seine Gehilfin mtt £ruumteuterei, Äartenfplagen. Da es immer noch viele gibt von denen, die nicht alle teerten, Halle er zahlreiche Kundschaft. Er hat m seinem Geschäftsbuche nicht weniger tote 774 von den Ratsuchenten selbst eingetragene Adressen, auf Grund deren er für 5—10 Qllarf die Zukunft vorauSsaate. Wiederholt hatte man ihm den Betrieb verboten, er gibt £u, daß er an den Schwindel selbst nicht geglaubt hat, will aber auS Rot gehantelt haben.
Don Interesse ist, dah er in feinem Geschäftsbuch genaue Anweisungen für feine Gehilfin aufgeschrieben Halle, was sie zu den Kunden, je nach Alter, Geschlecht, Haarfarbe usw. zu sagen hatte. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und sofort In Haft genommen. Seine Gehilfin kam mit 9 Monaten davon.
Aus dem Amtsverkündigungsblati.
** DaS AmtSverfündigungsblatt Rr. 135 vom 20. September enthält: Waffen- gebrauch des Eisenbahnüberteachungsperfvnals. — Verkehr mit DerbrauchSzucker. — Wahl zum Mitglieterausfchuh der hefs.schen Dersxherungs- anslalt für gemeindliche ‘Beamte. — Heimschaffung ter russischen Kriegsgefangenen. — Straßen- spene. — Mitglieder des MieteinigungS- und Wohnungsamtes. — Viehseuchen. — Feldbereinigungen zu ©rünhigen, Langd und Lich. — Gefunden, verloren.
Die Sperrung ter KreiSstrahe »Garben- teich —Dors-Güll^ ist wieder aufgehoben Wörtern.
Die Ortsdurchfahrten Bellersheim, Dettenhausen uni> die freie Strecke .Dellersheim—Vettenhaufen" werden wegen Vornahme von Walzarbeiten auf die Dauer von 3 Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt-
3n ter Gemelttde Reuters ist die M a u l- und Klauenseuche ausgebrvchen. Die Gemarkung Reuters wird zum Sperrbezirk erklärt. Die vorläufigen Sicherheitsmaßnahmen sind an- geordnet. Die gespeisten Gehöfte find äußerlich kenntlich zu machen und gegen jeden Verkehr ftrena abzuspcrren. Zum Deobachtungsgebiet werden die Gemeinden Wal len rod und Maar erklärt. Das gesährtete Gebiet umfastt eine Zone von 15 Km. im Umkreis von Reuters. Der Kreis Lauterbach gilt damit wieder als verseucht.
Gefunden — verloren. In der Zeit vorn L—15. September wurden in Gießen gefunden. 1 Kinderportemonnaie mit Inhalt, eine Damenhandlasche mit Perlen bestickt 1 Kochtopf mtt einem 5-Marfschern. 1 teRiarkscycin, 1 Stück Dleirohr, 5 weite Herren kragen, 1 goldener Damenring mit Steinchen, 1 rot gestrichenes Guhrad von einer Maschine, 1 Dröschchen mit einem grünen Stein, 1 Paar braune Herrenhaicdichuhe, 1 silberne Brosche. 1 Kinde Handbeutel mit Portemonnaie und Taschentuch, 1 dunkelgrauer Herr-enrock; verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kinderjäckchen und 2 Lätzchen. 1 goldenes Kettenarmband mit Sicherheitskellchen, 1 Brieftasche mit Inhalt, 1 schwarzer Regenschirm, 1 nichtlederne Brieftasche mit 450 Rck Inhcilt, I braune Aktentasche, eine schwarze Leterbriestasche mit Inhalt 1 Damen- handtafche aus Schiidkrötenleter 1 schwarze Damen jucke, 1 Damen-Fuchspelz, fünfzig Mark in Papiergeld.
Vermischtes.
* Leistet die Technische Rvthilfe Streikbrecherarbeit? Zu dieser Frage liefert die »D o l k s st i m m e" in Magteburg eine bemerkenswerte Antwort, intern sie den Einsatz ter Technischen Rothilfe in Bud Elmen mit folgenden Sähen bespricht: .Durch die Arbeitsniederlegung ter Arbeiter ter staatlichen Saline ist auch Bad Elmen und der Bahnhof Gr.-Salze in Mitleidenschaft aezogen. Die unsinnigsten Gerüchte über die Technische Rothilfe, welche in Elmen zu den aller» notwendigsten Arbeiten eingesetzt ist, durchschwir- ren die Luft. Als dirette Streikbrecher werden die Leute angesehen. Man kann diese Ansicht vom Standpunkte ter streikenden Arbeiter Wohl verstehen, noch dazu, wenn von höheren Beamten des Werks in hetzerischer Weise gegenüber ter Arbeiterschaft erklärt wird, dah sie diese Technische Rothilse den Sozialdemokraten verdanken und nun den Schaden davon haben. Warum aber diese Einrichtung geschossen wurde, darüber schweigt man. Es geschah, weil zum Schaden ter Bevölkerung Wasser, Licht und Krankenbehand- 1 u n g eingestellt wurden. Da muhte eingegriffen werten, wenn nicht alles zugrunde gehen sollte. Rach genauen Informationen ist das auch in Salze-Glmen der Fall, denn es wird da nur der Betrieb aufrechterhalten, damit die Kranken und Kinder, die zur Heilung der Bäder bedürfen, nicht unter dem Streike leiten; aber Licht für Festlich- lichkeiten und für sonstige Deleuchtungszwecke wird dagegen nicht abgegeben. Da nun ter DahnhvfS- betrieb ebenfalls von ter Beleuchtung abhängig ist, wird natürlich auch dieser mit Licht gespeist. Im ganzen ist diese Rothilse nur dazu ba, um das Rötigste für Kranke und Kinder zur Heilung zu erhalten. Don direkter Streikt) recherarbell kann daher keine Rede fein.“
• A u Sgei r ockneter See. Der grvhe See in Veitshöchheim ist. wie aus Würzburg gemeldet w.rd, stlt einigen Tagen vollständig auSgetrochict, ein Mw.iS für die ungeheuere Trockenheit, die herrscht. Das letzte Mal ist er In den trockenen Jahren 1858/59 aus- getrocknet. In den bdben Jahren 1893 und 1911 war nur ein merklicher Rückgang des Wassers zu beobachten.
* G i n weiterer deutscher Dampfer von England zurückgekauft. Wie auS Hamburg gemeldet wird, hat die Hamburg-Ameri- fa-Cinie jetzt auch ihren Im Jahre 1905 erbauten und 6600 Tonnen grohen Dampfer .R u g l a" von England zurückgekauft. Der Dampfer ist, von Falmouth aus kommend, bn Hamburger Hafen ein- getroffen und wird nach Erledigung ter nötigen umfassenden Instandseyungsarbellen (auch dieser Dampfer ist während der Liegezeit In England stark vernachlässigt Worten) in ten Rordar.ierika- dienst Daltinwre-Doston wieder eingestellt werden.
* Älanteglbt dle Komödieaus. Der verhaftete Inhaber des .Wcttkvnzerns Klante" Max Klante war nach seiner Festsetzung Im Moabiter Untersuchungsgefängnis .in den Hungerstreik getreten“. R geblich wellte er dadurch ten Eindruct erwecken, tech er nicht ganz zurechnungsfähig IfL Eine Llntersuchung durch ten Gefängnisarzt Dr. Hirsch hat, lt. »Tgl. Rundsch.", jedoch keinerlei Anhalt für eine Geistesstörung ergeben, dagegen sind einige verhältnismäßig harmlose Rervenstörungen bei Klante feftgeftcllt worden.
Klonte hat daraufhin ten Hungerstreik auf- gegeben und sogar den Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Selbstbeköstigung gestellt und Urin sich sein Essen von jetzt ab von einer bekannten Weinhandlung bestelle». — Er hat eS dazu!
Handel.
Frankfurt a. M., 21. September. Berliner Dedisemuarkt.
Geld Brief Geld Brief
Datum: 19. Sept 20. Sept
ilmperbrnn-Katterd. 3181,803193,213306,653313,35 Brüssel-Antwerpen . 721,75 723,25 741,75 743,25 Thristiania 1296,20 1298,8)1318,65 1321,85 Kopenhagen 178 ,20 1786,801853,101866,90 Stockholm 2210,25 2214,75 2277,70 2282,80
tzelsingsor». .... 144,85 145,15 154,80 155,20 Italien 4z7,05 427,95 444,55 445,45 London 379,60 380,40 391,60 392,4» Neuyork 101,64 101,86 105,39 105,61 ‘Paris 739,75 735,25 749.25 750,75 Schweiz 1768,20 1771,80 1825,65 1829,35 Spanien 1333^5 1336^35 1373,601381,10 Wien (altes)..«,.
Deutsch-Oefterr. . . . 10,48 10,52 9,83 9,87
•Prag 12>,35 121,65 123,60 123, 0 Budapest 19,13 19,17 18^3 18,97
Bulgarien —
Konstantinopel. . . . —»— —
Markuotienmgen.
Für 100 deutsche Mark wurde» gezahlt.
Datum: 1.711. 19.9. 20.9.
Zürich . . . . fft 12», l) 5,35 5,47
Amsterdam Fl. 59,2) 3,09 2,98
Kopenhagen ....... Kr. 83,3) 5,75 5,50
•Prag Kr. 117,1) 83 75
Stockholm Kr. 83,8) 4.60 4 50
Wien ... Är 117,33 1547,-
London Sh. 97,3) 5 12 5,21
Varis...........Fr 125.1) 13.75 13.36
Neutzork..........I 23Z) 0,97 -,93
Züricher Devifenmarkt.
20.9. 21.9»
Wechsel auf Schweizer Franken
Holland 100 * 183.- 183.25
Deutschland 100 in - 6.45 5.35
toten 100 Kr. ■ 0.55 0-52$
Prag 100 Ar. an 6.90 6 85
Paris 100 Fr. - 41.- 40.60
stoadon 1 jB = 2L35 21.68
Italien * 100 ß. — 24^5 24.20
Brüssel 100 Fr. « 40.70 40 60
Budapest 100 Ar. • 1.05 0.95
Neuyork 100 1 = 582-- 581 -
Agram. ....... 100 Ar. an 2 50 2^0
Bukarest 100 ß. = 5-70 5.30
(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Zur Aushebung der „Sanktionen*.
London. 20. Sept. (WTB.) Die .TimeS" meldet auS Brüssel: Die Miierlen Haden Deutschland dorgcschl gen, die li.terall.irrte ZvMomnu»- sion durch eine Körperschaft zu ersetzen, die ihren Sitz in Koblenz habe und Ne, ohne irgend ein Veto über die Sin- und Ausfuhr auSzuüden, den Handel überwachen dürste, um ihn
vor systematischem Boykott zu schützen. Die Kdrpev- schäft werte nicht in ten Hantel eingreifen, untt man erwartet, das) die deutsche Regierung dies« Verbesserung teS augenblicklichen Systems zur Aufhebung der .Sanktionen" annehmen werte
Blutige Zusammenstöße in Stettin.
Berlin, 20. Sept. Blättermeldungen auS Stettin zufolge kam es dort am Sonntag gelegentlich einer Fahnenweihe des Vereins ehemaliger Pioniere zu blutigen Zusammenstößen. Die Mitglieder des Vereins wurden von einer großen Menschenmenge belästigt und zum Teil mißhandelt. Ein Veteran erhielt einen Messerstich und muhte ins Krankenhaus geschafft werden. Die Polizei zerstreute schließlich die Menge. Auch art anderen Stellen kam es zu Zusammenstößen und Mißhandlungen von Veteranen. .
A.lammachncht über Ungarn.
Paris, 20. Sept. (WTB.) Rach einem Londoner Telegramm des .Excelsior" ist in London die Rachricht eingetrofsen, daß die unaarische Ro- gierung dabei sei, in aller Heimlichkeit teeMobl - lisierung der Armee durchzuführen. In mehreren Gegenden Ungarn^ seien bereits die MarschordreS auSgegeben worden.
Budapest, 20. Sept. (WTB.) Ungarisches Korrespvntenzbureau. Serbische Streitkräfte drangen in das ungarische Komitat Darairy ein und entwaffneten und verschleppten beiSikloSeineungarischePatrouille
Der Streik in Rordsraukielch»
Par i», 20. Sept. (WTB.) Wie Hava« an» Rvubais meldet, haben die Arbeiter des Das- serdiensteS die Arbeit wieder ausgenommen. Die StraßenbahnanaesteUten werden sich heute über ihre weitere Haltung schlüssig werten. QKan glaubt, daß sie die Arbeit morgen wieder aufnehmen.
Deschlagnahme eines llasfischen Gemäldes.
Berlin, 20. Sept. Der .Lokalanz." berichtet auS Hamburg: In einer hiesigen Wirtschaft wurde ein Gemälde von Eorregio beschlagnahmt» welches von deutschen Soldaten ohne Kenntnis seines Wertes von (Sambral nach Deutschland mitgenommen und für geringes Geld an einen Hamburger Wirt verkauft Worten war. Ein Mitglied ter Interalliierten Kommis Ion veranlaßte die Beschlagnahme teS Gemäldes.
Die Washingtoner Konferenz.
DariS, 20. Scpt. (WTB.) Reuter erfährt, daß die japanische Regierung wie auch die anderen a(liierten Regierungen von Wajhing- ton eine kurze Rote erhielt, die in grrßen Umrissen von allgemeinen Wendungen den Entwurf ter Tagesordnung ter Washingtoner Konferenz enthält. D.s setzt wurde noch keine Antwort adgesandt, da die Aufmerksamleit ter japanischen Minister noch mit der Prüfung der japanischen Rote beschäftigt ist. Wan ist sicher, daß die japani che Regierung kein Ersuchen um genauere Einzelheiten enthalten wirb. BIS jetzt wurde noch kein japanischer Vertreter für die Konferenz ernannt
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