Ausgabe 
29.1.1921
 
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Zahlung in 42 Annuitäten ob 1. Mai 1921

neben ist die illustrierte Wochenschrift

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auf die Abonnenten übergehen sollen. Die Bezifferung einer geringfügigen Erhöhung des bisherigen Abonnements bleibt demnach Vor­behalten.

Zport-Um sch au", die über das Verbreitungs­gebiet des Gießener Anzeigers hinaus über Turnen, Sport und Spiel fachmännisch berichten nnd unterrichten wird, wie bisher sowohl durch Postabonnement wie im Einzeloerkauf zu de-

? Februar Wmiftttti 1 der M- Beleiiiglen

n:(6t ent*

Da» Ergebnis

der Aue schuh Verhandlungen.

Paris, 29. Ian. (WTB.) Die Sitzung des engeren Ausschusses ging heute nacht 12.20 Uhr z Ende. Nach einem arbeitsreichen IerhandlmigS- tag gelabte der Ausschuß abends zu einem lleber- einkommen, das, wie Lxwas meldet, beut? morgen in der Vollsitzung zu einem endgültigen sich ge*

diskutiert werden soll. Die um 11 Uhr begonnene Sitzung dauerte zwei und eine halb: Stunde.

Die englischen Delegierten sollen er­klärt haben, daß die er Plan einen ernfHidyn Fortschritt darstelle. Sie haben sich ihre Ent­schließung Vorbehalten, bis sie Lloyd George Be­richt erstattet Haden. Der Aussämß hat sich darauf bis 31/. Uhr nachmittags vertagt. Nachmittags ist die Sitzung nicht pünktlich eröffnet worden. Ministerpräiident Briand hatte vorher noch eine Unterredung mit Lloyd George und Lord Curwn. Erst kur; nach 4 Uhr ist Br-and am Quai bCrlat angekommen und mit ihm die englischen Delegier­ten. Die Sitzung hat alsdann begonnen.

Wie von anderer Seite mitgeteilt wird, glaubt man nicht, daß die Konferenz h.'ute noch eine Plenarsitzung abhalten wird.

Paris, 28 Jan. Tie Havas-Agentur be­richtet um 8 Ifljr abends ni^offiziell, datz tue Sitzung deS Ausschusses, der die Reparationsfrage behandelt und nach 4 Uhr begonnen hat, um s/46 Uhr unterbrochen wurde, um den belg-lcben Telegierten und den englischen Sachverständigen Gelegenheit zu geben, sich mit Lloyd George ;u besprechen. Um 6,55 Uhr sind die Telegierten imb Sachverständen wieder am Quai d'Orsay eingetrosien Es habe den Anschein geda't, daß sie einen Text mitgebvacht hätten, der nunmehr MenisterVrä.ident B.iaich zur Annahme unterbrei­tet werden solle.

nach folgender Staffelung:

Die beiden ersten JahveSzahlungen zwei Mil- liarden Gvldmark.

Die drei folgenden drei Milliarden Goldmari. Die drei nächsten vier Milliarden Goldmari. Die drei weiteren fünf Milliarden Goldmark.

Die 31 letzten Jahrrszahlungen sechs Milliarden

Goldmark.

Andererseits muß Deutschland während 42 Jahren eine Tore von 12 Prvz. in Goldmark ab valorem von seiner Ausfuhr zahlen. Diese Taxe wird von der ReparationSkommitsion er­hoben werden.

Um Deutschland anzuspornen, sich möglichst rasch seinen Verpflichtungen zu entledigen, wird ihm ein Diskont ans die festgesetzten Annuitäten gewährt werden, und zwar biS zu 8 Droz, in den beiden ersten Jahren, 6 Prvz. in tm beiden folgenden und 5 Proz. für den Rest der Frist, wenn es seine Zahlungen vor den vorgesehenen Fristen auSführt.

AlS Sanktion für die Ausfikhrnn« seiner Vev- pflichtungen sieht daS Uebereinkvmmen cisc X5er* vsändung der deutschen Zölle unter der Kontrolle der RepmationSkommission vor, ferner die L-est- setzung neuer oder höherer Taren cjre fRütfiirfN aut *ttne Maßnahmen, die die Alliierten Rearerim- gen treffen können, falls die voihergehend« Maß­nahmen ungenügend sein sollten.

Schließlich soll Deutschs b Trine miswäetige Anleihe ausnehmen können, ohne durch die Repara­tionskommission dazu berechtigt zu sein.

Tie Konferenz wird heute morgen um 11 Uhr zu einer Vollsitzung zusammen treten. Ihre end­gültige Billigung des gestern abend auSgearbeiteten Entwurfes unterliegt nach der HavoSmeldung kei­nem Zweifri.

Wie der diplomatische Mitarbeiter der Agence §>ovas um 8.15 Uhr (französische Zeit) berichtet, ist die Sitzung des Ausschusses der Konserenz, der über den Refolutionsplan in der Reparatrins- smge Beratungen feit 4 Uhr nachmittags pflegt, noch nicht beendet. Es wird reden falls eine Nacbt- ) f6 u n g ftattiinben, um den endgültigen Plan testzusetzen, der morgen vormittag der Vollsitzung

Konferenz unterbreitet werden soll. N»*

Frage jeden Oderschlesier। den Du kennst,

ob er seine vaterländische Pflicht erfüll und feinen Stimmantrag vollzogen Hot.

Sonst mutz er sich sofort an die nächste Ortsgruppe der

vereinigten verbände heimotrtrever Oberschlesler

vorschrrs, 20* . Aufschlag flauptjd)riftleiter: Lug. Loetz Verantwortlich für 'Politik. Aua Voetz; für beit übrigen Teil: Dr. Reinhold 3en$; für bew Anzeigenteil: H. Bech, sämtlich In Dießen.

Bei der Beratung des Justizeta ts im Reichstag sind wieder einmal all die schroffen Gegensätze emporaewirbelt worden, die ern Erbteil der Revolution sind. Kein Wunder, daß die alten Schuld fragen wieder au stauchten und daß auf die . Urteile deutscher

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Der Oteßener Ttjelget -richeint t -glich, außer Soinu unb Feiertags. Aonatlichr vezng'vreife: Ulk. 4.25 einichl Träger, iahn, durch M» Post Mk. 5.- einichl Bestellgeld. Mit.Sport'Umfchau- JJUl 5.50 einschl Träger, lohn, durch die Post UMl f 25 einschl Destellgelb. Fernsprech. Anschlüsse: ür bteSi^riftleitung 112; 0erlag,Deschäftostelle51. Anschrift für vrahtnach- -ichten: Bnutger fielen.

postscheSoAto:

yreiffMrt a. M. 11686

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I neben ffapp genannt, unb man heischte btc Hn liniere XCICt! Aburteilung der reaktionären Hochverräter. /. Die Antwort Dr. Heinzes Hieb nichts schul.

3n der (Erkenntnis, daß die pflege von big Kapp ist mit flüchtigen Mitschuldigen Leibesübungen in unserem neuen Deutschland geächtet- will man sie hangen, so muß man eines der Haupterfordernisse zur wiederaufrich. ,ie vorher fangen. Es war aber ein sozial- tuna unseres Volkes ist,beabsichtigen wir,einevon demokratisches Kabinett, unter dem die uns neu eingerichtete Sportzeitung künftighin ^^e"eler des Ausstandes enttmschterr Luden- U Donftänbigen Ausgabe öes Giefeenerk.aÄtfÄ 3eigers regelmäßig bei3ufugen. Die zuerst m ß ^g, wie der Minister sagte,

Aussicht genommene Einnchtung einer Aus- ^in Grund vor, gegen denverdienten Gene- (gabe des Gießener Anzeigers mit Sportbei« M[>/ gerichtlich vorrugeheii. Die Linke lärmte,. Sage und einer solchen ohne Sportbeilage hat aber Dr. Heinze ließ sich nicht irre barii Isich als nicht zweckmäßig erwiesen, da der machen, daß man dem General Ludendorff, Gießener Anzeiger eines gediegenen eigenen trotz seiner Fehler, große Verdienste um'c Sportteils überhaupt nicht mehr entraten kann. Vaterland nicht ab streiten dürfe.

Zahlreichen wünschen unserer Leser entsprechend Man sollte sich nicht gerade ein Ber- wirb unserem Blatte infolgedessen fortan regel- gnügen daraus machen, mit dem alten ©tarn maSig Dienstags eine Sportbeilage fri6t"

gesellt, der bie Aufgabe ^fallt insbesondere man -n gehen und dazu gehört auch den sportlichen Interessen der engeren hje Erinnerung an Vergangenes

Heimat eingehend Rechnung zu tragen. Da- bedarf es dazu keiner feierlichen Zurustun- x gen. Wir haben am 2 7. Januar, wie zahl'

tofe Deutsche, ebenfalls des früheren Kai- sers gedacht, der 62 Jahre alt geworden ist und in der Verbannung ein trauriges Leben führt. Es ist kein Anlaß vorhanden, ihn zu rühmen, ihm Huldigungen darzubringen, denn um seine Staatsmannskunst, auf die er pochte, war es schlecht bestellt. Aber er war zweifellos ein wohlmeinender Patriot. Er hat in der Glanzzeit des Reiches als mäch­tiger Repräsentant alles Ansehen und allen Stolz in sich vereinigt, die auch dem deutschen

DieKöln. Zeitung" hat vor einigen Tagen, um darzutun, daß die Weise vom Kyff- Häuser und entschwundener Kaisermacht kei­neswegs modern sei, vo rgeschlagen, der Reichspräsidenten Ebert bei her Neuwahl wieder als allgemeinen Kandidate n auf­zustellen. DerPressedienst der Deutschen Bollspartei" hat demgegenüber^ jritgeftellt,

General-Anzeiger für Oberhessen

Vrvck nnb Derfag: »rühl'lche Unte..Ba(f>. und Steinöralerei R. £<mge. Schriftleitt»g, «efdjäftsftelk und Dradtrel: Schulftro»» 7.

Paris, 28 Jan. <DDD.) Nach brnf Son­derberichterstatter der ,,A ae n t e HavaS" sagt man in französischen Krri'en, da- Ervoss dr- , Finanz Ministers über die von Deutschland (Kf'fTiiBvte Repcrvatwn sei rin technisches nrnnfeitv das her Finanzwinister hätte abfallen müllen da rr die Schwierigkeiten srine- Landes kenne Mini­sterpräsident Briand habe dieses Ervos^ als R,>- mmmqÄ(f)ri, der über die Wa*rrung der Interessen des Landes wachen müsse, nicht stvriclvn können, trotzdem er sich bemüht habe, die tyritfrehrnen Standpunkte miteinander in Einklang zu bringen. Deshalb habe er auch der KonfewnZ erklärt, haft der gegenwärtige Augenblick der schlechteste sei. den mau wünschen könne, um die Gesamtschule Deutschlands festzusetzen Wenn Deutschiland in den nächsten Jahren sich weder erbeb-'n würde, sei unmoralisch, daß die Kraft Frankreich- leide, indem es Reparationen zu leisten und Pensionen zu zahlen habe, während der Besiegte im IVbe^fbift lebe Deshalb habe auch Briand eine Ab wande­rn nosmöglichkeit in dem Zcchlungßsnstem vorae- schlagen, das sich auf die wirtschaftliche Wieder­belebung Deutschlands ftühe Geyen gewisse Ge­rüchte, die betonen, dast über die Frage des Fvr- fait zwischen dem Präsidenten der Republik und Briand Mrimngsversclnedenleiten bestehen, wird im Gegenteil erklärt, haft bad, rvS Dria-nd gestern mihretcilt Habe, sich mit den Worten Millerand in der Kammer, die er nach der Konferenz non Boulogne miSgeirwochen Habe, decke, nämlich: Wenn auch in Boulogne kein Abkommen untev« zeichnet worden ist, so habe man horf> a-wiste Re­solutionen geschaffen" Briand sei gvmd'äklich qt- stunden gewesen durch das, was feine Vorgänger rm Grundsatz angemmnnen haben, iedoch «e man fanen, daß über bie Modalitäten die Diskussion offen geblieben fei.

Der Vertreter der ,,Agence bavaS" glaubt ver­sichern zu können, daß rm allgemeinen beute vor­mittag der Einbruch ein günstiger-r gewesen sei als gestern, und da stimm jetzt annimmt, daß die Kvnferew am Sonntag zu Ende gebt Auch nimmt man an. daß die sfrage^der Entwgsfming und der Entschädigung noch »llbonnnen geregelt wird

Hetzereien derTime»".

London, 28. Jan. In einem Leitartikel appelliert bieTime s" an den PatriotiS- mus der in Paris versammelten Staats­männer, die Konferenz, die bisher Deutsch­land nur das Beispiel der Uneinigkeit geboten habe, nicht erfolglos auseinander- aehen zu lassen, da die Wirkung davon zu hrrcMbar sein und die Entente nur noch zu einer Form frage machen würde. DaS Blatt fahrt fort, die amtlichen Berichte über die Unterredung zwischen dem deutschen Reichs­kanzler und dem Minister des Aeußern sei der stärkste Beweis dafür, daß für jede Deutsch­land auferlegte Verpflichtung unbedingt Sanktionen zu fordern seien. Deutschland ver­kenne die Lage, wie sie General Hoffmann seinerzeit den Russen in Brest-Litowsk gegen­über verkannt habe. Er spreche zu den Alli­ierten, wie Tropft und seine Freunde ver­suchten zu Deutschland zu sprechen.

ziehen.

Manchem Leser find die Notwendigkeiten der Pflege von Leibesübungen bisher leider noch zu fremd geblieben, hat man sich aber einmal dazu entschlossen, dem regen Streben, das auf---o ....

bitfem 6ebiet überall eingelegt f>at, mit Jnte. Solle zulamen, unb er ift ie»t, tme ein reff, und womöglich auch mit °KU°« Teilnahme ^^^l^^^n^^Solk^rnA 3U fo gen, dann wird es icbermann em ganz gebührt heute ein ganz natürliches natürliches Bedürfnis werden, einen fach- ^schliches Mitgefühl, zumal seine sympa- gemäßen Ueberblick über dieses wichtige wir- Gemahlin am Rande des Grabes

fcungsgebiet zu erhalten, das die körperliche schwebt. Es ist recht merkwürdig, daß auch Erziehung unseres Volkes in neue Bahnen zu einige linkssozialistische Blatter an feinem leiten berufen ist. Geburtstag spaltenlange Artikel veröffent-

Gleichzeitig oll, um die rechte Harmonie licht haben um den alten Haß wieder au^ -»i'ch-n MrperWr unb fül bk

3U betonen fortan von un^enn.^Iöt^ ?cI,,cn schlagen. So schließt dieFreiheit" eine solche dem Sportteil auch eine regelmäßige veigabe, LLjstnnmg mit den folgenden Sätzen:Umso- die der Kulturpflege dienen wird, heraus- mu6 e5 un|ere Aufgabe als Sozialisten gebracht werden. Vieser Teil, der aus den 1 durch die Aufklärung ' über die tatsäch­teten von Kunst, Wissenschaft, Technik und siche Rolle Wilhelms II. in den Abgrund gediegener Unterhaltung für die heutige Zeit menschlicher Verworfenheit hinnn- desonders geeignete Beiträge sammeln wird, zuleuchten, den dieser heldenhafte Hobenzoller (On reqetmäftiq der Samstagsausgabe ein« darstellt. Die p r e u 6 i s ch e n San d t a g s - gefügt »erben »«,»U "^o

tonteiles erleidet wodurch keine Einschränkung. Augen zum Himmel auffd)Iagen und mit Die Bereicherung des Gießener Anzeigers die blendenden Glanze ihrer edlen Eigen- mit diesen neuen Beigaben eintritt unb Zweifel- saften unb ihrer Führertalente alle ver­los von allen Lesern sehr begrüßt wird, er« h0TetIe Herrlichkeit des alten Reiches er­fordert besonders auch infolge des vermehrten setzen. .

Papierverbrauchs nicht unerhebliche Kosten, die indessen nur zu einem ganz geringen Teil

Die Pariser Konferenz

Paris, 28. Jan. (Wolfs.) Nach einem nicht- offiziellen Bericht der Daoasagentur haben sich die Mitglieder der gestern eingesetzten Kommission, der die Ausgabe gestellt war, den Kommissions- entwurfinderReparationssrage aus­zuarbeiten, um 11 Uhr am Quni d'Orsay veriam- melt. Den Beratungen tmchnten bei für Frankreich Briand, Loucheur und Doumer, für England Lord d'Abcrnon, für Belgien Ja spar unb Dheunis, für Italien Amelion unb Giannini, zwei japanische Delegierte und mehrere Saäiverstänbige. Die bel­gischen Delegierten Jaspar und Theunis haben, wie es heißt, gestern abend einen Vettragscntwurs auS- gaxrbritct, der als rin vermittelnder bezeichnet wird, unb der im Laufe der heutigen Vormittagsfitzung

Dung erfahren, aufs neue einen geradezu un­geheuerlichen Vorschlag ans Licht zu bringen. Danach würde Deutschland tatsächlich 226 Milliarden Goldmark insgesamt zu zahlen haben. Es ist schwer verständlich, inwiefern in diesem Vorschlag irgendeine Annäherung an den englischen Standpunkt enthalten sein oll. Man darf gespannt sein, ob Lloyd Ge­orge diese Komödie noch länger mitmachen wird, die ihn selbst zu einem Marren unb Phantasten stempeln würde.

Dtrlag unö RtDnttion öea Wmc flnjtigcra...

___ frinp Partei bei der Neuwahl des Reichs- IIIIIIIIIIIBIIIBIHIIIHIlHHIllllHIHIIinillinhlllllllllllllllllllllllllllllllllllll OTäfibentra Tiuf)t boron bcnle, öerrn Ebert als Kandidaten aufzustellen. Der Grund­gedanke derKöln. Ztg." bei ihrem Vorschlag war wicht Übel. Er wollte dem lEmigungs- bedürfnis im deutschen Volle Rechnung tra­gen (unb bie Tatsache anerkennen, daß verr Ebert im allgemeinen bei seinen Kundgebun­gen einen wohltuenden Sinn für nationale Er- forbemiffe gezeigt habe. Indessen gerade die «iHuwfsvu uisv uuD uui uit-uuvtu . Haltung der sozialdemokratischen darleienin

Gerichtshöfe die Traufe der radikalen Bolls- j>en Schuld fragen macht es den bürgerlichen tribunen niederregnete! Ja, die Urteile waren Parteien recht schwer, solchen Anregungen, wie rft hart und schroff, aber man muß sich eben I sie von der ,M)ln. Ztg." ausgehen, sich 8i> allmählich dran gewöhnen, daß aus der Poli- gänglich -u erweisen . . .

tik nicht mehr die Toga für gewissenlose 9 ,

8erbred)en zurechtaefchneidert werden darf. *

Die beutfd>c Rechtsprechung hatte es häufig Die Pariser Entente-Konfe- recht schwer. Die Begriffe von Recht unb Teni feit einigen Klagen bei ber 2Irbetl Anrecht waren arg burd)einanber geraten. ;st, spielt sich wiederum als Richterin gegen» Nicht nur durch die neugeboreneFreiheit" ^b^r demschuldigen" Deutschland aus. Ein der Revolution, sondern auch durch dasa^zu abscheuliches Schachergeschäft um die Aebermaß der Gesetze und Verordnungen, das Zahlungsfähigkeit Deutschlands spielt sich t-orher schon die Geister verwirrte. Es mögen p^rt gegenwärtig ab. ine Ansprüche deo Fälle oorgetommen sein, wo unverhältnis- neuen Kabinetts Briand, das sich beim Boll mäßig harte Strafen diktiert wurden, aber <ar manches Mal hat man sich doch wohl Luch beunruhigt über eine drohende Ein-1 schüchterung deutsc^r Richter durch diePoli­tik der Straße". Jedenfalls darf es eine An> Haftung der Rechtsprechung an den Geist der Sittenverwilderung unserer Tage nicht geben. Der Justizminister Dr. Heinze hat denn auch mit großem Nachdruck dem Ansturm der äußerlten Linken den rocher de bronze des ge­wissenhaften deutschen Richterstandes ent­gegengesetzt. Natürlich wollte der Sturm auch am ter den Gewaltigen des alten, zerstreuten Heeres feine Opfer suchen. Lubenborft wurde

Erster Blatt 171. Jahrgang

GiehenerAiijeiger

, geführt, so lange hinauszuschrebe -1 Deutschlands Zahlungskraft gciDadüi

, I und man wissen könne, was es au leisten ver­mag. Demgegenüber will Lloyb George auf der Grundlage von Boulognc stehen bleiben, wo ein Höchstbettag von 85 Milliarden in Gold in Aussicht genommen war. Man gelangte zu keiner Einigung. Die Sit­zung wurde unterbrochen. Die Vertreter Bel­giens erboten sich, zu vermitteln, und so tagte ein Ausschuß in der verflossenen Nacht, um, wie wir in einer nachstehenden letzten Mel-

beliebt zu machen sucht, sind so riesengroß, i stallen wird. Da» für die deutschm RevaratumS- baß der erratische Wolkenerschütterer Lloyd zahlungen angenommene Softem ist das folgende: George mit feiner Abreise drohte. Der fron-1 zösische Finanzminister Doumer batte ein Programm entrollt, wonach Deutschland im Lause der Jahre über 200 Milliarden Gold­mark zu zahlen hätte, wobei sofort mit kräf­tigen Raten begonnen werden sollte. Tie Festsetzung der endgültigen Schuldsumme Deutschlands sei, so wurde von ihm aus- lange hinauszuschieben, bis - * ' ' Jen sei

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Samstag, 29. Januar 1921

ftr bi» Ta4»»0<»mmer bi» jum Nachm>.rag oorh»r ohne jede .'/?rbinbhd)i<tiL Preis fir 1 mm häye filr Snieigt* 0.34 mm-Breite örtlich 35 VIm autmirt» 45 *Pf.; für Reklame. Anzeige» »on 70 mm «reite ISO Vf Set Platz,