Ausgabe 
18.11.1921
 
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Nr. 271

Der *it|ceer Bijelcrt rrfd)<tnt loqlick) außer Sonn- and Jeiertaqs.

ffifc 5-50 em'--1. Trügen lohn, tinrd) die Toh IRM. «LO em'chl. veslell- geld, auch bei 5sichterschei- einzelner Dummen, infolge htherer Gewalt. Aerniprech-Anfchlüife: Ärbie5d)riftkitMnq 112; ftr Drucherei, Verlag ö <Ze d)aji5fteL'e 5L Ealchrisi für Drahinach. richten- lejetfcr »ietze».

DH1*e<toeta:

ireiftert a. M. IIM6.

(Elftes Blatt

171. Jahrgang

Freitag, 18. November 1921

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

üntf nnö Verlag: vrßhl'sch« Unio.-Bu*- »nd Stflnbruderei R. Lange. Stbriftleitung, ^efchäfirftelle and Druckerei: Zchulftrahe 7.

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für Politik Ang. ®o<r; für den übrigen Teil: JUrl Dalther; für den

Anzeigenteil: hon» Bech, fümllich in Giefze».

Auf dem toten Punkt?

Die Dachnchten aus Washington lauten nach den ersten Tlcuftcrungen einer allgemei­nen Ueberraschung über den amerikanischen Vorschlag und eines von den Teilnehmern an der Konferenz zu einem guten Teil ge­heuchelten Optimismus beute schon viel frag­würdiger und zweifelhafter. Die Vermu­tungen über ausftch'-sio>e Beratungen geben so weit, dah Amerika schon ein neue« Wett- rüsten zur See angekündigt haben soll, da« eS beginnen werde, wenn man zu keiner Einigung kommt. 11m ein ganz klares Bild über die Lage zu bekommen, reichen jedoch die spär­lichen Aachnchten nicht aus. Ordentliche Be­richte über die Verhandlungen, die sich ja auch zumeist im Geheimen abspielen, fehlen noch.

London, 17. Aov (IDTB.) Der Sonder- bettdfterftalter deS .Daily Eyronicle' in Washing­ton meldet, man habe die Schwierigkeiten deS PrvblemP bei fernen Osten- erkannt und gerächt- weife verlaute, dah von Seiten der briti­schen und sogar der japanischen Dele- aatlon Vorstellungen erhoben worden feien StaatSfetretär Hughes fei jedoch nichl der Vlann, der sich von seinem Ziele leicht abbringen taffe <$r fei vollkommen bereit, auch in bieer Frage so mutig zu handeln, wie in der 21b- rüstungSfrage, wenn er dazu getrieben werden sollte. SS bestehe die Gefahr, dah die Äon- serenz wegen dieser heiklen Frage auf einen t o - tenPunkt komme Hughes werde a'.Sdan' ohne Zögern diegesamte FragevordieMei- nung der Welt bringen. GS fei jedoch sehr wahrscheinlich, dah Japan zu allererst mit einem durchdachten Plan hervortreien werde 85 sei sicher, dah Japan einen solchen Plan bereit habe; ebenso sicher fei. dah Japan Die Torheit und die Gefahr seiner bisherigen Politik in ttlina erkenne 8S sei von vitaler Bedeutung für Japan, dah die Lösung diele- Problem- gefunden werde, da- Japan m.t Isolierung und vie.leicht sogar mit Krieg mit dem Westen bedrohe. Der Bericht­erstatter deS Blatte- ist jedoch der Ansicht, wenn Slaat-sekretör Hughes das ar eintreten so 1 e, dah China daS gesamte Gebiet von Groh-China um- fabl, fo weit e- nicht endgültig veräußert worden ist. eS schwierig fein würde, die bedingungslose Zustimmung dazu zu erba'ten.

Paris 17. Aov <WTB.) Aach einer Mel­dung der .Chicago Tribüne' au- Washington ist der Kongreh davon unterrichtet worden, dah die Vereinigten Staaten, fall- der Aughe-sche Vor­schlag scheitere, beabsichtigen, zu den im Bau be­findlichen 16 Schlachtschiffen erster Klasse sofort weitere 14 neue zu bauen Aach einer von der .Chicago Tribüne" veröffent­lichten Vleldung aus Tokio wird Japan acht Dreadnought- und vier Schlachtschiffe für feine Flotte fordern.

Pari-. 17. Aov. (WB.) Der Sonderbericht- erflatter der HavaS-Agentur meldet aas Wa­shington vom bcutlfcn Tage: Die mari­timen Sachverständigen LiMen in geheimer SiVungdie Prüfung deS2ldrüflungSprogramms Hughes fort, in der Absicht, zu einem Ein­verständnis zu gelangen. 'Jüan fasse nicht nur die Herabsetzung der Flotte von Großbritannien, den Bereirrigicn Staaten und Japan in- 2Lugc, son­dern auch der von Frankreich und 3 to­llen.

Die (Einschränkung der Niistnngen zu ^anle wird nicht behandelt.

London, 18. 2lob. (23X23.) Eine QHel» düng au- Wafhingwn besagt, die gegenwär­tige Abrüstungskonferenz werde sich wahr­scheinlich nicht mit der Einschränkung der Rüst­ungen zu Land befassen, sondern es werde eine neue Konferenz für nächste- Jahr ein­berufen werden, um diese Frage zu behandeln.

Briands Programm.

Pari-, 17. Aov. (Wolfs.) Der Sonder­berichterstatter der Havasagentur meldet auS Washington. B r i a n d werde sich am 26. Ao- Dembcr an Bord deS Dampfer- .Pari-" nach Frankreich einschiffen. Am Montag werde er der Konferenz den französischen Standpunkt hin- sichtlich der Abrüstung zu Wasser und zu Lande unterbreiten. Er werde bartun. dah Frankreich auf die natürliche Grenze des AheineS verzichtet habe angesichts deS Garantievertrages der drei Mächte, der aber nicht zustandegekvmmen fei und dah Frankreich daher gezwungen fei, feine Armee beizubehalten zum Schuhe feiner nur iTn- genügend gesicherten Grenzen. Da dir 23eibebal- tung der jetzigen Flonenstärke der befreundeten Stationen als unerlählich anerkannt worden sei, so sei die Aufrechterbaltunq der Landstreitkräfte mit Aufsicht auf daS wie HavaS behauptet fetnM- lige Deutschland noch weit mehr begründet. Briand werde daher die Konferenz bitten, in aller Form anzuerkennen, dah die Sicherl>eit Frankreichs die Beibehaltung feiner Armee in ihrer jetzigen Stärke erfordere.

Weiter meldet HavaS, von ermächtigter Seite werde erflärt, dah die amerikanische Regierung die Vorschläge Chinas morallfch unterstütze.

dah Frankreich und Otallen auf bi« Crörterung dieser Frage bringen werden.

Die fran Ssisch italienische Interessen­gemeinschaft.

PariS 17 Aov lWTB) 2Ia4> einer Mel­dung der .Chicago Tribüne" aui 2vafhingtvn ge­langten die französischen und italieni- IchenSachverständigenzuder Auffassung, dah ihre Seemacht eher verstärkt, als herabgesetzt werden müsse. Der ilaliensichc Stand­punkt sei. 3lallen mülle eine Kriegsmarine haben, die derjenigen Frankreich- gleichkomme, schlimm- stenfallS aber sich zu ihr verhalte wie 8: 10. Italien habe 40DO AUomcter Äufte zu beschützen und eine sehr dichte 25et>örPerung; auherk-em Im­portiere eS feine gesamte Kohle, ein Drittel seines Getreide- und fast feine gesamten Rohstoffe ES bestehe eine starke i'alienilche Strömung zugunsten eine- regelrechten Abkommens mit Frankreich da» die mllitärifche Last beider 2lattonen erleichtern würde. Vereinigt würden beide Flotten das Mittelmeer beherrschen und bei­den Ländern den Widerstand gegen jeden Angriff ermöglich n. Die italienische öffentliche Meinung sei auch für eine Befchränsting der 2lüstungen In Osteuropa und auf dem Balkan.

Die Verhandlungen in Berlin.

Berlin, 17. Aov. (Privattelegramm.) Die .Deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt aus parla­mentarischen Kreisens Heute mittag sanden die ersten offiziellen Verhandlungen zwischen der AeparationSkomrnission und der deutschen Reichsregierung statt. Man nimmt an, dah der Reichskanzler morgen im Steuerausschuh dcs Reichstage- über das ge­samte Reparationsproblem sprechen wird.

Heute werden die Spihenverbände der Ge­werkschaften mit den 2krtretem der Ar­beitgeberverbände in einer gemeinsamen Sitzung zu dem Kreditangebot der 3n- b u ft r l e und au den zehn Forderungen deS 2111- Semeinen Deutschen GewerkschaftSbundeS und der lfa Stellung nehmen.

3m weiteren Verlaufe der Verhandlungen bei Reichsausschusses der Deutschen Zentrums­partei wurde dem Reichskanzler von dem ReichSausfchuh einstimmig das 2krtrauen aus­gesprochen.

Die Neuorganisation der Eisenbahnen.

Berlin, 17. Aov. (WTB) lieber die For­derung deS ReichsverbandeS der deutschen In­dustrie, die ReichSeisenbahnen in privat- wirtschaftliche Formen zu bringen, fanden in den letzten Tagen Besprechungen zwi'chen dem Reichs- verkehrSministerium und den Grohorganifa« tionen des Eisenbahnpersonals statt, die zur vollen Einigung führten. Besonders be­deutsam ist das unbedingte Festhalten deS Per­sonals am Reichsbesiy der Eisenbahnen und die baldige Inangriffnahme einer Be'u- organlfation durch gemeinsame Beratungen der Verwaltung und deS Personals. 3m einzelnen lauten die Vereinbarungen-

1. Die Vertreter der Droborganisationen er- fläien, an dem seitherigen Verhältnis deS direk­ten Besitzes und 25etrlebe8 der Eisenbahnen durch daS Reich unter allen Umständen festzuhalten:

2. die Rechte deS auf einem öffentlich-recht­lichen Dienstvertrag beruhenden Beru fS beamt en - tumS. zu deren Wahrung die ReichSregierunq ver- fassunasrnähig verpflichtet ist. gelten den Grob­organisationen als unverletzlich:

3. die Grvhorganisativnen erklären sich bereit, an der Aeuordnung der 23era>altung und deS 23c- triebeS zur dauernden Wiederherstellung der Wirtschafllichkeit der Reichsbahnen unter Voran­stellung der Interessen der 2lllgemeinheit mit­zuwirken ;

4. die Aeuorganisation der Eilenbahnverwal- tung wird beraten und mit geschäftsmäßigen Be- ratung durch den Minister spruchreif gemacht in einem zu gleichen Tellen au6 Vertretern der Ver­waltung und der Eisenbahnergrohoroanisationen zu bildenden AuSfchih Der AuS'chuh erhält die Bervhligung. Sachverständige nach eigenem Er­messen zu dieser Arbeit heranzuziehen:

5. die 23eratungen über die am 16. Aovember von den Drohorganila'irnen mündlich vorgetrage­nen Gegenstände werden mit dem ZehnerauSschuh mit aller Beschleunigung weitergeführt.

Warantirzohlunqen".

PariS. 17. Aov lWB.) Die Repara­tionskommission wird red) dem .TempS" Ende der Wvch> in PariS surüdertrartrt. Aach dem gleichen Blatte hatte das Garantiekomitee angeorbnet. dah die beut'Ac Regierung alSVor- ! chüffe auf die vierteljährlichen Zahlungen nach dem Lv"doner Statut Garantiezahlungen leisten solle: diese Zahlungen hätten zum einen Teil den Einnahmen der Zollverwaltung zum anderen Teil dem E^bniS einer 26prozentigen Abgabe von der deulch-m AuSfubr enfommen werden sollen. Die erstere Art der Zahlungen sollte bis 15. Aovember erfolgen und zwar in Höhe der deutschen Zollernnah-men vom 15 Ok­tober bis 14. Aovember. um gerechnet in Gold- marf. Die«e Zahlung fei auch betnirU worden und zwar in Höbe von etwa 45 Millionen Gold» mark: die nächste lei auf den 1. Dezember ange- lent. Sie belaufe sich auf die monatliche Höhe einer 26prvzentigen Abgabe von der deutschen Ausfuhr und entspreche etwa 85 Millionen Gvld- mark.

Eine Rnndrrisr von Drilnrhmern brr intrrnationalrn ArbritSkonscrenzdurch Drutschsaud.

Genf. 17. Aov. (22TB.) Der ..All- gemeine Deutsche Gew e r kf ch a f t S - Bunt), der rund 9 Millionen Arbeiter und Angestellte vertritt, hat durch sein Vorstands­mitglied, den ehemaligen Reichsminister W i s- sei, 23ertreter der deutschen Arbeimehmer auf der Internationalen Arbeits-Konferenz, eine Reibe von Konferenzteilnehmern, darunter auch RegierungSvertreier und Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, des Parlaments und der Preste zu einer etwa zweiwöchigen Rundreise durch Deutschland ein» geladen, um diesen Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse in Deutschland zu unter­richten und sich von dem Erfüllungswillen des deutschen Volkes und der völligen Umgestal­tung der früheren deutschen Rüstungsindustrie zur Friedensarbeit zu überzeugen. Die Reise sott am kommenden Montag unter Führung DisselS ihren Anfang nehmen; sie wird zu­nächst nach München führen, um über Berlin Spandau Kiel Hamburg Essen ErfurtFrankfurt a. M. usw. fortgesetzt zu werden.

Chh Protrstschrcibrn der Krupp schen Arbeiterschaft an tt)ei,eral Nottet.

Berlin. 17 Aov. (Priv-Tel.) Dem .Vor­wärts" zufolge hat ber Arbeiterrat der Krupp- Mtiengefelllchaft in Essen an General Rollet ein Schreiben gerichtet, in dem die feste Ent­schlossenheit der Arbeiter zum Ausdruck gebracht wird, .jede Anfertigung von Kriegs­material zu verweigern. In den letzten Tagen sollte aber ein erheblicher Teil der zur Bearbeitung jxri reinem Friedensmaterial im Betrieb besindsichen Maschinen auf Befehl der Interalliierten Kommission z e r st ö r t werden. Durch die Zerstörung der in Frage kommenden Maschinen wurde nicht nur die Arbeiterschaft deS 25etrtebe4. sondern auch daS Stahl» und Wakz- axi-f aufs schwerste geschädigt. Di«' Arbeiterschaft erblicke in der Zerstörung ihrer Produktionsmittel einen durch nichts gerechtfertigten Anschlag auf ihre Lebens Möglichkeiten Die Arbeiter'chaft Pro­test ierte schärsftenS bag^en, bah ihr aus unver­ständlichen Gründen 'chinen zerstört werden sollen, die ausfchliestli^, zur Anfertigung hoher volkswirtfchastlicher 2verte benutzt würden. Die Arbeiter betrachteten die Anordnung ber Zer­störung als eine unverantwortliche, vom wirtschaftlichen SgotSmuS diktierte M a st n a h m e. die geeignet kl die deutsche Wirt­schaft und damit die dmitsche Arbeiterschaft ausS schwerste zu schädigen. Die Kruppsche Arbeiter­schaft werde bei einer eventuellen Zerstörung ihrer Produktionsmittel nicht mitwirken.

Lobe gegen die grobe Koalition im Reiche.

Berlin, 17 Aov iPrch -Tel.) Die Blätter melden auS Breslau: Gestern h esi aif dem Bc- zirtSparteitag ter Sozialdemokratie hen Partei Mittelschfesie 'S ReichStag'prüfibent Lobe ein 2teferat über die politische Lage 3r erklärte die jetzt vorliegenden Steuervor­schläge alS ein unzureicherrdeS Mittel gegen die Drvbungen der Entente zur Erzwingung der RerarationSforderungen. dah die Sozialdemo­kratie sie ablebnen müsse, wenn nicht gleichzeitig ehr Zugrist ausGolhundvachwerte erfolge Aach der Rede d^ VollSparteilerS Dr. Becker gcgen die Erfastung ber Sachwerte käme eine Koalition mit der Volkspartei im Reiche nicht mehrin Frage. Der Wucher der Stahlwerke unb Kohlengrupm. auf den die Aotlage ber ReichSeije^dadrei hauptsächlich zu- rückzusühren sei, müsse durch die Sozi­alisierung der Schwerindustrie endlich beendet werden. Im anderen Falle sei ber Platz der Sozialdemokraten auf den Bänken ber Oppo­sition Löbe rechnet mit der Möglichkeit einer ReichstagSausiösung und AeuWahlen, um dem deutschen Volle die Entscheidung über die 2ie- barationen und 6teuerfragen zu überlasten

Französische Drohungen.

Pari», 17. Aov. lWTB.) In der Kam­me r s i h u n g brantarortet? der Finanzmini­ster D o u m e r die verschiedenen Interpellationen über die Finanzlage Frankreich- Der 2lbgeord- nete b c Last evrie gab LbiSkünft- die mit denen her 2ieg erun 7 g eich liefen u d lew lei 'oll- icn. dah. wenn Deurschland wolle, es bezahlen könne. Deutschland besitze Wtiven. die es schwer in Goldmark und ausländische Devi'en umwandeln könne, aber es seien deutsche 2knnr*gen vorhanden, deren gröstter Tell auherhalb des Landes fei und deren Besitzer keinen groben Eifer zeigten, der beulichm Regierung zu helfen, ihre ÜZerpslich- tungen zu halten. Sie mühten sich aber von den Folgen Rechenschaft ablegen, die ein Banke­rott Deutschlands nach sich ziehen würde. Wenn dieser Bankerott sich ereigne, werde er Ereignisse nach 'ich ziehen, die die deut­sche ReichSeinheit kaum überleben könne. (Lebhafter Bestall!) Die 2DQHerten, ins­besondere aber Frankreich, könnten nicht dulden, dah auf ihren Schultern auch nur ein Minimum

der Lasten zurückfalle, die nach dem FricdenSvev trage den Deutschen »uf«len. (Bet alt) Der F i nanzminlster erl r c. er benxi .< Immer den Gedanken, dast Deutschland die 'Verp>Uchtungen die eS übernommen habe, erfülle > ipetbe W nn möglich ichloh er die Er orte ung über bleft Frage, muffen wir die Schuld Deutschlands internatioaa- Uflcrm. (25ctfall.)

Dcr Lbiderstand qegei, die Vcfchäfttgung deutscher Arbeiter in

Frankreich.

Paris, 17. Aov. IWT7B.) Aach einer HavaSrncldung aus AmlcnS Ist im Depar­tement Somme in zahlreichen Fällen von Unte nehme.verbänden ehemaliger Kriegs­teilnehmer Einspruch gegen den Plan er­ben worden. 11 Gemeinden der Gegend von Ehau 1 neS durch deutsche Ar bei- terverbände wieder aufzubauen. Die KriegSleilnehmer beabsichtigen, sich mit ihrem Protest gegen die EinfüNrunq deutscher 21r- beiter in die zerstörten Gebiete an die öffent­liche Meinung zu wenden; auch die Bürger­meister befürchten Zwischenfälle zwischen den Franzosen und den deutschen Aroeltern.

ntstaati ich ungstvor ich läge in Frankreich.

Paris, 17. Aov. (WTB.) Der Ter» waltungsrat der sozialistischen Partei nahm gestern eine Tagesordnung an, die sich gegen ie Abtretung von Staats Monopolen an Privatgesellschaften wendet, na­mentlich gegen die Abtretung des Tele­phonneye S. Diese Entschliessung erlangte dadurch besonderes Interesse, dast in der gest­rigen Kammersiyung der Llbgeordnete DeSchampS zur Besserung her Finanzen den Vorschlag mad)te, alle Staatsmonopole an Privatgesellschaften zur Ausbeutung zu übertragen.

Der Dölkerbundsrat.

Paris, 17. Aov. (WTB.) Der Tfil- kerbundSrat ist gestern nachmittag zu­sammengetreten. Der verhinderte belgische Vertreter HymanS ist durch den belgischen Ge­sandten Baron Gueffier d'Estroy ersetzt. Bal­four wird durch Fisher Den re en. Solange chy- manS abwesend ist. wird Löon Bourgeois den Vorsitz führen. Der VölkerbundSrat beschäf­tigt sich mit dem jugoslawischen Konflikt und wird in einer öffentlichen Sitzung heute die Arbeiten beginnen, und zwar sott der Vertre­ter Englands den Standpunkt seiner Qtegte- rung, die die Tagung des DöllerbundsrateS verutngte, auseinandersetzen.

Die albanische ^raqe.

Pari«, 17. Aov (WB) Der Völker­bundSrat hat sich beite Vormittag unter dem Vorsitz von Löon Bourgeois mit der alba­nischen Frage defchsitigt vr hörte zu­nächst die Ausführungen b<s englischen Vertreters Fisher an. Die englische Regieung. so sagt« Fisher, verfolge mit grober B sorgniS daS mi­litärische Vorgehen IugosiawienS in Aord»Al­banien. Dieser Tatsache liege keinerlei Feind­seligkeit gegenüber der jugoslawischen Beqiening zugrunde, aber die englische 2tegierung schlieNe auÄ den ihr bekanntgewordenen Tatsachen, hast der Plan bestehen müste, der Regierung non Tirana Aordalbanlen zu entrethen. dast gewiss« Führer ter auf st änp. scheu Mirid len gegen diese Rcgicrung unterstützt und zur Ausrufung einer unabhängigen Republik ermutigt würden: wes­halb halten sonst die Serben am 17. September die Albanier durch ein Ultimatum auig fordert, binnen 24 Stunden die Dörfer AraS, Lmiai usw zu räumen und warum hätten sie nachher sogar diese Dörfer bombardiert'( Unter den regulären miribitiften Streitkräften habe nan auch et ne starke Abteilung ruffif-tzr. eh-malS Wrang.si'chrr Truppen festgestellt Mit l'dhafter Bef ebigung, fuhr Fifher fort, habe er . r1ahr<m, datz neide lparieten bte Entscheidung der Botschaferkonfere tz über die aldanif-che und ferbliche Grenze an­genommen hätten, und er hoffe, dast der Zwst chm- fall mit der Zurückziehung der serbischen Trup­pen 'ein Ende finden werde.

Ter serbische Vertreter B >6t ) witsch erklärte seiner trorPuftg'm An'w >rt. die serbischen Trrchven hätten niemals auf eigene Faust die fog .Franchet d'EfperhscheDemar^ations- Imk überschritten. Die ohne die serbische Zu­stimmung getroffene Entscheidung der Bottd>3hec- konferenz leide nach der 2lusiasiung Szrd-enS an einem BerfahrcnSsehkr. D.e Belaraixr Re­gierung werde aber trotzdem ihre Truppen aas die ihr an^utoeilenDe Linie zu'mcknehmen

In der morgigen Sitzung wird der albanische Vertreter 2llehrned K o r i h a antworten.

(£in Protcft brr Pforte.

Lvnd on, 18. Aov. (WTB.) Eine Reuter« Meldung auS Konstantinopel besagt: Die Pforte erhob auf Instruktion von Angora gegen die Errichmng von alliierten Ge­richtshöfen in Konstantinopel so­wie gegen die Schaffung verschiedener im 2krtrag von Sevres vorgesehener Unteraus­schüsse zur Ueberwachung Einspruch.

Die Kriegsschulden.

London, 18. Aov. (WTB.) Wie aus Dashingwn berichtet wird, teilte der britische Delegierte auf der Konferenz mit, dah die Frage der alliierten Schulden an di« Vereinigten Staaten auf der Konfe­renz nicht erwogen wird. Cs verlaute jedoch.