Ausgabe 
23.6.1921
 
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Die Not der Etudevten.

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war der Streik Mi Ende, ober die Angeklagten rechneten, irne das Gericht in den Urteil-gnrnben sägt, fxrnut. das; er wieder auSbvkchm werde und sie litten die fHjfidrt, dann einen tvTfrrrtfrrifd)"n Gtebraud-. bäten machen In ihrer Revr, ian

* Berlin, 22. Juni. Privatteteg-r) Sus die 57 Brotkommission im Nordoften Berlins wnrde hentr mittag cm Raubüberfall verübt Drei jun ft? Seiet', die mit einem Automobil vor dem

Kähliae Studenten können nur ein ober zwei Mahlzeiten am Tage zu sich nehmen

Kttnft ttitö Wissenschaft

Freiiburg i. B., 21 Juni (Wolff) Bte verlautet, hat den Intendantenpvsten am hiesigen Stadt theater der bisherige Di­rektor am 2cl)illertHeater in Altona, Pich­ler, erhalten.

Berlin, 20 Ium. Wie derBoss Ztg. au- Nürnberg gemeldet wird, hoben die Tozen- ten de r Nürnberger Handelshoch­schule wegen an tifem t tu'dier Umtriebe eines Te.ls her L tu denken schan die Borlesungen eingestellt. Erik nachdem eine Studenten - Versammlung ein Tes»iplinarverflchren gegen den Führer der Bewegung, den Studenten Stroms- hört er, gebilligt hatte, nahmen die To ernten die Vorlesungen wieder auf. Ter Senat der Lwch- schule beschloß die Entlassung des Stabentai Strömsdörser.

für Erbauung zweier Familvenhäuser mit je zwei Wohnungen von 3 Zimmern und einer ftüdx aus­geschrieben. Auch die Stadt Schlitz wird sich mit einem gröberen Kapital an dem gemeinnützigen Derk beteiligen. Bin Beschämung ron Brezeln für Die 5dmffbtier am hessischen Iugendiemag bewilligte d e Stadt cmen Betrag von 500 Mk.

51 reis Lauterbach.

rr. Schlitz, 21. Juni. Ter hiesige Leim- stattenverern hit nunmehr gut Linderulig

Marburg, 19. Juni Das Berufs­und Derqünsliqun^amt des Allge in einen Studenten-Ausschusses bat folgen- den Aufruf erlassen: Bürger, Akademiker! Hunderte von Studenten sind brotlos! Es ist wirklich ein Märchen, daß die Studierenden alle reiche Mittel haben. Der größte Teil

(Mimik* brr Kommission vorgrfahren waren, brrni* gen maskiert, mit vavarhaltrnem Mvolver, in die Bureauräume d?r Kommission ein ,cnd zwangen die Angestellten Mir Herausgabe der eben einge- treisenen neuen Zuckcrkarten Tie Täter fuhren mit der Amte, etiva 2 0 000 Zucker karten, Kraftwagen ungehindert davon.

ES ist richtig, daß sich im besetzten des st- dien Gebiet feil etwa einem ivuonat die Zahl er Besätzungstnutzen, äugensdrinlich aus An- la«, des geplanten Einmarsches in daS Ruhr- geheL wesentlich echöht tmb die Belastung, welche die Bewohner hierdurch erfahren, außerordentlich

Gericht den unbefugten Besitz zu verbrecherischien ZwccOn erblickt Zwar

Arrchc und Schule.

- Büdingen, 20. Juni. Gestern fand hier nach stebenialirigcr Krieg-spoufe das Gustav- Adolf-Fest des Dekanates Büdingen statt. Es hnirte durch einen Feschotteshimst am Vormittag cröifnet, m dem der vertriebene Lothringer Psr. 2>t. vallier cmr> Dieüenhofen, fetzt in Offenbach, eine eindrucksvolle Feftzwedigt hielt Der Gottes- btenlt wurde durch Vorträge des Obcrmxxfflobter VoiaimenchorS, des Ortenteraer ZiuchMgesangver- emS und nniertr, Chors chuie restlich ausgestbmLkt. Am Nallnmttag t<mb, nachdem imwischen die aus­wärtigen Festzgäste in den gastfreien Häusern- dingens aufs beste verpslesr worden waren, int vcirr eine Nachfeier statt, die L*ibcr unter der führt 2Biitmmg zu leiden hatte. Nach einem Bcgrüßungsnwrt von Dekan Schäfer und tem Rechenschaftsbericht des Bo-rsrtzenden, Pfarrer Gö­bel-Dolf, sprachen Pfarrer Kalbbenn-Obennoch. stabt scher Erinnerungen ans brr Gustap-Awlf-

Starkenburg und Nheinhessen

fro. Offenbach a. M., 22. Juni Dir in Bieber verhaftete Knecht hat bereits ein «Monden, seinen Kollegen ermordet zu haben. Es iit der an­gebliche Joses Jwann aus Lemberg. Er gibt an. mit dem Knecht Kein in die Fremde ziehen zu wollen. Im Walde sei ihm durch Unvorsichtigkeit der Revolver losgogangen, wodurch er Kein schiver verletzt l>abe. Um sich vor Strafe schützen, habe er den Verletzten vollends tot gemacht und die Klei­der unweit vergraben. 1 Die .Kleider wurden an der bezeichneten Stelle gefunden. Die Uhr und das Geld will er fortgetoorfen haben.

Hessen Nassau.

s 1 Marburg, 21. Juni. In einer Höhle im Spiegelsluftwalde entdeckte die Polizei zwei junge Burschen, die sich's bei Speise und Trank gut sein ließen. 'Zugleich iand man aber auch allerhand Sachen, Tel schings, Kleider usw-, die von zahlreichen Ein­brüchen in Gartenvillen herrührten. Den bei­den Höhlenbewohnern wurde ein anderes Quartier angewiesen.

An» Stadt und Cattb.

Gießen, den 23. Juni 1921.

Die Veranstaltungen der Kiuderhilfswoche.

Donnerstag den 23. Junr, 7 Uhr, im Stadttheater: Theaterabend der Gießener Frauenvereine.

Freitag den 24. Juni, 7 Uhr, im Stadttheater: Turn- und Sportabend

Samstag den 2 5. Juni, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn. 8 Uhr: Ein­horn-Festsaal,Bunter Abend".

Sonntag den 26. Juni, V-4 Uhr: Kinderhilfsfest im Philosophenwald.

Der Kinderhilfsabend der ver­einigten Frauen verein e im Sta dt- 1 hea ter beginnt heute abend um 7 Uhr. Es fei nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß beim geselligen Zusammensein in den Pansen und nach der Aufführung kein Kaufzwang auf die Besucher ausgeübt wird. Auch in den drei viertelstündigen Pausen zwischen den einzelnen Abteilungen ist Ge­legenheit zum Tanze geboten. Nach der gestrigen Probe versprechen besonders die aus Franffutt be­rufenen beiden Tänzerinnen austerordentlich hoch­stehende künstlerische Leistungen - Dolly Wern ecke in getragenen, Fmi Gradel mit heiteren Tänzen.

Auf das morgen abend, 7 Uhr, im Stadttheater ftottfinbenbe Turn - und Sportfest sei noch einmal hingewiesen. Das Programm enthalt Lieder vom Bauer'scheu Gesangverein, Mädchen-Stab­übungen, Anabenreigen, Damenturnen, Rad-, Schick- und Kunstrcigen, Zweier -Kunstfahren, Rad­ballspiel, Barren- und Rerkturncn, Fechter,, Mar- morgruppen usw. Die Musik wird ansgeführt ron der Kapelle Weller. Der Verkauf der Eintrittskarten finbet im Bor verkauf bis einschl. heute abend bei Challier, Nepenweg, und morgen von 10 Uhr bis 1 Uhr vormittags und von 6V2 Uhr abends an der Kasse des Stadttheaters statt.

In Langen (Starkenburg, erbrachten die am Sonntag für die Kinderhilfe veranstalteten Samm­lungen insgesamt 5904.60 Mk

Typhus Gefahr in Gießen.

Dam Krersgesundheitsamt mtrb uns mitgrteüt:

Seit Anfang dieses Monats sind in der Stadt Gießen mehrere Erkrankungen an Paratyphus AU verzeichnen. Wenn es sich auch in diesen Fällen um bis fetzt gutartig verlaufene Erkran­kungen handelt, darf doch nicht außer Acht ge­lassen werden, daß Typhus stets eine ernste und wegen der leichten Ucbertragbarfeit eine gesä'hrliclie Krankheit darstellt. Zur Uebcrttagung des Typlius genügen selbst Spuren der Ausscheidungen; ge­langen diese aut' die Leib- und ^Bettwäsche, die Kleider, bat Fußboden, aut Est- und Trmkge schirre, lesonders aber aut Nahrungsmittel, nne Mich, Gemüse, Obst, Salat, so können sie leicht von an­deren Personen ausgenommen werden und auch bet düsen die Krankheit Hervorrufen. Auch kann t-er* Kronkheitsstoft durch Wasser, welches beim Abspülen von- über Trrnkgescherren mit den Erregern des Typhus, den Typhusbazillen, verutr- erintgi rttrrbe, weiter verbreitet werden. Aach ! Fliegen können Zwffchenträger bilden Es ist d.i- Irr gerade setzt der Gewiß von Wasser, Milch, Obst und Gemüse, in rohem Zu stände drrn- aenb zu widerraten, broeft gefährlich kann der Genuß von unreifem Obst werden. Der Typhus kogrnnt m der Nagel schleichend mit Kopfweh, : Apvetitlostgkeit und Mattigkeit, alsdann stellt sich . Frösteln und Freber em. Man wrfärrmr ia mckst, i in devarttgen Fällen rechtzeitig den Rat eines . Arztes einzicholen.

**EinJubilLum. Am 24. Juni find 25 Jahre verflossen seit dem Tage, an dem , Herr h. Rabenau als Dereinswart in den : Dienst des Männer - Turnvereins Gießen trat. Er hat während dieser Zeit mit geradezu vorbildlicher Treue seines Amtes gewaltet und sich dadurch in Turnerkreisen große Zuneigung erworben.

** Schwindler auf Reisen. Im Maintal, so in Frankfurt, Offenbach, Fried­berg, trat unter dem Namen .Hugo Röß- per ein Schwindler auf, der eine Reihe von Personen um teilweise hohe Beträge geschä­digt hat. Er bot den Verkauf von Motor­rädern, elektrischen Artikeln, Schnitt lfvlz und getragenen Militärkleidern an und verlangte fürPorto" usw. teils niedrigere Summen, teils ließ er sich hohe Vorschüsse geben, mit denen er dann verschwand Er ist groß, etwa .756O Jahre alt undhandelt" oft in Be­gleitung einer viel kleineren, etwa 20jährigen Frauensperson, die er für seine Tochter aus- gibt.

** Die Heidelbeerernte hat im Odenwald ihren Anfang genommen Das Er­gebnis ist sehr gut. Für den Schoppen wer­ben 2.50 Mk. verlangt.

Vorrrotizen.

TaaeSkalenderfürDonnerstag: Sportplatz Trieb, 7 Uhr, Futzballlftttspicl. Lichtspielhaus,Das Gelübde". Lichtspiele, Sel­ter Sweg,Der Reiter ohne Kvps, 3. Tell".

** Aus dem Stadttheaterbureau. In der AufführungDie deut schen Klein­st ä d t e r" am Sonntagabend sind in Hauptrollen beschäftigt die Herren Bolck, Teleky, Leutheiser, .Hellborn und Döring, sowie die Damen Türk, Marcks, Koop, Rammcl und Kelter. Die Spiel­leitung liegt in Händen des Herrn Teleky. Beginn der Vorstellung 7 Uhr.

. Haatz-Berkow-Fe st spiele. Näch­sten Dienstag und Mittwoch finden die berühmten Haoß-Berkow-Festspiele aus Jena int StadttHeater ftatt. 9lm erfueit Tag Bontmt zur Aufführung: Paradeisspiel nicht wie erst angekündigt TheopHilus, infolge t<ötzlicher Erkrxrnttmg einer Künsilerin und barAir der berühmteTvten- t a n z". Das erste St^.s ist ein mittelalterliches Bauernspiel, das bis in ttie heutige Zeit in einer kleinen^ rmgs von llngjtn eiwgeschlossenen deut , idyn Kolonie Obern Per tv Pretzburg aufgestihtt n>irD; Am Metten Tag lernen wir die Kunst Haaß-Bettöws vvn ihrer heiteieu Seite tnrnen: Die zertanzten Schuhe" die Geschichte von den drei Königstöchtern, die auf geheimer Za überwirf e allnächtlich sich tollen, bis ein braver Soldat als dreitzehnter Freier durch seine Tumblxit alle Listen zerreibt und die Beaut gewinnt. Es ist hier auf das herausarbeiten von Rhythmus imv Tanz besonderer Wert gelegt. Darauf wich yesprcltDre kluge Ba uern to chter". Ein alter Bauer, der auf feinen 1 9Mcr einen goldenen YNörser gefimden hatte und deswegen int VerdadN des DiebslaNs tarn, wird aefesselt vor den König gebradst. Seine schöne und kluge Tochter befreit ihn birrd) die Lösung eines vom Könige gestellten Rätsels und wird felbst Wmgm Da sie dem .König aber zu Tlitg ist, so schickt er sie wieder, nach Hause, erlaubt ihr aber, sich das Liebste dvm Schlöffe mLtMnehmen. Sie finbet schlau einen Ausweg: sie nimmt den durch einen Schlaftrunk betörten .König mit. Erwacht, sieht er sich durch ilrrc Ltebc Hochamt imb froh und versöhnlich endet das Spiel

zugeiiommen hat. Obwohl itnr Beuten Grmtd ha- ten, daran zu zweifeln, datz die Rttchttegicrung alles tut, was in ihren Kräften steht, um bte nufbehmg der Sankt tonen zu erreichen, so haben mir hxh tmcherholt Anlaß gauninten, die furcht­baren Wirkungen, meld* sie aur einzelne Zweige be-5 hessischen Wtrtsd-aftslcbens, im beietzten Ge­biet wie im unbesetzten, auZüben, den zuständigen stellen m Berlin dar-ulegen und dringendst um ! '. Jerntt ist ebenfalls zutres-

Tenb und >vird tun uns mit wachsender Sorge teobachtet, daß die Uebergrtffe einzelner sldaten gegen Ehre, Leben und Gu t un trer Volksgenossen im bttetzten Ge- hrt in den legten Wc»chen sich auffallend gemehrt baren, hier Abhilfe zu schaffen, steht zum Dell m der Macht des Oberbesehlshabers. Es wurde «fhalb ein besonderer Beauftragter zu dem Ober» tttehlshaber gesandt, der Gelegenheit hatte, in längerer Anssrxachc General Tegoutte tne emtelncn LorgüLge, msbcsondeve ui den Kreisen

GericbtssaaL.

m Der Prozeß gegen Hölz.

Berlin, 22. Ium. (Wolffu Nach zwnstim- digem Pläduyer beantragte der istoatsaiiivolt g,- stru h ö l j wegen Mordes, Verbrechens gegen das Lprengstofigejetz, 'wegen Hochverrats unt> einer ganzen Reihe anderer Verdrecken und Vergehen Todesstrafe, lebenslängliches ZudMms und dauernden Ehrverlust.

Berlin, 22. Juni. ^Solft.) Im .Prozeß D o.l z kam es m folge der ?ib(ebmmg emes Sach­verständigen wieder zu scha rfen Zusammen­stöße n zwisdien dem Angeklagleti und dem Vor­sitzenden. Hölz bvTxmptefe, die Vernehmung des Sachventändigen sei abgelehnt Wochen, well' sonst der ganze Schwindel aufgedeckt würde. Er l.etz 'ich trotz wiederholter Ermähmmgeu des Vorsitzen­de nacht abhalten, n'd> in drohenden Redensarten M ergehen, jo daß der Vorsitzende die Verhandlung röte stunde vertagte und Hölz absühren ließ. Btt der Abstimmung brachte Hölz ein hoch rui'dic Re^luttonäre und auf das Proletariat aus. Seine Verterdmer, die das Verholten des Angeklagten lebhaft in Schutz nahmen, begleiteten ihn in das Untersuchungsgefängnis.

Das Urteil.

Berlin, 22. Ium. (WB.l Nach ca. cuu Itünbiger Beratung erkannte das Gericht gegen Hölz wegen Hochverrats in Tateistheit mit ver­suchtem und vollendetem Totschlag, ivegen Ver- brediend gegen das Sprengstoffgesetz und wegen ber übrigen zahlreichen Vergehen aus lebe ns- länaliches Zuchth^us und dauerndem Ver­lust des bürgerlidien Shrenrechtes. Hölz verließ den Saal unter dem Ruf:Es kommt der Tag her Freiheit und der Racde. Sie sind hier Zuhölt-r der Justiz."

Streik mit Handgranaten.

Leipzig, 20. Juni. Das Landgericht Gie­nen hat am 26. Okt. v Js die Bahnarbeiter Katt Friedrich Vetter und .Katt Walz aus Nieder-Wöllstadt wegen dtSVerbrechens des nnbefugtrn Waffenbesitzes zu je 3 Monaten Ge­fängnis verurteilt Es lxrndelt sich! beer um die $crorbitimg der Vvlksbeaustragteii vorn 13. Jon 1919, hiircb welche der wrbefngte ^Saffenbefitz mit Gefängnis bedroht wird inv> außerdem mit Zucht Haus, wenn bei dem Waffen besitz verbrecherische Zwecke verfolgt werden: nur bei Bvrlmndensein mildernder Umstände ist Ovestingrrisstrafe zulässig. Jnr EisenbalmdirektionSbezirk Frankfurt am Main war im Jiüi 1919 ent Streik ansgeörochrn. AuS Anlaß desselben besetzten die Erstnbahnar- beiter daS Stationsgebäude in Nisder-Wöllsladt und benutzten die dort vorhandenen Einrickttrngen. Der Streik, an dem sich die beiden Angeklagten bcteiltgtm, bauerte bis -zum 6. Juli. Der Ange- klagtt Vetter war Mitglied der Streikleitung Auk bet Station Oftoß-Karbeii nxir vor Ausbruch des Streiks ein Wägern mit Handgranaten imb Mu iiition angehalten worden und mit biegen Dingen würben aitdt anbere BalMhöfe im ©treifgcbicte nerforgt Der Angeklagte Wcchz hatte telephonisch in (^ftoß-Ävrben angefragt, ob itorh handgnaiwten tx>rbanben seien imb hatte auf die beiabenbe Ant­wort Irin >wei Kisten Handgranaten nach Nievei- Wöllstadt Hecken lassen. Beide Angeklagt'' brachten die Handgranaten in einer Sdnmc unter: am nädislen Tage würben bi* hanbaranaten beschlag-

hesfische Dolfsfammer

St. Dar mstadt, 22. Ium 1921.

Nach längerer Pause trat der Landtag heutz wieder zu einer anr 23 Wochen berechneten Ta- gung zusammen, um in erster Linie den Haupt- voransdKag sür 1921 zu er ledigen.

Bor Einttitt in die Tagesordnung gab ^- libeiit Adelung ctmge Einläuse bekannt, u. a die Mitteilung, daß dem Abg Klinasvor (D Bv.i aui Ersuchen ein mehrwöchiger Urlaub et* teilt morden sei. Dann wurden -bte Breits mit geteilten

Anfragen Dingeldey

erledigt. Aus 'die Anfrage bett, den Uebertafl ain den Postsekretär Scheel in Mainz erwürert Minister des Innern Dr Fulda, die Ermit­telungen ftien noch nutzt abgeschlossen. Ssbold dies geschmen, werde dre Anfrage beantwortet.

Die kleine Anfrage des Abg Dingeldey tetr, die

UebcrgrifTc der Besatzungstruppen im besetzten Gebiet beantwortet

Staatspräsident Ulrich wie folgt.

lischeu Trauen und zuletzt Pfarrer Dr. Hollier über Lothringen. An Gustav-Adolf-Gaben gingen in 1920 im Dekanat 2958 Mk. ein. Auch in bet Nachfeier wirkten Pojaunembor imb Kmcbengeslmg* verein mit Das Fest war gut besucht. Tie Fest- TüIteTte ergab rtwa 300 Mk.

Der von bet Sektion Oberhesscu des Deutsch - Ocsterreichischen Alpen­vereins veranstaltete Vortrag am Freitagabend im groben Hörsaal der Universität ist öffmtlich imo jebrrmaitn hat Zutritt. Oieh Reg Rat. G. Winkel aus Marburg wird über die im Jahre 1913 oberhalb Sasszlmrg entdeckten Eisrieien- Köhlen i'urcdtcn. An Hand zahlreicher Lichtbilder werden die märchenKastai Sckmn'hiten der gewal­tigen unterirbifrfjen hölcken erläutert.

DerGleibcrgvetei 11 veranstaltet i'einc Hauptversarnmlimg erst am 2. Juli, nicht am näch­sten Samstag, wie es gestern irrtümlich hieß.

Landkreis Gießen.

is. Steinbach, 23. Juni. Ein U n - fall, der sehr leicht ein Menschenleben kosten kannte, trug sich gestern hier zu. Eine hiesige Iran ging gerade über den hvf, als eine Windhose eine in etwa 3Meter .höhe an­gebrachte Tür mit solcher Gewalt aufriß, daß die Kloben herausfuhren, die Tür herunter* fiel und die Frau zusammenschlug. Blutüber- trömt und hauptsächlich am Kopfe schwer ver­letzt, mußte die Frau ins Haus getragen und telephonisch ärztliche .Hilfe herbeigeholt werden.

Ki-eis Alsfeld.

3. Groß-Felda, 20. Jim t A.i f Arnvgnn 9 von Lcchrer Kun z-Stumpervcnrod sand <,eifern h?r eme ZusarnmenlNnft ber Dtrrgencen her i^esang- iwine des Ohm- und F^ldatales statt zweds Gründung eines Ohm-Fel da-Sänger­bundes. Schon vor Iahrksr^sr hatte man itd; mit dem Gedanken besaßt, und mittlerweüe 'in aller Stille "tw Botarbröen erfd)iat Nun sind btc Statuten miSgearbeidet. Ter neue Bund her 111 erlitt Lm« das deutsche Volkslied pflegen'soll sieht r»or, daß iKes Jahr ein Sängermg stmtftndtt' auf dem jetrr Bertm entert Wirhtrfvr und außer­dem einen 2Mldvr vorttagtn soll. Ein ?ttmst- misschutz soll die ikilhmgen bewerten

Ober-Breidenbach, 21. Juur Zwei auswärtige pmge Bunäen Hatton bttfer Tage mit cmem hesigen Altti^renossen im Wirtshaus streit bekommen, der sich nur der Straße rori- setztr. Lie verwlgirn ihn bis ins eltettiche Haus und gingen sogar so weit, daß sie bnt die Haus­tür zertrümmerten unb ernv lönngcn versuchten Vier fanden fit indessen verstärkte (Wntorör r.er Hausvater, die beiden söhne unb ioiar bte T«bter beteiltglfi sich an ?br. ES mb schwere ^nilen .mh arononi, unb dst ungemütlick»' ?lu^- manbnrie^mg wucht sckl ich n.-mnngr airrttd).

vermischtes

Unterschlagung

spd. Siegen, 21. Juiti Der 22jährige Sv ar kassenangestellte Spielmann hat sich bei ber Sparkasse in Mheirn Unter­schlagungen in höhe von nmb 100000 Mk. schuldig gemacht Der ungetreue Beamte wurde verhaftet. Die Mutter deckte die Unter­schlagungen, ist aber dadurch selbst mittellos geworden.

Drei amerikanische Schiffe verschwunden.

Paris, 22. Juni. (Wolff ) Nach enter havas- mtldirna ans Washington leitet die Regierung die Untersuchung über bas geheimnisvolle Der- schw indeii von drei ameri kant scheu Schiffen im Atlantischen Ozean ent. Man neigt der Annahme, daß die Mannschaften meuterten und die Schiffe nach Rußland steuer- trn, wo sie den Bolschewisten wrsgeliesert wurden

LÜettcrvoraussaqc

für Freitag:

Dorwiegend bedeckt, zeitweise NiederMage, Temv-.-rattrr wenig geändert, nordn»estlid>e Wrnde.

Nördlich Englands hat sich eine neue Tepres- svon entwickelt, die im Verein mit dem sknnkn- ncrvtscben Ties weiterhin kühles, ttübes Wetter mit Niederschlägen zur Folge haben wird

In Gießen sank die Temperatur in ber letzten Nacht auf 4 Grad, in Tarrn stabt aus 7 Grad und in Lauterbach gar aus 2 Grad.

»

" Amtliche Personalnachrichten, "m 17. 'Juni Winde der Forstmeister der Ob?r- fürfter.i Alsseld, Geh. Forstta! Eduard Haber- Torti zu Alsfeld, aus sein Nachsudsen vom 1. Oktober d. IS. ab unter Attertemrung seiner dem Staate geleisteten Dienste in den Ruhestand Yienröt. Am 17. Juni wurde bte v>m bem Stadtttorstand ?<u Alsfeld mis bte zweite evangelislv Bstirrstelle erfolgte Präsentation des Pfarrers und Dekans Dr. Unverzagt zu Kirtors bestätigt.

* Der Provinzialausschuß hält nm Samstag vormittag 8V< Uhr im Regie­rungsgebäude zu Effehcn eine öffentliche Sit­zung mit folgender Tagesordnung ab: Unter­haltung der Kreisstraße AlsfeldSchwaben- rob: Klage ber Firma Albrecht Hofmann in Bonn gegen bic Zuziehung zu den Unterhalt tungskosten). Aufnahme des Gemeinberech- uers Friedrich Nau zu Ober Gleen in die hes- hfthc Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte (Beschwerden der Landkrankenkasse des Kreises Alsfeld und der allgemeinen Örts- krankenlasse des Kreises Alssetb wegen her-- anztehung zu den Umlagen). Klage des Schornftemfegermeisters Gg. Keil zu Gießen gegen die Verfügung des Kreisamts Gießen' vom 21. April 1021.

<w t** ??eEinkommensteuer vom Jl r he113 lo h n wird in Zukunst bekanntlich 5um Teil nicht mehr veranlagt Sie gilt als getilgt, wenn der Lohnabzug porschiiftsmäßig bewirkt ist. Zur Vorbereitung dieser Neu«> rung hat der Reichsminister ber Finanzen eine Stundung der vorläufigen Einkommen­steuer vom Arbeitslohn für bas Rechnunas- jahr 1921 auch ohne Antrag nngrorbnrt. Es geschieht dies in voller höhe wenn bas Gi> famteinkommen nur aus Arbeitslohn besteh' und 24 000 Mk. nicht übersteigt Bei sonst, I gern Einkommen wird der Betrag gestundet der 10 Prozent des sonstigen Einkommens übersteigt. Ueberftcigt das Gesamteinkommen 24000 Mk., so werden 10 Prozent des Ar­beitslohns gestundet. Steuermarken für einen Arbeitslohn aus der Zeit nach dem 31. März werden auf die Steuer für das Rechnungs-

, jahr 1920 nicht mehr angerechnet, ebenso^

ne sich an nufere Geschäftsstelle Dir Bnnen ihnen keine Arbeit Nachspeisen Jeder Arbeits­lose erhält seine Unterstützung, nur der 2 XL'1 arbeitslose, aber arbeitswillige Stubeitt wird'' 8 cr,u<6cn-

nicht berücksichtigt helft uns, gebt uns Brot' Wir »vollen keine Almosen, wir wollen Arbeit! Dir wollen billig und dock sorgfältig arbeiten Unsere akademisch^ Jugend sühn ein Leben, das sie in kurzer Zeit dem Ruin nttgegenführen muß' Der Tuberkulose ist Tür und Dor geöffnet. Wenn hier röcht sofort geholfen wird, ist der Schaden nicht mehr gut $u machen. Un­

heil artri<toeien tcrftrrTKibnrr <ttui rtifen die r-tneitenben au-scim aber nn beiden cwswärr qon Kowp-i» it-nr c ridhtlidje Nachspiel wird nicht au.-

belwuvtrten btr Anaeklaatcu. ber Verbrecherrsche Zweck fei nicht aitdrttdrnb sestMcktrllt Das Reichs­gericht hielt icbodi die ,'eüitetlintgcu für ans- reidmb unv verwarf die Revision ckls

wenig die Beträge, die für einen Arbeitslohn I der Dohnuugsnvt die Sevgtbunq der arbeiten nach dieser Zeit einbehalten und abgeführt n?rfwyinmn --.» -

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