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helfen. Auf den Wegen und besonders in betI nnrrte Die <ule Wan r raHn ?äb- d«r V-FaufsstLnd- herrschte ein lchi-r b-. ^rrrfomatoriichm Seit, von btrm& t

Lonnenwendfeiepn.

fit und

RVOjähriges Jubiläum der Ltadtkirche

der N

pez, ohne Pferd und sonstigem Getier, aber nicht minder wirkungsvoll wie ein richtiger Zirkus.

Dann wurden schöne Reigen getankt, zunächst im Riesenkreise mit den Kindern. Wenns auch nicht immer soklappte" wie bei den Tänzen, die nur von Wandervögeln getanzt wurden. Wer die freudig geröteten Bäckchen und den Jubel in den Kinderaugen sah, überschaute gern manche Unebenheit. Auch den Erwachsenen machte es sichtlich viel Freude, die Wandervögel, als grobe Kinder, mit den Klemen im TanzrhythmuS tollen zu sehen. Unb ist es nicht was Herrliches, solch ein Tanz im Grünen! unter dem grüngol­denen Geflüster der Buchenwipfei und dem strah­lenden Blauhimmel.

Gegen Abend zeigten die Wandervögel dann auf einer Wiese dicht beim Festplah ihre schlicht­schönen Tänze einemgröberen Publikum". Den sonngebräunten Menschen mit dem wanderjungen Herzen und der Landfahrerromantik in den Augen, die so viel wissen von offener und verborgener Schönheit des Baterlandes, wurde herzlich, teils durch Kuchenspenden, gedankt.

ängstigendes Gedränge. Die Siebener Oungmäd- chen waren unermüdlich im Anbieten von Kuchen

Aus dem beichten (Bebtet

Die Interalliierte Defestigungskommlssion.

fpd. Koblenz, 26. Juni. Die Interalli­ierte Befestigungskommission traf am Sams­tag zu einer Reihe Konferenzen in Koblenz ein. Die Derhandlunqen haben die R i e d e r - legung der deutschen FestungS - werke in den Rheinlanden zum Gegenstände. Die Kommission, die aus sieben Offizieren aus Frankreich. Belgien, England, Italien und Japan besteht, kam aus Berlin und hotte be­reits ihre erste Sitzung, in der Berichte der alliierten Kommandanten über den Wert der deutschen DefestigungSwerke an der deutsch­französischen und deutsch-belgischen Grenze gegeben wurden, aus denen hervorging, daß ein Teil der Werke von den Desahunasarmeen benutzt wird. Die übrigen Werke sollen nun­mehr zerstört werden.

sarionen als Mitalieder beteiligen, werden mit Geldstrafe bis zu 50 000 Mark oder mit Gefängnis biS zu 3 Monaten oder mit Festung bis zur gleichen Dauer bestraft.

_ Auf Grund des ß 1 des Gesetzes zur Durchführung der Artikel 177 und 178 deS FriedenSvertrages vom 22. März 1921 werden in Verfolg deS Ultimatums der alliierten Re­gierungen vom 5. Mai 1921 hiermit die Or- aan Nation en Escher ich innerhalb deS Deutschen Reiches für aufgelöst erklärt. Personen die sich an einer der aufgelösten Organisationen alS Mitalieder beteiligen, werden mit Geldstrafe

50 000 Mark oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten oder mit Festung bis zur gleichen Dauer bestraft.

3 Auf Grund des ß 1 des Gesetzes zur Durchführung der Artikel 177 und 178 des Fri-denSvertrageS hom 22. März '1921 werden in Verfolg deS Ultimatums der alliierten Re­gierungen vom 5. Mai 1921 die Einwohner- "»ehren des Reichsstaates Bayern kür aufaelöst erklärt. Personen, die sich an einer her aufgelösten Organisationen als Mitglieder beteiligen, werden mit Geldstrafe bis zu 50 000 Mark oder mit Gefängnis bis zu 3 Monaten oder mit Festung bis zu gleicher Dauer bestraft.

Aus Stabt und Land.

Gieven, den 27. Ium 1921.

Ein Festtag der Jugend.

Wer hätte sich an den naßkalten Grautagen der ersten Hälfte der Kinderhilfswoche träumen Urisen, dab über den Abschluh ein solches Füll- hvrn von Sonnenglast und Freude ausgeschüttet würde?

Wettervoraussage

für Dienstag:

. , .AoAüeüend wolkig und trocken, warm, wech­selnde Winde, Gewitterneigung.

Das sich von Skandinavien nach Mittel­deutschland erstreckende Tiefdruckgebiet geht lang- sam ostwärts. Wir müssen wieder mit stärkerer Bewölkung,und kühlerem Wetter rechnen.

Die Höchsttemperatur betrug in G i e - b e n gestern im Schatten 32 Grad Celsius die mebtigfte in der Rächt 14 Grad. Darmstadt batte 30 und 17 Grad, Lauterbach 29 uhb 6 Grad.

Borrrotizeu.

Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus,Cabiria". Achtsviele, Selters­weg,Die Faust de« Riesen, 1. Film".

Kreis Friedberg x - Fr Edberg, 21 Ium. Am Nachmittag des 3. Julr findet im Ratskeller eine Zu­sammenkunft ehemaliger 205er statt, um die Gründung eines Vereins ru be sprechen. Siehe Anzeige.

Friedberg, 24. Jun». In der gc^ tngen Stadtverordnetenfitzung wurde beschlossen, die an die städtische Seemühle an- tobenden Ställe an den Stadtv. Reinhold zu verpachten. Der hiesige Gastwirteverein hat in einer Eingabe ersucht, bei Vergebung von Wirt- schaftskonzessionen gutachtlich gehört zu werden diesem Ersuchen wurde stattgegeben. Der Buigermeister verwahrte sich in einer längeren Erklärung gegen den Vorwurf, dab die Stadt üriedberg der Industrie nicht das nötige Interesse entgegenbringe, wie in einigen Zeitungsartikeln turglut) behauptet wurde. Besonders wies er dic Behauptung zurück, day die nunmehr in Butzbach errichtete Maschinenfabrik Megmu hier um Ge­lände nachgesucht habe, ein derartiges Ersuchen habe Überhaupt nicht borgelegen. Der Firma Diehl, die sich nunmehr in Homburg v. d. 55. niedergelassen hat, ist von der Stadt 35 Bll, JUr den Quadratmeter verlangt worden, während sie in Homburg 14 Mt. bezahlt. Die Srrich. tung von Wohnungen in dem alten KreiSamtS- gebaude m der Burg wird dem BauauSschutz übertragen.

Aus Hessen.

Die Beanstandung der hessischen Beamten- besoldungSordnung.

rm. Darmstadt, 26. Juni.. Die Hess. Beamtenbesoldungsordnung, die nach wvchenlanaen Borberatungen im Finanz­ausschuß mit Mühe und Rot im Mai durch den Landtag verabschiedet wurde, ist, wie schon der Finanzminister Henrich nach Schluß der Beratungen befürchtete, auf Grund des SperrgesetzeS vom Reichsfinanzministe­rium beanstandet worden. Es sollen nahezu 400 einzelne Positionen sein, die nach der Anschauung dieser hohen Behörde keine Ge­nehmigung finden können. Wie man hört, soll u. a. auch die Auszahlung der Kinderzulage über das 21. Lebensjahr hinaus, die für ge- wisse Fälle genehmigt war, beanstandet sein. Hierdurch ist eine nochmalige völligeReu- berat unq der Vorlage zunächst inner­halb des Finanzausschusses bqw. innerhalb der Regierung notwendig, worauf dann der Land­tag sich erneut mit den einzelnen Bestimmun- aen befassen muh. Schon bei der damaligen Beratung wurde von verschiedenen Seiten auf die Bestimmungen des Sperrgesetzes hinge­wiesen, doch hat der Finanzausschuß und dem­entsprechend der Landtag unter dem Druck des hessischen Beamt^nbundes und der unzäh­ligen Petitionen, von denen immer eine die Folge der anderen war, diese Warnungen außer Acht gelassen.

Friedberg. 25. Juni. Der Hessische Bauernbund schreibt unS: Durch die Presse geht die Notiz, daß eine Vertrauensmänner­versammlung des Hessischen Bauernbundes in Friedberg im Gegensatz zu dem Landesvor­sitzenden Dr. v. Helmolt sich für ein Zusammen­gehen mit der Deutschnationalen Partei bei der bevorstehenden Landtagswahl ausgespro­chen habe, und daß namhafte Führer bei ge­trenntem Vorgehen für die Deutschnationale Liste einzutreten erklärt hätten. Diese Notiz ist unrichtig. Im Gegensatz zu der Ver. trauensmännerversammlung deS Kreises Gie­ßen haben sich die Vertrauensmänner der Kreise Friedberg, Büdingen, Alsfeld. Lau­terbach und Schotten in Liebereinstimmung mit der Auffassung des Landesvorsihenden für getrenntes Vorgehen ausgesprochen.

im 29Xli Gnh r rO,e* Seiet hin. Sonnenwendfeste wQn Feiern dZ Er-

von »rlin, Duttb-rg, Äfifc,

* jana Ui in 2V> 3^ togcnanntetienÄ! I

- ^-Weilmünster. 24. OimL Zur qam o?l^a^tun9 waren eine große Zahl Liebhaber von Berlin, Duisburg, Köln,

Die Jugendfeste der Provinz.

In Grünberg wurde gestern daS Jugend- fest abgehalten. Schon vor dem Kriege hatte sich hier das Sedanfest im Laufe der Jahre zu einem Ipgendfest ausgestaltet und war stets unter Mit­wirkung sämtlicher Vereine und Bewohner ge­feiert worden. Ein Ausschuß, bestehend aus Ver­tretern der Stadt, des Schulvorstandes, der Lehrerschaft beider Schulen hatte die vorbereiten­den Schritte getan, der Musikverein war zur Mitwirkung gewonnen worden und die Stadt­vertretung hatte den Schülern Brezeln gestiftet. So bewegte sich denn am Sonntag ein langer Festzug auf den früher üblichen Festplah die sogenannteLehmkaute". Das gemeinsame Lied, Freiheit, die ich meine", zweistimmig von beiden Schulen vorgetragen, eröffnete die Feier. Lehrer La über hielt eine Ansprache, die in ein Hoch auf das Vaterland ausklang, worauf das gemein­same LiedDeutschland, Deutschland über alles" folgte. Die einzelnen Schulklassen vergnügten sich daim einige Stunden mit allerlei Spielen. Gegen 7 LIHr ging der Zug zur Stadt zurück und löste sich am Marktplatz auf.

In Treis an der Lumda zogen die Schulklassen unter dem Gesang vaterländischer Lieder nach dem Totenberg. Auf dem Festplah am Waldesrand hielt Lehrer Welker eine An­sprache. Dann folgte Gesang, Spiel usw. zur Freude der über 200 Kinder.

In Dad-Rauheim zogen mehr als 1000 Äinber in buntem Festzug nach dem Hochwald, begleitet von sehr vielen Einheimischen und Kur­gästen. Ansprache. Gesang. Unterhaltung«, und Wettspiele. Retgenauffühmngen und turnerische Darbietungen füllten den Nachmittag bestens aus. , Sn Friedberg war es ein hoffnungs- freudiger Anblick, die endlose Schar unserer Schul- lugend, mit Blumenschmuck im Haar und bunten Fähnchen, nach dem Festplahe, der städtischen See­wiese, marschieren zu sehen. Hier boten Gesell­schaftsspiele jeder Art, musikalische und theatra­lische Aufführungen reiche Abwechstung. Be­sonderes Intereste erregten die Fastnachtsspiele von HanS Sachs, die von Seminaristen und Gym­nasiasten aufgeführt wurden. Große Feldküchen sorgten für Kaffee und außerdem wurden reichlich Brezeln und Kuchen verteilt.

In Schlitz war auS der ziemlich geringen Beteiligung von Eltern der Kinder zu ersehen daß daS Iugendfest besser auf einen anderen Zeitpunkt des Jahres verlegt würde. Denn da hierzuland gerade eben die Heuernte im rollen Dange ist, zogen eS viele vor, ihrer Arbeit nach­zugehen. In den Dörfern des SchNherlandeS ' fonnte gcflem von einem Iugendfest überhaupt leine Rede sein, da in fast asten Orten Heuferien waren. In Schlitz verlief die Feier Programm- : mäßig in der sogenannten Kahl. Assessor Dr :

von der Höheren Bürgerschule hielt eine ] eindrucksvolle Festansprache. Gelänge der Schul- ' ftnber und Iugendspiele aller Art schlosten sich an.

aufgeben. Und tue sittliche Erneuerung not, denn Der sittliche Verfall lei schlimmer, als die Ketten des (Feindes.Rein bleiben und reit werden, das !et die schönste und schwerste Ledcnskunst. Ge­sänge, Tänze und Gcdichtsvortrage wechselten dann. Vor Abbrennen des Holzstoßes sprach Dr. Roßberg - Gießen. Er wandte sich in eindring­lichen Worten an die, oberhestische Bauemiugend. öie in stattlicher Zahl vertreten war und schilderte die in der Geschichte eingegrabene unverwüstliche Urtraft des Bauerntums. Had) Einbruch der Dunkelheit wurde der Holzstoß angeiunbet. Pros Dr. Werner hielt die Feuerrede und ermahnte alle Festtellnehmer. alles Unreine und Undeutsche abzulegen. Stürmische Heilruse wurden dem Red- ner zuteil. Weihevolle Gesänge wechselten noch miteinander ab. Feierlich erklang bei lodernde, Flamme.Deutschland, Deutschland über alles m die stille Rächt hinaus.

n. Liß berg. 24. Ium. Em mächtiges ?oanwendfeuer versammelte am Dienstag abend bic Llhberger aus demHöchst" zu einer schönen

. wahrend die Flammen prasselnd in den ^imtncl ^,u9cn- wurde begeistert das alte Flamme empor" gelungen. Dann hielt Plärrer niu1 £>c 1 .Lißberg eine markige Feuerrede Alte Reigenspiele und Volkstänze ums Feuer her­um, tolle Sprunge der Burschen mit ihren Mädels durch die Flammen, die schönen Volkslieder Der Dorfsugend hielten alt und jung bis in die späte Nacht zusammen Die größte Freude hatten Dieb leicht die Schulbuben und -Mädels. ES wär< schon, wenn die alte Sitte des Sonnwendfeuers wieder allgemein geübt würde und dann in der Iohannisnacht von allen Bergen die Flammen­zeichen herniedergrüßten.

Der Bunte Abend, der am Samstag zum Besten der Kinderhilfe im Hotel Ein­horn stattfand, war leider sehr schlecht besucht. Die hiesige Bevölkerung war anscheinend durch die vielen Veranstaltungen der Vortage bereits etwas müde geworden. Die bekannten Kräfte des hiesigen Stadttheaters: Richard Hellborn. Karla Kester, Heinz Bechstein und Cläre Türk boten gute deklamatorische und Gesangsvorträge. Zum Schlüsse wurden moderne Tänze vorgeführt.

Heften Nassau.

Großfeuer.

mc. F r a n k f u r t a. M. 27. Juni. In bet bekannten Schuhfabrik Goldschmidt u. Löwenick entftanö Samstag früh aus bisher unaufgeklärter Ursache G r o ß f e u e r, dem reiche Warenbestände und Maschinen zum Opfer sielen. Die Feuerwehr hatte mehrere Stunden an der Eindämmung des Brandes zu tun und der Straßenverkehr erlitt arDhe Verzögerungen. Personen wurden glück- licherweise nicht verletzt. Der Schaden geht in die Hunderttausinde, ist aber durch Versicherung ge- ^rere hundert Arbeiter beschäftigenden Fabrik bleibt aufrecht erhallen.

Der Raubüberfall bei Osther«.

fpd. Hanau, 25. Juni. Wie schon mir. geteilt, wurde vor einigen Tagen ein hiesiger Großkaufmann zwischen Eichen und Osthäm von Wegelagerern überfallen und dabei seiner Barschaft in Höhe von 1213 000 Mk. beraubt. Als Täter ermittelte die Polizei jetzt den 20jährigen-Knecht Karl ©darbt aus Wolf bet Büdingen, und den 20jährigen Knecht Adam Kemmerzell aus Mittelsinn (Anterfran- ren). Beide Täter, auf deren Ergreifung eine - elvhnung von 3000 Mk. ausgesetzt ift, sind fluchtig gegangen.

_I_Buhbach,26. 3unL Ein merkwürdiges Eigentumsvergehen hat sich in Münzen­berg zugetragen. DaS LandsiedlungSamt batte der wiesenarmen Gemeinde Oberhörgern 20 Mor­gen Wiesen aus der Gemarkung Munzenberg zu- gesprochen. Das ärgerte die Münzenberger dauern unb eines Abends fuhren sie mit Den Mähmaschinen hin und machten die Fläche ab Dann kamen die Fuhrwerke, und fuhren das Gras auf andere bereits abgeerntete Wiesen. Als am ?-ren Morgen die Oberhörgener Bauern mit ihren Maschinen kamen, fanden sie ihre Wiesen leer. Die grüne Polizei fand die GmSvorräte und steht nun Posten auf den Wiesen. DaS ge- richt -che Nachspiel wird folgen.

Starkenburg und Rheinhessen.

hl. H e p p e n h e i m, 24. Juni. Der hiesige De amtenverein besorgt schon seit vier Wochen für seine Mitglieder schönes Rind­fleisch zu 8.50 Mk. pro Pfund, das der Verein aus Darmstadt bezieht. Nun machte der Verein bekannt, daß von jetzt ab das Pfund sehr schönes, ganz frisches Fleisch » r, Mk. ausgegeben werde. Die »Hess. Landesztg." in Darmstadt, der wir diese Meldung entnehmen, schreibt dazu: Da die Metzger hier immer noch das gleiche Fleisch für 10 Mk. verkaufen, darf man nun denn doch gespannt sein, ob sie immer noch nicht abschlagen. Wenn doch die Metzger in der Stadt das Fleisch für 7 Mk. pro Pfund ver­kaufen und dabei bestehen können, so verdienen ia unsere Metzger an einem einzigen Stück Großvieh bei einem Mehrerlös von 3 Mk. pro Pfund allein mehr als 2000 Mk.

, - ------aus bet I reicht worden. Mangel an Vationalbewußlleur |et

öorretormaton I cren Zeit, von der noch der neben" Id)t>n von jeher der größte Fehler unteres Volke? dem hmngen Gebäude stehende Kirchturm erhalten I gewesen. Trotzdem sollten wir den Glauben an i|t, narrte im Jahve 1808 abgerissen. Die Räu öic Wiedergesundung des deutschen Volkes nicht nrungsarbeiten an dem alten Gebäude erforderten *** ~

mehrere Jahre. Die Errichtung des Neubau^ nmrte durch bte Kriegswirren der Jahre 1812 bis 18!5 verzögert. Nach Frietensschluß konnte infolge ter druckenden Kriegslasten der Bau nur langsam geföTbm werden. Sechs Jahre bedurfte es noch, bis

8 2 lenNufc sendet war. Malmend ter Jahre 18081821 war dte alteBu rg ki r che" hinter ter Sonnenstraße am Botanischen Gatten, bic aus einem ehemaligen ,^8asthans" für die Studenten nxihrend 1645 bis 1650 zum Gotteshaus hergerich» tct warten war, die einzige Kirche in Gießen, die den kirchlichen Dchünmissen, auch ter katho- lrscben Bevölkerung der Stadt, genügen mußte. Tie ?or 100 Jahren errichtete Stadtkirche bat bisher in ihrer äußeren Form, abgesehen von den einzelnen Umgängen mir wenig Veränderung ersahren: da­gegen wurde das Innere ter Kirche, besonders Gm- voren und Fenster, im Jahve 1897 einer vollstän. bigen Neugestalttmg unterzogen, lieber die Ein- n>eihung ter Stadtkircke am 2 9. I u l i 1 8 2 1 be­richtet der damalige Tabakfabrikant Georg Phil. Gml als Zunftmeister in dem im Gailsck-en Fimt- lienarchiq aufbemahtten Zunftbuchder Erämer- »E- durch folg-enden Eintrag:Als Merk- rmhtngfett tu diesem Jahre verdient bemerkt zu werten: Einweihung der Stadtkirche: dies geschah Die heiligen Gefäße wurden burrfi weiß gekleidete Mädchen aus der alten Burgkirche nach ter Stadtkirche getragen; nach diesen folgte ter Zug ter Bürgerschaft unter Borantritt samt- licknr Geistlichkeit und Stadtobrigkeit." Ms Geift- siche firngietten damals in Gießen Dr. Engel und ©utenntenbent B-nff. Mmhauvt der Stadt war Bürgermeister Reiber, an dessen Stelle mit Giumbrung der neuen freieren Gerneinteordnungi

Mimmenrnehrheit ter Bürgerschaft für das » i8-2 der 37jährige Tabaksabrilant Georg zum Bürgermeister ter Stadt Gießen gewählt wurde. Dr H B

X Munzenberg. 24. Juni. Am vorigen Svontag veranstalteten die deutschnationalen und deutschvolkischen Vereine der Kreise Friebbera unb Gießen auf ber Burg Münzenberg ihre bieS- adrige Sonnwendfeier, über die uns von ber Deutschnationalen Bolkspartei erst heute folaen- ber Bericht zugeht: Trotz des ungünstigen Wetters waren wieberum zahlreiche Feftgäste erschienen. Nach Degrüßungsworten des Prof. Dr. Wer- ner Butzbach sprach Altbürgermeister Eifer- Mufchenhelm. Er erinnette an die große Bauern- bewcgung ber 90er Jahre Eine nationale Be- wemmg fei heute noch niel notwendiger, da alle ehrlich arbeitenden Stände in Stadt unb Land bedroht feien. Herr E Krumm-Gießen er- mnerte u. a. daran, daß fckon hi<» Gefchichttfchreiber das deutsche Voll als eiü Volk der Ordnung bezeichnet hätten. Leider könne dies gegenwärtig nicht mehr behauptet werden Icker rechtlich benlenbe D^tsch7sii v^rvMchte7 ba.3u beMutragen, baß wir aus dem getoaltig»n Ehaos wieder herauskämen. OberL sSl L e n » . Gießen wieS auf die geschichtliche Bedeutung der

^dr ab ^ogen gestern mittag drei

Rattenfängerscharen" durch bte Straßen der Stabt, um bic Äinberlfür ben Festzug zu sammeln. Vorneweg lustige Musikanten mit Fiedel unb Älambfc unb ein Häuflein Wanbervögel mit Wimpel unb buntem Dändergeflatter am Mai- baum. Lustige und fchwermütige Wanderlieder lockten und bie Züge wurden länger unb tänaer. CMnö ben Fenstern wurden manche Vlumenge- schenke geworfen. Auch die Heinen Mädels kamen mit viel Grün und Blumen km Haar und an ben weißen Festkleibem. bie Buben mit Fähnchen.

Aach 3 älhr marfchicrte ein cnblofer SefUua vorn Stadthaufe zum Pbilofopbenwalbe Wer von ber Hohe ber Kaiser-Allee zurückblickte, konnte kein Ende bes bunten Gewimmels erschauen. Vicht bll>h bie Jugend, auch unzählige Erwachsene mar­schierten im Zuge mit, ber burch 22Iur"* Singsang festlich belebt würbe.

Einige tausend Menschen mögen sich unter ben mächtigen Duchen beS Philosophenwaldes ein- gefunben haben. Tifch- unb Dankreihen reichten bei wettern nicht aus, unb so muhte denn das Moos- unb Laubpolster beS Walbbobcns aus-

ker. Frankfurter Kinber- ftabt Weg scheibe tm Spessart fanb am Sams- tag ein KinberhilfStag statt, an dem sich Sau- fenbe von Franlfutter Bürgern beteiligten. An einem Kinberzuge vom SäMusp clhause nach bem Palmengarten nahmen etwa 5000 Kinber aller J-raukfutter Schulen teil. Theateraufführungen. anöcrc Belustigungen sowie eine i>T^nFTuJtcr Lrmmernacht im Palmengatten" führten bem guten Zweck sehr bebeutenbe Sum­men zu.

,**DerAnkaufvonGolbfürbas pte t ch burch bie Reichsbank unb Post erfolgt in ber Woche vom 27. Juni bis 3. Juli b. I. zum Preise von 300 Mk. für ein Zwanzig- marfftüd, 150 Mk. für ein Zehnmarkstück. Für lKg. Feingolb zahlt bie Reichsbank 42 500 Mark., unb für bie auslänbischen Golbmünzen entsprechenbe Preise.

Schu lgelb zahlen! Anter ben heu- ugen amtlichen Bekanntmachungen bet Stabt Drehen beftnbet sich auch bie Mahnung der Stabt- kasse für bas 1. Ziel Schulgelb des Rcalgymna- 'Es. ber Oberrealfchule unb ber Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das Rj. 1921 Die Abgabe kann noch bis zum 10. Juli ohne Kosten an bie Etabtkasse bezahlt werden.

Telegraphenarbeiter. Der Betriebsrat ber Oberpostbirektion macht barauf aufmerksam, bah in ben letzten Wochen in Frankfurt sowohl, wie in ben Nachherr- stadten sich falsche Telegraphenarbeiter bemerkbar machen, die unter bem Borwanb. Fernsprechlei­tungen nachzusehen in bie Wohnung einbringen bann stehlen, was ihnen erreichbar ist. Man tut deshalb gut, sich stets bic Legitimation bordeigen Au lassen, wenn jemand angeblich im Auftrage der Telegraphenverwaltung erscheint.

** Die ehemaligen Angehöri­ge n bes F e l b a r t i ll erie-Regiments N r. 6 1 hielten gestern im Hotel Hovfelb eine Versammlung ab, in ber über bie Regiments- feter in Darmstabt, bie am 18. September ab­gehalten werben soll, beraten würbe.

nrBVcAnJür das Deutschtum im 2*u f \a,n3n ber Veteinssihung vorn 21. Juni würbe die Neuwahl des Vorstandes vorgcnornrnen. Der bisherige Vorsihcnbe. Geh. Hofrat Haupt, würbe' zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand seht sich zusammen auS Prof. Zycha alS Vorsitzendem. Direktor Mendelsohn-Dartholdy als Schatzmeister. StubiofuS Zimmer als Presse- Watt. Professor Gmelin. Direktor Schnell Druckereibesitzer Meyer und Frk. Mentzel als ^«110801. An ber Versammlung beteiligten sich < auch Vertreter gleichgerichteter anberer Vereine. | mit welchen ein fallweiseS Zusammenwirken ver­einbart wurde. -Insbesondere gelang eS eine i Siniaung mit bem Verein ber Oberschlesicr. bem Bund ber AuSlanbsbeutschen unb bem Dunb ber Deutschösterreicher zu erzielen.

und anderen lederen Dingen. Ein weit glän­zenderes Geschäft im Interesse ber Kinberhilfe hätten sie freilich gemacht, wenn sie auch Ge­tränke feilgeboten hätten, denn bte Iunihitze ließ vor Durst keinen rechten Hunger aufkommen. Die meisten Familienmütter hatten zudem ihr eignes Eßpaket zur Hand, was bem Sinne ber Veran­staltung wenig entsprach. Am Abend konnten da­her noch große Kuchenvorräte versteigert werden

Viel Unterhaltung wurde geboten Man konnte unmöglich überall babei gewesen sein. Der große Saal ber Philosophcnwaldwirtschaft war bis aufS letzte Eckchen gefüllt trotz drückendster Schwüle, die aber der Deutsche Iugenbbunb ver­gessen machte burch bie wohlgelungene Aufführung deS NiebcrgallschenTollen Hundes". Eine starke Anziehungskraft übte auch bas Kasperletheater aus unb war vor allem bas Entzücken bes jungen Volls. Die Gießener Gesangvereine wiederholten bic schönen Massenchöre vom letzten Sängerfest.

Die Wanbervögel hatten sich fünf Minuten seitab, am Rande des Triebs, gelagert. Hier war berBetrieb" weniger groß, um so schöner aber. ®ute Volkslieder wurden gelungen. DerZir­kus Sarasani" zeigte allerlei luftigen älnfinn, -war ohne Flitterkostüm, ohne Drahtjeit und Tra-