Der Lderbacher Uedersall.
der im Auftrag des
sind.
totnbinrg der Symbole Seele. Erde, Mutter durch! wiederkommen, um dann \ecntn jßortr' di- Geist. Reich. »°t-- beutd. _
viel volle Häuser haben
zz.
daß er über das Schwabenalter daraus rjL das i ihm noch erlaubt hätte, fern eheliches Glück mü I
Brücker eingetroffen, amerikanischen komman-
man nicht
eine «gröbliche Charakterfigur mach«.
Wenn nichts trügt, wird diese Operette nodt
lenz im Automobil Manische Oberst
A«s Statt unö Land.
Gießen, den 31. Jan. 1921.
Der aussterbendc Winter.
Tab der alte Winter, der „strenge Mann" mit lernen starken Frösten und Schneefällen, allrnäl>
t Vortrag über uuu vtv ---------- halten S wich
in Gießen eine aufnahmefereite Gememde fmden, deren Gewlgichast er sich mcht rnleht durch d^-l Abend erworben hat. Denn man von sittlicher Erneuerung unseres ^Kolkes spricht, wird die ethische Wirksamkeit Waldemar Borfels
heidelb erg, 29. Jan. Wie die „F. Z." «aus Eberbach hört, ist dort gestern, von Kob- kommend, der a m e r i -
Siebener Stadtlheater.
Die FaschingSf«.
Operette von Emmerich Kalman.
Gießen, 30 Jamrar 1921.
rcit‘3 ihre ZuArajt bewiesen. (Seilern ab mb nur das Theater so überfüllt, dag nicht einmal ein Strtwlatz mehr hätte ausgegebrn. werden können. Was sollte das Herz auch mehr begeb’, en, ober das Auge, oder das Ohr. Gefällige Melodien eines liebensrvürbigm sbrnnxmi.'^n, Fasching numnul kurz vor dem 8. Februar, ein Atelier fest, tee elegante Aufmachung eines vornehmen Hotels und zwei, bte sich lieben und schließlich dock kriegen, weil dies der Lauf jeder Operettmhaudlung ist. Diesmal sind diese zwei, ein Kunstmaler und eine ungarische Fürstin, die kurz vor der Verlobung mit einem Verzog steht. Dreier steht endlich ein.
Wenn die literarische Gesellschaft, die, dm Dichter für Gießen gewonnen batte, daraus bestand, daß er aus feinen Werken las, so hatte er die Auswahl doch so getroffen, daß sie im Gedankenbereiche seines Vortrages blieben. Er las aus der Jndiensahrt daS gedanklich tiefe Gespräch mtt dem Brahrnanen über den Tod und das Christentum, sowie aus Menschenwegen das Kapitel Penina, das Gleichnis von der Erlösung einer Verworfenen, in der die Liebe ist.
Gerade diese beiden Proben seines Schaffens zeigten, wie sehr die äußeren Vorgänge Borwand zu der Welt des geistigen sistd, die sich dahinter auftut. nur Gleiches, nur Symbol, wie die Personen nur Träger der Ideen einer lebendigen Weisheit find, die in edelstem Svrachaut 5.70rmt wird. Der Dichter wird zum ikrfüuber, zum priesterlichen Lehrer. Und so märe es denkbar, daß uns Bom'els ein hymnisches Epos der Lebensiveisbeit schenkt, das den Beden jenes Indien nicht fcnrjW, das er liebt.
durchleuchte!, die Anekdote sich völlig dienstbar, ja übcrstüssig macht, wie dies ht fernem letzten Buche „Eros und die Evangelien", der Fortsetzung der „Menschenwege" teinttfe schon der Fall ist.
&n der Linie dieser Entwicklung liegt es, daß Bonjels aus seinen Bortragsceisen nicht ans seinen Buchern vorliest, sondern, wie am Tage zuvor in Frankfurt. Vorträge hält, die zu d m letzten Probleme vordrinavi. da-« uns fr. .
** Der Konzertverein ist mit den üblichen zehn Abonnementskonzerten Heuer so vorgeschritten, daß nur noch zwei auMehen. Das eine wird in der zweiten Hälfte des Februar als Orckesterkonzert im Stadttheater statt- fmben; das andere als grillicfe Äuftührung — Bachs Johannespassion — am 11. ML z in ter Sta)1kircfe. In der Zwischenzei ve anstal.et der Vere n am nächsten Sonntag, 6. Februar, in der Aula ein Sonderkonzert, da- uns die erste Bekanntfcha t mit einer jun-en Künstle in und gewinnenden Per Lnlichkeit, Fräulein Irma Petar ans Berlin, oerntittrtn soll, von der in der Musikwelt viel und rühmlichst gesprochen anrb. Tas Engagement der Kü stlerin war schon vor einigen Monaten beabsichtigt, doch konnte sie erst jetzt für uns gewonnen werdm. Die Berufung namfa ter Künstler gestaltet sich üb.whaupt von Tag zu Tag schwieriger. Der Mitbewerb des Auslandes, in dem sich ein wahrer Heißhunger nach deutscher Musik bemerklich macht, und die glänzenden Honovare, die es zu bie-en vermag. locken un ere Künstler in großm Scharen hinaus. So bereist das Schörg-Ouartett, das erst kürzlich wiederholt hier musizierte, gegenwärtig die skandinavisch n Länder, das Wenöling-Ouartett weilt sett einiger Zeit in Spanien während in Mad id deutsche Oremkraste Wagners ddibelungenring auf* führen, die Virtuosen Backhaus u:b Szigett haben sich in Italien Er olge.über Erfolge geholt und der Sänger des Evangelisten in d r bevorstehenden Auf ühmng der Johannes'assion, der berühmte Tenorist Georg A. Walter, kommt zu diesem Konzert eigens aus Barcelona zu uns, um anbrrn Tags wieder in das Ausland zu reisen. Unter die en Umständen hat die Konzert'eitung geglaubt, un eren Mu ik reunden das Sonderkonzert einer
daß auch die heutigen Gegner des neuen Bürgermeisters, wenn die Leidenschaft des Wahllampies sich erst einmal abgekühlt hat, ihm sein schweres Amt nicht noch schwerer machen werden, sondern ihn erst ernural arbeiten lafen. brnor sie eine endgültige Stellung Üynr gegenüber etn- nebm.cn. Zum Besten unserer Vaterstadt ist em verständiges, vom Geiste der Versöhnung gdra^ genes Zusammenarbeiten zwischen Bürgermeister und Einwohnerschaft zu ersehnen. Dem: mir ter unterstützende Mttarbeit aller rime Unterschied brr Patter kann dem Gemeinwohl bienen.
*
u Heuchelheim, 28. Jan. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Stelle eines Nachtwächters neu bfetzi. Um bte Bautätigkeit neu zu beleben und zu fördern, wurde die Erwerb ing von Baugelände für sechs Wohnhäuser in ter Ernststraße beschlossen. Auch die neue Backhausordnung gelangte nach dem Entwurf zur Annahme.
Kreis Alsfeld
** Eulersdorf, 31. Yan. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Samstag nachmittag gegen 5 Uhr beim Holzfällen im Distrikt Altstrauch zwischen Eulersdorf und Eifa. Als eine Gruppe Holzfäller mit dem Umlegen einer Kiefer beschäftigt war, stürzte hinter ihnen eine bereits an- gerodete Kiefer um und begrub drei Holzhauer unter sich. Der Holzhauer Konrad Schäfer aus Eulersdorf war auf der Stelle 101. Konrad Höpfner aus Eulersdorf wurde schwer verletzt, während Johannes George, ebenfalls aus Eulersdorf, mit einer leichteren Verletzung baoonfam. Der Schwerverletzte wurde sofort von der Unglücksftelle aus mit einem Auto in das Kreis krankenhaus Alsfeld gebracht. Er soll außer Lebensgefahr sein. Der Tote hinterläßt eine Witwe und mehrere kleine Kinder.
mehr zugefrvren ist intb daß die TYemje zum letztenmal im Jahre 1814 bis in dre Gegend bet Lon- । dotier City vereist war. Tie Schweitzer Glettcher zeigen feit den letzten 50 Jähren eine beständige Abnahme, und es gibt Meteorologen, die dreies Zu rückg hen der Bergletfcfenmg mit der ttilmäc* lüfen Milderung des Wtrtterkltmäs uf Mitteleuropa ni Zusammerchang bringen. Aber die Der- ertung ter Erde geht nicht nur in der Schweiz zurück, sondern man hat auch eine Abnahme tes Eires aus dem Südpolarkontmgent beobachtet, und in den letzten 80 Jahren ist die ungeheure Ers- barriere, bte ihn umgibt, um titele Kilometer zu- rürfgegaiigm. Dieses Zurückwttchen des Eues am Südpol Hält beständm an. Woher aber ixeie Ver- nngenmg oer Eismas sen aus "ter Erde kommt b.rs ist nach dem heutigen Stand der Kenntnisse Khmer zu sagen. Vielleicht hat die Hitze der Lonne zugenommen. Doch sind unsere Meßmethoden in »iestr Beziehung noch nicht wett genug vorgeichrtt- ten, um darüber sichere Aufflärung zu vericfeNen.
Veranstaltungen.
Montag: Cafe Leib, 7»/,.Uhr, Konzert und Vorflellung der Chiemseer. — Lichtspielhaus, ,^ta- tharina die Große". — Lichtspiele, Seltersweg, wie gestern. *
** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 17. Januar der ordentliche Professor an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim Dr. Hermann Krämer zum ordentlichen Professor der Landwirtschaft mtt dem Lehrauftrag für Tierzucht an der Landesuniversität zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1921 an. U Verträgen wurde am 24. Januar dem Lehrer Jakob Neeb zu Höchst i. Odw. die Lehreritelle an der Volksschule zu Wippenbach (Kr. Büdingen). Am 25. Januar 1921 wurde der Strasanstalts- wachtmeister an der Zellenstrafanskalt Hemrtch Birkenfeld in Butzbach mit Wirkung vom 1. Februar 1921 in gleicher. Eigenschaft an das Landeszuchthaus Marienschloß versetzt.
** 1919 teilt Kriegsjahr. Bet der Anrechnung vpn Kriegsjahren svtd Zweifel darüber entstanden, ob auch das Jahr 1919 dafür tn Betracht kommt. Das Heeresabwiclelungs-Haupt- amt hat deshalb ausdrücklich darauf htngewiesen, daß eine Anrechnung von Kriegsjahren auf Grund des Offizierpensionsgesetzes und des Mannschafts- versorgungsgesetzes zunächst nur für die Jahre 1914 bis 1918, nicht aber 1919 in Frage tarne.
Hesfen-NafflM FalkrHe Preise.
mc. Frankfurt a. M., 30. Jan. Die Preise für ausländische Artikel fallen m Frank- fuxt augenblicklich noch stetig. So kostet Sä>w ein e schm alz in den meisten (McMftei nur noch 13 Ml. das Pfund (in Gtehen Mit 12,70 Mark angeboten), einzelne smd ab«
auch da, die eS Lm Detail schon für 12 und!2ch0 Mark abgeben. Kaffee kostet nur noch 18 bi5 20 Mk., auch Kakao und Schokolade haben einen ziemlichen Preissturz erlitten. D« Geschäftsinhaber halten den augenblicklichen Pv.tssturz mm von langer Dauer, da der Weltmarkt dies nicht zulasse, vielmchr seien die nirtreren Preise auS einer Baisse zu erklären, nm? ste nach bett hohen Festen immer einzutteven pflege.
Der Frankfurter Jugetttrrag.
mc Frankfurt a. M., 30. Jan. D«. heutige Sonntag galt der Jugend. Der Frankfurter Jugendrina, in den alle Jugend vereine ohne Rücksicht auf Partei und Konfession zu- sammengeschlofsen sind, protestierte in machtvollen Kundgebungen gegen den Schund in Literartur, Theater und Kino und erhob feine warnende Stimme gegen Bars, Dielen und Animierkneipen. Der Jugendtag wurde mit einer künstlerischen Morgenfeier im Saalbau eingeleitet, der sich am Nachmittag eine mächtige Befammlung in der Paulskirche anschloß. Am Abend durchzog bann ein mächtiger Fackelzug von Taufenden von Jugendlichen bte Stadt, um gegen die Entsittlichung des deutschen Lölkes zu protestieren. Es wurden auch eine Anzahl von Entschließungen gefaßt, die den zuständigen Stellen übermittelt werden sollen.
Verhaftung einer Räuberbande.
st. Frankfurt a. M., 30 Jmt. l&nt Räuberbande, die in den letzten Wochen w
m elfter der Stadt Lich, ist am 2. April 188b mi ErWadt ^Steid Hanau) geboren, fleht also tm 33. Lebensjahre Nachdem er dir Realschule al solviett, war er seit 1905 im Dienste der Stadt Friedberg, die ihn 1916 definitiv anfteUte. Aus seinem bisherigen Wirkungskreise bringt er für ein neues Amt reiche Erfahrung und hsachvcnnt- liis und gute Zeuanisie der verschiedensten Behörden und politischen Parteien mü. Er selbst steht auf dem Boten der denwkrarischen Wettanichauung. Ter neue Bürgermeister, der von tombercin nahezu die Hälfte der WÄlerschast nicht hinter sich weiß, mitt' ht seinem Amte zunächst auf mancherlei
.0 hervorragenden Kü ist e.in. .tote Fräulein Petar es ift. nicht tioreatteften zu sollen Die Konzett- aeb.'r n nennt nicht nur eine der reizvollsten Koloraturstimmen ihr eigen sondern hat zugleich eine Vorliebe für das Lieb das sie mit ihrem tätigen und doch wundervoll weichen, hohen Sopran ganz fein innig zn behände n und vorzu- tragen versteht. Besonders wirb die meisterhafte Behandlung dec Kop töne an ihr gerühmt, die sich so ganz und gar von den sonst gchörten unterfcheiden. Das Urteil der Sachverständigen geht baten, daß sie zu ten Auserwählten Unter den Berufenen gerechnet tverben muß. Die Klavierbegleitung wirb iür unseren am Ken \ertage verhinderten Prof s or Trautmann, ter Korrepetitor am Franksuiter Opernch.'use, Herr P a n l M e y c r. üternehmm. Das Ko^zwt findet, wie b'reits erwähn'., außer Abonnement statt. Doch werten ten Abonnenten die angestammten Plätze bis morgen Dien-tag, abends 6 Uhr, zur Der ümng gehalten und ihnen empfohlen fie innerhalb dieser Frist in dec Musckalten- handlung von Ernst Challier qb^olen zu la en.
ür Deutschland".
Landkreis Gießen.
Büraermeiftrrstichwahl in Sich.
Stadtfekretär Völker (Friete berg) ntit geringer Mehrheit gern ählt.
6 Lich, 30. Jan. Unsere Vorauslage über ten Ausgang der Mrgermeilterwahl sich ziemlich bestätigt. Stadtsckretar Völker (Fnedterg) hat mit einem nicht sehr großen Mehr von Stimmen den Sieg davongetragen. _ Der Wahlkampf war gestern und heute noch äußerst lebhaft. Em wahrer Regen von Flusvlättern ergoß sich über bte Wählerschaft. Für die Kandidatur Walz arbeitete fieberhaft auch ter Wahlausschuß des tm ersten Wahlgang ausgeschietenen Bertteters der Landtoittschas, Ft) chec. Schon vorher war von bieser Seite Parole für Baumeister Walz (Vilbel) ausgegeben worden, da nicht dessen politische Stellung, sondern die Tatsache, daß er als her gebürtige Kiefer dem Bauernstand näher stehe, ausschlaggebend sem müsse. Für beide Parteien waren feilte den ganzen Tag über, besonders tn den spaten Nachmittiasstunden, die „Dckckeppett' tätig; wer nicht Mc Wahlurne g^fen konnte, wurde hin- gefühtt ober tm Magen terangeholt. Es war so auch eine Wahlbetetligung zu verzeichnen, wie sie in unserer Stadt von ferner Wahl in Errmterung ift 90 Prozent der etwa 1650 Stimmberechtigten sind zur Urne geschritten, davon erhielt Stadtsekretär Völker (Friedberg) 7o3, Baumeister Walz (Vilbels 676 Stimmen, einige Stimmzettel waren ungültig.
Sckwn lange vor Verkündigung des Wahl- eraebniffes war der Rathausplatz mit MenlLerl angefüllt. So erregt aber die Gemüter ten ganzen Tag über gewesen, so gedrückt nmrde um 10 Uhr abends bte Stimmung, mit ter ber aus- »tmq der Wahl ausgenommen wurde. Das äußerst lebhafte und bewegt Treiben des, Dages wurde an vermittelt von einer ungewShnlufei Rute av- gelöst, wie sie sonst das ^ttaßenleben unterer Stadt' an Sonntag^rbenden nicht kennt._________
Waldemar vonsels-Abend.
Gießen. 29. Jan. 1931.
Anderes als viele seiner Zuhörer erwartet haben mögen, bot Waldemar Bonfels an liefern Wend. Der Dichter der Bieiie Mafa, der die Seelen der Kinder gefangen nahm, ist im Begriffe, über sich selbst hinauszuwachsen, die Anekdote wird zurückgedrängt zugunsten des etlnschen Ge- lxrlles feiner Wecke. Als erhabenes Ziel leuchten vor dem Dichter die Worte Christi an den Fischer PetruS: „Bon nun an follsr du Menschen sangen.'
Die Bewnimz eines reinen Ethos bedeutet bei Bvnscls keine iimere Wandlung, kein Sich- treibenlasjen von mystischen Unterströmen der Zeil, sie ist innerfter Zwang M immer bmmßter gewordener Pflicht Wer seine Bücher in der Folge ihres seitlichen Ettätehieiis lieft, wirb das Etlw) seiner Weltanschauung hinter lebem, auch ber Biene Maja, spüren, nut daß es immer stärker
üch ausstirbt, ist eine Bemerkung, die man je&r After hören kann. Mit Ausnahme des Winters von 1916/17 haben wir m wirklich in letzter Zeit ungewöhnlich milde Winter gehabt, und teefe Er- icfetrnnTg tritt in diesem Jahr besonders deutlich hervor. In erster Linie klagt man aus ten ve» fchlttrensten Gegenden über die geringe S chneemenge. Die Schwei- hatte selbst in H^en, die sonst immer eingeschneit waren, fast gar keinen Schnee. Aus Rußland wird berichtet, texte der diesmal besonders katastrophale Mange) an Brennmaterial zum großen Teil dem Umstand zuzuschreiben sei, daß infolge des fehlenten Schnees das Holz nicht auf den bequemen Schlitten befördert werden koirnte. Aaich sonst wird von überall her ungewöhnlich warme Witterung gemeldet. s)tun hat cs solche mitte Winter auch tn früheren Zeiten gegeben, und die Chroniken ans ferner und naher Vergrngenfett wisstm davon zu erzählen, daß im Janimr Die Blumen blühten und man sich bereits in ten Frühling verletzt glaubte Danach aber kamen dann auch wieder Perioten ichr strenger Winter, und man muß daher tebr vorsichtig (ein mit ber Behauptung, daß ter Winter ausstcrbe imb daß die Winter in Europa immer milder geworden sind. Immerhin ist sestzustellen, daß seit dem Jahre 1879 ter Brteniee nicht
** Die M änner- und Frauenvereinigung der MatthäuSgem einte hielt am > Donnerstag ihre diesjährige Hauptvwammlung - im 6 m.tnbeiaale ab. Rektor Knautz. der 1-Vorsitzende ber Vernnigung, feyrüßte die zahlreich । Er chienenen. Ter Jahresb.ncht zeigte eine lehr b friedigende Entwicklung des jungen Bereis. Aus b2 Mttglietetti bei der Gründung waren teren 452 im ersten Jahre geworden. Es lauten in diesem Zeitraum Hat: 5 Miiglttter-, 5 erver- ammlungen und 5 Vorstands, itzungen. Eine sehr rege Tätigkeit entfaltet? auch der Helterkreis in einen 24 Bezirken ter Gemeinde. Ihm 11t in erster Linie ter bedeutende Zuwachs von Vereinsmtt- gLiebem zu danken. Gleich günstig gestaltete iick die Rechnungsablage. An Mitglteberteilragen und außcrortentlichen Zuwendungen war 10 viel einteganjen, bat ber Aofchluß noch einen Kassen- oorrat von 666.30 Mk. ergib. Die Venammlung stimmte dem Borstanbste chluß, der die Erweiterung von 5 aui 15 Mttglieter vor ah. zu und wählte bement prechenb zu den bisherigen G.iedern 10 weitere, fo baß sich ter Vorstand nunmehr neben dem P arrer der Gemeinde als Geichafts- führer aus 9 Männern und 6 Frauen zu ammen- setzt. Man war bestrebt, allen imBerein zuammen- gefchlossenen Kre fen Rechnung zu tragen Nachtem der Veriammlung die Be eutung der wier* arbeit im einzelnen (largelegt worden war, brachte man zum Ausdruck, bas die Männer- und Frauen- veceinigung nur kirchlichen Interessen dient und somit jeder politischen 29e:ä.ipntq,_ von welcher Seite sie auch kommen möge, die Türe weift.
” I n ber Zionistischen Ortsgruppe Gießen hielt am Sonntag abend im Hotel Gvostferzog Dr. Prager aus Kassel einen Lichtbildervorttag über „Das neue iüdi|che Palästina". Der große Saal war. wie ims geschrieben wird, dicht gefüllt, ein deutliches Zeichen bafux, baß ber völkerrechtlich garantierte Aufbau Palästinas als jübische Heimsvätte über den Rahmen ber zionistischen Organisation hinaus lebhafte leib nähme erregt. Der Vortragende verstand es, durch Verbindung von Watt und Bild ben Zuhörern das wiederenvachende jüdische Palästina lebendig vor Augen zu führen und schloß mit dem Appell an die Versammelten, beim Aufbau Paläittnas mtt ganzem Herzen und vollen Händen mitzuwirfen. , ** Kleine Mitteilungen. ,Die
Steuerordnung der Stadt Gießen über die Besteuerung des reüfefteuetfreien Einkommens ift aus dem Anzeigenteil der heutigen Nummer *u ersehen. — An gleicher Stelle wird die Sonderausgabe von verbilligten Schuhen crngekündig-t und mitgeteilt, welchen Geschäften der Berkaus von Spiritus übertragen worden ist. — Ihr 25j ährigesDien fr» jubiläum feiert Frau Katharina Henke Witwe als Haushälterin bei Bäckermeister Forbach tn der Kaiserallee. — Die Sozi al devro kr at 1- sche Partei veranstaltet öffentliche Versammlungen in Lollar Mtttwoch den 2. Februar, abends 8 Uhr tm Saale „Zur Germania"; in Gießen Donnerstag ben 3. Februar, abends 9 Uhr im Gewerkschaftshause; tn Lauterbach Freitag ten 4 Februar, abends 9 Uhr. tm Saale „Zum Johannisberg" In allen Versammlungen spricht Redakteur Schwartz aus Budapest über : „Der rote und ter weiße Terror tn Ungarn und fettK Lehren
politischen Parteien des Reichstags fand heute Line Aussprache Über die Arbeitsbeschaffung wit Vertretern aller Getverkschafts- »gruppen statt. Allseitig wurde ine über- /nis ernste Lage auf dem Arbeitsmarkt anerkannt und betont, daß das Reich und ine Länder bis zur allgemeinen Besserung der Wirtschaftslage mehr noch als bisher Arbeits- -gelegenfeit schaffen müßten. Die Erörterung zeigte die Möglichkeit dafür, insbesondere auf dem Arbeitsgebiete des Reichsverkehrsministeriums und des Reichspostministeriums sö- wie in den landwirtschaftlichen Bodenver- beffenrnaen, wo sie schon setzt mit Hilfe der produktiven Erwerbslosenfürsorge betrieben jDerben. Sehr bedeutungsvoll für die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes schien nach allgemeiner Auffassung dieBelebungder Bautätigkeit. Auch die Zukunftsaussich- ten der deutschen Industrie wurden eingehend erörtert. Aus dem Kreise ber Gewerkschaften tourbe auch die Notwendigkeit der Anwen- Hung der Methode der Kur,zarbeit sowie die ^rage des Wechsels der Belegschaft zur Erörterung gestellt. Sämtliche Anregungen sollen von den in Betracht kornmenden Behörden nachdrücklichst und schleunigst verfolgt werden.
Die Finanzierung des NeckarkanalS.
Karlsruhe, 29. Jan. (WTB.) Gestern mochmittag traten im bcttüschen Arbeitsministerium die Vertreter der Reichs-, der badischen, württembergischen und hessischen Regierung sowie Vertreter des süddeutschen Kanalsvereins und der am Neckar gelegenen Städte zu einer Aussprache über die 'Gesamtfinanzierung des Neckarkanals zusammen. Es wurde die Bildung einer Fi- nanzgesellschaft ins Auge gefaßt.
Sckwierigkriten stossen. Datz es ihm gelingen wirb, durck seine CharaklereigenfcdasMi und Fähigkeiten, die selbst vom ifegner im Wahlkanwie nie angc zweifelt worden find, alle ^Hinternisjc zu über- winden, wird im Interesse einer gtteifrtufvn Fortentwickelung unseres Gemernwesens aber von jeder-
einer — ausgerechnet imgarifcfen — Fürstm zu versuchen. Bis er aber so wett kommt, intb mancherlei komische Mißverständnis se und tragische Situationen zu überwinden, die mit viel Geschick ju einer abwecfelungsceicfen Handlung verknüM ftnb. Aber selbst wenn e5 ben BühnenvoraL«t an j«rl«fer Motivierung fehlte, genügte die Muss, bte Operette zu«mmenrukLten. Sw [titelt ml lobten, bte auch den Wrtetttrebendsten gefangen nehmen, weil sie die Einfälle eines nicht gar tiefen, aber durchaus musikalischen Temperamentes sind, das es auch versteht, fte in ten 'besttickeobsten Farben schillern $u lassen. DaS Orchester hatte unter der Lettung von Karl Schlager prachtvoll« Zug, ebenso wie die Darstellung, für bte Rubrik Goll yidntete. Die Fürstin von Steffi Bfef- fer-Teu tsch war sehr erfreulich, da fe aast für die Ausgelassenheit einer ungüTiüten Fürstiv Grethen wußte. Scmrmlich war fe gut disponiert, ebenso wie ihr Parwec Adolf Falken, teffe eleganter Maler vielleicht doch noch eine kleine Spur von Boböme hätte an sich tragen bürten, DaS humoristische Gegenpaar wurde von Srar Otte unb Richard Hellborn gegeben, br sich jeder «eise köstlich ergänzten. Aus der groß«
Hierenden Generals in Koblenz dem Untersuchungsrichter Dr. Schlimm den Vorschlag mitteilte, die beiden verhafteten Amerikaner Neas und Zimmer frei zu bekommen. Er teilt mit, es sei beabsichtigt, die beiden Verhafteten vor ein amerikanisches Kriegsgericht zu stellen. Wie die „Eberbacher Bettung" mitteilt, fyit der deutsche Beamte dem amerikanischen Offizier die selbstverständliche Erklärung abgegeben, daß nur ein deutsches Gericht zuständig fei, in dieser Sache ein Urteil zu Fällen. Auf den ausdrücklichen Wunsch des Obersten Jet diesem eine schmftliche Bestatt- mntg dieser Antwort gegeben worden. Die beiden Verhafteten erklärten im übrigen, daß sie im Eberbacher Gefängnis gut behandelt wurden. Wie groß das Interesse ist, das in amerikanischen Kreisen der ganzen Ange- legenhett entgegengebracht wird, geht auch daraus hervor, daß amerikanische Zeitunas- reporter aus Berlin in Eberbach eingetroffen
Diele seiner Zuhörer mögen anderes von Bonfels erwartet haben, was er ihnen bot, war fchwerc Kost. Aber waö ter Dichter reif an geistigem Inhalt und reif tn ter sprachlichen Form in t, Seele ter ihm Folgenden senkte, _____ cr, wirb wie daS Sgattoni sein, baS auf fruchtbaren
(Trio hi Ng. Ui»b test er die Lösung dieses Pro. - Boten fiel
blemeS in teil Evai'äcften nutet, 11c als verlautet, soll Vomeis nn natblten yahte


