Ausgabe 
27.9.1921
 
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Volpertshausen. 23. Sept. Unser Ort,

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(Nachdruck verboten.)

64. Fortsetzung.

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Landtages gebracht.

Aus der sozialdemokratischen Partei.

Gebe also jeder, was er zu geben in der Lage ist!

Zahlungen sind zu richten an die von den

Regierung und den Finanzausschuß desLandtagS, an alle Volksgenossen die dringende Ditte zu richten, waS in ihren Kräf­ten liegt, zur Linderung der entsetzlichen Rot und des furchtbaren Elends beizutragen. Schnell und möglichst ausgiebig zu geben, ist eine Ehrenpflicht aller Kreise, an die wir appellieren.

ES müssen große Mittel flüssig werden, um dem Entsetzlichen, das sich vor unseren Augen aufgerollt, nur einigermaßen zu steuern.

Seitens der Reichsregierung sind Vor­bereitungen für eine gemeinsame Hilfsaktion mit den Landesregierungen von Bayern, Ba- . den und Hessen im Gange, die die Einheitlich-

a n l a g e. Die Ausführung der Hausanschlüsse ist der Firma Schimmel in Kleinlinden übertragen.

Reichszentralstelle sowie den Kriegsgefangenen- teilen auf die örtlichen Hilfsausschüsse übergegangen, die nunmehr ausschließlich hierfür zuständig sind. Es macht hierbei keinen Ilnterschied, ob es sich um rechtzeitig oder nicht

Völkerbund und Blockadesrage.

Genf, 26. Sept. (MTB.) Heute vormittag trat die Vollversammlung nach Derlchl- rrstattung durch Schanzer (Italien) in die Be­ratung über die Blockadesrage ein. Da rinige Vorschläge der Kommission eine teilweise Abänderung des Artikels 16 bedeuten, wurde beschlossen, über diesen Tell der Resolution erst aad) neuer Berichterstattung der Kommission für Abänderungsanträge zum Pakte abzustrmmen. Um die Tagung nicht allzusehr in die Länge zu ziehen, wurde die Redezeit auf 15 QHinutcn be­schränkt. Heber die voraussichtliche Dauer der Völkerbundstagung wird heute nachmittag d<:s Präsidium der Versammlung beraten.

Genf, 26. Sept. (MTV.) Die Volker- bundsversammlung widmete heute ihre ganze Sitzung der Blockadesrage, ohne zu einem Abschluß zu gelangen, so daß dre Ab­stimmung erst morgen erfolgen kann. Die Sitzung war zweifellos eine der wichtigsten der bisherigen Tagung. Der Berichterstatter Scha n z e r-Ita­lien setzte mit großer Klarhett den Sinn ter Kom­missionsanträge auseinander. Man wünscht u. a. die wirtschaftlichen Sanktionen sehr streng zu handhaben, vor allem für die blockierenden Staa­ten selbst, Ausnahmen zuzulassen und Modalitäten über Ort und Zeit der Teilnahme. Auch soll zu Gunsten des blockierenden Staates eine mildernde Anwendung stattsinden. Der Abbruch der wirt­schaftlichen und anderer Beziehungen soll sich nur auf die Bewohner des betreffenden Landes, nicht aber auf seine Staatsangehörigen in der ganzen Welt beziehen. Auch soll die Aushungerung der Zivilbevölkerung nur in den äußersten Fällen angewandt werden.

Die meisten Redner, so Poullet-Delgien, Motta-Schweiz, Mamino Rios-Uruguay stimmten im wesentlichen dem Berichterstatter zu.

folgendes bestimmt:

Mit Wirkung vom 15. August 1921 ab,ist die Bearbeitung und Bescheidung der Anträge der Kriegsgefangenen auf Rachbewilliaung von Löhnung und Entschädigung für bei der Gefangen- ! Gegenstände von der

formte. Verden abgMachlet I Aufblühen war frage nach Fer Preise immeri

Die Nothersteins.

Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1919 by Greiner & Comp., Berlin W 30.

Auch dec Oberbürgermeister der Stadt Gießen bittet unter Hinweis auf vorstehenden Aufruf die Bevöllerung der Stadt Gießen, sich nach Kräften durch reich­liche Spenden an dem Hilfswerk zu beteiligen.

Gaben nehmen entgegen die Banken, die Geschäftsstellen der hiesigen Zeitungen, die Dezirkssparkasse und die Stadttasse.

Oberbürgermeister Keller.

Die Entschädigung der Kriegsgefangenen.

Das Reichsfinanzministerium, Reichszentral­stelle für Kriegs- und Zivilgefangene, in Berlin hat nunmehr die Abgeltung der Anträge der Kriegsgefangenen auf Äachbewillig- gung der Löhnung und Entschädi­gung für die infolge der Gesängen- nahmeerlittenenDerluste endgültig ge­regelt. In Ausführung und Erläuterung dieses Erlasses wurde, tote uns von der Gießener Kriegsgefangenenheimkehrstelle geschrieben wird,

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darunter die Regierungsvorlage: Die Erhöhung der Teuerungszuschläge zu dem Grundgehalt und Ortszuschlag, sowie zu den Kindrrzuschlägen betr., erner Mitteilung des Staatsministeriums, Ersatz­wahl für den verstorbenen Abg. Seel "betr.. Die Errichtung einer Försterschule und die Aenderung des Landwirtschaftstammergesehes. Weitere 45 Punkte (als letzter die Schulgesetznovelle) werden nach Art. 32 der Geschäftsordnung zur Kenntnis

gegen 11 Uhr brach hier Grohfeuer aus. Die Anwesen von Luft, Hansel, Schwarz, Köhler. Rick, sowie die Dreschmaschine sind nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen vollständig nieder- gebrannt. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Wassermangel beeinträchtigt die Lösch­arbeiten der herbeigeeilten Feuerwehren auS um» liegenden Orten außerordenllich.

Kreis Schotten.

Up. O b e r - S e i b e r t e n r o d, 27. Sept. Bei einem hiesigen Landwirte hatte sich ein durchreisender Handwerksbursche, der Ar­beit suchte, anstellen lassen. Rach einigen Tagen verschwand er jedoch mit der Brieftasche eines Reichswehrsoldaten, der bei dem Landwirt zu Besuch weilte. Die Brieftasche enthielt 400 Mk. Außerdem nahm er Uniform. Stiesel und Paß des Soldaten mit.

Kreis Wetzlar.

Do trat dicht an ihn heran und ergriff eine seiner schlaff herabhängenden Hände. w6o darfst du nicht reden, RüdigerI Ein Mann entsagt nicht, sondern tämpft! Komm, setze dich zu mir hier auf das Sofa und laß uns ruhig über die Sache reden!" Ihre Stimme hatte einen weichen, bebenden Klang, sie glaubte ihn ja nun ganz zu verstehen. Was ihn so tief bedrückte, waren nicht die pekuniären Sorgen allein. Magelones Abreise und die Befürchtungen, die er offenbar daran knüpfte, nahmen ihm Mut und Kraft zum Weiterlämpsrn. Aber Magelone würde ja wieder- kommen, wenn nur erst wieder Ruhe in Wollen­riet herrschte, und die Geldsorgen beseitigt waren. War ihre Liebe weder tief und edel so wollte sie doch einst Fürstin hier werden . . . und Do fuhr fort:Sieh, Riwiger, die Fabril muß auf­gebaut werden. Du bist das schon den Leuten schuldig, weil nur so die Möglichkeit besteht, mit der Zeit alles wieder in Ordnung zu bringen. Um das Geld brauchst du dich nicht zu sorgen. Du verläufst Monrepos und nimmst mein kleines Erbteil dazu."

.Dorothea!!"

Run? reicht das nicht?" fragte sie bang. Ist Monrepos so ganz wertlos?"

Wertlos!!" Rüdiger starrte sie verwirrt an. Dann fuhr er sich über die Stirn.Za so du weist noch nicht . . ." stammelte er.Ich wollte cs dir ja gleich Tagen, aber dann kamen all die widerwärtigen Digge dazwischen."

.Was wolltest du mir sagen?"

.Daß du reich bist, Dorothea! Biel reicher wir anderen Rolhersteins zusammen. Ich

Aus Hessen.

Einberufung deS Landtags, sw. Darmstadt, 26. Sept. Soeben

Kreis Lauterbach.

Großfeuer.

D t r I a m m e n, 26. Sept. Heute morgen

an" Stellen.

DaS hessische Gesamtmini st erium: Ulrich, Henrich, v. Brentano, Uebel, Raab, Reumann, Dr. Sttecker.

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Aus Stadt und Land.

Gießen, den 27. Sept. 192L

Das grauenhafte Unglück von Oppau

die ganze Welt in -Erregung versetzt erschüttert. ES veranlaßt die hessische

Wenn die Landeszentralbehörde glaubt, einem solchen Ersuchen nicht Folge leisten zu können, so tritt eine schiedsrichterliche Entscheidung der fö­derativen Instanz, des Reichsratsausschusses em.

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deutende Draunkohlenlagerungen an­gegeben. Im Laufe des Sommers wurden nach dessen Angaben an verschiedenen Stellen Boh­rungen vorgenommen. Doch lieferten dieselben praktischen Erfolge für den Abbau.

läufig verlautet nichts darüber, ob sie auch ihr

Reichstagsmandat niederlegen oder sich einer an- berufenen Hilfsorganisationen bezeichneten deren Fraktion, etwa der Unabhängigen,

sehen willst, würdest du mich nur zwingen, inS Kloster zu gehen, damit es euch zufällt. Aber nicht wahr dazu wirst du mich nicht zwingen?" ' Er antwortete nicht auf 'diese Frage. Seme hellen Augen bohrten sich forschend in ihr Antlitz.

Warum kannst du Waldemars Liebe nie erwidern, Dorothea?" Trug er und mühte sich vergebens, den bebenden Klang feiner Stimme zu verbergen.

Dunkle Röte stieg jäh in Dos Gesicht. Ihr Blick glitt scheu von ihm ab und irrte am Boden hin. Eie schwieg. Sin Bild hilfloser DestürzunA stand sie vor ihm.

Er aber erriet plötzlich alle-, was in ihr vok- gtng und eine trunkene Freude übermannte ihn. Mit einem dumpfest Laut stürzte er zu ihren Füßen nieder und preßte sein Anllitz auf ihr^ Hände.

Do . meine süße, liebe, kleine Do . . ." stammelte er immer wieder, während seine Lippen ihre Hände mit Küsten bedeckten.Darum al|d< Darum l"

Do konnte vor Schreck und Seligkeit zu­nächst keinen Laut hervorpringen. Erst als er. die Arme zärtlich um ihren Racken schlang und ihren Kopf zu sich niederziehen wollte, wehrte sie ihn, sich gewaltsam ausraffend, ab.

Rüdiger was tust du? Wie kannst du . .? Denk an . . . Magelone . . ,!"

Aber er lachte nur sorglos.

Was kümmert uns jetzt Magelone? Merkst du denn nicht, wie fie uns trennen wollte durch Lügen und Intrigen? Wäre es nach ihr gegan­gen, hätte ich nie gemerkt, daß du meines Lebens einziges Glück bist!"

.Bin ich dies denn wirklich?" murmelte Do, leise," von Glücksschauern durchbedt.

(Schluß folgt)

zu Grunde gehen möchte, als von Waldemar Ruh- land Gefälligkeiten annehmen."

Totenstille folgte diesen Worten. Do starrte ihn in grenzenloser Bestürzung an. Endlich raffle sie sich auf. .Wer hat dir gesagt, daß Waldemar Ruhland je mein Gatte werden soll?" fragte sie bebend.

Magelone und meine eigenen Augen. Er liebt dich doch, er hat dich doch geküßt."

Das ist wahr, und gegen meinen Willen und während ich schlief. Er war mir ganz unbekannt damals und ich konnte ihm die Dreistigkeit Lange nicht vergeben."

Aber dann lerntest du anders denken über ihn. Jener Abschied in der Eremitage und ihr schreibt einander doch so fleißig."

Do sah die atemlose Spannung nicht in seinen ^"^,Auch dies ist wahr," nickte sie ruhig .Ich überzeugte mich, daß er ein guter, edler Mensch ist. Magelone hatte diese Zusammenkunft in Der Eremitage ohne mein Wissen veranstaltet und ich war ihr sehr böse deshalb. Dann aber sah ich ein, daß es doch gut war schon damit es end­lich klar werde zwischen Herrn Ruhland und mir Er durfte nicht länger Hoffnungen nähren, die ich nicht erfüllen kann. Er war sehr gut zu mir, obwohl ich ihm sagte, daß ich seine Liebe nie erwidern würde. Wir schieden dann als Freunde Ich versprach ihm, zuweilen zu schreiben, und er mir nicht eher zu rückzukehren, als bis er mir nur wie ein Bruder nahen könne . . Sie blickte mit unsicherem Lächeln zu Rüdiger auf und schloß zaghaft: .Ich weiß von Magelone. daß es dein Wunsch war. ich möge Waldemar heiraten. Aber ich lami nicht, Rüdiger . . und nun ift es ja gut so, denn du brauchst nun in ibcjug auf mein Eigentum keine Rücksicht zu neh­men. Ich werde nie heiraten. Unb wenn du Monrepos nicht ganz wie dein Eigentum an-

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Nach diesei gefangene, die oder Entschädi. «ahme erlitte: gegenwärtig in Anspruch auf e entgangener [ stände bei der Notlage gelte« ie,t- anhalten! £fl9Mers ob ^erzähl od ""ttelbar jufar.

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Ein Rcvolveranschlag ans Pilsudski»

Paris, 26. Sept. (Wolff.) Havas meldrt aus Lemberg: Auf Marschall Pilsudskt wurde ein Revolveranschlag verübt, als er sich vom Festessen der Gemeindebehörden nach dem Theater begeben wollte: nur sein Begleiter, G.as Grabowsky wurde verletzt. Pilsudsll selbst begab sich nach dem Theater, wo er lebhaft begrüßt wurde. Der Urheber des Anschlags versuchte Selbstmord zu begehen, wurde jedoch daran ge­hindert.

Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 17. August der Lehramts­assessor Heinrich Klingemeier auS Bab-Rau- heim zum Oberlehrer an der Realschule zu Gan­gen Ernannt wurden am 17. September der Iuslizbureauinspektor Wilhelm Reff zu La u t c r- bach zu einem geschäftsleitenden Iustizdureau- inspektor bei dem Amtsgericht Beerfelden. Am 20 September wurde dir Versetzung des Forst­meisters Otto Kratz zu Worms in die Oberför- fieret Eichelsdorf auf Dessen Rachsuchen zu- rückgenvmmen und der Genannte zum Forstmeister der Oberförsterei Feldkrücken ernannt. Er­nannt wurde am 24. September der Krersami- mann Gustav Emil Dittmar aus Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 zum ständigen Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern mit der AmtsbezeichnungR e g i er u n g s r a t". I 2lm 20 Septenrber 1921 wurden ernannt: der XDber- förfter Wilhelm Reih zu Beerfelden zum Forst- meister der Oberförsterei Grebenhain: der Oberförster Richard Schäfer zu Laub ach vom 1 Januar 1922 ab zum Forstmeister der Ober- försterei Eudorf: der Oberförster Wilhelm Jo­chem zu Storndorf vom 1. Januar 1922 ab zum Forstmeister der Oberförsterei Storndorf: der

habe am Dichelberg ein Anthrazitlager von un­geahnter Mächtigkeit entdeckt. Dies war auch der Grund, warum ich solange in Monrepos blieb. Ich habe die Sache von Fachleuten genau prüfen lassen, und nachdem sie die äleberzeugung aus­sprachen, daß sich Mlllionen daraus gewinnen ließen, auch gleich die nötigen Schritte getan, um den Betrieb zu gewinnen. Es wird bereits mit den Vorarbeiten begonnen dort. Ein Konsortium von Geldleuten streckte die Mittel dazu vor.

Uni) das sagst du mir erst jetzt? ^knd da läßt du noch den Kopf hängen?" unterbrach ihn Do, die seinen Worten erregt gefolgt war, mit strahlenden Augen. .Aber dann hast du ja Gew genug, um hier alles zu beginnen, was du willst. Wenn das Lager so wertvoll ist, wird man dir doch Geld darauf vorstrecken."

Mir? Das Lager ist einzig und allein dein Eigentum, Dorothea."

Ach, sei doch nicht so kindisch, Rüdiger! Mein oder dein, das ist dasselbe. Bin ich nicht auch eine Rotherstein? Willst du mir denn weh tun? Ganz Monrepos gehörte doch einst der Häuptlinge und sollte ihr ja wieder zufallen, wenn ich . . . EM brauchst du nur zu denken, ich lei wirklich ms Kloster gegangen. Ach, Rüdiger, wie bin ich glücklich. Run hat ja alle Rot ein Ende." Ihr Antlitz strahlte, ihre schönen blauen Augen leuch­teten zu ihm auf wie Sterne. Einen Augenblick sank versank sein Blick darin, heiß, zärtlich, selbst­vergessen. Dann stand er auf, den süßen Dann gewaltsam abschüttelnd.

.Rein," sagte er, beinahe rauh. ,Rie würde ich einen Pfennig davon annehmen, und wenn mir das Wasser noch zehnmal mehr an den Hass ginge. Sprich nicht mehr davon."

Do war erblassend zu ammenge chreckt. .Und warum sagte sic endlich l ife.

Rüdiger fuhr sich über die Stirn.Weil cd nicht dein Eigentum allein ist, so.rdern auch i daS deines künftigen Gatten, und weil ich lieber

ristgemäß gestellte Anträge handelt.

Alle bis zum 15. August 1921 von den Kriegsgefangenenstellen noch nicht erledigten An­träge gelten für die Reichsregierung und die Kriegsgefangenenstellen als erledigt: die Antrag­teller haben sich nunmehr an die zuständigen Hilfsausschüsse zu wenden. Zuständig ist der Hilfsausschuß, In dessen Bereich der Heimkehrer einen Wohnsitz zur Zeit hat.

Lieber die Qlnträge auf Entschädigungen für entgangene Löhnung und abgenommene Gegen- tände wird von dem örtlichen Hllfsausschuh un­ter freier Würdigung aller ümftänbe nach sozia­len Gesichtspunkten und den wirtschafllichen Der- hällnisfen eines jeden Kriegsgefangenen entschie- i>en werden. Unbedingte Voraussetzung für die Gewährung der Unterstützung ist gegenwärtige oziale Rotlage. Kriegsgefangene, bei denen eine gegenwärtige Rotlage nicht besteht, können daher Anspruch auf Unterstützung wegen entgangener Löhnung oder abgenommener Gegenstände nicht erheben. Weiterhin kommen Kriegsgefangene, die bereits von den Truppenteilen, (Srfat)- ober Auf-

Hesscn-Nassau.

Die Vorgänge in den Höchster Farbwerken.

fb. H ö ch st a. M., 26. Sept. Rachbem bieStref- tton auf Anweisung bes Arbeitgeberverbandes der der Chemischen Industrie die Höchster Farbwerke am Samstag nachmittag geschlossen und die ge­samte Belegschast fristlos entlassen hatte, haben die Arbeiter am Sonntag morgen das Werk beseht. Die Beamten und Angestellten deS Werkes, die heute vormittag zur Arbeit erschienen, wurden, sofern sie nicht im Besitz eines Ausweise- des Betriebsrates waren, von starken Arbeiter- wachen am Betreten des Werkes gehindert. Der franzöfische Kreisdelegierte erließ an die Arbeiter­schaft einen Aufruf, in dem er mitteilt, daß er sich nicht in den Streit zwischen Direktion unb Ar­beiterschaft mischen werbe. Gleichzeitig aber for­dert er die Arbeiterschaft auf, sich aller Gewalt­tätigkeiten zu Enthalten. Die lebenswichtigen Be­triebe der Farbwerke arbeiten weiter. Die Ruhe ist bisher nirgends gestört worden. Der örtliche Betriebsrat verhandelt heute mit der Direktion über die Lage. Auch die städtischen Behörden ver­suchten es zu ermöglichen, daß 60 Beamten der Zutritt zu den Gebäuden gewährt wird. Die Chemische Fabrik G r i e s h e i m - G l e k t r o n ist gleichfalls geschlossen. Auch hier verhindern starke Arbeiterwachen den Beamten den Zutritt. Wie

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Aus dem Reiche.

Teuerung und Kriegsbeschädigte."

Die Geschäftsstelle des KreifeS Gießen des EinheitS - Verbandes deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinter­bliebenen, e. V. Sitz Leipzig teilt uns unter Bezugnahme auf die Zuschrift des Reichsbundes der KriegSbefchädiaten in un­serer letzten Freitagsnummer mit, oah der vom Reichsbund in seinem Artikel beschriebene Vorgang eine gemeinsame Verhandlung der sieben im ReichSauSschuß der KriegS- beschädigtenfürsorge Vertretenen Organisatio­nen, darunter auch des EinheitSverbandeS, mit der Regierung unter dem Vorsitz des Reichs- arbeitsministerS darstellt. Auch die Erklärung .der Unannehmbarkeit des RegierungSvor- ^schlags sei von sämtlichen Organisationen ge - Fm einsam abgegeben worden. Eine weitere gemeinsame Sitzung in dieser Angelegen- ^heit habe am 22. d. M. in (Berlin stattgefunDen. Austritt DäumigS und Hoffmanns auS der K. P. D.

Berlin, 27. Sept. DaSBerl. Tageblatt" ... < ss^erstellen

meldet: Die kommunistischen Reichstagsahgeordne- Der $ll'c stcyerfletten. ten Säumig unb Adolf Hoffmann haben soeben, einer Korresponbenz zufolge, ihren Aus­tritt aus ber kommunistischen Partei erklärt. Vor-

Gegen die Bevorzugung der hessischen Städte bei Aufltellung der endgültigen so­zialdemokratischen Kandidatenliste zur oemnächstigen hessischen LandtagSwahl richten ich Protestkundgebungen sozialdemokrattscher Orts- und Bezirksgruppen aus allen LandeS- teilen Hessens. Es wird z. B. darauf hinge­wiesen, daß sechs der bei der letzten Landtags­wahl gewählten sozialdemokratischen Land­tagsabgeordneten auS der Stadt Mainz waren, während die sozialistische Bevölkerung der rheinhessischen Landgemeinden ohne Be­rücksichtigung geblieben fei. Ebenso sei eS in Offenbach und Darmstadt. Ein zum Landes­parteitag der hessischen Sozialdemokraten ge­stellter Antrag fordert, daß mindestens die Löhnung unb Entsthw Hälfte der an sicherer Stelle plazierten so- | na$e abgenommene zialdemokratischen Landtagskandidaten in Landgemeinden wohnen müssen. Auf Mainz, Offenbach und Darmstadt sollen nicht mehr tote je drei, auf Worms und Gießen je zwei so­zialdemokratische Mandate entfallen. Ein wei­terer Anttag geht dahin, svzialdemokrattsche Parteiangestellte, z. B. Parteisekretäre, Re­dakteure usw. als Landtagskandidaten nicht mehr aufzustellen, da sie in ihrem Parteiberufe notwendiger seien als im Parlamente. Be­züglich des LandtagSpräsidenten Adelung wird mitgeteilt, daß Herr Adelung mit Rücksicht auf seine berufliche Tätigkeit als Bürgermeister der Stadt Mainz auf eine Wiederaufstellung zum Landtagskandidaten verzichtet habe. Auch der sozialdemokratische Landtagsabge­ordnete Bauer-Mainz soll, lautMainzer Anz." nicht wieder kandidieren. Als aussichts­reiche Kandidaten der sozialdemokratischen Partei in Mainz werden genannt: Engel­mann, Piehler, Schildbach und Ibing.

lösungsforrnationen, Kriegsgefangenenstellen usw. ihre Gefangenenlöhnung oder Entschädigung für die infolge der Gefangennahme erlittenen Ver­luste erhalten haben, nicht in Betracht.

Anträge von ehemaligen Kriegsgefangenen, die aus dieser Verfügung einen Anspruch au eine Llnterstühung herleiten, müssen in der Zeit vvm 26. September bis 15. Oktober 1921 bei dem zuständigen örtlichen Hllfsausschuß (für den Landkreis Gießen bei dem Hess. Krersamt Gießen: für den Stadtbezirk Gießen bei ber Kriegsgefangenenheimlehrstelle, Stadthaus in D i o e 11» y u u

ber Süd-Anlage, Gartenstr. 2. Zimmer 14 schrift- b^mmt jetzt auch eine elektrische Licht lich eingereicht werden, unter Darlegung der ge- - ~ ---- ~

nauen wirtschaftlichen Verhältnisse des Heim- kehrers. (Siehe auch Bekanntmachung in der heu­tigen Rümmer.)

hatDerFinanzauSschußdesLandtagS:

TÄuMÄÄ 10* Ä Ennert. Bauer. Brauer. Dr. Büchner. berufen. Die Tagesordnung umfaßt 7 Punkte, Herbert. Dr. Osann, Reiber, Schorn.

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Oberförster Albert Bechtel zu Lorsch vom 1. Ja­nuar 1922 ab zum Forstmeister der Oberför* terei Sichelsdorf.

"DieneuenSLtzederErwerbS- I o s e n u n t e r st ü tz u n g, die in der letzten Stadlverordnetensitzung beschlossen wurden, und rückwirkend vom 1. August dieses Jahres gellen, werden in einer Bekanntmachung des 1 heutigen Anzeigenteils veröffenllicht.

'* 3n dem Bericht über das Son - derkonzert Szigeti muß gelesen werden in Sp. 1, Z. 7 statt gewertet geartet, in Sp. 2, Z. 16 statt immer einen, Z.22 statt freien fei­nen, in' Sp. 3, Z. 12 statt Ruhe Rähe. Der Rame be£ berühmten österreichischen Geigers ist K r e i fi­ter (nicht Kreißler).

Vornotizen.

Tageska lenber für Dienstag: Aquarium, Mitgl e^erversammlung ber Demokra­tischen Partei. Oswalds gar ten, Schaumesse.

DieAstoria-LichtsPiele bitten uns mitzuteilen, baß das Cxplossionsunglück in Oppau neben dem vollständigen Programm eingereiht ist und nicht, wie vielfach angenommen wird, für den FilmSchloß Bogelöd" erscheint. Beide Films bleiben bis einschließlich Donnerstags auf dem Spielplan.

Landkreis Gießen.

u. Steinbach, 26. Sept. Hier sind Be­strebungen im Gange, eine Genvssenschafts- Müllerei ins Leben zu rufen. Dieser Gedanke dürfte für unsere Gemeinde nur von Rutzen sein. Wenn man allein schon die Transportkosten in die zumteil zwei Stunden entfernten Mühlen rech-, net, würde es sich schon lohnen. Bei einem Jahresverbrauch von 2000 Zentner für etwa 700 bis 800 Selbstversorger, den Zentner zu 2 Mk. Fuhrlohn für zweimaligen Transport würben allein schon jährlich 4000 Mk. an Transportkosten gespart.

u-o. Beuern, 26. Sept. Durch einen Ru­tengänger würben in hiesiger Gemarkung be-