Ausgabe 
24.6.1921
 
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Geelchtssaal.

mc. Fran kfurt a. M., 22. Juni. Der (Schneider H. Ackermann hatte imFrank­furter Hof" einem deutschen Kurier die Kleinigkeit von 1-50000 Mk ge stöhlen nnb Tratte sogar noch die Frechheit, dem bestoh- lenen Herrn einen Brief zu schreiben, er käme in den nächsten Tagen wieder und er solle für mehr Bargeld soryen. Dafür bekam er heute vom Schöffengericht P/i Jahre Zucht­haus und 3 Jahre Ehrverlust.

yochschulnachricbten.

')( Marburg, 21. Juni. Der vor etrox Jahresfrist ins Leben gerufene Universitäls- dund Marburg, der (uifcer mehreren Orts­gruppen bereits viele Einzel Mitglieder hat mtb der die Unterstützung und Förderung der Philipps- Universität bezweckt, hielt in der Aula der Uni­versität unter zahlreicher Beteiligung seine erste Hauptversammlung ab. Aus »dem Geschäftsbericht, den Geh. Rat Loonhard gab, fei erwähnt, daß der Bund etwa 1500 Mitglieder zahlt. Die Einnahmen betragen rund 512 000 Mk., tn dieser Summe ist auch die Spende der Höchster Farbwerke in Höhe von 250 000 Mk. enthalten. Ausgegeben sind bis setzt 22 000 Mk., darunter 15 M0 Mk. an die Prv- fessoren JakvbSthal und Hanmnn für eine Reise nach Griechenland. An den geschäftlichen Teil schlos­sen sich zwei wissenschaftliche Borträge.

Kirche und Schule.

Deutsche Missionare ints Ausland.

fpd. Fulda, 21. Junl. Das Fran- ^iskanerkloster Frarrenbera schickte am letzten Sonntag nach einer erhebenden kirchlichen Abschieds feier zum erstenmal seit dem Weltkrieg wieder zwei junge Patres» als Missionare nach dem fernen Osten, nach Japan. Es sind die Patres Didhmus Jordan aus Niederbieber bei Fulda und Hugolin' Noll aus Niederkleen (Dberhessen). Die Leiden jungen Missionare UHd Pioniere des ^Deutschtums schiffen sich bereits am 25. Juni mit einem japanischen Dampfer in London ein und treffen voraussichtlich im August in Japan ein. -------

Handel.

Berlin, 23. Juni. (Wcktff.) B ör sen- stimmungsbild. Die Börtze zeigte im all­gemeinen feste Haltung, wozu die Hoffnung« auf die Besserung der Verhältmsse in Obern schlesien sowie die Festigkeit des Devisenmark­tes beitrugen. Namentlich betorzuate Werts des Montanmarktes waren ojuf spekulative Käufe höher, besonders Buderms, Gelsenkir­chen, Hösch, Mannesmann, Phönix und Nheinstahl. Auch einzelne oberschlesische Werte wie Oberschlesische EisenbahnVevarf und Ober­schlesische Eisenindustrie stiegem ansehnlich. Bon Elektrizitätsaktien gewannen Deutsch- Ueberfee-Elektrizität über 30 Proz. Auf dem Gebiete der Spezialpapiere wurden Orenstein u. Koppel lebhaft umgesetzt und gewannen 14 Prozent. Auch Zellstoff Waldhof waren be­gehrt bei einer lOprozentigen Steigerung. Farbwerte waren meist etwas schwächer. Nur Berliner Anilin etwas fester. Der Anlage­markt war nur unbedeutend verändert. Deut­sche Anlechen vorwiegend eine Kleinigkeit ab- geschwächt. Mexikaner im Zusammenhang mit der Festigkeit des Devisenmarktes anziehend. Der Einheitsmarkt war ungleichmäßig bei teilweisen Gewinnrealisierunaen.

Frankfurt a. M., 23. Juni. Bör­sen stimmungSbild. Die Stimmung ist

entschieden freundlicher geworden. Es machte sich allerdings für vereinzelte Jndustrieaktien Abgabeneigung bemerkbar. Der Verkehr im allgemeinen war ruhiger. Zur Einschränkung der Geschäftstätigkeit trug der bevorstehende Quartalswechsel bei. Im freien Verkehr waren PH. Hvlzmann, in welchem Rückkäufe erfolgten, wesentlich befestigt, eie schwankten zwischen 340 bis 343V-, 346. Gebrüder Fahr zogen von 300 auf 305 an. Neckarsulmer Fahr­zeug ca. 317. Benz Motoren 305. Hirsch Kup- serwerke zogen kräftig an, 360, 365, ferner blieben Äupferwerke Heddernheim weiter ge­sucht, 379,75. Von Montanwerten blieben Mannes mann fest, 647. Rheinstahl konnten sich befestigen, im übrigen blieben auf diesem Gebiete die Kurse beyauptet. Chemische Werte verkehrten nicht einheitlich. Scheide­anstalt, Bad. Aniltzn ^ogen etwas an. Farb­werke Höchst abgeschwächt. Elberfelder Farben 354, mäßig höher. Daimler Motoren fanden zu 210 Käufer. Nvrdd. Lloyd, welche leb­hafter umgesetzt wurden, stellten sich auf 1521/,, Hapag abgeschwächt, 170V,- oproz. Goldmex. stellten sich mit 770 höher. Zu lebhaften Umsätzen kam es in Kassaindustrie­aktien. Wesentlich höher waren Lokomotivf. Krauß gefragt. Zellstoff Wald Hof 505. Der Schluß gestaltete sich entschieden fester bei regerem Geschäft.

Frankfurt a. TL, 24 Ium. Berliner Devisenmarkt.

1193,801196,20

1200,251202,75

939,05

940,95

106,15 352,40 265,05

70,78 567,60

119,85

345,65

268,20

71,54

571,40

120,15

366,35

268,80

71,70

572,60

13,23

96,20

28,07

105,85

351,60

264,45

70,62

566,40

562,40 563,60 582,40 573,60 1006,45 1008,55 1024,95 1027,05 1197,80 1200,20 1216,25 1218,75 1570,90 1574,10 1597,40 1600,60

12,77

97,60

28,03

12,72

97,40

27,97

13,27

96,40

28,13

Brüssel-Antwerpen Thristiania Kopenhagen . . .

Stockholm . . . . ' Helsingfors Italien London Neuyork Pari»........

Schweiz Spanien .

Wien (altes). . . , Deutsch-Oefterr. . . Prag........

Budapest .

Bulgarien Konstantinopel. . .

Geld Brief Geld Brief Datum: 22. Juni. 23. Juni.

Amsterdam - Rotter d. 2338,65 2343,35 2366,60 2371,40

Züricher Devisenmarkt.

23. 6. 24. 6.

Wechsel auf: Schweizer Franken

Holland........100 51 » 196.25 196. -

Deutschland 100 MK. -» 8J5 8.25

Wien.........100 Ar. = LIO 1.10

Prag 100 Ar. = 8.10 8.05

Pari» 100 Fr. = 47.55 47.40

London 1 £ ---- 22.22 22.18

Italien 100 ß. 29.45 28.75

Brüssel 100 Fr. - 47.25 47.25

Budapest ...... 100 Ar. »» 2.35 2.30

NeuyorK........100 $ -- 592.- 593--

Agram.........100 Ar. «- 4.- 4 05

Bukarest 100 ß. »= 9.30 9.20

Marknotie rangen.

Für 100 deutsche Mark wurden

Datum: 1.7.1 L

Zürich Fr. 125,10

Amsterdam . . Ft 59,20

Aopenhagen Ar. 88,80

Prag Ar. 117,80

Stockholm Ar. 88,8)

Wien Ar. 117,88

London Sh. 97,8)

Pari» Fr. 125,40

NeuyorK..........$ 23,80

gezahlt:

22.6.

23.6

8,37 8,25

4,26 4,22

8,40 8,40

103,- -, 6,40 6,35

984, 956,-

7,40 7,28

17,75 17,36

1,41 1,39

vehördliche Anzeigen

Arbeitsvergebung.

Für die Feldoereinigung Langd sollen Dienstag, den 6. Juli 1921, vormittags 10y* Uhr aus dem Rathaus ru Langd zur Erbauung einer KvriSstraßenbrücke nach» stehende Arbeiten:

Erdarbeiien, veranschlagt zu 1500 Mk., Maurerarbeiten, veranschlagt zu 5760 3RL Chansiierungsarbeilicn, veranschlagt zu 907 Mk., Fubrleistungen, veranschlagt zu 74 Mk., rn 2 Losen vergeben werden.

Tie Berdwgungslmterlaaen liegen auf Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Pro^ jcnten des Voranschlags verschlossen, mit ent* brechender Aufschrift versehen, pvstsrei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind.

G i e b e n, den 20. Juni 1921. 7022c

Hessische Kulturinspektivn

___H. Steinbach, Baurat._________

Arbeitsvergebnng^

Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen für den Neubau von Aleinwohnungen an der Kaiser- Allee sollen

Freitag den 1. Juli b. F., vormittag» 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.

I. Schlosserarbetten

»1 Beschlagarbeiten x

b) Lieferung der Beschlüge l 14 Lose.

c) Herstellung von Treppengeländern J

2 Lieferung von Oefen, Herden und Waschkesseln (3 Lose).

Arbeitkbeschrelbllnaen und Bedingungen liegen ei uns jur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhültlich, sind bi» zum genannten Termin an uns einzure.chen. - Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Glehen, den 23. Jun» 1921.

Stadtbauamt Gießen.

Braubach 70508

Maimtmachung.

Nohbraunkohlen werden von jetzt ab in beliebiger Menge auf unseren Gruben Wölferrheim und Wecke», heim bei Weckesheim ohne Beibringung von Landablatzbezugsscheinen abgegeben. Für den durch ^S«?etrt.ffenöt ,ZDerl1 au»zustellenden Schein sind 20 Pfennig zu entrichten.

koaD^F Preis je Hektoliter ca. 72 kg, beträgt 5.80 *UL Abholungstage: von Grube Wolfersheim Montags und Donnerstags; von Weckesheim Viens, tag» und freitags von früh 7 bi» 2 Uhr nachmittags.

Friedberg d-n 23 Foni 1921. 7055D

Hessische Bergwerk»direktion.

Arbeitsvergebnng.

Unter Hinweis auf den Minifterialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingmrgswestm betreFnrd, werden hiermit nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen für die erforderlichen Rrpara- turen auf hos Selgenhof bei Ulrichstein öffentlich zur Vergebung ausgeschrieben:

Erd- und Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spenglckr-, Weitzbinderarbeiten und die Materiallieferung, wie Back- und Tuff­steine,Zement,Kalk,Sand,Schot­ter, Pflaster st eine, Tonrohre, Siegel und bergt

Die VerdingunnÄmlerlaaen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht offen; Angebots vordrucke können zum Selbst- Ibltenmeü abgegeben werden.

Verschlossene, postfreie und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum

8. Juli 1921, tonn. 11 Uhr, bei unterzeichneter Dienststelle einzureichen, wo­selbst die Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber fuattfenba. Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Schotten, den 24. Juni 1921.

Hess- Hvchbauamt WSfeld Baubozerk Schotten.

_______________Ä V.: Frey._______________

Bekanntmachung.

Montag, den 27. Juni, nachmittags 1 Uhr, nntt» auf der Bürgermeisterei Ovverrrod 1 dienst- tauglickter Ziegenbock wegen Jn-ucht öffenttich meistbietend oerstrigett.

Oppenrod, den 21. Juni 1921 7043V

Bürgermeisterei Oppenrod.

___________ Balser._______________

Bekanntmachung.

Der Nachtragsvoranschlag der Gemeinde Ober* Hörgern für Ri 1920 liegt vom 28. Juni bis 4. Juli LI. zur Emsicht der Jnteresfenten und etwaigen Erhebung von Einwendung n offen. Es ist d« Erbeblmg einer Umlage befcAossen, zu der auch btt Ausmärker beizutvagen haben.

Ober-Hörgern, den 24 (hmi 1921. 7059V

Bürgermciiterel £tx-r Hörgern Holler.

Zttiwilligk Kciivkrßkigttlliig.

Samstag deu 25. Juni 1921, norm 11 Uhr versteigere id) am hiesigen Güterbahnhof qemäsi § 373, 379 HSD. gegen Barzahlung B

Waggon Wicsenhen.

Versteigerung bestimmt. 7053

' Junker, Gerichtsvollzieher in Gietzen.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin Äberü>- Abend- Schluß- Schluß-

Kur» Kurs Kur» Sbat

Datum: 22.6. 23. & 22.6. 23.6. 5e/eTtfd). Anegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4*/. Disch. Reichsanl.77,30 77,25

I'/. Dtsch. Re.chsanl. 75,50 75,10 75,50

4*/» Preuh Aonsols, 70,30 70,10

DarmstLvler Bank . -,- 178,25 177,75

Deutsche Dank . . . 317,- -,- 321,-

Disconto-Desellschast 270, 270,50 268, - 269.75

Dresdner Dank...,227, 226,75

Nationalbank f. D. . -,- 182,75 182,50

Mitteld. Lreditbank. 167,75 167,75 167,- 167,50

H..Amerik Pakets. . 172,75 170,50 170,- 170,12

Norddeutscher Lloyd. 151,75 152,- 149,84 150,-

Boch.Gutzstahlwerk ., 462,25 465,-

D.-Luxrmb. Berg».. 326,- 324,50 325,25

Gelsenkirch.Berg». .,349,- 355,-

Harpener Bergbau . 534,- 515,50 519,75

Vberschles. Eisenb.-B.310,- 292,- 311,-

Oberschles. Lisenind. . 269,- 264,- 270,-

Phönix.Bergd -Akt.. -,- 741,- 760,-

Bad.Amlin-u.Loda 624, 630,- 627,

Höchster Farbwerke. 325,- 322,- 332,

Llektr AL G 294,- 294,50 291,50 295,-

Schuckert-Werke. . . 247,- 260,- 251,75 252,-

Felien.Guilleaume. .,, 577, 577,50

Daimler....... 203,50 210,- 205,- 213.-

Bud.- Lisenw.«Akt. . -,- 577,- 575,-

Adlerwerke...... 269,- 274,- 281,75 270,50

4'/, Hess.Staatsanl. . -,- -, 73,- 73,10

Elektron Griesheim. 300,50 301,50 306,- 305,25

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Ium. Amtl. Be­richt. SckpvemL UTuröen bet regem, der grotzs Kälberem f trieb und die Sckiafe bet 'langfamem Han-- del auSbertauft. Tie Preise waren tnt wesent­lichen bte gleichen wie am letzten Monwghauvb- marft. Ausgetrieben waren 893 Kälber 254 Schafe und 224 SckMeine. An Preisen wurden angelegt piu Zentner Lel>endgew'icki<t: für Ä'älber bester Qualität 800850 Mk., für Kälber mittlerer Qualität 700750 Mk., für Kälber geringer Qualität 550650 Mk., für Hämmel 400580 Mark, für Schweine unter 80 Kilogramm Lebeno- gewickst 11001275 Mk., alle schwere-een Schveme, einschließlich befber Qualitäten, 13001350 Mk. Außerdem wurden 54 Rinder dhne amtliche Preis- nutierung gehandelt. Tie Marktpreise liegen um so mel über den Stallpreisen, als sie die mcht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergcwinne in sich schließen.

Müller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme der Lahn am 24. Juni: 14° R.

aber bat polnischen Aufstand tn Oberschlesten eigen* mächtig Entlassungen ovrqenvmmen worden. Tie deutsche Regierung bat aber sofort Schritte unter­nommen, um einer Wiederholung des Vorgehens der Betriebsräte vorzubeugen Innerhalb zweier Jiahr^ feien infolge der sich immer schwieriger gestaltenden Lebensbedingungen für die nicht« polnische Minderbett Tausende von Gewerbetrei­benden, Handwerkern unb Arbeitern zur Ausgabe ihrer Berufstätigkeit und zur Abwanderung auf dem abgetretenen Gebiet gezwungen worden. Die rund 600 000 in Deutschland lebenden Polen könn­ten demgegenüber nach wie vor fast ausnahms­los unbehelligt ihren Geschäften nachgehen und genössen den vollen Schutz der $nxa fimg und der Gesetze. Die Note sagt zum Schluß: Dieser Schutz der Minderheiten, der durch den Vertrag von Versailles garantiert wird, fehlt im abgetretenen Gebiet, wie die Vorgänge in Ostrowo beweisen. Indem die deutsche Regierung die Borgüwie von Ostrowo zur Kenntnis bringt, beehrt sie sich, den Botschasternot zu ersuchen, die Äutmerkiamteit der polnischen Regierung auf die unbedingte Notwen­digkeit des vollkommenen SckutzeS von na­tionalen und religiösen Minder­heiten gemätz des .neben-vertrag cs zu

lenken In flnbctradn des vollkommenen Feh­lens dieses von den alliierten Regierungen garan­tierten Minderheitsschutzes in den abgetretenen Gebieten dürfte keine Regierung die Verantwor­tung dafür übernehmen tiroten, wettere der­artige Mmderheiten polnischer Unduldsamkeit au2- zulictzern.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine deutsche Note zu dem Deutschetuwssrom in Posen.

Berlin, 22. .Juni. (WTB.) Der deutsche Botschafter in Paris übergab am 21. Juni der Dotichasterkonferenz eine auch an die Regierungen in London und Rom gesandte Note, in der auf Grund des Berichtes über die schweren Aus­schreitungen der polnischen Bevölke­rung gegen Deutsche im abgetretenen ehemals deutschen Gebiet von Ostrowo am 2. Juni bervorgehoben wird, daß die polnischen Behörden versäumten, rechtzeitig in entscheidender Weise zum Schutz der Verfolgten rinzugreisen, obwohl ihnen die Anzeichen des fick oorbertitenben Pogroms nicht unbekannt geblieben sein tonnten. Die pol­nische Negierung habe wohl diese unerklärten Vor­kommnisse verurteilt, aber sich darauf berufen, daß die Ereignisse durch Entlassungen polnischer Ar­beiter in Deutschland hervorgerufen worden seien. In der Tat seien an einzelnen Stellen in Deutsch- Lanu durch die Betriebsräte in Erregung

Von her britischen Reichskonferenz.

London, 23. Juni. (WTB ) Die briti­sche Reichskonferenz wurde vormittags durch eine Mitteilung Lord Curzons über die allgemeine auswärtige Politik in Anspruch ge­nommen. Curzon wird seine Ausführungen, in denen er den Blättern zufolge auch die ober schlesische Frage behandelte, nach­mittags fortstztzen.

London, 23. Juni. (Wolff.) In der gestrigen Sitzung der 'Premierminister des brittschen Reiches machte Winston Chur­chill Mttteilung betreffend die englischen Kolonien und ihre politische und wirt­schaftliche Bedentung. Er erwähnte besow- ders, daß auf der Insel Mauritius eine Bewegung bestanden hätte, die die Rückkehr der Insel an Frankreich verlangte, daß aber bei den letzten Wahlen die Anhänger dieser Bewegung eine endgültige Niederlage er­litten hätten. Bezüglich oes Gebietes von Tanganjika, das durch den Friedensver- trag unter englische Aufsicht gekommen sei, erklärte Churchill, in dem Gebiete sei wäh­rend des Krieges eine derartige Umwälzung erfolgt, daß eure vollkommen neue Verwal­tung eingeführt werden müsse Großbritan« nien habe sich bemüht, zu erreichen, daß diese Verwaltung der früheren deutschen Ver- waltung nicht unterlegen sei. Jnfo^edesseu habe sich im Laufe des Jahres ein beträcht- licheS Defizit ergeben. Die vom britischen Parlament verlangten Krehite reichten nicht aus. JTrfvlgedessen sei $11 befürchten, daß während eines oder Kwerer Jahre die waltung des Gebietes von Tanganjika nicht erreichen werde, dem Gebiete die große Wohlfahrt zu geben, die währertt) der deutschen Herrschaft geherrscht habe. U-Boot-Dienst zwischen Amerika und Irland.

London, 23. Juni. (WTB.) Der New- Dork Tribüne zufolge sollen angeblich zwei amerikanische U-Boote einen geregel­ten Passagierdienst zwischen den Vereinigtes Staaten und Irland unterhalten.

Ächtung! Achtung!

Zu dem am 24. und 25. Juli bet. Js. statt­findenden Stiftungsfeste, Drrbnnben mit -donner* roe.be, W Radfahrerverems Wanderlust, Rüddings- hausen ist der

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m. bei biefigen Arbeitgebern: 2Proviston»rellende. 1 Sinnnieuer, 1 Ziseleur, 1 Friseur, 1 Wagen- lackierer, 1 Steinholz- und Terra^-oleger, 1 älL Bauschtosser, 1 Schneider, 3 Glaser, 1 Zimmer­mann, 3 Weisibinder, 1 Schrist etzer.

Lcbrlinge: 1 Lackierer, 2 Schmiede, 1 Glaser, 1 Aut» monteur, 1 Kaufmann, 2 Friseure, 1 ©ärmer, 1 Schreiber.

b. bei auSwärttae« Elrbeitgebern: 2 Wtckelmacher, 1 Zigarrenmeitter, 4 jiing. landwirtsch. Knechte u. Arbeiter, 1 Dreher. 1 Gulschmted, 20 Bruchstein- maurer. 4 Schneider, 3 Friseure, 4 Schreiner.

4 Zimmerleute, 2 Steinmetze, 2 Wagner, 1 Ham­merschmied, 1 Feuerschmied, 1 Werkzeugfchmied, 2 Anstreicher, 2 Äutomobtlmonteure, 1 jun tet Kellner, 23 Ankerwtckler, 1 Werkzeugschleifer, 1 unverheirateter Schweizer.

Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Schweizer- ES suche« Arbeit: Schrtfisever, Buchdrucker, Schreiner, STnufleuie. Schreiber und )>i ei sende, Backer, -Hau-burscheii und Antziauser, Maschinen- schlaffer, Zlauschloffer. Schuhmacher, 2 Zkranken« pffeger, 5 Sanier u.'Bolüerer, Bäcker und Metzger, mehrere Kellner. 3 Krastsahrer. 1 Former. 2 fünft. Schmiede, 2 Buchbinder, Mechaniker. 1 Klavier­spieler. 1 Heizer, 1 Küfer, 1 Wagner. 2 Gärtner, 2 Dreher, 1 Tapezierer, Elekiromonteure, ein Drechsler, 1 Konditor. 1 Handschuhmacher. 1 Friseur, 2 Schneider, Bergarbeiter, 2 oerb. lanbro. Knechte, Autoschlosser, 1 Ovliker, 1 Schmelzer, 1 Gold­arbeiter, 1 Installateur und Lvengler, 2 Maurer, 1 Monieur, 1 Bandagist. Maschinisten und Hetzer.

GelegenbeitSarbetten werden ebenfattl entgegen» genommen.

Lehrlinge: 1 Schneider, 1 Kaufmann und Schreiber, 1 Schmied, 2 Schreiner, 1 Schlaffer, 2 Spengler. 2 Köche. 4 Mechaniker. 1 ftrifeut, 1 Elektromonteur. 1 Konditorvoiontär, 2 Wagner, 1 Sattler, 1 In­stallateur. 1 Konditor,3Schuhmacher,2 Weisibinder, 1 Dreher, 1 Gärtner.

Weibliche Abteil «n«:

(?B können eingestellt werden: e. bei biefigen Arbeitgebern: Mädchen für tags­über, Dienstmädchen. Kauffrauen und -mädchen für einzelne Tage, tüchtige AUeinmüdchen. 2 einfache Stützen. 2 Köchinnen.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landwirt­schaftliche Dieniimädchen. Dienstmädchen. Haus­mädchen. Zimmermädchen. Alleinmädchen, zwet Köchinnen, 3 Stützen, 2 Friseusen. 1 Büglerin.

suchen Arbeit: 2 Verkäuferinnen, 2 Flicke­rinnen, 3 Dafchsranen. einige Laussrauen, auch s. RachmittagSbelchästigung, Mädchen für tagsüber, 3,Fabrikarbeiterinnen. 1 Büglerin. 1 HanSbalierin. 1 Bllseitsräulein, 1 Fräulein errette iranzöstschen Unterricht. 70628

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