„n ,m en»* 1
£ Kba-
nrrbt- im Qjtt
ai 5®* fcX'“ftÄ- “ »HX''^1«».*" lr' s sxnaarwtM ..fbi Hj* 7 f,re Saal.r« « tur« Al begünstigt Khdnl-nd
SnS^ÄjÄ
IfllM L WjSw j^*"**-
J0^ 7räu^^'
et
a?fe.
nun
Der ftieHener Lozriqer mit der Dienttagsbeilage .$per! Umfd)OB- er. schein» tagltch, außer Sonn, und Feiertays. Monatliche vetunrprese: Ti or* 5.- einschließlich Irägerlobn, durch die Post bezogen Marl, 5.75 etnichließlich Deltellgeld. Ferniprech-Anschluile: ffirbieSdiriftleitBng 112; für Druckerei. Verlag und (£eid)afi$fteüe 51. Lnichrift für Drohtnach. richten Lnjeiaer S-ießell.
poftichecklonto:
Sranflurl a. M. 11686.
UI. Jahrgang
General-Anzeiger für Oberhessen
Dnid und verkag: vrühl'sche Umo.-Vuch. und Steinöruderei R. Lange. Schrlstteitung, SefchSftrstelle und Druderel: rchulstratze 7.
Montag, 20. Juni 1921 Annahme lnjeigeR für d'e Tageennmmer b'N
* ▲ ▲ zum Nach« 'tag
|k ohne jede ver dlndl'chkett.
Prti» lür I «nm Qdbc füi flngrtqfn n 34 rv- drtl'ch 40 Df. auewUlti
k 60 Df.; für Reklame.
▼ Brette 180 Dl Bei Platz,
Berfd)rt|l 20* .Auf chlaq. Hanpifchrtflletter luq. J'oeq Derantmortltch für Doliiih: lug. Goetz, für den übrige* letl Dc. Betnbolb 3<"i: für de, Injeiqentcil, Kan» deck.
Der Reichskanzler über die Erfüllung des Ultimatums.
C? f f enz 19. Juni. (WTB) Der Reichs - ka n i Ie r l.i.lt heute Dormüiag in einer verlamm-- (mtg dcS Deutschen G e we c k > cha s t s b u n - des folgende Re^e:
Deich, le ^.farmnlung, trtrrne Damm unb $)mm !
Ich soll über daS Ultimatum sprechen. Ich werde Ihnen auf idttig und ehrlich, aber auch mutigen Herzens intine b lyit gc £agc fdAltcm. Ich nehme auch jedes f.imdjc Wort entgegen, wie ich mich nicht f dauert mürbe. da und Dort ein Wort > i lLvv.teirvUtiselrer K itik, aber allge meiner fiiitif in meine fRebe ein fließen tu las en Wir «vollen rin Ultimatinn erfüllen. Set Iai/rcn ist dieses Wort, das in sich Gewalt sch ießt, brutale Gewalt. bü5 Zeiclwn de) ungtüxflid) n Euvova. 1914 stand auch am Beginn einer neuen Aera, die das Ende des G üdes für Mill o: cn von Aensligeu beb*utet.', ein Ultimatum. Cs war das unglückliche Ultimatum an Serbien. Wcs hat ec geb ddrt, ienes Mackrckibort? Trb und 2kr>. erben in der ganzen Welt. Jenes Ultimatum war der ©egvm Der Zerrüttung der gan eu Weitwrnschäft. Die Böller wa en vor bem Kriege ineinander xxr f'odncn burd) tausendfältige wirtsd«ftlidr Be «ielningen, ;ene Beziehungen, die die Mol-lialirt der Böller hei bei führten. Und da Tarn das Ulti matnm imb ba kam das, was balyinter steht, tie Vhidroirfu’ig brr brutalen Ma^t: der Krieg! Millionen Gräber ste'.vi aus den (Sdiladtff Ibem, Jammer und Elend aller Art. und jetzt am Ende der Erwtlie N.fcr fi.ten Jahre fielyt wiederum ein Ultimatum Das ist dos Ult mut um von Lond'n, das an uns ergangen iit Die einen figen, Ihr Rittet nein sagen sollen, andere sagen, es war riditig, bah Ihr ja gesagt habt. Ich will mit niemanden rechten, der n in gesagt hat. Nur, meine Tarnen unb Herren, war daS ja das letzte W»rt. das auch die hätten ftrerfxn müssen, die nein sagen trvfltrn. Wir lyabe-i t»as Ja ge'agt unb ha'en es zu vrrcmM» ten, und U>i5 da) Ja bedeutet, das Ich em atiseMlan/''er zu s tzen. vt meine Pflicht und Schulbigkeit bei meinem fettigen B - suche in Essen. In der Po'it'ck muh man ab-» wänen und manchmal in Snrücfb rngunq von OkHiWen einen Weg gehen, der rt klarer Berechnung rirlkirfrt her einzig m5afirf>e s in wird imb sei i kamt, um wieder inS F-e'e zu Tomrrrn. Die Melwheit unseres Volkes war für ja. Die heute durch mich bet Ihnen vertretene Reich^regierung ift die Regierung der De almng. ifl die Regierung der Erfüllung. DaS fdjtieüt das alles für Anll gaben in sich, Ausgaben, die wir zunächst erfüllen können, w,tm wir tnrr wollen und Aufgaben, deren ErftUlun"smöali^7eit nicht anders ewüs^t merken 'amt, als tu"d11 ie Ansp.nnunzalle. Kirche im Sinne tvfitiocr Leistung.
WaS können wir erfüllen?
Die Abgabe her Waffen und die Auflösung aewilser Wehren, das können wir erfüllen. Es mal f "rrneriid) rett far bet ob?r jenen Patrioten in Dentsu en Reich, für einzelne Landflächen in Deutschland die Waffen abzulie- fern. Ich glaube aber, wir sind so weit, daß wir auch bezüglich Danerns sagen können, auch bifjenitrn, denen es im Innern zuwider war. di's-'n Schritt zu geben, werden ihn gefm und finb ihn Gott sei Tank schon in weitem Maße gegangen. fBravo!) Tie Auslösung der Wehren ist eine ebenso harte Vilicht, ich bin aber überzeugt. daß auch diese zweite Forderung in Kurze erfüllt iein wird. Auch die Uebergabe der Waffen im Osten war ein unendlich schrveves Opfer. Wir haben es gebracht für das Ba'erland. Es ist ein schwerer Gedanke, an der Spitze cinc5 ivehr- losen Volkes zu swhen, aber trotzdem, wir werden diesen bontcnvvllcn schweren Weg geben, um eine <mfrid>t:(f: Poliük. an der niemand zweifeln (ann. vor bei ganten Wett zu beweisen. (Beifall.) Ich hyrherfwle es immer wieder und gerade hier im Ruhrgebiet. Dir lieben das ,^a" gefp odn\ kr deutschen Einheit wegen unb der deutschen Freiheit wegen. (Bravo ) Tie deutsche Einheit ist ein hohes Gut. Das haben wir denn überhaupt geerntet auS dem mtgeheuerften Zusammenbruch eines Volkes? Tie Einheit unseres D.'lkes und Unserer Wirtschaft und die Freiheit der Arbeit insofern, als wir bei allen Lasten doch die Möglich- H'it haben, selvst die Arbnt zu bestimmen,, als wir dir Möglichkeit haben, überhaupt zu schaffen. Tie Armahwe des U!t matums läßt uns ii Mög- lich'eit der C i 'fngeüalnmg u ne res sozialen Lebens Dir Tmnm iclb't bestimmen 11 A t der T ilnabme de-s ArbeiwrlMers an t<r (Hitwi^lung un r er mo- tericllcii Kultur, btt Art, wie wir foz.ale Gedanken ernflirßrn la-'sen wotten 11 den Vorn meiden Ent- wicfclimgsrnrz-'ß, mit rrtem Dott de geistige soziale Frech i haben wir für d'e Bolksnenost.»" bindt chas Jawort gerettet. (Bei all. Ich hxi'ti nicht, ob man heute allerorts ein ie'*t was es hxjßt' unter Zwang zu arfritm. SD? ttc Tarnen nrnb Herren! odxnim Sie hinüber nach dem anderen Rln-innier, nach den Städ en, bu unter der Sanktionierung seufzen. Man wag d's da und dort gerinn einschützen, al er' aus den stimmen, die an mich kommen, er.c e i') wie gcmilt g tic Not wäch't ir’ter dm wrrt chrsttt riei ^ank- tK-men, sehe ich welch die Not erst hätte kommen müssen für das ceamtc Ruhrgebiets Rbeinla: d imb Westfalen, nrroi Sie. meine -Kimen und Herren, an der Aibi'itsstätte un er dem Zwing feindlicher Dasonrtte das U.ti natum hätten erfüllen Müsen, was wir jetzt, roercr rotr uns an- fetzen. (Beisatt.) Denn die öolitifdt'n Dünel fallen, werde ich jed-r-eit bayi die Öanb bieten, die brunchen Stämme unb die deutschen Lande einander näher zu bringen und sie zu ci-ten unter voller Wahrung ihrer Eigenart. In der Not wollen wir erst recht sein ein einig Volk von
Brüdern. (Lebhafter Beifall.) Ich meine, gerade I in Ihrer Mille muß sich das Verständnis finden, wenn ich sage, in großen Fvagen, in der Führung I der Gesamtvolitik muß Einheit sein. Aber in den Fragen brr Verwaltung des gemeindlichen Lebens und in der Aiisgritaltung der Gemeinden und Länder, in Kvlturfragen und m den Fragen, wo appelliert wird an das Gewissen des Einzelnen, da müssen wir dm Ländern und Stämmen dir Freiheit geben, ohne die sie verkümmern müßten und ohne die sie zugrunde gehen müssen, einr Freiheit, d'e größer sein kann als dies früher der Fall luar. Wir haben das Ultimatum angenommen, um dieses köstlichste Gut der Ginbeit das reichste Mannigsaltigkrit in sich schließt, um diese Einheit zu retten. Ich wriß nicht, ob es uns gelungen ist, den letzten Rest jener deutschen Lande in dieser Einheit pi'ammenzuschliehen Alxrr auch für diese Frage hat die Annahme des Ultimatum- eine grotze und gewaltige Bedeutung Glaubt denn jemand unter Ihnen, daß, wenn die Franzosen das Ruhrgebiet brsetzt hätten, daß gleichseitig die Polen in ObrrichkTten sich .begnügt hätten nur mit dem Raube, den sie jetzt zur Stunde noch in den Häitden haben? Oder- schlesien und die Annahme des Ultimatum^ hat einen inneren Zusamm-nhang inwf m, als durch die Annahme d?s Ultimatums der Weg frei wurde zur nacktdrücklichm Betonung unseres Rechtes, das auf den Besllmmungm des Frie- densverttages berunt. W 11 man in Europa eine neue friedliche Entwicklung, will man ernstlich in Deutschland eine friedlickie Temokra ie und eine brniofrotifdr Republik, so muß die ganze Wett in Oberschlesien ein ehrliche und aufrichstges Spiel mit b.rni deutschen Volke spielen. (Sehr ridjrtig ’) Dir ver'aigen £)bn1dlc'ie.i als A sb'uck des demok-at s hen Di lens ler dortigen B völkerung Tie Bevö ke ung !*at ab estimmt Ojliubt emunh in Europa, claubt lemanb in England, in Frank reich, daß eiter von den afliie.lcn Mach^'abern an diesem Plebistit vorbigelhon darf? Ein B mckv- Iierb für ein ga vos J<tt,ohunde7t mü'.te aus Ober- Weiten I>erüorlobern, mein das Rockit der dortigen Deutsdien tödlich verietzt rofrbe. Ich g’anbe, der Gedacke, daß lycnfidjtlid) Oberschkesieus ein faires Spiel getrieben ro rben muß. l>at bereit« in der Wett Wuitzel gefaßt. D'e pvlnifchm Aufständischen Ixtbcn nicht nur das Rvckü Deutsch lands angegriffen, sie hxbeit die Mlii rtcn selbst angegriffen. Daum ruiri wir rs hinaus in alle Lande: Es würde für die atiierte t Mächte ein verbingni-volles Seiden ,fen wenn sie den Ge danken des Rechts und deZ Frie^cnsvertrages nicht rafdi und bald endgültig Wim Siege octOeffern würden. (Beifall.) Jlst das der Neuaufbau Euro- ras. nad) dem sick» alle Böller io!?-en. wenn ein keiner Diktator nidt yirriicfgelten will vor den Mittivnen ^iontlen. die die Allierlen zur Perfüaung laben? (©dyr flut’) Je melyr die Diktatur eines >s^>-fantn sich dort auslebt, je fdewidier die afliiertei Reyienmgen ich gebär- den, um fo fester werdet wir den Rus erlichen, daß das deutsch? Voll ein Rvlrt darauf hat. rofem es in der GrfüTimg des Ultimatums (f.beitrt. efyrlicfc und anständig befambeft wt werden. (Beifall.)
Nun -u den Reparationen.
Wir sollen zwei Mil’irrven an festen Annuitäten pro Jabr zahlen, wir sollen 26 Prozent bf AnS'ubr bezahlen, und wir sollen drittens dazu die Besatzungskosten tragen Tie letztere Summe ist die itnprvdukkivste. Sie trägt nicht bei zum Wichet- aufbau. fontrri fiWädit unsere Leistungskrait, genau wie die Sanktionen. Der h Europa Frieden Ruhe, Dobllihrt un> Auchan für alle will, der muß dnn G-danbm schnell näher to tem, die un Vwdullive Ausgabe des e iwvttschen Mili:artsm.i? aut ein Minimum zu reduzieren ^Sebr richtig! Der Ruf geht hinaus an b'e Arbeitersdnst aller Länder: Sorgt überall damr im domokratileben Geiste, biß bi3, wis Deutschland zahlt, nicht zu unnötigen Ausgaben verwendet wird, sondern baf es verwendet wird zum wahren Segen für die merhätine Bevölkerung der ganzen notleibcnbcn Wett. (Beifalls
Sehen Sie, vom ersten Tage an, n» w't die neue Regierung aebildtt haben, war es mein eifrige^ Bestreben Männer zu finden, dic den Ge dünken b*r SoiRarität unb der gemeinsamen Ar beit auch zu dm Alliietten hinübertragen. Ich labe für das Ministerium des Wie eraufba-.w' einen Mann gcfimben. der im Kriege eine groß- prqani’atorifdie Leistung vollbracht hat, Herrn Dr. RatHenau , der im fitie-it dtzu bei getragen hat. daß wir überhaupt durch die Crganvä:wn der Rohstoffe dm Krieg solange fortseyen konn'en, obw norlier erbärmlich jiifammrn*ubredwt. Alle die. die im Kriege in großer Organi-ation georbeite* l>aben. brauchen wir ro eher, wägen sie etne Partei •atbe haben, wie sie wollen Dabei kommt es mch' baraur an. roo ein solcher Mann herkommt. Lailer rotr doch alle Orten periönlicher Bekämpmng hin weg. MadUs besser ihr Nörg er und sammelt eure Scharen, kommt in den Reichswg, treibt Ovpo- sition, Fri i iert auch erbarmungslos? Aber ein müssen sich die .fcerricfcrften. die sich in Copontwr bei in den. gesagt »ein Ionen: Im neuen Deutschland bedeutet Opposition die Serrimrlligfeit, an oem Dag, roo die Negierung zurücktritt, selbst die Geschäfte zu übernehmen. (Sehr ridi ig’l .Das ist wahre Oopoiidr'n. Dir sind aut ein Trümmer seid berufen worden und wir haben versucht, au- diesem Trum wer eld Ordnung zu schassen Und das ist uns teilweise geglückt. Fn einer rceien dmw- kratischen Republik wenden wir die feste Han' an und wir werden auch nicht davor zurückschrecken in diesem Falle der $erilätt igung und der Versöhnung zu folgen, und dm Mut zu haben, van unseren Freunden die allergrößten Op^r zu verlangen.
Es liegt em neues Deutschl and vor iirs Nicht yurüdKidöi wollen tvü und Steine nxrfai
aut eine große, gewaltige unb glänzende Gesdrdle Tic Pott.ll jdxrcün vorwärts. Sie schaul am wärts unb gcchf^z.lr männlidzen Tai üd r Schaue. Sie das neue TcuLdjanb an und vergleichen Str es mit bem alten. Lxtrruen ©te Ü alte Verfassung an und vergleichen Sie mit bet neuen. Da steht dort in der alten Berfa sung? D.e Kör.i von Württemberg, Baoern. Baden unb Bremen Haben sich die Hand zum eroirm Bunde grrtidU Leien Sie b:e befdribnien Aniangsworte der neuen Zseriassung, wo es ch.ißt. daß die beutlet en Stämme sich en h zusgmmensdilies«i, um in F.eiHett bu Reid) zu erneuern unb bem sozialen Frieden uni dem TlolksivoHI zu dienen. Leien S:e dort, iva: ba Hebt von her Erneuerung unse.es beuh'fir.i Baterlmides. Sie ruht aut dun tre.cn L i len der ganzen Nation, unb Sie lernen tv zw»n'Welten kennen, die voneinander gescharten sind . Ich fag'.e, wer dieser Republik bintl, muß von feinen Anhängern Op,er verlangen.
Sie fragen mich nun, werben wir die zwei Milliarden Gold anfhrin- g en? In Be lin im R.i^Sfinanzministeiiiun tagt seit drei Tagen bis
Garantiekommissron.
Wir machen die Büchrr aus, damit sie hinein- sehen in unsere Kässe, um zu sehen. waS wir leisten können und leisten sollen. Werden wir die zwei Milliarden aufbringen? Da ist eine Vorfrage nötig: Werden wir unseren Haushalt in Ordnung brinyn? Ter HauShatt k:steht in dreifacher Art: als Haushatt dir inneren Ber- waltung, Haushalt bet Betr ebsverwaitung, Haushalt der Reparationen und fibntributionen. Ich habe das Werden dieser drei Haushalte seit Jahren zu verfolgen gehabt. Ich war in Baden Finanz- Minister unb nachher im Reiche Minister der Finanzen. bis ich in daS Kanzleramt gekommen bin. Heute Dtn ich in der glucklich?n Lage, ihnen mit» teilen zu können, daß die Einnahmen des Reiches bereits im letzten Jahre übet 45 Milliarden betragen haben. <Beifall.) Eine Riesenleistung für ent Volk, dys zusammengebrvchen war unter dem Druck der ganzen W lt. Und dabei sind nnr noch lange niht am Ende dessen, was eigentlich hätte emtommm müssen. ES ist feine Demagogie, wenn ich hier in Essen erkläre, daß unter dem gewaltigen Aufkommen der ReichS- eintommenftcuer die Lohn- und Gehaltsemvsäuger an erster Stelle der Leistungen für das Reich flehen. Und ich sagte zweitens: das ist die grösste bemofratihhe Tat die aesch den ist feit Kriegsende, daß die Lohn- unb Gelxtttsempsänger einen Teil ihres oerbienten Lohnes durch den festen Abzug dem Daterlande zur Rettung zur Verfügung gestellt haben. (Beifall.) Aber nun kommt brr Finanzminister zu allen unb jetzt klopfen eben die Steuererheber an alle Türen, und feine Tür kann sich verichließen vor der großen Pflicht des Opfers. Und da stehe ich auf dem Standpunkt: Wer sich entzieht, ist ein Verräter an unserem Volke. (Beifall.) Ich sehe auch an dem Fließen der Gtnfommcn- steuer des letzten Monats, daß es nun glückt, die große Veranlagung und bannt dasMvoße Werk der Nationalverf immlung ei. em glü-'l chm Ende zuzufülwen. Das Ergebins war gut unb wenn wir weiter artriten, Itt id) übcryruqt. der innve Etat unseres Vateiland s w rd i.i ten nächsten Jahren mit einem geroif e.i Plus, mit einem gewissen Uebericßuß abfd>lieiiai können. Das wäre ein Ergebnis. auf das w.r stolz fein f Jim en. DaS war ein großer Gedanke, die großen Summen im Reich •.ufammerxufaifen für den Dienst teJ RricheS unb seiner lJJ jeder, ba5 war em G d-inke. der aus her deutslVi Dmwkrat e b TDorgeaanacn ist. Der iJJetNnifc ist gea'üdt Daß bi-, die ihi burdnefüb-t :>ajen, nicht be iebt snd, meine Dam n und Herren, t«s macht i idsts. Dir werden den inneren Etat wrroörtd bringen. Dir werden auch, wmn das ')&?töpfer abgewogen ist, von den 4.3 Milliarden, durch die roch io'genden Eingänge w Einkom- uien- und Umsatzsteuer das. was wir im Jal/re 1920 erreichen roo.ltar, gairz gewiß erreichen.
Jetzt kommt her ytrite große Snifl kt: das ind die Betrrebsverwalkunaen. Im letz- *en Jähre fxibn die BetriebSverw lkungen abfe» dijfien mit einem Fehlbetranvon20Mrl- Itarben. Uefr-rle-m Sie es i^ ob b*r Staat cn Evenbchn unb Post nicht UeJeeschüsw hätte, u»enn er die gleichen Prei e gefordert bättr rote moße Privatbetriebe. (Sechr xi 'tvi) S t müf e -<rru<6ri, die gcafjit S-triebe. Bot und Ei'en- 'ftitri, raiionell auss-igefwlren, um von fern Rie'en- -eblbetrog herunterzukommen, wobei atterdmqä a e I<oraib5"e9mg gegeben fern muß: Jnnerpoli i ' t Jimtbri können wir nicht gebrauchen, wenn m iriunben wollen. (Sehr richt gl) Drr geben jebeir die Freiv tl, ferne Ansicht zu Bitzern, aber das age ich in Ich"er Mitte: Der btt Gewalt er- l»ebt in der frrirt T'o'Vrevublif, brr jjll guck eben, daß em< staatliche Gewatt dr it, um den nx-in 6er Ururbrnmi unb der Zerstärung aus un» iemr. Baterllmd aus-zume.nai. (Sehr
.idr.g!)
Dir Kommen zum Haushalt der Reva- r a t i p n e n. Da sind denn Summen zu finden, -ne ich Ihnen vorher nmnte. Ich bin der letzte der den Mut nicht aufbringt, hem Besitz auch die Opfer ziizinveiien die er bringen kann und bringen muß. Dollen sich alle, die beute Besitz in Hunden -oben, die Goldwerte besitzen, die Produktionsmittel besttzen. klar machen, nxi3_ es bc-ßt. den Weltkrieg verloren zu haben. Tie Schwäche des Reichsnotoviers liegt nicht in der Abgabe *rr Vermögen sondern sie liegt im S tdrtage, oem 31 12 19. Ursprünglich war das Opfer acbadH als ein Drfrr der Goldwerte. Da liegt oer Gedanke nahe, wenn der kleine Rentner von seinem be- sä-eideoen Vermögen ab geben muß, daß oann auch
die Besitzer von Goldwerten nickt unberührt liervorgehen können. Große Botlag.j imb ui Vorbereitung. 3d) erinnere an die Kö i pe i f cb a f t *• steuer: sie ist dem Renhsral bereits lugcgajucn. Der Gedanke, daß Aktien befonxn-r Art, Vorzugsaktien, ersaßt werden können, ist sehr nahe- .irgend. Der Gedanke der
Erfassung der Goldwerte muß im Auge behalten werden. Ich roante davor, >ms in zwei Lager zu teilen: Hie P oletarier und lie Besitzer von Gvldwe.ten' Da» roavr eine txr- hängniStvlle ©ab fdMarfit, ein Unglück für im er Vaterland. Es *arf keine Rel»rat«uSgewmnIer geben, wie es Kriegs und RLvIutwnsgewunilLr gab.
Die zwei M illiarden werden wir ausbringen. Wir zahlen mit Sachleistungen und durch direkte Zahlungen, durch Dv- visen DaS erste wird für uns sein: die Ausbringung der Mittel für die 2 6 p r o z e n t i g e 91 u s f u h r a b g a b e. Die Methode, die die Alliierten Lirr anwenden, erweist sich schon jetzt als zweischneidig. Sie erfordert ein großes "Zeamtenheer. welches bic 9 schwer!. Tic Frage ist für mich, ob wir in der Lage sind, die Produktion mit einer Last zu belegen und unseren Ervort lebenskräf- |U halten. Da hat fid) der Blick non sang an aus die Kohle gerichtet Wir kommen nicht darum herum, aus der Kohle mehr herauSzuholen. Ich mache auf eines aufmerksam: Wir liefern 24 Millionen Tonnen Ki hlctt an die Alliierten. Was schreibt man uns auf das ReparationSkonto? Richt den Weltmarktpreis, sondern den InlandvreiS. Wir liefern also eine Mehrleist ung von 9 Milliarden Goldmark, wenn unsere Kohlen weit unter dem Weltmarktpreis stehen. Wir lonnen solche Geschenke nicht machen Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, daß wir mehr an Kohlen zu leisten haben. Die Gedanken sind in der Ausreifung begriffen. Ich hoffe Schlag auf Schlag dem Reichstag hiervon Unterbreitungen zu machen. Es wird eine harte Arbeit sein unb unter» ganze politische Kraft dahinter zp setzen fein, um das große Ziel zu erreichen, das zu erfüllen uns die Feinde aufyebürdet haben. Ich weiß nicht, inwieweit wtr dos Ziel erreichen werden, aber daß wir es erreichen, wenn wir es rooWert, das ist für mich gewiss Ich erinnere an das Abkommen von Cpaa. Wir haben Spaa eingenommen und Deutschland ist nicht zerbrochen.
Gewiß hat sich auch die Schuld detk Reiches gehoben. Wir haben heute Verpslich. lungern über 300 Milliarden f>at sick aber nicht trotzdem sckxm in manchem, in den Fällen, wo Nvt und Elend war, eine gewisse Erleichterung gezeigt? Allerdings der Uebergang zu r freien B l r t f <fj a f L tuir freien Getreidewirtschaft ist unendlich! schwer. Ich weiß, daß neue große Bewegungen kommen fönnen gerade in den Monaten, roo wir neue Steuern aufbringen. Aber dann nicht durch die Gaffen laufen, nicht hinter jeden roten Föhn« ^erlaufen. Auch Streick allein schafft un- kein Glück uno keine Wohlfahrt. Man greift nicht zur Waffe ober Handgranate, sondern man greift zu Mitteln der demokratischen Verständigung. Das ist die An, in welcher wir dem Ziel des Opfers und der FrecheiH dienen wollem
Ich habe Ihnen in kurzen Stricken untere ganze Aufgabe klargelegt. Sie ist riefenhaft. Sic wird mehr als eine Generation beschäftigen. Ein Krieg von sieben Jahren liegt hinter uns. Tas waren die Zeiten der Trübsal, der Rot und des Elends. Was liegt vor uns? Ein 30iähriges Ringen, um in einem geordneten Staat durch Arbeit wieder zum Wohlstand zu aelangen. Erschrecken Sie nicht, schauen Sie in die Monckre des Krieges zurück. Bas für Kampfroerkzeuge haben Sie geschmiedet und die Welt in Staunen gesetzt. Sollte es nicht möglich sein, für den Gedanken des Friedens, für den Gedanken der Freiheit durch bic Organisation der Arbeit Gewaltiges und Riesenhaftes zu leistem Allerdings drei Voraussetzungen gehören dazu: Unser Volk zu ernähren, es zu kleiden und es zu behausen. Aber auch die außerpolitischen Voraussetzungen müssen gegeben fein. Das fei den alliierten und ehemaligen Feinden gesagt: Wir wollen alles ausbieten, weil wir der Freiheit dienen, nicht nur der Freiheit des deutschen Volkes, sondern der Freiheit der ganzen Wett. Wir wollen leisten, erfüllen, aber eines dürft ihr uns nicht rau#* ben: Ihr dürft uns nicht die Hoffnung nehmen, dob wir durch Arbeit wieder unser eigenes Glück gewinnen können. Darum geht noch der Ruf in die Wett hinaus: Legt die Flinte weg, glaubt dem neuen demokratischen Deutschland? Dient aber selbst, die ihr in Frankreich und England die Macht in Händen habt, dem Gedanken der Freiheit, indem ihr in Oberschlesien und am deutschen Rhein


