hingLwiesen, die der rührige Volksbildungs verein aus Anlaß des Ju­biläums veranstaltet hat. Prof. Dr. D. Diehl (Friedberg), der gründliche Kenner hessischer Schul- und Kirchengeschichte, war für die Vorträge

gewonnen. Im Laufe der Monate hat er bereits u. a. über die Geschichte des Butzbacher Kugel- hcruies und über die Blütezeit der Butzbacher Lateinschule gesprochen. Die letzte Vortrags- Veranstaltung gestalt.te sich nun dieser Tage zu einer erhebenden Schlußfeier in der Etadtlirche. Nach einer von Heimat liebe erfüllten Ansprache des Nektors Storch hielt Pros. Diehl seinen Schlußvortrag überBerühmte Butzbacher Männer des 16. und 17. Jahrhun­derts". Einleitend sprach der Redner über Kepler, der am Hofe des Landgrafen Philipp von Butzbach, des großen Förderers von Kunst und Wissenschaft, mehrmals weilte, und schilderte dann <juf Grund eingehender Aktenstudien Leben und Taten einer Reihe von geistig bedeuten­den Männern, die in der Zeit von 15501650 als Rechtsgelehrte, Theologen, Aerzte, Heerführer oder Musiker sich einen Namen gemacht haben. Der Vortrag, der mit ganz neuen geschichtlichen Forschungsergebnissen in fesselnder Weise bekannt machte, wurde mit lebhaftem Interesse verfolgt und mit dankbarem Beifall aufgenommen. Den passenden Rahmen des Vortrags bildeten musi­kalische Darbietungen. Orgel, Streichquartett und Liedervorträge von Frau Müller-Bangert boten in seiner Auswahl beste Kunst. Werke von Haydn. Schubert, Händel, Cornelius, Reger kamen zum Vortrag.

Starkenburg und Rheinhessen.

Offenbach, 31. Dez. Enthüllung einer Gedenktafel für Senefelder Der gelegentlich eines Vortrages über den Er­finder der Lithographie, Alois Sene';elders. vom Vortragenden Pros. Brockmann ausgesprochene Gedanke, es möchte doch zur Erinnerung an die Offenbarer Wirksamkeit Senefeldrrs im Hause Andrö eine Erinnerungstafel am Geschäftshaus Andre angebracht werden, ist auf fruchtbaren Dc-inn gefallen. Die Offenbacher Steindruckerer- bescher haben den Plan aufgegriffen and eine Erinnerungstafel gestiftet, die vorgestern nach­

mittag am Haute 2lnbr6 in der Domstraße ent­hüllt wurde. Die Platte, ein Solnhofer Litho- graphiestein, wurde nach einem Entwurf von einem Schüler Rud. Kochs, Friedrich Hriurichsen, vom Bildhauer Zorbach hergestellt.

Hochschulnachrichlen.

Eine Iünfmillionenft fkung für minderbemittelte Studierende.

Zur Förderung des Studiums begabter Söhne minderbemittelter Eltern hat der Ban­kier Hugo I. Herzfeld in Berlin dem Reichspräsidenten einen Betrag von zunächst 5 Millionen Mark mit der Zusicherung zur Verfügung gestellt, auch in den kommenden Jahren weitere größere Summen zu dem­selben Zweck zu überweisen. Der Reichspräsi­dent hat diese Sttftung gern entgegengenom- men und bestimmt, daß die überwiesenen und künftig noch eingehenden Beträge unter dem NamenDeutsche S t u d e n t e n h i l f e" (Huao I. Herzfeld-Stiftung) dazu verwandt werden sollen, begabten Söhnen minderbe­mittelter reichsdeutscher Eltern aus allen Teilen Deutschlands, insbesondere begabten Söhnen von Arbeitern, Angestellten, Beamten, früheren und jetzigen Hnteroffizieren und Offizieren, ohne Hnterschied der Konfession und Partei das Studium an deutschen Hoch­schulen zu ermöglichen. Zur Verwaltung und Beatlfsichtigung der «Stiftung wird der Reichs­präsident ein Kuratorium berufen, das unter seinem Vorsitz im allgemeinen und im ein­zelnen über die Verwendung der Summen Entscheidung treffen wird. Näheres um die Bewerbung von Smdienbeiträgen wird noch bekanntgegeben.

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August Weidig, GieBen, WalltorstraBe 48, Fernruf 2070.

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Statt Karten

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1922

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Gießen, 1. Januar 1922

gesunde Jungen angekommen

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Gießen, den 31. Dezember 1921

Fernruf 2075.

Lieblgftrahe 46.

Alsfeld, 30. Dezember 1921

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Ferner:

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Gießen, 31. Dezember 1921

Gießen

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Rabenau, Oberlandmesser und Frau Anna geb. Becker

Wieseck

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Tisenbahn-Ingenieur

Wannemacher und Frau

Henriette geb. Eunz Neujahr

vorerst 1520 Mille per Woche, in oder in der Nähe Gießens von alter Iigarrenfabrik zu vergeben. Schrift­liche Angeb. unt. 38 an den Gießener Anzeiger erbeten.

Die Geburt eines kräftigen Jungens zeigen hocherfreut an

Siegfried Haas und Frau Regine geb. Behr, lllh

Meine Verlobung mit Fräulein Erna Appel, Tochter des Herrn Post­meisters Ludwig Appel und Frau Thekla geb. Richter, zeige ich ergebenst an

Hans Rincker

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Kaialoa frei. 21A Blsenmöbellebr. Sahl Lite.

ZliiWüM jgöer 'M ulsilVtWaSit?inu5?rt wert Ole vrttvl'sSe llnio.-DnideceL ü. Ltiaae, Giese«

Louis Neiß Nelly Reiß geb. Dach Vermählte

Ein kräftiger Junge

angekommen.

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e<tnnitt!ütbcim a. Eder.

8 Uhr, in der Linde; Mittwoch, den 4. Ian., abends 8 Uhr, im Cafe Leib;

Donnerstag, den 5. Jan., abds.

8 Uhr, in der Germania;

Freitag, den 6. Ian., abends 6 Uhr, im Gasthaus Braun;

Sonntag, den 8. Januar, nach­mittags 1 Uhr, bei Stein.

WWW mit 30-40 Morgen Acker und Wiesen, gesamtem toten und lebenden Inventar von Selbfthäufer bei größerer Anzahlung sofort zu kaufen gesucht.

Schriftliche Angebote unter 109 an den Gießener Anzeiger erbeten.

3n der Gießener Versammlung spricht

Fritz Schröder,

Hauptvorstandsmitglied des g. d. A., ehem. Refe­rent für Angestelltenfragen im bayer. Ministerium.

Alle wahlberechtigten Versicherten werden zu diesen Versammlungen hiermit eingeladen. Diejenigen, welche eine dieser Versammlungen Umstände halber nicht besuchen können, werden dringend gebeten, sich aufklärende unentgeltliche Druckschriften auf unserem Geschäftszimmer dahier in der Wagengasse, gegen­über dem Postkcller, abholen zu wollen. Auswärtigen, welche keine Gelegenheit dazu haben, können die Drucksachen auf Bestellung zugesandt werden. Kein Versicherter versäume es, eine dieser Versammlungen zu betuchen ober im Verhinderungsfälle sich die Druckschriften zu verschaffen.

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Stimmzettel sind vor dem Wahllokal zu haben. Angestellten-Verstcherungskarle ist mitzubringen. Weimer freier MMlikeMnö (M-LlM). 36D

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Eltern schwer lernender Schüler und Schülerinnen erhalten auf Wunsch kostenlos Prospekt des

Giehener Pädagogiums

durch die Direktion: 94D

Die volljährigen wahlberechtigten Angestellten haben am Sonntag, den 8. Januar je drei Ver­trauensmänner und sechs Ersatzmänner zu wählen. Wahlberechtigt sind die männlichen und weiblichen Voll-Pflichtversicherten sowie auch diejenigen, die wegen Abschluß einer Lebensversicherung von der Beitragszahlung befreit sind, und die Freiwillig-Ver- sicherten. Für die in der Stabt Gießen wohnenden Angestellten findet die Wahl im Stadtverordneten­sitzungssaal ltzartenstraße 2 von nachmittags 3 bis 5 Uhr statt; für die in den Orten Albach, Bellers­heim, Bettenhausen, Birklar, DorfgÜll, Eberstadt, Ettingshausen, Hattenrod, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lich, Münster, Muschenheirn, Rieder- Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinheim, Trais - Hot loff, Utphe und Villingen wohnenden im Rathaus zu Lich von nach­mittags 2'/, bis 5 Uhr, und für die in den übrigen Orten des Kreises Gießen wohnenden im Kreis- amtsgebäube zu Gießen in denelben gelt.

Es liegt im Interesse jedes Wählers und jeder Wählerin, daß sie sich vorher über das verlässigen, was die verschiedenen Wahloorschläge für eine Be­deutung haben. Aufklärung darüber wird in öffenllichenVersammlungell gegeben, die mit dem Dortragsthema:

Welche Bedeutung haben die Wahlen zur Angestelltenversicherung"

wie folgt stattfinden:

in Heuchelheim Montag, den 2. Jan., abends 8 Uhr, im Treppchen;

Grohen-Linden Dienstag, den 3. Jan., abends

Der Kursus Zuschneider und Unfertigen fämtL Damengarderobe beginnt am S. Januar 1922. 63

Lina Petri, Roonstraße 30.

Ab heute bis inkl. Donnerstag las gröle Min-letemis 3. Teil

Id der Gewalt eines Watinsinuigen.

Lichtspielhaus

Bahnhofstraße 34*,*c

Die Verlobung unserer Kinder Erna und Hans zeigen wir ergebenst an

Postmeister

Ludwig Appel und Frau

Lollar Thekla geb. Richter Fabrikant

August Rincker und Frau

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Apotheker Karl Manns und Frau geben die Geburt eines kräftigen Jungens bekannt

Großen-Buseck, den 1. Januar 1922

Theodor Bernhard

Heute früh wurde uns ein kräftigerKnabe geboren.

Gießen, den 1. Januar 1922.

Prost Paul Kahle und Frau Marie geb. Gisevius.

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Statt Karten

Für die uns zu unsrer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichsten Dank

Wilma Schneider

Richard Frenzel

Gießen

Astoria-Lichtspiele <

Heute ist der große Tag!

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r Armstrong derHerkulesderschwarzenBerge Charly Chaplin der König der Komik. 35c Sichern Sie sich zeitig Plätze!

Die Geheimnisse der 3. Novemberwoche

Sensationsdrama In 5 Akten.

In Vorbereitung: Der große Prunkfilm Herzogin Satanella

Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Misch Renten-VersieliePDDgs-Anslall.

Sofort beginnende gleichbleibende Rente für Männer: 33id

beim Eintrittsalter

(Jahre): _____30 I 55 l 60 | 65 | 70 | 75

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bei längerem Anfkchob der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze.

Für Frauen gelten etwas andere Sätze.

Vermäganswerle Ende 1920: 154 öiliienea Mark.

Tarife und nähere Auskunft durch:

W. Bnrndt in Frankf. a.H., Bleichstr. 52.

Ziehung II. u. '2 Ian, 197.2

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Worms. 1 Stuttgart.

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Für die vielen Aufmerksamkeiten anläß­lich ihrer Vermählung danken herzlich

Ph. Müller, Krim.-Kommlssär und Frau geb. Döring