•* Der Einsatz von Schüler-Arbeits- k-räften in der Lan dwi r tschuf t Hut dem Landesamt für baä Dildungswefen Veranlassung gegeben, an die Direktionen der höheren Schulen folgende Mitteilung #a richten: „Die zu Ernte-- arbeiten bei den Landwirten bcurtaabten Schüler jder Hess i! chen höheren Schulen werden aufgefordert, sich bei der nächstgelegenen Ortsgruppe der Technischen Nothilfe zar Der- Sicherung gegen Unfall, Regelung des Lohn- Verhältnisses und Entgegennahme von Arbcrtsklei- dern zu melden. Es liegt im Interesse der Schüler, daß ihre Erntebeschäftigung nar darch Dermitte- sung der Rothilfe stattsvndet. Ortsgruppen der Technlschen Rothilfe befinden sich in Alsfeld, Densheim Büdirrgen, Darmstadt, Erbach, Friedberg, Gießen, lLauterbach, Ridda, Offenbach und Schotten."
Kreis Friedberg.
* Friedberg, 31. Oft Eine Zwangs- Innung für das Schneiderhandwerk des Kreises Friedberg und die Orte Berstadt, Echzell, Gettenau und Leidhecken vom Kreise Büdingen ist mit dem Sitze in Friedberg errichtet toodxm. Sie tritt am 15. Klovernber in Wirksam» leit. Zu demselben Zeitpunkt wird die Freie Schneiderinnung des Kreises Fttedberg geschlossen.
Starkenburg und Nheinhesicn.
rm. Offenbach, 31. Oft. Zn der St. Zo- sephskirche am Fri^>richsring dahier wurde tn der Rächt zum Sonntag ein Einbruch aus» geführt Die Einbrecher haben die Fenster ausgebleit und dann herausgenommen, worauf sie in hie Kirche eindrangen. Sie stahlen aus dem» von ihnen erbrochenen Tabernakel vergoldete Kelche und andere Wertsachen. Bis jetzt konnte man die Diebe nicht ermitteln.
Kreis Wetzlar.
* Braunfels, 30. Oft. Gin Opfer der Zeitungsnot ist auch der „Braunfelser Anzeiger" geworden. Sn seiner letzten Rümmer teilt der Verlag mit, daß am 1. Rovembec das Erscheinen des Blattes eingestellt werde.
Dermikcktes.
* Brennender 'Berg. Aus Kassel wird uns geschrieben: Sn dem größten Gebirge von Kurhessen, dem sogenannten König der hessischen Berge, im Meißner, in dem der Sage nach Frau Holle wohnt, bereiten sich geheimnisvolle Dinge vor. ülnweit einer der höchsten Stellen, in der Rahe des romanttschen Schwalbentals, sind riesige Felsmassen in Bewegung geraten, bröckeln und wandern, und alles b.ntet auf einen regelrechten Bergrutsch hin, der wahrschenlich mit einem unterirdischen Brande in Verbindung steht Dieses Feuer im Berge muß eine gewaltige Ausdehnung besitzen. Darauf läßt schließen, daß sich zahlreiche Erdlöcher in dem gefährdeten Gebiet gebildet haben, au; dein übelriechende Dämpfe aufsteigen. Um das Holz nicht zu schädigen hat die Forstverwaltung den alten Baumbestand dieser umfangreichen Gegend niederlegen lassen, so daß der felsige Berg mit einem Felde von Baumstümpfen einen unwirtlichen, in seinem Chaos aber großartigen Eindruck macht. Da der Berg kohlehaltig ist, kann angenommen werden, daß jahrtausendelanger Druck des Gebirges diese Kohle zur Entzündung gebracht hat. Ein unterirdisches Feuer, das wiederholt an« gebohrt worden ist, loht auch in den etwa sechs Stunden von dem Meißner entfernten Braun- kohlengruben Oberkaufungen bei Kassel.
. * Der Detektiv imewigen Eise. Eine Tetektivtat im ewigen Eise des Polarkreises hat *x Sergeant der kanadischen berittenen Rordwest- polizei vollbracht, indem er nach einer Suche von 12 Monaten weit nördlich ton Daffinsland drei Eskimos verhaftete. Die Eskimgs gestanden, daß sie vor vier Jahren am Kap Crawford einen Trapper namens Robert S. Janes auf Reafund-
IanJ> ermordet hatten. Janes war 1916 nach Rvrd- baff instand gegangen, um dort Pelze za erlangen. Er blieb dann za Pond's Snlet im Ronden der Dosfinsbai und begann einen Handel mit den Eingeborenen. Dort kam er ums Leben. Als die kanadische Regierung darauf aufmerksam gemacht wurde baß Janes verschollen war, schickte sie eine ÜIntersuchungstruppe nach Bafsinsland, die Sergeant Joy führte. Es war eine schwierige Aufgabe, in dem ewigen Eis die Spuren eines so Lange zurückreichenden Verbrechens zu entdecken, aber der tüchtige Detektiv führte sie zu glücklichem Ende. Gr stellte die Stätte fest, an der der Trapper beerdigt lag. grub die Leiche aus und sand sie infolge des Frostes in vortrefflicher Erhaltung. Eine Prüfung ergab zwei Löcher von Gewehrkugeln im Rücken, und auf Grund dieser Anhaltspunkte konnte Hotz die Verbrecher feststellen, die denn auch den Mord eingestanden. Der Detektiv muß den ganzen Wrnter in Pond's Snlet bleiben und feine Gefangenen bewachen. 3m Frühling wird dann so schnell wie möglich ein besonderer Gerichtshof aus Ottawa geschickt werden, um die Mörder abzuarterlen.
Büchtrt-sch.
— Jahrbuch der Technik (Technik und 3ndustrie). Jahrgang VIII (1921'22). SUuftriert (Stuttgart, Franckhs Technischer Verlag, Dieck L Co.) Sn einer Reihe interessanter Abhandlungen erster Autoren der betreffenden Fächer entrollt sich uns hier ein Bild der technischen Fortschritte auf allen Gebieten.
— Gertrud von Brockdorff, „Der große Schlag". Geschichte eines Spekulanten. Verlag Guido Hackebeil A.-G.. Berlin S. 14. Das stilistisch flüssig geschriebene Buch führt uns die zerrissene, entwurzelte Halbheit unserer bangen Zeit vor Augen und zwingt uns, ohne pharisäische Grundstimmung zur inneren Einkehr.
— Alexander Dumas' Romane s'nd frn Francths Heimat- und We t erlag. Sief u. Co., Stuttgart, Pfizerstraße ?, in bester deutscher Bearbeitung ungekürzt, zu n Teil illustriert, erschienen. Auch die interessanten .Ergänzungen" dieser spannenden Bücher, wie „Totenhand", Herr der Welt", „Millionenbraut" e.le.en in unserer aufs Abenteuerliche gerichteten Zeit wieder eine Auferstehung und werden von dem genannten Vertag in gutem Gewand herausgegeben.
— Aus Großvaters Tagen. 6 0 Dil - der von Theodor Hosemann. (Singeteitet von Professor Franz Weinitz. Vertag von Julius Hoffmann in Stuttgart. Kaum ein Künstler schildert mit so viel Behagen und zugleich mit so viel gutmütigem Spott die sorglosen Kinderspiele, die übermütigen Jugendstreiche und endlich das Leben und Treiben des kleinen Mannes und ehrsamen Bürgers in Großväterzeiten wie Theodor Hose- mcmn Das anspruchslose Düchelchen wird manchem Kunstfreund eine Freude machen.
Handel.
Der Goldbestand der Rerchsbauk.
Sn der. Z e n t i a l a u s s ch u ß s i tz- u n g der Reichsbank am 28. Oktober nahm Präsident Haven st ein Stellung zu der Forderung, dm Goldbestand der Reichsbank zur Stütz ung des Markknrses zu verwenden. Er bekannte sich erneut als Gegner einer solchen Verwend ing, da man diese letzte Währungsrücklage der Volkswirtschaft für den späteren ülebergang zu einer stetigen Währung viel zu notwendig! brauche, im fie jetzt zu vermindern. Der Präsident beschäftigte sich ferner mit der Sroge der Gold- scha hscheine, deren Ausgabe er als ehren recht gefährlichen Versuch ansehe. Das Reich gehe hier eine höchst bedenkliche Valutaspekulation ein, mit der man sich nur dann praktisch einverstanden erklären könnte, wenn e3 sich um einen kleinen, jeder-
zeit zu beendigenden Vers uch handle. Rar in diesem Sinne habe er sich gegenüber der Regierung auch für die Schaffung eines solchen wertbeständigen Papiers ausgesprochen. Auch dieser Auffassung stimmten die Mitglieder des Zentratausschus- ses bei. Eine Aenderu n g des R'e ichsbank- s a tz e s wurde nicht beschlossen.
Berlin, 31. Oft 3m Devisenverkehr zogen am Vormittag die Rotierungen erheblich an, ohne daß aber die Umsätze wesentlich über das jetzt gewohnte beschüdene Maß hinausgingen. Bei der allgemeinen Zurückhaltung und Tlnsichrrheit über die weitere Entwicklung bewirkt die nach wie vor verhältnismäßig kleine Nachfrage ein stärkeres Anziehen der Rotizen. Bei der amtlichen Festsetzung kam seitens einer ersten Bank etwas mehr Angebot an den Markt, so daß London und Reuyori den Vormittagskurs von 20 500 bzw. 4600 nicht behaupteten. Roten und Effekten wurden entsprechend dem Verbot des Börsenvorstandes an der Börse auch im freien Verkehre nicht gehandelt
Frantj» r i a. M., 31. Oft. Dorfen- st j m m u n g s b i l d. He ite fand ein Verkehr in Effekten nicht statt, und die geschäftliche Tätigkeit der Boise deschrantte ,ich aus oen Hanvel in Devisen. Es hatten sich zahlreiche Dörsenbesucher rn den Börienräumen eingef inben. Rach den vorliegenden Rachiichten ais der Provinz und den hiesigen Dörsenkreisen halt die Rachfrage nach Effekten an. Seitens des Publikums liegen Kauf- und Der- kaufsaafträge vor, so daß für morgen eine feste, aber uneinheitliche Stimmung zu erwarten ist. Der Devisenmarkt lag fest, doch blieb die Teilnahme hieran schwach.
Frankfurter Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
Amtliche Ttotie rangen.
Datum: 30. Oktober 3L Oktober
Geld Bries Geld Brie? Antw.-Brüssel . 20!),SO 271.20 2^,75 291,25
Holland...... 1613,40 1651,60 1775,55 1784,45
Vonöon...... 187,53 188,47 203,65 204,35
Paris....... 295,25 296,75 317,25 318,75
Schwei»...... 760,60 764,40 819.95 824,05
Spanien..... 638,40 641,60 692,25 695,75
Italien...... 165,60 166,40 180,55 181,45
Lissabon-Ovorto ——,— Dänemark .... 849,85 854,15 913,70 918.30
Norwegen .... 760,55 764,45 820,95 825,05
Schweden .... 1125,15 1130,^5 1211,95 1218,05
HeliinasorS. . . . —114,75 115,25
Neunork...... 4213,30 4266,70 4501,20 4523,80
Deulsch-Oesterr. 5,35 5.39 5,68 5,72
Budapest..... 159,90 16010 175,90 176,10
Prag........ 133,85 134,65 143,85 144,65
Sofia....... —
Märkte.
Derliner Produktenmartt.
Berlin, 31. Oft. Die am Devisenmarkt eingetretene kräftige Auswärtsbewegung bewirkte auch im Produkt enderkehr eine wesentliche Erhöhung der Preise. Erzeuger und Händler halten in verstärktem Maße mit den Verläufen zurück, so daß bei der lebhaften Kauflust wesentlich höhere Preise angelegt werden mußten, dies gilt für alle Artikel, ohne daß die für Weizen, Gerste und Hafer dringliche Rachfrage durchweg befriedigt werden konnte. Weizen, märkischen 10 000 bis 10 400 Mk. (steigend), mecklenburgischen 10 300 bis 10 500 Mk., Roggen, märkischen 9000—9400 Mark (steigend), mecklenburgischen 9400 Mk., ost- preußischen 9100 Mk., Sommergerste 9800—10 000 Mark (sehr fest), Wintergerste 9200-9500 Mk., Hafer, märkischen 10 300—10 500 Mk., pommer- schen 10 000—10 300 Mk. (steigend), Mais, La Plata, loco Berlin 10 000—10 200 Mk. (steigend), frei Hamburg 9900—10 000 Mk., Weizenmehl (100 Kg.) 27 200-29 500 Mk. (steigend), Roggenmehl (100 Kg.) 24 000—26 500 Mk. (steigend), Weizenkleie 5000 Mk. (fester), Roggenkleie 5000
bis 5200 Mk (fest). Raps 13 000—15 000 Ml (fest), Viktoriaerbsen 16 000—17 000 Mk., kleine Erbsen 14 500—16 500 Mk., Peluschken 10 500 bl5 11 500 Mk., Wicken 14 600—16 C00 Mk., Lupinen, blau 7500—8000 Mi., gelb "9500—10 000 Mk., Seradella, alt 20 000—25 000 Mk., Rapskuchen 6000 Mk., Trockenschnihel 4500—4600 Mk., Kartoffeln, weiße und rote 480—510 Mk., gelbe 550 Mark. Rauhfutter: Weizen- unb Roggenstrvh, drahtgeb. 2300—2400 Mk., Haferstroh, drahtge- vreßt 2300—2400 Ml., Stroh, strohfeilgebündelt 2300—2400 Mk.. Wiesenheu. gut, gesund und trocken, Vormahd 1350—1450 Mk., Rachmahd 1300-1350 Mk.
Frankfurter Pferdemarkt.
spd. Frankfurt a M., 31. Oft. Der heute vom Landwirtf christlichen Verein veranstaltete Pferdemarkt war von etwa 550 Pferden beschickt, in der Hauptsache von jungen Tieren. Es wurden sehr hohe Preise angelegt, da das Material recht knapp ist. Der Besuch war mäßig, da die meisten ßanbtrnrte wegen der verspäteten Herbstbestellung und des schlechten Wetters abgehalten wurden. Die geringe Beschickung ist damit zu erklären, daß gleichzeitig in Rorddeutschland Märkte abgehalten wurden und für einige westdeutsche Kreise Ausfuhrverbote bestehen.
(Sn einem Teil der Auflage wiederholt.)
Arauzöfsch« Stimme«
über das neue italienische Kabinett.
Paris, 31. Oft. (WTB.) Bei Besprechung der Bildung des Kabinetts Mussolini bringen die Morgenblätter die äleberzeugung v)n Sem vorläufigen Charakter der zustande- gefommenen Lösung und die Befürchtung über Reibungen in der italienisch-jugoslawischen Frage sowie itn der Mrttelmeerpolitik zum Ausdruck.
„Richt ohne gewisse Befürchtung," sagt der „Petit Parisien", „sieht man eine Partei zur Herrschaft gelangen, die in dem hohen Schwünge ihres Patriotismus mitunter gewisse Rachbarn Stallens beunruhigt hat. Die Rolle Mussolinis totr£> vielleicht darin bestehen müssen, nach und nach seine wilden Mitarbeiter zu besänftiaen. Wenn ihm dies gelingt, dann kann die neue Regierung eine wichtige Aera einleiten.
Der „Mat in" erklärt nach Hervorhebung oben erwähnter Schattenseiten, die Faszisten hätten in allen ihren Organen in der Reparations- Politik klipp und klar für Frankreich gegen Deutschland Stellung genommen und diejenigen, die die neuen Männer und ihre Sdeen gut kennen, erklärten, Frankreich werde die Genugtuung erleben, die neue italienische Regierung un- zweideutig an ihrer Seite zu sehen.
Der „ G a u l o i s" sagt, die Frage sei die, ob es den Faszisten gelingen werde, lange genig sich die Popularität zu sichern, die sie in diesem Augenblick genoisen, um die schwierige, aber schöne Aufgabe darchzuführen, die sie sich gestellt hätten. Weirn man über ihre Pläne auf dem Gebiet der inneren Politik im klaren fei, so wisse man doch wenig Bescheid über ihre Absichten in der äußeren Politik. DaS Blatt fährt fort: Es wird uns er» Härt, daß Mussolini sich zu freundlichen Gmpfin« bungen für Frankreich bekennt. Wenn es auch am Platze ist, seine Taten abzuwarten, bevor wir unsere Haltung gegenüber seiner Regierung bestimmen, müssen wir es doch verstehen, wenn er den aufrichtigen Wunsch danach verspürt, daß wir an» sere Absicht zeigen, mit ihm am Wiederaufbau der großen lateinischen Familie zu arbeiten die durch allzuhäufige Mißverständnisse in ihrer Solidarität gestört worden ist.
Paris, 31. Oft Havas. (WTB.) Rach der .Chicago Trrbune" geht in Rom das Gerücht um, daß die Faszisten Rit ti fest genommen hätten. Mussolini soll sich mit der Absicht tragen, einige Persönlichkeiten des verflossenen Kabinetts zur Verantwortung zu ziehen.
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Behördliche Anzeigen
Bekanntmachung.
Die Anrechnung des auf das Neichs- notopfer überzahlten Bettags auf die von den Abgabepflichtigen zu zeichnende Iwangs- anleihe erfolgt, wenn oder soweit der Ab. gabepflichtige nicht der Anrechnung bis zum 31. März 1923 widerspricht.
Der Anspruch auf Anrechnung geht auf die Erben über, wenn der Erbfall nach dem 31. Dezember 1922 eingetreten ist.
Gießen, den 31. Oktober 1922.
Die Finanzämter [9692B Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen.
(Baspreis.
Infolge weiterer Verteuerung der Kohlen vnd Betriebsmaterialien, Erhöhung der Frachten, Fuhrlöhne usw. wird vom 1. November ds. Is. ab der Gaspreis auf
35,- Mk. für den Kubikmeter erhöht.
Gießen, den 31. Oktober 1922.
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. _____________Stedjng.__[9698 B Zubmisfiom-veiMs
Die hiesige Gemeinde beabsichtigt, einen
fetten Bullen
auf dem Submissionswege zu verkaufen. Bewerber wollen ihre Offerten bis zum Freitag nachmittag bei der Bürgermeisterei abgeben, wo auch die Bedingungen ein. gesehen werden können. 9693D
Münster, den 30. Oktober 1922.
Bürgermeisterei Münster Goutrum.
Bekanntmachung.
Durch Schiedsgerichtsspruch ist der Stallpreis für Vollmilch auf Mk. 50, - und die Molkereispanne auf Mk. 10, - ab 1. November 1922 festgesetzt worden. Unter Hinzurechnung der MilchausttägergebÜhr und der sonstigen Unkosten tritt auf Grund der Verordnung über den Verkehr mit Milch vom 10. April 1921 gemäß Beschluß der städtischen Lebensmitteldeputation vom 31. Oktober 1922 mit Wirkung vom 1. November 1922 ein Kleinverkaufspreis von Mk.71, - für das Liter Vollmilch in Kraft. [9691B
Gießen, den 31. Oktober 1922.
Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.)
Holzsubmission.
Montag, den 6. November 1922, vormittags 8 Uhr sollen aus den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda folgende Holzsortimente im Submissionswege vergeben werden:
1 Fichten-Stamm 2. Kl. mit 1,32 Fstm. 13 Fichten-Stämme 3 Kl. mit 19,02 Fstm. 25 Fichten-Stämme 4. Kl. mit 24,10 Fstm. 80 Fichten-Stämme 5a Kl. mit 51,93 Fstm. 165 Fichten-Stämme 5 b Kl. mit 46,86 Fstm.
Das Holz ist mit Rinde gemessen und enttindet. Angebote, nach Klassen getrennt und mit Aufschrift versehen, sind bis zu obigem Termin bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder Vermerk usw. versehen, werden nicht berücksichtigt.
Es wttd empfohlen, da Käferholz darunter, vorher zu besichtigen, da spätere Reklamattonen nicht angenommen werden.
Förster Franz, Allendorf a. d. Lumda, zeigt auf Wunsch das Holz vor.
Allendorf a. d. Lumda, den 29. Okt. 1922. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. b. Lumda.
Stein. 9668 D
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Grü- ningen für 1922 Aj. liegt vom 2. Rov. 1922 ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen, woselbst innerhalb dieser Frist Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden können. Zu der Umlage haben auch die Ausmärker beizu- tragen.'
Grüningen, den 30. Oktober 1922.
Bürgermeisterei Grüningen 'S f n g e l. 9674V
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