Ausgabe 
20.6.1921
 
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beii deutschen Volke daS alte Recht gewährt, und indem ihr am Rhein freie deutsche Män­ner in Handel und Wandel wieder über den Rhein ziehen läßt. (Beifall.). Der Wiederauf­bau ist keine Arbeit nur für ein Volk, der Wie- .deraufbau ist das Merk der ganzen gesitteten Welt.

; Wir vertrauen auf unser Recht, wir Der» trauen auf den Glauben, daß nach Trübsal tund Arbeit die Welt für den Gedanken oes Rechts wieder zu gewinnen sein wird. Gewiß lwollen wir dann und wann an den Gräbern Unserer gefallenen Brüder im Gebet nieder­sinken, wollen ihrer gedenken und den Der- (tränten Lorbeer auf das Grab legen. Aber Harrn wieder aufsbehen, dann wieder vor- .wärtS gehen, weil es sein muß, über jene Heldengräber hinwea vorwärts und auf­wärts, so Gott will, wieder einmal dem Licht, wieder einmal der Freiheit im demo- vmtischen Deutschland entgegen! (Lebhafter anhaltender Beifall.)

Die tage in Gberschlesien.

Ratibor, 18. Juni. (Wolfs.) Der Kom­mandant der Zone Ratibor-Eosel- Krappitz, Oberst S a l v i o n i, gibt be­gannt : In allen auf dem rechten Oderuser tiegenden Dörfern des Kreises Ratibor sollen Ortswehren gebildet werden, mit deren Einrichtung der Kreiskontrolleur von Rati- hoc, Major Jvrea, beauftragt ist. Die Be­waffnung der Ortswehren besteht nur aus Revolvern und Pistolen: alle son­stigen Waffen sind an die Gemeindevorsteher tibzugeben, welche sie den interalliierten Be­satzungstruppen in Redza und Lubom ab- Auliefern haben. Zuwiderhandelnde werden vor das S-o n de r g e r i ch t in Ratibor ge­stellt. Der Verkehr auf den Straßen ist von 9 Uhr abends bis 4 Uhr früh verboten: ebenso haben alle öffentlichen Lokale von 8 Uhr abends bis 5 Uhr früh geschlossen zu bleiben. Es herrscht absolutes Alkohol- der bot; alloholartige Getränke dürfen weder in großen noch in kleinen Mengen Der» kauft werden. Zuwiderhandelnde werden ebenfalls vor das Sondergericht in Ratibor gesdellt.

Kaltwasser, Klutschau und Dt* s ch o w a wurden auf Grftidjen der Eng­länder Dom deutschen Selbstschutz geräumt. j®efbmi wurde eine Stellung südlich Don lKamin (Kreis Ratibor) von den Polen besetzt. In Lissek stehen zwei Kompagnien Haller-Soldaten. In Nendza sind aestern nachmittag sieben Lastautos mit fran- pösischen Truppen angekommen urrd haben ihren Weg in der Richtung Schichowitz fort­gesetzt; die Abteilung führt Maschinrngewehre Nrit. (Gestern traf eine größere Anzahl Deutscher auS der Umgebung von Rendza rn Ratibor ein. Sie klagen über Drangsalie- vung durch die Polen. Deutschgcsinnte (Eisenbahner hielten sich wegen der kDrangsaliernngen mit Frauen und Kindern jin Wind und Wetter tagelang in den Wäldern verborgen. Die Männer mußten während der Beschießung von unserer Seite Schützen- iffräben auswerfen, während die Jnsurgenten- banden sich rückwärts in Sicherheit brachten.

Oppeln, 18. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Heute fanden keine Kampfhandlungen statt. In dem von den Insurgenten besetzten Gebiet nimmt die Bandenbildung einen immer größeren Amfang an. Aus allen Kreisen kommen zahl­reiche Hilferufe der Bevölkerung. Guttentag, daS nunmehr von den englischen und fran­zösischen Truppen besetzt wurde, wurde Don den Polen ausgeplündert. Fast sämtliche Ge­schäfte auf dem Marktplatze sind ausgeraubt toorben.

Vie Berahmten zwischen Curzon uuö Brianö.

Paris, 19. Juni (WTB.) Der diplo­matische Vertreter der Agence Havas erklärt, !ord Curzon habe dem französischen Mini-- terpräsidenten und dem italienischen Bot- chaster Graf Bonin-Longare Kenntnis von un Instruktionen gegeben, die den alliierten ^ksandten nach Athen übermittelt werden sollen. Die alliierten Vertreter sollen der grie- chlschen Regierung Vorschlägen, die endgültige Regeluna der Frage den Ententc-Großmäch- *CI? ^..^oerlassen. Erst nach Zustimmung der griechischen Regierung soll dieser Kenntnis ge­geben werden von den Bedingungen, die die Großmächte ins Auge gefaßt haben. Bei den Beratungen vormittags seien die französischen und englischen Minister nochmals in eine Prüfung der Bedingungen eingetreten, die den r c2unl1 Türken aufgezwungen werden wllen. Man sei einig, Smvrna unter die Souveränität der Türkei zu stellen, jedoch soll emer internationalen Polizeitruppe der Schutz der Minderheiten übertragen werden. In br> 5u0. aujD thrazische Frage scheinen die beiden Regierungen nicht einig zu fein. Wenn bie ^rlei firf) roiberfpenftig zeige, soll nach dem Wunsche Lord CurzonS das Abkommen tion London, daS mit Bekir Sami Bep abge­schlossen wurde für hinfällig erklärt wer- ^n. Man werde alsdann kurzerhand zum FriedenSvertrage von SevreS zurückkehren I brcb bie Blockade deS Schwarze!:! M-«rk« von Trapezunt und Ädunin burdi- lUhren. DieAgencr S>aoa8" sagt, ei scheine,

Briand erreicht habe, daß diese Maß mahme fallen gelassen werde, das heißt daß sie nicht den Gegenstand eines Abkommens icbc Regierung im Falle oer -türkischen Weigerung ihre volle Handlung^, -fteiheit tiirüderlangt. Rach derAgence Havas" ist eS wahrscheinlich, daß bei den Nachmittagsberatungen die oberschlesische Frage angeschnitten wird.

Der

kriegsgerichtlichen Bestrafung der Soldaten führen werden. Die Angehörigen der fran­zösischen Besatzungstruppen haben die Pflicht, ,idi streng nach den Vorschriften der deutschen Iagdgesetzgebung zu richten, und werden bei Zuwiderhandlungen kriegsgerichtlich bestraft.

Berlin, 18. Juni. (Wolff.) Rechtsausschuß des Reichstages stimmte einer Abänderung des Gerichtskosten- Gesetzes in fast unveränderter Fassung zu. Alle Gerichtsgebühren werden Dom 1. August ab erhöht. Der Regierungsvertreter teilte auf eine Anfrage, ob auch eine Aenderung der Gebührenordnung für Anwälte geplant sei, mit, daß ein dahingehender Gesetz­

entwurf im Reichsrat vorliege.

Toller Nachfolger GareiS'.

Berlin, 18. Juni. (Privattel.) Rach einer amtlichen Mitteilung des bayerischen Landeswalttlriters tritt an Stelle des er» mor e c:t Abge r'neten Ga reis der Schrift­steller Toller, der sick zur Zeit in Festungs­haft befindet, in den bayerischen Landtag ein. Toller nahm das Mandat an.

Berlin, 18. Juni. (WTB.) Der frühere Hausminister Graf August von Eulen­burg ist heute nachmittag gegen 51/. Uhr am Herzschlag verschieden.

Merg entheim, 18. Juni. lWolff.) Der Reichspräsident hat heute, wie dieTauber- Äeitung" hört, an Stelle des ausscheidenden Ministerialdirektors Dr. Heilbron den Re­dakteur Oskar Müller zum Ministerial­direktor und Chef her Pressestelle her Reichsregierung ernannt.

Neuyork, 17. Juni. (Reuter.) Der Ge­neraldirektor der Hamburg-Amerika-Linie, Cuno, der an Bord derMongolin" nach Europa reift, erklärte, daß die Hamburg- Amerika-Linie binnen fünf Jahren etwa ein drittel ihrer Vorkriegsflotte wieder erbauen werde. Sie werde größtenteils aus modernen Frachtdampfern von 5000 bis 12000 Tonnen besteheu (Einige dieser Schiffe würden mit Einrichtungen zur Aufnahme einer kleinen Anzahl von Fahrgästen versehen werden. Ferner würden zrvei Schiffe von 22 000 Tonnen für den transatlantischen Per­sonenverkehr gebaut werden, die 1923 fertig- gestellt sein würden.

21ns dem besetzten Gebiet.

Eine neue Bcrordnni'g der Nhcinland- tommisston.

Koblenz, 18. Juni. (WTB.) Die inter­alliierte Rheinlandkornmission erließ eine Verordnung Nr.93, durch.welche sie sich vorbehält, den deutschen Behörden und Ge­richten bestimmte Verfahren a^unehmen, welche nach ihrer Ansicht die alliierten Be- satzunaStruppen angingen. In der Verord­nung heißt es: Wenn die interalliierte Rhein- landlommission auf Grund ausreichender An­haltspunkte der Ansicht ist. daß jemand von irgendeiner deutschen Behörde oder einem deutschen Gericht mit Strafmaßnahmen ver­waltungsrechtlicher, disziplinärer, strafrecht­licher ober zivilrechtlicher Art bedroht ober ihnen ausgesetzt würbe, weil er den alliierten Besatzungsbehörden Dienste ge­lleistet haben soll oder weil er mit biefen Behörden in Bestellungen gestanden habe, kann die inetralhierte Rheinlandkommission sich mit der Sache befassen. Sie kann selbst in bet Sache entscheiben und das ergangene Urteil ober bie Entscheidung einer Revision unterziehen. Sie kann die Untersuchung des Falles auch an bie von ihr bezeichnete Ge­richtsbarkeit verweisen. Der Uebergang einer Sache an bie Rheinlandkommission unter­bricht alle etwa schwebenden Verfahren, es sei beim, baß die Kommission selbst etwas anberes bestimmt. Die Vervrbnung tritt sofort in Kraft

Zusammenstoß mit wildernden Franzosen.

ma. Mainz, 20. Juni. Am Sonntaa nachmittag wurden in der Gemarkung Rüsselsheim Spazicraänger dadurch ge­fährdet. baß französische Kolonial­soldaten mit Karabinern nach Hasen schossen. Bier Hasen, erlegt in der gesetzlichen 3chorweit (!), waren bas Ergebnis der Treib- jagb Da auch Flurschäden angerichtet mür­ben, begaben sich am Montag nachmittag zwei Zagdpächter und ein Poli^ibearnter au? Rüsselsheim ins Jagdrevier und trafen dort abermals mehrere Marokkaner, die mit Kara- binern auf Hasen schossen. Die Jagdpächter mefen die Soldaten an und forderten sie

A«s Statt und CatiO.

Gietzen, den 20. Juni 1921.

75. Jubelfeier de» Gesangvereins Harmonie-Gemitlichkeit.

Heute, iro uns inner- und außerpalitische Er­eignis,e ständig in Spannung uno Aufregung hal­len, suchen viele Mensch, n da Erpüung und 3er- Ureuung, wo mrtere Harnronie und (Gemütlichkeit sich bie Hand reichen. Eine vorzügliche Gelegen­heit, diele Empfindungen äu D^ejen und über tie schwere Zeit hin toeg;uh. Isen, bietet das deut­sche Lied.

Es ist dankbar an&ucrfennen, daß der lstefige G f.wgücren Harmonie-Gemütlichkeit, olle Schwierigkeiten der Zeit überwindend, aus Anlaß seines 75iährigen Bestehens all^s auf geboten hat. dem deuts chen Lied, insbe­sondere aber dem deutsch.n .LZvlkslied" in seltenen Kreisen unserer Vatersladt Geltung zu ver,ck>aßen. Er «hat träfe Ausgabe i>mf ter Unter­stützung der hiesigen Ge.'angverkine sowie der Mit- g.ieder des Lah.italsänge.bundeZ, di. sich außer- ! ordentlich zahlreich an dem Fest beteiligten, in bester Weise ge.öft.

Bereits die Erö ffnung sfeier am Sams tagabcnd, bie in der Hauptsache von Darbietungen der Giestencr EesangTOrrim» ausgefu.lt war, legte Zeugnis davon ab, daß der deutscl>e Männerge­sang nach der durch den Krieg ringet re taten lang- I aha gen Rül-epause tote'; er a x* erßeuliche E.it- lAcklung erfahren hat. Es war erhebend, als über 300 Gießener Säuger unter Leitung von Musik- lehrer K a st e n das von unfe.em cinlirimischcn Komponisten Musikleh.er Gernhardt rerlmttc Deutsche Sie d' mit Orck-este begleitung '.tu Gehör brachten. Die Aufführung bieie'3 Werkes, bei dem alle Schwierigkeiten in bester Weise über­wunden wurden, gereichte nicht nur dem Diri­genten und der wa^e en Sängerschar, sondern auch dem anwesenden Komponisten zur Ehre, i'luch die übrigen Gcsangsvo« träge der (rin^e b.Trine zeig­ten wirk ich gute Leistungen. Ter Abend wurde dann, neben musikaUschen Darbietungen der Ka­pelle Weller, durch Ueöermittlung von Glück- wüi-srän und Gelckienlen an den Iubelverrin aus- Ofiüllt. Bürgermristec Ä' r c n »i c n gratulierte namens der Stadt Gießen, Zeug wart R i e b e l im Auftrage der beiden freiwilligen Fruerwelwen. Die betvi tgten Giestencr Gesangverrine sli b tat Fal>- neimägel und Ehöre, wüh atd der G sangverriit Licdrikranz" Di latburg ein BildStadt Dillen­burg" überreichen ließ.

, Der zweite Tag des Fester begann mit dem Gmpsang der auswärtigen Vereine des Lahn- taljäugetbundeS, die mit Musi, zum Stndttst-eater gebracht wurden, nw um 8Vs Uhr oormit'ags die Hauptprobe bieser Vereine für bte Masienchöre statt sand. Hieran sck)loß sich dar E h r e n i'l n g e n der Dundesvereine bas den Glanzpuntt der Veran- staltimgen bildete. Tie Lei tungeu der einzelnen Vereine waren burchsveg gut, teil',o.r c ausgez tch- nct; int Vergleich zum letzten öun'ejfeft des Lahn­talsängerfestes in Wetzlar zeigte fi b bei säst allen Veremen e.ne we ent iche Sle gerung der Leistun­gen. Am Schlüsse tibwörachte Rektor S t o r ch- Dutzbaä) die Glückn-ü ische desLahnta!sänge bundeö, bab.-t besonders betonend, daß de. omtsche Männer- gefmlg besonders geeignet sei, dem deutschen Ei t- beitSgedankcn Gelttma zu versclxtften. Tas ddii ihm ausgebraä^tc Hoch Mts bas deutsche Vatcrlrtv sand bet den mehr als Tausend Besuchern begei­sterten Wt^ei^lmll. N tmcns des La n al ängerbun- des üterrcid:.tc Reitor Swrch dem iestgrieudn Verein eine känstle t ch auSge atlete tottfie, von dem Gesangveiein O.pheuS-Butzbach eine Fahnen- schleife.

Nachmittags bewegte sich cit sfestzug, dem sich außer den hiesi^n und auMartiien Gesang­vereinen Radfahrer-, Tum- und Wassersport- vereine, sowie dir freiwil tgen Feuerwch en ange- s<1 lösten hatten, durch die Neustadt Alicestraße, SelterSweg, Sonnmstraßc, 'Jirjcn <e, Kat'er- Mlee zum Festvlatz. Tie hier zur Verfügung ste­henden Räumlichkeiten erwiesen sich a's viel zu klein, so daß selbst die Gänge üben'üllt waren. Htetdurch kamen leider auch tu unter Leitung von Musiklcbrer Kasten gut vorg tagen en Ma'sm- chöreO Schutzgrist" undW.e "S bauern warist sonne dtc Ansprachen von Lehrer Älirg-Gießm und Rektor Storrh-Butzbach nidxt roll zur Gel­tung. Ten übrigen Test des Nachmi tags füfTten, algeschen von der Uebenridiung ctnes Btto.'s l»Stadt Detzlariri durch den M 'nnerg'sangvcrein- Wetzlar, En zelchöre der BundeSt errine <tj5 Im Freien konzertierte tie Kapelle Deller, außerdem war dunb einen ausgeto hnten Kurplatz für Unter­haltung gut gesorgt. AbmdS sanden neben son­stigen Darbietungen gute tumerfde Auflührutwen statt. Für beute (Montag sind Konzert und Vol.s- lelustigungen. abends GeangSvorträge und tur- nenfdx Aufführungen vorgesehen

Tie Veranstaltungen der Kinderhilfswoche.

Mittwoch den 22 Juni, 3 Uhr nachmittags: Lichtspiele SelterSweg, ,Möoe-Film". 4 Uhr: Rosenfest im CaiS Astoria. 6 (Uhr: Fußballwettsp-el auf dem Sportplatz an der Robheimer Straße.

Donnerstag den 23. Juni, 7 Uhr, im Stabt thea ter: Thoaterabenb der Gießener FrauenDereine.

Hu» Sein lUictye.

Der Goldaukanf der Rcichsbanf.

Berlin, 18. Juni. (Wolff.) Der An­kauf von Gold für bas Reich durch die Reick)S- banck und bie Post erfolgt vom 2D. bis 23. Juri W dem feiben Preise wie in der Vorwoche, nämlich zu 280 Mk. für ein Zwanzigmark­stück und 140 Mt für ein Zehnmarkstück. Für ein Kilogramm Feingold zählt bi2 Reichsbank 40000 Mk., für die ausländischen Gold­münzen entsprechende Preise.

Erhöhung der GerichtSgebühren.

DettervorauSfage für Dienstag:

Wolkig bis bedeckt, schwache Rieder- schläge, kühl, nördliche vis nordwestliche Winde.

Die Wetterlage hat sich nicht verändert. Es ist daher mit Fortdauer bet bestehende« kühlen Witterung zu rechnen.

** Aürt l i che Pe r sonalnachr i chte«. Zn den Rubestand versetzt wurde am 13. Juni oer Lehrer £.1 ixrr Bol.s.äiule zu Harbach F.vd- ich Karl Fay auf sein Ruchsuclien unter In«- femnmg fein« dem Staate aclri.cten Denste.

** Oberhessi sche Gesell schvs t für Natur- und Heilkunde. Ter trorite IctiT des Vortrages üb« Erd-, Lickt- und F.u n ke n t e l eg r a phi e und Telephonie n.U besonderer Be.ück i ytigung ih er Ennvi^lung und Verwendung wäh.end dcs Kriege- hielt canb. p-^ü Berg mann am Donnerstag tm großen L-öriaal des ph.)ükalischui Instituts. In feb* zahl- varfm Lichtbildern und Versuchen wuivc der W«d:gmlg der moderne 1 Stationen Borge führt, P£.piaripT^1 im Luftschiff, Flugzeug, Sin im* lajifr, U-Loot und endlich nicht zuletzt im Säiützew- giaben zum Teck in den Originalapvavaten aus- qcrieut und im Gebrauch vor geführt. Es geaiia h* V den WetterbeiicA non te: Pa.isor Station aus dem Eiste.türm mit ti er Leine. 1 Empwngs- ai.lage und der Antenne tti Instituts aufzunch. nten amb ben Zuhörern laut zu Gehör -u bringen. G'Dßes Jnt«es e fand die Mitteilung deS Än- tragenben, daß snuerzrit rin Luftschiff (L. 59> aur einer ?iah.t nach Oflxrfii?a ^um Entsatz von Gen«al von Lettow Vorbock über (SIxrtum (Süd- ägrptcn) draht »S TOn Nwien auZ vurüdgerufar tovrden ist, weil man jnztoisstien Deutsck>-O,l«frika für verloren hielt. Das Luitschifs lanbex exntn woh. beluttten in der Heimat! Die moderne Entwicklung der braljtk'fen Telegrapl/ie ftefrt im Zeichen d« E ekt 0: enröhre, die ihren Sieges­lauf in oer drahtlosen Techiik al8 Verstärker, Empfänger und Send« genonrme'i hat. Ren- reit lckx Verstä.ker rourbe:i# im Gebrauch demon­striert. Di? Send.'röh e wurde dann als bequemes Mittel Hur Erzeugung ungedämv'ter Schwinn- ungen durch Vlnß ck^ «läute t. Dmch ft: wurde cmck der drchstl.ism Triephme bT Weg gebahnt. Mittels eines k.einen Röl-r ns-mderS wurde von einem enternten Raume Musik oroic ein Liri> daalstlos nach dem fach überfagen, dort mit em« ganz kleinen Anterne aufgefanaen und dem Auditorium Ijtihbßt gemackt. Endlich wurden Zrichm her deutscke l Go'ßslation Rauen mit Hilfe ein« Rahmenantenne von mir 40 Zentimet« im Quadrat aufgefanaen und im lautsprechend« Telepin geeigt. Mnsick^en TOn Raun, der größ­ten Funkenstativn der Welt, und cc- Rri-kSsunk» stelle KöiiigwuslerluiufTN skosten d n Vortrag. Der deutschen Erfindung mti> der dmtschei Funktech­nik, die bis beute an erster St lle stehen, wird auch in Juklmft ein l)«vo«agenber Platz beim Wiederaufbau unse-es Daterland's, bei der Wieder- evob«ung des Weltmarktes und bei der Erwerbmg freundscl^ftlich«« Gefühle im Ausland besr^ö- den fein.

** Wohl tätig keit-fon-ert. DaS ge­stern abend in der großen Aula dec UnioerTät von Frl. E. Felchner mi Gunsten hilssbeoürs- riger Krank« der Ehrurgifck-n K inik Deran flat tetr Konz«t war leid« nur frfii>ad) lefucht. Als Sän­gerin war Fran Siddy Freund-Stein, Kdn- »ertiängerin (Soprani ans Hanau gewonnen, die mit äußerst 'sympatl.ischer St mme, i> mger Vortragsweise und flirer Aussprache b?re t) mil ihrem ersten L.ede die Zuhör« -n fesseln wnßtL Sie sang ernste und pntere Lied« von BixchmS und Schubert. Tie Sünarii 1 mußte sich-u ein« Zu­gabe entshTeßen. Die B'glritimg bitte Frl Felch- ner übenv mmen. R.b.-n d r Sängerin b ten tie Ta­rnen A. S chä sser, G. Schn ck und Tl?. Schu dt sowie Kurt E n g i s ch (sämtlich Schüleriimen bzw. Säwler von Frl. E. s>rlchner^ am .Klovier aus Werken von Schubert, Mozart, Schumann, Eh,am PaberewSli und Brnhms durchweg gute Le'stungen Ein Don Fri. Felckmer geleitet« Frauenchor fang Dolkslicher von S. Och; und BrckhmS.

** Verein für daS Deutschtum im Ausland. Rack b« Kriegs rit «möglichen eS die Verbä'riif'e. nunnwhr metr lebhaft« mit der VereinStLtigkrit, die dem Wohle imfer« bo- brängten AuS'andSgenos'en gewiomet ist, einzu- setzen. Die Iräüge Ortsgruppe beabsichtigt, in nächst« Zeit mit Ve-ems'-altungen Ir rorjditreten, bei denen sie sich die Mtwirkung ro.il«« Kreise der Gieße"« Bevölkerung ohne Ihtlerftfräb t« Parteilugey rigkrit «h'fft. 2luf den am 16. Juli geplanten Festabend wird schon heute aufmerksam gemacht.

Vornotizen.

Taaeskalcnber für Montag: Jubelfeier der Harmonic-Gemütlichkeit, von nachin. 4 Uhr ab: Großes Konz«t, Tanz und Dolksbelustigungen auf dem Festplatz, abends 8 Uhr: Gefangsvorträge und turnerische Auf­führungen. Lichtspieltheater, wie gestern.

Der OrtSgewerbeverein und Handwerkerbund halten am Mittwoch abend 81/» Uhr ihre HauptDersammlung, in der u. a. Dr. Krause über den Entwurf zum neuen Reichshandwerkergesetz sprechen wird. (S. Anzeige.)

Den l sch-österreichischer Al- penverein. Geh. Reg.-Rat G Dinkel auS Marburg wird am Freitag abend im großen Hörsaal der Universität über dieEisriesen. höhlen im lenntngebirge bei Salzburgs spreck>en. Näheres siehe Anzeigenteil.

Die Lichtspiele Seltersweg teilen unS mit, daß der FilmGrvßstadt- mädels" zu dem festgesetzten Termin nicht gegeben wird, da er von der Prüfstelle ver- kwten wurde, dafür gelangt zum 26. Juni der Henny-Porten-ZyklusDie Faust de5 Riesen", 2 Teile, zur Aufführung.

_ Freitag den 24. Juni, 7 Uhr, im sta dt thea ter: Turn- und Sportabenv.

Samstag den 25. Juni, 4 Uhr- Dassnsportsest an der Lahn. 8 Uhr: Gn- horn--Festsaal,Bunter Abend".

Sonntag den 26. Juni, V,4 Uhr: Kinderfest im PHilosophenwalh.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 19. Ium. Gestern abend sand die diesjÄ, rze ®entnalD«famm I ung bti S tädtischen Schtoi m m bades, A -G., statt Nach dem Bericht hat das abielau^ete GeichäitS- latrr mit einem Verlust von 23 033 Mark abie- idiofjen, der hauptsächlich durch dtt hohen Kohlen­preise benxorgeniien wurde. Ta tw.» rn vorrgev Jahre besckLossene Z«nheiMng, bie btt SLnfkxft vom Gaswerve au5 mit hriärm Valsec verargt, uunmchr emgesü.'irt ist und nach <i eigen anräng* lieben Lchlme t ifciten sich setzt auch gut zu be­währen scheint hofft man durch die hrrrdurch er­zielte bebeutenfce Ersvamis an Kohlen fonr: durch eine Erhö.mng der Doduneise das Tecutt in inAer* | Jahre wieder emzuholeL

Paris, 19. Juni. sWTB.) Die Nach-sauf, stehen yt Meißen. Die Antwort war mittagsb«atungen haben nach einer Mel- ein auf die Deutschen abgegebener Karabiner- dung der Havas-Agentur um V,4 Uhr be schuß, der glücklicherweise nicht traf. In der gönnen. Die beiden Staatsmänner haben sick i Notwehr machte jetzt auch einer der Jagd- über das 0 ber sch le s i scke P ro b l e in iPächter von seiner Schußwaffe Gebrauch Der unterhalten. Um 5 Uhr erschien der italie-! schrot hatte aber wegen des weiten 2lb nische Botschafter, um an den Beratungen i ftandes keine Wirkung. Die Wilderer flüch- tcilzunehmen, die sick alsdann auf die Orient I reten in der Richtung nach der Bahnwacke frage bezogeii. ES ist beschlossen worden, einen I Bischofsheim. Die von der Bürgermeisterei Kollektivschritt der Gesandten von Franko! Rüsselsheim benachrichtigte fran-ö,i che (tzen- reich, England und Italien bei der griechi-1 darmerie in Groß-Gerau hat bereits Fest- schen Regierung zu unternehmen, um sie zu Stellungen gemacht, die voraussichtlich zur veranlassen, bevor sie die Offensive gegen' ------ , - - ~ z

die Türken beginnt, die Bermitckung der alliierten Mächte anzunehmen. Tie Unter­redung hatte um '/-? Uhr ihr Ende erreicht Lord Eurzon wird morgen vormittag Paris verlassen.