Erstes Blatt
M. Jahrgang
Montag, 3H Januar |92|
Nr. 25
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Vie Lrpressertaltik der Entente.
Die ganze deutsche Presse ohne Aus- nahme lehnt die ungeheuren Forderungen, die von der Pariser Konferenz gegen Deutschland gerichtet wurden, mit größtem Nachdruck ab. Wir stehen wieder einmal vor einem Ereignis, bei welchem über so viel Heuchelei und Unmoral in der Völkerpolitik einem die «rechten Worte fehlen. Der rasche Abschluß der Pariser Bestimmungen hat auch etwas ganz Rätselhaftes an sich. Wenn man nämlich von der unmutigen Rede Lloyd Georges gegenüber den phantastischen Vorschlägen und Ziffern des Finanzministers Doumer Kenntnis genommen hatte, so fehlt jede Brücke zum Verständnis der Zustimmung des englischen Fübrers zu der Erpressung von 3000 Papiermilliarden, auf die das neue Pariser Diktat hinauslaufen wird. Und obendrein schloß die Pariser Konferenz mit einem Einigungsmahl aller alliierten Delegierten ab, wonach Lloyd George die bereits gemeldeten Worte Briands: „Wir sind einig, vollständig einig!", ganz vergnügt dahin ergänzte, daß er in einer förmlichen Programmrede sich darüber ausließ, wie zweckmäßig und richtig das ganze Werk sei,lüber das man sich jetzt geeinigt habe. Das ist ein beinahe noch größerer Umfall des englischen Ministers als jener, womit Wilson durch seinen Absturz vom Sprungbrett der 114 Punkte das Schwimmen im Ozean unverfälschter Geschäftsmoral wieder lernte, die er in Wirklichkeit ja niemals vergessen hatte. Nun ist uns das neue Abkommen amtlich be-
gemeldeten Sanktionen, die in der Entwaffnungsfrage vorgesehen sind, sollen auch ür die Reparationsfrage gelten. In bezug auf aie Hilfe für Oefte rreich ist ein ^Bericht Loucheurs angenommen worden, der die Gründung «eines Finanzsyndikats mit einem Kapital von 200 Millionen Franken vorsieht.
Nach einem Spezialbericht der Havas- agentur ast das Abkommen über die Entwaffnung um 4 Uhr unterzeichnet worden. Barthou habe beim Verlassen des Sitzungssaales «erklärt, die Entwaffnungsfrage sei zur gemeinsamen Befriedigung der Alliierten und nn (Interesse der Sicherheit ihrer Länder geregelt worden.
Nach der Havasagentur vertritt die französische Regierung in der K o h l e n f r a g e folgende These: Frankreich verlangt eine monatliche Lieferung von 220 000 Tonnen. Die Bezahlung von 5 Goldmark pro Tonne, die für )ie Ernährung der deutschen Bergarbeiter bestimmt war, soll aufgehoben werden, dagegen eine Prämie für erne besonders gut ausgfr, uchte Qualität der Kohle bewilligt werden. Die Reparationskommission soll die Ausführung des Abkommens überwachen.
Am 28. ^Februar wird in L o n d o n eine neueKonferenzdes Obersten Rates zur Erledigung der Orientfrage stattfinden. Gleichzeitig wird dabei die Frage der Wiedergutmachung auf Grund der Arbeiten der Sachverständigen wieder aufgenommen werden, die am 7. Februar in Brüssel ihre Arbeiten beginnen sollen.
reits notifiziert worden, wobei man uns „schonend" davon entbinden will, die neuen Androhungen «zur Erfüllung der Wuchersorderungen förmlich zu unterschreiben. Es heißt, Deutschland würde in einer neuen Konferenz Gelegenheit erhalten, sich über das Pariser Protokoll zu äußern, oder vielmehr, wie die Franzosen lieber es aussprechen, sich damit abzufinden.
Es wird ungemein schwer für die deutsche Regierung werden, jetzt ihre Entschlüsse zu fassen. Wieder einmal sind Tage gekommen, wo es auf das ganze deutsche Volk ankommt, denn Berlin kann seine Entscheidungen nur auf den festen Grund des gesamten Volks- wiuens stützen. Soll Deutschland sich an dieser neuen Schacherpolitik irgendwie beteiligen, um vielleicht einige Milliarden abzuhandeln oder von den 42 Jahren finanzieller Sklaverei einige Jährlein zu streichen? Zunächst ist es erforderlich, festzustellen, daß das neue Entente-Programm die ohnehin entstellten Züge des Versailler Gesichts noch mehr verzerrt. Vertragsverletzungen offensichtlicher Art werden uns angetragen. Nach dem Versailler Vertrag muß prinzipiell innerhalb 30 Jahren die Schuldtilaung erfolgen. Eine Nachfrist, die vorgesehen wurde, trug allenfalls dem deutschen Können und Vermögen Rechnung. Heute aber hält man sich in Paris gar nicht mehr an eine gewissenhafte Bezifferung von Schäden, deren Wiedergutmachung man von uns verlangt sondern man sucht das neue Deutschland, das man fürchtet und haßt, prinzipiell nach Wucherart bis aufs letzte auszusaugen. Der Engländer Kynes hatte die französischen Kriegsschäden mit nur 10 Goldmilliarden beziffert. Hier muß nun zweifellos eine feierliche Verwahrung Deutschlands einsetzen, die es vollkommen ausschließt, deutsche Vertreter wiederum mit englischen und französischen Staatsmännern konferieren HU lassen, wenn nicht Gewähr dafür geboten wird, daß dieses ganze oder halbe Diktat schweigend HU den Akten gelegt wird.
Paris, 29. Jan. (Wolff.) Wie die Havasagentur nichtoffiziell meldet, nahm die Konferenz in dec Vormittagssitzung den Bericht des interalliierten militärischen Ausschusses in Versailles über die Entwaffnungsfrage 'entgegen. Es wurde hiernach Deutich- land für jede der noch auszuführenden Maßnahmen eine Frist bis zum 1. Juli bewilligt. Die folgenden Sicherungen der Durchführung sind vorgesehen: 1 Ausübung der Räumuugsfrist für biefHftetntanbe, 2 setzung neuen deutschen Gebietes, 3. Errichtung eines besonderen Zollregimes in den Rheinlanben, 4. (auf Antrag von Lo^ Enr- zon (Einspruch gegen die Aufnahme Deutsch- lands in den Völkerbund.
Paris, 27. Jan. (Wolff.) Die Konferenz ist heute kurz vor 6 Uhr a e sch lo s- !sen worden. Nack) einer Meldung der Havas- Iqaentur 'ist auch das Protokoll über die !AbmachungeninderReparations- >frage nm o Uhr unterzeichnet worden Die Beschlüsse sollen morgen der deut- Wen Regierung notifiziert werden. Sie wer- tag stnit dem Begleitschreiben an die deutsche Regierung veröffentlicht werden. Die bereits
Paris, 30. Jan. (Wolff.) Gestern abend ist ein Kommunique ausgegeben worden, in dem es heißt:
Die Alliierten haben schon jetzt unter sich die Maßnahmen festgehalten, die eventuell angewendet werden sollen, im Falle Deutsch- land sich weigern würde, loyal und lückenlos die Verpflichtungen auszuführen, die sich auf die Reparation «und auf die Entwaffnung erstrecken. Aus Höflichkeitsgefühl und von der Hoffnung erfüllt, daß Deutschland aus sich selbst heraus seinen Verpflichtungen nachkommen werde, hätten die Alliierten geglaubt, in diesem Augenblick diese Sanktionen inBerlinnichtnotifizierenzulas- se n. Qualifizierte Vertreter der deutschen Regierung würden eingeladen werden, Ende Februar jin London mit den Vertretern der alliierten Mächte zusammenzukommen.
Das Kommunique stellt alsdann fest, welche Fragen von der Konferenz im Laufe dieser Woche noch gelüst wurden, und betont alsdann, gls das wichtigste Ergebnis der Konferenz, daß die Entscheidungen in dec herzlichsten «und engsten Einigkeit und im Einverständnis erfolgten.
Paris, 30. Jan. (Havas.) Der diplomatische Mitarbeiter der Agentur Havas sagt, daß Hm Laufe des gestrigen Abends Deutschland folgende Beschlüsse mitgeteilt wurden: Hinsichtlich der Entwaffnung Deutschlands wurde der Bericht des Marschalls Foch etwas pbgeändert. Deutschland muß darnach seine Gesetzgebung den Vereinbarungen des Friedensvertrages anpassen, die überzähligen Offiziere vor dem 28. Februar entlassen, die Bürgerwehr vor dem 30. Juni auflösen, die Reserveschiffe vor dem 31. Juli entwaffnen, die im Bau befindlichen Kriegsschiffe sowie alle Unterseeboote vor dem 31. Juli zerstören, die im Jahre 1919 zerstörten Zeppeline ersetzen, darauf verzichten, eine Luftpolizei zu bilden und die alliierten Definitionen an- nehmen, die die zivilen von den Militärflugzeugen unterscheiden. Das Abkommen der Alliierten betreffend die Reparation werde der Reparationskomnnsfton mttgetetlt werden, welche den deutschen E x p o r t überwachen wird. Deutschland wird den Alliierten entsprechend dem ihnen zufallen- de>r Anteil Gutscheine für die Jahresraten geben. Die vorgesehenen Maßregeln bestehen vor allem «in der Besetzung neuer Gebiete, Verlängerung ver Besetzung der Rheinlande, und Ausschließung Deutschlands vom Völkerbünde. Die Prämie von 2 Goldmark für die Tonne guter Kohlen wird aufrechterhalten.
P a r i s, 30. Jan. (Havas.) L l o y d G e - o r g e gab gestern abend den alliierten Konse- renzdelegierten xin Essen und reiste alsdann mit der englischen Delegation nach London zurück.
Lloyd George über seinen Eindruck von der Konferenz.
Paris, 30. Jan. (Havas.) Nach Schluß der Konferenz erklärte gestern L l o yd Geo r g e französischen Journalisten, sein Eindruck von der Konferenz sei ausgezeichnet. Er habe selten eine Konferenz gesehen, die man mit solch allgemeiner Befriedigung verlassen habe, und das sm sehr gut so, demi wenn man nicht zu einer üomtanaipert (Verständigung gelangt wäre, wäre bn in wirkliches Unglück gewesen, und nur die Deutschen hätten sich darüber freuen können. .Die Deutschen
würden allerdings nicht so recht mit dem Ergebnis der Konferenz zufrieden sein, fürchte er. Irgendwelche Schwierigkeiten für die Erhebung der Kontrolle der Ausfuhr fürchte er keineswegs. Ee stände den Alliierten mehr als ein Mittel zur Verfügung, um dieser Schwierigkeiten Herr zu werden, falls sie auftauchen sollten, vor allem die Zollkontrolle, die sie einrichten würden. Diese Kontrolle werde allerd.ngs durch einen deutschen Beamten ausgeübt werden. Aber die Ernennung dieses Beamten werde nur unter Zustimmung der Reparations.ommis ion er'olgen können, dir jeben Augenblick seine Abberufung fordern könne. Wenn die Deutschen trotz dieser Kontrolle ihre Ausfuhr irgendwie zu verheimlichen suchen würden, so brauche man sich nur an die Verbündeten oder sogar an die neutralen Regierungen zu wenden, die ja größtenteils schon Statistiken über ihre Einfuhr veröffentlichten. Man würde dann bie’e Statistiken nur mit den deutschen Ziffern zu vergleichen haben. Ueber die militärisck)en und nichtmilitärischen Zwangsmaßnahmen erklärte Lloyd George, man müsse sich wohl davor hüten, die Kontrolle der deutsck>en Zölle, die keinerlei Zwangsmaßnahme sei, mit der Einrichtung eines direkten Zollregimes durch die Alliierten M verwechseln, was natürlich eine Zwangsmaßnahme wäre. Mau habe es vermieden, den Ausdruck „Besckpagnahme" zu gebrauchen, wie man überhaupt alles zu vermeiden gesucht habe, was die deutsche Empfindlichkeit verletzen könnte. Es sei den Alliierten nicht daran gelegen, Deutschland zu emtebrigeit, sondern nur darum, in den Besitz ihrer Forderungen zu gelangen. Die rein moralische Zwangsmaßimrhme der Nichtmsnahme Deutschlands in den Völkerbund, die aus Vorschlag Lord Curzons zur Annahme gelangte, könnte ohne weiteres dadurch verwirklicht merken, daß die Alliierten sich der Aufnahme Deutschlands tvidersetzten, falls dieses sich weigern sollte, die soeben unterzeichnete Lösung anzunehmen. Lloyd George wies noch besonders daraus hin, in welchem Geiste die vorgesehenen Zwangsmaßnahmen zur Anwendung kommen sollten. Die Allierten seien sich vollkommen darüber einig, daß man sie nicht leichtfertig zur Anwendung bringen dürfe. Man roerbe mit anderen Worten Deutschland nicht gleich wegen jedes leichten Verstoßes mit der Anwendung dieser Maßnahmen droben. Aber diese Maßnahmen würden in ihrer Gesamtheit rücksichtslos zur Anwendung gelangen, wenn die Alliierten es für nötig hielten. Tu RepanationSkvmmifsion werde ihre Arbeüen fort führen, weil Frankreich wünsche, daß die gesanrte Summe der Forderungen aller Alliierten Deutschland gegenüber gern ätz dem Vertrage festgestetlt werde und weil man immerhin die Möglichkeit vorausseHen müsse, daß Deutschland das setzt getroffene Abkommen nicht annehme. In diesem Falle ivükde nichts anderes übrig bleiben, als die Bestimmungen des Paktes restlos und bückest üblich zur Anwendung zu bringen. Die Frage der interalliierten Sckmlden würde Großbritannien mit dem allerbesten Willen regeln und nut dem größten Entgegenkommen. In Hyt!)e habe ia England bereits versprochen, fünf Jahre lang leinen Anteil an der deutschen Entschfdigungs- fumme nicht zu kapitalifieren, nur um einer etwaigen französischen Anleihe nichts tu den Weg zu legem falls Frankreich versuchest joll'e, auf diesem Wege seine Forderungen gegen Deutschland flüssig zu Mücken. Das sei zwar nur wenig und England würde gerne mehr tun. Aber es sei ganz unmöglich, sich mit einem Sonde-lammen nur zweier Lander über diese Schuldui zu befassen. Dafür bedürfe es einer ganz allgemeinen Lösung Wir schulden t*en Ameri'anern Geld. Frankreich ist unser Schuldner Und andrre Nationen wiederum sind Frankreich Geld sämldig. Es ist da kerne Lösung möglich, foimige Amerika sich von den Besprechungen sernhält. Tun wir inzwischen so, als ob uns keinerlei Sckrulden drückten. Das wird uns ermöglichen, noch zu warten. Wenn mein Gläubiger mich nicht drängt, so werde ich meinerseits auch meine Schuldner nicht drängen.
Ei« amerikanische» Urteil.
P a r i s, 30. Jan. (WTB.) Nach einer Havasmeldung aus Neuyork soll dec amerikanische Finanzmann Vanderlip in einer Unterredung erklärt haben, niemals könne Deutschland die verlangte Summe bezahlen. Die Maximalsumme, die Deutschland jemals bezahlen könne, würde drei Milliarden nicht überfteiaen. Vanderlip sieht voraus, daß Deutschland sich weigern werde, die Beschlüsse der Konferenz anzunehmen.
Die Beteiligung deutscher Arbeit beim Wiederaufbau in Frankreich und Belgien.
Berlin, 29. Jan. (WTB.) Im Hauptausschuß des Reichstags fragte Nienbeck (D.-N.) an, wie es mit der Beteiligung des deutschen Handwerks und derdeutschenJndustrie an denWie- deraufbauarbeiten in Frankreich und Belgien stünde. Ministerialrat C u n tz e vom 'Wiederaufbauministerium erwiderte: Bereits im August 1919 wurden auf französische Anregung hin in Paris die $er= Handlungen über eine Beteiligung deutscher Arbeiter beim Wiederaufbau begonnen. Die Besprechungen verliefen befriedigend und führten schließlich zur Bereisung der zerstörten Gebiete durch die deutsche Kommission In der Veschlußbesprechung vom 2. Oktober l919 wurde unseren Unterhändlern in Aussicht gestellt, daß uns in nächster Zeit bestimmte Ge
biete zur Vornahme der Aufräumungsarbei te.t überwiesen werden sollen. Seitdem haben wir trotz Erinnerung in dieser Angelegenheit von Frankreich nichts mehr erfahren. Wohl haben wir aber aus der Presse ersehen, daß anscheinend die gesamte französische Bevölkerung in allen Klassen und Schichten die Beteiligung deutscher Arbeiter beim Wiederaufbau ab lehnt. Erst jetzt, anläßlich der Brüsseler Verhandlungen, hat der französische Delegierte Seydoux auch diese Frage wieder angeschnitten und die Beschäftigung deutscher Arbeiter im Wiederaufbaugebiet in den Bereich der Verhandlungen gezogen. Wir haben unsere Bereitwilligkeit erklärt, uns auf diese Verhandlungen einzulassen und auch 6fr reits in Deutschland mit den Arbeitnehmern die Angelegenheit besprochen.
Die Republick Georgien.
Paris, 30. Jan. (WTB.) Wie der „Temps" mitteilt, beschloß die Konferenz in Paris gestern, die Republik Georgien als Staat anzuerkennen, da der Vertreter von Georgien in Paris das offizielle Verlangen stellte.
Aus Sern Reiche.
Die igcgenseitige Vertretung der deutschen Länder Innethalb des Reichsgebietes.
Berlin, 29. Jan. (Wolff.) ImHaupt- ti u s s ch u ß des Reichstags entspann sich eine Aussprache über die gegenseitige Vertretung der deutschen Länder innerhalb des Reichsgebietes. Staatssekretär Albert von der Reichskanzlei wies darauf hin, daß die Länder sich gegenüber der Reichsregierung verpflichteten, von der Einrichtung besonderer Gesandtschaften untereinander abzusehen. Insofern sei die Vertretung der einzelnen Lander untereinander nicht von unmittelbarem Interesse für die Reichsregierung. Allerdings könne in anderen z. B. wirtschaftlichen Fragen die Einrichtung von Vertretungen der Länder notwendig werden. Indessen hatten die Länder bisher hiervon keinen wesentlichen Gebrauch gemacht, so daß die Frage keine praktische Bedeutung habe. Der Staatssekretär erklärte ferner: Irgendein Verkehr, der nicht im Rahmen der allgemeinen Politik des Auswärtigen Amtes liegt, sindet zwischen der bayerischen Regierung und dem in München amtierenden französischen Gesandten nicht statt. Der bayerische Gesandte Präaex gab folgende Erklärung ab: Die süddeutschen Regierungen haben vor ungefähr einem Jahr in Stuttgart übereinstimmend die Rechtsausfassung vertreten, daß das Recht der Länder, Gesandtschaften untereinander zu halten, durch die Reichsverfassung nicht berührt werde. Aus diesem Standpunkt steht die bayerische Regierung auch heute noch. Besonders muß sie sich das Recht wahren, selbständig mit dem bayerischen Landtag darüber zu entscheiden, in welchen deutschen Staaten sia Gesandtschaften oder Vertretungen halten will. Zur Zeit hat Bayern außer seinem Gesandten bei der preußischen Regierung keinen diplomatischen Vertreter in deutschen Ländern mehr.
Eine Ävuferenz über Arbeittzbeschaffuna.
Berlin, 30. Jan. (Wolff.) Unter deut Vorsitz pes Reichskanzlers und in Gegenwart der beteiligten Reichs- und preußischen Ressortminister sowie Vertretern der
SiNsßlkslN!
Wer seinen Stimmantrag nicht so rechtzeitig bei der nächsten Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlester einreicht, daß er bis zum miv
3. Februar bei dem paritätischen Gemeinde- Ausschuß in Oberschlesten vorliegt versündigt sich am Vaterlande


