verabscheu«, tm mnftnt tue bte* aber feint Parr« I iTfrftflrtewtrtarthH *tr bei TuffcHtteWaT« fcfjon mit fflüdiirf) bacauf^bae der iRoro niemand te.chüf igten Trün5tortmbetir. n tonet >.e üb:r
Vcrmifcbtc»
«nahmt Nagaoi
Epielplan der Frankfurter
Sttttwoch, 29 : Die 3üLLt.
Berlin
264,50
265.
304, -
302,-
Für 100
Stahlt:
6,95
7,09
1,44
Züricher Devisenmarkt.
100 QFL
100 ML.
Fr.
L
I
100 L.
9.10
9.15
15° L.
13,98
27,47
167,50 165,-
14,92
27,53
17. 6.
77,50
297, 260, 560, 192,
118,40 68,73
100
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1
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100
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100
88,8) 1173$
97,8) 125,40
23,8J
165.
147,
192,
673,
250,
103,90
68,85
104,10 69.-
13,88
27,84
18.6^ 77,50
75,-
. Är.
. Ar
. Sh.
. Fr.
. I
18.6.
8,52
4,36
8,60
579,- 19330
Börfenkurfe.
Frankfurt
242,75 73,-
300,50
118,60
68,87
13J2
27,90
35730 530,-
311,50 268,-
17.6.
8,47
4,34
8 60
103,75
6 50
971,-
737
17,60
1,43
Theater.
20. frjm:
23.: Garul-
20. 6. Franken 19 .75
8.55
1.175 8.15 48.15 22.29 2930 47.15 2-35 586.-
der bxb- und Tiefdougefeilschafr m Hain gegen .Kündigung tonnte nicht werden
Müller'sche Badeanstalt.
Dafferwänue der Lahn am 20. Ium:
(In einem Teil der Auslage wiederholt.) SorrrörttniLgeii zur britischen Reichskooferen;.
London, 17. Juni. ^Wolff.) Unterhaus. Heute nächmiUag sand int Unterhaus eine Debatte über die am Montag beginnende briti sche Reichs konferen; statt. Geaen br Erneuerung deS engli sch-javaaischen Bflnb*
am hiesigen Bahndos
Wechsel aus:
ßoCanb
Deutschland
Dien........
Prag........
peris .......
London . .....
Italien ......
Drüsfel.......
Budapest
Jleupork ......
Agram ......
Bukarest
18. 6.
Schweizer ■ 19X50 = 835
= ILO = 8.20
■ 4830 = 22 30 - 29.70 - 47.70 - 2-325
= 187—
335,- 359,- 531- 307,- 269,- 716,75 610,- 324,50 295,-
16.6. 18.6. 77,50
77,50
75.80 -,-
70,40 -,- 180.- 320,- -— 264,- -,-
229,- -,-
183,50
167,75 162,- -,- 143,50 -,- 470.- -,-
330,50 -,- 357,- -,-
530,- -,-
312,-
273,76 -,- 717,-
596,50 -,-
Zürich . . . Amsterdam . Kopenhagen. Vraa Stockholm . . Wie«.....
London . . . Paris .... Nroyork. . .
Datum: Antwerpen-Brüssel . Holland London Varis Schweiz Spanien Italien CiHabon-Dporto. . . Dänemark .....
Norwegen Schweden Helfingfors New'Pork Wien (altes) . . . . Deutsch-Oesterr. obg Budapest Prag
21 Jahre all ftib, tom 15. 3iuu 1.421 au eine Wochrmlcchn Zulage vm 10 Mf gcjaU: nerben.
Trm Einspruch em es Urteiler 4 bef Säg.iverk» BermutvS- ftattgegeLx-n
Ätente 1 Uhr- Schluß-Schluß- Kurl kttrS Kurs Kurs
Datum: 6*/, Disch. Kriegsanl. 47, Dikch. Reichsanl. 37, Dtsch Reichsanl. 47. Preuh Konsols Darmsiäoter Bank . Deutsche Bank . . Disconto-Veselschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid, drebitbanh. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . ‘D.-Cupml. Dergw. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Cisenb.-B. vberschles. Lisenind. . phönix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin- tu Soda Höcklter Farbwerke. Ll-ktr.A.E.G.....
Schuckert-Werk«. . . Felten.lSuilleaum«. . Daimler Bud.- Eisen«.» Akt. . Adlerwerke 47. Hess.Slaotsanl . Elektron Griesheim.
notier ungen.
deuttche Mark wurden Datum: 17.11.
Fr. 125,0
Fi 59,2)
......Ar. 88,8)
Ar. 117, 30
Handel
Frankfurt a. M., 1b 3mn. Börsen- ftimmunolbtlb Im QkflcniaU zu dem leb- hosten (te schäft cm bat Bortigim tefuntek- btt Börse zu Wochenschau6 einc ncientlicb nllrq.rr Stimmung. Während bet Beginn b'e Spaltung oor* wiegend fest war, trat im Bcrlmric ftw unruhige Tendenz ein. Aus dem Dem,'aimarkt war der Ver- kevr wenig angeregt. AuslanbSwcr:e lagen daher still. Aus dem Montanmarlr zeichneten sich an- »eine Papiere durch Festigkeit aus. Bon den Werten des Anillntonzerns roaren Babi <tr Anilin bet erster Notiz b vroxemt höher. ?ldler Meyer hatten vorübergehend iebdaslcrt Umsätze zu verzeichnen Elektrowerte nxnat meist 'feit. SchffiabrtSaktt.m sanden Beachtung Am Marttc bet Einbe tsiorrt: war die Stimmung überwiegend fest. Im freim Verkehr setzten verschiedene 'Ikur.erc I'nre ,prung- tyafte Steigerung fort. T»e Vörie fdioh fest. PrivakdisLont 31/» Prozent
Frankfurt a. Ul., 20 Imü. JHanfhirtrr Devisenmarkt.
Geld Bries Gelb Brief 17. Juni. 18. Juni.
556,90 557,60 556,90 558,10
2304,20 2308,80 2297,20 2302,30
262,36 262,84 261,25 261,75
568,40 569,60 564,40 565,60
1173,80 1176,20 1171,801174,20
919,10 920,90 916.60 918,40
349,60 350,40 348,60 349,40
119LS0 1198J0 1193M 1196'20
1004,- 1006,- 996,- 998,50
1546,- 1549,- 1548,50 1551,50
Deutsche* Ueitbsta^.
Berlin, 18 Jun: 1921.
(117. Sitzung, nachmittags 1 Uhr.) t»rj| und Trimmen rovten tero.tl z > Beginn trr Li^ung eint roqenttid) Härtere Besetzung aus
Steifte Punkt der TagtAarbmmg, bas Ab- lammen greif dm Deut.6,1 and. Pofen unb Tm:zig über den freien Durchgangsverkehr noch £) l't P r e u § e n unb der beut(dKx>lnt d< Amnes ie uert ag werben dem außiDd.tijCu Auescckuß üter- rvititiL
Die Interpellation Gare 1S.
Es ’ofat bann btt Weiterheratung ber Inter -ellatron ® a r e 16.
Aba. ©ruber (©.): :Ribnct erfamt den (Rnb uif der gestrigen Au-fuh.nngen Les ReichZ-- kanzlers aus bas yctuS an. Bayan säen sroeiielM letzt Austmibe he schenb, an denen ker.. Me sch seine Hrrube haben Lunte, h«b tenZ £>crr lödncrich unb leint ©awffen. Seine Partei unter febreibe Wort für Wort bu- Ausführungen des Netch4'an»fers über bat hintn^lsagen Mord und über bü 2ferhetzung, die von der Bayrischen Volks Partei bet iebeit werb:. Der Umstand, bah btt bayerische bürgerliche Presse in die X)änix ei tes kav taltstischtn fioit*mt» f,eratai sei, trage die Schuld an ber Verätzung Dte bcutfrfr.ialionale Smupspslan^e, btt bisher in Bayern unb:farmt gewesen sei, fxxbc mit ihrem ©isthauch alles verpestet, sie muist auögeruttn werden. So sehr seine Parier beit gute 1 Willen deS Reitl>Skan^erS anerfemte, so sehr zweifle sie aber davon, bau es ihn gelingen werbe, sein Prvqrannn des Ausbaues und beS Abbaues durchzusüh en. Mit dem Htbau der Ausnadme»ustLnde müs e ernst gemacht werden. Tr und fiine Freunde wüssten, bah btt miiitänfdxit Streife in Baient die Seele bes RBiberflautx4 finen. Diese üreise müßten ausge- BOttet werben. Die AussÜhrmtgen bcö ReiclzS- kanzlers über die Durchführung der Entwaffnung In Bayern seuaten von einem grosten Lptunis- muÄ des Reick«ükan»leiS. Jedenfalls verduntten bfe ©rflärungm der barerischen Negierung bas edergröfite Mistttatien. Die bayerische Regterung treibe eine Pogel>4strauij-2olitif. Seine Partei verlange genaue Angaben Über die Zahl der abgelieferten Waffen. Nach einer Feststellung her Bheuifritung besähe b.c bayerische Einwohnerwehr 400 OüO Gewehre, nach einer Mittelung der bayeriscl-en Negierung 320 000 Geweine unb nach den Angaben der babehfdien Volks- bortei nur 50 000 Gewehre. Das seien Wider- spüche. Wenn man uibem höic, das; 112000 Deweh-e und 12000 Masllnncngen^h c narl) Tirol bendeben norden feilt, 10 fei das cl'erschärsste M st- trmm toll tommen gercdufeitiat. Präsident M a b r, bn mit der Einwohnerwehr stehe und solle, tömie nar nickt al6 Rhon^euge gelten. £»err Escherich habe offen erklärt, bah er in ber Entwaffmrngs- frane keine Land rülnen werde. Giiuelnc Gin- walmerw,h en stellten sich ihrem Landeshauptmann Unb verweigerten die AuSlieferuna der Waffen. Sic fähen lieber doS Nuhrgebiet besetzt, als bah fie sich fügen woNten. WaS sei unter diesen Um' Ilan den von einer freiwilligen Ablieferung der PBaffen zu erwarten Seine Partc, zweifle an eiirem gürtsttgen Ergebnis ber Entwaffnung, denn die Kreise der Einwohnerwehren, die sich heute noch in FesischfeKen und Falmenwehm herum- himmrl'en, feien noch dieselben wie früher. Allem Vlnscheine nach würden fogar YBaffen, die bereits obgeliefert worden seien, den Wehren wieder zu- nufgegeben. Was der Reichskanzler gestern über btt Verhetzung in Süddeutschland erzählt habe und was der Abgeottmett Unter Lei tncT aus den Niederungen der barerischm Presse gestern vvri» Trien habe, habe fehicr Partct AuMärung über die Zustände gegeben, die setzt in Bayern Platz ncirrifitm baden. Wenn aber Irr Ada. L> ctm von Preutzcn als von einem Saustole fpred« und gegen den ReichSpräsidentcn mobil mache, löime man sich über den Ton in der bayerischn Pvesse nickt weiter wundern, öerr Dr. Seim der gerne über die Dicken lo-ztehe, sitze mit bie’en in AufsichtSrüten zusammen, was ihm getoih nickt fdauer sa'le. Theorie und Praxis widerspräche sich also h»r. Tas Volk aber beadjite bas nicht und |o könne cs nicht wrmdevnebnren, wrirn auf tiefem Boden der Mord an GareiS gewadisen sei. Der KeickSkanzler wolle in de Unke furfumg nittst eingreisen, dann feste eS aber auch di.' Presse nicht tun. Day sich aber die baoerifde Regierung überhaupt keiner ZinücDa'tung besteihi'-e beweise deutlich ber .Hinweis auf den Bea'eifer Gareis als bot rnSoliden Mörder. £aFc dies auf eine Unvarteil ickkeit der llnterfudumg schliessen? Tie bayerische Regierung sei das Ergcbms deS Kapp putsches. 3br Führer non ST a f> r habe seinerzeit gegen den frülpc’.e’i Minister EndreS intrigiert Und sich durch die Schaffung von Einmohnettvchren bas Vertrauen der btVgcrltchci flY.tie ertnorb.m unb sich bamü ben Mrntsterposfen ergatfert. Unter feinem Regime seien die gvosten Mtd-wersdiebungn borirfommtit, an denen Iustizminister Roth, dieser bcutfiimattrmalr Häuptling, beteiligt gerocicn fei. Die bayertsdfe Volksportei 'ei bemüht, diese Männer ju halten, aber er h)re schon die Schritte berer, die Perm von Kahr hinausnlhren w.rDen, beim nicht die bayerisch: Volksvartei könne mehr bestimmen, sondern nur noch der fcxrr E'cdcrich Und die Orgcsch Die Erhäbung ber Belohnung für die Aufoerkung beS Mo des auf 30 000 M5 könne seiner Partei nicht Sand in d:e Augen streuen Tiefer Täter w-rde so wenig gefunden, wie die Regierung je einen gefunden habe, da ftt nicht habe finden wollen. De Sdruh, ber Gareis gct.offen habe, habe auch das L>auvt bet RepublU getroffen, darum verlangen rtnr Sühne. Er traf aber auch den Führer der fezialisuschen Arbeiterschaft, daher der einmütige Proteststreik. Bon Badern bange das Sckias.il der deut'chen Republik ab, das möge die Bayerische VostSvartci bedenken. <
Abg. Schwarzer (Boyr. BolkSp.^ profestictt dagegen, daß man den Bayern Verwilderung ber Sitten vorwerfe, wo gerate hier im vause sich Tinge absptclten, die doch auck nickt anders zu bezeichnen feien. (Proteste links.) Tas Kesseltreiben der Linken gegen die bayerische Regierung, imt r- stützt von einer «wissen Bv.-sfe in Frankfutt a. M. unb Berlin, habe nur den Zweck, den Fremden, besuch nack Bayern abzulenken. Gelächler.) '7(16 der Abgeordnete Ledcbeur dem Redner, erbärmliche Gefinnuna vorw n't, Wird er zue Ordnung gerufen.) Die Auffassung über Bayern im ganzen Volke sei eine ganz anterc, als die Linke hier zum Ansaruck bringe. (Proteste lmks. Abgeordneter Kuhn wird batet zur Crbnung gerufen.) Tie Mehrheit der soz^listiichen Arb.r:erschatt in Bayern sei heilsroh, daß die. Bayerische Volks- Partei sie von dem kommunistischen Terror befreit Labe, nur hier im »auie verschwiegen sie dies schamhaft. Ten: Reickskanzfer envibere er, bah jeder anständige Mewch den Mord an Gaveiss
Nuten bringen föraue. Solange ater ber Täter lücht feststehe, habe niemand ba8 Recht. ben Mord politisch auszunutzen. Zeder kön« |id) das Motiv der Tat zuvecyLlegen, wie es »hm pasfe Was ter beiten Vorredner aber K vorgebracht hätten, feien nut
Nvmbinatkonen und auch der Reichskanzler habe die Grenze der gebotenen ZurüLxürung übet» sdrrttte». Ta gegen müsse er Verwahrung einlegen, rluo) ött Äeg-rung müsse die Zurückhaltung ein- valfen. Für btt ganz- Interpellation testete jetzt nod» kein Anlah T:r einzige zuständi« Stelle [r? v?it die bayerisch: Regierung Eine Ber- dachttgung der baperüdttn Ricteer imb Beamten
bon rornbetetn müsse b.c UnKriudnnig erschwcrrn. Regierung und Landtag in Bayern hätten sofott ihre Enirüslnng auges,pwchen. Wenn die Linke vositive Angaben rnadrnt könne, solle sie sich back die 30 000 Mark verdienen. Dec Gfennalftrril lei jedenfalls nicht am Platze gewesen üyp rten- »owcnig ber aufteiienbc Ton des Abgeordneten Unferkitnet. Ter Aogcordncte bäte seinerzeit den Generalstreik al» erneu General- "'Tn n tezeidmet. (Proteste lcnks.> So klug wte Sic, verr llollegt Le.eteur, i.t bxb decr du6 [idrr. (feeiterfeit./ Einen Erfolg hate tet Ofenctal- ftretf bei ber vernünftigen Arbeiterschaft auch nicht gehabt (Als der Abgeordnete öfeper dem yiebner Schamloiigfeit vorwirft, ivirb er zur Drb- nung gerufen Desgleichen erhält ter Abgeordnete Mubn zu in zweiten Male einen Crixtungäiui für den Zuruf: Bechvecher.) Der „Völkische Beob- achtet" »st ein Organ ter national-,0- alistischen Arbeiterschaft. Tie Mitglieter bieser Partei gehören nicht zu uns, sind ater zum Teil noch Mit- alietet ter sozialistischen Gewerkschaften. Diese Lenke erkennen uterbaupt keine Älutorttät an. Aus dem Hetzblatt dieser Gruppe kann man ater keine Verantwortlichkeit btt bayenschen Regierung terbcilcitcn. Rufe bei den Äömmitniftrn: Sie duldet doch die Morbhetze.) Dte Regierung will nicht jedem Käseblatt eine übertriebene Bedeutung bei messen. Tie teste Reklame für ein solches Vlatt wird von den Sozialisten gemacht. Ter „Miesbacher Anzeiger"' ist ein Privat- untemehmen unb bat mit unsever Partei nichts zu tun. Angriffe gegen die Autorität ter Reichs- regterung, rote sie dort in der letzten Zell gesägten sind, müssen freilich unterdrückt werden, ater das gilt noch mehr für dte kommunistische Presse. Denn die Kommunisten sich über den Mord entrüsten, so ist daS eine elende pcudKlei ste haben ja immer uneingeschränkte Pressefreiheit verlangt. Für dte Mordsälle Eisner, po rn und Landauer trägt die Regierung unb meine Partei nicht bte geringste Verantwortung. Warum hat bte sozialistische Regierung Hoffmann diese Morde nicht aufgeHärt? (Zuruf linkS: TaS ist die Schuld von Müller-Meiningenl Zn Berlin werden ja and) viele Verbrechen nicht aufgeklärt. Die Tätigkeit ber Münchener Polizei geht nur den bayerischen ßanbtag etwas an, nicht aber den Reidte>tag. Ter -lusnohmezustand kann nicht aufgehoben werden, solange Remmele unb Thomas nach Bayern kommen, um dort verleumderisch: Reden zu hallen. (Abgeordneter Remmele: „Ein elender Verleumder sind Sie!" Präsident L öbe ruft den Abgeordneten Remmele xur Ordnung. Dieser wiederholt noch zweimal feinen Zuruf unb wird deSbalb wiederholt zur Ordnung gerufen. Als ter Abgeordnete Remmele noch einmal feinen Rus wieberholt, wird er zweimal zum Verlassen deS Saales a u s g e f 0 rde rt. Als er dieser Aufforderung nicht Folge leistet, vertagt Präsident Löte um 3/*4 Uhr bas HauS bis auf weiteres.
Währenb der Pause bilden sich überall tm Danse erregte Gruppen, die den Fall an Hand der Äeschöf sordnung besprechen.
Abgeordneter Remmele bleibt zunächst auf seinem Platze, verläßt ater dann mit den Abgeordneten Derzseld und Aböls Dosfmcum den Saal
Um 5 Uhr wird bte Sitzung wieder ausgenommen.
Atexvrdneter Remmele ist im Saale nicht anwesend.
Präsident Löbe eröffnet bte unterbrochene Sitzung rntb stellt fest, bi& das ausgeschloffene Mitglied, der Abgeordnci? Reckmelc, nicht an* wesend ist.
Abg. Schwarzer fott'ahvend: Redner schildert dte verderblich: Tütig5.it ber kvmmunisttscken Abgeordneten, besondtts des Abg. Thomas. Zm Reichstage fei ja das Verhalten dieses Abgeorteieten mit aller Schärfe gekennzeichnet worden. (Ein Staat, ber es nickt verstehe, sich gegen solchen Terror zu schützen, besitze k.ine Autorität. Solange diese Sxptätigfcit nicht aufhöre, müsse der Aus- nahmezustand testeten bleiben. Einen Vorwurs könne man hierin ber baverischtt» Regierung nickt mach.it. iProkestr links) Ter Umstand, daß zahl- reidx: Mitglieder ter Svzialbemokoalie notb hatte in der bayerischen Regierung tätig feien, sei der teste Beweis dafür, daß die bayerische Regierung nichts gxien b:t Sozialtemokvatte habe.
Präsident Löbe schlägt Vertagung vor.
Ab». Schulz- Bromberg (Teu'.fdmaL) beantragt ©eiterteratung, da seine Partei ein Znter- esfe daran bäte, aus die schweren Angriffe des Reiä'ssanzlers zu antworten.
Ab? £) 0 f f m a n n 1 Stimm.) bezweifelt die Beschluh'ähigkett des Dause-.
Präsident Löbe: Tas Buvrau schliefe sich diesem Zwe.sel an. Zck vertage daher tee Sitzung auf Mon.ag 3 Uhr unb betone, bah bte heute und gestern versäumte Zeit in der nächsten Woche wieder eingeholt wird. Tagesordnung: Kleine Anfragen unb Weiterterattmg
Schluß nach 5Vt Uhr *
Berlin, 13. Juni. (WTB.) Ucber tee Tumults zenen cm Reichstag veröffentlühr der Abg. Dr. Mittelmann eine Erklärung, in der es zum Schluß beißt: Zu einer Tätlichkeit zwfe schen den Angreifern und mir kam es nicht. Es ist alfe unwahr, wie emyelnr Blätte.' „auSschrnLk- kend" berichten, daß id) an der Qe'.'le angeoadt, mit der Faust gegen die Brust get.offir, rns Gesicht gesck ajen, yraüfgenxmft unb beinahe zu den gefallen wäre.
Schlichtungsansschntz der Prodi«- Lberhesien.
Sitzung vom 17. Zunr 1921.
GutSpäcteer Der reich B.ückrnann, N.^nnenhos ber Zlbenitadt, wurde für verp licheer erklärt f.tncn lanimnrtfdxi.Lidien Arbeitnchmem mi* Siriinig vom 1. Zun, 1921 den dem Lohngebtek 1 des Lccknabkommors zum kmbmrtid» tirchen Tarri- vertrag vom 4. 2. 21 entsprechenden Tarijllchn zu zahlen.
Ten ton ben Mitgliedern der Ortsgruppen j Fried büg und Bad-Nauheim des Sübweüdeichch»
Opernhaus. Montag, ben .Tm Apachen Dienstag, 21.: Ti: Mittwoch, 22.; Tosco. ^omirrStig, lerta aiitioana i)ietxiuf: Ter ttaiarp. Freitag: 24.: ^Norgarethe Samstag .25 : Tristan und Isolde. Sonn lag, 26 : Ter lrtztr Walker. Momag, 2<.; Tie Boheme. Tienslag. 28 : Di? Apachen
dz Regensburg, 18. jum. Zic Zweigstelle ber Landeswuckerabivehrstelle ich!« : y,
brei Aaoa 0 nS mit (Eiern, zusammen 380000 6tüa, die in Straubing auffltgtben unb nach Mainz bestimmt waren
niffc • in fenrr Pkmn twrrtet
von txTitfnebenrn Ersten Einwände erhoben. ®r- neralmajor Sir Zvdn David sohn forderte Einstellung des Wettrüstens unb ernt envägung ber grsamttn Lage im fernen Offen durch eme Mrnfereri, an brr nicht nur England unb Amd» nla, ionbem auch Zaian tnlnrbmen Sir Samuel Duce erflärt:, bas englifcteiapoufdjr Bänt^ nis müsse ionxit wie möglich c. ;i> .i nvtben, um ben wredstc-, Forderunyrn Üdinos unb bat lyinroanten Amerikas entgegn»utpmmm. Die ena- lisch-amerckan schc FreuriÄchaft müfic bte Grundlage brr Weltvolitik GroßbritamiienS sein Drt Arbeiterführer Neil Macle an rortette eben- falls eine Abänderung des englisch-japanischen Vertrags unter btfont>*trr Bezugnahme auf dte Stellung Cbmas Er sagte, nicht nur ji?n(frn den Tomin »ns unb bau Mutten lande, sondern zwischen allen englisch sprechenden Völkern müsse ein gemeinsames Urte» einte-n men teste den. Ge ntral TownS hend erNärtr, die Tom in ton» müßten ihre eigene tztotte baue r. Wenn daS durch ■) führt würde, dann milfee die australische Flotte bte Süds« unb die chinesischen ttewäsier beauf firfüiflen, bte kanadische Flotte den nördlichen At tontischen Ojean, d e indische Flott-- den Zndischai Ozttin unb ben Persisdien ('ton usw Dte britischr Flotte wttde bann in ben Lvmmt.u wässern teirit flehen, um sich nach bm Schruplätzen zu begeben btr in Krtegszeiten bebrobt roärrn. Tersclde Grundsatz müsse auch auf die fianbitrritfräite angewandt werten. Sir T. Bennett erklärte, ter eng lisch - »apan.sche Vertrag dürfe m seiner äugen blirfhdm nx>rm mdü erneuen w mllfk
umfassender armacht werden mtb ivritn er dura irgendwelche Mittel zu enter Ütaranlic für Ame rita tm Stillen Ozean gemacht werden könnte, bann würde dadurch eines der großen Probleme teS Staates gelöst werden China müsse in ber Politik, dte England annebme, wohl gehört Wer ben. Bennett erklärte, er sei sicher daß bte An sprücte Indien» auf der Ktinserenz von den Ver trttem ber anderen Teile tes bntischen Reiche» gerecht in Envägimg gezogen werden. Tal Par lamentsmitglteb Bella i r I erklärte, da» Bünd nis zwischen England unb Japan habe ber Mili> tätfartei und nicht den liberalen Elementen Zavane geholfen Dte ja po itische Marine umiasfe in diesem Jahre 76000 Mann und sei damit gröfei als das dcuische Marinrpcrsm,al im Zabre 1914. während England fein Personal um 30 0Ö0 Mam herabgesetzt bäte. Unter solchen Umständen würde das englische Volk einer Allia7»z mit Zapan nicht zustimmen. Es würbe jedochEktnem Bündnis 111 stimmTN, das ber amerifaniffltn ösfentlichen Mei trung gerecht würbe unb bas daS gesamte britisch- Reich unb auch China befriedige. Tas Paria mcntlmitalfcb O'Connar gab der 5boffmmg Aul druck, daß in jebem Vertrag, ber mit Zopon er neuert wird, nicht nur die Freiteit unb Unab hängiakeit Chinas, sondern auch bte Gefühle des chinesischen Volkes hellauf gewürdigt Werten
Die Bnfammcntnnft zwischkv Curzon und Briand.
London, 18. Juni. (Wolff.) 8um Ve suche Lord Curzv nl in Paris meldet die „Moi ning Pofe' auö der französischen Hauptstadt, ber britische Staatssekretär de» Aoußern werde mit Brian b die augenblicklich zwisdien (Et Frankreich fdjiücbcribat Fragen erörtern. An erste» Stelle ständen dabei die obers chlesische Frage unb die griechisch-türkisch» Frage Zn Paris ist jedoch, ter „litorning PosV" wMge, die Ansicht sehr verbreitet, daß die Berarungen zwischen Curzon und Briand ein weit größeres Feld umfassen würden.
Ein roglischk- Urteil über die kaqe in Oberschlesien.
London, 18. Ium (WB., Ter „ManchrfteD Guardian" verösienllicht d en aiSrührlichen Be rirfyt aus Lindenburg f t Oterfchlefeen über den fortschreitenden Ruin der Piovrn- untei dec £*errfdxift der polnischen Znsurgenien. Insurgenten reg ierung hatte die MLiin:r überall gegen ihren WtUen zum Kampfe gezwungen unb letzt die Klassen 1896 bis 1901 zum Tsenste tu ber neuen Miliz einberufen. Sie hat Geld aus »jn gesetzliche Weife ennrßt und Steuern aut Lökm- , Vanbd unb Berufe gelegt. ler Ihmnlfen, den die neuen polnischen Beamten, bv. meistens aoc Posen flammen, unb bie sich sehr aufreizend 6e- ndbmm, cm cd von Tay zu lag deutlicher. Ober schielien, das bisher sehr reichlich mit »mrationier teu Letensrnitteln versorgt war. Ist jetzt wett schtirn nier daran al- Teutschland, terrn der pslnifche Aut stand Hot die Protenz von ihren Versorgungs rniktelpunkten losgelöst. Tie neue VerwaltunyS rnasdiine arbeitet nickt. TaS einige positive Er gelmiS ist bi<her die wachsende DeSo rga n i- sa Non deS so»alen unb industriellen Lebens Ti!- Insurgenten vegierung leidet an einem t>er- »'i'ei selten Gelten cm lel und ist nicht in der Logc, bte «ewöhnlicten Steuern »u erbeb, n T» vhn prozentige Lohnsteuer ist ein vollkommener Mir erfolg Tie wirtschaftliche Abhängig, feil Oberschles» ens ton Teutfchkond tfi klar bewiesen. Trotz der Vermrln-unq der Ar beiter ter Schächte unb der Fabrifen baten tn Gewinne nicht zu genommen. Ter ^ rrat an Roh- (toben schrumpft immer mcchr »'isammen. Tte In duittie liegt fast vollkommen itff. Zn Miechswi'i boten die polnischen OnfurgtittenEiferer febe Kon trolle verloren Ter polnische Kommandant ftmn sid> nickt auf ber Straße ^nen, cfbne sein Beter auf4 Spiel m fetzen. Doch ist eS noch zu Trtt*, von enter Erhebung innerhalb des Ausstande- zu sprechen. Korsantys persönlicher Einfluß 1*t no«i ungccheuer.
Jclgieu protkstitrt firfitn die Leipziger Uneilt
Brüss el, 17.Zum. t29olff.) Agen« telgr In ter Kammer teilte der Justiz ministerden Bericht mit, ten de zum RechSgericht nach Leipzig in dem Dersahren wegen der Grausams.'iten von Grammont entsandten Telegierten erftattefen. In dem Bericht ftmmt er zu dem Schluß, bah bte Urteil des Reichsgenchts als wahre Rechts- Verweigerung erscheine. Der Minister er- T.3rt, bet Außenminister habe ben tel^'chen Ge sandten in Berlin telegraphisch angewiesen, tm oerzüglich gegen ten Freispruch zu protestieren, ber im Lante eine allgemeine Emr-öruni Hervorrufe und barauf hinzuweisen, oaß die belgische Regierung beabsichtige, ihre auS ten Anikel 228 ff. tes VerttoaeS von Versailles zustehenden Reckfe in vollem Umfange aurttÄlzuerhalten. Die Regierung wird sich mit ben alliierten Regierungen ins Einvernehmen setzen, um biefen Rechten eine nachdrücklich: Wahrung unb Sank: on zu sichern. Ter Minister eifiärtc indessen, er bäte die Gewiß- beit, ten Gefühlen deS belgischen Volk-s zu entsprechen, wenn er bereits jetzt gegen das Urteil ter Reichsvegierung schärfsten Protei: erhebe. (2lll- feitiger Beifall.)


