Ausgabe 
1.12.1922
 
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renb beS Holzfällens dadurch beketdigt und be­droht, dah er ihn mit5hl onrebete und mit geschwungener Axt erklärte, er werde ihm den Kopf einschlagen. Mit Rücksicht auf die leichte Erregbarkeit bei Angeklagten hatte das Schöffen­gericht Friedberg auf eine Geldstrafe von 300 0111. erfannt Auf dieBerufung der Staatsanwalt- schaft wurde diese auf 603 Mk. erhöht.

Der Kaufmann A L. aus Hungen war an­geklagt, im August 1921 den Preis für Kar­toffeln durch Kettenhandel gesteigert zu haben. Er hatte die Kartoffeln von dem Händler H. R. in Wölfersheim gekauft und sie an den Gemüse­händler H. in Gietzen mit 3 Alk. Gewinn an dem Zentner weiterveräutzert. Die Kartoffeln konnten aber trotzdem zu dem Marktpreis an die Ver­braucher abgegeben werden. Das Schöffengericht Hungen hatte daher den Angeklagten freige» sprvchen; die Ware sei durch das Dizwischentreten des Angeklagten nicht verteuert worden. Die Staatsanwaltschaft verfolgte Berufung. Das Ge­richt schloß sich aber dem erstinstanzlichen Urteil an und verwarf die Berufung der Staatsanwalt­schaft

Gerichtssaal.

Memel. 30. Aov. (WT03.) DasMemeler Dampf boot" meldet. Wegen te$ im Ouh 1921 beruhten 5-Willionen-Diebstahls auf einem Memeler Postamt hat das Schwurgericht den Postschaffner Karl Gaul zu 6 3a bren Gefängnis und feinen Vater und seine Mut.er wegen wissentlichen DeistandeZ zu 4 bzw. 7 Jah« renGefängnis verurteilt.

Turnen, Sport und Spiel.

* Gin Vertretertag der Turnver­eine des Gaues Hessen fand am Sonntag in Dietzen statt. Zu Beginn der 'Verhand­lungen begrüßte, wie wir in einem Be­richt der Marburger .Oberhessischen Zei­tung" lesen, Gauvertreter Pfeiffer- Wetz­lar die zahlreich erschienenen Vertreter und ge­dachte der im Weltkrieg gefallenen Turner, die man durch Erheben von Den Sitzen ehrte. Die Destandserhebung des 9. Kreises lätzt eine er­freuliche Zunahme an Mitgliedern erkennen. Der 9. Kreis besteht aus 1500 Turnvereinen in 1380 Orten, eine Zunahme von 120 Vereinen Die Zahl aller über 14 Zahne alten männlichen Mit- glieber beträgt 163 466, die der weiblichen 11 639; jene hat sich um 7334, diese um 1786 vergrößert. Der Gesamtmitglieberbestand beträgt demnach 175 105 und danach eine Zunahme von 9120 Mit­gliedern. Auch die Schülerriegen, also Knaben und Mädchen unter 14 Zähren, haben eine Zu­nahme von 3248 Mitgli<wern und einen Gesamt­bestand von 31 600. lieber die Vestandser!>ebung entspann sich eine längere Aussprache mit dem Ergebnis, daß alle Vereine genau uird schnell berichten müssen. Der Gaurumbrief soll dem Entwurf nach angefertigt und an verdienstvolle Mitglieder der Vereine verliehen werden. Aus dem Bericht über das Gauturnfest in Wetzlar ist zu ersehen, dah das Fest mit einem lieberschuh von 60 000 Mk. abgeschlossen hat. Die nächsten Punkte der Tagesordnung brachten interne ®au- angelegenheiten, welche eine rege Aussprache zei­tigten. Der Schluh der Tagesordnung brachte ein Referat überTurner und Presse. O h- Wald (Bad-Rauheim) gab ein Bild über das Verhältnis zur Presie unb betonte, dah man den Standpunkt der Presse anerkennen und ihr helfen müsse, zu bestehen. Turner ohne die Lokalpresse wären ein Sing der Unmöglichkeit. Allen Presie- öertretern müsse der Zutritt zu den Deranstaltun- Jen so leicht wie möglich gemacht werden. Auch muffen die Zeitungen mit Inseraten unterstützt tberben. Sin Sparen der Vereine an Anzeigen sei nicht der richtige Weg. Aachdem noch Vektor Bach (Grvhen-Linden) und G a h m a n n (Mar­burg) dazu gesprochen hatten, wurde den Ver­tretern der Vereins dringend ans Herz gelegt, bei allen Veranstaltungen den Anzeigenteil der Zeitung zu benutzen und die Lokalpresse nach allen Seiten hin zu unterstützen. Damit hatte die Tagung ihr Ende erreicht. (Obwohl in dem Referat des Herrn Ostwald und in der Empfeh­lung an die Vereine nur Richtlinien gegeben wer­den, die vom Standpunkt der Presse aus Selbst- verftändliHes sagen, begrüben wir diese An­

regungen an die Seseme doch aufs wärmste 3m betberfettigen Interesse wäre zu wünschen, dah der erfreuliche Standpunkt des Herrn Ostwald sich überall voll und ganz durchsetzt. Die Schriftltg.)

Vermischtes.

Berlin 30. Rov. Die Berliner Vorkehrs- deputation hat beschlossen, den Stratzenbahrr- tarif von morgen ab auf 50 Mark für die billigste Fahrt zu erhöhen.

Hamburg, 30. Aov. Der seit einiger Zeit steckbrieflich verfolgte Apostel H ä u st e r wurde gestern abend ht einer Versammlung feiner An­hängerschaft verha f tet Auherkem wurden acht seiner Anhänger feflgenommen, die der Verhaf­tung Wii^rsland entgegensetzten.

* Der Richter als Henker. 3n Kanada besteht augenscheinlich ein groster Mangel an Henkern. So wurde vor kurzem berichtet, dah die Hinrichtung eines Dvppelmörders Benny Swim immer wieder verschoben werden muhte, weil sich niemand sand, der dieses Amt auSüben wollte. Der Richter, den man als denRächsten" dazu ansah. erklärte, er sei zu nervös Schließlich sanden sich einigeAmateure", die den Mörder feiner verdienten Strafe überlieferten. Kürzlich hat nun aber em Richter auch die Folgen seines llrteils- spruches auf sich genommen und selbst den Henker gemacht. Ein 70jährtger Trapper Omar Roberts, der ein junges Mädchen, das ihm nicht zu Willen sein wollte, verbrannt hatte, war zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Ein Henker sand sich nicht. Darauf erklärte der Richter Lewis von QZarrnouth in Aeu-Schottland, der das Urteil ge­sprochen hatte, er werde persönlich die Hinrich.uig vornehmen. Diese fand denn auch ganz im ge­heimen im Gefängnis statt. Anwesend waren nur der Richter selbst, der dem Gefangenen die Schlinge um den Hals legte, ein Gehilfe, der un- genaimt bleiben wollte, ein Arzt und ein Geist­licher.

* Die neuesten Tricks der Opium- schmuggler. Die beunruhigende Zunahme des Optumgenusses in China, bie bereits zu ver­schiedenen Gegenmastnahmen des Völkerbundes geführt hat, hat auch den Schmuggel zu einer neuen Blüte gebracht. 3n einem soeben von der 3n cmationalen Anti-Opium-Ge'ellfchaft heraus­gegebenen DenkschriftDer Krieg gegen das Opium" berietet der General-Inspektor der chine­sischen Zölle Sir Francis Aglen:Opium und- andere gefährliche Aarkotitv. findet man in Koh- lenstücken verborgen, die zu diesem Zwecke ausge­höhlt wurden. 3n den doppelten Wanden von Wageit, hinter den Hooverschalungen der Sifcn» bahitzüge, in den Ventilatoren. in den Wasser­schläuchen der Wasserträger, zwischen den Fenster­rahmen usw. Gin Reiferer, der mit einem Vogel in einem Käfig die Zollschranken Passierte, wurde als Schmuggler entlarvt, denn der Käfig hatte einen doppelten Boden Sine alte Bauersfrau, die einen Korb mit einer alten Katze und jungen Kätzchen trug, geriet in Verdacht, und man ent­deckte, dast die Kätzchen tot und mit Opium auS- gestvpst waren."

^Ratten. dieeine3nselverwü st en. Wie furchtbar Ratten Hausen, wenn sie sich un­gehindert auSbreiten können, beweist die Ver­wüstung der Lord-Howe-Insel, 300 See­meilen östlich von Australien, von der in dev .Umschau" berichtet wird. Die 3nsel war bis vor vier Jahren vollkommen frei von Ratten: damals wurden mit der Ladung eines gestrandeten SchisseS einige Ratten an die Küste gespült. Da sie auf keinen Feind trafen, so vermehrten sie sich un­geheuer rasch, bevölkerten die ganze Insel and haben das Leben dort bereits auf das schwerste geschädigt. Sie haben fast alle Landvögel voll- ftänbig ausgervttet, denn sie sresien mit Vorliebe Vogeleier. Da sie sich aber auch von Palmen­samen nähren, so vernichten sie das einzige Aus­fuhrgut der Insel, die Palme Howea, und wer­den, wenn man nicht Äkahnahmen gegen diese Pest ergreift, binnen kurzem alles pflanzliche uitb tierische Leben auf dem Eiland zugrunde gerichtet haben.

yiidirvtiid).

Walter von Molo, »Die Liebes- Symphonie". Verlag von Albert Langen in

und lästig übereinandergeschlagenen Deinen her- umsatzen, waren mit Lutz in eine Klasse gegangen, ehemalige Verbindungsbrüder. Herbert war orientiert. Seinetwegen konnte der Vorhang nun aufgezogen werden.

Als erste Zeugin wurde Witwe Rumpf ver­nommen.

In einem fuchsigen Aepzmantel, in den sie ihre Leibesfülle eingepretzt hatte, einen Kapott- Hut mit wogenden lila Federn auf dem Haupt, betrat sie den Saal. Rachem sie unter Schwierig fetten ihren Eid abgelegt, bei besten Formel sich alles erhob unb die Richter die Barette abnahmen, begann das Verhör.

Frau Rumpf setzte den Richtern auseinander, daß sie vor Jahren ihr Geld zu Herwegh gebracht habe, well ihr $err Kollto gesagt hatte, es wäre dort am besten auf gehoben.Ich hatte mal ein Haus verkauft und wuhte nicht wohin mit meinem Geld," begann sie Aber sie wurde von dem Vorsitzenden unterbrochen.-Das steht ja alles bereits fest. Sie hatten dem Angeklagten die vierziatausend Mark mit der Bedingung über­geben, bat; sie in einer Hypothek angelegt würden. Statt dessen wurden ste in Industrieaktien an­gelegt ohne Ihre Einwilligung, während Ihrer Abwesenheit, lind als Sie verlangten, dast man sie verkaufte, waren sie in Eppenhausens r Aktien festgelegt, die man nicht ohne groben Verlust verkaufen konnte. So wenigstens haben Sie da­mals ausgesagt."

Der Verteidiger erbat sich das Wort:lieber

die Verwendung dieser vierzigtausend Mark war nichts weiter ausgemacht, als dah sie mehr als sechs Prozent bringen müßten, sie wurden in einer dritten Hypothek auf eht Haus angelegt, doch Frau Rumpf war nicht bannt zufrieden, weil sie dort nur sechs Prozent brachtLN."

lieht, weil das Haus Scha>amm hatte," sagte die Witwe, die eine hohe, kräftige Stimme besäst.Deshalb hab' ich mein Geld heraus- $ogen unb lieh in Aktien verwandeln. Aber tch hab' ausdrücklich gefaßt, keine Berawerksattten sollen es sein, und al» ich von Rauheim zurück- kant, war alles in Gruben angelegt. Und an Gruben hab' ich nun mal Echten Späh, denn die körinen ersaufen, ober schlagende Wetter richten Zerstörungen darin an, und oft streiken sie auch unb dann sitzt man da mit seinen Papieren. Wenn es noch Bochumer ober Gelsenkirchener ge­wesen waren," fuhr sie aufgebracht fort,die Ge­gend kennt man, aber Finster walder oder Edde­ritzer, für die er eine Vorliebe hatte ich weih gar nicht wo das ist! Womöglich hinter Berlin, dort will ich nichts liegen haben. Ich bab immer gesagt, im Rheinland muh cs sein, da weih man. was man hat."

Bestanden denn über die Verwendung Ihrer Gelder sonst keine schriftlichen Abmachungen?"

Run sprachen Verteidiger unb die Witwe zu gleicher Zeit.

Stint Rumpf kam immer persönlich auf das Bureau unb war von allem wohlunterrichtet, die

München Ittrtei dem TitelDie Lrebes-Sym- p ho nie" läht Molo die endgültige Ausgabe feiner kleinen modernen Romane erscheinen, die wie eine gewaltige viersätzigeShmphonie dahinbrausen. In der neuen Fassung hat der Dichter die Meister­schaft reifster, äuherster Konzentration für unsere Zeit erreicht.

Die Befreiung vom Erbe, der Lebensweg eines Fürsten, von Karl-Gerd Briese (Verlag von Fr. W. Grünow, Leipzig).

Aus märkischen Jagdgründen. Iagderzählungen von Maximilian Bött­cher. (Verlag von Gretylein u. Co., Leipzig.) Der Band vereinigt die von 3agbübermut unb gelegentlich auch von Iagdverdruh begleiteten, aber stets humorvoll geschilderten HeimctterlLb- niste .auf den Streifen und Fahrten durch Wäl­der, Felder unb Seen des märkischen Landes".

.Der Reiter unb die 8 rau, Ro man von Walter von Rummel, illustriert fron Franz Taborski. iVerlag Parcus u. Co.. München.) Der Roman führt in dieRokoko-Welt des 18. Jahrhunderts. Die Schweizer Landschaft um Bent unb Reuenburg gibt beit Rahmen ab für die sestelnd geschriebene Entwicklung bet Liebe eines ehemaligen preussischen Reiteroffiziers zu der Frau eines französischen Höflings.

Dämonen inuns. Rovellen von Paul Schulze- Berghof. (Verlag von Hugo Schmidt, München.) Schulze-Berghös erschsietzt mit diesem schönen Buch? das Reich des Dämonischen im Sinne Goethes. Aus allen Erzählungen spricht die seelische Eroberung durch die Kunst und die ästhetisch Beherrschung jenes dunkeln KräftereicheS durch das schöpferische Lebensgefühl.

Kurt Küchler, Die kleine Magd. Eine Legende aus Holstein. Mit reichem Buch- fcomud von Herbert unb Johanna Hauschild. (Verlag von Grethlein u. Eo., Leipzig.) Es ist die Geschichte einer zerstörten Ehe, in die ein kindhaft fühlendes, ahnungsvoll m kennendes Ge­schöpf Erlösung unb neue Reinheit bringt.

Handel.

* Evmmerz - und Privatbank A.G., Ham bürg-Berlin. Aachdem vor einigen Tagen die Aufnahme der Chemnitzer Bankvererns und der Löbauer Bank seitens der Commerz- unb Privatbank angekündigt worden ist, werden nun­mehr auch die weiteren, dem Konzern angehören- den Provinzbanken, uib zwar die Vogtländische Credit-Anstatt, Falkenstein, die Thüringische Lan­desbank, Weimar, der Hessische Bank­verein A. G., Kassel, der Bankverein Göttingen A. G., Göttingen, in dem genannten Institut auf- geben, so dah es alsdann an ca. 350 Plätzen durch Filialen vertreten sein wird. Die Generalver­sammlung. die Darüber xu beschliehen hat, stndet beim Hessischen Bankverein QL G. am 14. Dezember statt: es wird ihr vorgeschlagen, die Verschmel­zung in der Weise durchzujühren, dah auf cOOOQEf. Hessifche-Bantverem-Qlltien 2003 QHf. Commerz- und Privatbank-Qlltien unb auherdem eine Divi­dende von 15 Proz. für das halbe Geschäftsjahr entfallen. Die Uebernahme dürfte zum 1. Januar 1923 erfolgen.

Berlin, 30. Qlov. (Wolff.) In der nächsten Woche finden, wie kn der laufenden, Wertpa­pierbörsen nur am Montag, Mittwoch und Freitag statt.

Frankfurt a. M., 30. Aov. Börfen- stimmungsbild. Der Dollar stylte sich in den ersten Morgenstunden auf 8030 und zog dann auf 8350 an. Diese Aufwärtsbewegung hielt jedoch nicht lange stand: es trat ein Rückgang auf 8250 und schliehlich bis 7750 ein. Man bringt die allgemeine Abschwächung der Devisen und Roten mit der besseren Auffassung der politischen Lage in Zusammenhang. Valutapapiere waren abge» schwächt. Für den Effektenverkehr war die Börse heute wieder geschlossen. Von Bureau zu Bureau werden einige Kurse genannt. Es herrschte im allgemeinen Zurückhaltung vor, zumal die Speku- latwn geringe Unternehmungslust zeigte. Für verschiedene Kassa-Papiere war feste Stimmung zu erfeimen. Montanpapieve wurden niedriger genannt.

Märkte.

Frankfurter Schweine- «ud Klemviehmarkt.

Frankfurt a M., 30. Qlov. (Amtlich) QNarktverlauf: Kleiuviehmarkt zuerst lebhaft, spä-

Quittungen über das angelegte Kapital wurden ihr stets zugeschickt."

3a, die hab' ich freilich bekommen, diese Quittungen," rief die Witwe, deren kupferrotes Gesicht wie eine verschrumpfte Orange aus der fliederfarbenen zerzausten Federboa hecausglühte, aber was haben sie mir berat genützt? An allem ist der Vurcauvvrsleher schuld, Denn Herwegh hat mich immer gut beraten. Meine Kunstseide hat mir fünszebn Prozent gebracht, unb die süddeut­schen Kabelwerke hat er mir mit Gewinn verkauft. Hält' ich sie nur heut noch." Sie zupfte die Federn am Halse.Aber seit der verfluchte Gimpel . .

»Ich bitte, sich nicht solcher Ausdrücke zu bebicnen, wurde sie ermahnt.Sie sind vor Gericht. AuherLem ist hier niemanb taub."

Run ja, ich sag' cS, wie es ist. Der Gimpel hat mich übers Ohr gehauen, nach allen Rich­tungen. Als ich Ei'enbahnaltien Haber, wollte, ich dachte itatürlich an Mederwaldvccha oder Kre- seldei , da hat er mir Qtorihern Pazisie aunb Ra- gykikinda Arader genommen, unb als es auskam, aus Kokosnüssen Butter zu machen . . ."

Qlber bas gehört doch wohl nicht hierher." Doch es gehört hierher, beim diese Aktien hat et mir doch ausgehangen. Was weih ich von den Südseeinsela! Denn dort wtirde das doch gemacht. Aus Palmbäumen, glaube ich, eine Art Speisefett, es sollte eine grohe Zukunft haben. O bitte, das ist mir sehr wichtig, Herr Präsident, berat ich hatte dreihtgtansend Mark drin stecken. I und nachher brachtm sie kaum vier Prozent, und

ter abflaueitb, geräumt Am »Schwewemarkt flraxbt wenig gehandeft und deshalb von einer PreiS- noticrung abgesehen Im emzelnen ist zu fxy inerten: Ausgettieber. toarclt .542 Kälber, 734 Schafe und 204 Schweine" An Preisen wurden angelegt per- Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten 32 00034 006 Mk., mittlere Quali­täten 2800031000 Ml., geringe Qualitäten 24 00026 000 Mk.. germgftc Qualitäten 20 000 dis 23 000 Mk.; Schafe 14 00025 000 Mk. Außer­dem wurden 64 Rinder' ohne amtliche Preis Notie­rung gehandelt. Die Preise liegen um soviel übet den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste. Spesen und Händlergewinn in sich schließen.

(In einem Teil der Qluflage wiederholt.)

Die Haltmrg der AMierte« zur frsnzofischen Gewaltpolitik.

Paris. 30. Otov. (WTD.) Heber die Stwi- mung nach der Erklärung im Elhsee berichtet die Gre Rouvelle", man könne ohne lieber tieibung sagen, dah die englische Regie­rung im Einvernehmen mit ber öffentlichen Meinung in England nicht ohrre Widerstand die direkte Ausbeutung des linken RheinuferS und die Besetzung des Ruhrgebietes hur nehme Die Haltung von T h e u n i S und seinen Mit­arbeitern sei nach wie vor rätselhaft. In amt­lichen Kreisen in Brussel werde behauptet, aut Sen Pariser Besprechungen sei von Sanktionen oder ähnlichen Bestimmungen qicht die Rede ge> wesen, vielmehr habe man von einer internatio­nalen Anleihe gesprochen in demselben Sinne wie das neutrale Drarkierkomitee Das Blatt toiH auch wissen, ohne dafür Beweisgründe anzugeben, dah Mussolini rftchts da^^gen haben würde, wenn Podncare das Ruhrgebiet besehe.

London. 30. Rov. (WTB.) Im Unter- Hause verlangte Ramsey Macdonald eine Information bezüglich der Pläne der franzö- fifchrn Regierung für den Fall eines Mihersolges bei den Der Handlungen über ein Finanzabkommen mit der deutschen Regierung. Bonar Law erwiderte:Ich erhielt keine Mitteilung über Vorschläge der französischen Qtegierung unter den angegebenen Bedingungen. Gegenwärtig findet eine Erörterung bezüglich einer Vorkonfe­renz unter den alliierten Premierministern statt." Macdonald fragte, ob diese Vorkonserenz in naher Zukunst abgehalten werden solle. Bonar Law erwiderte:Ich glaube, ja. Ich habe Mitteilungen erhalten, aber gebeten, womöglichdieZu- fammenfunft zu verschieben, bis die Parlamentssaison abgeschlossen ist."

Die mrhenpoliLischerr Folgen des griechischen Ministermordes.

Paris, 30. Rov. (WTB.) Der Sonderbericht­erstatter desEcho de Paris" berichtet au3 La u- sann e, dah die dort vorherrschende Meinung ziemlich streng gegen Veniselvs ge­richtet sei, der, wie man annehme, den Gewalt­tätigkeiten der revolutionären Offiziere, die gegen­wärtig Herren der griechischen Regierung sind, kein "genügend energisches Veto entgegengesetzt habe. Der Berichterstatter zieht folgenoe Schluß­folgerungen: 1. Der Tag sei ferner als je, selbst wenn man den Abschluß der Orientfriedcrnskonfe- reng als nahe bevorstehend betrachten Vnne, wo die Kleine Entente Griechenland den Eintritt Ir diese Gruppe gestatten und ihm territoriale Sicher­heiten gewähren würde. 2. Zwischen der eng­lischen Politik und D e n i s e l v S scheine jetzt der Brach vollständig zu sein.

Paris, 30. Rov. (WTB.) Rach einer Mel­dung desPetit Parisien" aus Rom verlautet dort gerüchtweise, dah der italienische Ge­sandte in Athen abberufen tootben fei.

Die Ausland erfrage In Deutschland.

London 29. Qlov. (Wolff.)Satti) Tele­graph" meldet, die brittsche Regierung habe sich den anderen alliierten Regierungen, einen for­mellen Protest in Berlin gegen die Verletzung des Vertrages von Versallles durch die doutschen Behörden einzulegen, angeschlossen. Gs drehe sich um die Ausnahmebehandlung der Qlusländer in Deutschland, wo diese in Ho­tels Kaufläden usw. viel 'höhere Preise bezahlen mufften als die Landesernwvhner.

ich konnte keine Rächt mehr schlafen weil sie sagten, die Japaner wollten die Inseln haben, unb als ich in Schlangenbad Kur gebrauchte, hat er alles fix in eine Pinselfabrik gesteckt! In Südamerika! Immer, wenn ich verreist war. machte er das, dann hatte es solche Eile, und sonst hat er es wahrhaftig nicht eilig gehabt, jum Beispiel. wenn man seine Zinsen haben wollte"

Sprechen Sie eigentlich von Herrn von Her­wegh?" sagte der Vorsitzende.

Olein, ich spreche doch natürlich von dem Gimpel." Die Witwe knöpfte ihren Mantel auf. »Ein Herzleiden hab' ich gekriegt vor Aerger über diesen Kerl. Da war mir der andere jo noch lieber, der grobe (Banteimann, ber wegen dem Diebstahl mit dem Smaragden entlassen wurde."

Der Verteidiger mischte sich wieder ein. Die Witwe ereiferte sich dazwischen.Auf diesen an- geblichLN Smaragdeürdiebstahl werden wir noch zurückkommen," sagte der Richter.

Der Vantelmann hat einem wenigstens reinen Wein eingeschenkt," fuhr die Witwe fori ,Frau Rumpf, nur feine Ausländer/ sagte ei immer,wenn's Krieg gibt, sind Sie lackiert." Run, bafüi gibt man fein Geld auch nicht her Ich hab' vierzig Jahre mein Papeteriegeschäft geführt, eh ich mir eine Villa kaufen konnte und nun, wenn man In Ruhe leben möchte, hat man nichts wie Aufregungen. Ei. da bezieht man ja besser eine Pension."

(Fortsetzung folgt)

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