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Zweites Blati

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

Zretiag, 2. Januar 1921

ßanld.

7,75

117 98 1098.

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649,15

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Berlin

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Züricher £anfcnmtirft.

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aus Westfalen stamme unö die Verhältnisse in

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40V6 405,40 1001, 51003,55

850,45

13,02

243,25 64,43

884,50 804,50 640,-

182,00 191,-

100 stfl.

100 Mil.

100 «r.

100 ftr.

439,-

314,50

L Le.

20.1.

77,60

12,07 1,45 1CV27

19.1.

9,95

4.70

123 25

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20. 1.

Schweizer

2 i 3,75 64,57

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10.35

1.15

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41.45 24 10 23 75 40 50

1 075 639 -

Börsenkurse. Frankfurt

21. L Franken

212.-

10.»

12,98

80,80 li,IG

66,50 5 h - 315,- 287,-

219,76

231,75

61,18

397,10 959,- 803,15

11,98 0,20

10,23

494,K 510,- 618,- 289,75

73.90 419,60

. . . 97,80 . 125,40 . . - 23,80

Märkte.

Fe. = £

L =

Ar.

Ar.

Ar.

350,- 367,- 497,- 335, 284,- 510, 555,-

445,- 310,- 258,- 479,- 291,-

Wechsel tnf:

Aolanb DeuffchlaMtz.....

Biei ........ Prag

Paris ....... '2on6ax........

5.allen Griffel........

siadapest.......

llew.yort......

Igrae .......

30, . Bwil

18» L 77,50

Datum:

Amsterdam. Rotterd. Drüssel-Antwerpen . Thristianta Kopenhagen Stockholm Helstngfors Italien London New. Port Paris Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

rikfttxrri. Dir Börie r.-r -7- -rqangm auf biff em fmmadm zu wollen und fdrnhr der Tat- Wrf* m<trr Beachtung, daß da- Prirntpublikum trotz aller odxtxmEungcn und Rückgänge sich au5 seinem be»chllen Besitz ntdü hevausdrLngen läßt, wunern die ocroidrncn Zdurse eher »u erneuten An- prüfen benutzt. Tie fBörfenfpehilahxyn nahm daher in ziemlich MlSgchcchntem Mähe Deckungen tror.

625, 272.

8 30 41.75 24.08 22.70 43.75

LIO 639 -

Zeichnungen. Zur Zeit erscheinen 1Tntuntalmarh erne große Anzahl von Emis- 'wnen für Schuldverichreibungen und Dbli- gatronen: 5pro-. Krupp-Obligationen. 4V»vro ^entige Bayer. Dasferkrafttoerke-Schuldver' chreibungen, äprvz. Eoblen^r Straßenbahn ^o^t.natwnen, bte fämtlui) zur Zeichnung beim vennchen Bankverein hier aniliegen. Siehe Anzeigen teil.)

, . ® c I i n, 20. Jan. BörsenstimmungS- bxlö. Nach der gestrigen krä trien Erho^ma trat H7ute am TemsennUirTt infolge erneutrr Besserung x>jLrJ^U!,or®rT ^äT * !T*>5 wiederum ein 'charfrr Äckschag etn, der im Bormittogsverfehr die De- rymbirx ganz beträchtlich schrnt sich aber von den

220,26 332.25

61.32 397,90 966, 810,86

2.38

24,75

1,62

Imfterbam. Kopenhagen Prag. . . . Stockholm . Wten . . . . Uonbon. .. Paris .. . New-Porii

0 5Tuen rot, 19. Jan. Eine begehrte Ar­beit war für diesen Winter das Solzmachen. Früher bildeten sich nur wenize Rotten, jeyi waren es über ein Tu-end mit starker Mannschaft. Jn- wlgedes-en wird die festgesetzte Menge an Brennholz eher erreich, wie im vorigen' Ja^e. Der Tagelc-Hn für das Voljmachen beiLust sich wohl auf 25 bis

Bad-Nauheim. Hupfelds

Kurpark-Casino, Diele. Bar, Weinstuben und, Hotel auch im Winter in vollem ßctrirb.

ShirfnstkrnntnL

JHr 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

30. L

10 42

4 72

8,bl

Geld Brief Geld Brief

Datum. 1.7.14. 125.10

...... 59 20 .......88,83

.......117 89 88.80

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x-------ch einsetzen für

die Ausrechterdastiri'-a und TWiguna 1 einer errooD» denen Reckte gemätz den jäh r bunte "le' <ri gen Tra­ditionen Bezüglich Rußlands we d dos nm Kabinett dem Volke weite LxrndelSsrerh it gestatten, aber nicht die politischen Beziehungen mit der Sowiriregierung wieder aufnehmen.

19. Ian. 20. Jan.

2U1,P6 2116,15 2017 95 2022 06 425/5 426,45 418,56 41945

1123,90 1126,15 1119,85 1122*15 1161,06 1166,96 1148/5 1151*15 1378,60 1381 40 1314,65 1317*35

201,76 20 ,26 190J<0 190,70 »25,75 226,3- -----

MM

teil *we

Die DiedergutmachunsSfmge.

Paris. 19. Jan. (DDB > Laut ..Petit Pari- sien" ist Marschall Dilson gestern abend in Paris eingetrofsen. angeblich zu einer Beratung mit der RevarattonSkvmmission.

Obei^chlefim.

Berlin, 19 Jan. ^WTB.1 Die deutsche Regierung hat gegen die von der interallrrertat .Kommission in Oppeln eriaffenen Vorschriften für die Abstimmung in Oberschlesien bei der Botschafterkonsevem und den Regierungen ni Paris, London und Rom ringe benb begründeten Einspruch erhoben Die Rote schließt: Die deutsche Regierung kann die Borschriften für die Ab­stimmung" nicht als Grundlage für die Volksab­stimmung in Oberschlesien im Sinne des Friedens- Vertrages anerfiernint Sie bittet, daraus hinzu- wirken, daß sie einer Revision unterzogen werden.

Eine .(MnZwrtrnööÖie.

BreSlau, 19. Jan sWTB 1 Heute nach­mittag sollten in der Volksschule in der Kl et schau er Straße Schulkinder einem Vortrag Don Märchen folgen Etwa 1500 fcrnber fanden sich schon längere Zeit vor Beginn de4 Vortrages in der Schule ent. Sie begannen sich in den stell er, wo der Vortraa staltfinden sollte, ertfrubrän-ien, um die besten Pläye iu bekommen Eine Aussicht war nicht anwesend Bei dem Gedränge kam es zu einem furchtbaren Durchri'.ander, wobei 5 Kin­der getötet und 20 verletzt wurden.

SufflNbr AngriffSplöne?

Stockholm, 20. Jan. (WTB.l Wie die ..Agence Rust Union" aus Helstngfors meldet, zog die Sowjetregierung die 7. und die 15. Rote Arm« an der polnischen Grenze zu­sammen In nächster Zeit sollen noch acht sta- valleriedivrsionen und viel Artillerie an der Grenze an kommen Der Generalstab habe einen An - grtftSvlan auSg^ari»ritet, der eine Ofensioe vt der Richtung auf SchaulenWilna vorsieht.

Der ^entralmnerikanische Bund.

Paris, 20. Jan. sWTB.« Rach einer 9J?cI» inntp aus Eostarico wurde in San Jose gestern das Abkommen über den zentralamerika­nischen Bund durch die Bevollmächtigten von Eostarico. Guatemala Honduras, Nicaragua unb San Salvador unterzeichnet

Hess i sches Landestbeater ... Darmstadt. Kvsimrr Ed schm io hat soeben

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'fluincarb.. biti* M-lMarstktr. r. 8ea'lrB..Bl|di-

ii iFu, in, fflii nflv lünnfrJL * Ml. Mmi r!7! >» verkauf.

Teutsck'Lrnb gegenüber enQrirfjie sich de? B ibehab» tung der aus oen Schliach>tteL?rn flrrefhgiet Al­liancen. Dies sei bricht roentger nötig, um die Beständigkeit der auswärtigen Politik zu sichern. Im Orient werde sich

Rill,»16 fei} M

Datum: 5 e'6 Deut Knegsanl. 4 °/0 Deut Reichsanl. 3"', Deut Beichsanl. 4 ®/e Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Treditbank. H.. Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.« Luxemb. Berg». Gelseukirch. Dergw. . Harpener Bergvau . Oberschi Lisenb.'B. . Oberschles. Lisenind. . Phönix-Bergb Akt . Bad. Anilin- u Soda Höchster Farbwerke. (Elektr. A. L. G. . . . Schuckeru Werke . . Jetten- Guilleaume . Daim.er . Bud.- Lisenw.- Aks . Adlerwerke 4'/.Hess Staatsanl. . Llecrron Grtesheim .

-------- ----- w__---.^'französische Abkommen über Erstattung der von Elsaß-Loth- ringen geleisteten Kri-gsausgaben.

Das HauS tritt nunmehr in die gestern unter­brochene Debatte über den Antrag der Unab­hängigen wegen der Außerkrastsetzung deS bayeri­schen Ausnahmeparagraphen ein.

Frankfurt a. M., 21. Jan. Börsen- st t m m u n g S b i l d. Heute schien die Spekulation sowie auch daS Privatpublikum kauflustig zu sein, denn b:e an der Mit'.agsbörse erzielten EurSauf- besterungen konnten sich an der Abendbörse nicht nur gut behaupten, sondern eS stellten sich für verschiedene Spezialpapiere erneute Erhöhungen rin. So konnten unter den Montanaktien Horvener, Rhrinstahl mehrere Prozmt anziehen, auch Gelsen- nrck>en und Oberbedars fester. Die im freien Ver­kehr gehandelten Jndustr epapiere vermochten ihre 5kurse zu verbessern. Besonders lebhaft gehandelt wurden wieder Benz-Aktien 268270, Deutsche Maschinen 350356. Rastatter Waggon 455, ^eut5*e Petroleum 2025. Regere Kauflust bc- Kmd fjir Kabriwerie Voltohm. Maschf. .starlsrulx, 8ert|tüff WjafffnbuT« Hanfwerk Füssen, Farb­werk Müblhrim. Elektrvpapiere vorwiegend fester, Bergmann bl eben gesrrcht. Chemische Albert 660

BezugSrecht büfuet 9 Pro- ein. Spiegel und Spiegelglas. Fränkische Schuhfabrik konnten sich bricsttgen. Oesterr. Creditanstalt lagen im Angebot ( 3Vr Pn^.). Lebhaft wurden Daimler Motoren gekxrndelt sie stiegen 8^/- Proz. Der Schluß ge­staltete sich fest, Auslandspapiere lagen ruhig aber ziemlich paetibaltenb.

yranksnrt a M., 19. Jan. Berliner Devisenmarkt.

das Schauspiel e a n" snach Dumas vollendet und bat es zur Urauffütrnn-g die in Kürze statt­findet. dem Hessischen 2anbe5.tra.tr in Darmstadt übetw ben.

st». Hanau, 19. Jan Im Auftrage der- nrifcb«ermanischei Kommission hat brr bekannte Frankfurter Aochäolosr Poos Dr. Gooro Wolff ar:f dem Salisberye ein römisches ika stell- bad ftrigdegt.

Vavern gar nicht genügend Baute. Die für die Beibehaltung des Ausnahmezustandes brigebrachten

Gründe w ll bet Redner als irgendwie stichhaltio i iuu vu= » Nicht anerkennen. Unter Bas all der Rechten stellt 30 Start

Der Entwurf wird nunmchr in r zweiter Lesung angenommen, desglei Gesetzentwurf betreffend das deutsch-fr

ptt;^ MZ E?'*ä

Detiffd><r Kcicbsta^

Berlin, 20. Jan. 1921.

Ter Pr^dent eröftnet die SiM^y irtr.ag4 1 UH)L Hao- xef) Tribünen sind Beginn bei Sitzrcnq tarr schwach besucht Am TJtütÜta±fd>: Reübsnnanzmiin>ut Tr Wirth.

Tie Interpellation über die Vorgänge tn Cber- Idjleften wrä rav der Erklärnng eines Äcyrenmg?» Vertreters, die I terpella ion werde tmerhalb der gesetzmähtgen Frist brritwortri unten, einstweilen edgeletzt.

Ta-3 Haus wendet sich bann dem Entnmn über die vorlrusige Regelung deS IieichSlxru Shalt - tu, bet *bent die Teuerungszulagen für die Beam­ten den Hauvkantzeil bilden.

Abg. Plettner rikommun st) wirft der MshtchertSfozinDemokratie vor. daß ftc rt trr Frage der Beamte. bloDung Verscblepru gS-o'ittk treibe, weil ftc m ben konkreten Ferien nicht Stellung rrinnen roolc. (Lesthaste Proteste bei den Mchr- heitSfoiialdemokvaten.) Mit den Abschlags tct sei nichts getan. Nur eine gründliche Ge­halts reform könne heften.

2lbg. B r e u n i g (UEP ) gibt namens ferner Fraktum die Erklärung ab, datz sie eS iblehne, mit neuen Forderungen setzt hervorzririeten, weil dte gewerlschaEtlichen Organisatronen sich sestgelegr haben.

Damit schließt die erste Beratimg.

Ter Gesctzentwuri wegen der Urberie-timg der Rechtspflege der Krieise Euren und Molmcdy wert bebattrlos m allen drei Lesungen angenommen

Zum Gesetzentwurf brireftend den OpttonS^ vertrag zwischen dem Teutsckten Reick« und Danzig Wirt Tlbg. Schul z-Brombe-g (Dt ch tl.) 5Ta^f Über die Behandlung der Deutschen Ov an ton durch btt Polen. T4e Schaffung einer bcutfdien Op- ttonsbechorde |et dringend nötig.

Abg v. Jfom n i tz lDtsch. Bphofft, daß mög­lich^ wenig Danziger von dem Oprionsrecht Gc- bvauch machet, werden, sondern es Vorgehen, Deutsche zu bleiben.

Rach enter kurzen Au sei nanderietzung mit zwei RegierunaSve7ttet.'rn stellt Abg. Schul»-B om­bern (Ttichntl.) rwchmals die dringende Rotwen- digkrit einer sofortigen Einrichtung der Options- bckhörde fest, da uns sonst 160000 WaAstimmen verloren gehen dürften

«m. 6wn W. daß eS oh« ÄÜrxnttf<t<ft "'5>t bat Harfen Ruck nach rechts h Barem ge jenen hatte. Dte Schuld hieran mißt er br jemget ^Il^siischer Auriu'tzung der rotr: chattlichen Berhältnch< tX5 Blaue vom Hftnme »ahntet oeriorechen Aber auch it* ®arteten Irr mußten sich eint scharfe j^uhf ihres Ber- .gefallai Lei en das rm: an äer Erregung l«t»ld trage. Sir haben alle Ur'adx.

io Ktl e^ber Srtxirr. brs llürecht gut zu mache.«, das fett Monaten auf dem bayerischen B 'e lastet. <llt vor kurzem sogar tn Sünoestüfrii-' V- Aus- iiahmeztlstan) aufgehoben worden, so sollte dies )och auch schiennlgst tn Sayern gescheh, lönnen

dlbg. U" t e rleitner (IkSP /fügt den vteren <-mzecheilrn, die von den Gegnern d s Ausnachme- iuiuznbti Ktian vor geb-acht worden sind eine Reste weiterer hinzu. Er ficht in dem Ausnahmezustand ->ur ernt politische Maßnahme $u: Std)erte:iM* Jung der Motarchic. Unsere Forderung nach Aus- .,icbimg des Aus nahm cZuurrndech sagte er. tit feine Partei achc, sondern eine wzialistiiche Iorterung unb auch erne solche der bürgerlichen Temokrane Tie Ätellungnahme der RrickiSreDerung Bayern gegenüber bezeichnet dar Redner a.4 eine SckLev- paiträgerer. Lowcchl die bayr.ische Regr.-rung als auch die Äricf^regi^rung wüßten ganz g-it, iatz in Bayern die Sicherch.ii der Peroir ur.b des Eigentums durchaus auch ohne AuS.ahm zristand gewährleistet ist. Gegen dir Schutz a t pc..t man tn Bayern au^erordenllich rigoros vor Sogar tue Entlassung Schverk anker wurde abgrich-.t lStür- mische Pfuirufe auf der iugerftei 2inten, Gegen- rufe rechts. Ter Abg. Ledebour gcht erregt gest-.- kulierend auf die Rechte yi.) Naci» mehr als zwer- stünd:gen Ausssthrungm fordert b:r Redner ien Reichstag auf, dte Errmtgensck>a rin der Republik zu wahren urtd gegenüber der bayerischen Re­gierung erchlick» ein PLachlwort zu sp echeir. (Bei­fall links. Zischen rechts und in der Mitte.)

Vizepräsident Dr. Dietrich rügt an Hand deS Stenogramms die während der Ausführungen Unterlcitnerd gegenüber dem Vertreter der baye- rischen Rogtenmg ^cfalfenm Zurufe wie Ver­brecher usw. Desgleichen werde t die Abgeordneten Zedebour und Untrrieitner roexn beleidigender Aeußerungen gegenüber Mitgliedern des Hauses und deS bayerischen Mvrtsterprä,identen zur Drt^ nung gerufen.

Unter laulloser Stille deS Hauses ergriff

2lbg. Dr. Spahn (Ztr.) das Wort. Wenn erwogen wird, daß die Bersasfung erla fen ist, um befolat zu werden, auch von den nichtbcamteten Reicks an gehörigen lSehr gut und Hellerkeit), so wird man die Ausnahmen«ßnahme gegen die ReichSangehörigen, die den Umsturz der Verfassung mm Ziel ihrer politischen Tätigk.-it gemacht haben, nicht für übertrieben ansehen können. Die Maß­nahme« gegen den Einzelnen sind immer vorüber- tehend. Dauernd ist nur der ungesunde Zustcmd der Bekämpfung der Verfassung. Ob in Bayern der Kommunismus nmhnmt oder abnimmt, ent­zieht sich unserer Prüfung; das untersteht dem Urteil der Landesregierung. Artikel 48 der Reichs- Verfassung ist das vorge^hene Gesetz, nicht erlassen iit eine lex imp-riecta. Seine Handhalmng ist dadurch in die Hände des Reichspräsidenten und der 2anbe6regrnLngen gelegt. SH Reichspräsident hat, wie wir hören, der bayerischen Verordnung moestimmt. Bon einem Beriassunc^kmuch kann nicht die Rüde fein. Als dauernde Maftnahme ist die Verordnung nicht gewollt. Der Ausnahme­zustand soll aufrecht erha'ten bleiben nur solange die Gefährdung dauert. Denre"tsprechend ist b'ab- fichtigt, die Gen-Hmigungspflicht der Versamm­lungen ein zu schränken. Es wird zu prüfen sein, ob noch die eine ober andere einstwrilige Maß­nahme aufgehoben werden karm. -Ob der Aus­nahmezustand in Bayern nicht mehr neredftfertiat ist, ist von hier ans schwer zu entschnden. Die bayerische Regierung und der Reichspräsident sind in einer schwierigen Lage. Nachriem eine sozial­demokratische Regrinmg die Mastnahme beschlossen hat, und »war nicht als einstweilig, sondern als dauernde, letzt sich die gegenwärtige Reylenrng etnrr schweren Verantwortimq aus, wenn sie sie auf» beben würde Im übrig-n kann man nur der Er klänmg deS Reichsministers Ooch beitreten daß er mcht mit rauher Harrd in die politischen Angeleeerrheitett der Länder emgreifen will. Deutschland brainfit Ruhe, mich die deutsche Ar­beiterwelt. nicht bloß mit Rücksicht auf die inneren Verhältnisse, sondern auch nraen unserer auswärti­gen Bezfebung-n. Die bayerische Maß"ahm^ dient der Beruhüpmg. D^r werden dem A77trug nicht zu- stirnm-n. lLebhaster Beffall im Zentrum.'l

Abg Thomas .rreift die baperifche Re- ffiennvr auf das Mta^r an und wendet sich, nanwntsich avgen die Vvll-sgrrichcke, de-en Tätig- keft sich nur argen politische Verbreche^ richte, wMrend fWJrir und Plünderer unaeOraft f-rn Lande inrtherfiefen. Die HrteiTe dr Vollstench*e feien trief <a hart 12 Jahve Z'sckrbans für wolri rifck» Verbrechen «em Trine Sek Dendrit Rrinnn schildert auSff'ch^ich die BechanV'mn he*- vofffftchen Gegangenen in «avern und ruft hafcrnrii hm leb­haften Protest der bnperi «chen bidvgnriiche-' Abge­ordnete^ hervor D4 Rrinv-r br llebnch-.d^'nn eines Stmmnuiuffen namens Hepp txm Afchrstrn- burg nach Wümh-mn m Serien frfnTbert und tim als einen niHgai Mann bmchckavn. ertönt schal­lende Heib-rieit noch- Re>rn vrb-t ffch nffolae der tztchllo^en ironifchen Zurufe des Hanfes in immer größere Ervxpma hrrrin und ist nftlfeß- Ittfi vollständig Heister, als er ferne IV.ftinrbigrn AuSfÄirungen beendet

Abg. Simon' Schwaben (6.): Wir Sozial­demokraten sind der AuNMsung. daß der Art. 48 der Reichsperfassung twrwendig ist, daß aber bei Ausnahmezustand unter fernen Umständen zu einer dauernden Einrichtung werden darf. Der Redner polemisiert dann scharf gegen bat Abgeordneten Stratbmann, der einer der groß'en Kriegshetzer

Als der Präsident dem Abg. Emminger (Banr. Vp.) das Wort au einer persönlichen Be­merkung erteilt, wiederholen sich die lärmenden Kundgebungen der äußersten Linken Es wird ge rufen: Wo bleibt die baycrische Mgiertmg?! Der Angeklagte hat daS Wort, der Sch'windelonwalt.')

Vizepräsident Dr T i e t r ich crsuck>t die Ab­geordneten, sich vom Tisch des Hauses zu entfernen und dte (airtat Zwischenruse $u unterlassen. Als endlich Ruhe ringetretai ist, erklärt

Abg Emminger lBaiir. Vp.), er habe sich keineswegs, wie Abg Simon behauptete, nach der Revolution itts Mauselock^ Dcrftodxn, sondern so­fort nach seiner Rückkehr aus dem Jelde'in großen öffentlichen Versammlungen die Regierung Eisnin und die Revolution bekämpft.

Abg. Simon bleibt batet, daß der Abg. Em­minger mit seinem persönlichen Mut erst bann hervorgetreten sei, als die nötige Rückritdeckung vorhanden war.

Abg. Emminger erwidert, daß er am 8.11. 1918 vom Soldatenrat in Augsburg aufgeforbert wurde, sich zur Vereidigung auf die neue äirgierung einzufinden. Im Gegensatz zu vielen hundert an» beten habe er es aber abgriehnt. s)fterwlllig gehe er nicht, um sich auf die neue Regierung zu ver­pflichten.

Vizepräsident Dietrich sch'ägt vor, die Abstim­mung über den Antrag der Unabhäwngen aus Auf­hebung des Ausnahmezustandes in Bayern erst am Freitag vorzlunechmen.

Nachdem aber Abg. ßebebout namentliche Abstimmung beantragt hat, findet die,er Ainring btc nötige Unterstützung, eritebt Abg. Rießer Wider- spruch gegen den Vorschlag des Vizepräsidenten. Es findet daher sofort die namentliche Abstimmung statt, an der sich 305 Abgeordnete beteiligen. Ter Antrag wird mit 181 Stimmen gegen 124 Stim­men der Sozialdemokraten, Unabhängigen und Kommunisten abgeUchnt. Tas Ergebnis wird mit lebhaftem Beifall auf der Rechten und lauten Pfui- rufnt auf der Linken auf genommen. Es folgt noch die zweite Lesung des Entwurfes über einen meu­teren Notetat für 1920 mit B^»ug auf die Er­höhung der Boamtenteueenngszulagen, verbunden mit der Etttschlreßung des Ausschisfes auf beschleu­nigte Erledigung des Orrsllas'engesetzes imb zweck­entsprechende Einreihung der einzelnen Orte.

Nachdem Abg. P l a 11 n e r "oftmals feine bei *ber ersten Lcftrng vergeb achten sch wiederhol! hatte, stellte er enteil Enoett rungvantoag, die Pro­zentsätze bei den Teuerungs^llagen zu erhöben.

Abg. Breun ig (USP.) betont, der Antrag der Kommunisten nehme die ursprüngliche Forde­rung der Eisenbahner wieder auf. Seine Partei werde dem zu stimmen.

Der Antrag der Kommunisten torrb abgclehnt, der Entwurf selbst in zweiter Lesung in der Aus- schußfasfung angenommen. Der Antrag des Reichs­rats auf Einfügung eines 8 3 in das Gesetz ein­stimmig abgelehnt.

Morgen 1 Uhr: Anfragen, Interpellationen über Amnestieg-setz, den Flensburger Fall und die Beziehungen zu Sowjetrußland.

Schluß 7V, Uhr.

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18.1. 77,50 67,50 64, - 64,38 182,50 324,- 246,- 219,- 202,50 182,- 188,- 191,- 480,25 342*) 156,50 452,- 329^0 281,- 604,- ö42,- 42C,- 103,- 250,26 465,50 286, 620,- 2 2,- 77» 445,-

%rantturttr Schlacht- und Vichmarkt. , tf/anMutta. SR , 20. Jan. Der heutige Markt zeigte einen Zutrieb von 4 Cd>- len, st Bullen,^13 Färsen und stühen, 270 &an,c^n' 270 Schafen und 306 Schivernen. Der Kälbermarkt war gedrückt. Der Schaf­markt verlief flott. Auf dem Sckitveinemarkl entwickelte sich daS Geschäft langsam und flau, es verblieb em Ueberstand. ES wurden notieri für einen Zentner Lebendgewicht für Käl­ber : feinste Mastkälber 9501000 Mark, mittlere Mast- und beste Saugkälber 800 bi« 900 Mk., geringere Mast- und gute Saugkäl- ber 700 800 Mk.: Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 750800 Mk., geringere Masthämmel und Schafe 600 700 Mk.: Schweine: vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kilogramm 1300- 150081?r., vollflei- schtgeSchweine unter 80 Kilogramm 1000 dir 1200 Mk, vollfleischige Schiveine von 100 bi- 150 Kilogramm 14001500 Mk.

(In einem teil der Auslage wiederholt.)

Das französische Regicrungsprogramm,

Par,-, 20 Jan (WDD.) HavaS erfäfyrt w dem Inhalt der Regierungserklärung, t«r heute in der Kammer abgegeben wird, felgen» des: Tie Erklärung wird ba.t'.igii, aut "iixIztxT Grund läge und jnt welchem grauen Zweck teS stlabmett gebildet umebe, das sich stützen rmrb auf eine breite republi Mrische Mehrheit, dir fest^ält an bat VerßffsungSeinrichtnngrn unb aitidkoifctt ine bezüglichen Gesetze zur Geittmy zu bmrgen. Die nrilige Mitwirkung imb btr Disziplin dieser M<chrheit ist unerlässlich, werrn nun sckmell zur Turchffkhrmig der von der Demoknatte verstr-g- ten sozialen Reformen ge.'a gen will. T« Regierung wist daS ParlaTnent rinlafen. sich mit ihr zu vereinigen, um bezüglich der Arbeiterklasse eme Politik deS Vertvauens un5 der ^ufammen* arbeit in Ordnung und Gesetz näßgnt ju ver­wirklichen. Ern Llbsch ttt der fRent'-. ib'a.Vrnärunff beferßt sich mit der militärischen Lage, ein anbecer mit den von Deutschland geschul­deten Reparationen. GS müste etn unv» fang reiches WirtschnftS'arrierm g>Sp ograinm au> geftchrt und Anstrengungen grmn>1*t werden, Um de AnSgcchen den Einnahmen des Budgets an tu Wien. Anderseits wird die Regierung, bfe die Wieder- Herstellung der verwüsteten Gebiete zu bridirumgen tvachtel, sich dchür einsetzen, txm Teutschland bic Ausführung deS FriedenSvert rageS zu verlangen, ohne auf die Wcroal t zu- rückzugreifen, roenn Teurich'a b sich »meigr zeige, ferne Berpslickitungen sowohl hin>i chtttch der Entwafftnrny wie hinsichtlich der Bezaü>lung der von ihm Venxrfadtai SckxDen inne'Volten.

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(Btbättbn ,u 400 am brdao k ie, mdfllidj'l flreit nt, mh TJflficrtrah PSJoro blIRnOöqrn len. (Hanen liW muh bi» 7 fllmmrt i. SMnfimionniitt »iinn. Lchriiilkln' mli Preis uni.l«^ i_fflen. Anzeiger. ig).6imröi iber a»t erbali. »a Pf. Au»'. W M-

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inrtcr irren Einfluß bre Denden z sich dorchueg fest ^''Wr" geringen 3u.nalmen abgefrbm, cr- J ' :r ffur^fbanb für die fschrenden Papiere *# n:n 10 bis 15 Prozent Hösch stiegen an- ' chrimsche Dvaunboblen 24, Goldschmidt ,**rD.'rfe 32 Proz^mt Außerdem vermochten acn und Iproz. Reickrianleihe ihren KitrS- stmw aufzubessern. Im Verlaufe traten bann ^ir^cmkunqenein. Einzelne wenige Papiere büßten non ihren (yennnnen etwas ein, andre, und zwar rne wie z. B. Harpener, ManneSmcmn,

Pbömr, Rbcknstahl, Goldschmü>t, Tamsch-Ueberiee, Larmler, Deutsche Waffen und Ovenstein und ,<Fot> b-l. erzrelten weitere zum Teil ansehnlicte Stei- rtynmgnt. Tas Geschäft war aber mit geringen Aufnahmen nicht besonders lebhaft. Auch in den zu Einh?ftskursen gehandelten Jndustriepapieren überwogen die Kaufaufträge des Publikums.

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Abend- 1-Uhr- Schluß- Anranq-- -urs Kurs Kurs KurS

20. i. 77,50 67,75 66,50 65,-

114,50 320,-

245,60 221,-

202,50 181.50

194, 195,50 495,- 354^0

361,50 504,-

312.50 288,75

614, 549,-